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Rezensionen verfasst von
Christoph Beyer "beyerc8" (LE)
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A Tribut To Emperor - In Honour Of Icon E
A Tribut To Emperor - In Honour Of Icon E
Preis: EUR 18,58

3.0 von 5 Sternen Gut gedacht..., 20. Januar 2014
Und jetzt ein Rezension aus dem Metal-LAger... :-)

Gut gedacht…

Das wurde ja auch Zeit! Eigentlich ist es verwunderlich, wenn nicht beschämend, dass Emperor erst jetzt eine Tribute-Platte bekommen.
Für mich stand und steht ihre Musik einerseits für eine tiefe Verwurzelung in der norwegischen BM-Szene und andererseits für eine extreme Progressivität. Keines der fünf Alben klingt wie das andere und gleichzeitig haben sie die Szene stark geprägt: hatte sich der von ihnen entworfene Symphonic Black Metal gerade etabliert, wandten sie sich schon anderen Ufern zu.
In diesem Licht ist die vorliegende CD durchschnittlich bis enttäuschend: wenn man sich die Tracklist anschaut werden fast ausschließlich Lieder aus der Anfangszeit gespielt. Zudem scheinen die anwesenden Bands eher der konservativen Richtung anzugehören. Alles in allem wäre eine Portion mehr Innovation a la Ulvers Sworn-Remix schön gewesen. Technisch gesehen sind allerdings alle ziemlich gut.

Einen ganz üblen Beigeschmack hat leider die Bandauswahl. Die CD ist auf dem slowakischen Label Tryzna Productions erschienen und beinhaltet viele (mir) unbekannte Bands aus Osteuropa. Das muss nicht schlecht sein – im Gegenteil: bei „My own Wolf“ hat es hervorragend gepasst. Mir macht allerdings Sorgen, dass hier auch ein paar Bands vertreten sind, die wohl offensichtlich auch in NSBM-Kreisen aktiv sind oder zumindest schon durch komische, politische Äußerungen aufgefallen sind. Bsp: Saltus, Silva Nigra, Horna, Taake. Ob diese vom Label absichtlich platziert wurden oder sich unbemerkt eingeschlichen haben, ist reine Spekulation. Die per Mail gestellte Frage danach blieb bisher unbeantwortet.

Doch nun die einzelnen Bewertungen:
01 Svartalv – Intro: 4 Punkte. Ist zwar „nur“ ein Intro aber gerade im Gegensatz zu den restlichen Beiträgen ist hier ein innovativer Umgang mit vorhandenem Material zu spüren.

02 Saltus - Curse You all men!: 2 Punkte. Die haben zwar den Song gut nachgespielt aber das war’s leider auch schon. Außerdem nerven die Vocals.

03 Troll – Towards the Pantheon: 3 Punkte. Vom Sound erinnert das Cover an Drep-de-Kristne-Zeiten. *Seufz*

04 Infer – Ye Entrancemperium: 5 Punkte. Sehr gute Death-Metal-Version mit „Viking“-Chören. Cool!

05 Demonical – Night of the graveless Souls: 4 Punkte. Eine solide Death-Nummer des Klassikers.

06 Helheim – Witches Sabbath: 4 Punkte. Helheim haben das Tempo etwas runter gedreht und so entsteht eine geradezu doomige Version mit norwegischem Text. Nice!

07 Midnight Odyssey – Cosmic Keys…: 3 Punkte. Beachtlich wie souverän ein Ein-Mann-Projekt den Song einspielen kann. Leider ist das Ganze etwas langatmig, weil langsamer als das Original.

08 Silva Nigra – Moon over Kara-Sher: 2 Punkte. Hier wird ein ohnehin müder Song einfach nachgespielt. Gähn.

09 Necrodeath – Lord of Storms: 3 Punkte. Nette Version der Thrash-Veteranen aus Italien.

10 Horna – Wrath of the Tyrant: 2 Punkte. Noch ein Song, der fast wie das Original klingt, auch vom Sound her. Die finnische Übersetzung des Textes bringt da wenig Farbe rein. Versteht man sowieso nicht.

11 Karpathia – Ancient Queen: 3 Punkte. Klingt wie das Original, nur etwas schneller und knackiger.

12 Ancestral Volkhves - With Strength...: 3 Punkte. Leider ist der Song schon ziemlich abgenutzt aber die Slowaken bieten eine coole Version mit Folkeinsprengseln und Frauengesang (Masha von ARKONA) in ihrer Muttersprache.

13 Mesmerized – Empty: 5 Punkte. Technisch lupenreine Death-Version des jüngsten Songs aus dem hier vertretenen Oeuvre. Eigentlich ist es nicht meine Richtung aber das hier klingt saugeil. Mein absoluter Favorit dieser Compilation.

14 Crionics - The Loss and Curse...: 3 Punkte. Klingt wie Original mit etwas mehr Biss.

15 Taake – I am the Black Wizards: 4 Punkte. Solide Version, die sich am Original orientiert. Cool sind die Beiträge der Gastmusiker Attila Csihar, Ivar Björnson und Björnar E. Nilsen.

16 Setherial – Inno a Satana: 2 Punkte. Klingt wie Original.

Unter dem Strich ist das Ergebnis Durchschnitt: 3 Punkte. Nicht schlecht aber auch nicht überragend. Die Death-Metal-Bands haben zumeist die besseren Ergebnisse abgeliefert. Schade, dass die letzten beiden Emperor-Alben mit jeweils nur einem Titel vertreten sind.
Zumindest die Aufmachung der CD im Jewel-Case ist liebevoll gestaltet: alle Texte sind abgedruckt sowie komplette Auflistungen der vertretenen Musiker.


Darkthrone Holy Darkthrone
Darkthrone Holy Darkthrone

4.0 von 5 Sternen Durchwachsen, 3. Dezember 2013
Rezension bezieht sich auf: Darkthrone Holy Darkthrone (Audio CD)
Ich muss gestehen, daß ich die CD eigentlich gekauft hatte, weil ich Fan der vertretenen Bands bin und weniger von Darkthrone selbst. Alles in allem ist das Tribute durchwachsen aber hier die einzelnen Bewertungen....

Satyricon: 5 Sterne. Durch die Interpretation im Stil von Extravaganza-Zeiten wird der Song noch geiler. Echt cool!
Enslaved: 3 Sterne. Solider Song aber auch nichts besonderes. E klangen damals halt noch nicht wie auf Vertebrae.
Thorns: 3 Sterne. Innovative Interpration im Stil vom Split-Album mit Emperor, ist aber stellenweise etwas sperrig.
Emperor: 5 Sterne. Rockt besser als das Original! (Zugegeben, ich bin Emperor-Fan.)
Dodheimsgard: 2 Sterne. Das Original finde ich schon nicht besonders und das hier nervt eigentlich nur.
Gehenna: 3 Sterne. Ähnlich wie bei Enslaved - solide aber nichts besonderes.
Gorgoroth: 5 Sterne. Ich kannte den Song schon vom Destroyer-Album und finde die Ästhetik geil. Innovativ und m.E. besser als das Original. (Geschmackssache halt.)
Immortal: 2 Sterne. Denen konnte ich noch nie was abgewinnen. Es rumpelt so vor sich hin.

Durchschnitt: 3,5 Sterne.

Ich halte die Neuauflage von 2012 in den Händen. Normales Jewel-Case, im Booklet sind sogar die Text, sonst nicht Besonderes. Der Immortal-Track ist hier einzeln drauf, nicht wie bei der Erstauflage als hidden track.


Hellstrom's Hive
Hellstrom's Hive
von Frank Herbert
  Taschenbuch

3.0 von 5 Sternen eine kleine Enttäuschung, 6. Juli 2013
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Hellstrom's Hive (Taschenbuch)
Nachdem ich die DUNE-Saga mehrmals verschlungen hatte, war ich gespannt, was FH noch geschrieben hatte. Der Plot von Hellstrom's Hive hatte mich sofort interessiert, da er auch wieder alternative Gesellschaftssysteme durchdenkt. Allerdings bewegt sich FH hier sehr an der Oberfläche der Erzählung und beschränkt sich nur auf den "kriegerischen" Konflikt zwischen Hellstrom und unserer Gesellschaft und Moral. Zugegebenermaßen bietet ein einzelner Roman natürlich auch weniger Platz als eine Reihe von 6-8 Büchern.

Diese Ausgabe von Corgi Books (1982) ist sehr schlecht gemacht. Ein bißchen mehr Mühe bei Seitenlayout und Tippfehlersuche hätte sich der Verlag geben können.


Le trône de la tragédie (Ulver tribute)
Le trône de la tragédie (Ulver tribute)
Preis: EUR 1,29

5.0 von 5 Sternen Unglaublich gut, 6. Juli 2013
Die Interpretation von SMOHALLA ist definitiv einer der Schätze auf dem ULVER-Tribute und die Band aus Frankreich wurde damit zu der Neuentdeckung für mich.
In Avantgarde versuchen sich ja viele Bands: viele enden dann in verkopften Spielereien oder belanglosen Outputs. Smohalla allerdings verknüpfen Black Metal mit vielerlei Einflüssen, von Jazz bis Ambient als wäre es das normalste der Welt und schaffen dabei ihre ganz eigene Sprache.

Echt gut!


Monument in Black
Monument in Black
Preis: EUR 16,99

5.0 von 5 Sternen Endlich wieder da!!!, 21. Mai 2013
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Monument in Black (Audio CD)
Durch die große Funkstille nach "Raw, Dark, Pure" dachte ich schon "Das war's. Wieder eine Ein-Tags-Fliege" aber weit gefehlt:
Das Warten hat sich gelohnt, denn Sonic Reign sind zurück und mächtiger als vorher. Sie verfolgen ihren Stil konsequent weiter aber schaffen wieder komplett eigenständige und vielschichtige Songs, die nicht nur eine Fortsetzung der ersten Platte sind. Wieder fällt es mir schwer einzelne Songs hervorzuheben aber der Titelsong ist definitv anzutesten.


Twin Peaks - Fire Walk with Me
Twin Peaks - Fire Walk with Me
DVD ~ Sheryl Lee

3 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Hatte mehr erwartet, 21. April 2013
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Twin Peaks - Fire Walk with Me (DVD)
Nachdem ich die Serie neugierig begonnen und nach kurzer Zeit wie ein Süchtiger aufgesogen hatte, wer ich natürlich auf das Prequel gespannt.
Leider muss ich mich dem Urteil vieler anderer Rezensenten anschließen: der Film ist eigentlich nur eine Zusammenfassung oder Bebilderung der Ereignisse, die man nach vielen spannenden Folgen der Serie selbst heraus findet. Manche Erzählstränge und Auftritte/Szenen wie von K. MacLachlan zB sind sogar richtiggehend überflüssig. Kurz: neue Erkenntnisse gibt es nicht und wenn, dann sind sie belanglos.

Wirklich gut transportiert/schildert er allerdings die Angst von Laura, die sie bis zu ihrem Tod erleiden musste. Da gibt es tatsächlich Stellen, die richtig gruselig sind.
Mehr ist es aber leider nicht.

Die DVD enthält nur den Film ohne Extras. auch Schade.


Umbriel (Das Schweigen zwischen den Sternen) lim. Digipac
Umbriel (Das Schweigen zwischen den Sternen) lim. Digipac
Preis: EUR 19,33

2 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Nocte vs. Dinner, 8. März 2013
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension Version 3.0 (12.3.2013)

"Umbriel" ist ein Album, das teilweise kaum mit Vorgänger-Alben zu vergleichen ist, dann aber doch unverwechselbar von Nocte stammt. Sehr abwechslungsreich stehen da Songs im mittleren Nocte-Tempo á la "Stille" neben überlangen Tracks wie auf "Sequenzen" oder Dinners "50 Sommer - 50 Winter".
Im Großen und Ganzen brauchen die Songs und damit die ganze CD eine Weile, bevor man sie sich erschließt. Es ist eben kein catchy Album, sondern manchmal etwas sperrig.

Sehr schön finde ich die instrumentalen Titel (insbesondere "01-86": Unendliche Weiten!!) und den Einsatz des Theremin. Im Allgemeinen ist der Klang ja ziemlich vorbelastet aber hier fügt er sich schön ein.

Zur Verpackung: Schöne Aufmachung, schöne Bilder mit kleinem Wermutstropfen: die Pappe vom Digipack ist ziemlich dünn, daher etwas knitteranfällig.

Sehr lesenswert und aufschlussreich sind die Liner-Notes, die eben doch manchmal gelesen werden. ;-)


Three Kingdoms - Der Krieg der drei Königreiche
Three Kingdoms - Der Krieg der drei Königreiche
DVD ~ Maggie Q

0 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
1.0 von 5 Sternen Grottenschlecht, 27. Januar 2013
Ich habe offenbar die Ehre als Erster diesem Film nur einen Stern geben zu dürfen, was ich hiermit gern tue. Obwohl es mir auch nicht soviel Spaß macht, da ich beim Schreiben an diese 2h vergeudete Lebenszeit denken muss.

*Achtung! Spoiler*

Dieser Film hat nichts von der Größe a la Tiger&Dragon oder The Banquet. Hier wird mal wieder eine historische Kulisse benutzt um große Kampf- und Schlachtszenen aneinander zu reihen, die durch überflüssige und peinliche Dialoge verbunden werden.
Mitten im Film macht die Erzählung einen Sprung von 20 Jahren, ohne Motivation, nur um den Helden eine "letzte, große Schlacht" zu ermöglichen. Gute und interessante Momente wie der königliche Berater am Anfang tauchen nie wieder auf und der Verrat des Freundes am Schluss ist total lieblos erzählt.

Keine Ahnung, wie man diesen Film auch nur im Ansatz interessant finden kann.


Eremita
Eremita
Preis: EUR 19,87

6 von 8 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Hammer!, 5. Juli 2012
Rezension bezieht sich auf: Eremita (Audio CD)
Endlich da und nicht im Mindesten enttäuscht!

Vorweg muss ich sagen, dass mir die Post-Emperor-Entwicklung von Ihsahn außerordentlich gut gefällt. Mit jedem Album spürte man die "schwarzen Wurzeln", aber er verharrt doch nicht bei überholtem Kitsch.

Nun also das vierte Opus: EREMITA ist ein Album, dass mich sofort gepackt und gefangen genommen hat. Die erste Hälfte erinnert an die ersten beiden Alben, die zweite Hälfte wird zunehmend avantgardistischer, die Liedstrukturen werden komplexer.
Auch auf diesem Album arbeitet Ihsahn wieder mit namhaften Gastkünstlern wie Devin Townsend, Jeff Loomis und nicht zuletzt dem bereits bekannten Jörgen Munkeby am Saxophon zusammen. Gerade Letztgenannter spannt einen Bogen zum letzten Album "After", das mir wiederum etwas zu steril und ruhig erschien, weniger griffig.
Und nun eine enorme Steigerung:
Auf EREMITA wird man als Hörer sofort von vermeintlich bekannten Sounds gepackt, aber gleich darauf belohnt uns Herr Tveitan mit genialem Songwriting, wunderbaren Gitarrensoli und abwechslungsreichen Ideen.
Zwischen ruhigen, düsteren Stimmungen (Catharsis) und groovendem Metal (Arrival) finden sich auch Anklänge aus Zeiten symphonischen BMs (Something out there) und neoklassischen Passagen (Grief).

Danke!
Kommentar Kommentar (1) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Jul 16, 2012 5:15 PM MEST


Verderbnis (Der Schnitter kratzt an jeder Tür)
Verderbnis (Der Schnitter kratzt an jeder Tür)
Preis: EUR 15,13

1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Mainz klingt und kracht, 26. Januar 2012
Was war das für eine Überraschung, als ich von dem neuen Album las. Hatte ich doch nach "Sequenzen" schon mit Nocte obducta abgeschlossen...
Cool!

Zunächst mal: Nein, es hat wahrlich wenig mit "Schwarzmetall" gemein. Gut so! (Wieso hängen eigentlich alle an diesem Album? Es war doch nur ein "primitives Zwischenstück". Typisch Nocte ist für mich was anderes.) Vielmehr weist das Album Parallelen zu den tatsächlichen Anfängen auf.
So erinnert mich "Niemals gelebt" sehr an den titletrack von "Taverne" und das verträumte Klavier am Ende von "Wenn ihr die Sterne seht" lässt Erinnerungen an "Lethe" aufkeimen. (*Seufz*) "Galgendämmerung" klingt an Stellen von "Obsidian" durch...

Ich bin sehr positiv überrascht von dem Ganzen, da es nicht einfach halbherzig eingeknüppelt wurde, sondern man doch an allen Ecken hört, dass sich die Herren viele Gedanken gemacht haben und frisch zu Werke gehen. Zum Glück ist die Produktion so gut, dass man dies auch mitbekommt.
Wenn man die Bandgeschichte betrachtet, kann man durchaus von einem zweiten Frühling (in dem Genre vielleicht Herbst?) sprechen. Es reicht sicher nicht an die bereits genannten Alben heran, aber es ist auch nicht das "schwächste Album von NO", sondern hat Hand und Fuß.

Selten hat eine CD so lang wie diese meinen Player blockiert...
Mal sehen, was noch so kommt.


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