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Rezensionen verfasst von
M. Preuß "MP" (New York)
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Sinfonie 7
Sinfonie 7

8 von 13 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Barenboims Mahler, 12. April 2007
Rezension bezieht sich auf: Sinfonie 7 (Audio CD)
Wie man einem Artikel Barenboims ("Interpretation endet nie", DIE ZEIT Nr. 13, 22. März 2007) entnehmen kann, hat Barenboim sich intensiv mit den Partituren Mahlers beschäftigt. Die Ernte dieses Studiums ist in jeder Hinsicht hörenswert:

Die Staatskapelle Berlin spielt äußerst frisch, quicklebendig und im Schlussatz taghell auf, in diesem doch so nachtdunkelnden Stück sinfonischer Musik. Die Tontechniker haben Hervorragendes geleistet, denn die ausgezeichnete Aufnahmequalität unterstützt kongenial Barenboims Klangdramaturgie. Vor allem das grundierende tiefe Schlagwerk und die tiefen Streicher sind perfekt eingefangen.

Die Nachtmusiken (2. und 4. Satz) erklingen wie Murmeln dunkler Quellen im Mondschein der Nacht. Hier ist nicht der Ort, um auf weitere Bezüge zu Wagners 'Tristan' (Tag-/Nachtmetaphorik, etc.) einzugehen, aber es muss dennoch erwähnt werden, dass durch Barenboims exzellent musizierte Kombination glasklar-analysierter Strukturen und emotional-tiefer, unbewusst-dunklender Gefühlsbewegungen die Tag-Nacht-Motivik in Mahlers 7. Sinfonie eine spannende, neue Dimension bekommt. Per aspera ad astra, hier: von der Nachtfahrt auf dem See (1.Satz) zur gleißend-tänzelnden Brillanz des Schlusssatzes.

Auch auf die Bezüge zu Wagners 'Meistersingern' kann an dieser Stelle nicht näher eingegangen werden, aber erwähnt werden muss doch, dass im 4. Satz die musikalisch-thematischen und atmosphärischen Bezüge ('Ständchen unterm Fenster') zu den 'Meistersingern' vor allem an den Mandolinen-Stellen exzellent gelingen. Allerdings bleiben die 'Meistersinger'-Zitate an zwei Stellen (2'12'' und 9'19'') im Kontrapunkt leider etwas verwischt.

Ein Vergleich mit Bernsteins vielgerühmter Referenz-Aufnahme von 1985 (veröffentlicht 1986) ergibt, dass Barenboim die Sätze (vor allem ab dem 3. Satz) insgesamt etwas flüssiger nimmt. Bernsteins Agogik stockt an einigen Stellen gewissermaßen, sie bleibt zeitweise wie statisch und klebend stehen, während Barenboims Agogik stets luftig atmet und sich im letzten Satz zu wahren Höhenflügen aufschwingt (z.B. 0'30'' bis 0'44'' und ähnliche Stellen).

Insgesamt gelingt Barenboim und der Berliner Staatskapelle eine meisterhafte Deutung dieser Mahlersinfonie, ein Meilenstein, der alle Qualitäten einer neuen Refernzaufnahme besitzt und sicher weitere Mahlerinterpretationen im 21. Jahrhundert maßgeblich beeinflussen wird.


Die Meistersinger Von Nürnberg (Ga)
Die Meistersinger Von Nürnberg (Ga)
Preis: EUR 24,78

21 von 28 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Meistersinger - Sternsinger, 21. März 2007
Sir Georg Solti gelang zusammen mit den Wiener Philharmonikern, dem Wiener Staatsopernchor und einem erstklassigen Sängerensemble im Oktober 1975 eine hinreißende Meistersingeraufnahme, die in ihrem dramatischen Livecharakter eine Referenzaufnahme zu nennen ist. Mit rhapsodischem Schwung und spritzigem Elan, aber auch mit elegischer Tiefe und edler Größe setzt Solti mit dem gesamten Ensemble Wagners Partitur dramaturgisch kongenial um. Dramaturgie - Klangdramaturgie: die Handlung rollt sowohl theatralisch als auch musikalisch ohne auch nur eine Sekunde in ihrem dramatischen Fluss zu stocken wie aus einem Guss ab. Die tiefen Streicher grundieren solide und weich, fest und erdig, die hohen spielen famos auf, zum Tanz wie zum Meistergesang. Die Holzbläser meckern und verklären, das Belch glänzt und strahlt. Den Kontrapunkt - nie zu sehr im Vordergrund des Klanges - orgeln bisweilen die Pauken. Die Meistersinger - ein mit A.Kraus, G.Nienstedt, K.Rydl u.a. hochkarätig besetztes Ensemble im Ensemble - haben einen fulminanten Einstieg im Ersten Akt mit einem grandiosen ersten Aktfinale. Der Zweite Akt ist eine filigrane und schwüle Nachtmusik mit wunderbar ausmusizierten Harmonien und Klanggeweben und einer gestochen scharfen, exzellent dargebotenen chaotisch-geordneten Schlussfuge (Prügelszene). Der Dritte Akt ist eine Krönung in zwei Teilen: die kammermusikalische Erfindung des Preisliedes im Haus des Hans Sachs mit dem die Menschen verklärenden Quintett vor der Verwandlung zum Schlussbild der Festwiese, auf der Beckmesser (B.Weikl) tragisch scheitert und Stolzing (R.Kollo) sich die Braut ersingt und obendrein der deutschen Kunst von Hans Sachs (N.Bailey) ein Loblied gesungen wird - ein sattes, ein in jeder Hinsicht sättigendes Finale dieser Aufnahme. Einzelne Sänger und ihre Darsteller: eine solide Magdalene (J.Hamari), ein humorvoller, vor allem aber auch ein warmer David (A.Dallapozza), ein gediegen orgelnder Pogner (K.Moll), ein lyrischer und zugleich heldisch auftrumpfender Stolzing (R. Kollo), eine hinreißend glaubwürdige und weibliche Eva (H.Bode), ein Beckmesser, der durch Weikls Aussingen der Partie nicht versungen und vertan hat, sondern seine menschliche Würde zurückerhält (ein wahrer Verdienst in der Geschichte der Beckmesserpartie), aber trotzdem als Figur im Stück tragisch scheitert, sowie ein Sachs (N.Bailey), der ohne elitären Stolz, sondern mit weiser Wärme und Würde Evas entsagt und Menschen zusammenführt (Eva, Stolzing, eine Gemeinschaft von Musik- und Kunstliebhabern) - das alles klingt in Baileys Stimme, vor allem auch im Flieder- und im Wahnmonolg. Fünf Sterne für alle diese Sternsinger.


Auszüge aus dem Ring
Auszüge aus dem Ring
Preis: EUR 17,79

3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen hervorragende Wagner-Interpretationen, 24. Juli 2006
Rezension bezieht sich auf: Auszüge aus dem Ring (Audio CD)
...mindestens ein Stern gehört Peter Schneider, und ein Stern mindestens der Staatskapelle Dresden:

Ich möchte eigentlich der unten stehenden Rezension nur hinzufügen, dass der hervorragende Gesamteindruck und die mitreissende Atmosphäre des Rezitals maßgeblich natürlich auch durch die excellent aufspielende Staatskapelle Dresden unter der famosen Leitung von Peter Schneider entstehen.

Schneider ist im Mai an der New Yorker MET 'mal eben' als Parsifal-Dirigent in Vertretung für James Levine eingesprungen (eine erstklassige Aufführung mit ihrem noblen und samtigen Klang und Heppner als erstklassiger 'Parsifal') und übernimmt heuer Marthalers 'Tristan' in Bayreuth von Eiji Oue.

Peter Schneider und die Staatskapelle verbinden durchsichtigen Klang mit extatischem Klangrausch, sie liefern so eine mitreissende und federnde Musikalität für diese Auszüge aus dem Wagnerschen 'Ring'.


Lieder Eines Fahrenden Geselle
Lieder Eines Fahrenden Geselle

2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Metaphysik der Musik, 28. April 2006
Rezension bezieht sich auf: Lieder Eines Fahrenden Geselle (Audio CD)
Im Gegensatz zu Walter und Klemperer wird Furtwängler weniger mit Mahler in Verbindung gebracht. Die vorliegende Aufnahme aus dem Jahr 1955 (Lieder eines fahrenden Gesellen von G. Mahler) lässt deswegen in vielerlei Hinsicht aufhorchen:

Der junge Fischer-Dieskau führt in diesen vier Liedern zusammen mit Furtwängler und dem Philharmonia Orchestra Liedgesang und Liedgestaltung auf allerhöchstem Niveau vor. Von Fischer-Dieskau ist man ja nichts anderes gewohnt. Eindringliche, bewegende Gefühlsdarbietung und Liedporträts unter künstlerisch gerechtfertigter und abgewogener Kontrolle, sowie Ökonomie der musikalischen sängerischen Mittel zum Zwecke reinen und natürlichen musikalischen Effektes. In Furtwängler und dem Philharmonia Orchestra hat er für diese vier Lieder absolut kongeniale Partner gefunden. Die Musik der Mahlerlieder fließt so ruhig wie selbstverständllich und so dramatisch erregt wie himmlisch tröstend dahin. Jede Nuance in der musikalischen Schattierung scheint abgesprochen und perfekt plaziert, kommt aber völlig unverkrampft und natürlich aus dem Fluss der Musik zu Stande, dass einem fast Hören und Sehen vergeht. Es ist schier unglaublich. Man hat den Eindruck, Mahler habe die Lieder gar nie auf Papier festgehalten, und Sänger, Dirigent und Orchester haben sich lediglich getroffen, um genialisch zu improvisieren, und EMI durfte bei dieser Sternstunde dabei sein... ;o) Das Philharmonia Orchestra bringt so schmelzend 'wiäanarische' Klänge hervor, dass einem auch in diesen kammermusikalisch-kulinarischen Momenten des Hörgenusses Hören und Sehen vergehen könnte... Wenn man nicht von weiteren 5 Mahlerliedern auf der CD (die Kindertotenlieder nach Rückert-Texten) aus der geborgenen, trostreichen, watteweichen Furtwängler-Philahrmonia-Sphäre fast unmerklich, aber doch hörbar, in eine leicht kühlere Atmosphäre geleitet und gelangen würde. Die Singstimme ist dabei die gleiche geblieben (der junge Fischer-Dieskau), die Orchsterklänge jedoch sind etwas kühler, klarer, silbriger, und haben ein wenig vom samtig matten, ruhig dahinfließenden verschwommen Sternenglanz verloren. Kempe und die Berliner Philharmoniker bleiben dennoch exzellente Partner Fischer-Dieskaus, immer auf gleicher (auch künstlerisch-musikalischer) Augenhöhe mit ihm. Zusammen schwingen sie sich dann bis zum vierten Lied, das ebensolchen Schmelz hat wie vorher bei Furtwängler, wieder in den Musikerhimmel hinauf, aus dem Furtwängler und Philharmonia zuvor gemeinsam auf so warmgoldene Weise Musik erströmen ließen.

Über die Interpretation der je fünf weiteren Wunderhorn und fünf Rückertlieder (Fischer-Dieskau, diesmal mit Klavierbegleitung von Barenboim, 1980) kann man geteilter Meinung sein. Ich finde es jedoch sehr bemerkenswert, dass Barenboim in dieser Zusammenstellung mit diesen zwei einzigartigen Aufnahmen aus den 1950er Jahren die musikalische Spannung bei der künstlerisch ausgesprochen und singulären Höhe und Qualität der Lieddarbietung Kempes und Furtwänglers halten kann, ohne wie diese ein Orchester zur Verfügung gehabt zu haben. Eine alles in allem bemerkenswerte, einfach einzigartige CD!


Fidelio-Oper in Zwei Akten (Ga)
Fidelio-Oper in Zwei Akten (Ga)
Preis: EUR 17,76

2 von 8 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Durchwachsen, 22. November 2005
Rezension bezieht sich auf: Fidelio-Oper in Zwei Akten (Ga) (Audio CD)
Der vorliegende live-Mitschnitt aus der Bayerischen Staatsoper (1978) unter der Leitung von Karl Böhm hinterlässt einen durchwachsenen Eindruck: Überschattet von einem trüben Klangbild kommt das gesamte Ensemble erst ab der Mitte des zweiten Akts so richtig in Fahrt. Bis dahin klingen die Stimmen von Hildegard Behrens (Leonore/Fidelio) und James King (Florestan), und auch die der anderen Protagonisten, seltsam belegt und blass. Von echter Dramatik ist, trotz Böhms Ansätzen mit seinem Orchester, keine Spur zu hören. Einen dramatischen Höhepunkt gibt es allerdings: die 3. Leonorenouvertüre, zu der gegen Ende etwas Unglaubliches und "Unerhörtes" geschieht: Das Blochsche "Prinzip Hoffnung" (der Philosoph Ernst Bloch äußerte sich wiederholt zu 'Fidelio') bricht mit aller Gewalt in die Aufführungshandlung, und der musikdramatische Verlauf rollt auf hohem Niveau ab. Keine Jahrhundertaufnahme, aber dank Böhms geistiger Kraft zum Ende hin ein sehr beeindruckendes Hörerlebnis.


Centenary Collection 1982: Carlo Maria Giulini - Verdi: Falstaff
Centenary Collection 1982: Carlo Maria Giulini - Verdi: Falstaff
Wird angeboten von Music-Club
Preis: EUR 17,97

1 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Juwelen, 21. November 2005
Der 'Falstaff' von C.M. Giulini (live-Mitschnitt aus Los Angeles dem Jahr 1982; mit R. Bruson in der Titelrolle) reiht die musikalischen Juwelen der Partitur zu einer hochkarätigen Perlenkette zusammen: Diese Aufnahme ist nobel und spritzig zugleich. Von einem 'ernsten' Falstaff zu sprechen, wie manche Rezensenten es getan haben, übersieht, dass musikalische Komödien durchaus nicht nur albern-witzig, sondern durchaus mit Stil interpretiert werden können, und bei diesem Alterswerk Verdis vielleicht sogar müssen. Das Klangbild der live-Aufnahme ist etwas gedämpft, was aber das Klangbild einer live-Aufführung sehr platisch wiedergibt. Giulinis 'Falstaff' ist ganz sicher eine 'Jahrhundertaufführung', und die Veröffentlichung in der DG-Reihe großer Opernaufnahmen sicher mehr als gerechtfertigt: Sie würdigt in besonders gelungener Weise die vielen musikalischen Details, mithin die musikalischen Juwelen dieser meisterhaften Partitur Verdis.


Sinfonie 6 & Ouvertüren
Sinfonie 6 & Ouvertüren
Wird angeboten von ImLaden
Preis: EUR 17,06

8 von 9 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Klangmassive im Wohnzimmer, 31. Juli 2004
Rezension bezieht sich auf: Sinfonie 6 & Ouvertüren (Audio CD)
Die Interpretation von Klemperer lässt in jeder Hinsicht aufhorchen. Die Klangmassen Bruckners werden vom New Philharmonia Orchestra in aller Eleganz und in strahlendem Samt-Bläserglanz herausgewuchtet. Dabei bleibt das Klangbild stets transparent und einzelne Nebenstimmen sind im Gesamtklang immer präsent. Besonders gelungen sind die rhythmische Durchgestaltung der Partitur, aufbauend auf den Generalbässen, die zugleich lässige und strenge agogische Formung der sinfonischen Abläufe und die mitreißende Umsetzung sämtlicher Melodien. Das gleiche Gespür Klemperers & New Philharmonias für musikalische Architekturen in Partituren zeichnet die Wiedergabe von Glucks 'Iphigenien'-Ouvertüre und Humperdincks 'Hänsel und Gretel'-Ouvertüre aus. Drei hervorragende excellente Aufnahmen, die vollkommen zu recht 2003 in der EMI-Serie 'Great Recordings of the Cenntury' erschienen sind.


Klavierkonz.1/Sinf.Variat.
Klavierkonz.1/Sinf.Variat.
Wird angeboten von MEDIMOPS
Preis: EUR 4,97

1 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Brahms im Breitwandsound, 4. Juli 2004
Rezension bezieht sich auf: Klavierkonz.1/Sinf.Variat. (Audio CD)
Die vorliegende Einspielung des 1. Klavierkonzerts von Johannes Brahms gerät üppig, filigran und federnd zugleich. Unglaublich gut gelingen der Einsatz des Solisten bei 1'38 und die Stelle bei 2'30 im langsamen Satz. Das Orchesterspiel der Musiker aus Philadelphia ist weniger amerikanisch-oberflächlich als romantisch-tiefgründig. Weissenberg 'kloppt' die Partitur nicht herunter, sondern musiziert sie im besten Sinne des Wortes mit viel Gefühl für die Tiefsinnigkeit aber auch Klangsinnlichkeit des Komponisten. Der fünfte Stern fehlt, weil die Aufnahme eine bessere Produktion als eine low-budget-Ausgabe verdient hätte.


The Originals - Klavierkonzert 2/Klavierkonzert a-Moll
The Originals - Klavierkonzert 2/Klavierkonzert a-Moll
Preis: EUR 8,97

11 von 11 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Interpretation aus einem Guss, 3. Juli 2004
Die Aufnahme des 2. Klavierkonzerts mit Karajan und Anda ist an Homogenität, Intensität und Frische kaum zu überbieten. Die Orchesterstimmen sind erstaunlich durchsichtig und doch robust und kräftig. Die Aufnahme bietet keine der späteren Karajan-Klangsoßen, die alle natürlichen musikalischen Impulse und Farben unter dem technischen Aufnahmeknowhow begraben. Die Tempi sind so gewählt, dass sie ruhiges und kräftig strömendes Klavier- und Orchesterspiel erlauben. Der Anfang des Konzerts ist schon fast so schön, dass man es sich nicht mehr anhören kann. Die gesamte Aufnahme bleibt auf diesem Eingangsniveau. Das Klavierkonzert Griegs ist eine willkommene Ergänzung. Unter Kubelik bieten die Berliner und Anda Gleichrangiges wie beim 2. Brahmskonzert. 80 Minuten Musik zu einem Spitzenpreis.


Alpensinfonie / Don Juan
Alpensinfonie / Don Juan

1 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Juwel bei EMI's Serie 'RED LINE', 20. Mai 2004
Rezension bezieht sich auf: Alpensinfonie / Don Juan (Audio CD)
Die besprochene CD enthält die Tondichtungen 'Eine Alpensinfonie' und 'Don Juan' von R. Strauss in brillanten und gleichermaßen zu Herzen gehenden Aufnahmen. Derart samtig-seidenen Holz- und Belchbläser-Glanz wie in der Alpensinfonie (von den 'Philadelphians' in wunderbarer Musikalität geboten) hört man nur sehr selten. Das hervorragende Streichensemble überwölbt und gründet zugleich das musikprogrammatische Geschehen. Das Klangbild ist natürlich, homogen und stets nobel, was übrigens auch für 'D.Juan' und die 'Wiener' gilt: Noblesse und Klangfeuer pur. Previn hat vor allem in der 'Alpensinfonie' ein sicheres Gespür für Agogik, sodass der Spannungsbogen vom ersten bis zum letzten Ton erhalten bleibt, auch in den 'langweiligen' tief-dunkel gefärbten Passagen, wo 'nichts (?) passiert'. Die Aufnahme weckt den Wunsch, einer Live-Aufführung beiwohnen zu wollen. Und das alles für einen super Preis!


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