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Rezensionen verfasst von
Claudias Bücherhöhle

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Wie eine Nuss mein Leben auf den Kopf stellte
Wie eine Nuss mein Leben auf den Kopf stellte
von Alexa Hennig von Lange
  Gebundene Ausgabe
Preis: EUR 12,99

3.0 von 5 Sternen Hat mich leider nicht ganz überzeugen können, 15. Juli 2016
Zum Inhalt

Als Lisa erfährt, dass aus dem verlassenen Herrenhaus ein Waisenhaus werden soll, lässt sie der Gedanke daran nicht mehr los. Ein Haus ohne Eltern - das klingt nach Freiheit! Ehe sie sich's versieht, findet sie sich auf der Krankenstation des Waisenhauses wieder. Alles nur wegen einer einzigen Nuss, von der sie lieber die Finger gelassen hätte! Plötzlich will Lisa nur noch nach Hause. Aber sich wieder rausschleichen aus der neuen Welt, ist viel schwerer als hineinzukommen. Denn diese Welt hält mehr für Lisa bereit, als sie jemals für möglich gehalten hätte.
(Quelle: Verlag)

Zum Buch

Das Buch startet mit einigem Wortwitz, was mich sogleich ansprach. Die Story wird in der ersten Person geschildert. Die 11-jährige Protagonistin Lisa machte auf mich mit der Zeit einen immer nervigeren Eindruck und gefiel mir daher nicht richtig gut. Lisa wird von ihren Eltern nicht nur behütet, sie wird geradezu „bewacht“. Die Erklärung hierfür lässt zum Glück nicht lange auf sich warten. Kein Schritt ohne Armbanduhr mit eingebautem GPS oder ihrem Tracking-Handy. Kein Wunder, dass das Mädchen die Kinder in dem neuen Waisenhaus ein klitzekleines Bisschen beneidet. Durch den Umzug in ein „Rentner-Paradies“ wird Lisa von ihrer besten Freundin Alice von jetzt auf gleich fallengelassen. In ihrer neuen Umgebung ist nichts los, es herrscht Langeweile pur. Dann kommen dem Mädchen noch Zweifel, dass ihr Aussehen nicht mädchenhaft genug ist. Kein Wunder, dass Lisa von dem Waisenhaus geradezu angezogen wird.
Wie man schon erkennen kann, stecken eine Menge Baustellen in dieser Story, die es gilt zu bewältigen. Auf Grund des Klappentextes und des Titels hatte ich eigentlich etwas Anderes erwartet und mir die Rolle der Nuss wichtiger und größer vorgestellt.
Zuerst fand ich die Geschichte richtig gut, witzig und auch irgendwie spannend. Doch dann überschlugen sich die Ungereimtheiten und das irrationale Verhalten der Protagonisten. Lisas Mutter lässt ihre Tochter kaum aus den Augen, doch dann ist Lisa für einige Stunden „verschwunden“. Ihre Mutter ist in der Zeit trotzdem nicht vor Sorge vergangen, geht am nächsten Tag einfach seelenruhig zur Arbeit und fragt das Mädchen über die vorangegangenen Ereignisse nicht einmal richtig aus! Dies kam mir etwas merkwürdig vor. Und auch Lisa ist nach dem Besuch im Waisenhaus auf einmal auf Krawall gebürstet! Sie wäre jetzt urplötzlich in der Pubertät – das war mir auch zu weit hergeholt. Die Wortwahl der elfjährigen Kinder war ebenfalls ein buntes Durcheinander. Oft ist sie kindgerecht und umgangssprachlich, dann wieder sehr übertrieben und fast schon gestelzt. Welches Kind sagt in dem Alter „nimm Platz“ oder „meines Wissens…“?

„Vielleicht werden wir uns im Leben öfter mal die Finger verbrennen, aber wir sollten nie zu feige sein, nach dem glühenden Herz der Leidenschaft zu greifen. Und genau das werde ich jetzt tun.“
52% des E-Books

Alexa Hennig von Lange konnte mich mit ihrem Kinderbuch Wie eine Nuss mein Leben auf den Kopf stellte nicht richtig überzeugen. Zu übertrieben agierende Figuren und zu viele kleine Ungereimtheiten nahmen mir etwas die Lesefreude. Ein enthusiastischer Lehrer ist schön und gut, aber Herr Manske machte auf mich stellenweise einen viel zu übertriebenen Eindruck. Ich konnte ihn leider nicht ernst nehmen. Ich denke, dass der Schreibstil die anvisierte Zielgruppe wahrscheinlich besser erreichen kann als mich. Die Botschaften der verschiedenen kleinen Themen in diesem Buch gefielen mir sehr gut. Sie sind wirklich aus dem Leben gegriffen. Die angesprochene Nuss hatte leider nur einen kleinen Auftritt und dieser gestaltete sich nicht so, wie ich erwartet hatte. Doch insgesamt kann ich guten Gewissens noch 3 von 5 möglichen schwarzen Katzen vergeben.


Forbidden Touch, Band 2: Acht Momente
Forbidden Touch, Band 2: Acht Momente
Preis: EUR 3,99

1 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Nicht so gut wie der Vorgänger, 7. Juli 2016
Zum Inhalt

**Verraten, verurteilt und zwangsverheiratet**
Es gibt Momente im Dasein eines Menschen, die vermögen es, alles für immer zu verändern. In der neuen Welt von AurA Eupa entscheiden sie über Leben und Tod. Als der jungen Kaylana aus Liga 2 der Prozess gemacht wird, tritt ein solcher Moment ein. Für ihren unangemessenen Kontakt mit einem Jungen aus Liga 3 lautet das Urteil: Tod durch Verdursten oder Zwangsheirat binnen vierundzwanzig Stunden. Kaylana entscheidet sich für das Leben und damit für einen Ehemann, den sie noch nie gesehen hat: Jesper. Während sich das so fremde Ehepaar noch an die plötzliche Nähe gewöhnen muss, brechen in Liga 2 abermals Unruhen aus. Und wieder kommt es zu einem Moment, der über alles entscheidet…
(Quelle: Verlag)

Zum Buch

Da es sich bereits um den 2. Teil der Reihe handelt, weise ich auf eine gewisse *SPOILERGEFAHR* hin!

Endlich sind wir zurück in der neuen Welt von AurA Eupa! Zurück in einem immer noch entwürdigenden System. Das Strafmaß wurde sogar noch verschärft, die Einwohner trauen sich kaum noch aus dem Haus. Liga 3 hat nur das Notdürftigste. Da kamen bei mir schon erste Tränen hoch…
Dieser zweite Teil startet mit einem spannenden und temporeichen Prolog, der mich sogleich fesselte. Wie schon in Band 1 wird auch hier die Story in der dritten Person erzählt. Sie startet mit einer neuen Protagonistin - Kaylana. Die junge Frau gefiel mir gut, da sie auch nicht alles einfach nur hinnimmt, was ihr vom System vorgeschrieben wird. Sie und Crish (bekannt aus Band 1) kommen die ersten Kapitel über zu Wort. Der Leser lernt gerade Crish besser kennen und wird im weiteren Storyverlauf immer mehr mit seiner Identitätskrise bezüglich seiner sexuellen Orientierung konfrontiert. Dies wirkte mit der Zeit etwas ermüdend, da sich kaum etwas Neues ergab. Die Wahrheit über Crishs Vater (Ende von Band 1) förderten große Gefühle bei dem jungen Mann zutage.
Jesper ist ebenfalls eine neue Figur, die mir recht gut gefiel. Was allerdings seine Beweggründe für die übereilte Heirat mit Kaylana war, hat sich mir nicht ganz erschlossen.
Zuerst lag das Augenmerk deutlich auf Kaylana, ihrer Familie und ihrem neuen Leben mit Jesper. Doch dann tauchten nach und nach altbekannte Figuren wie Novalee, Graey und Leilani auf. Im letzten Drittel des Buches sogar noch viele neue Figuren, die ich nur schlecht zuordnen konnte. Die Übersicht fehlte etwas.

Es gab Momente, die vermochten es, alles für immer zu verändern.
38% des E-Books

Diese Fortsetzung ist ganz anders als der Vorgänger. Die Geschichte ist wesentlich emotionaler angelegt und es sind weniger Spannung und Tempo vorhanden. Das Buch beschreibt zwar weiterhin den Weg der verschiedenen Protagonisten, aber Gefühle jeglicher Art werden hier ganz großgeschrieben. Es geht um Liebe, Zurückweisung, Unverständnis und Trauer. Ich hatte in der Beziehung etwas Anderes erwartet. Doch all diese Gefühle lassen die Personen natürlich auch sehr menschlich erscheinen, was wiederum ein Pluspunkt ist. Nur leider hat es die Autorin wie schon in Band 1 mit diversen Dingen einfach zu gut gemeint.

Kerstin Ruhkieck konnte mich leider mit dem Mittelband ihrer dystopischen Trilogie nicht richtig begeistern oder gar fesseln. Der Schreibstil und auch die Grundidee sind klasse, aber an Spannung hatte das Buch für mich nicht viel zu bieten. Eine Überraschung im späteren Storyverlauf war gut platziert, riss das Ruder allerdings nicht mehr wirklich rum.
Dafür, dass die Grundthematik verbotene Berührungen ist, wird in diesem Buch ziemlich viel berührt. War Teil 1 noch eine spannende Dystopie, ist Forbidden Touch – Acht Momente eher ein Liebesroman. Dazu noch die unendlichen Grausamkeiten durch die Waehrners, die blutigen Details und jede Menge Krabbeltierchen lassen mich leider nur noch knappe 3 von 5 möglichen schwarzen Katzen vergeben.


Wir waren hier (Jugendliteratur ab 12 Jahre)
Wir waren hier (Jugendliteratur ab 12 Jahre)
von Nana Rademacher
  Taschenbuch
Preis: EUR 14,99

4.0 von 5 Sternen Eine Dystopie mit Hoffnungsschimmer, 30. Juni 2016
Zum Inhalt

Berlin im Jahr 2039: Die Stadt liegt in Trümmern, das öffentliche Leben ist längst zusammengebrochen. Für die überlebenden Menschen geht es um die nackte Existenz. Wie den Horror des Alltags, den Kampf gegen Hunger und Kälte überstehen? Mittendrin die 15-jährige Anna, die ihren Weg sucht und für das Leben und die Liebe kämpft – und für eine Welt, in der trotz allem eine Zukunft für sie möglich ist.
(Quelle: Verlag)

Zum Buch

Anna hat mir von Anfang an sehr gut gefallen. Sie lässt sich nicht unterkriegen, versucht das Beste in der gegenwärtigen Situation zu sehen. Sie freut sich über die Kleinigkeit, dass sie endlich wieder auf ihrem Blog schreiben kann. Technisch gesehen war dies einige Zeit nicht möglich. Und so ist auch der erste Teil des Buches: es handelt sich um Blogeinträge des Teenagers über 13 Monate hinweg. Natürlich sehr sporadisch, da sie ja nicht von der Staatsmacht entdeckt werden darf. In diesen Einträgen verarbeitet Anna ihre Gefühle und Gedanken zu der zerstörten Welt, die ihr leider zu Füßen liegt. So lernt sie auch Ben kennen. Dieser Junge war für mich etwas durchscheinend und schwer einzuschätzen.
Durch die Datumsangaben kann sich der Leser sehr gut in das Berlin im Jahre 2039 hineinversetzen. Manchmal herrscht tagelang zwischen den beiden - durch höhere Gewalt - Funkstille.
Es tobt seit mehr als acht Jahren Krieg und Annas Mutter hat sich mit der Zeit immer mehr in sich selbst zurückgezogen. Sie ist für ihre Tochter keinerlei Stütze mehr. Der Vater ist kein Kämpfer und lebt nach der Devise „lieber stillhalten und abwarten“.
Ich hatte eigentlich erwartet, dass es auch keine Militärmacht mehr auf der Welt gibt, aber die Soldaten sind immer noch da. Sie „kümmern sich“ um die Essensrationen, die nicht wirklich satt machen oder verhängen Ausgangssperren. Ein sehr erdrückendes Szenario…

Früher ist tot. Genauso wir morgen schon heute tot ist.
Seite 19

Ging es im ersten Teil relativ ruhig zu, so kommt in Teil 2 wesentlich mehr Bewegung. Teil 1 schildert eher Annas Berichte und Gedanken zu der zerstörten Welt. In Teil 2 jedoch hat sich ihre Situation drastisch geändert, die Blogeinträge sind Geschichte. Ich kann so gar nicht sagen, welcher Teil mir besser gefiel – sie haben jeder für sich etwas Besonderes und wurden nicht langweilig. Auch wenn sich der erste Part etwas mehr in die Länge zog.
Ich habe förmlich an jeder Seite geklebt und war daher sehr erstaunt, als das Ende da war. Denn dies kam mir zu abrupt und fiel für meinen Geschmack zu kurz aus. Ebenso der dritte Buchteil, der mehr offenlässt, als mir lieb war.

Nana Rademacher hat mit Wir waren hier ein sehr beklemmendes und zugleich realistisch wirkendes Buch geschrieben. Wenn man die politische Lage heutzutage in unserer Welt betrachtet, scheint so ein Weltentwurf leider nicht mehr unmöglich… Der Schreibstil gefiel mir sehr gut. Ich war ganz nah an Protagonistin Anna dran und lief mit ihr durch das zerstörte Berlin 2039/2040. So negativ Annas Gedanken und Erlebnisse auch oft waren, blitzte stets ein kleiner Hoffnungsschimmer hervor, der an eine bessere Welt glauben lässt. Für mich ein Buch, das man gelesen haben sollte. Ich vergebe 4 von 5 möglichen schwarzen Katzen.


Wenn der Sommer endet
Wenn der Sommer endet
von Moira Fowley-Doyle
  Gebundene Ausgabe
Preis: EUR 16,99

4.0 von 5 Sternen Ein düsteres Sommerbuch, 28. Juni 2016
Rezension bezieht sich auf: Wenn der Sommer endet (Gebundene Ausgabe)
Zum Inhalt

So lasst uns die Gläser erheben auf die dunkle Zeit … Die dunkle Zeit, wie die 17-jährige Cara, ihre Schwester Alice und ihre restliche Familie es nennen, scheint wie ein Fluch, der sie einmal im Jahr für ein paar Wochen heimsucht. In diesem Zeitraum passieren Unfälle, geliebte Menschen sind schon gestorben. Und dieses Jahr soll es eine der schlimmsten dunklen Zeiten werden, prophezeit Caras Freundin Bea. Mysteriöse Dinge geschehen und bald weiß Cara nicht mehr, was Traum und was Realität, was Magie und was echt ist. Die Grenzen verschwimmen, und als lange vergessene tragische Ereignisse ans Licht kommen, könnte es für Cara, ihre große Liebe Sam und ihre Schwester Alice schon zu spät sein …
(Quelle: Verlag)

Zum Buch

Dieses Buch ist in der ersten Person geschrieben. Die Autorin hat mir dadurch einen guten Draht zu den Protagonisten ermöglicht. Die Seitenzahlen wirken wie mit einer alten Schreibmaschine getippt – dies bietet einen Bezug zur Geschichte und gefiel mir sehr gut. Stellenweise tauchen kursiv gedruckte Kapitel auf, die ich aber bis zum Schluss nicht eindeutig einer Person zuordnen konnte. Vielleicht wird dies auch gewollt der Fantasie eines jeden Lesers überlassen…
Cara ist 17 Jahre alt, macht aber einen älteren und manchmal auch weiseren Eindruck. Genau wie auch die anderen Figuren Sam, Alice und Bea. Ebenso gibt es hier Beigaben wie Alkohol und Zigaretten, was in einem Buch dieser Altersgruppe ja nicht allzu oft auftaucht. Die Autorin hat diese Dinge aber zum Glück nicht ausgeschlachtet und übertrieben dargestellt, sie waren einfach da und gehörten dazu.
Alle Personen waren mir sympathisch, auch wenn sie sehr melancholisch wirkten. Es geht ja um die „dunkle Zeit“, die Caras Familie jedes Jahr im Oktober in Form von mysteriösen Unfällen oder sogar Todesfällen trifft. Überhaupt hat die Autorin ein sehr schwermütiges Buch mit einer äußerst dichten Atmosphäre geschrieben. Nicht nur Cara hat mit der Zeit immer mehr ein Problem damit, zwischen Realität und Traum zu unterscheiden – mir erging es als Leser nicht anders. Ich denke, dass jeder die Story und die dahinter verborgenen Geheimnisse auf seine Art und Weise interpretieren kann und sollte. Eine stichhaltige und zu 100% mit Fakten untermauerte Auflösung findet hier nicht statt. Es ist ein Buch, das einem eine Gänsehaut beschert. Ein Buch, das einen nachdenklich macht. Moira Fowley-Doyle schneidet hier eine ganze Reihe an Themen an, die mit der Zeit jedoch etwas überladen wirkten. Man hatte Schwierigkeiten, sich auf eine Sache zu konzentrieren. Am meisten interessierte mich die Suche nach der ominösen Elsie. Eine gewisse Ahnung, was dahinterstecken könnte, hatte ich mit der Zeit schon. Ob sie richtig oder falsch ist, wurde nicht ganz von der Autorin aufgeklärt.

„Die dunkle Zeit hinterlässt ihre Spuren“, sage ich stattdessen.
Seite 187

Moira Fowley-Doyle hat mit Wenn der Sommer endet einen tollen Jugendroman geschrieben, der mich sehr an die Dark Angels-Reihe von den Spencer-Schwestern erinnerte. Die Story ist sehr ruhig gehalten, die Atmosphäre wahnsinnig düster. Die Protagonisten taumeln zwischen Realität, Wirklichkeit und einer gewissen Magie durch die Seiten – selbst für den Leser verwischen stellenweise die Grenzen. Sehr gut gefiel mir die Erwähnung des roten Knopfes, der ja auch auf dem Cover zu sehen ist. Nichts Großartiges, aber so hat er wenigstens seine „Daseinsberechtigung“:) Zeitliche Logikfehler kommen in der Story vor, aber das verwirrt nur leicht und stört nicht allzu sehr. Der Schreibstil ist toll, nahezu poetisch angehaucht. Metaphern findet der Leser auch – glücklicherweise aber nicht zu viele. Ich vergebe für das Debüt der Autorin 4 von 5 möglichen schwarzen Katzen.

Ich glaube, meine ganze Familie ist so: Wir schlucken die Dinge hinunter, die wir nicht sagen können, und wir polstern jede Oberfläche für den unausweichlichen Moment, wenn sich alle mit Gewalt befreien.
Seite 188


Bad Family Days: Mein Sommer im Chaos
Bad Family Days: Mein Sommer im Chaos
von Silke Schellhammer
  Taschenbuch
Preis: EUR 12,99

3.0 von 5 Sternen Ich hoffe auf eine Fortsetzung!, 20. Juni 2016
Zum Inhalt

Die vierzehnjährige Penelope kennt kaum mehr Probleme, als ihren ungewöhnlichen Vornamen und das schwere Los der täglichen Kleidungsfrage. Familienleben bedeutet für sie chronisch abwesende Erziehungsberechtigte und einen perfekt durchorganisierten Alltag mit nachsichtigem Personal.Bis ihre Eltern, zwei international anerkannte Archäologen, ein zweijähriges Forschungsprojekt in Jordanien annehmen und Penelope kurzerhand in der Familie ihres Onkels einquartieren. Mit Onkel, Tante und den vier Kindern hat Penelope auf einen Schlag mehr Familie, als sie sich jemals gewünscht hat. Sie fühlt sich allein und missverstanden und ist mit dem quirligen Familienalltag zeitweise überfordert. Durch einen Zufall stößt Penelope auf die Website purerage, eine Site, die zum Widerstand gegen das Schulsystem aufruft. Sie beginnt, mit einem der Artikelschreiber, "Spike", zu chatten. Und plötzlich gibt es jemand in ihrem Leben, der sie versteht wie kein Zweiter. Mit dem sie sich über alles austauschen und ironisch-witzige Schlagabtausche liefern kann. Doch wer verbirgt sich hinter "Spike"? Penelope ist sich von Anfang an sicher, ihn auch im echten Leben zu kennen. Aber dann nimmt alles eine unerwartete Wendung ...
(Quelle: Verlag)

Zum Buch

Anhand des Klappentextes habe ich ein lustiges Buch für den anstehenden Sommer erwartet. Erhalten habe ich aber etwas Anderes.
Die Story ist in der ersten Person geschrieben, was ich ja sehr gerne mag, weil es mir hilft, den Figuren näher zu kommen. Hier war es leider nicht so – bis zum Ende habe ich kaum etwas über die schräge Familie in Penelopes Umkreis erfahren, geschweige denn, einen guten Draht zu ihr entwickeln können.
Penelope machte anfangs einen sehr sarkastischen Eindruck auf mich, was super war. Ihre Sprüche waren einfach klasse! Doch dann wirkte sie immer mehr wie eine arrogante Zicke, die mit herablassenden Kommentaren um sich wirft. Der Abschied von ihren Eltern wird gar nicht weiter erwähnt, was mich etwas irritierte. Als sich dann noch umgehend ihre besten Freundinnen von ihr abwenden, konnte ich die Gefühle des jungen Mädchens sehr gut verstehen. Sie fühlt sich von allem Bekannten verlassen und ist unglücklich. Auf solche „beste Freundinnen“ kann man aber getrost verzichten!
Leia empfand ich als sehr anstrengend. Sie ist stets schlecht gelaunt und hat für Penelope oft nur böse Blicke übrig. Trotzdem habe ich mich die ganze Zeit gefragt, was wohl hinter ihrer Schutzmauer stecken mag. Leider bin ich nach Beenden des Buches diesbezüglich nicht schlauer geworden…
Linus war anfangs eher der unsichtbare Zwilling – er verdrückte sich, wo er konnte. Mit der Zeit zeigte er etwas mehr Präsenz, aber das war es dann auch schon. Eine schwer einzuschätzende Figur.
Der kleine Oskar ist ein typischer Fünfjähriger. Er ist anstrengend, aber auch total süß und zum Knuddeln!
Quentin ist mehr die Marke Rebell, an dem zu Hause kaum ein gutes Haar gelassen wird. Warum dies so ist, wird nicht geklärt. Er hat seine Ecken und Kanten und gefiel mir recht gut.
Der Herr des Hauses Joachim ist ein Grummelkopf, der nur so mit seinem Wissen um sich wirft. Dies war nicht nur für seine Familie unverständlich…
Natty ist die gute Fee des Hauses, tritt aber leider für mich nicht genügend in Erscheinung. Sie hat einfach nicht genug unternommen, um die Wogen etwas zu glätten. Schade.
Die ganze Atmosphäre im Haus ist angespannt, ungemütlich und stellenweise sehr feindselig. Da ist nichts mehr mit entspannter Urlaubsstimmung beim Lesen…

„Ich weiß nicht, wer du bist“, platzte er auch schon heraus.
Seite 177

Silke Schellhammer konnte mich nicht so ganz mit ihrem Buch Bad Family Days – Mein Sommer im Chaos überzeugen. Es liest sich zwar sehr flüssig und die Figuren haben unheimliches Potenzial - es wurde aber leider nicht ausgeschöpft. Sie wirkten allesamt sehr blass und hinterließen keinerlei Eindruck bei mir. Ihre Hintergründe wurden überhaupt nicht aufgeklärt, was ich äußerst schade fand. Die Autorin hat die negative Wirkung des Internets kurz angerissen und machte mich wieder einmal sehr nachdenklich. Man sollte seine Posts in sozialen Netzwerken mit Bedacht veröffentlichen. Der Chat mit Spike wirkte auf mich sehr jugendlich, was der angesprochenen Zielgruppe aber sicherlich gut gefällt. Die Identität des Jungen war für mich nun keine große Überraschung, aber das ist keineswegs negativ zu werten. Bis auf die Tatsache, dass der Leser nicht wirklich viel von den Protagonisten und ihrem Leben erfährt, wurde ich gut unterhalten und hoffe ganz stark auf eine Fortsetzung! Denn ich würde schon noch gerne wissen, wie der Rest des 2-jährigen Aufenthalts von Penelope verläuft. Die Hoffnung stirbt ja bekanntlich zuletzt :) Ich vergebe 3 von 5 möglichen schwarzen Katzen.


These Broken Stars. Lilac und Tarver
These Broken Stars. Lilac und Tarver
Preis: EUR 13,99

1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Ein dramatischer Trilogie-Auftakt!, 12. Juni 2016
Zum Inhalt

Es ist nur eine flüchtige Begegnung, doch dieser Moment auf dem größten und luxuriösesten Raumschiff, das die Menschheit je gesehen hat, wird ihr Leben für immer verändern. Lilac ist das reichste Mädchen des Universums, Tarver ein gefeierter Kriegsheld aus einfachen Verhältnissen. Nichts könnte die Kluft zwischen ihnen überbrücken – außer dem Schiffbruch der angeblich so sicheren Icarus. Als das Unfassbare geschieht, müssen Lilac und Tarver auf einem fremden Planeten ums Überleben ringen. Zu zweit gegen die Unendlichkeit des Alls...
(Quelle: Verlag)

Zum Buch

Verschollen in den Weiten des Weltalls…

… so kann man am ehesten die Situation der beiden Protagonisten dieses Buches beschreiben. Es geht hier um den 18-jährigen Kriegshelden Tarver und um die 16-jährige Lilac, das reichste Mädchen des Universums. Beide Personen wirken wesentlich älter und reifer, waren mir aber auf Anhieb sympathisch. Lilac kommt zum Glück schnell zu der Einsicht, dass sie ihr gesellschaftlicher Status nicht immer weiterbringt. Sie wirkt bis auf eine Szene am Anfang keineswegs überheblich oder herablassend. Das junge Mädchen hat eine sehr menschliche Seite, die der Leser schon nach wenigen Kapiteln kennenlernen darf. Außerdem ist Lilac kein Püppchen, sondern zeigt ihre Kämpfernatur, je mehr die Ereignisse voranschreiten.
Tarver ist „nur“ der Sohn eines Lehrers und somit nicht der richtige Umgang für Lilac. Er konnte mich sofort auf seine Seite ziehen, ein wirklich sympathischer junger Mann. Ihm steht der zeitweilige Sarkasmus ausgesprochen gut und er brachte mich somit manches Mal zum Schmunzeln. Die erste Begegnung der beiden verläuft nicht allzu gut für Tarver und eine Szene davon trieb mir die Tränen in die Augen… Es knistert mit der Zeit aber gewaltig zwischen den beiden, was für mich sehr authentisch dargestellt wurde.
Die Story wird abwechselnd aus Sicht der beiden Protagonisten in der ersten Person geschildert – ich liebe diese Erzählweise! Vor jedem Kapitel haben die Autorinnen Auszüge eines Verhörs mit Tarver eingeflochten, was mir gut gefiel und mich auch noch neugieriger machte. Die Story beginnt sehr temporeich, was den Leser natürlich sofort in die Geschichte hineinzieht und auch bei der Stange hält. Es geschehen jede Menge unerwartete und auch merkwürdige Dinge, die Figuren haben es nicht leicht und verändern sich. Die Situation der beiden hat etwas gnadenlos Hoffnungsloses an sich. Werden sich die ganzen Strapazen am Ende überhaupt lohnen?

Über den Tod spricht man nicht, wenn er hinter einem geliebten Menschen lauert.
25% des E-Books

Amie Kaufman und Meagan Spooner haben mit diesem dramatischen Buch einen ganz besonderen Auftakt zu ihrer Trilogie erschaffen. Eine Geschichte nur um zwei Personen kreisen zu lassen, ohne dass es einen Moment langweilig wird, ist schon eine gewisse Meisterleistung. Außerdem hat man am Schreibstil nie merken können, wer nun was geschrieben hat – es fühlte sich wie eins an und las sich daher sehr harmonisch. Das Grauen in dem zerstörten Schiff, die Veränderung von Lilac und das Entsetzen, das sich teilweise bei mir breitmachte, sorgten für ein tolles Leseerlebnis. Ich wurde sehr an gewisse Szenen aus Titanic, Die 100 oder auch aus der Godspeed-Reihe erinnert. Dies wirkte sich jedoch keineswegs negativ auf meinen Lesespaß aus. These broken Stars. Lilac und Tarver macht Lust auf die Folgebände. Auch wenn es im nächsten Teil um andere Protagonisten gehen wird, freue ich mich sehr auf Teil 2 und vergebe für Band 1 ganz klar 5 von 5 möglichen schwarzen Katzen.


Calliope Isle. Der siebte Sommer
Calliope Isle. Der siebte Sommer
Preis: EUR 3,99

3.0 von 5 Sternen Gute Ansätze, aber zu wenig Auflösungen, 2. Juni 2016
Zum Inhalt

**Die Magie des Schreibens…**

Seit ihrem neunten Lebensjahr verbringt Allie jeden Sommer auf der traumhaft schönen Tropeninsel Calliope Isle. Zusammen mit Gleichaltrigen besucht sie dort das Arts Camp und tut, was sie am liebsten macht und am besten kann: schreiben, schreiben, schreiben. Doch ihr siebter Sommer auf der exotischen Insel beginnt diesmal unter ganz anderen Vorzeichen. Erst erhält Allie die niederschmetternde Nachricht, dass sie adoptiert wurde, und dann wird ihr auf der Überfahrt auch noch zugeflüstert, dass dieser Sommer alles in ihrem Leben verändern wird – und das ausgerechnet von dem mysteriösen neuen Jungen im Camp. Schon bald stellt sich heraus, dass alle etwas wissen, was Allie nie erzählt wurde, und dass dieses Geheimnis nicht wenig mit ihrem außergewöhnlichen Schreibtalent zu tun hat…
(Quelle: Verlag)

Zum Buch

Die Story ist in der ersten Person geschrieben und startet mit einem kurzen Rückblick auf die vergangenen sechs Sommer, die Allie bisher auf Calliope Isle verbracht hat. Dies gefiel mir sehr gut, da man schon ein Gefühl für die Insel bekommt. Relativ schnell erkennt der Leser, dass etwas im Busch sein muss. Einige Geheimnisse und mysteriöse Andeutungen werden in den Raum geworfen und man möchte ihnen sofort auf den Grund gehen.
Allie ist inzwischen ein 16-jähriges Mädchen, das eine Vorliebe für Mango-Saft hat und stellenweise etwas naiv wirkt. Im Großen und Ganzen hat sie mir ganz gut gefallen, obwohl ich sagen muss, dass sie und auch die anderen Charaktere etwas blass wirkten. Mehr Tiefgang hätte durchaus nicht geschadet.
Ihre Freundinnen Liv und Shayla könnten nicht unterschiedlicher sein, passen aber gut in dieses Trio. Jedes Jahr sind die Mädchen für drei Monate auf der Insel die besten Freundinnen, ansonsten haben sie keinen großen Kontakt. Für sie ist der Aufenthalt im Camp etwas Besonderes und sehr kostbar.
Matt hat eine etwas düstere Ausstrahlung, er war für mich am schwersten einzuschätzen.
Calliope Isle hört sich wie das Paradies schlechthin an – es kommt beim Lesen ein gewisses Urlaubsfeeling auf – passend zum nahenden Sommer.
Die Autorin hat einen tollen Schreibstil, der die Seiten nur so dahinfliegen lässt. Eine Spur von Humor hat sie ebenfalls mit eingearbeitet, was mir gut gefiel. Ebenso gibt es die „typische“ Liebesgeschichte, die in einem Jugendroman natürlich nicht fehlen darf. Die eingeflochtenen Gedichtzeilen fand ich sehr schön, sie passen hervorragend zu der Atmosphäre auf der Insel.
Doch leider sind mir auch einige Dinge negativ aufgefallen. Es türmen sich Geheimnisse über Geheimnisse – keines wird ansatzweise aufgelöst. Allie stellt verschiedene Fragen und erhält keinerlei Antworten im Gespräch. Ebenso zeigt sie, meiner Meinung nach, viel zu wenig Emotionen bezüglich ihrer gerade erst herausgefundenen Adoption. Ihre Gedankengänge sind oft unlogisch und für mich daher nicht nachvollziehbar gewesen. Mir kamen außerdem zu viele unbedeutende Kleinigkeiten in der Story vor, die meinen Lesefluss negativ beeinträchtigten. Da hätte sich die Autorin lieber auf einige Auflösungen stürzen sollen…

Marie Menke zeigt in Calliope Isle – Der siebte Sommer sehr gute Ansätze. Doch leider wurde das Potenzial nicht vollständig ausgeschöpft. Eine Kleinigkeit kommt zur nächsten und schon überwiegt beinahe das Negative in diesem Buch. Ein Schuss griechische Mythologie ist auch untergebracht, aber der Sinn des Ganzen hat sich mir bisher noch nicht so ganz erschlossen. Es wird des Öfteren auf die Namen der Kinder eingegangen, aber auch hier ist keine Auflösung in Sicht. Ich hatte immer mehr das Gefühl, in einer Story aus der Fernsehserie Lost und den Büchern Shipwrecked und Die Bestimmung festzustecken. Natürlich kann nicht immer alles gänzlich neu und individuell sein, aber die Ähnlichkeiten waren stellenweise frappierend… Am meisten hat mich aber das Ende gestört, da wirklich nichts aufgeklärt worden ist! Ich habe bisher keine Informationen, ob es noch einen weiteren Teil geben wird, hoffe es aber sehr. Denn so war das Buch eher unbefriedigend. Ich gebe die Hoffnung nicht auf und vergebe für die tolle Idee, den schönen Schauplatz und die guten Ansätze gerade noch 3 von 5 möglichen schwarzen Katzen.


Schweigen ist Goldfisch
Schweigen ist Goldfisch
von Annabel Pitcher
  Gebundene Ausgabe
Preis: EUR 16,99

4.0 von 5 Sternen Regt zum Nachdenken an, 25. Mai 2016
Rezension bezieht sich auf: Schweigen ist Goldfisch (Gebundene Ausgabe)
Schweigen ist Goldfisch von Annabel Pitcher
Zum Inhalt

Tess hatte nie das Gefühl, wirklich dazuzugehören. Als sie eines Nachts am Computer ihres Vaters die Wahrheit über ihre Herkunft erfährt – nämlich dass er eben nicht ihr Vater ist – weiß sie auch, warum das so ist. Sie ist Pluto, aber ihre Eltern wollten einen Mars. Oder wenigstens eine Venus.

Was soll Tess dazu noch sagen? Ihr fehlen die Worte. Und so schweigt sie. Schweigend sucht sie ihren richtigen Vater. Schweigend unterhält sie sich mit ihrem Plastikgoldfisch, Mister Goldfisch. Schweigend verliert sie ihre beste Freundin und findet einen neuen Seelenverwandten. Und sie gewinnt die allerwichtigste Erkenntnis überhaupt: nämlich, dass Schweigen Macht verleiht – aber Reden noch viel mehr.
(Quelle: Verlag)

Zum Buch

Die Story wird in der ersten Person erzählt, wobei der Leser hautnah am Geschehen dran ist. Er kann die Beweggründe von Tess wunderbar nachvollziehen.
Tess ist 15 Jahre alt, etwas rundlicher und auf der Suche nach ihrem biologischen Vater. Sie hat einen Blog-Post von Jack gelesen, der ihre Welt komplett auf den Kopf stellte. Frustriert von den Lügen schildert sie ihre Suche. Doch es geht in diesem Buch um viel mehr als das. Es geht auch darum, dass ihre Eltern wollen, dass Tess sich der Welt und ihren Mitmenschen anpasst. Dass sie die „ideale“ Tochter ist, die keinen Fehltritt hinlegt. Jemand, der nicht aus der Masse heraussticht. Darum auch der Vergleich mit dem Planeten Pluto, denn dieser Planet spiegelt Tess eher wider: sie hält sich lieber weit weg vom Geschehen. Sie ist einfach kein Typ für das Mittendrin.
Tess fühlt sich verloren und allein gelassen in dieser Welt. Sie frisst alles in sich hinein und wagt nicht, über ihre Gefühle zu sprechen. Auf den ersten Blick ein sehr typisches Teenager-Verhalten. Als sie dann auch noch aufhört, sich verbal mitzuteilen, erhält sie Hilfe von ihren Eltern. Doch diese Hilfe ist eher ärztlicher Natur. Dass die Worte, die Tess in dem Post gelesen hat, sie nicht mehr loslassen, ahnt natürlich keiner. Es sind Worte, die sich im Herzen einnisten und nicht mehr rauszubekommen sind. Worte, die sie stets verfolgen.

„Ich bin dein Vater“, flüstert Mr Goldfisch in der Stimme von Darth Vader.

Annabel Pitcher hat mich mit diesem Jugendbuch nachdenklich gestimmt. Es zeigt ganz deutlich, wie verletzend Worte sein können. Es zeigt aber genauso, wie wichtig Worte sind - dazu muss man sie natürlich auch aussprechen. Wie wichtig es doch ist, sich zu trauen, auch über unangenehme Dinge zu sprechen. So könnten doch einige Missverständnisse vermieden werden. Verwirrend empfand ich oft die Gespräche, gerade wenn Tess` neuer Verbündeter Mr Goldfisch ins Spiel kommt. Ihre besondere Beziehung hat die Autorin dennoch gut dargestellt. Wenn Schweigen ist Goldfisch nun noch gute 100 Seiten weniger Umfang gehabt hätte, wäre es zum absoluten Monatshighlight für mich geworden. Doch so hat sich diese besondere Geschichte um Tess, ihre wenigen Worte und Mr Goldfisch sehr zufriedene 4 von 5 möglichen schwarzen Katzen verdient.


Monday Club. Der zweite Verrat: Band 2
Monday Club. Der zweite Verrat: Band 2
von Krystyna Kuhn
  Gebundene Ausgabe
Preis: EUR 16,99

5.0 von 5 Sternen Ein grandioser Mittelband!, 13. Mai 2016
Zum Inhalt

Du wirst die Nächste sein!“ Faye bekommt die letzten Worte von Virginia Donnelly, die Liz‘ rechte Hand war, einfach nicht mehr aus dem Kopf. Schwebt sie wirklich in solcher Gefahr? Alles deutet darauf hin, denn plötzlich behauptet ihre Tante Liz, Faye leide unter Epilepsie . Epilepsie – wie Zoey Fuller und Fabiane Nuñez. Und beide sind tot. Aber steckt tatsächlich der mächtige Monday Club hinter allem? Die Menschen, die sie seit ihrer Geburt kennt? Das behauptet jedenfalls der gutaussehende Luke, dem sie sich in ihrer Verzweiflung anvertraut. Und Faye wird auf einmal klar, dass sie unbedingt alles daran setzen muss, um hinter die Machenschaften des Monday Clubs zu kommen.
(Quelle: Verlag)

Zum Buch

Da es sich bereits um den 2. Teil der Reihe handelt, weise ich auf eine gewisse *SPOILERGEFAHR* hin!

Von Band 1 war ich total geflasht! Es hat ein gutes Dreivierteljahr gedauert, bis endlich diese Fortsetzung erschienen ist, und auch sie wurde sofort von mir verschlungen. Ob sie mit Band 1 mithalten konnte oder ob es für mich ein lückenfüllender Mittelband war, erfahrt ihr jetzt:

Im Buchdeckel befindet sich vorne und hinten eine Karte des idyllischen Hafenstädtchens Bluehaven. Dies hat mir sehr gut gefallen. Ich habe auch des Öfteren die Strecken der Protagonisten mitverfolgt. Ein weiterer großer Pluspunkt ist das „Was bisher geschah“, wodurch der Leser einen 1A-Rückblick erhält und sofort wieder in die Story hineinversetzt wird. Das sollte es wirklich bei jedem Buch einer Reihe geben!
Die Charaktere haben mir ausnahmslos gut gefallen, sie wirkten durchaus authentisch und lebensecht. Faye leidet an idiopathischer Insomnie und wird schon seit Jahren deswegen von ihrer Tante Liz behandelt. Doch, wie schon in Band 1, kommen dem jungen Mädchen immer mehr Zweifel und sie begibt sich mit ihren Freunden auf die Suche nach der Wahrheit. Diesen Weg empfand ich als sehr interessant und spannend dargestellt. Mysteriöse Elemente dürfen bei Krystyna Kuhn natürlich auch nicht fehlen.
Immer wieder stellt sich Faye die entscheidenden Fragen: warum musste Amy sterben? Was verbirgt ihre Tante? Was hat der ominöse Monday Club mit alldem zu tun? Mit der Zeit stoßen Faye und ihr Verbündeter Luke auf noch mehr Ungereimtheiten und versuchen das Puzzle zusammen zu setzen.

Niemand wird sie finden. Weil man schnell jemanden vergisst, den man nicht vermisst.
Seite 23

Bevor die Story „richtig“ startet, erwarten den Leser noch zwei Kapitel, die im ersten Moment für etwas Verwirrung sorgen. Zum einen kommt der Monday Club in der dritten Person zu Wort (was übrigens auch öfter im Buch in der Form von unterschiedlichen Personen geschieht) und zum anderen ein bis dato unbekanntes Mädchen. Die Zusammenhänge klären sich aber relativ rasch. Die restliche Geschichte wird aus der Sicht von Faye in der ersten Person geschildert.

Jeder Mensch hat eine Geschichte zu erzählen.
Seite 55

Krystyna Kuhn hat mich mit dem Mittelband ihrer mysteriösen Trilogie ebenso gut unterhalten können wie mit dem Auftaktband. Die Autorin hat einen tollen Schreibstil, der einen sofort gefangen nimmt. Sie beschreibt die Umgebung ausreichend und hat medizinische Details wunderbar recherchiert. Zudem gibt es noch ein kleines medizinisches Wörterbuch im Anhang des Buches. Diese Fakten gefielen mir sehr gut, da man als Leser einen Einblick in die menschliche Psyche und ihre Erkrankungen erhält, was ein wirklich interessantes Fachgebiet darstellt. Die teilweise beklemmende Atmosphäre hält nicht nur die Charaktere in Atem… Als Leser konnte ich stellenweise auch kaum zwischen Traum und Realität unterscheiden. Die Story von Monday Club. Der zweite Verrat ist ein Geflecht aus Lügen, bei dem keiner mehr weiß, wem man eigentlich noch trauen kann. Jeder scheint dem anderen etwas vorzugaukeln. Das Buch endet mit einem ruhigen, aber dennoch sehr spannenden Showdown. Der Cliffhanger ließ mich kurz innehalten… Selbstverständlich komme ich nicht umhin, an dieser Stelle 5 von 5 möglichen schwarzen Katzen zu vergeben und mich auf die baldige Fortsetzung zu freuen!

„Unser Leben lang“, begann ich, „haben sie uns Lügen erzählt.“
Seite 91


Das Feuerzeichen - Rebellion: Roman
Das Feuerzeichen - Rebellion: Roman
von Francesca Haig
  Gebundene Ausgabe
Preis: EUR 16,99

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3.0 von 5 Sternen Ein Mittelband mit Längen, 12. Mai 2016
Zum Inhalt

In der düsteren Welt der Zukunft herrscht eine Zweiklassengesellschaft: Die perfekten Alphas regieren und genießen alle Privilegien, die Omegas – ihre vermeintlich weniger perfekten Zwillinge – werden tagtäglich unterdrückt und gedemütigt. Nachdem die Insel der Omegas zerstört wurde, ist Cass, zusammen mit ihren Freunden Piper und Zoe, auf der Flucht. Irgendwo jenseits des Ozeans, so hoffen sie, gibt es ein Land, in dem das Omega-Brandzeichen auf ihrer Stirn keine Rolle mehr spielt. Doch dazu müssen sie erst einmal an die Küste gelangen, und Cass' ruchloser Zwillingsbruder Zach ist ihnen dicht auf den Fersen ...
(Quelle: Verlag)

Zum Buch

Da es sich bereits um den 2. Teil der Reihe handelt, weise ich auf eine gewisse *SPOILERGEFAHR* hin!

Für Band 1 brauchte ich insgesamt zwei Anläufe, bevor mich die Story so richtig packen konnte. Doch dann flogen die Seiten unter meinen Fingern nur so dahin, und ich habe sehnsüchtig auf die Fortsetzung gewartet. Hier nun meine Meinung zum Mittelteil der außergewöhnlichen Trilogie:

Wie schon der Auftaktband ist auch dieser Mittelteil in der ersten Person geschrieben worden. Erzählt wird aus der Sicht von Cass, einer gezeichneten Omega. Cass machte auf mich weiterhin den Eindruck einer starken jungen Frau, die kaum Gefühle zeigt. Es passte einfach zu ihrer Person und wirkte keinesfalls negativ. Sie wird immer mehr von Visionen gequält und befindet sich auf der Flucht. Die ständige Angst, entdeckt zu werden und die stetig herrschende Gefahr nagen an Cass. Ebenso beschäftigt sie das ganze Buch hindurch der tragische Verlust von Kip. Schuldzuweisungen bleiben da natürlich nicht aus. Ebenso wird das Geheimnis um die Beichtmutter und Kip stellenweise weiter thematisiert.
Weiterhin dabei sind die Zwillinge Zoe und Piper, wovon meine Sympathien eindeutig bei Piper lagen. Zoe machte auf mich einen sehr schwierigen, wenn nicht gar zeitweise zickigen Eindruck. Schlichtweg eine unsympathische Person.
Neu dabei ist Sally, die mir sehr gut gefiel. Man hat ihr jederzeit abgenommen, dass sie sich der guten Sache verschrieben hat und immer noch mit den ihr zur Verfügung stehenden Mittel kämpft. Eine tolle Frau!
Die Autorin hat kleinere Rückblicke perfekt in die Story mit eingeflochten, so dass der Leser augenblicklich in die Geschichte zurückfinden kann.

Mut hat viele Gesichter.
Seite 115

Die Idee des gemeinsamen Schicksals von Zwillingen fand ich weiterhin äußerst interessant. Ebenso die schon in Band 1 auftauchenden grausamen Tanks, die schnellstmöglich abgeschafft werden sollen. Der Widerstand arbeitet stetig an einer besseren Welt, was die Autorin in sehr vielen Gesprächen darstellt. Meiner Meinung nach waren es so viele Gespräche, dass die Geschichte eindeutig ihre Längen hatte und stellenweise zäh wirkte. Fans von rasanter Action werden hier definitiv nicht auf ihre Kosten kommen…
Der Leser darf außerdem nicht beim Lesen abgelenkt sein. Der Plot ist so komplex, dass diese Reihe nicht mal eben zwischendurch gelesen werden kann.
Was mir (wieder einmal) ganz übel aufstieß, waren die Grausamkeiten gegen Kinder. Ich wiederhole mich da ja gerne, aber das ist einfach eine Sache, gegen die ich einfach nicht gegen ankomme. Grausame Details mag ich im Allgemeinen schon nicht in Büchern, aber wenn es dann noch Kinder in einem Jugendbuch (!) betrifft, habe ich dafür keinerlei Verständnis.

Nie wieder!
Seite 234

Francesca Haig hat mich mit dem Mittelband ihrer Trilogie leider nicht so ganz überzeugen können. Die Idee des Buches fand ich weiterhin interessant und faszinierend, das Setting im Ödland auf dem Weg zur Verlorenen Küste authentisch dargestellt und die Personen lebensecht. Doch die vielen zähen Gespräche und die unnötige Grausamkeit nahmen mir etwas die Lesefreude. Das Buch ist absolut kein Stimmungs-Aufheller, doch die schwermütige Atmosphäre passte perfekt zu den Personen und jeweiligen Situationen. Den Plot empfand ich als stimmig und komplex. Die Autorin besitzt einen wunderbar leicht verständlichen Schreibstil, der mir sehr gut gefiel. Trotzdem kann ich auf Grund meiner Kritikpunkte nur 3 von 5 möglichen schwarzen Katzen für Das Feuerzeichen – Rebellion vergeben und bin mir noch unsicher, ob ich das Finale im nächsten Jahr überhaupt lesen werde.


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