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Rezensionen verfasst von
Sebastian Prignitz "prignitz-berlin"
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Die Agora von Athen: Neue Perspektiven für eine archäologische Stätte (Zaberns Bildbande Archaologie)
Die Agora von Athen: Neue Perspektiven für eine archäologische Stätte (Zaberns Bildbande Archaologie)
von John McK. Camp II.
  Gebundene Ausgabe
Preis: EUR 14,95

1 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Einblick in die Grabungsgeschichte und die aktuellen Arbeiten, 31. August 2013
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Dieses Buch wurde zum 75jährigen Jubiläum der amerikanischen Ausgrabungen auf der Agora (1931 begonnen) konzipiert und von Mitgliedern des Teams um den Grabungsleiter John Camp verfasst – also von berufenster Seite. Man erfährt etwas über die Topographie der antiken Agora (von etwa 500 v.Chr. bis in die spätere Kaiserzeit), von der Grabungsgeschichte bis zu aktuellen Arbeiten und modernen Methoden.
Die Agora war nicht nur Marktplatz, sondern auch für das politische (Bouleuterion, Prytaneion), administrative (Stoa Basileios) und militärische (Strategeion, Hipparcheion) Geschehen in Athen von Bedeutung, ebenso wie für die Religion (Tempel des Hephaistos, Zwölfgötteraltar) und die Philosophie (Stoa Poikile, Pantainosbibliothek, Odeion). Dies alles wird in den Beiträgen herausgearbeitet. Dass dabei die Deutung manches Gebäudes wie auch mache Datierungsfrage weniger kontrovers diskutiert wird, als es in der Wissenschaft aufgrund unsicherer Quellenlage eigentlich der Fall ist, kann man diesem als Überblick gedachten Werk nicht vorwerfen. Schön ist vielmehr, dass im Mittelteil des Buches die "Hilfsdisziplinen" wie Amphoren- und Keramikforschung zu Wort kommen, deren Methoden die Datierung eines Gebäudes ja meist erst ermöglichen, und dass in dem Abschnitt über die Grabungsgeschichte anhand alter Photos auch einmal die bis 1931 in dem Areal stehenden Gebäude gezeigt werden, man also einen Einblick der modernen Stadt vor Beginn der Grabungen erhält.
Einen Stern abziehen muss ich für die nicht so gelungene Übersetzung, die recht hölzern und gelegentlich sogar falsch (besonders peinlich: "mazedonische Vorherrschaft", S. 140) daherkommt.
Alles in allem ein gelungenes und informatives Buch.


Die Gladiatoren
Die Gladiatoren
von Christian Mann
  Taschenbuch
Preis: EUR 8,95

1 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Die Gladiatoren in der Antike, 24. März 2013
Rezension bezieht sich auf: Die Gladiatoren (Taschenbuch)
Viel hat man über die Gladiatoren geschrieben und oft wurden sie in Film und Literatur dargestellt. Dieses Buch informiert aus archäologischer und althistorischer Sicht über die Gladiatorenkämpfe der Antike.
Christian Mann stellt den Kontext der Gladiatorenkämpfe vor, ihren Ursprung als Begleitprogramm von Begräbnisfeierlichkeiten, den Kampf (wie sah die Bewaffnung aus? Wie genau lief der Kampf ab?), die Stellung der Gladiatoren in der Gesellschaft, ihren Alltag und schließlich die Organisation und Finanzierung der Spiele. Besonders ansprechend ist ein Kapitel zur gesellschaftlichen Stellung der Gladiatorenkämpfe (S. 89-103), in dem gefragt wird, warum und wie die Spiele in Rom entstehen und bedeutsam werden konnten und ob sie besonders für den Zusammenhalt der kaiserzeitlichen Gesellschaft von Bedeutung waren.
Schwierig erscheinen manche Verallgemeinerungen, wenn der Verfasser z.B. behauptet, die Natur habe in der Antike nie als Idyll gegolten, sondern sei stets "als feindlich und gefahrvoll wahrgenommen" worden (S. 98) oder wenn die bisweilen bereits in der heidnischen Literatur geäußerte Kritik an der Grausamkeit der Spiele partout nicht auf antiken Humanismus zurückgeführt werden soll (S. 104-107). Dies wären zumindest in breiterem Kontext zu erörternde Fragen.
Insgesamt ein schöner Band, der auf knappem Raum kurzweilig über die antiken Hintergründe informiert.


Die Römer in Tunesien und Libyen. Nordafrika in römischer Zeit. (Zaberns Bildbande der Archäologie) (Zaberns Bildbande Zur Archaologie)
Die Römer in Tunesien und Libyen. Nordafrika in römischer Zeit. (Zaberns Bildbande der Archäologie) (Zaberns Bildbande Zur Archaologie)
von Francois Baratte
  Gebundene Ausgabe
Preis: EUR 29,99

4.0 von 5 Sternen Schöner Bildband mit Schwerpunkt Tunesien, 22. Februar 2013
Der Löwenanteil der archäologischen Literatur zu Nordafrika ist in französischer Sprache erschienen. Erfreulich, dass der Zabern Verlag mit diesem Band ein umfangreicheres deutsches Werk vorlegt.
Ebenso erfreulich, dass einmal nicht der zweite Punische Krieg Hannibals gegen die Römer (218-202 v.Chr.) oder die Person Hannibal, der schon in so vielen Monographien nachgegangen wurde, Thema ist, sondern die römische Zeit in Nordafrika, d.h. vom endgültigen Fall des punischen Karthago 146 v.Chr. bis zur arabischen Eroberung 698 n.Chr. Dabei werden die Städte Algeriens und Marokkos so gut wie ganz beiseite gelassen, und selbst Tripolitanien ist ausführlich nur durch Leptis Magna vertreten. Vielmehr ist das heutige Tunesien Schwerpunkt des Buches. Es geht also, auf den Punkt gebracht, darum, wie die Römer mit der 146 v.Chr. gewonnenen Provinz "Africa Proconsularis" umgegangen sind, was sie dort gebaut und bewirkt haben und wie das Verhältnis römischer Siedler zu Indigenen gewesen ist.
Das Buch ist in drei große Abschnitte gegliedert. Nach einer Einführung zu Land und Geschichte (S. 10-21) werden die wichtigen Orte des römischen Nordafrika vorgestellt, aber nicht geographisch geordnet (Stadt für Stadt), sondern thematisch, wobei man den einzelnen Städten immer wieder unter je verschiedenen Gesichtspunkten begegnet (S. 22-113). Den Schluss bildet die spätantike Geschichte bis zur arabischen Eroberung (S. 114-140).
Auffällig ist die Häufung der Lässlichkeiten im Ausdruck und in der Interpunktion. Manche sprachlich etwas merkwürdige Partie scheint auch auf die Übersetzung aus dem Französischen zurückzugehen. Durch ein gutes Lektorat wäre das leicht zu vermeiden gewesen. Schade auch, dass auf der Übersichtskarte auf S. 8f. viele der im Text erwähnten Orte fehlen. Hier wie auch an manch anderer Stelle hat man das Gefühl, der Band sei eher für Leute mit Vorwissen verfasst, die Tunesien schon einmal bereist haben und über Lage oder Gestalt der Städte einigermaßen Bescheid wissen (ich habe mir den Band nach einem Besuch Tunesiens gekauft, es hat mich also nicht gestört; ich weise aber darauf hin, falls jemand das Buch ganz ohne Vorwissen als ersten Einstieg lesen will). Und schließlich noch eine inhaltliche Bemerkung: In dem Kapitel zum 439-533 existierenden Vandalenreich auf nordafrikanischem Boden (S. 131-134) wird mehrfach darauf abgehoben, der Wechsel der Herrschaft sei ein geringerer "Bruch" in wirtschaftlicher und kultureller Hinsicht gewesen, als in der Forschung allgemein angenommen. Ob dies zutrifft, mag dahingestellt sein. Auffällig ist aber doch, dass ein vergleichbarer "Bruch" für die arabische Eroberung Ende des 7. Jhs. dann wenige Seiten später relativ unkritisch zwischen den Zeilen durchklingt - ein Eindruck, der zumal dadurch verstärkt wird, dass der Band mit dem Jahr 698 n.Chr. endet.
Alles in allem ein recht ansprechendes Werk, das vor allem als Nachbereitung einer Tunesienreise empfohlen werden kann.


ADAC Reiseführer Tunesien
ADAC Reiseführer Tunesien
von Daniela Schetar
  Taschenbuch
Preis: EUR 6,50

3.0 von 5 Sternen Günstig, aber ohne Pläne zu den Stätten, 11. Februar 2013
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: ADAC Reiseführer Tunesien (Taschenbuch)
In diesem Reiseführer werden die Regionen des Landes nach einer Einführung zur Geschichte in topographischer Anordnung von Norden nach Süden vorgestellt. Der große Mangel ist, dass Übersichtspläne zu den archäologischen Stätten, die sicher für jeden auch nur etwas geschichtlich Interessierten ein Highlight bei einem Besuch Tunesiens sind, fast ganz fehlen (nur für Dougga gibt es auf S. 78 einen Plan). Wenn man die römischen und punischen Orte besucht, muss man daher fast zwangsläufig vor Ort eine Karte oder einen weiteren kurzen archäologischen Führer kaufen, um sich zu orientieren und die Sehenswürdigkeiten zu finden. Ebenso schade ist, dass Kerkouane nur wenige Zeilen gewidmet werden, obwohl dies eine faszinierende Ausgrabungsstätte ist: die einzige, in der man nicht überbaute punisch-karthagische Architektur sehen kann. Stadt und Nekropole von Haidra fehlen sogar ganz und sind nicht einmal auf der Überblickskarte auf dem vorderen Einband verzeichnet. Hilfreich wäre auch eine Karte der Tramlinien von Tunis oder der Bus- und Eisenbahnverbindungen im Land gewesen, denn das sind ja genau diejenigen Informationen, die einem konkret vor Ort weiterhelfen.
Das große Plus: Dieser ADAC Reiseführer ist mit 6,50 Euro sehr preisgünstig und es gibt zu jeder Gegend Hotel- und Restaurantempfehlungen. Wer also einen reinen Bade- und Erholungsurlaub macht, kann zugreifen; wer sich auch für die Geschichte und Kultur interessiert, braucht zumindest noch einen weiteren Führer.


Das antike Olympia: Götter, Spiel und Kunst
Das antike Olympia: Götter, Spiel und Kunst
von Ulrich Sinn
  Gebundene Ausgabe
Preis: EUR 14,90

4.0 von 5 Sternen Kulturgeschichte des antiken Olympia, 10. Januar 2013
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Ulrich Sinn legt einen Band zur Geschichte und Kulturgeschichte des antiken Olympia vor. Der Verfasser hat selbst lange Jahre in Olympia im Rahmen eines Projekts zur Spätzeit des Heiligtums gegraben. Dennoch geht es in diesem Band nicht in erster Linie um die Fundgattungen (diese sind hervorragend behandelt bei H. Kyrieleis, Olympia. Archäologie eines Heiligtums, Zabern). Vielmehr wird, nach einer Einführung zur Wiederentdeckung Olympias (Kapitel 1), auf Götter und Mythen (Kapitel 2), die Organisation des Festes (Kapitel 3), wichtige Persönlichkeiten, die in Olympia wirkten bzw. es besuchten (Kapitel 4) und die Kunstwerke (Kapitel 5) eingegangen. Erst ganz am Schluss, auf den letzten 15 Seiten, beginnt ein "Rundgang durch das Heiligtum" und am Schluss desselben geht Sinn auf die spätantiken Gebäude ein, die sein eigentliches Steckenpferd sind. Bei einem Besuch vor Ort ist dieses Kapitel indes kaum zu gebrauchen. Man lese das Buch daher vor oder nach dem Besuch auf dem heimischen Sofa.


Olympia. Archäologie eines Heiligtums (Zaberns Bildbände zur Archäologie)
Olympia. Archäologie eines Heiligtums (Zaberns Bildbände zur Archäologie)
von Helmut Kyrieleis
  Gebundene Ausgabe
Preis: EUR 29,90

5.0 von 5 Sternen Die Funde im antiken Olympia, 31. Dezember 2012
Mit Helmut Kyrieleis, 1985-2003 Grabungsleiter in Olympia, hat der größte Olympiakenner der Gegenwart diesen Überblick zum antiken Heiligtum auf der Peloponnes geschrieben. Und Kyrieleis schöpft wahrlich aus dem Vollen: Rund 50 Seiten, mehr als ein Drittel des Bandes, sind allein den Funden gewidmet (Einzelkapitel zu: frühen Votiven, Bronzereliefs, vorderasiatischen Vorbilden, Waffenweihungen, Tonskulpturen, Architekturdekorationen und Dächern, Großplastik aus Stein bzw. Bronze). Die Kulturgeschichte und die Architektur werden vergleichsweise kurz abgehandelt. Ein eigenes Kapitel stellt die aktuellen Arbeiten des Deutschen Archäologischen Instituts vor wie z.B. die Wiedererrichtung einer Peristasissäule des Zeustempels im Jahr 2004 (diese Abschnitte lesen sich bisweilen ein wenig wie eine Art Werbeschrift für die Tätigkeit des DAI vor Ort).
Der Text ist flüssig zu lesen, die Abbildungen sind zahlreich, informativ und von guter Qualität. Es ist ein rein archäologisches Buch; wer noch etwas mehr zur Kulturgeschichte der antiken olympischen Spiele lesen will, sollte zu dem Buch von Ulrich Sinn ("Das Antike Olympia: Götter, Spiel und Kunst", C.H. Beck) greifen. Fazit: Unter der Prämisse, dass es hier hauptsächlich um Funde geht, kann auch der Fachmann, sogar der selbst in Olympia tätige Fachmann, viel lernen, bekommt einen hervorragenden Überblick über die Fundgattungen und ihre archäologische Einordnung und sieht Vieles mit anderen Augen.


Pontius Pilatus
Pontius Pilatus
von Alexander Demandt
  Taschenbuch
Preis: EUR 8,95

2 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Keine Biographie, sondern Literatur- und Quellenkritik, 29. Dezember 2012
Rezension bezieht sich auf: Pontius Pilatus (Taschenbuch)
Dieser Band über der Statthalter Pontius Pilatus, der Jesus zum Kreuzestod verurteilt hat, ist nur zu geringen Teilen eine biographische Skizze. Es ist vielmehr eine Darstellung der literarischen Quellen und - teilweise - ein Versuch, den realen historischen Kern der Prozesses und des Urteils gegen Jesus im Jahre 30 n.Chr. als der Überlieferung herauszuschälen.
Demandt nimmt sich zunächst 24 Seiten, um die historischen Hintergründe zu erhellen ("Die Römer im Osten" und Religion in Judäa"), bespricht dann die Quellen zu Pilatus, vor allem Philo und Tacitus. Pilatus selbst und seiner Tätigkeit als Statthalter ist dann ein Kapitel von 20 Seiten gewidmet, der Passion in den Darstellungen der vier Evangelisten weitere 20 Seiten. Eine eigentliche "Biographie" des Pilatus ist dieses Buch daher nicht und kann es wohl auch sinnvollerweise nicht sein, denn, wie der Verfasser in der Einleitung sagt: Gestalten wie Pilatus "werden durch die Geschichte gemacht", also durch ihre historische Rolle. So kommt er zu dem Ergebnis, Pilatus sei ein ganz durchschnittlicher römischer Statthalter gewesen, der Jesus aus Gefälligkeit gegenüber dem Hohepriester Kaiphas, dem Jesus ein Dorn im Auge war, routinemäßig habe hinrichten lassen. Nicht umsonst gibt es (abgesehen von einer Renovierungsinschrift aus Caesarea) keine zeitgenössischen Quellen über oder von Pilatus.
Im letzten Drittel des Bandes beschreibt Demandt, was man in späterer Zeit aus Pilatus und seiner Rolle literarisch gemacht hat. Dieser Abschnitt kreist um die im Johannesevangelium erzählte Unterredung zwischen Jesus und Pilatus zum Thema "Was ist Wahrheit?". Ganz am Schluss spekuliert Demandt, was passiert wäre, wenn Jesus freigesprochen worden wäre (das Kapitel erinnert an sein Buch "Ungeschehene Geschichte. Ein Traktat über die Frage: Was wäre geschehen, wenn...?") - Eine hypothetische Gedankenspielerei (aber warum auch nicht?). Deutlich wird immerhin, wie sehr das Todesurteil gegen Jesus ein Angelpunkt der Geschichte gewesen ist.
Fazit: Dies ist keine reine Biographie, vieles wird als bekannt vorausgesetzt und meist ist mehr von der Überlieferung, Literaturkritik und christlicher Heilsgeschichte die Rede als vom historischen Pilatus. Das hat aber seinen guten Grund, da eben "die Geschichte diesen Mann gemacht hat".


Die Heiligtümer und Tempel der Griechen
Die Heiligtümer und Tempel der Griechen
von Gottfried Gruben
  Gebundene Ausgabe

4.0 von 5 Sternen Standardwerk zur Architektur, 23. Dezember 2012
"Der Gruben" ist seit Jahrzehnten das deutschsprachige Standardwerk zum griechischen Tempel. Auf den ersten 45 Seiten stellt der Bauforscher Gruben die prähistorische Architektur bis 700 v.Chr. dar, von Troja über Mykene bis zu Lefkandi. Danach beschreibt er nicht mehr rein chronologisch, sondern Ort für Ort: Zunächst das Mutterland, dann Unteritalien und Sizilien, schließlich das kleinasiatisch-ionische Griechenland. Der Band schließt mit "hellenistischen Gesamtanlagen" (Kos, Lindos, Pergamon) sowie einem Index der Fachausdrücke. Es ist also mehr ein architekturhistorischer Reiseführer als eine entwicklungsgeschichtliche Abhandlung - und genau das macht auch den einzigartigen Ansatz dieses Buches und seine Stärke aus.
Bisweilen fällt eine altväterliche Wortwahl auf, bisweilen ist das Urteil etwas subjektiv und wertend, wie es in der Bauforschergeneration Grubens manchmal der Fall ist, meist fehlen die Nachweise, da der Band ohne Fußnoten auskommt. Aber alles in allem ist es, nicht zuletzt durch die vielen Karten und Zeichnungen, ein ziemlich grundlegendes und gutes Buch, das auf jeder längeren Reise durch Griechenland oder die kleinasiatische Westküste dabei sein sollte.


Pu der Bär - ELTERN-Edition "Abenteuer Hören" 1. 3 CD
Pu der Bär - ELTERN-Edition "Abenteuer Hören" 1. 3 CD
von Alan Alexander Milne
  Audio CD

5.0 von 5 Sternen Der Klassiker in hinreißender Lesung, 22. Dezember 2012
"Pu der Bär" ist an sich schon einer der bekanntesten Klassiker der Literaturgeschichte. Bei diesem Hörbuch aber handelt es sich um eine Lesung von Harry Rowohlt, der den Text von A.A. Milne genial ins Deutsche übersetzt hat. Und Rowohlt verleiht jeder der Figuren eine eigene Stimme und einen eigenen Charakter: Vor dem geistigen Auge erscheinen der treuherzige Pu, das ängstliche Ferkel, das listige Kaninchen und der griesgrämige I-Ah auf eine Weise, wie es sonst nur die Illustrationen von Ernest Shepard geschafft haben.
Dieses Hörbuch ist nicht nur etwas für Kinder, sondern aufgrund der häufig geistreichen, doppelbödigen Botschaften auch etwas für Erwachsene. Ich habe es während einer langen Autofahrt gehört, die mir durch die Begleitung der Bewohner des Hundertsechzig-Morgen-Waldes Kurzweil wurde.


ADAC Reiseführer Korfu: Lefkada, Ithaka, Kefalonia, Zakynthos
ADAC Reiseführer Korfu: Lefkada, Ithaka, Kefalonia, Zakynthos
von Peter Peter
  Taschenbuch

2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Ideal für Tagesreisen, 15. Dezember 2012
Ich habe diesen kleinen Reiseführer während einer einjährigen Reise durch den Mittelmeerraum benutzt, die mich für je einige Tage auf die Ionischen Inseln geführt hat. Er bietet grundlegende Informationen, beschreibt übersichtlich die Wege und nennt die schönsten Plätze und wichtigsten Highlights. Auch sogenannte "Homerische Plätze" auf Ithaka wie die Arethusaquelle und die Stallungen des Eumaios finden Berücksichtigung.
Besonders positiv möchte ich hervorheben, dass in diesem Band neben Korfu auch Ithaka, Kefalonia und Leukas enthalten sind, es liegt ja nahe, auch diese Inseln zu besuchen. Vor allem Ithaka sollte man sich als Individualreisender übrigens nicht entgehen lassen, eine wunderschöne und vom Tourismus noch recht unberührte Insel.
Wer für einen längeren Aufenthalt genauere Informationen will, muss natürlich einen ausführlicheren Reiseführer oder archäologische Literatur mitnehmen. Das aber ist nicht Sinn dieses Kurzführers, der es dennoch schafft, nützliche Detailinformationen wie den Weg zum Grab des Archäologen Wilhelm Dörpfeld zu beschreiben (S. 71).

Fazit: Für 6,50 Euro bekommt man einen Wegbegleiter zu vier wunderbaren Inseln inklusive mancher Detailinformationen – das kann man eigentlich kaum besser machen.

Und noch ein letztes: Das Olivenbrot in der Hafenbäckerei Stathis auf Ithaka ist wirklich genauso lecker, wie es auf S. 76 und im hinteren Umschlag versprochen wird!


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