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Rezensionen verfasst von
Heidelinde Penndorf

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Tití - Verschwörung in Paris 1812
Tití - Verschwörung in Paris 1812

5.0 von 5 Sternen Das Buch ist gut - Lesen Sie es, 5. April 2016
Tití - Verschwörung in Paris 1812 - Renard Fourrure
Renard Fourrure versteht es, die Leser zu fesseln.

Sinnlich, frivol und amüsant erzählt Renard Fourrure in der fast vergessenen Briefform eine fiktiv spannende Geschichte um die Malet-Verschwörung, einem Staatsstreichversuch zum Sturz Napoleons. Abenteuerliches Vorhaben – doch überaus gut gelungen !

Durch die bildhafte Diktion des Autors ist es phantasievoll möglich, in den aphrodisierenden Duftkompositionen der beiden Haupt- Protagonisten Judith und Baronne Thérèse zu versinken- einfach fabelhaft und lustvoll prickelnd wie Champagner.

Der Autor hat das Buch umfangreich überarbeitet und mit sinnlichen, erotischen Details, faszinierenden und abenteuerlichen Kapiteln bereichert, die das Leben ›Georgettes‹, der Schwester Titís, als Mätresse eines Vincomtes und gleichzeitige Gespielin seiner Frau, schildern.

Brillant überzeugend ist auch das stimmige Zeitkolorit des Premier Empire. Das Buch hat das Zeug zum Klassiker, sehr zu empfehlen.

à la bonne heure Renard Fourrure !


Vor dem Erben kommt das Sterben: oder wie Cleopatra nach Köln kam
Vor dem Erben kommt das Sterben: oder wie Cleopatra nach Köln kam
Preis: EUR 2,49

1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Leseempfehlung: Ein unbedingtes Ja: Lesen sie es, das Buch., 26. März 2016
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Vor dem Erben kommt das Sterben - Ulrike Blatter
Dieses Buch ist eine bemerkenswerte, kritische und kriminalistische Liebeserklärung an die Stadt Köln. In weiten Bereichen fast ein Dossier des Untergangs des Severinsviertels, den der damalige skandalöse U-Bahn-Bau mit sich brachte. Geschäftliche Existenzen wurden zerstört, der soziale Abstieg der dort lebenden Menschen war immens.

Es entstehen Bilder im Kopf, wie es sich lebt inmitten einer Stadtviertel-Baustelle, mit all dem Lärm, den provisorischen Stegen und den Rissen in den Wänden vieler Wohnungen.

Die außergewöhnlich bemerkenswerte Metapher ─ Blanches Ermordung, knappe Sekunden nach dem Einsturz des Kölner Stadtarchivs ─ zeigt die tiefe Betroffenheit Ulrike Blatters, ob der Zerstörung dieses Kulturguts.

Das bewog sie, eine ungewöhnliche kreative, fantasiereiche und sehr spannende Handlung in das ganze Baugeschehen des Severinsviertels zu kreieren. Fantasiereich schon deshalb, weil Cleo die Katzendame, den Lesern aus der Position der Beobachterin heraus, die Hintergrundgeschichte zum perfekten Mord an Blanche erzählt.

Dieser kam im Laufe ihres Lebens die Empathie und Selbstliebe abhanden. Die Ursachen dafür sind sehr facettenreich. Ihre innere Leere übertüncht Blanche deshalb mit materiellen Dingen. Fühlt sich vom Leben betrogen und hat nur ein Ziel: ›Sich alles zu holen, was das Leben ihr bisher vorenthielt.‹ Dazu sind der Protagonistin alle Mittel Recht, auch die kriminellen.

Blanche kehrt nach langem Aufenthalt aus der Schweiz nach Köln zurück und eröffnet eine esoterische Lebensberatung.

Skrupellos, gekonnt und gewissenlos zieht sie ihren Kunden das Geld aus der Tasche. So auch der Witwe Sibylle, die den Tod ihres Mannes nicht verkraftet. Sie bittet Blanche um Hilfe, eine Kontaktaufnahme mit dem Verstorbenen zu ermöglichen.

Eiskalt nutzt diese das Mittel der Hypnose zu einer fingierten Rückführung. Führt die Witwe in eine andere zeitgeschichtliche Epoche, in welcher diese ihren Mann wieder trifft. Mit diesem fiesen Trick möchte sie sich ein sehr auskömmliches und zeitlich unbegrenztes Einkommen und Sibylles Erbe sichern. …

Der flüssige, schnörkellose, spannende und metaphernreiche Schreibstil ist einfach perfekt für diese Geschichte und lässt die Leser schnell ins Geschehen hineinfinden. Die Charaktere sind bildhaft beschrieben – Kopfkino!

Das Buch im Zeitkolorit des Untergangs eines ganzen Kölner Stadtviertels, ist ein Heimatroman und gleichzeitig ein Krimi der besonderen Art. Fantasiereich sind tatsächliche Geschehnisse mit einer spannenden fiktiven kriminellen Geschichte verknüpft. Die akribische detallierte Genauigkeit des fiktiven Handlungsablaufs und der tatsächlichen kölschen Ereignisse, liegt sicher daran, dass die Autorin Rechtsmedizinerin ist. Die kölsche Sprache der Einwohner ist das Tüpfelchen auf dem I und wer bisher das Kölsche Grundgesetz nicht kennt, wird es schmunzelnd lieben.

Gibt es den perfekten Mord wirklich?

Wer ist Blanche Mörder?

Wer ist die mysteriöse Person, die im Bad neben der toten Blanche auf den Stuhl sitzt?

Welches Geheimnis umgibt die Katze Cleo?

Antworten auf diese Fragen finden Sie im Buch.

Leseempfehlung: Ein unbedingtes Ja: Lesen sie es, das Buch.


Jane auf Lantern Hill: Roman
Jane auf Lantern Hill: Roman
von Lucy Maud Montgomery
  Broschiert
Preis: EUR 18,50

5 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Der Roman hat meine uneingeschränkte Leseempfehlung!, 2. März 2016
Rezension bezieht sich auf: Jane auf Lantern Hill: Roman (Broschiert)
Nadin Erler, eine Übersetzerin, schrieb mich an, ob ich dieses Buch gern rezensieren würde. Es wäre ein wundervolles Mädchenbuch, welches in deutscher Erstauflage, übersetzt von ihr, im November 2015 auf dem Buchmarkt erschienen sei. Ich sagte voller Neugierde zu und schon bald hielt ich nach unserer netten Korrespondenz, das Buch in den Händen.

Die kanadische Autorin Lucy Maud Montgomery wurde am 30. November 1874 im heutigen New London, Prince Edward Island, geboren und verstarb am 24. April 1942 in Kanada. Sie schrieb überwiegend Romane, deren Protagonisten starke, unabhängige Mädchen und Frauen waren. So auch die Heldin Jane, im Buch »Jane auf Latern Hill«.

Sie lebt mit ihrer Mutter, die sie abgöttisch liebt, in Toronto. im Haus ihrer Oma. Beider Leben ist geprägt durch die Fremdbestimmung der alten herrschsüchtigen Dame. Janes Leben verläuft trist. Sie hat zwar alles, was man zum Leben braucht, die Großmutter sorgt sogar dafür, dass sie eine gute Schulbildung genießt, doch sie wird von ihr nicht geliebt und lässt sie das bei jeder Gelegenheit auch spüren. Großmutter führt ein strenges Regime, dem sich auch ihre Mutter nicht widersetzt. Aus diesem Grund wagt diese auch kaum, in Anwesenheit der alten Dame, ihrer Tochter zu zeigen, wie sehr sie das Mädel liebt.

Jane, durch die strenge Erziehung verschüchtert, wirkt linkisch, findet am Lernen keinen Spaß und schafft immer grade so die Versetzung in die nächste Klasse. Ihre Großmutter gibt ihr oft das Gefühl der Unzulänglichkeit, sie fühlt sie sich nutzlos und sehr einsam.

Lange Zeit glaubt das Mädel, dass ihr Vater gestorben sei, bis sie durch Zufall erfährt, dass er lebt und ihre Eltern eigentlich immer noch verheiratet sind.

Die Großmutter Janes, ist die Mutter ihrer Mutter und hat ihrer Tochter das Glück nicht gegönnt. Sie war eifersüchtig, wollte ihre Tochter für sich allein, außerdem war der Mann Schriftsteller, nicht aus der gehobenen Schicht und deshalb nicht gut genug für Janes Mutter. Sie ließ keine Gelegenheit aus, ihre Einstellung zu demonstrieren.

Und so kommt es wie es kommen musste, die junge Frau kehrt nach anfänglichen Eheschwierigkeiten, drei Jahre nach Janes Geburt, reumütig zu ihr zurück. Ab dieser Zeit ist beider Leben fremdbestimmt.

Doch plötzlich ändert sich alles, Janes ganzes Leben wird auf den Kopf gestellt. Ihr Vater möchte, dass sie in den dreimonatigen Sommerferien zu ihm auf die Insel Cape Tormentine kommt. Sie lernt ihn kennen und lieben.

Ihr Vater lässt ihr den Freiraum, der nötig ist. Jane probiert sich aus, experimentiert mit ihren Fähigkeiten, lernt all die Dinge, die sie schon immer machen wollte: ›Kochen, Backen, Gartenarbeit und viele anderen Dinge‹.

Jane fühlt sich pudelwohl, wächst innerlich, bekommt Selbstvertrauen. Sie wird geliebt, nicht nur von ihrem Vater, alle Inselbewohner lieben sie, zollen ihr Respekt und Achtung. Das Mädel wird ein vollwertiger selbstständiger und wissbegieriger Mensch und wächst aus dem auferlegten Zwang der Großmutter heraus.

So übersteht sie auch die Zeit bis zu den nächsten Sommerferien im Hause ihrer Großmutter. Die bemerkt natürlich die Metamorphose ihrer Enkelin und versucht vergeblich, ihren Einfluss geltend zu machen. Doch es gelingt ihr nicht. Jane ordnet sich nicht mehr unter.

Auch ihre Mutter bemerkt die Veränderung, hat Angst, dass sich ihre Tochter innerlich von ihr entfernt und spricht das erste Mal über die Probleme der Trennung von Janes Vater. Das Kind bemerkt, dass sich beide Elternteile immer noch lieben.

Die darauffolgenden Sommerferien verbringt Jane wiederum bei ihrem Vater. Sie macht psychisch und geistig einen weiteren großen Entwicklungssprung, Mit dem Herzen ist sie bei ihrem Vater und auf der Insel zu Hause.

Im Frühjahr danach, erreicht Jane ein Brief, der sie in Angst und Schrecken versetzt. Die Schwester seines Vaters, die in ähnlicher Weise eifersüchtig ist, wie des Mädels Großmutter, schreibt, dass Janes Vater sich nun doch scheiden lassen möchte, um eine andere Frau zu heiraten.

Die Ereignisse überstürzen sich. Jane, 12 Jahre alt, fährt ohne Wissen ihrer Mutter und Großmutter allein auf die Insel, wird schwer krank und dies führt dann im Endeffekt dazu, dass ihre Eltern wieder zueinander finden. Janes psychische und geistige Stärke gibt auch ihrer Mutter genügend Kraft, fortan ihr Leben selbstbestimmt in die Zukunft zu führen, gemeinsam mit Ehemann und Tochter.

Nadin Erler hat es vermocht, den Zauber des feinfühligen, lyrischen und mit Metaphern angereicherten Schreibstils der Autorin Lucy Maud Montgomery, detailgetreu ins Deutsche zu übersetzen. Die Geschichte ist spannend und flüssig erzählt, ohne Längen und weiß auch durch seine sehr bildhaften Naturbeschreibungen zu begeistern.

Die Handlung in Kombination dieses Schreibstils, in seiner deutschen Übersetzung, ist brilliantes Kopfkino und so ist es auch nicht verwunderlich, dass das Buch 1990 vom Regisseur Kevin Sullivan verfilmt wurde.

Der Roman hat meine uneingeschränkte Leseempfehlung!

Heidelinde Penndorf


Schwarze Rosen für Oliver
Schwarze Rosen für Oliver
Preis: EUR 2,99

1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Das »Anderssein« ist nur ein ›Anderssein‹, solange wir Menschen es dazu degradieren!, 22. Februar 2016
Rezension bezieht sich auf: Schwarze Rosen für Oliver (Kindle Edition)
Es war ein Debüt für mich, einen Roman dieses Genres zu lesen, ein sinnlich-erotisches und lustvolles Lesevergnügen.

Die Autoren Valerie le Fiery und Frank Böhm haben gemeinsam einen wunderbaren Roman über die Liebe zweier Männer geschrieben. Mit allem, was dazugehört: ›dem sozialen Umfeld, Trennung, Schmerz, Rosenkriegen, neuer Verliebtheit und einer guten Portion Romantik‹, die durch ihre Worte zum Kopfkino werden. Die Leser erleben wundervolle, erotisch-lustvolle Bilder, die Schreibweise ist hier fast schon lyrisch. Bemerkenswert gut.

Liebe – ein starkes Gefühl innerer Verbundenheit, grazil, tausend Kleinigkeiten, die sie ausmachen, sie fragt nicht nach Alter und Geschlecht. Sie überrollt uns Menschen, ist plötzlich da – schlägt ein wie ein Blitz und lässt uns nicht mehr los.

Es passiert jeden Tag auf der Welt, dass sich Menschen verlieben – Mann in Frau, Frau in Frau und Mann in Mann. Die Liebe macht auch vor Menschen gleichen Geschlechts nicht Halt. Warum auch!

Und trotzdem ist die Liebe zum gleichen Geschlecht, auch im 21. Jahrhundert, für viele von uns immer noch ein Tabu-Thema. Gerade auch durch die Seuche Aids, wird sie immer noch in eine Ecke gerückt, in die sie nicht gehört. Ein Tabu-Thema deshalb, weil sie abweicht von den Normen - Normen, die wir Menschen selbst geschaffen haben.

Deshalb ist es umso erfreulicher und bemerkenswert, dass sie verändert und aufgeweicht werden – um das »Anderssein« gesetzlich auf Augenhöhe zu heben. Denn das »Anderssein« ist nur ein ›Anderssein‹, solange wir Menschen es dazu degradieren!

Die Anmerkungen des Autorenduos am Ende des Buchs lenken die Aufmerksamkeit der Leser genau dahin! Sie haben uns Wichtiges zu sagen, die Autorin Valerie le Fiery und ihr Autorenkollege Frank Böhm. Hören wir ihnen zu!

Leseempfehlung: ein unbedingtes Ja: Lesen sie es, das Buch.


Anthony Noll und das Geheimnis der Nummer Elf (Buch 2): wenn kleine Roboter ihre Eltern verlieren
Anthony Noll und das Geheimnis der Nummer Elf (Buch 2): wenn kleine Roboter ihre Eltern verlieren
von Francis Linz
  Taschenbuch
Preis: EUR 6,99

5.0 von 5 Sternen Ein uneingeschränktes Ja zur Empfehlung des Buchs: Lesen sie es! à la bonne heure Franciz Linz!, 19. Februar 2016
Schon auf den ersten Seiten wird klar, dass dieses Buch der Anthony Noll Serie aus der Reihe tanzt. Es geht nicht mehr nur um einen kleinen Jungen, der zwei Leben führt, eines auf der Erde und eines in Robotanien, als Roboterkind.

Das Buch ist fast so etwas wie ein Schlüssel für eine Tür, die die Leser zur Offenlegung einiger Geheimnisse führt. Sie erfahren, weshalb Anthony Noll zwei völlig getrennte Leben führt. Und es ist bei weitem kein Roman mehr, den ich zum Vorlesen jüngerer Kinder empfehle, wie die vorangegangenen Bücher der Anthony Noll Reihe.

Auf den ersten Buchseiten erleben die Leser Grausamkeiten, zu denen Söldner fähig sind, auch ihre Lust zu töten, wo andere reden. Sie liefern sich einen Kampf auf Leben und Tod, denn jeder von ihnen möchte derjenige sein, der dem Imperator die Schatzkarte überbringt. Ist doch auf ihr verzeichnet, wo die Reliquien von Lanypana, die vier heiligen Waffen von Dafalong, liegen. Der Imperator glaubt, dass sie ihn vor der Prophezeiung schützen werden. Dessen Angst vor ihrer Erfüllung so groß ist, dass er sogar Mittel und Wege konzipierte, den Denkerköpfen des Landes ihr Wissen aus ihren Gehirnen zu ziehen. Sogar halt- und abrufbar wurde es konserviert.

Bemerkenswerterweise ändert Linz situationsanpassend seinen Schreibstil – der ist nicht minder eindringlich, dramatisch und überaus gut zu lesen, doch die lyrische Verspieltheit ist im Kapitel des sinnlosen Mordens verschwunden.

In den anderen Teilen des Buchs ist sie wieder zu finden, diese eindrucksvolle lyrische Verspieltheit, nicht so oft wie in den Büchern vorher, kann ja auch nicht, da das Buch in der Serie etwas Besonderes ist.

Anthonys Erdenleben wird total auf den Kopf gestellt, seine Eltern sind plötzlich nicht mehr seine Eltern. Er befindet sich mehrmals in Lebensgefahr und wird in viele Geheimnisse eingeweiht. Eine sehr emotionale, spannende und dramatische Zeit, nicht nur für ihn, sondern auch für die Leser. Diese erleben auch, wie Anthony dann als Ant Nr. 11 in Robotanien erwacht und sich auf die Abschlussprüfungen seines Semesters vorbereitet.

Das Universum, das Weltgeschehen gerät durch die Machtgier des Imperators in arge Bedrängnis. Wird das Dunkle Böse oder die Erfüllung der Prophezeiung, das Gute obsiegen?

Francis Linz sorgt mit seinem fulminanten Schreibstil für einen durchgehend hohen Spannungsboden. Eindrucksvoll wiederholende Metaphern, sorgen dafür, dass sich der Leserschaft bestimmte Ereignisse abrufbar einprägen. Genau wie mit den anderen beiden Büchern der Anthony Noll Reihe, bietet Franciz Linz mit dieser Fortsetzung seinen Lesern ein überaus exzellentes Lesevergnügen.

Gespannt bin ich auf die Fortsetzung der Reihe.

Ein uneingeschränktes Ja zur Empfehlung des Buchs: Lesen sie es!

à la bonne heure Franciz Linz!


Bluttempel: Das Vermächtnis der Walhalla
Bluttempel: Das Vermächtnis der Walhalla
Preis: EUR 0,99

2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Der gute Schreibstil, die ausführlichen Recherchearbeit und spannende Handlung sorgen für ein fesselndes Leseerlebnis, 15. Februar 2016
Ich hatte das Glück, das Buch vor der Veröffentlichung lesen zu dürfen und möchte es den Leserinnen und Lesern nun vorstellen.

Ein kleines Wagnis und meines Erachtens erfolgreich und gut von der Autorin gemeistert, einen gegenwartsbezogenen fiktiven Kriminalfall mit dem Zeitkolorit der Erbauung der Walhalla, in Donaustauf, im bayerischen Landkreis Regensburg (1830 bis 1842), zu verknüpfen.

Martin liebt seine Frau Barbara abgöttisch. Beide haben ein harmonisches erfülltes Privat - und Berufsleben. Ihr Wohnsitz ist ein Haus, direkt am Fuße der Walhalla. Lediglich die Donau und wenige Felder trennen sie von dem imposanten Bauwerk, welches auf Martin magisch anziehend wirkt.

Seit einiger Zeit plagen ihn des Nachts schlimme Albträume, die sich oft in stundenlangen Tagträumen fortsetzen. Manchmal kann er die Träume kaum von der Realität unterscheiden. Das verwirrt ihn und verändert seine Psyche nachhaltig.

Er verspürt den Drang, seine Frau von der Außenwelt abzuschirmen, sieht sie als seinen wertvollsten Besitz, den er um jeden Preis beschützen und verwahren muss …

Die Bewohner Donaustaufs, einschließlich des Ehepaars bester Freunde und Arbeitskollegen, nehmen regen Anteil, als unverhofft Martins Frau spurlos verschwindet. Jeder im Ort glaubt, dass sie Opfer eines Überfalls während des Joggens wurde.

Martins Zustand wird immer schlimmer, sodass er Rat und Hilfe bei einem ehemaligen Schulfreund sucht, welcher als heilkundiger Psychotherapeut praktiziert und Rückführungstherapien durchführt.

Sein geistig angeschlagener Zustand und die Rückführung in sein früheres Leben als Arbeiter, der am Bau der Walhalla mitwirkte, ergeben eine hochexplosive Mischung. Ein Realitätsverlust mit drastischen Auswirkungen für sein weiteres Leben ist die Folge.

Spannende facettenreiche Geschichte, die erzählt, welche Auswirkungen erzeugt werden können, wenn man das, was man liebt, unbedingt besitzen möchte und wenn aus Liebe Besessenheit wird.

Der gute Schreibstil, die ausführlichen Recherchearbeit und spannende Handlung sorgen für ein fesselndes Leseerlebnis, welches obendrein inspiriert, mehr über den baugeschichtlichen Hintergrund der Walhalla zu erfahren.

Ist Ihre Neugier geweckt? Möchten Sie erfahren, was aus Barbara wird und wie die Rückführung Martins in den einzelnen Sitzungen verläuft. Dann kaufen Sie das Buch, welches ich uneingeschränkt empfehle.

Heidelinde Penndorf


Die Geister sind hellhörig
Die Geister sind hellhörig
Preis: EUR 9,49

5.0 von 5 Sternen Chapeau Erika Dreier! Meine Empfehlung: Das Buch, lesen Sie es!, 12. Februar 2016
Rezension bezieht sich auf: Die Geister sind hellhörig (Kindle Edition)
Mittwochs ist in einer Facebook-Gruppe, deren Mitglied ich bin, Autorentag. Die Mitglieder können eigene Kurzgeschichten, Gedichte, Bücher, die sie selbst schrieben oder ihnen gefallen, vorstellen. Wir kamen ins Gespräch, Erika Dreier und ich. Ihre Abschlussarbeit des Studiengangs »literarisch Schreiben« an der Schule für angewandte Linguistik SAL, in Zürich, hielt ich 14 Tage später in meinen Händen und möchte Ihnen das Buch vorstellen, welches 2012 in Erstauflage erschien.

Der Titel »Die Geister sind hellhörig« wird der Handlung des Buchs nicht gerecht. Als ich ihn las, dachte ich sofort an das Genre Esoterik. Aber weit gefehlt.

Ich schlug das Buch auf, begann zu lesen, war von der ersten bis zur letzten Seite gefesselt von der Thematik, die sich hinter dem irreführenden Titel versteckt.

Der Schreibstil, bildhaft tief, mit Metaphern angereichert und emotional ergreifend, ist einfach wundervoll und berauschend. Der Roman trägt autobiografische Züge, deshalb wirkt die Ich-Erzählweise sehr privat, lässt die Leser die Geschichte ziemlich real erleben.

zum Inhalt:

1972 besucht die Krankenschwester Anne mit ihrem Mann eine Veranstaltung, organisiert von einer christlichen Organisation. Dort erfahren sie, dass eine Krankenstation einer ehemaligen Missionsstation in Südamerika unbesetzt sei, dafür suche man Leute. Jung und naiv, voller Pläne und enthusiastisch eingestellt, überlegen sie nicht lange, melden sich freiwillig. Die große Freiheit wartet.

Alles was möglich ist, machen sie zu Geld, kaufen dafür eine kleine medizinische Ausrüstung mit allem, was nötig scheint, um Menschen im Busch medizinisch zu versorgen. Auch einen Land Rover und andere Ausrüstungsgegenstände legen sie sich zu. Eben alles, was eine Familie mit zwei kleinen Kindern in einem fremden Land, 'am nötigsten` braucht. Nachbarn, Freunde und Eltern steuern auch allerhand bei.

Im April 1973 machen sie sich auf den Weg; Anne 27, ihr Mann 25, die Tochter dreieinhalb und ihr Sohn acht Monate alt. Wenig angenehm die Schiffsreise. Ihre Ankunft in Argentinien wird begleitet vom damaligen Ausnahmezustand des Landes –mehr als abenteuerlich, manchmal bedrohlich. Irgendwann kommen sie endlich an, in Paraguay, MISSION TERRA NUEVA – YVYMARAY.

Was dann folgt ist die Schilderung ihrer Arbeit, ihres Lebens dort. Eine Lebensbeschreibung, die nachhallt, bis in die Seele dringt, mir die Tränen in die Augen treibt, mich als nachdenkliche Leserin zurück lässt. Eine Geschichte des puren nackten Überlebens und des langsamen Verschwinden eines ganzen Volkes. Die Autorin weiß die Worte so zu setzen, dass sie sich einbrennen bei den Lesern – für immer.

Sie gab mir die Erlaubnis aus ihrem Buch zu zitieren. Ich hab drei kleine Absätze ausgewählt, die für mich verdeutlichen, welch dringliche humane Botschaft mit diesem Buch transportiert wird.

»Nichts scheint mehr übrig von ihrem stolzen Erbe. Ihr Land beanspruchen meist weiße Siedler, die aus anderen Teilen des Kontinents oder aus Europa kamen, für ihre Rinderherden. Die Tiere die die Indios jagten, sind geflüchtet.«

»Arbeitet, dann habt ihr auch zu essen. Es klang als dächten die weißen Menschen, die Enlhet seien faul. Und es klang, als hätten sie vergessen, dass sie selber als Gäste hergekommen waren und auf dem Boden lebten, den unsere Väter ihren Kindern bis dahin bewahrt hatten.«

»Wer hat den Menschen in diesem Land denn die Krankheiten gebracht, mit denen sie jetzt zu kämpfen haben: Tuberkulose, Keuchhusten, Masern? Und die andern Probleme: Den Hunger, den Alkohol und all das …? Die Weißen! Du und ich, wir sind da nicht ausgenommen!«

Je weiter ich im Lesen des Buchs fortschritt, umso mehr flammte in mir der Gedanke auf:

»Was sind wir Weißen doch für hochmütige Geschöpfe, uns über andere Völker zu erheben, ihnen vorzuschreiben, an was sie glauben und wie sie leben sollen. Warum besetzen wir fremdes Land, wo wir doch dort eigentlich Gast sind und treiben die dort lebenden Menschen, die Eingeborenen, in Not und Elend?«

Erika Dreier sagt über sich selbst: »Nicht ich bin wichtig, sondern die Menschen dort«

Meine Achtung gehört der Autorin. Sie hat ein Buch geschrieben, welches eindringlicher nicht sein kann. Um es mit Kurt Tucholsky zu sagen: »Das Richtige ist: das intensive Buch. Das Buch, dessen Autor dem Leser sofort ein Lasso um den Hals wirft, ihn zerrt, zerrt und nicht mehr loslässt.«

»Die Geister sind hellhörig« ist solch ein Buch.

Chapeau Erika Dreier!

Meine Empfehlung: Das Buch, lesen Sie es!


Sohn der Nitribitt: Und alle schweigen...
Sohn der Nitribitt: Und alle schweigen...
Preis: EUR 4,99

1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Ich empfehle das Buch sehr gern. Gut gelungen ist dieser Spannungsroman, mit Elementen eines Spionagethrillers., 30. Januar 2016
Ein sehr komplexes Thema, das Leben Rosemarie Nitribitts. Die Handlung führt mich das erste Mal an das Leben dieser Frau heran, den Film habe ich nie gesehen. Sie muss eine sehr charismatische Frau, mit einem unbändigen Freiheits- und Bildungsdrang gewesen sein, deren Charme sich Männer kaum entziehen konnten.

Gut gelungen ist dieser Spannungsroman, mit Elementen eines Spionagethrillers. Außerdem ist das Buch eine »WAS WÄRE WENN« - Geschichte.

In der Handlung, erkennbar, steckt der psychologisch nachvollziehbare Wunsch Bursons, zu wissen, wer ihn gezeugt und geboren hat.

Während umfangreicher Recherchearbeiten entdeckt er diverse Parallelen, es passte da einiges zusammen und führt zu diesem Roman. Verständlich, dass der Autor diese Thematik aufgreift, denn Burson erfährt vom Tag seiner Geburt an totale Ablehnung, als Kind psychische Gewalt, seelischen Missbrauch, Demütigungen und die völlige Ignoranz seiner Individualität. Fast die totale Isolation, wenn da ab und an, nicht Menschen eingegriffen hätten, die ihn mochten und mögen, so auch Herr Heuss. (Buch I und II »Ich sag’s nur Dir«)

Der Autor sucht seine Wurzeln. Sicher möchte er auch gern die Hintergründe seiner Geburt und seines Heimlebens geklärt wissen, damit er sich damit auseinandersetzen und abschließen kann. Ich wünsche dem Autor, dass er Gewissheit bekommt und die weißen Flecken auf seiner Lebenslandkarte gefüllt werden.

Bis dahin können die Überlegungen zu seiner Vergangenheit eben nur »WAS WÄRE WENN« - Varianten sein.

Ich empfehle das Buch sehr gern.


»Desire«, Teil 1 u. 2: Verkauft, benutzt, gerächt - Erotic Twenties
»Desire«, Teil 1 u. 2: Verkauft, benutzt, gerächt - Erotic Twenties

5.0 von 5 Sternen meine uneingeschränkte Lese-Empfehlung!, 27. Januar 2016
›Dorothy‹, die jüngste Tochter einer Fabrikantenfamilie, wächst wohlbehütet und verwöhnt auf. Kurz nach ihrem 18. Geburtstag gerät ihre heile Welt jedoch tüchtig ins Wanken, bevor diese sogar auseinanderbricht. Ihr Vater gerät in finanzielle Schwierigkeiten und der zukünftige Ehemann kauft sich in die Fabriken ein.

Der Preis dafür ist kein geringerer als Dorothys Unschuld, noch vor der vertraglich festgesetzten Ehe!

Nun lernt das Mädchen ihren zukünftigen Mann von einer dunklen, abartigen, ja gefährlichen Seite kennen. Er, der sie bisher auf Händen trug, entpuppt sich als ein perverser Macho. Gewissenlos erzwingt er ihre sexuelle Unterwerfung und verkauft sie, unter Drogen und Alkohol gesetzt, an andere Männer, um mit dem Erlös seine Spielschulden und seinen Lebenswandel zu bezahlen. Sie wird so willenloses Opfer mehrerer Vergewaltigungen seiner zwielichtigen Freunde.

Eng gestrickt sind die Maschen von krimineller Machenschaft, Börsenschwindel, Erpressung, Korruption und erzwungenem Sex, in die ›Dorothy‹, wie im Treibsand stehend, hineingezogen wird.

Dem Macho immer aufs Neue hörig, vergeht eine geraume Zeit, bis sie sich aus der psychisch atemlosen Starre lösen kann. Sie begreift: Nicht nur ihr eigenes Leben, sondern auch das Leben ihrer Familie und Freunde ist in tödlicher Gefahr. Eine Spirale in den Abgrund, die sie aufhalten muss. Aus diesem Grund beginnt sie, endlich zu handeln.

Spannendes Thema, gut umgesetzt!

Erschütternd, dass der Vater als selbstverständlichen Ausweg aus der wirtschaftlichen Notlage dem Verkauf seiner Tochter zustimmt und Dorothy, unbedarft und unaufgeklärt, trotz des Beginns des femininen Aufbegehrens und der sexuellen Aufklärung der ›Goldenen Zwanziger‹, nicht einmal ahnt, was da auf sie zukommt. Provozierend, die heftigen Sex-Szenen im Buch, doch sie passen ins Handlungsgeflecht. Der Autor beweist Mut! Keine leichte Lektüre, dabei so fesselnd und lebendig, dass man das Lesegerät erst weglegt/ausmacht, wenn man auch die letzte Seite des Buchs gelesen hat.

Darum meine uneingeschränkte Lese-Empfehlung!


Old Spice After Shave, 250ml
Old Spice After Shave, 250ml
Wird angeboten von trendmile
Preis: EUR 15,44

1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Top, 26. Januar 2016
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Old Spice After Shave, 250ml (Badartikel)
Sehr guter Duft - sehr verführerisch männlich
genau so, wie ich es mag
werde ich wieder kaufen
Kann ch sehr empfehlen


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