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Rezensionen verfasst von
Literator

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Dobrek Bistro Feat. David Krakauer
Dobrek Bistro Feat. David Krakauer
Wird angeboten von GMFT
Preis: EUR 14,77

1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Gelungene Verbindung, 29. Dezember 2015
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Dobrek Bistro Feat. David Krakauer (Audio CD)
Eine hervorragend gelungene Verbindung zwischen Klezmer und Jazz. Besonders schön zu hören ist, wie der Klezmer hier beschwingt und leichtfüßig daher kommt. Musikalisch und aufnahmetechnisch lässt die Platte für mich nichts zu wünschen übrig.


Israel ist an allem schuld: Warum der Judenstaat so gehasst wird
Israel ist an allem schuld: Warum der Judenstaat so gehasst wird
Preis: EUR 15,99

12 von 17 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Wie die Alten, so die Jungen?, 14. Juni 2015
Das Autorengespann Hafner/Schapira hat ein brillantes, kenntnisreiches, witziges und manchmal zynisch-bitteres Buch geschrieben. Es ist allen zu empfehlen, die noch souverän genug sind, Korrekturen an einer möglichen eigenen schiefen Sichtweise vorzunehmen oder die mehr über Struktur und Systematik von bösartigen Vorurteilen wissen wollen oder aber die einfach nur interessiert sind an der politischen Gegenwart.

Mein Fazit: Die allgemeine Sprachlosigkeit angesichts der weitverbreiteten Hetze gegen den israelischen Staat ist vor allem ein Problem von uns nichtjüdischen Deutschen. Lassen wir das weiter zu, stehen schweigend daneben und sehen zu, wie die wenigen Juden in diesem Land immer mehr isoliert werden oder antworten wir zur Abwechslung mal mit einem massiven Kontra? Das Buch hilft bei der Entscheidungsfindung.

Abschließend noch eine Bemerkung zu dem Kommentator aus dem „Türsteher“-Milieu, der meint, bei den meisten positiven Rezensionen zu diesem Buch seine Tiraden hinterlassen zu müssen mittels der beliebten Masche: Sucht euch gefälligst aus meinen Links meine (kruden) Argumente zusammen. Ich empfehle: Einfach nicht beachten, Antisemitismus ist eine Krankheit, die auch mit den besten Argumenten nicht geheilt werden kann.
Kommentar Kommentar (1) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Jun 14, 2015 11:12 PM MEST


Mystic River (detebe)
Mystic River (detebe)
von Dennis Lehane
  Broschiert
Preis: EUR 11,90

1 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen Abteilung Küchenpsychologie, 1. Januar 2015
Rezension bezieht sich auf: Mystic River (detebe) (Broschiert)
Hier hat sich einer nach allen Regeln der Kunst verheddert in einem Gemisch von ständig neuen unglaubwürdigen Konstruktionen und Kniffen, die hauptsächlich aus der Abteilung Küchenpsychologie stammen. Dabei war der Autor in seinem früheren Leben „therapeutischer Berater“, doch das heißt halt nichts.

Anscheinend glaubt Lehane, das Rezept mit den heutzutage beliebten Zutaten wie Missbrauch, Pädophilie und Gewalt etc. reicht aus, um einen neuen Umsatzbringer auf den Markt werfen zu können. Abgerundet wird das Ganze durch ein überstürzt wirkendes Ende, das große Ähnlichkeit mit einem drittklassigen Hollywood-Film zu haben scheint.

Kurz und schlecht: Die Schreibe selbst ist zwar gut, die Logik aber haarsträubend, sodass das Ergebnis insgesamt verdrießlich stimmt.


Das Israelpseudos der Pseudolinken
Das Israelpseudos der Pseudolinken
von Michael Landmann
  Broschiert
Preis: EUR 13,50

16 von 17 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Reaktionäre Solidarität, 7. März 2014
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Eins vorweg: Das Buch von Michael Landmann ist niederschmetternd in seiner frühen Erkenntnis und treffenden Analyse einer politischen Linken, die sich erfolgreich grundlegender emanzipatorischer Inhalte entledigt hat.

Die neue Linke ist erheblich näher dran am Antisemitismus, als man sich das bis dato vorstellen konnte. Dass an der ersten Selektion von Juden und Nichtjuden nach dem Ende des Faschismus sogenannte Linke aus der linksextremen Gruppe „Revolutionäre Zellen“ beteiligt waren, hat man damals (1976) nur mit einem schwächlichen Schulterzucken und verhaltenem Kopfschütteln beantwortet. Dabei war dies ein mehr als deutliches Zeichen ihres sich schnell wandelnden Selbstverständnisses.

"Israelkritik“ ist heute bei fast allen Linken und Grün-Alternativen – aber auch in der breiten Mitte – eine Selbstverständlichkeit. Fast niemand macht sich die Mühe, unvoreingenommen die historische Entwicklung nachzuverfolgen, die zur heutigen Situation geführt hat. Eine kritische Sicht auf arabische Palästinenser ist faktisch nicht vorhanden. Deren eliminatorischer Antisemitismus wird negiert in einer Mischung aus Bequemlichkeit, verkitschter Vorstellung und dem Verlangen nach einer „revolutionären“ Bewegung, die eigene, simple Projektionen bedient. Deren behauptete Opferrolle wird in keiner Weise infrage gestellt, zugleich wird damit die Zukunft der nächsten heranwachsenden Generation dieser Zielgruppe auf immer dieselbe Rolle festgeschweißt. Die deutsche und internationale Linke macht mit, und fixiert dies mit einer als infantil zu bezeichnenden „Solidarität“.

Landmann hat das alles gespürt und dagegen angeschrieben. Er konnte einfach nicht glauben, dass seine Genossen in ihrer großen Mehrheit dermaßen vom Wahn der Irrationalität besessen waren. So plump kann die Welt doch nicht sein, es muss doch für plausible Argumente zugänglich sein! Sind denn alle verrückt geworden? Ja, so unglaublich es klingt, manche Dinge sind simpel, dass es weh tut. Einer der Gründe, warum viele Juden zu Beginn des III. Reiches scheinbar wie gelähmt waren, taucht hier wieder auf. Dass Logik, Menschlichkeit und Freundschaft plötzlich ohne jeglichen Wert sind, war etwas, was einfach nicht real sein konnte. Die meisten glaubten, den massiv zunehmenden Drangsalierungen durch bisher bewährtes „Aushalten“ begegnen zu können. Es war einfach nicht vorstellbar, dass sich Nachbarn, Bekannte und Freunde abwenden, diese sich plötzlich als Psychopathen entpuppen könnten.

Der Antisemitismus von heute versteckt sich unter dem Deckmäntelchen „Israelkritik“ und die Ausgrenzung gilt an der Oberfläche nicht den „Juden“ sondern den Zionisten und vor allem der Verwirklichung ihres Zieles: Israel. Diesen Projektionen und Übertragungen gilt es nicht nur zu widerstehen sondern diese sind so lange scharf zu kritisieren bis nicht mehr das Existenzrecht dieses Staates infrage gestellt wird und eine Kritik [oder Nörgelei] an Israel sich in nichts mehr unterscheidet von einer solchen an einem x-beliebigen anderen demokratischen Staat.
Kommentar Kommentar (1) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Feb 4, 2015 12:10 AM CET


Die Rothschilds: Eine Familie beherrscht die Welt.
Die Rothschilds: Eine Familie beherrscht die Welt.
von Tilman Knechtel
  Gebundene Ausgabe
Preis: EUR 22,95

25 von 84 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
1.0 von 5 Sternen Wirres Gestammel, 12. Januar 2014
Der Verschwörungsneurotiker und Antisemit Tilman Knechtel gibt hier Auskunft über seine Obsessionen und will für sein wirres Gestammel 22,95 EUR haben. Wer diese Tiradensammlung neu kauft, ist schon genug bestraft. Mein Tipp: Abwarten, bis es das Geschreibsel auf dem Ramschtisch für 0,95 EUR oder noch weniger gibt.


Paragon Festplatten Manager 12 Suite [Download]
Paragon Festplatten Manager 12 Suite [Download]

2 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Umfangreiches professionelles Imageprogramm, 28. Januar 2013
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Ich habe bisher TrueImage benutzt und bin jetzt bei FM gelandet. Im Vergleich finde ich FM deutlich professioneller. Die Oberfläche macht zunächst einen recht unstrukturierten Eindruck, da ist TI besser aufgestellt. Doch bei FM habe ich in einem(!) Programm deutlich mehr Möglichkeiten, zumindest wenn man sich näher mit dem Programm beschäftigt. Seltsam, dass Paragon das unter einer etwas hausbackenen Oberfläche zu verstecken versucht.

Die in diesem Umfeld geäußerten negativen Bewertungen sind nicht nachvollziehbar. Ich habe den Eindruck, dass hier Amateure glauben, ein Image-Programm ersetze sauberes Arbeiten und einen sauber aufgesetzten Rechner. Dem ist logischerweise nicht so, einen vermurksten PC kann auch das beste Programm nicht "reparieren". Es ist außerdem wenig sinnvoll, dass Leute, die nicht wissen, was ein Imageprogramm zu leisten vermag und was nicht oder gar nur rudimentäre PC-Kenntnisse haben, ein solches Programm verwenden. Die Gefahr, dass der ganze Rechner in Abgrund gefahren wird ist nämlich nicht gerade gering. Daran sind die Hersteller allerdings nicht ganz unschuldig.

Was ich mir für die Zukunft wünsche ist vor allem, dass Paragon nicht wie Acronis anfängt, das Programm zu verbarrikadieren. Dazu zählt für mich z.B. eine Aktivierungspflicht, wie sie bei TI2013 eingeführt worden ist. Dann muss ich mich wieder nach weiteren Alternativen umsehen. Es ist zwar verständlich, dass sich Hersteller gegen Raubkopien schützen wollen. Für mich als Verbraucher ist aber auch eine zusätzliche Installationsmöglichkeit auf dem Laptop eine unabdingbare Voraussetzung. Außerdem möchte ich bei einer Notfallwiederherstellung nicht, wie bei TI schon einmal geschehen, nach Seriennummern abgefragt werden. [Vor allem dann nicht, wenn sich diese Informationen auf dem soeben versenkten Rechner befinden.] :-)

Einige Nachteile sind mir aufgefallen:
- Die Anzahl der notwendigen Bestätigungen für diverse Schritte muß noch weiter reduziert werden.
- Günstig wäre, wenn ich diverse Sicherungen (MBR, System_DRV, System) unter einem einzigen Begriff/Befehl zusammenfassen könnte, wenn ich quasi ein Script anklicken könnte statt mehrerer Auswahlfelder.
- Beim Start von CD/USB ist mir sehr unangenehm aufgefallen, dass die Information über das wiederherzustellende Archiv nur dessen Titel anzeigt, Datum und Größe jedoch unterschlägt. In meinen Archivnamen benutze ich nur einen Hinweis auf die Partition und Betriebssystem sowie eine manuelle Versionierung. Hier muss dringend nachgebessert werden.


True Image 2013 by Acronis
True Image 2013 by Acronis

7 von 9 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen Tschüss Acronis, 20. Januar 2013
Rezension bezieht sich auf: True Image 2013 by Acronis (DVD-ROM)
Seit etlichen Jahren kaufe ich die jeweils neuesten Acronis-Produkte TrueImage und DiscDirector. So auch vor kurzem das Update auf TI 2013. Zu meinem Erstaunen muß ich feststellen, dass ich jetzt nach der neu eingeführten Aktivierung bei Benutzung auf meinem Laptop jedesmal die Lizenz verschieben muß. Natürlich kann hier jeder Hersteller sein eigenes Lizenzmodell gestalten. Allerdings behalte ich mir dann auch eine entsprechende Reaktion vor, falls eine für mich rote Linie überschritten wird und das ist jetzt bei dem neuesten Upgrade der Fall.

Acronis hat in den letzten Jahren unübersehbar daran gearbeitet, dass seine Produkte nur in einem sehr engen Toleranzbereich benutzt werden können. Leider hält m.E. die Qualität nicht ganz mit. Zwei Beispiele: DiskDirektor 11 (aktuell) erkennt bei meinem Rechner unter laufendem Win7 bzw. Win8 zwar meine GPT-Laufwerke, doch können diese nicht bearbeitet werden obwohl dies in den Spezifikationen aufgeführt wird. Bearbeitet werden können sie nur, wenn ich von CD oder USB-Stick boote. Eine diesbezügliche Anfrage beim Support blieb unbeantwortet.
Bei TrueImage 2011+2013 funktioniert der Recovery-Vorgang aus dem laufenden Betrieb nicht. Nach der Vorbereitung wird ein automatischer Neustart in Gang gesetzt (soweit ok), doch die Wiederherstellung setzt nicht ein sondern das unveränderte Windows wird neu gebootet. Auch hier vermute ich einen Zusammenhang mit meinen GPT-Laufwerken. Als Ausweg bleibt wieder nur das Booten von CD/Stick.

Sicher herrschen bei mir spezielle Bedingungen, doch selbst dann muß das Programm reibungslos funktionieren. Ein weiterer Kritikpunkt ist, dass Acronis gerne mal wichtige Funktionen im zusätzlich kostenpflichtigen PlusPack auslagert (z.B. GPT-Erkennung bei TI2011). Für die Praxis ist es auch sehr lästig, dass für Partitionierung und Imageerzeugung jeweils ein eigenes Programm gestartet werden muß.

Angesichts der verstärkten Gewinnmaximierung und der hinterherhinkenden Qualität kann ich dem Produkt leider nicht mehr als zwei Sterne vergeben. Ich möchte jetzt nicht den Eindruck erwecken, dass die Programme nichts taugen. Ganz im Gegenteil: TI hat mich schon oft vor dem IT-Weltuntergang gerettet. Doch die Konkurrenz schläft nicht: Ich bin jetzt bei Paragon FM12 gelandet und siehe da: GPT-Laufwerke werden erkannt, die Wiederherstellung nach dem obligatorischen Neustart funktioniert auch und das alles in einem Programm. FM12 hat klar die Nase vorn.


Der dunkle Wächter: Roman
Der dunkle Wächter: Roman
von Carlos Ruiz Zafón
  Taschenbuch

6 von 7 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
1.0 von 5 Sternen Deprimierend., 11. November 2012
Rezension bezieht sich auf: Der dunkle Wächter: Roman (Taschenbuch)
Wie kann man bloß ein solches Buch nochmals veröffentlichen? Um noch möglichst viel von der Popularität von "Der Schatten des Windes" abzuschöpfen und ein paar Tausend Euros zusätzlich einzufahren? Selbst für einen mittelmäßigen Debütanten ist das ein unbefriedigender Einstieg.

Zitat aus einer 5-Sterne-Rezension: "So handelt es sich bei 'Der dunkle Wächter' um einen großartige[n] Spannungs-/Fantasyroman für Jugendliche ab 12 Jahren, der auf seinem hohen Sprachniveau auch Erwachsene bestens unterhält."

Ist das eine reine Gefälligkeits-Rezension oder ist das Satire? Vermutlich nicht. Dieser Sammlung von sprachlichen Unbeholfenheiten ein solches Attest auszustellen ist mir unbegreiflich. Mit Ach und Krach könnte ich ja noch die Attribute "spannend" oder "gute Unterhaltung" zähneknirschend akzeptieren aber nicht eine solch absurde Lobhudelei. Da fehlt mir jeglicher Anknüpfungspunkt. Schwarz bleibt schwarz und wird nicht weiß, bloß weil fünfzig oder noch mehr Leute das so sehen wollen.

Das Buch ist außergewöhnlich schlecht geschrieben – auch für ein Jugendbuch. Für mich ein Grund, auf Werke von Zafón in Zukunft zu verzichten. Sein letztes Werk war gut, doch wenn er, ohne rot zu werden, meint, seine frühen Ergüsse seien für ein Recycling auch heute noch gut genug, muß er diese Vorhaben künftig ohne meinen Obolus fortsetzen.


Ich bin Legende
Ich bin Legende
von Richard Matheson
  Taschenbuch

2 von 13 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
1.0 von 5 Sternen Zum 1., zum 2. und zum ..., 26. Juli 2012
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Ich bin Legende (Taschenbuch)
Den positiven Beurteilungen dieses Buches kann ich leider keine weitere hinzufügen. Ein Vergleich mit Bram Stokers ,Dracula' ist völlig unangemessen. Stoker kann schreiben, Matheson kann es nicht. Er reiht eine Grobschlächtigkeit an die nächste, nicht die leiseste Spur einer Fähigkeit, Dinge in ihrer möglichen Vielgestaltigkeit zu schildern. Ist die Hauptgeschichte trotz der durchaus interessanten Ausgangsidee schon mißlungen, trifft dies erst recht auf die angehängten 10 Kurzgeschichten zu. Eine davon, die kürzeste, ist noch akzeptabel, der Rest ist stilistischer Schrott. Kostprobe: ... wobei sein Lächeln eine perfekte Verkörperung von Mitgefühl und Willkommen zur Schau stellte, während seine Stimme vor wohlkalkulierter Ehrerbietung triefte."

So geht es das ganze Werk durch. Der Schreiber gleicht einem Boxer, der stupide immer nur mit einem weiten Schwinger die immergleiche Stelle des Sandsackes traktiert. Kein Tänzeln, keine Finten, keine Taktik, geschweige denn ein Wechsel derselben. Am Ende liegt der Leser, die letzten 100 Seiten immer schneller überfliegend, am Boden. Der Hau-Drauf Matheson siegt durch technisches K.O.


Himmelssturz: Roman
Himmelssturz: Roman
von Alastair Reynolds
  Taschenbuch
Preis: EUR 9,95

16 von 18 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Von wegen langweilig ..., 7. September 2011
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Himmelssturz: Roman (Taschenbuch)
Ein schönes Beispiel dafür, dass man mit der Formel >Gute/schlechte Rezensionen = gutes/schlechtes Buch< manchmal vollkommen daneben liegt. In diesem Fall bieten sie leider nicht einmal einen groben Anhaltspunkt. Und das ist das mindeste, was ich(!) von einer guten(!) Rezension erwarte, gleichgültig ob sie negativ oder positiv ausfällt - deshalb null Punkte für die bisherigen Rezensenten. Wenn ich diese fast durchgehend negativen Bewertungen gelesen hätte ohne etwas von Reynolds zu kennen, wäre mir dieses Buch wahrscheinlich nicht in die Finger gekommen und mir wäre ein großartiges und spannendes Buch entgangen. Daniel Defoe hat mit Robinson Crusoe ein Stück Weltliteratur geschrieben. Die Kritiken dieser scheinbar völlig übersättigten Rezensenten wären bei ihm wohl ähnlich vernichtend ausgefallen: Langweilig, kommt nicht in Schwung, spannungslos, eingleisig ("keine Parallelgeschichte") usw., usw.

Genug geschimpft, worum geht es?

"Mitte des 21. Jahrhunderts hat sich im erdnahen Orbit eine blühende Industrie entwickelt. Riesige Raumschiffe fangen Kometen ein, um ihre Rohstoffe auszubeuten ... (Klappentext)" Da verlässt der Saturnmond Janus plötzlich seine Bahn und nimmt mit stetig zunehmender Geschwindigkeit Kurs auf einen Punkt weit außerhalb des Sonnensystems. Das am nächsten gelegene Verarbeitungsschiff Rockhopper bekommt den Befehl, sich Janus zu nähern und eine Untersuchung einzuleiten. Welches Risiko darf für die Erforschung des vermutlich künstlichen Mondes eingegangen werden? Die Annäherung und Landung auf Janus funktioniert, doch die Untersuchung nimmt mehr Zeit in Anspruch als geplant. Es kommt zu einem Unfall, eine gravierende Fehleinschätzung bei der Wegbewegungsgeschwindigkeit führt zu einem massiven Konflikt und es kommt zu einer Revolte auf dem Schiff. Der Kontakt zur Erde bricht ab. Die Besatzung muss sich entscheiden für das Ausharren und einen völlig ungewissen Ausgang der Reise oder dem Versuch, Janus zu verlassen und eine Rückreise anzutreten. Letzteres wird aufgrund der begrenzten Treibstoffe und ohne realistische Aussicht auf das Eintreffen von Hilfsschiffen von der Erde in einer absehbaren Zeit als sicheren Untergang verworfen. Die Entscheidung fällt für Bleiben (hätte ich auch gemacht!) und man beginnt unter sehr schlechten Bedingungen Janus genauer zu erforschen und kämpft gleichzeitig um das Überleben in einer extrem unwirtlichen Umgebung. In drei Zeitsprüngen (2057, 2059, 2090) wird das Fortschreiten der Ereignisse geschildert und die Reise ist noch lange nicht zuende ...

Bemängeln könnte man, ob die Auseinandersetzungen auf dem Schiff in ihrer Unerbittlichkeit nicht hätten anders verlaufen können. Und ob das Ende nicht etwas zu dicht vollgepackt worden ist. Doch der Ablauf der Ereignisse wird von Reynolds packend und realistisch geschildert, wer das nicht spannend findet hat sich den literarischen Magen gründlich verdorben. Es gibt im übrigen sehr wohl eine Paralellgeschichte, die angenehm zurückhaltend ein paar wichtige Hintergrundinformationen für den Fortgang und das Ende der Geschichte liefert.

Mein Fazit: Ein ungemein spannende und gut erzählte Science-Fiction-Story.


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