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Rezensionen verfasst von
David Ehl
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KMECKA OHCET
KMECKA OHCET

4.0 von 5 Sternen Sehr, sehr unterhaltsam!, 10. Oktober 2013
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: KMECKA OHCET (Audio CD)
Die Geschichte, wie ich Katalena kennenlernte, ist von einer herrlichen Handvoll Unwahrscheinlichkeiten bestimmt: Im Spätsommer 2013 war ich mit meiner Freundin zwischen Belgrad und Wien unterwegs. Nach einigen schönen Tagen in Kroatien überquerten wir die slowenische Grenze, hinter der unser erster Point of Interest die Höhlen von Skocjan waren. Die zugegebenermaßen ziemlich schlechte Karte in unseren Rucksäcken schlug Postojna als geeignetes Basislager vor. Weil unser Zug dort erst spät ankam, wählten wir die sehr zentral gelegene Jugendherberge als Übernachtungsdomizil aus. Als wir tags drauf von unserer Tour nach Skocjan zurückkehrten, und abends noch etwas unternehmen wollten, schlug uns der Rezeptionist vor, zum Konzert zu finden. Wegen des Wetters war es nach drinnen verlegt worden, und so hatten wir Glück, dass wir ein paar älteren Damen zum Gemeindehaus hinterherdackeln konnten, wo dann schließlich Katalena auf der Bühne stand.

Diese Band auf die Besetzung Gesang / Gitarre / Keys / Klarinette / Bass / Schlagzeug zu reduzieren, wäre nicht fair. Auch live wurden andauernd die Instrumente gewechselt, Percussion und Backgroundgesang machte sowieso jeder, und wir sahen und hörten von Mandoline über Maultrommel und Okarina bis zur Singenden Säge allerhand Kuriositäten.

Katalena hat einen sehr gefestigten eigenen Stil, und dennoch klingt kein Lied wie das andere. Hier sind Profis am Werk, die nicht nur wissen, WAS sie spielen, sondern auch WIE. Selbiges beim Songwriting: Ein Stimmungswechsel kann mal hypnotisch über drei Minuten gestreckt werden, genauso gut aber auch als schroffer Break erfolgen.

Ich wollte mir einige Wochen nach der Reise dann eine CD der Band kaufen und entschied mich für Kmečka Ohcet. Ich bin ohnehin überzeugt, dass alle Alben klanglich und musikalisch von konstanter Qualität sind. Kmečka Ohcet war also eine gute Wahl, und auf knapp 50 Minuten ziehen die sechs Slowenen wie zu erwarten alle Katalena-Register. Die Musik bewegt sich immer auf einem Grat zwischen Folklore, verschiedensten Stilen der Popmusik und oft genug einem beherzigten Griff in die progressive Wunderkiste. Gesungen wird ausschließlich auf slowenisch, und auch wenn die Musik manchmal Bilder von Tänzern in volkstümlicher Tracht hervorruft, klingen Katalena niemals altbacken.

Einzelne Songs oder Musiker hervorzuheben macht bei dieser Band keinen Sinn. Die Sängerin, auch wenn sie ihre Sache gut macht, gefällt mir selbst klanglich und expressiv nicht allzu gut. Aber das ist ja letztendlich Geschmackssache...

Das Album läuft, am Stück gehört, sehr flüssig durch und bietet eine homogene Dynamikkurve. Von der Höchstnote muss ich dennoch einen Punkt abziehen, da verschiedene langsame Teile mir dann doch einen Tick zu fad sind. Ihre Existenzberechtigung mag zwar in den darauffolgenden Steigerungen liegen, dennoch wäre hier manchmal weniger mehr gewesen. Ich empfehle, vor dem aus Deutschland dann doch recht teuren Kauf (zumindest bei Neuware) sich ein bisschen in den eigenwilligen Stil der slowenischen Band reinzuhören. Das Sextett ist sicher nichts für ungeduldige Ohren, aber wer sperrige Musik mag, wird auf jeden Fall belohnt.


The Raven That Refused to Sing (Limited Edition)
The Raven That Refused to Sing (Limited Edition)

4 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Besser geht es kaum!, 3. März 2013
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Steven Wilson hat sich unglaublich weiterentwickelt, und so ungern ich das auch sage, seine Solowerke stehen mittlerweile qualitativ weit über seinen Outputs mit Porcupine Tree. "The Raven That Refused To Sing" ist nach dem experimentellen "Insurgentes" und dem expressiven wie verträumten "Grace For Drowning" sein drittes Soloalbum. Wilson hat sich in den letzten Jahren einen guten Ruf mit neuen (5.1-) Abmischungen klassischer Prog-Alben verschafft, und so erscheint seine Herangehensweise an sein neues Album geradezu logisch: Mit einer Band aus Weltklassemusikern [Nick Beggs (bass), Guthrie Govan (git), Adam Holzman (keys), Marco Minnemann (drums), Theo Travis (winds)] hat er die sechs Titel innerhalb einer knappen Woche live eingespielt, der legendäre Alan Parsons saß an den Reglern.

Das Ergebnis ist die logische Weiterentwicklung der ersten beiden Soloalben, geschrieben vom sich immer weiter steigernden Steven Wilson, vorgetragen von einer großartigen Band. Der Mix ist wie bei Wilson üblich sehr ästhetisch, Mastering hat er zugunsten größerer Dynamik einfach mal sein lassen – warum auch nicht? Das komplette Album ist sound- wie songwritingmäßig aus einem Guss – in dieser Kohärenz dürfte eine seiner großen Stärken liegen. "The Raven That Refused To Sing" ist ein Konzeptalbum: Jeder der sechs Songs greift eine "Ghost Story" auf.

1. Luminol war schon auf der "Get All You Deserve" DVD von 2012 zu hören und ist ein großartiger Opener, der Stevens Berührung mit King Crimson nicht verleugnen kann. In zwölf Minuten ist Zeit für einen energetischen Uptempo-Teil mit fetzigem Bassriff, clusterartigen A-Capella-Gesang, einen lyrisch-balladesken Part, Mellotron-Breitwände (übrigens vom originalen King Crimson-Mellotron das u.A. auf "In The Court Of The Crimson King" zu hören ist), und wieder eine Reprise des Uptempos.

2. Drive Home klingt, vor allem im Refrain, als hätte Steven Wilson es für Blackfield geschrieben. Eine schöne langsame Nummer, wunderbares Intro, schwebendes Tenorsaxophon, aber insgesamt im Vergleich zu den anderen Nummern etwas seicht.

3. The Holy Drinker vereint dann wieder alle guten Tugenden Wilsonscher Musik: Ein etwas zurückhaltender Zehnminüter, der aber auch schonmal zeigt, wo der Hammer hängt. Einheitlicher und zusammenhängender als Luminol, mit großartigen Motiven und einer großartig rockenden Klimax.

4. The Pin Drop ist dann schon gleich der nächste Höhepunkt – und definitiv zu laut um die Stecknadel fallen zu hören. Das kürzeste Stück des Albums schiebt im Mid-Tempo-Bereich kräftig nach vorne und konzentriert auf engerem Raum genauso viele gute Einfälle und Melodien wie seine Albumnachbarn.

5. The Watchmaker ist mir nach den bisherigen ca. 8 Durchläufen noch am wenigsten im Ohr geblieben, was aber kein Argument gegen seine Qualität sein soll. Der Elfminüter reiht sich problemlos ins Album ein und weiß auf ganzer Linie zu überzeugen.

6. The Raven That Refused To Sing ist eine sehr stimmungsvolle Ballade. Bereits vor ein paar Wochen war das großartige Video im Internet zu sehen. Der Titeltrack weist weniger monumentale Einprägsamkeit wie die Balladen des Vorgängeralbums auf, bringt aber stattdessen wunderschöne Melodien und einen groß angelegten Spannungsbogen mit sich.

Die beiliegende DVD beinhaltet einen 5.1-Mix des Albums (den ich bisher noch nicht gehört habe), Bildergalerien mit Artworks von Hajo Müller (zum Teil sehr schön) und Fotos aus dem Studio von Lasse Hoile (in gewohnter Ästhetik). Außerdem gibt es eine Studio-Documentary, ebenfalls von Lasse, die definitiv nett anzusehen ist, das sollte für die meisten Fans schon als Kaufgrund der Limited Edition gegenüber der Standardversion genügen...

Fazit: Ein weiterer Meilenstein in Steven Wilsons Werk. Neben "The Raven That Refused To Sing" kann so manche ältere Wilson-Platte schonmal alt aussehen – wer waren nochmal Porcupine Tree?


I'm With You
I'm With You
Preis: EUR 6,66

6 von 9 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Großartig!, 27. August 2011
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: I'm With You (Audio CD)
Fünf Jahre sind seit der großartigen "Stadium Arcadium" verstrichen. In diesen fünf Jahren ist viel passiert: Die Band nahm sich eine Auszeit, in der Flea Komposition studierte und Klavier spielen lernte, und John Frusciante kehrte erst gar nicht wieder in den Proberaum zurück. Seinen Platz nahm Josh Klinghoffer ein, der bereits auf der letzten Tour dabei war. In neuer Konstellation wurde eifrig gejammt, wobei über 60 (!) Songs zustande kamen. Davon wurde dann knapp die Hälfte aufgenommen, und die Band wählte die besten 14 aus, die es letztendlich auf "I'm With You" geschafft haben.

Diese harte Auswahl hört man dem Album an, jeder Song klingt für sich reif und stimmig, es sind keine "Füller" vorhanden. Sound und Produktion sind unglaublich gut, selten zuvor klangen die Peppers so druckvoll. Verglichen mit Frusciante-Zeiten ist die Gitarre etwas hintergründiger gemischt, aber durchaus passend für Klinghoffers subtileren Stil, der überraschend gut ins Bandgefüge passt. Ach ja, und Anthony Kiedis klang noch nie so gut wie auf "I'm With You"!

Die Red Hot Chili Peppers sind definitiv keine 20 mehr, und das schlägt sich auch in ihrem Songwriting nieder. Keine Angst, die neue Platte hat mindestens so viel Pepp wie ihr Vorgänger, aber hinzu kommt, finde ich, eine ganze Ecke Tiefe. Gerade die langsameren Stücke wie "Police Station" und "Brendan's Death Song" überzeugen durch ihre enorme Klasse. Generell macht das Album einfach Laune mit seinen extrem coolen Nummern wie "Factory of Faith", "Goodbye Hooray" (mit Basssolo!) oder "Look Around".

Im Vorfeld las man viel über die afrikanischen Einflüsse des Albums, letztendlich hört man davon leider nicht allzu viel. Unterschwellig vorhanden sind sie dann aber doch, in "Ethiopia" hört man in der zweiten Hälfte eine Djembe, in "Happyness Loves Company" kommt ein Xylophon zum Einsatz, und auch an einigen anderen Stellen findet man bei genauem Hinhören afrikanisches Percussion. Viel prägender finde ich den ziemlich gelungenen Einsatz des Klaviers, der von Flea und Josh Klinghoffer eingebracht wurde, etwa in "Happyness Loves Company" oder "Police Station". "Even You, Brutus?" klingt schon fast nach Maroon 5, nur halt extrem viel cooler... ;-)

Dazu kommt dann noch ein schönes Digipak, ein Booklet mit einigen guten Fotos, zum Teil auch von Fleas Tochter Clara Balzary, und unterm Strich ist zu sagen, dass die Red Hot Chili Peppers mit "I'm With You" einen ganz großen Wurf geraten haben.


Speed of Darkness
Speed of Darkness
Preis: EUR 9,99

1 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Fünf-Sterne-Musik, aber Produktion und Artwork??, 4. August 2011
Rezension bezieht sich auf: Speed of Darkness (Audio CD)
Zu Flogging Molly bin ich zu Zeiten der Drunken Lullabies (2002) gekommen, somit war es höchst spannend, die musikalische Entwicklung und den zu Recht von Album zu Album steigenden Bekanntheitsgrad zu beobachten. Auf dem neuen Album Speed Of Darkness klingt das Septett deutlich reifer und reflektierter als auf dem Vorgänger Float (2008), der neben sehr starken Nummern leider auch ein paar Ausfälle beinhaltet.

Die Flogging Molly- typischen Uptempo-Knaller sind natürlich auch auf diesem Album vertreten: Revolution, Oliver Boy oder der Titeltrack stehen in ihrer Qualität den ähnlichen Songs der Vorgängeralben in nichts nach. Und wenn What's Left Of The Flag nicht schon DER Klassiker schlechthin wäre, die erste Single Don't Shut 'em Down hätte durchaus eine Chance, der Referenzsong der Band zu werden.

Wirklich interessant wird das Album jedoch durch die unbetretenen Pfade, die Flogging Molly auch 2011 betreten: So findet sich mit The Cradle Of Humankind zum ersten Mal eine Klavierballade auf einem FM-Album - und was für eine!! Auch das von Geigerin Bridget Reagan gesungene A Prayer For Me In Silence ist mit Country(!)-Einflüssen ein Novum.

Speed Of Darkness ist im verarmenden Detroit entstanden, was erklärt, warum es in mehreren Texten um Arbeitslosigkeit, Armut, Gewerkschaften, Fabriken und so weiter geht. Flogging Molly sind eine Band, bei der es immer schon sehr interessant war, sich mit den Texten auseinanderzusetzen, aber bei Speed Of Darkness ist das schon fast ein Muss, so gut sind die Texte.

Die Produktion hat, wie schon bei Float, Erfolgsproduzent Ryan Hewitt übernommen. Von technischer Warte hat er auch sicherlich alles richtig gemacht, der Sound ist durchweg so, wie ein Album anno 2011 vermutlich klingen sollte. Mich persönlich stören allerdings das etwas zu glatte Klangbilt und die ab und zu eingesetzten Effekte (Megaphone-Voice u.A.), die einigen Passagen dieses Flogging-Molly-Flair nehmen. Da gefallen mir die deutlich roheren, intimeren Produktionen der ersten drei Alben von Ted Hutt deutlich besser.

Und auch das Artwork läuft über die gleiche Schiene: Das weiße Digipak mit dieser Zeichnung sieht schon edel aus, würde aber eher zu Linkin Park als zu Flogging Molly passen, ganz einfach weil es diese Pub-Atmosphäre zerstört.

Aber allein schonmal wegen der Musik gibt es eine uneingeschränkte Kaufempfehlung!


The Resistance
The Resistance
Preis: EUR 10,98

89 von 94 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen MUSE's Opus Magnum!!, 18. September 2009
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: The Resistance (Audio CD)
Zu Muse sei zunächst einmal gesagt: Die Stimme des Sängers Matt Bellamy polarisiert sehr stark, und wenn jemand sich dieses 'Gejaule' nicht antun kann ist das absolut legitim. Wenn man sich daran gewöhnt hat und den Gesang mag (so wie ich) eröffnet sich hier in 54 Minuten ein ganzes Universum.

Muse waren schon immer großartig, und bereits beim Vorgängeralbum 'Black Holes And Revelations' habe ich beim Erscheinen gedacht 'Jetzt haben sie ihr Opus Magnum erschaffen'. Von wegen!

Das neue Album beginnt mit einem kompakten Shuffle-Ohrwurm, der ersten Single 'Uprising' (übrigens mit sehr nettem Video). Schon hier gibt es Muse-typische bombastische Harmonien. Nach dem überaus starken Titeltrack kommt eine ganz besondere Perle: 'Undisclosed Desires'. Getragen von einem Samplebeat und Pizz-Strings à la 'Die Another Day' (Madonna) in viel besser ist dieser Song ein Hybrid aus elektronischen Spielereien und Ballade, und diese abenteuerliche Mischung funktioniert unglaublich gut.

Das seichte Intro von 'United States Of Eurasia' gibt nur kurz Zeit zum Durchatmen, bevor ein Queen-Chor den Song nach vorne treibt und ein Klavier/Streicherthema in irgendeiner variierten Phrygisch-Dur-Tonleiter die Kinnlade des unvorbereiteten Hörers vor lauter Schönheit zu Boden fallen lässt. Noch im selben Lied wird dann die Nocturne op.9 von Chopin verwurstelt, total gut!

Es folgen drei weitere, überdurchschnittlich gute typische Muse-Titel, die sich wiederum durch großartige Harmonien und klasse Refrains auszeichnen, bevor ein ganz besonderer Track kommt: 'I Belong To You (+Mon Coeur S'Ouvre A Ta Voix)', Ein grooviger Klaviersong (ja, so was kanns geben^^). Eigentlich sollte man ein astreines Liebeslied erwarten, stattdessen hört man eine groteske Liebeslied-Parodie mit herrlicher Selbstironie. Der auf französisch gesungene Mittelteil stammt ursprünglich aus Camille Saint-Saëns' Oper Samson und Delilah, und spätestens beim darauf folgenden Klarinettensolo sollte der letzte kapiert haben, wie dieses Lied aufzufassen ist. Herrlich lächerlich!!

Wenn im Vorfeld über die neue Muse-Platte berichtet wurde, gab es immer Verweise auf ein viertelstündiges Orchesterwerk. Aufgeteilt in 3 Tracks, schließt die Exogenisis Symphony das Album ab. Hier brauchten selbst meine Prog-erprobten Ohren ein paar Durchläufe, bevor ich das Werk begriffen hatte. Seitdem denke ich, dass das frenetische Lob mancher Amazon-Rezensenten auf diese Suite absolut gerechtfertigt ist, es handelt sich wirklich um das allerbeste Orchester/Band-Werk dass sich in meinem Plattenschrank befindet.

Dank meinem Hang zu Special Editions habe ich auch die dazugehörige Bonus-DVD, die den Aufnahmeprozess der einzelnen Tracks dokumentiert. Für Musiker interessant, und sicher eine der besseren Bonus-DVDs in meiner Sammlung.

Fazit: Ich habe 'The Resistance' mit hohen Erwartungen gekauft, die dann um Längen übertroffen wurden! Definitiv neben der neuen Dream Theater eine der besten Scheiben des Jahres, und ich glaube, dass dieses Album das Potenzial hat, später als einer DER Klassiker des Jahrzehnts angesehen zu werden.

P.S.: Ach ja, und über das extrem gut gemachte Cover-Artwork habe ich jetzt kein einziges Wort verloren'

P.P.S: Ich habe gerade noch ein paar negative Rezensionen zum Album gelesen, und da ist mir ein bisschen die Wut hochgekommen. Wenn jemand schreibt dass ihm die Musik nicht gefällt ist das die eine Sache. Auf dieser Basis ist das vollkommen legitim, Musik ist schließlich Geschmackssache. Aber wenn man in einem höchst objektiv klingendem Tonfall das Album als kommerzielle, langweilige, seichte, selbstgefällige (...) Popmusik abtut ist das für mich total daneben und ein Schlag ins Gesicht des Musikers.
Kommentar Kommentare (5) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Jul 2, 2011 12:04 AM MEST


Killswitch Engage
Killswitch Engage
Preis: EUR 23,16

2 von 7 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Innovativ, Kreativ, Gut!, 29. Juni 2009
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Killswitch Engage (Audio CD)
Nur mal vorweg: Die Vorgängeralben sind mit die besten Platten, die ich aus diesem Genre in meinem Plattenschrank stehen habe, und würden ohne weiteres auch 5 Sterne von mir bekommen.
Mit dem neuen Output "Killswitch Engage" hat sich der Sound der Band stark verändert, es geht viel mehr auf die Fresse und der Anteil balladesker Momente wie zuletzt auf As Daylight Dies wurde stark zurückgefahren. Es gibt brutalere Growls, massenhaft Blastbeats, aber gleichzeitig auch mehr mehrstimmigen Klargesang.
Der Opener "Never Again" ist das Härteste, was man je von Killswitch Engage gehört hat. "Starting Over" ist die erste Single, die nahtlos an Großtaten wie "Rose Of Sharyn" oder "My Curse" anknüpft. Das Album ist insgesamt sehr vielseitig und schafft es, alte Elemente mit einer großen Schippe Innovation zu verbinden.
Die Produktion, die zum ersten Mal nicht komplett von Adam D übernommen wurde, braucht sich nicht hinter den Vorgängern zu verstecken, immerhin hat Brendan O'Brien einige neue Impulse in den Vocals zu verantworten.
Wer KSE schon einmal Live gesehen hat, kann sich die absolut großartige Qualität der Live-Bonustracks vorstellen. Die DVD habe ich leider noch nicht ansehen können, dazu demnächst ein Nachtrag.


Damnation
Damnation
Preis: EUR 6,99

3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Geniales Kontrastprogramm zum Rest von Opeth, 1. Mai 2009
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Damnation (Audio CD)
Zuerst sei einmal gesagt, ich höre Opeth nicht so wahnsinnig lange, und besitze inklusive "Damnation" nur drei Alben der Schweden. Und ich höre sowohl Prog als auch härteren Metal, von daher gefällt mir die Musik dieser Band allgemein ziemlich gut.

Damnation reduziert das Spektrum von Opeth auf die ruhigen, melancholischen Parts, die Songs sind sehr ruhig, bis auf ein paar Leads werden nur cleane Gitarren eingesetzt, und auch auf Doublebase wird verzichtet. Wer auf die facettenreichen Kontraste bei Opeth steht, wird mit diesem Album wohl seine Probleme haben. Aber alle Musikfreunde, bei denen es nicht immer auf die Fresse gehen muss, werden mit Damnation ihre Freude haben. Die acht sehr balladesken Songs sind jeder einzelne für sich wunderschön und zusammen fügen sie sich zu einem absoluten Meisterwerk.

Der Stempel von Porcupine-Tree-Mastermind Steven Wilson ist unüberhörbar, teilweise sind seine Gesangsharmonien und Mellotronstimmen echt zum Heulen schön.

Alle Fans von Porcupine Tree und natürlich der ruhigeren Passagen der anderen Opeth-Album können bedenkenlos zugreifen.


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