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Beiträge von W. Walz
Top-Rezensenten Rang: 46.788
Hilfreiche Bewertungen: 2164
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Rezensionen verfasst von W. Walz "RW" (Rheinland)
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15 von 20 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen
Blu-ray-Veröffentlichung ist der Knaller, 18. Oktober 2012
Als großer Fan der Weihnachtsvierteiler und der Tatsache, dass man natürlich heute keinen jungen Menschen mehr den Hype der 60er und 70er Serien vermitteln kann (und natürlich eine Menge Verklärung beim Sehen mitschwingt), bin ich von der Blu-ray-Ausgabe des "Seewolfes" baff. Das hätte ich nicht gedacht, das Bild ist absolut auf Referenzniveau. Der 1971 gedrehte Vierteiler gibt sich über meinen 65 Zoll Panasonic keine Blöße (was natürlich auch der Tatsache geschuldet ist, dass "Der Seewolf" in 35 mm gedreht wurde). Da ärgert man sich doch nur, dass damals Herr Staudte die Kultminiserien nur in TV-Format 4:3 gefilmt hat. Schade! Als Anmerkung: das Bild ist selbst dann noch eine Granate, wenn man die Bildformattaste am TV betätigt (das Bild also/zwar damit beschneidet) und sich die Kartoffeldrückerei aufgebbläht in 16:9 ansieht. 5 dicke Sterne für die Umsetzung auf Blu-ray; für einen ebenfalls -für mich als Fan- günstigen Preis! Für alle Fans des Weihnachtsvierteiler somit absoluter Kaufzwang.
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5 von 7 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen
Französisch pur ! ; ... mit ziemlich beste Freundinnen, 17. September 2012
Der etwas einfältige, jedoch liebenswerte Anlageberater, in dessen riesigen Stadthaus, im oberen Stockwerk, sechs spanische "Gastarbeiterinnen" ihr klägliches Dasein fristen und sich in den kleinen Zimmern nach einer besseren Zukunft sehnen, lebt sein süßes Leben im Stile der 60iger Jahre Bourgeoisie. Die Gattin des Hausbesitzers, unzufrieden, verplant im Luxus lebend, hingegen untergründig suchend nach Zufriedenheit, bemerkt nicht, wie sich ihr Mann den "Fremdlingen" (an)nähert. Grund für die Annäherung ist eine der jüngeren Spanierinnen Stock drüber, die zugleich die vakante Stelle des Dienstmädchens antritt. Seine eher unaufdringliche, zuweilen steife Schwärmerei lässt die resolute Südländerin jedoch -anfangs- nicht zu. Der liebenswerte Kautz wird jedoch weiterhin im Kreise der gesamten lebenslustigen Mieterinnen der Dachetage herzensgut aufgenommen. Die entgegengebrachte Wärme gibt er zum Verdruss seiner Familie, Bekannten und Arbeitskollegen unverhohlen wieder. Monsiour Joubert (glänzend von Fabrice Luchini gespielt) verfällt ganz dieser Warmherzigkeit, fühlt sich so versetzt in den schützenden Schoße seiner toten Mutter und genießt wiederum als Erwachsener, hoch oben in einer der kleinen Dachkammern, eine nie geahnte Freiheit. Joubert wird Kind, zeitgleich auch Vaterfigur der sechs Spanierinnen. Sein Leben nimmt für ihn unerwartet eine bis dahin undenkbare Wendung. Folglich bricht er aus dem Korsett der Konventionen seiner Spießigkeit heraus, stellt sein bis dahin gesamtes Leben in Frage. Das alles, inkl. der kleinen sich anbahnenden Romanze, wird hier auf die einzigartige, eben auf die unnachahmliche französische Kinoart gezeigt, sprich: pure Leichtigkeit! Der Film entzückt und ist in seiner Geradlinigkeit und Einfachheit erschlagend; nach anfänglicher Startschwierigkeiten mit natürlicher Heiterkeit gefilmt, und zum Glück ohne großes komödiantisches Tohuwabohu. Und so zeigt dieses Stück französisches Kino wohltuend Menschlichkeit zu seinen Mitmenschen, ohne den üblichen großen Zeigefinger der Integration zu schwingen. Dicke 4 Sterne (und evtl. mehr), für einen trüben Sonntagnachmittag!
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3 von 8 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen
Fassbender meets Fassbinder, 17. September 2012
Abseits des gelungenen Themas, kokettiert der Film natürlich ungemein und erhält seine Spannung, einschl. des Hype um Fassbenders Riemenshow, durch den Voyeurismus des Zuschauers. Lässt man die Nähe der Kamera z.B. zum onanierenden Hauptdarsteller weg, lehnt sich nur an die Handlung, verliert der Film viel des Reizes. Die eindringliche Anfangssequenz in der U-Bahn, mit dem an Hans Zimmer orientierte Musicscore des Batman-Themas und in der Ähnlichkeit der musikalischen Dramaturgie an " Magnolia [Blu-ray]" erinnernd, hält nicht -für mich jedenfalls- den Spannungsbogen über die gesamte Filmdauer. Zu oft langweilte mich der Schnitt und einige endlos starr wirkende Kameraszenen (jenes mag vielleicht künstlerisch von Steve McQuenn gewollt, oder aber ist dem Budget geschuldet) langweilten abseits der gezeigten Charakterstudie. Gekonnt spielt der Film natürlich mit der alten Theaterattitude der beiden unterschiedlichen Geschwistern (er in sich gefangen, sie überbordend in ihren Gefühlen), aber auch hier meine Kritik, dass der ein oder andere Dialog nicht treffsicher gesetzt ist. Fazit: In der Ausarbeitung eines krankhaften Zwangs der Hauptperson (hier eben Sexsucht), der sich in den Verwerfungen und Verfehlungen des sozialen und kulturellen Großstadtdschungellebens zerreibt, in der neuen Anonymität des Internetzeitalters sein Selbst verliert, sein Senso sucht (z.B. Onanierszene mit Blick in den Spiegel), ist mir die filmische Aufarbeitung nicht so treffend gelungen, wie es uns der (Fassbender-)Hype des Films verspricht. Trotzdem, ein ansprechender Film und allemal sehenswert für den Kinobegeisterten, der abseits des Mainstream sein Steckenpferd pflegt. Und in der Ähnlichkeit der Charakterstudie auch zu Vergleichen mit " Black Swan [Blu-ray]", " The Wrestler [Blu-ray]" und evtl. auch Tom Ford's " A Single Man [Blu-ray]". 3,5 Sterne; mit der Anmerkung: ein Werner Fassbinderfilm des 21sten Jahrhundert.
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1 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen
Premiumkomödie ! ... auch durch einen excellenten Cast, 3. September 2012
Klasse Komödie !, die einen stillen Grundton anschlägt; sich somit merklich und mehr als wohltuend von den derben Schenkelklöpfer eines Ben Stiller oder Will Ferrell abhebt. Steve Carell spielt hier in der Tradition seines guten Filmes " Dan - Mitten im Leben! [Blu-ray]" oder vielleicht auch noch " Jungfrau (40), Männlich, sucht [Blu-ray]", den eher melancholischen Loser perfekt und wird von einem Spitzencast, mit Moore, Gosling, Stone, Bacon und Tomei, glänzend unterstützt. Die leichte Komödie hält also bravourös den Spagat und verkommt nicht zwischen platten Klamauk und dem sonst üblichen amerikanischen Genitalwitzzoten. Und Comedian Steve Carell setzt sich hier gekonnt vom Blödelimage ab (damit sein berufliches Weiterkommen, im fortgeschrittenen Westküsten-Hollywood-Alter, den Weg ebnet, um anspruchsvollere Rollen zu drehen? Hoffentlich!; ... also so wird das gemacht, lieber Ben Stiller!). Das etwas leicht inszenierte Screwball-Ende, mit seinen typischen Hollywoodverwechselungen, ist daher, in der ansonsten eher tragischen Familienkomödie, leicht zu verschmerzen. Fazit: 4 Sterne Komödie !; mit einem mehr als dümmlichen Coverbild, welches wieder den sonst so üblichen verdrehten und platten Sexspaß verspricht, hingegen der Film aber eine feine, spitzfindige Studie einer 25 jährigen Ehe aufarbeitet.
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8 von 11 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen
Du sollst mein Glücksstern sein, ..., 28. August 2012
lautete einst der deutsche Verleihtitel des Musical-Klassikers, der hier erstmals auf BD prima aufpoliert vorliegt. Als bestes Musical überhaupt wird auf der Rückseite des Covers "Singing' in the rain" angepriesen (was so nur stimmen mag, wenn man es aus der Sicht sieht, als die Studios noch das alleinige Sagen hatten; "West Side Story", "Anatevka" u.a Musicals der nachfolgenden "Hollywoodgenerationen" sind grandios(er), aber eben keine reinen Studioproduktionen des alten Hollywood, die zudem ihre Schauspieler unter Exclusivvertrag -oder Knebelvertrag?- hatten). So gesehen, mag man dann der Coverwerbung zustimmen; ist also "Singing' in the rain" das Hollywood-Studio-Musical schlechthin. Der Film liegt hier in der kompletten deutschen Synchro vor. Soll heißen: Erik Ode und Wolfgang Kieling leihen Kelly und O'Connor nicht nur ihre Stimmen, nein, sie schmettern auch das Liedgut dem Publikum in DEUTSCH entgegen. Das mag nun Geschmacksache sein, mir hingegen gefällt die Variante besser, indem der deutsche Dialog mit den amerikanischen Originalstimmen im Gesang einhergeht. Die deutschen Übersetzungen der Liedtexte sind oftmals auch noch -zum Original- sehr abwegig. Und zweitens, was mich eigentlich in dieser Synchroversion mehr nervt, ist die mehr "operettenhafte" Gesangdarbietung, hervorgerufen aus der Dekade des deutschen 50er-Jahre Musikgeschmacks. Die Lieder/Songs im Original dagegen bietet einfach mehr Schwung/Swing, mehr (Broadway-)Atmosphäre, da sie weitaus jazziger und viel authentischer, in der ihrer gespielten Improvisiertheit, rüberkommen. Natürlich, man kann den Film auch komplett im Original genießen, einschl. Untertitelzuschaltung; oder man wechselt mir der Audiotaste hin und her. Das alles ist jedoch eher nervend und stört den Sehgenuß. Fazit: Der Monoton der deutschen Version ist -den Umständen entsprechend- sehr gut gemastert, sowie das Blu-ray-Bild absolut keine Wünsche offen läßt. Besser geht es wohl wirklich nicht mehr und man kann somit der Restauration die volle Punktzahl zuweisen. Der Käufer macht also für den Preis -der Single-BD- nichts falsch. Einziger Wermutstropfen -für mich- eben nur, dass die "zweite" deutsche Synchro, mit Ode und Kieleing, aber dem amerik. Originalliedern nicht vorliegt; wie er so nämlich schon des öfteren in den letzten TV-Ausstrahlungen zu sehen war. Daher ein Pünktchen Abzug von mir.
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen
Be(er)drückende Studie einer gescheiterten Ehe, 26. August 2012
Spoilerkritik Wie sich eine anfängliche Verliebtheit und starke Zuneigung, hervorgerufen durch das Interessantsein der sozialen und charakterlichen Unterschiede, hier bindet, dann aber, durch den Alltag und etwaigen Lebenslügen beider sich das Verliebtsein (denn mehr ist die Romanze nicht; er liebt mehr die "Idee" der/nach Liebe; sie seine zuweilen ehrliche Einfachheit, sowie die Standhaftigkeit trotz des Schwangerseins durch ihren Ex) langsam zermürbt, die Protagonisten fortwährend zerfrisst, ist hier in der variationsreichen Schauspielkunst der beiden Darsteller authentisch am Realleben abgefilmt. Dabei sind die meist dokumentarisch eingefangenen Bilder der Kamera immer nah am Geschehen und das improvisierte Schauspiel -in den Gegenwartsszenen mehr als in den Rückblenden- entgleite nur wenig Goslin und Williams von der sehr frei geführten Regiearbeit. Dass dies nicht jedermanns Geschmack ist, scheint verständlich, doch die Studie von sich zweier "Entliebten", ist so in der Art selten abgelichtet worden. Die Sprachlosigkeit der Geschundenen, mit ihren seelischen Sackgassen, ist deshalb nicht mit der sonst üblichen Hollywood-Tragik-Love-Story zu vergleichen. Aus europäischer Sicht zählt man solche Werke deshalb eindeutig zum Autorenfilm und ist mir im Amazonranking dicke 4,5 Sterne wert. P.S. Wie nah der Regisseur hier in der eigenen Seelenkiste kramt, kann man nur erahnen; jedenfalls kommt Ryan Goslins ausrasierte Stirn so nah an das Aussehen von Derek Cianfrance heran.
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2 von 35 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen
Klopperfilm mit fragwürdigem Ende, 20. August 2012
Anfangs spannend inszeniertes "Boxerdrama" der etwas anderen Art, gleitet der Film gegen Ende hin doch noch ins typische Hollywood-Money-Family-HappyEnd. Fragwürdig das Ende, indem die Brüder zwar der Versöhnung entgegentreten (im wahrsten Sinne des Wortes), jedoch eben nicht ohne wiedereinmal das oft gesehene amerikanische Familienglück abzurunden. Und hier aber drastisch, denn die Messlatte kennt da wohl in Hollywood keine Grenze mehr, da sich die Keimzelle des Ur-Amerikanischen, sprich: die Familien, nun untereinander hemmungslos die Knochen brechen dürfen. Der amerikanischen Traum geht hier also vollends mit dem Schlachtruf "Für-big-money-absolut-alles-tun", gnadenlos -und dazu noch kitschig in der Abschlußattitude- in DVD-Erfüllung. Und der Rest an Thematik? Nun, jenes hab' ich, mit Verdruss, bisher in jeden sonstigen Sportfilm, aus der Küche des amerikanischen Heimatfilms, zum x-ten Mal gesehen (LLLLAANNGWEILIG). Eigentlich schade, denn der Film hätte potenzial. Der Australier Edgerton und der Engländer Hardy ergeben nämlich ein nettes Gespann; einzig der knorrige Nick Nolte scheint als Vater der zwei ungleichen Brüder mit der Rolle eines (Ex-)Alkoholikers, sowie der platten deutschen Synchronstimme, überfordert. Vielleicht ist die Rolle für ihn ja zu biografisch gewesen. (-; Fazit: Hätte es wenigsten die Wandlung gegeben, dass der Vater während des Kampfes schützend zwischen die Brüder gegangen wär, also mal das von den Brüdern erhoffte Herz gezeigt und ihnen deswegen -durch Disqualifikation- das Sieggeld nicht zugestanden hätte, die Familie aber durch des Vaters Handeln vereint und alle dann gemeinsam die Schwere des Alltags als Familie zu meistern, hätte ich evtl. 1 1/2 Sterne mehr gezückt. So aber, ist eigentlich nichts neues aus der Klopperecke gekommen, was eben nach "Rocky II" so zu Dutzend in Sportfilmen abgefilmt wurde. Das Motto: brüderlich die Fresse verhauen, Geld kassieren -auch wenn einer der Brüder auf der Strecke bleiben sollte; durch Behinderung oder evtl. Tod, sowie der Filmtatsache, dass einer der Brüder dazu noch Lehrer/Pädagoge ist- und somit glücklich vereint den Lorbeerkranz tragend, hat bei mir aus moralisch ethischen Gründen, nicht funktioniert. Daher nur 2 Sterne! P.S. Ob man nun die Klitschkos mag oder nicht, bei Ihnen wäre das -wie sie selbst immer versichern- ein No-Go (!); und ihre Mutter würde ihnen dazu noch die Ohren lang ziehen.
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8 von 11 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen
Starke erste Stunde wird von der zweiten Hälfte krass zersäbelt, 19. August 2012
Unausgegorene Dramaturgie eines Wahre-Begebenheiten-Films, der in der zweiten Hälfte von der Regie im Regen stehen gelassen wird. War die erste Stunde -für mich- noch packend inszeniert, rutschte der Film -also nach dem "Verschwinden" der stark spielenden Kirsten Dunst- kläglich ab. Gequescht versucht die Regie hier einen Spannungsbogen aufzubauen, der müde rüberkommt und so einfach nicht zur ersten Hälfte passt. Damit meine ich nicht die Story, sondern die Storyline. Es beschleicht einen das Gefühl, als würde man zwei unterschiedliche Schuhe tragen. Hervorgerufen evtl. auch von tatsächlichen Fall, wenn es sich denn nun alles so abspielte, da man nur erahnen kann, wie sich das -echte- Drama abgespielt haben muss. Andersherum aber weckt die Regie den Eindruck, dass vor dem Verschwinden, also vor der evtl. Tat, alles sich genauso abgespielt haben muss. Frage: Hat es das? Die zweite Hälfte passt also in der filmischen Handwerklichkeit eines Thrillers nicht zur ersten Stunde (auch, dass das Verschwinden von Dunst plötzlich aus dem Fokus des Geschehens verschwand und plötzlich die Skurrilität des Flüchtenden, mit seinem platten Auftragsmord, schlecht im Drehbuch platziert wirkt, stieß mir ärgerlich auf). Fazit: unausgegorenes Drehbuch mit einem überforderten Regisseur im Bereich "Ausarbeitung des Spannungsbogens" (was für einen Thriller wahrlich das Wichtigste ist). Daher nur maue 2 Sterne, für die in der ersten Stunde glänzend spielenden Darsteller Gosling und Dunst !
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1 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen
Im Endspurt fehlt den (Männer-)Herzen etwas die Puste, 19. August 2012
Netter Teil 2, dem jedoch die beschwingte Leichtigkeit des Vorläufers fehlt und den Charme der einzelnen Charakteren, mit ihren Macken und Eigenarten, aus Teil 1 wenig ausbaut. Schade auch, dass man die gut angelegte Rolle des Wotan Wilke Möhring so verhungern ließ. Dennoch, ein kurzweiliger Spaß und als Fan des ersten Teils allemal sehenswert; jedoch sollte Verhoeven keinen dritten Teil folgen lassen.
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1 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen
Beeindruckender Gosling in der Bibervariante, 18. August 2012
Wie schon Mel Gibson in Jodie Fosters " Der Biber [Blu-ray]", rettet sich hier der introvertierte Lars nur über seine (Sex-)Puppe Bianca in den Alltag. Das dabei nicht nur seine Familie (Bruder, Schwägerin), sondern der ganze Bekanntenkreis, einschl. der kompletten Kleinstadt (Arzt, Pfarrer und letztlich sogar das ganze Krankenhaus) diese Posse mitträgt, ist in der filmischen Umsetzung natürlich so nur im Film möglich; trotzdem schön anzusehen. Letztlich ist der Film ein Plädoyer für ein soziales Zusammenleben und die Macke Lars entpuppt sich als tiefe Depression. Das Werk von Regisseur Gillespie (" Fright Night [Blu-ray]") geht also geradlinig und mit viel Ruhe, sowie einem tollen Mimikspiel Goslings, trotz der kargen winterlichen Location, schnurstracks auf ein HappyEnd zu; zählt also in der abgebildeten "Trostlosigkeit" und den leichten Grundtönen einer Komödie zu den "Feel-good-Filmen", in dem nicht nur Lars, sondern der große Bruder nicht minder (s)eine Läuterung erfährt. Fazit: Wie der in der Garage wohnende 27jährige Lars dies meistert -die Brücke also vom kindlichen ins Erwachsenenleben mutig schlägt- ist hier absolut sehenswert (und ein evtl. befürchtetes Overacting des Hauptdarstellers wird von Gosling und der Regie wohlwollend vermieden). Zum Kultfilm (thematisch: Sinnsuche/Angstbewältigung/Generation/Jugend) a'la " Die Reifeprüfung - StudioCanal Collection [Blu-ray]" oder " Harold und Maude - SZ-Cinemathek" reicht es allerdings nicht (da fehlt doch ein wenig der Feinschliff; Dialog, Kamera, Musik, etc.), aber allemal satte 4 Sterne wert.
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