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Rezensionen verfasst von
Sebastian Prignitz "prignitz-berlin"
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Star Trek. The Next Generation, Band 76: Das Unsterblichkeitsprinzip
Star Trek. The Next Generation, Band 76: Das Unsterblichkeitsprinzip
von Jeffrey Lang
  Taschenbuch

2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Sehr guter Star Trek Roman, 28. Dezember 2005
"Das Unsterblichkeitsprinzip" von Jeffrey Lang ist einer des besten Star Trek Roman überhaupt. Die Geschichte spielt zwischen FIRST CONTACT und INSURRECTION, im Zentrum steht Commander Data. Besonders hervorzuheben ist der Roman, weil er sich näher mit den seit GENERATIONS etablierten Gefühlen Datas beschäftigt und dessen Weiterkommen zwischen den Filmen thematisiert. Während auf der Leinwand nur alle zwei Jahre 120 Minuten NEXT GENERATION erscheinen und man immer nur kurz Neuigkeiten über die Figuren erfährt, hält dieses Buch inne und teilt etwas über die weiteren Auswirkungen des Emotionschips auf Data und seine Entwicklung mit. Sogar eine Liebesbeziehung wird Data zugestanden. Die Figur bekommt so deutlich mehr Tiefe, als dies in einem zweistündigen Kinofilm möglich ist.
Zudem gibt es ein Widersehen mit Datas Schöpfer Dr. Soong, Commander Maddox, Reginald Barclay und mehreren Charakteren aus diversen Folgen der Classic Serie.
Das Andriodenthema mag teilweise überstrapaziert werden und gerade am Schluß mag es einige Schwächen geben, dennoch erscheint es gerechtfertigt, "Das Unsterblichkeitsprinzip" mit 5 Punkten zu bewerten, wenn man die bisweilen schaurige Qualität der sonstigen Romane zum Thema bedenkt und da es auf dem Deutschen Markt kaum besseres gibt.


Meisterwerke der antiken Kunst
Meisterwerke der antiken Kunst
von Luca Giuliani
  Gebundene Ausgabe
Preis: EUR 9,95

5 von 7 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Acht Meisterwerke, 22. Dezember 2005
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Zu berühmten antiken Werken wie der Nike von Samothrake oder dem Laokoon gibt es schon lange nichts neues mehr zu sagen - sollte man meinen. Dieses Vorurteil widerlegt der vorliegende Band, der aus einer Ringvorlesung an der Universität München hervorgegangen ist.
Einleitend definiert Luca Giuliani den Begriff "Meisterwerk" in einer "kurzen Gebrauchsanleitung". Im folgenden besprechen acht Wissenschaftler acht große Schöpfungen antiker Kunst von archaischer bis in spätantike Zeit. Die Auswahl hätte man natürlich auch anders treffen können, so fehlt zum Beispiel der große Bereich der Vasen- und Wandmalerei, während sieben von acht Meisterwerken der Marmor- bzw. Bronzeplastik entstammen.
Die Aufsätze selbst sind durchgehend flüssig geschrieben und gut zu lesen. Besonders positiv ist zu bewerten, daß alle Autoren ihr Meisterwerk nicht nur aus sich selbst heraus, sondern auch in seinem Kontext betrachten und interpretieren.
Störend sind zwei fehlerhafte Seitenumbrüche (S. 48 auf 49 und S. 152 auf 153), bei denen jeweils eine Zeile verloren ging sowie die teilweise etwas zu lockere Schreibweise, die an ein als Aufsatz gedrucktes Redemanuskript denken läßt; tatsächlich wurden die vorliegenden Beiträge ja zunächst als Vorlesung in München gehalten. Diese kleineren Mängel wäre jedoch in einer zweiten Auflage leicht zu beheben.
Nichtsdestotrotz ist "Meisterwerke der antiken Kunst" ein sehr lesenswertes, informatives Buch, weil es Wissenschaftlern hier gelingt, ihr Expertenwissen allgemein verständlich und anschaulich zu vermitteln. Es ist für jeden zu empfehlen, der Interesse an antiker Kunst hat und sie einmal aus neuen Blickwinkeln kennenlernen möchte. Man wird sich mit diesem Buch acht unterhaltsame Abende machen können.


Pompeji: Archäologie und Geschichte
Pompeji: Archäologie und Geschichte
von Jens-Arne Dickmann
  Taschenbuch
Preis: EUR 8,95

15 von 15 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Topographie und Geschichte, anschaulich beschrieben, 30. Oktober 2005
Dickmann liefert mehr als nur eine Einführung in Geschichte, Erforschung und Topographie Pompejis. Neben grundlegenden Informationen über die verschüttete Stadt erfährt man auch viel über Wohnungen, Gärten und das Zusammenleben der Pompejaner. Dickmann findet sogar vielfach Gelegenheit, Irrtümer der Forschung (durchaus plausibel) richtigzustellen und Details der archäologischen Ausgrabungen zu erwähnen. Damit hebt sich das nur 120 Seiten starke Büchlein wohltuend von vielen allzu populären Werken ab: Es beweist, daß man gleichzeitig bündig, informativ, flüssig, aber auch zu wichtigen Problemfeldern vertiefend schrieben kann, ohne einen roten Faden vermissen zu lassen.
Dadurch erscheint leicht zu verschmerzen, daß die kunstgeschichtlich wichtige pompejanische Wandmalerei etwas kurz kommt, wenngleich sie in einem Kapitel „Geschichte des anspruchvollen Wohnens in der Stadt" (ein Highlight des Buches!) durchaus angesprochen wird. Hauptanliegen ist aber eher Sozial-, Wirtschafts- und Baugeschichte.
Am Schluß bleibt nur noch eine Frage offen: Darf man auf ein weiteres Buch des Verfassers in derselben Reihe hoffen (z.B. über Herculaneum)?


Die Babylonier: Geschichte, Gesellschaft, Kultur
Die Babylonier: Geschichte, Gesellschaft, Kultur
von Michael Jursa
  Taschenbuch
Preis: EUR 8,95

27 von 28 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Mehr als nur chronologische Geschichte, 27. November 2004
Dieses Buch behandelt Geschichte, Gesellschaft und Kultur des alten Babylonien in gleichem Maße: Nach Abriss zur Forschungsgeschichte und einer kursorischen Abhandlung der wichtigsten historischen Ereignisse in Babylonien gibt es Kapitel zu Wirtschaft und Gesellschaft, zur Rolle der Stadt, zu Religion und Wissenschaft. Bemerkungen zur babylonischen Literatur runden das Büchlein ab.
Damit ist es, wie der Titel verspricht, tatsächlich ein Werk über „Die Babylonier" und nicht bloß eine „Geschichte Babyloniens". Am stärksten ist Jursa, wenn er „bemerkenswerte" oder „besondere" Zeugnisse im Wortlaut en passant bringt und damit den Leser an der Lebenswelt der Babylonier ganz unmittelbar teilhaben lässt. Als Beispiel sei das Zeugnis eines amurritischen Briefschreibers genannt, aus dem sich frühes Bewusstsein für ethnische Unterschiede erschließen lässt (S. 17f.). Nach der Lektüre hat man Appetit auf mehr, auf inhaltliche Vertiefung bekommen; genau das sollte für ein Buch dieser Reihe Ziel und Aufgabe sein. Wer eine mehr chronologische Abhandlung sucht, greife zusätzlich zur ausführlicheren „Geschichte Mesopotamiens" von D. O. Edzard.
Die große Breite und anschauliche Tiefe der Darstellung macht dies Werk zu einem der besten der Reihe, das wie zum Beispiel auch P. Jánosis „Die Pyramiden" genau die richtigen Akzente setzt.


Das antike Kreta
Das antike Kreta
von Angelos Chaniotis
  Taschenbuch
Preis: EUR 8,95

18 von 28 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Umfassende Einführung, 27. November 2004
Rezension bezieht sich auf: Das antike Kreta (Taschenbuch)
Angelos Chaniotis, u.a. in den 80er Jahren am Heidelberger Amnisos - Projekt beteiligt, liefert ein 120seitiges Büchlein über das antike Kreta. Jeder Archäologe denkt dabei zunächst an das minoische Kreta der Paläste wie Knosos, Phaistos und Mallia. Dieses Werk jedoch liefert neben zwei kursorischen Kapiteln zur Bronzezeit (minoisches Kreta - mykenische Einwanderung bzw. Eroberung) auch etwas zu geographischen Grundlagen sowie zur griechischen und römischen Zeit der Insel, ehe ein abschließendes Kapitel zur christlichen Spätantike den Band abschließt.
Dass die Ausführungen zum bronzezeitlichen Kreta dabei sehr knapp ausfallen, ist auch dem kleinen Format zu schulden. Dabei hätte man die weit gespannten Kontakte der Minoer in die nördliche Ägäis und bis in den vorderen Orient sowie Gründungen von „Vorposten" an der kleinasiatischen Küste wie Milet und auf den Inseln noch etwas stärker herausstellen können. Sehr positiv fällt dagegen auf, dass in der bis heute strittigen Frage um den Ausbruch des Theravulkans auf Santorin beide Chronologien, die hohe wie die niedrige, genannt werden.
Ansprechend sind vor allem die Abschnitte zum klassischen, hellenistischen und römischen Kreta, in denen auch die in Vergleich zur sonstigen griechischen Geschichte anders gesetzten Epochengrenzen (630-300 v. Chr. als eine Epoche) begründet werden.
Das Werk ist gut lesbar und mit Liebe zum Thema geschrieben, aufgrund der Knappheit v.a. in den ersten Kapiteln aber mehr Einstieg in das Thema und Anregung zum Weiterlesen als komplette Abhandlung.
Kommentar Kommentar (1) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Jan 17, 2010 8:39 PM CET


Das Tal der Könige
Das Tal der Könige
von Erik Hornung
  Taschenbuch
Preis: EUR 8,95

3 von 7 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Anregend, leider nicht sehr anschaulich, 7. März 2004
Rezension bezieht sich auf: Das Tal der Könige (Taschenbuch)
Das Buch liefert einen anregenden und kompetenten Einblick in das Tal der Könige, in dem in der Zeit des Neuen Reichs in Ägypten die Pharaonengräber angelegt wurden. Man merkt auf jeder Seite: Hier schreibt ein Spezialist, der sich im Tal der Könige wirklich auskennt.
Leider bleibt dabei in gewissem Grade die Anschaulichkeit etwas auf der Stecke; die vielen Beschreibungen der malerischen Ausstattung hätten vielleicht etwas besser illustriert werden müssen. Für Leser, die sich das erste Mal mit diesem Thema beschäftigen, ist es nicht einfach, sich die große Kunst nur vor dem inneren Auge vorzustellen. Vor allem aber ist es schade, dass die Kapitel, in denen das dann Bildprogramm erklärt wird und die religiösen Bücher im einzelnen vorgestellt werden, am Schluss stehen. Besser wäre es wohl gewesen, diese als Grundlage der Grabbeschreibungen notwendigen Erläuterungen zuerst zu geben - und erst danach die Königsgräber chronologisch durchzusprechen.
Ein interessantes Thema, dessen Behandlung hier an der geringen Anschaulichkeit und der eigenwilligen Reihenfolge krankt.
Zu empfehlen ist, das Buch gemeinsam mit Peter Jánosis „Die Pyramiden" (2004) aus derselben Reihe zu lesen, um einen Überblick über ägyptische Königsbestattungen im Alten und Neuen Reich zu bekommen.


Die Pyramiden: Mythos und Archäologie
Die Pyramiden: Mythos und Archäologie
von Peter Jánosi
  Taschenbuch
Preis: EUR 8,95

33 von 34 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Erfreulich unaufgeregt, 1. März 2004
Jánosi leistet in diesem Band genau das, was er in der Einleitung verspricht: Zu zeigen, dass die Pyramiden „auch ohne Sensationshascherei zu Recht unser staunendes Interesse verdienen." Nach allgemeinen Kapiteln zu Sinn, Funktion und Erforschung werden die wichtigsten Pyramiden des Alten und Mittleren Reiches vorgestellt, ein Ausblick auf die Nachklänge im Neuen Reich und sogar bis in die Spätantike rundet den chronologischen Überblick ab. Durchgehend flüssig zu lesen und gut geschrieben, liegt der Schwerpunkt der Ausführungen (dem Thema angemessen) auf der Bauforschung. Zusätzlich erfährt man noch Vieles über ägyptische Geschichte und Kultur.
Der Ägyptologe Jánosi versteht es, seriöse Altertumsforschung spannend und informativ zu vermitteln. Abstruse und weltfremde Theorien oder esoterische Hirngespinste wird man in diesem Buch vergeblich suchen - gerade deswegen überzeugt es. Nicht nur als Überblick und Einführung für Vertreter der Nachbardisziplinen (wie den Rezensenten) ist es geeignet, auch kann jeder, der sich über den aktuellen Forschungsstand der Wissenschaft informieren will, zu diesem Werk greifen. Dem Autor gelingt, worauf es ihm offenkundig ankam: Sich strikt an das Beweisbare und den gesicherten Stand der Forschung zu halten, keine wilden Spekulationen und Vermutungen Raum greifen zulassen - und den Leser dennoch zu fesseln und für die ägyptologische Forschung zu begeistern. Bravo, bravissimo!


Athen: Geschichte und Archäologie
Athen: Geschichte und Archäologie
von Ulrich Sinn
  Taschenbuch
Preis: EUR 8,95

5 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Chronologischer Überblick, 28. Februar 2004
In diesem Bändchen wird ein knapper Überblick über Geschichte und Archäologie Athens geboten - passend im Jahr der Olympischen Spiele erschienen. Die Präferenz liegt dabei auf den archäologischen Zeugnissen: Jeder Abschnitt der antiken Geschichte wird an einem oder mehreren Denkmälern veranschaulicht. Dadurch wird ersichtlich, wie an den Monumenten die Geschichte hängt und sich archäologische Zeugnisse historisch lesen lassen.
Als Reiseführer eignet sich das Bändchen nicht, auch aufgrund des geringen Umfangs (man greife bei einem Besuch Athens zu H.R. Goette, Athen, Attika, Megaris, Köln 1993 - ein archäologischer Reiseführer), dafür ist es ideal bei der Vorbereitung auf dem heimischen Sofa. Man liest das Buch an einem Nachmittag und hat einen Einstieg gefunden.
Störend sind einige Druckfehler (S. 100: 48 v. Chr. siegte bei Pharsalos nicht Pompeius, sondern Caesar) sowie das seitenverkehrte Bild des Philopappus - Monuments auf dem Musenhügel (S. 76). Diese Mängel sind jedoch bei einer zweiten Auflage leicht zu beheben.
Insgesamt ein ansprechendes kleines Werk, das als Einführung für interessierte Athen - Reisende seinen Wert hat.


Homer: Der erste Dichter des Abendlandes
Homer: Der erste Dichter des Abendlandes
von Joachim Latacz
  Gebundene Ausgabe

20 von 20 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Grundlegend, 25. Februar 2004
Joachim Latacz, Emeritus für Klassische Philologie der Uni Basel, liefert einen breit angelegten Überblick zum Thema Homer. Drei Kapitel befassen sich mit der Forschungsgeschichte, der Zeit Homers und den Entstehungsbedingungen der Epen sowie deren Vorläufern. Der Ilias und der Odyssee ist dann je ein großes eigenes Kapitel gewidmet, wobei nicht lediglich der Inhalt zusammengefasst wird, sondern weitreichende und wertvolle Hinweise zu Deutung und Aufbau der Epen gegeben werden. Dem Leser wird ersichtlich, worin sich die Ilias und die Odyssee von rein aufzählender epischer Literatur unterscheiden und was ihre besondere literarische Qualität und Aktualität ausmacht. Von Naivität des Dichters kann keine Rede sein, die homerischen Epen sind genau durchdachte und ausgeklügelt aufgebaute Werke.
Beeindruckend ist, in welch reichhaltiger Weise die historischen Bedingungen der Entstehungszeit (8. bzw. 7. Jh. v. Chr.), aber auch die Bezüge die Jahrhunderte hinauf bis in die mykenische Zeit (15. - 13. Jh. v. Chr.) aufgezeigt werden. Zu beachten ist bei der Lektüre, dass die Partien zu den historischen Hintergründen der homerischen Epen nicht die communis opinio der Forschung darstellen; das Gegenbild findet sich v.a. bei D. Hertel, Troia, München 2001 (zur Archäologie) und Ch. Ulf (Hg.), Der neue Streit um Troia, München 2003. Was die Aussagen über das Verhältnis zwischen Homer und Hesiod angeht, bleibt eine Frage offen: Ist Hesiod (ca. 700 v. Chr.), der Zeitgenosse Homers, wirklich als "boiotische[r] Sängerdilettant" (S. 82 in der Ausgabe von 2003) im Gegensatz zu Homer als dem "professionell[en] ionische[n] Sänger" zu bezeichnen?
Ansonsten aber ist Latacz' Buch, wie auch sein Standardwerk zu den historischen Hintergründen der homerischen Epen ("Troia und Homer", 5. Aufl. 2001), brillant geschrieben und flüssig zu lesen. Latacz' großes Verdienst ist es, Wissenschaftsprosa in einer allgemeinverständlichen und spannenden Form zu bieten. Aufgrund der vielen Erweiterungen und Neuergebnisse in der Forschung sollte man auf jeden Fall zur vierten Auflage von 2003 greifen. Nur diese Ausgabe ist auf dem wissenschaftlich neuesten Stand.
Wer sich im Studium oder aus privatem Interesse mit den homerischen Epen Ilias und Odyssee beschäftigt, kommt an diesem Buch nicht vorbei. Und auch für den Wissenschaftler ist dies Werk aufgrund der vielen Querverweise und Literaturhinweise wertvoll. Insgesamt erscheint eine Bewertung mit 5 Sternen gerechtfertigt, denn auf dem derzeitigen Buchmarkt ist besseres momentan nicht zu finden.


Pergamon. Geschichte und Bauten einer antiken Metropole
Pergamon. Geschichte und Bauten einer antiken Metropole
von Elisabeth Steiner (Fotograf) Wolfgang Radt (Autor)
  Gebundene Ausgabe

13 von 14 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Alles, was man zu Pergamon wissen muss, 30. Januar 2004
Seit 1972 ist Wolfgang Radt Leiter der Pergamongrabung des Deutschen Archäologischen Instituts Istanbul; keiner wäre also besser geeignet, das ultimative Buch über Pergamon zu schreiben. In 21 Kapiteln werden Geschichte, öffentliche und private Bauten sowie die Heiligtümer der bedeutenden hellenistischen Stadt vorgestellt. Dabei berücksichtigt der Verfasser sowohl die alten Grabungsergebnisse seit 1878 als auch seine eigenen Forschungen in der Wohnstadt und am Fundament des großen Altars.
Die aktuellen Grabungen sind gut und schnell publiziert worden ("Altertümer von Pergamon" und "Pergamenische Forschungen" sowie die jährlichen Berichte im Archäologischen Anzeiger des DAI), diese Werke richten sich jedoch vor allem an die Fachwelt. Mit dem vorliegenden Buch kann nun ein weiterer Leserkreis an den archäologischen Forschungen teilnehmen - sei es bei einem Besuch vor Ort, sei es auf dem heimischen Sofa. Dabei wird das Verständnis durch viele Karten und Abbildungen erleichtert, ohne dass die Darstellung dabei den grob vereinfachenden Ton seichter Reiseführer annimmt.
Radts Buch ist das beste, was aktuell zu Pergamon zu bekommen ist: Für Laien spannend und anregend, für Fachleute Pflichtlektüre!


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