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Rezensionen verfasst von
Claudias Bücherhöhle

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Rise - Die Ankündigung
Rise - Die Ankündigung
Preis: EUR 3,99

4.0 von 5 Sternen Ein toller Auftakt, 22. Mai 2015
Rezension bezieht sich auf: Rise - Die Ankündigung (Kindle Edition)
Der Klappentext

Die siebzehnjährige Freya wächst in dem Glauben auf, alles um sie herum wäre perfekt. Trotz des Krieges, der die Menschen vor mehreren Jahrhunderten gezwungen hat, in großen Silos unter der Erde zu leben, kennt Freya keine Sorgen. Bis zu dem Tag, an dem sie ihre Familie verlassen muss. Eigentlich soll sie nur in eine andere Einheit verlegt werden, doch plötzlich bleibt der Zug inmitten einer Einöde stehen …
Duncan ist ein ganz anderes Leben gewöhnt: Er lebt außerhalb der schützenden Silos und kämpft jeden Tag ums Überleben. Die Siedler unter der Erde hält er für Weichlinge. Doch dann trifft er auf Freya. Er will es zwar nicht zugeben, aber ihr Mut und ihre Tapferkeit beeindrucken ihn. Freya und Duncan sollten einander nie begegnen. Doch als Freya erkennt, dass ihr bisheriges Leben eine Lüge war, stehen sie plötzlich Seite an Seite und kämpfen für die, die sie lieben …

Meine Meinung zum Cover

Das Cover dieses E-Books finde ich sehr schön und auch schlicht. Es ist in Schwarz-Weiß gehalten und hat einzig das Wort „Rise“ als Farbtupfer in Pink vorzuweisen. Diese dunkle Kulisse strahlt etwas Düsteres, Mysteriöses aus und passt sehr gut zu einer Dystopie. Die Story besteht aus 23 Kapiteln. Die Kapitel werden abwechselnd aus der Sicht der Protagonisten Freya und Duncan in der ersten Person geschildert, was mir gut gefiel.

Charaktere und meine Meinung

Freya ist eine junge Frau, die sich nur widerwillig dem System in den Silos beugt. Sie denkt nach und stellt auch die richtigen Fragen. Es ist natürlich klar, dass sie sich dadurch nicht unbedingt Freunde macht… Freya hat sich bis zu ihrer Abreise rührend um ihre Brüder gekümmert, ihre Liebe zu ihnen merkte man ihr an. Sie macht innerhalb der Geschichte eine drastische Wandlung durch, die aber nicht übertrieben wirkt. Ihre Entschlossenheit zum Ende hin fand ich richtig klasse.
Rachel ist Freyas beste Freundin und glücklicherweise auf der Reise ins Unbekannte an ihrer Seite. Sie kam mir etwas weltfremd vor, beziehungsweise so, wie das System die Menschen in den Silos gerne hätte.
Mit Duncan wurde ich zuerst nicht so richtig warm. Im weiteren Storyverlauf taute er dann immer mehr auf, was mir sehr gut gefiel. Anfangs allerdings ähnelt sein Verhalten oft dem eines Höhlenmenschen, was teilweise schon etwas abstossend war. Auf jeden Fall muss man Duncan eine Chance geben und hinter seine Fassade schauen :)

Eine Dystopie, wie sie im Buche steht. Abgrenzung, Auflehnung, Lügen in Massen und ein System, das wir in unserer Welt nicht nachvollziehen können. Ich möchte keinesfalls unter der Erde leben! Niemals den Wind auf der Haut spüren? Niemals frische Luft einatmen können? Niemals zusehen, wie sich das Wasser kräuselt? Eine wirklich schreckliche Vorstellung und vor allem sehr beklemmend. Und dann kommt noch ein System hinzu, dass einen nur als „Exportware“ sieht – schlimmer kann es doch nicht mehr werden, oder?
Die Story startet mit einem kleinen Überblick über das Leben in den Silos, sowie auch ausserhalb. Anfangs schreitet die Geschichte zügig voran, was mir sehr gut gefiel. Mit der Zeit ist sie nicht mehr so rasant, wird dadurch aber keineswegs langweilig oder langatmig. Der Schreibstil der Autorin ist flüssig und gut zu lesen. Sie hält sich nicht mit allzu langen Umgebungsbeschreibungen auf, bringt dem Leser aber trotzdem ihre kreierte Welt durch wenige Worte näher. Insgesamt reduziert Kim Nina Ocker die Erklärungen und aufklärenden Gespräche der Figuren auf ein Minimum, was bei mir auf offene Arme stieß.

Mein Fazit

Kim Nina Ocker konnte mir mit ihrem Auftaktband ihrer Reihe schöne Lesestunden bescheren. Ihr Schreibstil ist sehr angenehm und beinhaltet trotz kleiner Tippfehler keine Stolpersteine. Die Story ist sehr interessant, genauso wie die erschaffene dystopische Welt. Es ist absolut keine Actiongeschichte, doch Fans von „Dustlands“ werden sicherlich gut unterhalten werden. Eine Liebelei darf natürlich auch nicht fehlen. Diese wurde zeitmässig gut platziert. Durch die wechselnden Perspektiven in der ersten Person hat der Leser eine gute Chance, den Hauptfiguren näher zu kommen. Einen fiesen Cliffhanger bietet das Ende des Buches zwar nicht, aber ich bin sehr gespannt, wie es mit Freya und Duncan weitergehen wird. Für „Rise – Die Ankündigung“ vergebe ich 4 von 5 möglichen schwarzen Katzen.


Darian & Victoria, Band 2: Düstere Schatten
Darian & Victoria, Band 2: Düstere Schatten
Preis: EUR 3,99

1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Ein wunderbarer Mittelteil, 15. Mai 2015
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Der Klappentext

Victoria bleibt nur noch ein knappes halbes Jahr bis zum absoluten Vergessen. Und damit nur noch wenig Zeit, um ihre große Liebe auszuleben und Darian nahe zu sein. Auch wenn sie fest davon überzeugt ist, dass sie sich immer an ihn erinnern wird, ist ihre gemeinsame Zukunft höchst ungewiss…
Nach sechs Monaten intensiver Ausbildungszeit können die Kinder des Mondes nun sicher mit ihren übernatürlichen Gaben umgehen. Doch es bleibt keine Zeit, sich auszuruhen. Die Gemeinschaft hat viele Feinde und Victoria, Darian und ihren Freunden steht eine Mission bevor, die alles für immer verändern könnte.

Meine Kurzrezension

Das Cover ist auch dieses Mal ein absoluter Traum. In Sachen Motiv hat sich bis auf die unterschiedlichen Blumen nichts geändert, aber das Layout ist in einem wunderschönen Lilaton, was mich persönlich schon sehr anspricht!
Der Einstieg in die Story gefiel mir ebenfalls sehr gut. Die Autorin verschafft dem Leser einen Überblick über die vorherigen Ereignisse in Form eines Tagebucheintrags von Victoria. Dieser ist noch vor dem Prolog angesetzt, was ich sehr clever fand.
Die Zeit zwischen dem Lesen von Band 1 und dem Erscheinen von Band 2 betrug zwar nur wenige Wochen, doch wurde ich sofort mit einer Masse an Personen konfrontiert, was mich etwas schwindelig werden ließ. Die Figuren sind zwar alle schon bekannt und tauchen hier zunächst nur namentlich auf, doch die Zuordnung fiel mir trotzdem etwas schwer.
Die einzelnen Rituale und die verschiedensten Wesen, die hier aufgegriffen werden, konnten mich begeistern. Der Schreibstil gefiel mir in diesem Teil noch besser, er wirkt wesentlich flüssiger und ausgereifter. Stolpersteine waren für mich nicht mehr vorhanden!

Der 2. Teil der Trilogie von Stefanie Hasse beinhaltet eine ganze Menge. Das Buch lebt von dem Aufgreifen verschiedenster Ängste und dem falschen Spiel verschiedener Figuren. Überraschungen und Dramatik kommen ebenfalls nicht zu kurz. Ab ungefähr der Hälfte des Buches zog das Tempo merklich an. Der Leser bekommt viele magische Kleinigkeiten vorgesetzt, was nicht passender hätte sein können. Mit Darian und seiner Liebe zu Victoria bin ich zwar immer noch nicht ganz warm geworden, aber das änderte für mich nichts am flüssigen Lesen dieser Geschichte. Einige offene Fragen wurden schon geklärt, was mir gut gefiel. Das Ende dieses Mittelteils hinterlässt den Leser mit einem ultrafiesen Cliffhanger, der die Vorfreude auf das Finale noch um einiges steigert. Die Autorin hat sich mit Band 2 „Darian & Victoria – Düstere Schatten“ noch enorm gesteigert und ich bin sehr auf das Ende gespannt. Von mir hat sich der Mittelteil 5 von 5 möglichen schwarzen Katzen verdient.

Wie die ersten Sonnenstrahlen nach einem Sommergewitter brachen die Glücksgefühle durch meine mentale Wolke und verdrängten die Schatten meiner Gedanken.
59% des E-Books


Elias & Laia - Die Herrschaft der Masken
Elias & Laia - Die Herrschaft der Masken
von Sabaa Tahir
  Gebundene Ausgabe
Preis: EUR 16,99

6 von 10 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen Spannende Story mit viel zuviel Gewalt, 15. Mai 2015
Der Klappentext

Wie überlebt man in einer Welt, in der Männer mit silbernen Masken jeden Tag den Tod bringen können? Wie kann man sich selbst treu bleiben, wenn die Herrschenden des Imperiums alles dafür tun, voller Grausamkeit ein ganzes Volk zu unterjochen? Elias und Laia stehen auf unterschiedlichen Seiten. Und doch sind ihre Wege schicksalhaft miteinander verknüpft.
Während Elias in der berühmten Militärakademie von Schwarzkliff dazu ausgebildet wird, als Elite-Krieger die silberne Maske der Macht voller Stolz und ohne Erbarmen zu tragen, muss Laia täglich die Willkür der Herrschenden fürchten. Als ihre Familie ermordet wird und ihrem Bruder die Hinrichtung droht, schließt sie sich dem Widerstand an. Als Sklavin getarnt, dringt sie in das Innerste von Schwarzkliff vor. Dort trifft sie auf Elias, den jungen Krieger, der eigentlich ihr Feind sein müsste ...

Meine Meinung zum Cover

Ich finde das Cover sehr gelungen und mystisch. Zu sehen ist hauptsächlich nur ein Teil eines männlichen Gesichts, das eine Art von Tätowierung aufweist. Am unteren Rand sieht der Leser des weiteren einene Teil einer Stadt oder Arena – viel ist hier nicht auszumachen. Die Story ist in 3 Teile gegliedert, in denen sich 50 Kapitel befinden. Diese werden abwechselnd aus der Sicht von Elias und Laia geschildert und sind mit römischen Ziffern gekennzeichnet.

Charaktere und meine Meinung

Laia ist 17 Jahre alt und gehört zu den Kundigen. Jemand wie sie wird von den Martialen unterdrückt und zur Sklavin gemacht. Laias Familiengeschichte weist ein großes Geheimnis auf, das aber schon nach relativ kurzer Zeit gelüftet wird.
Elias ist 20 Jahre alt und ist eine „Maske“. Diese Leute dienen dem Imperium und sitzen meist am längeren Hebel. Doch Elias möchte diese Reihen verlassen und denkt über sein Desertieren nach. Seine Maske ist auch nicht mit seinem Gesicht verwachsen, so, wie es eigentlich sein sollte. Man bemerkt eindeutig seinen Widerstand gegen das Regime.
Darin ist 19 Jahre alt und Laias Bruder. Er wird gefangen genommen – wegen einer Kleinigkeit und hat nun das Schlimmste zu befürchten. Laia verdächtigte Darin, ein Verräter und zum Imperium übergelaufen zu sein.

Das Buch startet mit einem Vorwort der Autorin an die Leserschaft. Da habe ich einen Satz gefunden, den ich richtig toll fand und der mir noch mehr Lust auf die Story machte:

Hoffnung ist ein kostbares und nur dem Menschen eigenes Gut, das selbst unter schwierigsten Bedingungen gedeiht.
Seite 7 Sabaa Tahir

Doch leider muss ich sagen, dass ich nach gut 40 Seiten das Buch einfach nur in die Ecke werfen wollte. Hoffnung habe ich bis dahin überhaupt nicht gesehen, nur grausamste Foltermethoden an einem 10-jährigen Jungen! Vielleicht bin ich gerade als Mutter in dieser Beziehung überempfindlich, aber man darf keinesfalls vergessen, dass dieses Buch für Jugendliche ab 14 Jahren empfohlen wird – wie kann man dann solche Szenen in Einzelheiten in die Story mit einbringen??? Auch, wenn es in anderen Ländern bestimmt solche Sitten und Gebräuche gibt, bin ich maßlos entsetzt und angewidert. Ich musste dann einige Seiten vorblättern, damit ich weiterlesen konnte, denn die Geschichte war ja auch spannend gemacht.
Die sogenannten Masken werden als selbstgefällig, gefühllos und gewalttätig bezeichnet – das würde ich blind unterschreiben. In diesem Buch herrscht tatsächlich eine Grausamkeit gegenüber den Schwächeren, wie ich sie bisher kaum in einem Jugendbuch erlebt habe… Frauen und Kinder zählen sowieso nur als Sklaven und „Gebrauchsgegenstände“. Es vergeht kaum eine Seite und schon gar kein Kapitel, in dem nicht eine Klinge oder Peitsche ihren Einsatz findet.
In der von der Autorin erschaffenen Welt findet sich der Leser allerdings gut zurecht und hat keine Probleme, Gut und Böse wirklich unterscheiden zu können. Das leicht orientalische Flair, das transportiert wird, gefiel mir sehr gut.

Mein Fazit

Sabaa Tahir hat mich mit ihrem Auftaktband ihrer Serie „Elias & Laia – Die Herrschaft der Masken“ nur schwer überzeugen können. Die von mir erwartete spannende Story blieb hinter zu vielen Opfer und zuviel Blut verborgen. Für mich gab es in diesem Buch kaum Hoffnung auf Besserung, eine Grausamkeit jagte die nächste. Die Idee hinter der Story, die aufgebaute Spannung und auch der Schreibstil sind klasse. Die Umsetzung war für mich aber oft kaum zu ertragen. Die Altersempfehlung finde ich im diesem Fall viel zu niedrig angesetzt. Das Ende lässt genügend Platz für die Fortsetzung, der Cliffhanger ist aber nicht zu gemein angesetzt. Mich lässt dieses Buch allerdings völlig deprimiert und schockiert zurück und handelt sich somit auch leider nur 2 von 5 möglichen schwarzen Katzen ein.


Gated - Sie sind überall: Roman
Gated - Sie sind überall: Roman
von Amy Christine Parker
  Gebundene Ausgabe
Preis: EUR 16,95

4.0 von 5 Sternen Eine tolle Fortsetzung, 2. Mai 2015
Der Klappentext

Die Gemeinschaft von Mandrodage Meadows ist offiziell aufgelöst, die ehemaligen Mitglieder leben in Freiheit, und Pioneer, ihr brandgefährlicher Führer, wartet hinter Gittern auf seinen Prozess. Lyla glaubt, das Böse sei besiegt – doch während sie versucht, sich in Codys Familie einzuleben und einen normalen Teenageralltag zu führen, lenkt Pioneer aus dem Gefängnis heraus unbemerkt weiter die Geschicke der Gemeinschaft. Er und seine Jünger haben nur ein Ziel: Sie wollen Lyla wieder zu einer der ihren machen; koste es, was es wolle ...

Meine Meinung zum Cover

Das Cover ähnelt dem ersten Band sehr. Es ist abermals eine weibliche Person von hinten zu sehen, bei der es sich wahrscheinlich um Protagonistin Lyla handelt. Zu ihren Seiten erblickt der Leser Wohnwagen, die verschwommen dargestellt sind. Die beherrschende Farbe ist dieses Mal ein kräftiges Grün. Die Story besteht aus 31 Kapiteln. Hier sind abermals „Weisheiten“ von Pioneer oder den Gemeindemitgliedern eingefügt.

Charaktere und meine Meinung

Nachdem Lyla einen gewaltigen Selbstbewusstseinssprung in Band 1 hingelegt hatte, ist sie hier wieder das eingeschüchterte Mädchen. An manchen Stellen wirkte sie auf mich sogar etwas dumm, was mich einige Male mit den Augen rollen ließ. Lylas früheres Ich versucht, die Kontrolle wieder zu erlangen. Ich konnte ihren Sinneswandel schon im ersten Teil nicht wirklich nachvollziehen – hier erging es mir nicht anders. Trotz allem steigerte und veränderte sich Lyla aufs Neue, was dieses Mal aber etwas logischer daherkam.
Cody ist der Sohn des Sheriffs und hat mit ihm zusammen Lyla vor ungefähr vier Wochen aus der Gemeinde von Pioneer befreit. Seitdem lebt das Mädchen bei Cody und seiner Familie. Er machte auf mich einen ganz patenten und vernünftigen Eindruck, was für dieses Alter nicht immer selbstverständlich ist.
Jack nimmt Lyla gleich am ersten Schultag unter ihre Fittiche und gefiel mir sehr gut. Sie ist vielleicht manchmal etwas ungestüm, aber mit so einer Freundin an der Seite kann nicht mehr viel schiefgehen :)

Ich habe diesem 2. Teil sehr entgegen gefiebert, wurde aber leider nicht so mitgerissen, wie ich es mir erhofft hatte. Trotzdem hat dieses Buch durchaus seine spannenden Szenen, die auch nicht zu gewalttätig angesetzt wurden. In diesem Band dreht sich Lylas Leben fast nur um die neue Schule und ihr Zurechtkommen dort. Klar, dass hier natürlich zwei völlig verschiedene Welten aufeinanderprallen, die für allerlei Konfliktpotenzial sorgen. Die Skepsis und Ablehnung der Menschen aus dem Dorf gegenüber den Kindern aus der Pioneer-Gemeinde ist immens – es grenzte für mich schon fast an Rassismus. Gerade Lyla möchte einfach nur ein normales Mädchen sein und nicht mehr ständig unterdrückt werden. Ihre ehemals besten Freunde sehen dies und Lyla allerdings in einem anderen Licht und sind Pioneer immer noch hörig. Wie auch schon bei Teil 1 hätte ich auch hier am liebsten so manches Mal ins Buch gegriffen und die Leute geschüttelt! Wie kann man sich nur von einem einzigen Menschen derart beeinflussen lassen??? Für mich völlig unverständlich, dass eine einzelne Person eine solche Macht ausüben kann – selbst aus dem Gefängnis heraus noch… Diese Situtation wurde von der Autorin aber keinesfalls überspitzt oder unrealistisch dargestellt. Ich denke, dass solche „Führer“ auch in Wirklichkeit eine immense Macht ausüben und ihre Anhänger ihnen ebenso hörig sein würden. Manche Szenen waren in höchstem Maße erschreckend – in dieser Hinsicht steht „Gated – Sie sind überall“ Band 1 in nichts nach.

Mein Fazit

Amy Christine Parker hat mit ihrer Fortsetzung zu „Gated – Die letzten 12 Tage“ einen guten Folgeroman geschrieben. Sie hat abermals die Verbohrtheit der Menschen gut umgesetzt – egal, auf welcher Seite sie agierten. Die Verhaltensweisen von Protagonistin Lyla konnte ich weder im ersten, noch in diesem Band richtig nachvollziehen. Sie war mir oft einfach zu sehr Kind, das auf einmal in die übergroßen Fussstapfen eines Erwachsenen tritt. Die Anfeindungen der Leute gegenüber den Gemeindekindern fand ich sehr erschreckend, aber glaubwürdig dargestellt. Dieser Band endet in einem großen Showdown, der durchaus seine spannenden Momente hatte. Nach dem Ende des Buches, halte ich diese Reihe für eine Dilogie, die mit „Gated – Sie sind überall“ ihren Abschluss gefunden hat – genauere Informationen habe ich dazu aber leider nicht. Sollte es so sein, ist das Ende absolut stimmig und genau richtig so. Ich vergebe 4 von 5 möglichen schwarzen Katzen.


Der Schneeleopard: Ein Rizzoli-&Isles-Thriller
Der Schneeleopard: Ein Rizzoli-&Isles-Thriller
von Tess Gerritsen
  Gebundene Ausgabe
Preis: EUR 19,99

3 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Spannend bis zum Schluss, 20. April 2015
Der Klappentext

Die Polizei von Boston ermittelt in einem bizarren Mordfall. Die Leiche eines Jägers und Tierpräparators wurde gefunden – ausgeweidet und aufgehängt wie eines seiner Beutetiere. In den Wäldern werden Knochenreste eines weiteren Opfers entdeckt. Doch Boston ist nicht das einzige Jagdrevier des Killers. Es scheint eine Verbindung zu einem fünf Jahre zurückliegenden Vorfall in Afrika zu geben, wo die Teilnehmer einer Safari auf ungeklärte Weise verschwanden. Jane Rizzoli reist nach Botswana, um dem heimtückischen Mörder auf die Spur zu kommen…

Meine Meinung zum Cover

Das Cover ist ganz typisch für die Tess Gerritsen-Bücher um ihre Protagonistin Jane Rizzoli. Für mich hat es immer den Anschein, ein Gemälde anzuschauen, obwohl dieses Mal die Farben wesentlich heller und freundlicher wirken. Als Motiv sieht der Leser einen toten Vogel, was ein erster Hinweis auf den Tierpräparator ist. Die spannende Story besteht aus 40 Kapiteln, die zum Teil in Boston, zum Teil in Afrika spielen.

Charaktere und meine Meinung

Jane Rizzoli ist eine erfahrene Polizistin in Boston, verheiratet mit einem FBI-Agenten und Mutter einer mittlerweile 3-jährigen Tochter. Sie ist ganz und gar nicht der Modeltyp, was sie mir vom ersten Buch an nur noch sympathischer machte. Bei ihr kommt es darauf an, was sie kann, wie sie ihre Arbeit und Fähigkeiten umsetzt – dafür braucht man keine topmoderne Frisur oder teure Kleidung. Rizzoli ist schlagfertig und intelligent, aber auch manchmal verletzlich. Gerade durch ihre früheren Fälle bröckelt so manches Mal ihre Fassade und sie wirkt absolut authentisch und menschlich.
Maura Isles ist Gerichtsmedizinerin und das krasse Gegenteil von Rizzoli. Sie achtet auf eine makellose Frisur und saubere Kleidung, die ausschließlich aus Schwarz besteht. Doch Maura ist keine arrogante Zicke, wie man nun vielleicht glauben möchte, ganz im Gegenteil. Bei ihr fiel es mir jahrelang schwer, sie richtig einzuschätzen, weil sie doch sehr zurückgezogen lebt und wenig von ihrem Privatleben preisgibt. Maura ist kein geselliger Typ, sie geht voll und ganz in ihrer Arbeit auf und kommt mit den Toten besser aus als mit den Lebenden. Doch trotzdem bekommt man als Leser mit der Zeit immer mehr ein Gefühl für diese Frau und kann hinter ihre sorgsam gezogenen Mauern sehen…
Millie ist mit ihrem Freund Richard und fünf weiteren Teilnehmern auf Safari in Botswana. Es ist sein Traum, sie macht diese Fahrt nur ihm zuliebe. Schnell fühlt sich Millie beiseite geschoben und nicht beachtet. Richard lässt seine Aufmerksamkeit lieber jüngeren Safari-Teilnehmerinnen zukommen. Ein Streit bleibt nicht aus, eine mittlere Katastrophe ist vorprogrammiert. Millie empfand ich als „normale“ junge Frau, die vor Liebe so manches Mal blind ist. Doch nun werden ihr auf unangenehme Weise die Augen geöffnet und ein Kampf ums Überleben beginnt…

Was soll ich sagen? Nach fast vier Jahren war dies mein erster Rizzoli/Isles-Thriller, den ich gelesen habe. Die letzten Teile habe ich sogar nur noch auf Englisch gelesen, da Tess Gerritsen zu meinen absoluten Lieblingsautorinnen gehörte und mir das Warten auf die deutsche Übersetzung einfach zu lange dauerte. Ich hätte wirklich gedacht, dass mir das Buch gefällt, aber nicht, dass ich so begeistert sein würde und selbst den Wust an Blut und Gedärmen fast ignorieren konnte.
Von der ersten Seite an fühlte ich mich wie zu Hause angekommen. Ich war sofort wieder in dem Privatleben meiner Lieblingscharaktere im Thriller-Bereich drin, konnte alle fallenden Namen problemlos zuordnen. Da es zu diesen Büchern auch eine TV-Serie gibt, fiel es mir anfangs etwas schwer, mir meine Jane und Maura wieder vor Augen zu führen (dort sind sie das genaue Gegenteil von der Buchbeschreibung), aber dann ging es doch wieder ganz leicht. Wer die Autorin kennt, weiß auch, dass man am besten mit dem ersten Teil der Serie anfängt, damit man die private Entwicklung chronologisch mitverfolgen kann. In diesem Buch wird lustigerweise an die erste Begegnung zwischen den beiden Frauen, sowie zwischen Rizzoli und ihrem Mann erinnert.
Die Story beinhaltet zwei verschiedene Erzählstränge, die sich in Botswana und Boston abspielen. Zudem wird der afrikanische Strang in der ersten Person, der amerikanische in der dritten Person erzählt, was mir sehr gut gefiel. Die Geschichte baut sich langsam auf, man sucht unwillkürlich nach der Verbindung der verschiedenen Erzählperspektiven. Sofort ist der Leser dabei, das Puzzle selbst zusammensetzen zu wollen. Es werden genügend Hinweise gestreut, die nach und nach ein Ganzes ergeben. Dazu kommt noch das Legen falscher Fährten und die faszinierende Arbeit einer Pathologin, was dieses Buch für mich noch interessanter und spannender machte. Einen bestimmten Zusammenhang konnte man relativ bald erkennen, aber des Rätsels Lösung war es trotzdem noch lange nicht.
Die Familie der Katzen, darunter auch Großkatzen, spielt hier eine große Rolle. Diese Passagen wurden sehr schön und eindringlich geschildert. Man ist fasziniert von dieser Tierart, hat aber auch gleichzeitig einen unheimlichen Respekt vor ihr – immerhin handelt es sich um Raubtiere, die leicht eine Bedrohung für den Menschen darstellen können!
Der deutsche und auch der Originaltitel erhalten in der Story noch ihren Bezug, was mir persönlich immer sehr wichtig ist.

Mein Fazit

Tess Gerritsen hat mich nach längerer Abstinenz mit dem mittlerweile elften Band ihrer Reihe um Rizzoli und Isles total begeistert. Der Schreibstil ist einfach nur klasse, die Vermischung ihres eigentlichen Berufes und dem Schreiben ist brillant. Tess Gerritsen ist eine wahre Meisterin ihres Fachs! Die private Entwicklung ihrer Protagonisten und das Einbringen von altbekannten Figuren trägt zu einem Gefühl von Familientreffen bei. Ich habe mich nicht eine Minute unwohl gefühlt, obwohl die Autorin an Blut, Knochenteilen und Gedärmen so einiges zu bieten hatte. Doch zu keiner Zeit wirkte dies übertrieben oder gar blutrünstig. Der Schreibstil hat sich in den letzten Jahren in dieser Beziehung nicht zum Negativen gewandelt. Die Identität des Mörders war mir bis zur Auflösung nicht klar, der Leser wird geschickt auf falsche Fährten gelockt. Für mich war dieses Buch eine wahre Meisterleistung (wie schon so viele von Tess Gerritsen) und ich vergebe sehr gerne 5 von 5 möglichen schwarzen Katzen für „Der Schneeleopard“.

Die Reihe:

Die Chirurgin
Der Meister
Todsünde
Schwesternmord
Scheintot
Blutmale
Grabkammer
Totengrund
Grabesstille
Abendruh
Der Schneeleopard


Das Ende der Zeit: Hourglass 3 - Roman
Das Ende der Zeit: Hourglass 3 - Roman
von Myra McEntire
  Broschiert
Preis: EUR 12,99

4.0 von 5 Sternen Ein solides Finale, 20. April 2015
Der Klappentext

Seit die Mitglieder der geheimen Hourglass-Organisation in die Vergangenheit reisten, um ihren Mentor vor dem sicheren Tod zu retten, ist der Lauf der Zeit gestört. Es gibt nur eine Lösung: Sie müssen das Infinityglass ausfindig machen, denn so kann verhindert werden, dass unliebsame Besucher aus anderen Jahrhunderten die Gegenwart bedrohen. Doch als Dune sich auf den Weg nach New Orleans macht, erfährt er, dass das Infinityglass kein Objekt ist, sondern ausgerechnet die verführerische Tänzerin Hallie ...

Meine Meinung zum Cover

Das Cover dieses Buches ist ähnlich wie die der beiden Vorgänger. Großen Wiedererkennungswert haben die abgebildeten Schmetterlinge, die jedes Mal dabei sind. Genau wie die Mädchengestalt mit ihren geöffneten Händen. Eine Uhr ist ebenfalls im Hintergrund zu erblicken – ein charakteristisches Zeichen für Zeitreisen. Dieser Band besteht aus 27 Kapiteln und dem Epilog.

Charaktere und meine Meinung

Hallie ist 17 Jahre alt und führt ein sehr zurückgezogenes Leben. Ihr Vater lässt sie kaum aus dem Haus, selbst der Ballettunterricht findet bei ihnen zu Hause statt. Das junge Mädchen besitzt das Transmutationsgen, was ich sehr interessant fand. Überhaupt hat Hallie eine ganz besondere Art, die stellenweise aber auch arrogant rüberkam. Dann hatte man ein verwöhntes reiches Mädchen vor sich, dass es gewohnt ist, alles Erdenkliche auf ein Fingerschnippen hin zu bekommen. So will sie auch ihren neuen Bodyguard Dune um den Finger wickeln…
Dune hat die Gabe, das Wasser zu kontrollieren. Ebenfalls nicht uninteressant. Diese Gabe kann aber auch zu Konflikten und Katastrophen führen, was anhand eines Beispiels aus seiner Vergangenheit sehr deutlich wird. Er war mir etwas zu blass, wie kaum vorhanden.
Teague ist Hallies Mutter, hat aber keinerlei mütterliche Züge an sich. Eine wahrhaft schreckliche Person, die mir so richtig unsympathisch war.

Nach einem wirklich genialen Cliffhanger in Band 2 hatte ich mich sehr auf dieses Finale gefreut. Doch leider stinkt dieser Teil dagegen ab. Er war zwar gut, aber ziemlich belanglos. Durch den Klappentext ist das Geheimnis um das Infinityglas schon gelüftet, was allerhand Spannung aus der Story zieht.
Der Leser wird anfangs mit einer Vielzahl an Figuren konfrontiert, die aber zum größten Teil schon aus den Vorgängerbänden bekannt sein dürften. Doch auch auf völlig neue Charaktere muss man sich wieder einlassen, was bei mir für einige Startschwierigkeiten sorgte. Ansonsten startet die Story recht gemächlich, das Tempo wird erst auf den letzten 100 Seiten merklich angezogen.
Die einzelnen Kapitel werden in der ersten Person geschildert, allerdings abwechselnd von Hallie und Dune. Dies fand ich manchmal sehr unübersichtlich, so dass ich zwischendurch den Faden verlor.
Den Hintergrund der Geschichte mit den Zeitlosen und den verschiedenen Zeitrissen empfand ich weiterhin als sehr interessant – es handelt sich bei diesen Bänden nicht um typische Zeitreiseromane.
Die eingebaute Romanze war recht niedlich mitanzusehen, aber richtig unter die Haut ging sie mir nicht. Sie war eher wie ein Element, das einfach nicht fehlen durfte.
Das Streben nach unendlicher Macht und der Mutter-Tochter-Konflikt der ganz besonderen Art war dafür wie eine würzige Prise, ohne die die Story einfach nur langatmig geworden wäre.

Mein Fazit

Myra McEntire hat mit ihrem Finalband um die Organisation Hourglass leider keinen knallenden Abschluss gefunden, stattdessen ein gutes Buch für zwischendurch geschrieben. Ich war anhand der geringen Seitenzahl vorab schon etwas irritiert, sollte doch gerade der Finalband noch einiges zu bieten haben. Doch die Autorin besitzt einen sehr schönen Schreibstil und hat insgesamt tolle Charaktere erschaffen, die mir ans Herz gewachsen sind. Zum Glück darf sich der Leser hier auf ein Wiedersehen mit ihnen freuen, auch wenn es nur verhältnismässig kurz ist. Im Epilog gibt es noch einen wunderschönen Schlenker und Abschluss zu bestimmten Ereignissen aus Band 1, was mich begeisterte. Da sieht man, dass der Autorin auch Kleinigkeiten sehr wichtig sind und nicht vergessen werden dürfen! „Hourglass 3 – Das Ende der Zeit“ hat sich somit noch 4 von 5 möglichen schwarzen Katzen verdient.


Gefährliche Wünsche (Die Dschinn-Reihe 1)
Gefährliche Wünsche (Die Dschinn-Reihe 1)
Preis: EUR 3,99

4.0 von 5 Sternen Ein toller erster Teil, 18. April 2015
Der Klappentext

Schuld ist nur diese dumme Wette: Weil die siebzehnjährige Lori zu schüchtern ist, um Jungs anzusprechen, muss sie die hässlichste Lampe auf dem Markt kaufen. Als kurz darauf ein leibhaftiger (und auch noch gutaussehender!) Dschinn vor ihr auftaucht, traut sie ihren Augen nicht. Sie soll sich etwas wünschen. Aber was? Während Lori noch grübelt, bringt der Lampengeist sie in eine peinliche Situation nach der anderen. Als dann noch ein fremder Junge an ihrer Schule auftaucht und beginnt Fragen zu stellen, weiß Lori nicht mehr, wie sie aus der Affäre wieder herauskommen soll.

Meine Meinung zum Cover

Das Cover dieses Buches wird in sehr unaufdringlichen Farben dargestellt. Zu sehen ist ein Mädchengesicht, bei dem es sich wahrscheinlich um Protagonistin Lori handelt. Ausserdem ist eine goldene Wunderlampe zu sehen, die dem Cover noch einen Hauch von Märchenhaftigkeit verleiht. Die Story besteht aus 13 betitelten Kapiteln.

Charaktere und meine Meinung

Lori ist ein sehr unsicheres und schüchternes Mädchen von 17 Jahren, das aufgrund ihrer Figur und ihres Errötens in der Schule gehänselt wird. Sie gibt kein Kontra, was ihre Mitschüler natürlich noch mehr zum Sticheln einlädt. Anfangs tat mir Lori sehr leid, denn solche Szenen sollten sich einfach nicht unter Menschen abspielen. Mit der Zeit wächst das Mädchen aber über sich hinaus, was ich toll fand, aber mir trotzdem zu schnell und drastisch vor sich ging. Der Leser kann sich gut mit diesem Mädchen identifizieren.
Julia ist eine langjährige Freundin von Lori und sehr hübsch. Doch auch sie hat gewisse Hemmungen, gerade, wenn es um das Ansprechen von Jungs geht. Sie wirkt keineswegs arrogant und gefiel mir recht gut.
Becky ist die Unbekümmertste von den Dreien. Sie kleidet sich, wie ihr die Laune steht und lässt sich von blöden Sprüchen nicht unterkriegen. Manchmal wirkt sie geradezu abwesend, was sie mir aber nur noch sympathischer machte.
Alex ist seit Jahren der heimliche Schwarm von Lori, doch sie traut sich nicht, ihn anzusprechen. Sobald sie nur in seiner Nähe ist, errötet sie und wendet sich lieber ab. Alex macht bei den Mobbing-Attacken auf Lori nicht mit, unternimmt aber auch leider nichts dagegen.
Omar ist der geheimnisvolle Neue an der Schule. Von der ersten Minute an ist er an Loris Seite, die die Welt nicht mehr versteht. Er war mir persönlich zu glatt und undurchsichtig, ich konnte seine Intention nicht richtig einordnen.
Dschinn ist der Lampengeist und unheimlich gutaussehend. Ob er zu den Guten oder Bösen gehört, war lange Zeit die Frage – verraten wird an dieser Stelle natürlich nichts ;) Gegen so einen attraktiven Lampengeist hätte der ein oder andere sicherlich nichts einzuwenden…
Madame Grizelda ist die Vermieterin von Loris Mutter und auch sehr undurchsichtig, stellenweise geradezu böse. Doch wie die meisten Figuren hat auch sie mich überrascht, was mir sehr gut gefiel.

Die Story startet gleich mit der Wette, durch die Lori in den Besitz der Lampe gelangt. Es gibt viele Szenen, die in der Schule spielen. Das Mobbing durch Loris Mitschüler trifft sie jeden Tag, was mir manchmal etwas zuviel wurde. Die Situationen waren zwar immer unterschiedlich, aber das Mobbing und Loris Reaktion immer gleich. Ansonsten gefiel mir der Schreibstil der Autorin sehr gut, da sie auch eine Menge an Humor mit in die Story einbrachte. So wurde ich ein ums andere Mal zum Schmunzeln gebracht. Gerade die von Dschinn gut gemeinten Kleinigkeiten, bringen Lori nur noch mehr in peinliche Situationen. Hier merkt man ganz deutlich, dass der hübsche Lampengeist zu lange in der Lampe eingesperrt war – er kennt einfach unsere heutige Welt nicht und stellt mit seinen veralteten Werten diese völlig auf den Kopf…

Mein Fazit

Natalie Luca hat mir mit ihrem Auftaktband „Gefährliche Wünsche“ schöne Lesestunden beschert, das Buch las sich in einem Rutsch durch. Der locker leichte Schreibstil und das ganz besondere orientalische Flair mitten in Wien taten ihr Übriges. Die Wandlung von Protagonistin Lori empfand ich einerseits als gut und nötig, andererseits als einfach zu überstürzt. Das Tempo wurde mir zum Storyende zu rasant angezogen. Die einzelnen geheimnisvollen Figuren luden zum Miträtseln ein, was mir gut gefiel. Nicht jeder ist das, was er zu sein scheint! Etwas verwirrt blieb ich nach dem Ende des Buches zurück, da es sich für mich für wie ein abgeschlossenes Ende anfühlte, doch wer weiß, womit Natalie Luca den Leser noch mit dem 2. Teil überraschen wird. Für diesen gelungenen ersten Band vergebe ich 4 von 5 möglichen schwarzen Katzen.


Stadt der Verborgenen (Die Phoenicrus-Trilogie 1)
Stadt der Verborgenen (Die Phoenicrus-Trilogie 1)
Preis: EUR 3,99

2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Ein wunderbarer Auftakt!, 18. April 2015
Der Klappentext

»Es ist nur ein alter Brief!«, versucht Zara sich einzureden, als sie den zerfledderten Umschlag zwischen zwei Buchseiten entdeckt. Doch mit dem Fund ist nichts mehr so, wie es mal war. Sogar die wirren Erzählungen ihres senil geglaubten Großvaters ergeben plötzlich Sinn. Zara hat eine Schwester! Yosephine – verschwunden, ebenso wie all die Erinnerungen an sie. Und der Brief ist nur der Anfang einer langen Kette von Hinweisen. Zusammen mit ihrem Großvater und dem draufgängerischen, aber doch faszinierenden Ben macht sie sich auf die Suche nach Yosephine und der sagenumwobenen Stadt der Verborgenen. Nur, wie findet man einen Menschen, an den man keinerlei Erinnerung mehr hat? Und einen Ort, der nicht gefunden werden will?

Meine Meinung zum Cover

Das Cover ist nicht sehr spektakulär, aber trotzdem richtig schön. Die Farben sind schwache Rot- und Orangetöne, das Verlagslogo erscheint dazu in einem zarten Gelb. Als Motiv erblickt der Leser wahrscheinlich Protagonistin Zara, die ihren Blick zur Seite richtet. Hinter ihr ist ein Wald zu erkennen, der auch eine Rolle in der Geschichte spielt. Was mir gut gefällt, sind die wellenartigen Funken, die sich am oberen und unteren Rand befinden. Die Story beinhaltet einen Prolog, 16 betitelte Kapitel und den Epilog.

Charaktere und meine Meinung

Zara: die Chaosqueen
Ben: der Vollpfosten
Lila: der Paradiesvogel
Chris: der Held
Isa: die Schlagfertige
Cilia: die Medusa
Zaras Opa: der rüstige Rentner

Zara ist eine wahnsinnig sympathische Protagonistin, die ich von der ersten Seite an in mein Herz geschlossen hatte. Sie erfindet einen ganz eigenen Modestil und gibt dem Begriff „Bad Hair Day“ eine besondere Note. Mathematik und Chemie zählen nicht unbedingt zu Zaras Lieblingsfächern, wobei sie mir aus der Seele spricht! Da kann man auch schon mal an Tagen verschlafen, an denen Mathe in der ersten Stunde auf dem Plan steht… Zara ist schlagfertig und humorvoll, mit einer Prise Sarkasmus – absolut göttlich dieses Mädchen!
Ben wird von der Autorin nicht nur auf sein gutes Aussehen (grüne Augen und schwarze Locken) reduziert, er hat auch durchaus etwas im Kopf. Sein erster Auftritt hatte etwas unheimlich Charmantes an sich, auch wenn ich in der Situation nicht an Zaras Stelle hätte sein mögen…
Lila ist eine Freundin wie aus dem Bilderbuch. Sie ist stets an Zaras Seite und unterstützt sie, wo sie kann. Eigentlich trifft dies aber auch noch auf Chris und Isa zu, die mir ebenfalls sympathisch waren. Lila kleidet sich auffällig und hat eine Vorliebe für griechische Mythologie.
Zaras Opa wirkt oft sehr merkwürdig, da man nicht einschätzen kann, ob er gerade verwirrt ist oder nicht. Andererseits ist er für sein Alter noch sehr vital und macht auch vor einer Abenteuerreise ins Ungewisse nicht halt.

Die Story startet mit einem kurzen und knackigen Prolog, wofür ich gern Bonuspunkte vergebe. Doch auch so hatte mich die Story innerhalb von Sekunden gepackt! Wäre der Akku meines Readers nicht nach 30% leer gewesen, hätte ich das Buch in einem Rutsch durchgelesen. Ich kannte bis jetzt nur die E-Short von Mirjam Hüberli, die mich schon begeistern konnte. Sie hat eine ganz eigene Art von Schreibstil, den ich wirklich wahnsinnig gerne mag. Ich hatte die ganze Zeit das Gefühl, dass gerade Zara sich nicht allzu ernst nimmt und durch ihre „Pannen“ amüsant, aber keinesfalls lächerlich wirkt. Die Idee hinter der Story fand ich sehr interessant und auch toll umgesetzt. Es geht hier nicht nur um die Suche, die dann vielleicht die ganzen Seiten über geschildert wird. Nein, es ist auch genügend Zeit für das Zwischenmenschliche geblieben, was oft in diverser Geheimniskrämerei und sonstigen Dingen untergeht. Es gibt auch schon relativ viele Erklärungen und Informationen, die sehr gut platziert wurden. So braucht der Leser nicht mit einem Fragezeichen im Gesicht bis zum nächsten Teil zu warten ;)
Auch die Schmetterlinge im Bauch der Protagonisten wurde nicht vergessen und bringen so noch eine erneute Komponente mit ins Spiel.

Mein Fazit

Ich fühlte mich von Mirjam H. Hüberlis Auftaktband zu ihrer neuen Trilogie von der ersten Seite an abgeholt und wurde wahrlich mitgerissen. Sie hat es wunderbar geschafft, nicht nur liebenswerte Figuren zu erschaffen, sondern ihnen auch Leben einzuhauchen. Egal, wie groß die jeweilige Rolle ist, alle wirkten auf mich lebendig und authentisch. „Stadt der Verborgenen“ ist eine Mischung aus Abenteuer, Geheimnissen, Spannung und Emotionen – man merkt ganz deutlich, wieviel Herzblut die sympathische Autorin in diese Story eingebracht hat! Einen ganz großen Kritikpunkt habe ich allerdings noch: Der Cliffhanger am Ende - wie soll ich es denn bitte noch einige Wochen bis zum Erscheinen von Band 2 aushalten? Ich verzweifle jetzt schon, vergebe aber erst einmal für einen grandiosen ersten Teil 5 von 5 möglichen schwarzen Katzen.

PS: Teil 2 ist ab sofort vorbestellbar, was ich natürlich auch sofort genutzt habe :)


Ruinen: Partials 3
Ruinen: Partials 3
von Dan Wells
  Gebundene Ausgabe
Preis: EUR 19,99

0 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Für mich ein super Finale!, 18. April 2015
Rezension bezieht sich auf: Ruinen: Partials 3 (Gebundene Ausgabe)
Der Klappentext

Die Zeit läuft ab und die Welt steht am Rand des letzten Krieges. Er wird das Schicksal beider Gattungen, der Menschen und der Partials, besiegeln. Während beide Seiten aufrüsten, um den vernichtenden Schlag zu führen, hat Kira Walker endlich ein Heilmittel für die Partials gefunden. In ihrem verzweifelten Bemühen, den Untergang zu verhindern, muss Kira bereit sein, alles zu opfern – selbst wenn es ihr eigenes Leben ist ...

Meine Meinung zum Cover

Dieses Cover passt natürlich perfekt zu den beiden Vorgängern. Die dominierende Farbe ist hier ein Braun, das mit viel gutem Willen einige Schattierungen von Gold aufzeigt. Dies wird aber umso deutlicher, wenn man den Schutzumschlag entfernt – das Buch ist golden! Das Motiv ist zum wiederholten Male wahrscheinlich Protagnistin Kira, die erneut nur in der Rückenansicht gezeigt wird. Ausserdem sind noch Fragmente einer zerstörten Stadt, verbrannte Bäume, sowie Vögel zu sehen. Die Story besteht aus 3 Teilen, in denen sich insgesamt 51 Kapitel verbergen.

Charaktere und meine Meinung

Zu den einzelnen Charakteren möchte ich mich an dieser Stelle gar nicht weiter äussern – wer die beiden Vorgängerbände kennt, kennt auch die Protagonisten. In dieser Hinsicht hat sich nicht allzu viel geändert. Für „Neulinge“ dieser Trilogie kann ich jetzt nur eine gewisse SPOILER-WARNUNG aussprechen!
Die Figuren haben sich im letzten Teil schon in verschiedene Gruppen aufgesplittet, so dass der Leser in diesem Band mit nahezu 6 verschiedenen Grüppchen konfrontiert wird. Alle haben unregelmässig ihre eigenen Erzählperspektiven, was ich als sehr spannend empfand.
Kira ist zwecks unendlicher Untersuchungen im Labor von Dr. Morgan und Dr. Vale, Samm in einem Lager zusammen mit Heron, Calix und Phan. Weiterhin gibt es noch Senator Tovar, Haru und Mkele, sowie Ariel, Isolde, Madison, Xochi und Nandita. Auch eine Partial-Invasionstruppe und eine Gruppierung um Commander Woolf, Marcus und Vinci kommen zu Wort.

„Wenn du in dieser Welt überleben willst, darfst du dich nicht länger fragen, warum Leute zusammenarbeiten. Du musst es einfach tun.“
Seite 158

Nach einem schier endlos zähen Mittelband, der sich mehr mit Technikwissen als mit allem anderem beschäftigte, riss mich dieses Finale von der ersten Seite an mit. Es wurde verstärkt auf die medizinischen Aspekte eingegangen, was mir prinzipiell sehr gut gefällt. Einige Dinge hätten an dieser Stelle zwar weniger fachmännisch und kompliziert ausgedrückt werden können, aber auch für medizinische Laien dürften die Zusammenhänge gut ausgedrückt sein.
Mittlerweile im Jahr 2078 angekommen, herrscht zwar immer noch ein Kampf zwischen Partials und Menschen, aber auf eine ganz andere Art und Weise. Partials sind Hoffnung und Untergang zugleich, was ich sehr interessant fand. Der Leser spürt ganz deutlich, dass man weder die Menschen noch Partials über einen Kamm scheren sollte. Die Zeit läuft den Charakteren immer mehr davon, nähert sich doch das Verfallsdatum der nächsten Partial-Generation rasend schnell. Einige haben nur noch Wochen, andere Monate. Nicht nur Kira ist bestrebt, das Sterben aufzuhalten. Die Hoffnung, dass es in Zukunft noch mehr gesunde Kinder und somit das Weiterbestehen der Erde geben wird, fand ich äusserst eindringlich geschildert. Zudem herrscht die Angst vor dem Zünden einer Atombombe wie ein Damoklesschwert über dem Leben der verbliebenen 35 000 Menschen und 200 000 Partials. Die Auswirkung dessen wird vom Autor sehr anschaulich und erschreckend beschrieben. Mir lief es beim Lesen kalt den Rücken hinunter…
Die Geschichte empfand ich weiterhin als sehr komplex, wobei aber dennoch alle Fragen geklärt werden. Das Einbringen von etwas Übernatürlichem, dem auch noch auf den Grund gegangen werden muss, fand ich toll und nicht zu überladen für die Story.
Kira hat weiterhin die Hoffnung nicht aufgegeben und kämpft sich weiter voran, was ich sehr beeindruckend fand! Ihr zu Füßen liegt eine fast zerstörte Welt, eine komplette Auslöschung der Menschheit steht kurz bevor. Es werden Horrorszenarien der Zukunft präsentiert, die sicherlich keiner erleben möchte…

Vielleicht ist uns der Tod bestimmt.
Seite 400

Mein Fazit

Dan Wells hat mich mit seinem Finalband um Kira und die Partials von der ersten Seite an begeistern können! Vergessen war der zähe, trotzdem aber auch notwendige zweite Teil – hier konnte ich mich komplett auf die Story einlassen und hatte nach langer Wartezeit keine Einstiegsschwierigkeiten. Der Autor hinterlässt gekonnt eine kurze Zusammenfassung zu den vorherigen Geschehnissen, gerade auch zu Protagonistin Kira. Das von dem Autor gewählte Wetter im weiteren Storyverlauf erschwerte den Weg der Charaktere erheblich. Doch die Atmosphäre war sehr stimmig und absolut passend. Natürlich gibt es auch in diesem Buch weiterhin eine kleine Flut an „überflüssigen“ Sätzen und die Geschichte hätte bestimmt auch um einige Seiten gekürzt werden können, doch dies schmälerte keineswegs meine Lesefreude. Gerade die wiederholte Beschreibung der Stadt voller Ruinen, liegengebliebener Autos mit ihren skelettartigen Insassen und überwucherten Strassen machten für mich diese zerstörte Welt nur noch eindrucksvoller und beängstigender. Ich bin sehr zufrieden mit dem Ende der Trilogie und vergebe für „Ruinen – Partials 3“ selbstverständlich 5 von 5 möglichen schwarzen Katzen.


Ruf der Geister
Ruf der Geister
Preis: EUR 4,99

4.0 von 5 Sternen Toller Mystery-Krimi mit kleineren Schwächen, 18. April 2015
Rezension bezieht sich auf: Ruf der Geister (Kindle Edition)
Der Klappentext

Joshua Benning hat von Kindheit an übersinnliche Fähigkeiten. Vor allem ermordete Opfer scheinen sich ihm zu offenbaren, was ihn schon früh inoffiziell mit der Polizei zusammenbrachte. Erich Salberg, Leiter in den Ermittlungen mehrerer Mordfälle, zieht Joshua schließlich hinzu, doch der hiesige Fall bringt den jungen Mann an seine Grenzen. Wer tötet im Ruhrgebiet und in Joshuas unmittelbarer Nähe junge Frauen? Das erste Mal können ihm auch die Geister nicht helfen. Also begibt er sich mit der Polizistin Lea Schmidt auf die Spur des Mörders.

Meine Meinung zum Cover

Das Cover strahlt etwas Unheimliches aus. Geisterhafte Gestalten, zarte Farben und dazu noch der Wald – mysteriöser geht's kaum noch! Die Story besteht aus 20 betitelten Kapiteln und dem Epilog.

Charaktere und meine Meinung

Der 35-jährige Joshua war mir von Anfang an sympathisch. Es muss eine unheimliche Belastung sein, ständig Geister von grausamen Verbrechen in seiner Nähe zu sehen… Mit der Zeit fällt es Joshua auch immer schwerer, zwischen der Realität und verschiedenen Träumen zu differenzieren. Der junge Mann hat es wirklich nicht leicht, obwohl er der Polizei in Mordfällen sehr gut helfen kann. Weil Joshua die Band Eisblume hört, war er mir noch sympathischer ;) Ansonsten arbeitet er als Streeworker und man merkt Joshua deutlich an, wie sehr ihm „seine“ Kids am Herzen liegen und wie ihn ihre Schicksale berühren.
Die 32-jährige Lea ist sehr direkt und nimmt kaum ein Blatt vor den Mund. Zwischen ihr und Joshua knistert es gewaltig, eigentlich von Anfang an. So eine unverblümte Art, die nicht allzu frech wirkt, gefällt mir gut.

Den Anfang der Story empfand ich als sehr hektisch. Die Geister geben sich praktisch die Klinke in die Hand, Protagonist Joshua wird von einem Ort zum nächsten gehetzt. Das gefiel mir nicht so sehr gut. Überhaupt hat die Autorin hier eine Vielzahl von Figuren mit eingebracht, die mich zusehends verwirrten. Auch kam der Satz, dass Joshua oder ein anderer Charakter „absolut furchtbar aussieht“ des Öfteren vor. Aber das war an negativer Kritik auch schon alles von mir. Kommen wir zu den positiven Aspekten der Story:
Da ist zum einen der Schreibstil, der mir schon in der Kurzgeschichte Distant Shores sehr gut gefallen hat. Man ist als Leser sofort in der Story drin und richtig dicht am Geschehen dran. Die Figuren wirken lebendig und keinesfalls platt. Umgebungsbeschreibungen sind nicht zu detailliert, aber genau richtig, damit man sich alles genau vorstellen kann. Die Geschichte ist spannend bis zum Schluss und ich hatte keine Ahnung, wer sich hinter dem Mörder verbirgt.

Mein Fazit

Tanja Bern konnte mich auch mit ihrem Mystery-Krimi fast gänzlich überzeugen. Trotz einiger Kritikpunkte hat mir die Story und vor allem der Schreibstil gut gefallen. Eine Geschichte mit Geistern kommt bei mir immer gut an – hier konnte also gar nicht viel schiefgehen ;) Die Charaktere haben allesamt ein gut durchdachtes Profil, so dass sie für mich durchaus authentisch wirkten. Die Story war spannend inszeniert und die ständige Begegnung mit Geistern fand ich toll. Ich vergebe für „Ruf der Geister“ 4 von 5 möglichen schwarzen Katzen.


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