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Rezensionen verfasst von
Kassiopeia

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Brooklyn - Eine Liebe zwischen zwei Welten
Brooklyn - Eine Liebe zwischen zwei Welten
DVD ~ Saoirse Ronan
Preis: EUR 13,99

4 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Eine einfache, aber exzellent erzählte Geschichte, 10. Februar 2016
Was mir an "Brooklyn" am meisten aufgefallen ist, ist wie nett alle Charaktere sind. Von einer Ladenbesitzerin mal abgesehen ist jeder in diesem Film ein grundanständiger Mensch - manche sind ein bisschen albern, manche ein bisschen schroff, aber grundsätzlich will niemand irgendwem etwas böses und alle helfen sich gegenseitig. Es ist noch nicht einmal ein Film über gute Menschen in unmöglichen Umständen - Eilis wandert zwar alleine von Irland nach Amerika aus, hat aber sofort eine Unterkunft und einen Job und auch sehr bald einen Verehrer (als einer der wenigen Menschen, die "Smash" eine Weile lang gesehen haben, möchte ich hier außerdem meinen Schock darüber ausdrücken, dass Emory Cohen schauspielern kann. Nicht zu fassen.)

Möglicherweise lässt das "Brooklyn" sehr langweilig klingen, und wäre der Film nur ein klein wenig schlechter gemacht, wäre er das wahrscheinlich, aber hier stimmt alles. Es gibt kaum äußere Konflikte, aber Eilis hat Heimweh, verliert langsam ihre Schüchternheit, lebt sich in den Job ein, verliebt sich, kehrt schließlich nach Hause zurück, und man fühlt alles mit ihr. Ich fand jeden Menschen auf der Leinwand sympathisch und wünschte allen ein gutes Leben.

Unrealistisch? Naja, die Schwester war vielleicht etwas zu engelhaft. Aber insgesamt war es für mich das Gegenteil - Eilis wird weder weltberühmte Künstlerin noch verstrickt sie sich in Verbrechen, sie steht sich meistens selbst mehr im Weg und empfindet die Leute vielleicht als feindseliger als sie sind. Sie verliert die Möglichkeit eines guten Lebens in ihrer Heimat, findet aber ein anderes. In manchen Filmen fühlt man sich in eine fremde Welt entführt, und das hat natürlich was, aber dieser fühlte sich trotz des 50er-Jahre-Settings mehr an, als wäre man ganz selbstverständlich wirklich dabei gewesen.


Song of Spider-Man: The Inside Story of the Most Controversial Musical in Broadway History
Song of Spider-Man: The Inside Story of the Most Controversial Musical in Broadway History
von Glen Berger
  Gebundene Ausgabe
Preis: EUR 23,72

4.0 von 5 Sternen "Nuclear Bomb Detonates During Rehearsal For 'Spider-Man' Musical", 1. Dezember 2015
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
liest Produzent Michael Cohl lachend an einer Stelle dieses Buches aus dem "Onion" vor. Glen Berger kommentiert diesen Heiterkeitsausbruch mit "This guy must be a helluva poker player".

Ich kenne das "Spider-Man"-Musical nicht, aber die wichtigsten Fakten sind mir natürlich bekannt: Der teuerste Flop in der Geschichte des Broadway, unendlich viele Preview-Vorstellungen, Verletzungen der Stunt-Leute, Backstage-Intrigen - oh, es gibt ein Buch darüber? Her damit.

Als Co-Autor des Musicals ist Glen Berger natürlich nicht daran interessiert, nur den Leser seine Schadenfreude ausleben zu lassen, und verbringt große Teile des Buches damit, einen davon überzeugen zu wollen, dass "Spider-Man: Turn off the dark", so krass kommerziell das Konzept auch klingen mag, mit den besten Absichten geschrieben wurde, und lediglich aufgrund von Pech (sehr sehr viel Pech), Julie Taymors Egomanie, Michael Riedels Bösartigkeit und widriger Umstände scheiterte. Bis zu einem gewissen Grad gelingt ihm das auch, und am Ende ist man sogar eher traurig als amüsiert.

Aber so gut die Absichten auch gewesen sein mögen, viel mehr als das scheint da auch nicht gewesen zu sein - Bono und Edge tauchen alle Jubeljahre mal auf, geben ein paar freundliche Worte ab, spielen neue U2 Demos und verschwinden wieder. Berger selber gibt zwar alle paar Sätze seine Zweifel an Taymors Ideen wieder, steuert aber nicht wirklich dagegen. Julie Taymor immerhin scheint mit voller Energie und Überzeugung am Musical zu arbeiten - allerdings eher an einem Arachne-Musical, und nur, wenn sie gerade nicht in einem Wutausbruch irgendein unschuldiges Cast- oder Crew-Mitglied zerfetzt. Und dann noch sowas wie die hilfreichen Tipps von Marvel, deren Hauptanliegen zu sein scheint, dass Spider-Man auf keinen Fall "s***" sagt.

Insofern ist es dann irgendwie doch amüsant. Und manche Sachen will man einfach nicht glauben - schon so etwas wie der Versuch, die Hauptdarsteller zu einer Beziehung oder wenigstens einem One-Night-Stand zu überreden, weil die Chemie nicht stimmt. Oder dass Taymor irgendwann anfing, auf einer auf den Namen "Michael Riedel" getauften Puppe einzuprügeln. Einfach bizarr war aber der Teil, wo jemand engagiert wird, um das Theater von bösen Geistern (oder böser Energie, oder was auch immer) zu reinigen, wobei kommentiert wird, das sei gar nicht so unüblich. Ich kann nur hoffen, dass mich da meine Englischkenntnisse im Stich gelassen haben.

Also, das Buch macht Spaß und ist witzig geschrieben. Trotzdem gefällt mir der Schreibstil nicht immer. Es gibt jede Menge wörtliche Rede und Gedanken anderer Leute, was einen etwas an der Glaubwürdigkeit zweifeln lässt. Und zusätzlich kommt es etwas rüber, als versuche Glen Berger, jede Verantwortung von sich wegzuschieben, aber für den Rest des Teams noch eine Menge Lobeshymnen (oder Liebeserklärungen, im Fall von Julie Taymor) zu addieren, um niemanden zu sehr zu verärgern. Vielleicht hat er ja sogar Recht - wie kriegt man in einem Raum mit U2 und Julie Taymor schon den Mund auf? - aber als etwas heuchlerisch liest es sich gelegentlich doch.


Die Tribute von Panem - Mockingjay, Teil 2 (Fan Edition, 2 Discs)
Die Tribute von Panem - Mockingjay, Teil 2 (Fan Edition, 2 Discs)
DVD ~ Jennifer Lawrence
Preis: EUR 14,98

2 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Qualität bis zum Schluss gehalten, 22. November 2015
Eigentlich gibt es zum letzten Teil dieser Serie wohl gar nicht mehr so viel zu sagen. Es gibt keinen Kurswechsel weg von den letzten drei Verfilmungen, und ganz besonders nicht vom ersten "Mockingjay"-Teil, sodass ich nicht denke, dass er irgendjemandes Meinung noch groß ändern wird. Aber ich möchte zum Abschluss der Serie trotzdem gern einmal meine Begeisterung über diese Filme loswerden. Ich halte es für eine der besten Buch-zu-Film-Adaptionen, die ich je gesehen habe. (Zugegebenermaßen ist "The Hunger Games" prinzipiell ein sehr film-freundliches Buch, aber so etwas bedeutet noch lange nicht, dass man eine Verfilmung nicht in den Sand setzen kann). Am wichtigsten ist dabei, dass der Fokus auf Propaganda (und nicht auf Gewalt- und Actionszenen) bleibt und die Schattenseiten der Revolution nicht verschwiegen werden. Auf den Inhalt will ich nicht zu weit eingehen, meiner Meinung nach wird die Geschichte realistisch fortgesetzt, ohne Schönfärberei, aber doch mit genug Hoffnung auf eine bessere Zukunft.

Wie schon der erste Teil von "Mockingjay" hat dieser den "Nachteil", wenn man so will, dass die Hungerspiele fehlen, die den ersten Filmen nicht nur eine klare Struktur gaben, sondern auch Glamour und Spannung (die Ironie ist mir bewusst, aber diese Filme wären wenig wert, wenn man den TV-Aspekt der Hungerspiele nicht zumindest bis zu einem gewissen Grad glauben könnte). Dieser hier ist sehr düster und im Vergleich etwas strukturlos, aber das ist nur die konsequente Weitererzählung der Geschichte.

Der Cast ist wie immer top. Einziger Schwachpunkt ist Liam Hemsworth - ich will ja nicht behaupten, dass Gale auf Papier der bestgeschriebenste Charakter aller Zeiten ist, aber in den Filmen war er mir ganz besonders gleichgültig, und hier ist er wichtiger als in den Vorgängern.
Beim Rest weiß ich überhaupt nicht, wen ich hervorheben soll (Donald Sutherland, Julianne Moore, Elizabeth Banks, Josh Hutcherson - eigentlich wirklich alle). Und niemand ist besser als Jennifer Lawrence - eine in erster Person geschriebene Geschichte zu verfilmen kann leicht schiefgehen, aber selbst Katniss' Votum pro-Hungerspiele ist völlig nachvollziehbar.

Umgekehrt kann der Film natürlich den Ort wechseln, und es gibt wieder einige gut ergänzte Szenen, vor allem mit Präsident Snow.

Zum Negativen. Die Schlussszene - furchtbar. In diesem einen Punkt muss man "Harry Potter" doch nicht nacheifern. "Mockingjay" hat ein wunderbares nicht-zu-Happy-End, nur halt genau eine Szene vor Schluss. Ja, es ist im Buch genau so, aber das ist mit ein Problem - Katniss liest ihrem Baby praktisch das Schlusswort ihrer eigenen Biographie vor. Leicht unnatürlich.

Ähnlich eine Szene, in der Haymitch Katniss einen Brief von Plutarch vorliest. Briefe eignen sich für Filme nur selten. Der Gedanke "Hatten sie die Szene mit Philip Seymour Hoffman noch nicht gedreht?" drängt sich einem etwas zu sehr auf.

Und natürlich fehlen ein paar nette Momente - aber das ist letztlich alles Kleinkram. Diese Serie funktioniert für sich, funktioniert als Ergänzung zum Buch, und funktioniert als Filmversion des Buches. Das ist eine ziemliche Leistung.
Kommentar Kommentar (1) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Dec 9, 2015 9:56 PM CET


Hamilton
Hamilton
Preis: EUR 18,40

10 von 11 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen What time is it? Showtime!, 23. Oktober 2015
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Hamilton (Audio CD)
"Hamilton" ist ein Hip-Hop-Musical über die amerikanische Revolution. Man (oder ich jedenfalls) muss sich natürlich etwas daran gewöhnen, dass Thomas Jefferson & Co. jetzt rappen (er und Hamilton liefern sich mehrere Rap Battle, u.a. über das Finanzsystem der USA), aber dann funktioniert es erstaunlich gut. Gerade für die Aufbruchsstimmung und das Chaos einer Revolution passt es einfach.

Nicht dass alles Hip-Hop wäre, es ist eine ziemlich vielseitige CD ("Wait for it" könnte zwar fast im Radio laufen, aber "The story of tonight" würde auch in "Les Miserables" nicht weiter auffallen, und "What'd I miss" ist mehr jazzig). Es gibt wiederkehrende Themen und die Songs bauen aufeinander auf. Einfachstes Beispiel wäre "Non-Stop", da taucht fast jeder Song des ersten Akts wieder auf. Die Texte sind oft Zungenbrecher (Mein Favorit ist momentan "I'm the oldest and the wittiest and the gossip in New York City is insidious").

Toll ist auch, dass der Cast nicht (nur) weiß ist. Es trägt wie auch die Musik dazu bei, dass das Ganze aktueller wirkt. Andere Musicals haben so etwas natürlich auch schon gemacht, aber es hat schon einen besonderen Reiz, wenn die Dargestellten die Gründerväter der USA sind. Der Cast ist großartig, wobei für mich Leslie Odom Jr. besonders herausragend ist.

Es ist immer zu einem gewissen Grad problematisch, wirkliche Menschen darzustellen, aber "Hamilton" umgeht das sehr elegant, indem es das gerade herausstellt ("you have no control who lives, who dies, who tells your story") und betont, dass diese Geschichte von Hamiltons Frau Eliza erzählt wird.

Erwähnenswert ist vielleicht noch, dass sehr viele Texte sich direkt erzählerisch an's Publikum zu richten scheinen. Auf CD ist das etwas schwer zu werten, einerseits widerspricht es natürlich dem "show, don't tell"-Prinzip, aber live führt es vermutlich zu toller Stimmung.

Bei einer CD der Länge offensichtlich, aber natürlich ist vieles das gerappte/gesungene Äquivalent von aufgenommenem Dialog, das man sich nicht unbedingt auch mal so zwischendurch anhören würde. Also nicht zu enttäuscht sein, wenn einen "Aaron Burr, Sir" noch nicht gleich vom Hocker haut.

Natürlich habe ich auch ein paar Sachen auszusetzen (zuallererst der derzeitige Preis, ist jawohl ein Witz). Ich finde "Liebe auf den ersten Blick"-Geschichten unkreativ und uninteressant, und "Hamilton" enthält gleich zwei. Gelegentlich wird einem die Großartigkeit Hamiltons etwas um die Ohren gehauen. Und ich mag Jonathan Groff eigentlich, aber seine Songs (eigentlich eh dreimal derselbe) finde ich geradezu ätzend. Vielleicht funktioniert das live, so jedenfalls finde ich's nicht besonders lustig.

Aber mir gefällt die CD bei jedem Hören besser, und die Idee funktioniert entgegen aller Wahrscheinlichkeit so gut, dass mir so etwas keinen Punktabzug wert ist.

Es ist schwer, einzelne Tracks aus dem Zusammenhang zu reißen, aber ich höre momentan am liebsten "Wait for it" und "One last time".
Kommentar Kommentare (14) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Jun 11, 2016 11:41 AM MEST


Crimson Peak [Blu-ray]
Crimson Peak [Blu-ray]
DVD ~ Charlie Hunnam
Preis: EUR 14,99

41 von 47 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Ein langsamer Film mit melancholischer Stimmung, wunderschönen Bildern, und Geistern, 23. Oktober 2015
Rezension bezieht sich auf: Crimson Peak [Blu-ray] (Blu-ray)
"Crimson Peak" ist kein Horror- und kein Kriminalfilm, und Vorwürfe wie "nicht gruselig" und "vorhersehbar" (kommt schon, der Film macht wirklich kein Geheimnis draus) sind daher völlig wahr, aber auch irgendwie fehl am Platz. Es gibt Geister, aber, wie einem gleich zu Anfang vorsichtshalber mit dem Holzhammer beigebracht wird: "Es ist keine Geistergeschichte. Es ist eine Geschichte, in der ein Geist vorkommt. Der Geist ist eine Metapher für die Vergangenheit." Die Geister sehen zwar unappetitlich aus, tun aber gar nichts, sind sogar eher hilfreich, und eigentlich könnte die Geschichte gut ohne sie passieren. Aber sie tragen zur Atmosphäre bei, und nur darum geht es in dem Film.

Das halbverfallene alte Gebäude "Allerdale Hall" sieht fantastisch aus. Es gibt ein riesiges Loch in der Decke, durch das erst Blätter herunterfallen und später auch Schnee. Der rote Lehm quillt überall hervor und färbt die Wände, jemand hinterlässt rote Fußabdrücke im Schnee, überall sind dunkle Insekten, es gibt einen alten klappernden Fahrstuhl, das wasser kommt erst rot gefärbt aus der Leitung, Edith läuft oft im weißen Nachthemd mit Kerzenleuchter durch das finstere Haus - die Bilder sind traumhaft. (Vielleicht auch alptraum-haft, aber eben nicht Horror, von vereinzelten brutalen Szenen mal abgesehen.) Und das meiste sieht zum Glück nicht nach CGI aus. Die Schauspieler sind auch toll. Man fühlt mit Edith, ansonsten würde der Film auch nicht funktionieren.

Es geht etwas in Richtung "Rebecca" oder "Wuthering Heights". Mit Geistern. Wem so etwas gefällt, dem empfehle ich, es auf der größtmöglichen Leinwand anzugucken.
Kommentar Kommentare (2) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Feb 15, 2016 10:55 PM CET


The Last Five Years [DVD]
The Last Five Years [DVD]
DVD ~ Jeremy Jordan Anna Kendrick
Wird angeboten von zoreno-deutschland
Preis: EUR 3,69

5 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Für Fans, das aber wirklich, 23. Juli 2015
Rezension bezieht sich auf: The Last Five Years [DVD] (DVD)
Wie bei einer Verfilmung dieses Musicals nicht anders zu erwarten, ist das hier ein sehr merkwürdiger Film. Wer es nicht kennt: "The last 5 years" handelt von der 5 Jahre dauernden Beziehung zwischen Jamie und Cathy. Beide haben normalerweise jeweils abwechselnd einen Song. Der Partner ist dabei nicht wirklich anwesend, im Prinzip singt wer immer "dran" ist einen Monolog, ob zum Partner, zum Publikum oder sich selber. Cathys Szenen beginnen am Ende der Beziehung, Jamies am Anfang.

Ich bin weiß Gott nicht jemand, der bei Musical-Filmen das Singen allzu schnell irritierend findet, aber die nur symbolische Anwesenheit des Partners ist ein Problem, und ich war in dieser Hinsicht doch neugierig. Singen sie ständig in die Kamera? Voice-over über Stummfilmszenen? Zum Partner, der entweder zufällig nie im Bild ist oder nicht reagiert? Zu wildfremden Leuten, einfach in die Ferne? Es kommt fast alles davon vor, und man sollte sich darauf einstellen.

Dazu kommt, dass der Film meiner Meinung nach vergleichsweise schwach anfängt. Insbesondere die zweite Szene ("Shiksa Godess"), umgesetzt als Monolog in einer Sexszene, ist wirklich peinlich anzusehen. Oder etwa in "Moving too fast", da bewegen sich aus dem nichts die Passanten plötzlich passend zum Song, die Art Musical war's vorher auch nicht. Alles zusammengenommen wäre ich nicht überrascht, wenn selbst jemand mit einigem gutem Willen den Film schnell wieder abstellen möchte.

Aber meiner Meinung nach sollte man das nicht, denn ausgerechnet mit "The Schmuel Song" (einer der wenigen Songs, die ich auf CD gern überspringe, auch hier kommentiert Cathy netterweise mit "That was long") kippte es für mich um: eine wirklich süße Szene, und die beiden waren als Pärchen plötzlich viel glaubwürdiger als vorher.

Und von da an war ich "drin", und mochte eigentlich alles. "The next ten minutes", ein Heiratsantrag im Central Park, fand ich schön, und "A Summer in Ohio" umgesetzt als Skype-Gespräch kombiniert mit Szenen aus wirklich schlecht aussehenden Aufführungen von "West Side Story" und "The Sound of Music", war einfach göttlich. "Climbing uphill" war witzig, und "If I didn't believe in you" auf eine gute Art schmerzhaft. (Nunja, "I can do better than that" war wieder etwas peinlich). Und beim Finale "Goodbye until tomorrow/I could never rescue you" stiegen mir doch tatsächlich die Tränen in die Augen.

Der Film ist als Adaption sehr, sehr eng an der Vorlage. Man scheint auch einfach davon auszugehen, dass die gegenläufige Chronologie bekannt ist.

Die Besetzung - praktisch ja nur Anna Kendrick und Jeremy Jordan - ist klasse.

Da die Vorlage schwer verfilmbar ist und ich es letztlich dann doch sehr mochte, gebe ich mal 4 Sterne. Aber ich würde es nur Fans des Musicals oder der Schauspieler empfehlen - man muss es definitiv mögen wollen.
Kommentar Kommentare (3) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Sep 10, 2015 3:20 PM MEST


Am grünen Rand der Welt
Am grünen Rand der Welt
DVD ~ Carey Mulligan
Preis: EUR 7,97

27 von 32 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Ein wunderbar gespielter, wunderschön aussehender Film, 20. Juli 2015
Rezension bezieht sich auf: Am grünen Rand der Welt (DVD)
Thomas Hardys "Am grünen Rand der Welt" habe ich gelesen, und auch gemocht, zu meinen absoluten Lieblingsbüchern würde ich es allerdings nicht zählen, und tatsächlich gefällt mir diese Adaption sogar noch etwas besser.

Zur Handlung: Batsheba (Carey Mulligan) erbt die Farm ihres Onkels, und entschließt sich, sie entgegen den Gebräuchen selber zu führen. Sie sieht keinen Sinn in einer Ehe, kann dem Thema aber auch nicht entkommen - da ist einmal Gabriel Oak, dessen Heiratsantrag sie schon vor ihrer Erbschaft abgelehnt hat und der nun als Schäfer für sie arbeitet. Zum anderen ihr Nachbar Boldwood, demgegenüber sie Schuldgefühle hat, weil sie seine Gefühle etwas unachtsam erst geweckt hat. Und schließlich der attraktive Troy, der gar nicht so sehr interessiert ist, und genau deshalb natürlich nicht entkommen darf.

Der Film sieht ganz wunderschön aus. Das klingt oberflächlicher als es ist, denn die englische Landschaft ist fast noch vor Batsheba Hauptcharakter, fast alle Charaktere sind Farmer oder Schäfer, und es trägt sehr viel zur Atmosphäre bei.

Carey Mulligan als Batsheba Everdene (und ja, anscheinend ist Katniss Everdeen tatsächlich nach ihr benannt) ist einfach umwerfend. Man kommt gar nicht auf die Idee, dass sie schauspielert. Gabriel Oak empfand ich im Buch nach einiger Zeit als entnervend perfekt, aber auch wenn sein Charakter nicht wirklich geändert wurde, machte Matthias Schoenarts ruhige, zurückhaltende Darstellung ihn glaubwürdiger.
Boldwood fand ich im Buch nur creepy, hier ist er zwar auch obsessiv, aber gleichzeitig deutlich symphatischer (man mag sich darüber streiten, ob das besser ist, aber angenehmer anzuschauen ist es doch), eine absolut exzellente Darstellung von Michael Sheen. Auch Tom Sturridge als Frank Troy fand ich sehr gut, charmant zu Anfang und doch bedrohlich genug am Schluss.

Gelegentlich geht es doch ein wenig schnell (vor Oaks Heiratsantrag, oder die Romanze mit Troy), und auch die Landbevölkerung mit ihren Gesprächen in Gasthäusern bleibt etwas auf der Strecke, insgesamt wurde aber meiner Meinung nach an den richtigen Stellen gekürzt bzw. hinzugefügt. Es wäre auch schön, wenn die Leute nicht immer gar so aus dem Ei gepellt (und geschminkt) aussähen. Aber das sind Kleinigkeiten bei einem so liebevoll gemachten, so gut gespieltem Film.
Kommentar Kommentare (2) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Jan 14, 2016 9:37 PM CET


1989 (Deluxe Edition)
1989 (Deluxe Edition)
Wird angeboten von DiscountMediaStoreDE
Preis: EUR 24,25

1 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Ist Taylor Swift eingeknickt?, 6. Juli 2015
Rezension bezieht sich auf: 1989 (Deluxe Edition) (Audio CD)
Für mich klingt "1989" ein bisschen, als habe Taylor Swift die gängigen Vorwürfe - kindisch, über-emotional, selbstmitleidig, Opferkomplex, vermarktet ihr Privatleben et cetera - absolut satt und würde sicher stellen, dass ihr das nicht nochmal passiert. Selbst die emotionaleren Songs (und ich empfinde verglichen mit den Vorgängern relativ viele Songs als unpersönlich und nichtssagend) sind das auf eine abgeklärte, gemäßigte "hätte eh nie funktioniert, war aber trotzdem schön, bisschen schade"-Art. Was ja auch prinzipiell okay ist, aber irgendwie finde ich es schade, dass anscheinend selbst Taylor Swift jetzt nichts mehr richtig toll oder richtig scheiße findet, und die ganz große emotionale Reaktion bleibt dann halt auch aus. Der Wechsel von Country- zu Elektropop verstärkt den Eindruck - schlechtere Textverständlichkeit, künstlicherer Sound - ist aber für mich hier gar nicht der größte Stilwechsel.

Was nicht bedeutet, dass das Album nicht einige gute Songs enthält. "Blank Space" ist eine gelungene Satire auf ihr (altes?) Image, wie auch "New Romantics". Zeilen wie "that James Dean daydream look in your eye" bleiben einfach hängen, mir gefällt das manische Wiederholen im Refrain von "Out of the woods" und ich finde es gut, dass sie die ganze "Mädchen von nebenan mit den gleichen Problemen wie du!"-Sache auch mal ein bisschen lockert - aber die besten Songs ihrer älteren Alben (für mich etwa "Never grow up" oder "All too well") wirkten auf eine kompromisslose, ungefilterte Art gefühlvoll, die diesem Album völlig abgeht. Ich hoffe, sie kommen auf dem nächsten Album wieder - auch wenn man sich über sie leichter lustig machen kann.


Something Rotten! (Original Broadway Cast Recording)
Something Rotten! (Original Broadway Cast Recording)
Preis: EUR 9,99

0 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen Beim ersten mal ganz witzig, danach nervtötend, 16. Juni 2015
"Something Rotten!": Die Autoren Nick und Nigel Bottom leben im Schatten des großen Shakespeare. Also geht Nick (Brian D'Arcy James) zu einem Hellseher, um zu erfahren, was noch erfolgreicher sein wird als Shakespeare. Dieser hat eine Vision, in der er sieht, dass die Zukunft den Musicals gehört, woraufhin Nick versucht, das erste Musical der Welt zu schreiben.

Nunja, im Theater hört man das ganze schließlich nur einmal, und vermutlich gewinnt es gegenüber der CD sowieso (allerdings würde ich nicht allzu viel Geld ausgeben, um das herauszufinden). So jedenfalls ist es musikalisch okay - wenige Wow-Momente, aber die Songs sind nett und eingängig - textlich aber sind es Wiederholungen, flache Witze, und Wiederholungen von flachen Witzen. Hauptsächlich: Shakespeare als Rockstar, erkennen Sie dieses Musical/Shakespeare-Zitat? und Wortwitze über "Will" bzw. "Bottom".

Es geht ganz gut los, "Welcome to the Renaissance" gefällt mir eigentlich am besten, und "Right Hand Man" hat eine hübsche Melodie und ist sehr gut gesungen. Und das Musicalzitate suchen in "A Musical" macht zumindest beim ersten Mal Spaß (ich hab Les Miserables, The Music Man, Chicago, Rent und Annie, wer bietet mehr?). Aber "Will Power" ist textlich absolut zu vergessen, und "Bottom's gonna be on top"....der Witz ist wirklich nicht so gut, dass man ihn den Refrain eines Songs machen muss. Oder "Hard to be the bard", wo wiederum der Titel praktisch schon der Text ist:"it's hard (it's hard), it's hard (it's hard), it's really really hard, so very very hard, I make it look easy but honey believe me it's hard (it's hard), it's hard (it's hard), it's so incredibly hard..." - so starke Nerven hab ich nicht. Die Moral des Stücks lautet schließlich "to thine own self be true", obwohl Nick ein Musical über Eier schreibt (der Hellseher versteht "Hamlet" falsch als "Omelett"), und weder das eine noch das andere seine Idee war. Der Cast ist aber sehr gut, ich mag besonders Christian Borle und Heidi Blickenstaff.

Was sicher auch in meine Bewertung einfließt: Ich habe die Show als "a love letter to musical theater" beschrieben gesehen, aber bei mir kam es eher als das Gegenteil an. Klar, wenn man selber "sind Musicals nicht idiotisch? Macht aber Spaß!" sagt, hat man eine Menge mögliche Kritik vorweggenommen, aber dann sollte man vielleicht keine Musicals schreiben. Das Ergebnis ist jedenfalls dementsprechend.


Honeymoon in Vegas
Honeymoon in Vegas
Preis: EUR 22,30

1.0 von 5 Sternen Was ist denn da passiert?, 16. Juni 2015
Rezension bezieht sich auf: Honeymoon in Vegas (Audio CD)
Fangen wir mit der Handlung an - Film nie gesehen, also war mir alles neu. Also: Jack hat seiner (verstorbenen) Mutter versprochen, niemals zu heiraten, steuert jetzt aber mit Betsy doch drauf zu. Kurzerhand brennen sie nach Vegas durch, wo aber Jack beim Pokerspiel viel Geld an Tommy verliert, und daraufhin sich mit ihm einigt, dass der anstelle einer Bezahlung dafür eine gewisse Zeit mit Betsy verbringen darf (?!). Sie protestiert etwas, macht aber letztlich mit (sie heiratet Jack am Schluss, und das soll wohlgemerkt ein Happy End sein). Tommy findet nämlich, dass sie exakt wie seine verstorbene Frau aussieht, die an Hautkrebs gestorben ist, und will sie daher für sich gewinnen (Charaktereigenschaften irrelevant, vielleicht hält er sie auch für eine erstaunlich frühe Wiedergeburt, ist mir nicht ganz klar geworden). Jack jagt den beiden dann doch nach, wird von einer hawaiianischen Prostituierten namens Mahi erst abgelenkt und dann unterstützt, indem sie den Fluch seiner Mutter durch pseudo-hawaiianische Magie (oder so) bricht. Egal. Am Ende gibt es eine Art Happy End und alle haben viel gelernt.

Naja, so weit, so schlecht. Auf die Umsetzung kommt's an, was? Die Umsetzung enthält eindimensionale Charaktere (Frau will heiraten, Mann nicht), einen lustig gemeinten (!) Song über Hautkrebs mit Zeilen wie "She was beautiful beyond compare, roasting like a chicken in her chair" sowie einen weiteren lustig gemeinten Song namens "Friki Friki", was von Mahi schlecht ausgeprochenes "Freaky freaky" sein soll, was wiederum ein Verführungsversuch ist. Ha-ha. Musikalisch ist es gelegentlich ganz nett, aber nichts, was JRB nicht schon besser woanders gemacht hätte. Normalerweise habe ich bei Broadway Cast Recordings zumindest über den Cast noch ein paar nette Worte zu verlieren, aber hier fand ich nicht mal den groß beeindruckend. Aber es ist natürlich möglich, dass das nur das Material war.


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