Profil für Sebastian Prignitz > Rezensionen

Persönliches Profil

Beiträge von Sebastian Prignitz
Top-Rezensenten Rang: 5.127
Hilfreiche Bewertungen: 1154

Richtlinien: Erfahren Sie mehr über die Regeln für "Meine Seite@Amazon.de".

Rezensionen verfasst von
Sebastian Prignitz "prignitz-berlin"
(REAL NAME)   

Anzeigen:  
Seite: 1 | 2 | 3 | 4 | 5 | 6 | 7 | 8 | 9 | 10 | 11
pixel
Der Limes: Geschichte einer Grenze
Der Limes: Geschichte einer Grenze
von Egon Schallmayer
  Taschenbuch
Preis: EUR 8,95

26 von 26 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Einführendes Werk zu den römischen Reichgrenzen in Deutschland, 21. Oktober 2006
Egon Schallmayer legt ein Büchlein vor, das trotz seiner nur 130 Seiten ein gutes Grundlagenwerk über den Limes und damit über die Geschichte der Römer in Deutschland generell darstellt. Einleitend wird die Geschichte der römischen Reichgrenzen in einem Abriss dargelegt, wobei der Autor mit besonderem Nachdruck auf den Defensivcharakter der militärischen Grenzziehung zwischen römischem Reich und den Barabren jenseits des Limes verweist. Durch Zementierung des "Grenzweges" (limes) legte sich das Reich auf das Ende seiner Expansion und auf die Verteidigung des Erreichten fest.

Nachfolgend wird die Militärgeschichte des Limes unter den verschiedenen Kaisern dargelegt, bevor stärker archäologisch ausgerichtete Kapitel zu Ausbauphasen und Anlagen folgen. Naturgemäß liegt der Schwerpunkt der Ausführungen auf den Teilen des Limes, die im heutigen Deutschland lagen. Ein weiterer Schwerpunkt ist die Darstellung der Truppen und der Truppenlager am Limes sowie des Hinterlandes der Anlage. Abgerundet wird der Band durch ein Kapitel zur Forschungsgeschichte, das seltsamerweise im ersten Drittel des Buches und nicht an dessen Ende erscheint.

Die Darstellung wird aufgewertet durch Karten und Graphiken, auf denen die meisten im Text genannten Orte erscheinen und die damit dem topographisch weniger bewanderten Leser die Lektüre erleichtern. Zu bemängeln sind nur wenige Doppelungen und Lässlichkeiten. Als einführendes Werk, das gleichwohl auf weiterführende Literatur im Anhang verweist, ist es zu empfehlen.


Der Traum von Troia: Geschichte und Mythos einer ewigen Stadt
Der Traum von Troia: Geschichte und Mythos einer ewigen Stadt
von Martin Zimmermann
  Gebundene Ausgabe

6 von 7 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen Essays über eine "ewige Stadt", 12. Oktober 2006
Der Beck Verlag legt mit diesem Buch eine Sammlung von vierzehn Aufsätzen vor, die die Wirkungsgeschichte des Troia-Mythos von der Antike selbst bis in die heutige Zeit nachzeichnen sollen. Begonnen bei der Ilias des Homer (Beitrag von T. A. Szlezák), der selber Rezipient älterer mythischer Stoffe ist, über die griechische (B. Patzek, S. Muth) und römische (U. Walter, U. Sinn) bis hin zur mittelalterlichen (K. Görich, J. D. Müller) und neuzeitlichen Beschäftigung seit Heinrich Schliemann reicht das Spektrum der Aufsätze, die das Troiabild verschiedener geschichtlicher Epochen jeweils aus historischer und archäologischer bzw. philologischer Perspektive beleuchten. Dazu kommen Aufsätze zu Troia im Film (M. Meier), zu einer Ausstellung in der Münchner Antikensammlung (R. Wünsche) und über Troia im kulturellen Gedächtnis (H.-J. Gehrke).
Auffallend ist die recht unterschiedliche Qualität der Beiträge. Gut lesbar und aufschlussreich sind vor allem die beiden Aufsätze zur römischen Rezeption der Ilias, auch die Beiträge zu "Troia im Film" und "Troia im kulturellen Gedächtnis", wobei im letzteren Beitrag vor allem die Vereinnahmung Troias und des Troiamythos durch die derzeitige türkische Außenpolitik - m.E. zu Recht - als ahistorisch und politisch interessegeleitet kritisiert wird.
Daneben gibt es auch Beiträge von schwächerer Qualität. Besonders übel stößt auf, dass einige Autoren (Zimmermann, Brandt, Cobet) sich nicht nur im Nachtreten gegen den 2005 verstorbenen Troia - Ausgräber Manfred Korfmann gefallen, sondern auch die gegenwärtige Archäologie unter den Generalverdacht stellen, Traumgebilden anzuhängen und Mythen durch die pure Anschaulichkeit mit dem Spaten ergrabener Funde als historisch glaubwürdig erweisen zu wollen, ohne eine wissenschaftliche Grundlage aufweisen zu können.
Dabei verhält es sich so, dass gerade diese Forscher ihre subjektive Auffassung der Dinge in durchaus umstrittenen Feldern der Forschung als communis opinio hinstellen. So wird beispielsweise im Aufsatz von Barbara Patzek die Spätdatierung der Ilias ins mittlere 7. Jahrhundert sowie die angeblich ausschließlich Homers Gegenwart entstammende Geographie und Realienwelt der Ilias als Faktum hingestellt - Gesichtspunkte, die durch ständige Wiederholung in den Arbeiten dieser Autorin offensichtlich bei einer breiteren Öffentlichkeit, an die sich auch dieser Band richtet, den Anschein einer Tatsache erhalten sollen. Davor kann jedoch nur gewarnt werden. Tatsächlich scheinen im homerischen Epos westlich ältere Schichten der Überlieferung durch, die wohl bis in die mykenische Zeit (13. Jahrhundert v. Chr.) zurückreichen. Besonders einseitig wird auch wieder einmal die Rolle Milets in der Ilias beschrieben (S. 64f.), indem Homer von Patzek jegliche Kenntnis älterer kleinasiatischer Geschichte abgesprochen wird. Man hätte besser daran getan, sich einen unparteiischen Experten für die Behandlung dieser Fragen heranzuziehen, der den gegenwärtigen Stand der Forschung unvoreingenommen darstellt.
Dazu kommt, dass sich die Schwerpunke, die Argumente und sogar die Literaturangaben mancher Beiträge überschneiden - offensichtlich sind hier die Manuskripte der Münchener Vorlesungsreihe relativ zügig und ohne ausreichende Redaktion in das Buch übernommen worden. Daher kann dieser Band nur mit zwei Sternen bewertet werden, trotz der sehr interessanten Grundfragestellung und einiger ansprechender Beiträge.


Die Zukunft des ' Klassischen '. Eine Idee im Wandel der Zeiten
Die Zukunft des ' Klassischen '. Eine Idee im Wandel der Zeiten
von Salvatore Settis
  Gebundene Ausgabe
Preis: EUR 19,50

6 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Nicht nur für Altertumswissenschaftler, 12. Oktober 2006
"Die Antike erstarrt zu einer leblosen Ikone, während die Zahl derer, die sich wirklich mir ihr beschäftigen, immer kleiner wird und sie aus dem kulturellen Horizont der Bürger verschwindet." Mit diesen Worten beschreibt der Italienische Archäologe und Kunsthistoriker Salvatore Settis die derzeitige Rezeption der "klassischen" Antike. Dennoch sei die Antike gefragt wie selten zuvor: in einem merkwürdigen Widerspruch würden antike Vorbilder geradezu inflationär gebraucht. Dieser Widerspruch wird erklärlich, wenn man sich vor Augen hält, so der Gedankengang, wie mit einem immer weiter abnehmenden Kreis an Antike interessierter und kundiger Menschen auch der Kreis derer schrumpft, die Bilder aus und von der Antike kompetent beurteilen können - das Griechisch-Römische, mithin die Klassik verkommt damit zur Hülse, zu einer allseitig verwendbaren Schablone, die allen gehört, ohne dass man sich um ihre Erforschung bemühen müsste. So kann "Klassik" in jeder gerade benötigten Weise benutzt werden und für jeden Zweck instrumentalisiert werden.

Settis legt eine Untersuchung vor, die "den bedrohlichen Stier bei den Hörnern packt", so der Klappentext. Durchaus zu Recht: die Überlegungen zu Werten und Zielen der Klassikrezeption gehen weit über das hinaus, was in rein erklärenden Büchern wie z.B. Gerhard Schulz' "Klassik. Geschichte und Begriff" (bei C. H. Beck) geleistet wird. Die Renaissancen der Klassik, die Varianten der Inhalte, die man jeweils mit dem Begriff Klassik verband, werden über einen Zeitraum von 2300 Jahren verfolgt; schon in der Antike selbst sprach man von einer Rückkehr zu den Werten und der Kunst klassischer Zeiten.
Schließlich gibt es Überlegungen, welche Rolle Antikenstudium heute spielen kann und sollte. Beschränkt es sich auf eine Kenntnis der Antike als statisches, normgebendes Ideal, so ist es zum Scheitern verurteilt. Versucht es einen Beitrag zur Erforschung der Vielschichtigkeit und Entwicklung antiken Lebens zu leisten, so kann uns die Antike immer wieder aufs Neue erschlossen und das Bild der Allgemeinheit damit geformt werden. Eine Aufgabe, zu der auch dieser Essay einen Beitrag leistet.

Zur anregenden und immer kurzweiligen Lektüre nicht nur Altertumswissenschaftlern empfohlen, sondern auch lohnend für alle, die hinter Fassaden blicken wollen.


Pans Wiederkehr
Pans Wiederkehr
von Hans Walter
  Taschenbuch

1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Interessantes Thema, leider nur in Andeutungen, 9. August 2006
Rezension bezieht sich auf: Pans Wiederkehr (Taschenbuch)
Walters Buch über Pan, den bocksfüßigen Gott der griechischen Wildnis, befaßt sich mit einem interessanten Thema, das unter Archäologen viel zu wenig beachtet wurde und wird. Warum wurde dieser Gott nie unter die olympischen Götter aufgenommen, was ist seine Rolle im Götterkosmos, wodurch zeichnet er sich aus? Was bedeutet dieser Gott den Griechen, der am Rande der Götterwelt steht, aber doch ständig dem Menschen in der Natur vor Augen tritt, nicht zuletzt in der Stunde das Pan zur Mittagszeit?

Leider krankt das Büchlein daran, daß zwar viele schöne Abbildungen gezeigt, diese aber nicht recht ausgewertet werden. Vieles wird über Pan in kurzen, durchaus auch treffenden Sätzen gesagt, aber weder erläutert noch belegt. Damit bleibt es letztlich bei Andeuteugen. Fazit: Ein wichtiges Thema aufgegriffen, aber leider keine vollständige Abhandlung.
Kommentar Kommentar (1) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Oct 19, 2012 1:35 AM MEST


Die römische Republik: Von der Gründung bis Caesar
Die römische Republik: Von der Gründung bis Caesar
von Martin Jehne
  Taschenbuch
Preis: EUR 8,95

12 von 17 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Komprimierte Geschichte, gut zu lesen, 7. März 2006
Die Geschichte der römischen Republik auf 123 Seiten – das scheint eng bemessen. Jehne nutzt jedoch die Gelegenheit, um trotz des knappen Raumes ziemlich viele Grundtendenzen und Ereignisursachen in der römischen Geschichte zwischen ca. 500 v. Chr. und dem Tod Caesars 44 v. Chr. aufzuzeigen. Allein eine Behandlung der Zeit der Gracchen könnte schon das ganze Buch füllen, dennoch hat man am Ende den Eindruck, einen guten Überblick mit einigen Vertiefungen erhalten zu haben. Die Mischung aus Ursachenforschung und Ereignisgeschichte ist gelungen.
Auffällig ist die kritische Auseinandersetzung mit der römischen Frühgeschichte in den ersten zwei Kapiteln, die eine skeptische Grundeinstellung gegenüber allen römischen Mythen von Gründung und Anfangszeit der Stadt verrät. Da es wohl Aufgabe des Buches sein soll, Entstehung und Entwicklung der Republik objektiv und ausschließlich anhand wissenschaftlich beweisbarer Fakten zu bieten, ist diese Herangehensweise sicherlich akzeptabel.
Zu erwähnen ist diesmal auch das schöne Layout des Bändchens, dessen Einband in angenehmem Hellgelb gehalten ist und das vorne passend mit den in Gold gehaltenen Lettern „SPQR“ geschmückt ist.


Römische Wandmalerei
Römische Wandmalerei
von Harald Mielsch
  Gebundene Ausgabe

8 von 8 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Tolle Abbildungen, 28. Februar 2006
Rezension bezieht sich auf: Römische Wandmalerei (Gebundene Ausgabe)
Die "Römische Wandmalerei" von Mielsch ist ein mit herrlichen, liebevoll zusammengetragenen Abbildungen versehener Band, der einen breiten Überblick über das Thema bietet. Zunächst wird die Dekoration als ganzes chronologisch behandelt, danach Einzelbilder und Motive. Dabei wird durchgehend ein wissenschaftlicher Anspruch erfüllt, und zu keinem Zeitpunkt wirkt das Buch wie ein Bilderbuch mit aneinandergereihten Photos. Es eignet sich damit auch gut für Studenten, etwa zu Prüfungsvorbereitungen.
Bisweilen ist die Behandlung allerdings etwas sprunghaft und konfus, weswegen der Band nicht ganz mit dem sehr systematischen englischsprachigen Werk von Roger Ling ("Roman Painting", 1991) mithalten kann. Auch fallen einige etwas altväterliche Formulierungen auf ("luftige Form", "fröhliche Bewegtheit", beide S. 100; "Figuren sind sehr raumhaltig bewegt", S. 119).
Vor allem wegen der Abbildungen ist das Werk insgesamt sehr zu empfehlen, für 5 Sterne fehlt jedoch die durchdachte Systematik und aufbauende Beschreibung des Lingschen Ansatzes.


Star Trek, The Next Generation, Sturm auf den Himmel
Star Trek, The Next Generation, Sturm auf den Himmel
von Esther M. Friesner
  Taschenbuch

2 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Im Ton okay, leider etwas verwirrend, 28. Februar 2006
Dieser Star Trek Roman ist insgesamt durchschnittlich ausgefallen. Die Idee ist grundsätzlich ganz gut – mehrere Welten entdecken, daß sie Kolonie ein und derselben Mutterwelt sind. Eine Welt benötigt nun eine unscheinbare Pflanze von einer der Schwesterwelten, um eine grassierende Seuche zu überleben; man weiß jedoch nicht, ob es dieses Gewächs dort überhaupt noch gibt. So begeben sich Picard und seine Crew (noch die Enterprise D, der Roman stammt im amerikanischen Original bereits aus dem Jahr 1997) auf die Suche.
Bisweilen versteht man leider die vielen Querbezüge und die mystische Geheimniskrämerei, von der das Buch durchzogen ist, nicht mehr recht. Hier wäre mehr Erklärung besser gewesen oder eine Beschränkung auf das Nötigste. Zum Beispiel hätte sich statt dessen mehr Charakterzeichnung für die Enterprise-Crew angeboten, denn besonders für Geordi wäre mehr Potential gewesen – ihm wird einfach eine relativ unmotivierte Liebesgeschichte angedichtet, jedoch nicht weiter ausgeschmückt.
Über weite Strecken wird immerhin der Ton der TNG-Serie ganz gut getroffen, insbesondere im Nebenstrang um Worf und seinen Sohn Alexander, der ein neues Haustierchen hat. Hübsch und zum Ton der Serie passend ist auch die letztendliche Auflösung der Suche nach der geheimnisvollen Pflanze.
Positiv ist außerdem zu vermerken, daß der Heyne-Verlag die optische und haptische Qualität der Star Trek – Romane nach einer Verschlechterung von 2002 bis 2004 wieder gesteigert hat (besserer Einband, schlichteres und schöneres Layout und Schriftarten auf dem Buchdeckel).
Insgesamt drei Sterne.


Star Trek, The Next Generation, Der Test
Star Trek, The Next Generation, Der Test
von John Vornholt
  Taschenbuch

2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Trifft die TNG - Atmosphäre, 19. Januar 2006
Dieser Roman zählt eher zu den besseren der Star Trek – Reihe. Die Geschichte spielt auf der Enterprise D, kurz nach der Episode Preemptive Strike („Die Rückkehr von Ro Laren“) aus der 7. Staffel. Die Sternenflotte will an der Rumpfsektion der Enterprise einen neuen Diskus testen, der im Notfall auf einem Planeten landen kann. Für diesen Test befindet sich nur eine minimale Besatzung an Bord der beiden Teile der Enterprise. Da greift plötzlich der Maquis an...
In den USA schon 1996 erschienen, ließ man sich hierzulande 8 Jahre Zeit mit Übersetzung und Publikation. Man fühlt sich daher in die Zeit vor den Kinofilmen zurückversetzt (Maquis - Problematik, Enterpise D statt E, Worf ist noch an Bord, Geordi mit Visor). Im Ton wird die Atmosphäre der Fernsehserie genau getroffen (u.a. erinnert man sich daran, daß Captain Picard während der Fernsehserie eigentlich nicht als Actionheld gezeigt war wie später in den Filmen), wobei besonderes Gewicht auf Riker und LaForge liegt, die sich an Bord des Testdiskus mit den Maquisarden auseinandersetzen müssen.
Leider wird keine echte Spannung erzeugt, es gibt sozusagen keinen echten Höhepunkt des Buches. Auch scheint die Idee mit der Bruchlandung eher dem Kinofilm „Generations“ entnommen zu sein (der 1994 kurz vor dem Erscheinen dieses Romans entstand). Wirklich ärgerlich ist auch, daß Vornholt vergessen zu haben scheint, daß die Diskussektion der Kampfsektion eigentlich völlig unterlegen ist und erstere nur dazu dient, große Teile der Besatzung im Notfall zu retten.
Positiv fällt dagegen ins Gewicht, daß hier überhaupt einmal die Abtrennung des Diskus ausführlicher thematisiert wird und Admiral Nechayev eine ausführlichere Rolle bekommt. Ihr Verhältnis zu Picard und den anderen wurde im Fernsehen immer nur kurz angedeutet. Schließlich gibt es einige nette Szenen an Bord einer Raumstation, an der die Enterprise angedockt ist. Insgesamt also trotz der Mängel ein unterhaltsames Buch, das zum Ton der TNG paßt.


Star Trek. The Next Generation, Band 78: Die Rache des Dominion
Star Trek. The Next Generation, Band 78: Die Rache des Dominion
von Charlotte Douglas
  Taschenbuch

2 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Die Enterprise E im Dominion-Krieg, 29. Dezember 2005
Der Roman behandelt eine Mission der Enterprise E im Dominionkrieg, nach der 6. Staffel von DEEP SPACE NINE, wenige Monate vor den Ereignissen von Star Trek - INSURRECTION. Thema ist die Befreiung des Planeten Betazed, der Heimatwelt von Deanna Troi, von der Dominionbesatzung.
Der Text ist durchgehend flüssig geschrieben. Positiv fällt ins Gewicht, daß wir in diesem Buch etwas mehr darüber erfahren, was die Enterprise E während des Dominionkriegs getrieben hat (dieses Thema wird in den Filmen bis auf einige kurze Sätze in INSURRECTION so gut wie ausgespart), und daß mit Deanna Troi ein Charakter im Vordergrund steht, der in den Filmen eher vernachlässigt wurde. Sogar ihre Mutter Lwaxana erhält einen Auftritt, und die ab INSURRECTION im Kino wieder thematisierte Beziehung zu Riker wird bereits angedeutet.
Etwas unmotiviert wirkt dagegen der kurze Auftritt von Worf und O'Brien an Bord der Defiant. Man fragt sich, wieso von dieser Begegnung in Insurrection nichts zu hören ist (rhetorische Frage; natürlich weil der Roman erst nach dem Film geschrieben wurde, aber das hätte man beim Schreiben berücksichtigen können). Die Einbindung dieser Figuren wirkt etwas gezwungen; wenn man sie denn schon erscheinen läßt, hätte das Wiedersehen durchaus etwas intensiver ausfallen können.
Ein echter Mißgriff des Heyne-Verlags ist der reißerische Titel "Die Rache des Dominion", der dem Inhalt des Buches geradezu zuwider läuft.
Die Handlung ist ansonsten routiniert geschrieben und läßt zumindest keine Langeweile aufkommen. Da auch Deanna Troi etwas mehr Tiefe bekommt und für ihre weitere Charakterisierung genügend Zeit aufgewendet wird (was bei den Romanen m.E. das wichtigste ist - Action gibt's ja schon im Kino genug), vergebe ich insgesamt 4 Sternchen.


Die Verschwörung: Sektion 31. Band 2
Die Verschwörung: Sektion 31. Band 2
von Andy Mangels
  Taschenbuch

2 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Gut zu lesen, 28. Dezember 2005
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Dieser Roman schildert eine der ersten Missionen der Enterprise E und ist zwischen den Kinofilmen GENERATIONES und FIRST CONTACT angesiedelt. Die Rahmenhandlung, in die die Geschichte als Rückblick eingebettet ist, liegt wenige Tage nach der Rückkehr der Enterprise E in ihre Gegenwart nach ihrem Abenteuer aus FIRST CONTACT.
Die Autoren benutzen die Gelegenheit, Lieutenant Hawk näher zu charakterisieren, dem in FIRST CONTACT nur ein kurzes Leben beschieden war. Nach der Lektüre wird man diese Figur im Kinofilm anders sehen, weil man nun die Hintergründe kennt.
Indem eine der ersten Missionen der Enterprise E nach dem Verlassen der Werft präsentiert wird, schließt sich die Lücke zwischen den ersten beiden TNG-Kinofilmen. Wir erfahren etwas mehr darüber, was im ersten Jahr der Enterprise E stattfand, als wir nicht dabei waren.
Von diesen für den Fan netten Schmankerln bietet der Roman eine spannende Handlung, die auch die Hauptcharaktere der TNG treffend zu ihrem Recht kommen läßt, besonders Picard, dessen Akademiefreunde aus der TNG-Folge "Tapestry" auftauchen, und Data, der mit einer romulanischen KI konfrontiert wird.
Ohne Längen oder Durchhänger in der Handlung ist "Die Verschwörung" ein gut geschriebenes Buch, das sicherlich eine gute Wahl des Heyne Verlags für die deutsche Publikation war.


Seite: 1 | 2 | 3 | 4 | 5 | 6 | 7 | 8 | 9 | 10 | 11