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Rezensionen verfasst von
Jutta Liesen (Hannover)

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Die Familienmanagerin: Kindererziehung und Bevölkerungspolitik in Wissensgesellschaften
Die Familienmanagerin: Kindererziehung und Bevölkerungspolitik in Wissensgesellschaften
von Peter Mersch
  Taschenbuch
Preis: EUR 19,80

16 von 28 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Super Vorschlag!, 4. April 2007
Ich bin auf das Buch über eine Rezension zu "Die Schule der Frauen" aufmerksam geworden und bin restlos begeistert. Es wird klar aufgezeigt, daß die Emanzipation der Frauen erst dann abgeschlossen ist, wenn es ein Modell für bezahlte Familienarbeit gibt. Mersch lehnt aber ab, einfach allen Eltern zu geben und die Gründe die er aufführt, sind überzeugend. Er schlägt aber mit der Familienmanagerin ein eigenes Modell vor.

Die beiden (?) negativ eingestellten Rezensentinnen hätten das Buch ruhig mal lesen können, sie haben ja noch nicht einmal die Grundbegriffe verstanden. Ich war überrascht, daß Herr Mersch nicht selbst auf dieses Mißverständnis eingegangen ist, es war schon bei der ersten negativen Rezension so offenkundig.

In einer Rezension steht: "Ebenso blutleer und kalt sind die weiteren Vorschlaege. Kinder brauchen persoenliche Bezugspersonen, also Menschen die sie kennen und lieben, keine als "Managerin" Angestellten. Letzter Punkt: Warum spricht Herr Mersch nicht konsequent von maennlichen Managern, wenn ihm die doppelte Erwaehnung Manager/in zu aufwendig ist? Warum musste es gerade die weibliche Form des Wortes sein, fuer die er sich entschied?"

Eine Familienmanagerin ist eine Mutter, ein Familienmanager ein Vater. Die Namenswahl wird im Buch übrigens auch erklärt: Sie kommt aus der Vorwerkreklame, auch dort ist eine Familienmanagerin die Mutter selbst und nicht eine Angestellte. Der Name ist in der Familienwelt längst etabliert, jede Hausfrau kennt ihn heute, so daß es keiner Erklärung mehr bedurft hätte, auch für die beiden Rezensentinnen nicht.

Ich freue mich jedenfalls sehr, daß sich ein Mann redlich bemüht, sich für eine stärkere Anerkennung der hauptsächlich immer noch von Müttern geleisteten Erziehungsarbeit mit eigenen Kindern einzusetzen. Wir brauchen solche Vorschläge. Der Vorschlag, stattdessen sollten die Männer sich in gleicher Weise an der Familienarbeit beteiligen, ist nur ein Trick von denen, die keine Kinder haben. Die übernehmen dann nämlich die Jobs von den gestreßten Vätern und Müttern und lachen sich eins ins Fäustchen. Hinter den beiden negativen Rezensionen steckt eiskalter Egoismus.

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