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Rezensionen verfasst von
i-am-bookish.blogspot.com "i-am-bookish"
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Rowenta RF7600 Ladyshaver Aquaperfect Wet&Dry, Kabellos
Rowenta RF7600 Ladyshaver Aquaperfect Wet&Dry, Kabellos
Preis: EUR 49,90

2.0 von 5 Sternen Rasierleistung enttäuschend und keinesfalls besser als gewöhnlicher Handrasierer, 14. April 2014
Kundenmeinung aus dem Amazon Vine - Club der Produkttester-Programm (Was ist das?)
Der Ladyshaver von Rowenta sieht gut aus, liegt gut in der Hand, ist stabil und rutschfest – was ja besonders dann von Bedeutung ist, wenn man ihn tatsächlich unter Wasser bzw. in der Dusche verwendet. Er funktioniert dort übrigens einwandfrei, ebenso wie im Trockenen.
Auch die ersten Handgriffe sind kinderleicht: aufladen, anstellen, loslegen. Kein Problem. Einzig verwirrend fand ich die Tatsache, dass sich am Ladegerät eine grüne Leuchte einschaltet, sobald man den Ladyshaver an den Strom zum Laden anschließt; dieses grüne Leuchten verändert sich jedoch nicht. Einen Farbwechsel, sobald das Gerät vollständig geladen ist, scheint es nicht zu geben, das fand ich ein wenig schade. Die Akkuladung hält dann - laut Angaben - 45 Minuten.
Die Optik, Handhabbarkeit und Inbetriebnahme sind somit einwandfrei.

Die Rasierleistung als solche hat mich jedoch völlig enttäuscht, und da dieser Punkt nun mal das Wesentliche bei einem Rasierer ist, fällt er besonders schwer ins Gewicht. Auch nach mehrmaligen über-die-Haut-fahren bleiben nämlich kurze Stoppeln stehen, die Haut fühlt sich einfach nicht glatt an nach dem Rasieren. Auch bei stärkerem Aufdrücken ändert sich daran nichts, bis auf die Tatsache, dass die Haut völlig rot wird. Das Problem bemerkte ich nicht nur an den Beinen, sondern auch unter den Achseln. Unter den Achseln hatte ich zudem am nächsten Tag rote schmerzhafte Striemen.
Hier kann ich also überhaupt keinen Vorteil zu jedem anderem Handrasierer feststellen und bin an der Stelle weitaus mehr überzeugt von meinem bisherigen – nicht elektrischen – Rasierer, den ich fortan auch weiterhin benutzen werde.


Salter 120 CMDR Mechanische Waage im Vintage-Style
Salter 120 CMDR Mechanische Waage im Vintage-Style
Preis: EUR 29,99

2.0 von 5 Sternen Optisch retro, messtechnisch auch, 14. April 2014
Kundenmeinung aus dem Amazon Vine - Club der Produkttester-Programm (Was ist das?)
Wer auf Retro steht und gern etwas in seiner Küche stehen haben möchte, das an die guten alten Zeiten erinnert, der ist mit so einer Küchenwaage durchaus gut beraten. Ob es allerdings gerade diese von Salter sein muss, ist fraglich.
Denn ich kann mich meinen Vorrezensenten nur anschließen: Optisch macht die Waage einiges her, und das erforderliche Drehen am Rad, um die Waage auf Null zu stellen, find ich eigentlich ziemlich cool und praktisch. Denn das führt dazu, dass man, wenn sich schon etwas in der Schale befindet, von selbst wieder auf Null stellen kann und weitere Zutaten zugeben kann, ohne diese erst umfüllen zu müssen.
Gleichzeitig ist die Waage aber herrlich ungenau und der Messzeiger schwankt wirklich enorm. Eben noch auf Null, befindet er sich beim nächsten Aufsetzen der leeren Schüssel schon knapp daneben - und eben nicht mehr auf der Null. Die Waage ist schlecht geeicht, da kann man so viel am Rad drehen, wie man möchte. Wer wirklich gramm-genau kochen und backen möchte, der dürfte hier Probleme haben.
Unabhängig davon hat mich auch die Schüssel nicht wirklich überzeugen können - sie liegt auf einem völlig ebenen Untergrund auf und wackelt damit stets enorm. Man hätte die Ablagefläche hier leicht vertiefen können, um der Schüssel einen besseren Sitz und Halt ermöglichen zu können, und um zu verhindern, dass einem das gute Teil immer fast runterrutschen möchte.


Die Geschwister Gadsby
Die Geschwister Gadsby
von Natasha Farrant
  Gebundene Ausgabe
Preis: EUR 15,90

4.0 von 5 Sternen Geschichte über Verlust, Verliebtsein und Familienbande, 13. April 2014
Rezension bezieht sich auf: Die Geschwister Gadsby (Gebundene Ausgabe)
"Es kommt mir so vor, Blue, als wärst du verlorengegangen", sagte Zoran nach einer Weile. "Und doch auch so, als wolltest du gar nicht gefunden werden." (S. 190)

Bluebell Gadsby berichtet von ihrer Familie. Von ihren Eltern und von ihren Geschwistern. Das tut sie mithilfe von Tagebucheinträgen und Videomitschnitten, denn auf diese Art möchte sie ihr Leben festhalten - und schon auf den ersten Seiten fühlt man sich als Leser dadurch direkt wohl. Die Familienmitglieder wirken alle auf ihre Art schrullig, aber insgesamt macht alles einen sehr netten und sympathischen Eindruck, eben mit den typischen alltäglichen Familienproblemen (pubertierende Töchter, genervte schwerbeschäftige Eltern etc.).
Schon nach einigen Seiten beginnt diese Fassade jedoch zu bröckeln und als Leser erhascht man Einblicke, wie es wirklich bei den Gadsbys aussieht. Deren friedliches Zusammenleben macht nur nach außen hin einen zufriedenen Vorzeigefamilie-Eindruck. In Wahrheit ist hier einiges im Argen: die Eltern sind ständig unterwegs, reisen quer durch die Welt und lassen ihre Kinder teils tagelang mit einem überforderten Au-Pair allein. Es wird einem recht schnell klar, dass das nicht allzu lange gut gehen kann.
Mittendrin steht nun Bluebell und ist - auch wenn sie es nicht zeigt - unglücklich. Den Grund erfährt man auch recht schnell: Blues Zwillingsschwester Iris ist vor 3 Jahren gestorben. Blue hat mehr und mehr das Gefühl, sie wäre die Einzige in ihrer Familie, die das überhaupt noch bekümmert, die noch an Iris denkt, die sie vermisst und manchmal das Gefühl hat, Iris' Schatten zu sehen. Die restliche Familie lebt ihr Leben weiter und obwohl Blue sich nichts anmerken lässt, kann sie dies einfach nicht so recht fassen.
Mir hat Blue als Sprecherin hier sehr gut gefallen. Die Momente, in denen sie an Iris denkt und von ihr berichtet, haben mich manchmal so kalt erwischt, dass ich beim Lesen tatsächlich die Tränen zurückblinzeln musste. Und das, obwohl dieses Buch nach außen hin so einen fröhlichen und unbeschwerten Eindruck macht! Davon sollte man sich wirklich nicht täuschen lassen, das Buch ist sehr viel eindringlicher und nachdenklich stimmender, als es zuerst den Anschein macht.

"Die Geschwister Gadsby" hat mich wirklich positiv überrascht. Was in der Inhaltsangabe zunächst nach lustigem locker-leichtem Jugendbuch klingt (und dieser Eindruck wird auch durch den rosa Buchdeckel verstärkt), verbirgt vielmehr eine unterhaltsame, aber gleichwohl ernste Geschichte über Verlust, Verliebtsein und Familienbande - und wie man all das unter einen Hut kriegt, ohne dabei sich selbst zu verlieren.


Betula Krummnagel: Der Fluch des fröhlichen Sargtischlers
Betula Krummnagel: Der Fluch des fröhlichen Sargtischlers
von Birgit Bestvater
  Gebundene Ausgabe
Preis: EUR 12,95

1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Liebenswert-chaotisches Kinderbuch, 9. April 2014
Betulas Großtante Martha ist verflucht: Sie kann Holzwürmer reden hören. Weil sie nach gut 30 Jahren keine Lust mehr hat, dieses Fiasko alleine durchzustehen, benutzt sie gemeine Tricks, und plötzlich ergeht es ihrem Bruder - Betulas Opa - und Betula selbst genauso. Während der Großvater das Ganze jedoch nicht wahr haben möchte und sich in Ausflüchte à la "Tinnitus" rettet, findet Betula alles gar nicht so schlimm; immerhin sind manche Holzwürmer ziemlich lustig und nett und gut unterhalten kann man sich mit ihnen auch. Doch wie lange kann das gut gehen, und woher kommt dieser Fluch eigentlich? Was hat das Ganze mit der Sargtischlerei der Krummnagels zu tun?
"Betula Krummnagel: Der Fluch des fröhlichen Sargtischlers" ist ein buntes, chaotisches, ideenreiches Kinderbuch, bei dem auch ich wirklich viel Spaß hatte. Zumindest habe ich eine Geschichte wie die von Betula noch nie gelesen. Die sprechenden Holzwürmer fand ich ebenso sympathisch wie Betula, und Geschichten rund um Familienflüche haben ja eh immer einen besonderen Reiz. So auch der Fluch der Familie Krummnagel, der seine Wurzeln viele Jahrzehnte in der Vergangenheit hat. Wie die Krummnagels ihre vertrackte Situation lösen können und welche Bedeutung eigentlich Betulas Name hat - das kann durchaus jeder für sich selbst beim Lesen dieses ungewöhnlichen Buches entdecken.


Zeitsplitter - Die Jägerin: Roman
Zeitsplitter - Die Jägerin: Roman
von Cristin Terrill
  Gebundene Ausgabe
Preis: EUR 14,99

0 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Jugendlich gehaltene spannende Science-Fiction rund ums Zeitreisen, 5. April 2014
Kundenmeinung aus dem Amazon Vine - Club der Produkttester-Programm (Was ist das?)
Ich mag Zeitreisegeschichten. Ich mag es, zu lesen, wie sich andere darüber Gedanken gemacht haben, wie Zeitsprünge funktionieren könnten, wie sie über Paradoxien, Paralleluniversen, andere Zeitstrahlen etc. sprechen und grübeln, bis sich das alles im eigenen (Leser-)Hirn verknotet und verschwurbelt und man ganz verwirrt ist - aber dennoch begeistert von der Geschichte, die einem da soeben vorgesetzt wurde.
Bei "Zeitsplitter - Die Jägerin" ging es mir nicht anders. Die Grundpfeiler für gut ausgedachte Zeitreisemöglichkeiten waren gelegt und an manchen Stellen wurden auch wissenschaftliche Erklärungen geliefert, das fand ich gut. Vor allem aber hat mir der permanente Perspektivenwechsel zwischen Marina und Em - ihrem anderen Ich, das 4 Jahre entfernt existiert - hier unglaublich gut gefallen. Die einzelnen, meist recht kurz gehaltenen Szenen überlappen sich immer um einige Augenblicke, sodass man kurz sowohl aus dem einen als auch aus dem anderen Blickwinkel erlebt, was geschieht. Und das ist eine ganze Menge. Von Beginn an sind Marina, James und Finn der Dreh- und Angelpunkt der Geschichte. Schon bald stellt sich - durch Ems Vorausblicke - jedoch heraus, dass einer von ihnen ziemlich falsch spielt und sich in naher Zukunft zu einem Tyrannen entwickeln wird. Das Ziel der zukünftigen Em ist also, diese Person schon im Jetzt zu erledigen, um das drohende Unheil in der Zukunft zu verhindern.
Das klingt schon jetzt kompliziert? Ist es aber gar nicht so sehr. Im Buch wird vieles erklärt, vieles jedoch auch wiederum nicht, manches wird nur angedeutet, der Leser bei manchen Sachen bewusst im Dunkeln gelassen. Zumindest habe ich jetzt nach dem Lesen tatsächlich noch einige unbeantwortete Fragen, die aber höchstwahrscheinlich geklärt werden in den Nachfolgebänden, die es zu "Zeitsplitter" wohl geben soll.

Letztlich ist "Zeitsplitter - Die Jägerin" wirklich gut gemachte, spannende und eher jugendlich gehaltene Science-Fiction rund ums Zeitreisen, die jedoch auch mit vielen emotionalen und persönlichen Tönen überraschen kann.


Die Wahrheit über den Fall Harry Quebert: Roman
Die Wahrheit über den Fall Harry Quebert: Roman
von Joël Dicker
  Gebundene Ausgabe
Preis: EUR 22,99

1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Ein Leseerlebnis, 2. April 2014
Kundenmeinung aus dem Amazon Vine - Club der Produkttester-Programm (Was ist das?)
"Nach den Büchern kommen andere Bücher. Nach dem Ruhm kommt anderer Ruhm. Nach dem Geld kommt anderes Geld. Aber nach der Liebe, Marcus, nach der Liebe bleibt nur das Salz der Tränen." (S.559)

Nach mehreren gescheiterten Versuchen, in Wort zu fassen, warum mich dieses Buch so begeistert hat, beschränke ich mich jetzt auf Fakten.
Was ist es, was dieses Buch so besonders macht?

Es ist die Mischung: "Die Wahrheit über den Fall Harry Quebert" ist Roman, Liebesgeschichte, Krimi und Detektivarbeit in einem. Und nicht eine Komponente kommt dabei zu kurz. Hier wird stets der richtige Ton getroffen und nie hat man das Gefühl, es würde langwierig werden oder manche Aspekte würden zu sehr ausschweifen. So ein Verdacht liegt bei über 700 Seiten gar nicht mal fern; aber ich kann versichern: es wird hier nicht auf einer einzigen Seite langweilig. Auf Seite 724 dreht man stattdessen wehmütig die allerletzte Seite um, liest dann noch die Danksagung des Autors und muss sich dann eingestehen, dass das Buch jetzt tatsächlich vorbei ist.

Es sind die vielen einzelnen Figuren, die diesem Buch erst so richtig Leben einhauchen. Hier ist einfach jeder richtig besetzt und wunderbar gezeichnet. Von den Hauptfiguren Marcus und Harry selbst, über die Bewohner der kleinen Stadt Aurora, sei es der leicht trottelige Polizist oder die Kellnerin, die überzeugt ist, etwas besseres verdient zu haben, über den mächtigen Verlegerboss, der nur den Profit an der ganzen Geschichte sehen mag. Zu meiner Lieblingsfigur im ganzen Buch hat sich nach und nach Marcus' Mutter entwickelt, denn diese Frau ist einfach herrlich in ihrer Art und ihrem Kommentaren.

Es sind die vielen kleinen und großen wunderbaren Sätze, die so unvermittelt im Buch auftauchen, die aber eine Wucht in sich haben, dass man beim Lesen geradezu umgerissen wird. Manche Sätze liest man noch einmal und haucht dann "Jaaaa!" Ich habe mir - wie immer - schöne Zitate und Sätze mit Papierschnipseln gekennzeichnet. Es sind eine Menge geworden.

An einer Stelle im Buch sagt eine Figur "Vielleicht schreibt jeder Autor in seinem Leben nur ein einziges Buch." (S.572). Ich kann nur hoffen, dass sich Autor Joël Dicker diesen seinen eigenen Satz nicht zu sehr zu Herzen nimmt, sondern dass man von ihm noch ganz viel lesen und hören wird. Alles andere wäre zu schade.


Celeste bedeutet Himmelblau: Frank Liebknecht ermittelt
Celeste bedeutet Himmelblau: Frank Liebknecht ermittelt
von Brigitte Pons
  Taschenbuch
Preis: EUR 9,99

0 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Solider Krimiauftakt in deutsch-ländlichen Gefilden, 2. April 2014
Mit "Celeste bedeutet Himmelblau" hat Brigitte Pons einen lesenswerten, kurzweiligen und soliden Krimi um einen Todesfall in ländlicher Idylle geschrieben, der seine Wurzeln bis in die Vergangenheit aussendet.
Hauptfigur Frank Liebknecht steht im Mittelpunkt und ermittelt im provinziellen Vielbrunn, in das er zwar schon vor eine Weile gezogen ist, dessen Bewohner ihn und seine Arbeit jedoch nach wie vor argwöhnisch betrachten. Ihn stört das wenig, er geht schnell in seinem neuesten Fall auf und entdeckt diverse Ungereimtheiten, mit deren Verfolgung er sich nicht beliebt macht. Die folgende breit gefächerte Handlung, die ihre Fühler auch bald in Richtung Sektenmilieu ausstreckt, ist in angenehm kurzen Kapiteln gehalten und überzeugt durch unerwarteten Tiefgang, gelungenen Perspektivenwechsel und flüssigen Sprachstil. Liebknechts Ermittlungsarbeit ließ sich zwar gut nachvollziehen und wird nicht langweilig, erfindet für Krimifans und Krimivielleser jedoch das Rad nicht neu. So ist die Auflösung für Kenner sicher keine Riesenüberraschung, aber dennoch gut gemacht.
Einzig die letzten Szenen des Buches haben mich nicht wirklich zufriedengestellt, denn diese erscheinen mir - in Bezug auf die Auflösung Celeste betreffend - dann doch zu unglaubwürdig und aufgesetzt. Ansonsten durchaus lesenswerter Krimi in deutsch-ländlichen Gefilden, der auch neugierig auf weitere Geschichten um Liebknecht macht.


Indigo - Das Erwachen
Indigo - Das Erwachen
von Jordan Dane
  Broschiert
Preis: EUR 10,99

3.0 von 5 Sternen Sticht leider kaum aus der Menge von übernatürlichen Geschichten heraus, 30. März 2014
Rezension bezieht sich auf: Indigo - Das Erwachen (Broschiert)
Ich hatte eine Problem mit dem Klappentext: er sagt eigentlich gar nichts über die Handlung aus. Das ist zwar prinzipiell nicht schlimm; beim Lesen gilt ja: lieber zuwenig als zuviel verraten. Aber diese Inhaltsangabe sagte mir nun so gar nichts wirklich darüber aus, was mich in diesem Buch erwarten würde. Das wäre ja noch nicht so arg gewesen. Mein zweites Problem jedoch: auch nach über 150 Seiten hatte ich noch keine Ahnung, worum es eigentlich geht. Und bis zum Ende des Buches blieb in meinem Kopf ein großes Fragezeichen "Indigo" betreffend.
Mir war hier vieles einfach viel zu undurchsichtig. Ich habe einiges nicht verstanden, was aber in erster Linie daran lag, dass die Autorin mit Erklärungen gegeizt hat. Sie bringt "Indigokinder" und "Kristallkinder" ins Spiel, lässt auch anklingen, dass diese Kinder besondere Fähigkeiten haben - nur: worin genau bestehen diese Fähigkeiten? Was können sie? Kann jeder etwas anderes? Das wurde hier nie mal wirklich aufs Tapet gebracht. Das war eher alles so vage und wischiwaschi nach dem Motto "Du bist so überbegabt, NUR du hast die Macht, NUR du kannst die Menschheit retten." Aber wieso denn? Ab und zu leuchtete mal jemand blau (oder auch nur irgendwie hell) auf, unterhielt sich per Gedankenübertragung mit den anderen, schlug böse Kerle und Schurken in die Flucht, aber so wirklich was dahinter steckte meines Empfindens nach nicht. Am ehesten noch bei Gabriel, der als Figur wenigstens einige Charakterisierungen und Erklärungen seiner Fähigkeiten sein Eigen nennen durfte. Zumindest bei ihm konnte ich mir vorstellen, warum er als Einzelgänger lebt und niemanden an sich heran lässt. (Bis Rayne auftaucht. Die bringt ihn natürlich prompt zum Schmelzen...)
Aber was die anderen Indigokinder auszeichnete, blieb mir im Großen und Ganzen ein Rätsel, und ich muss gestehen: es hat mich auch nicht so sonderlich interessiert. Tatsächlich fand ich "Indigo: Das Erwachen" an weiten Stellen unspannend, was auch an dem Aufsplitten der Handlung in verschiedene Erzählstränge liegen kann. Als Leser begleitet man nicht nur das Duo Gabe/ Rayne, sondern guckt auch mal bei Luke vorbei, bei korrupten Polizisten, bei übereifrigen Damen, die auch ein Stückchen von der Macht haben wollen, und bei Raynes und Lukes völlig benebelter und klischee-behafteter Schwester Mia. Das klingt eigentlich vielfältig und normalerweise mag ich verschiedene Blickwinkel einer Geschichte. Hier fand ich die Geschehnisse jedoch meistens nicht sonderlich aufregend. Mich haben irgendwann nur noch die Stellen mit Rayne und Gabe interessiert, weil auch nur die beiden wirklich die Handlung voran tragen.

Letztlich kann man "Indigo: Das Erwachen" mal gelesen haben, man kann es aber genauso gut auch lassen. "Indigo: Das Erwachen" ist ein Reihenauftakt, aber ich muss ehrlich sagen: ich weiß nicht, ob ich Lust und Interesse habe, diese Geschichte weiter zu verfolgen.


Der Fürst des Parnass: Eine Erzählung
Der Fürst des Parnass: Eine Erzählung
von Carlos Ruiz Zafón
  Taschenbuch
Preis: EUR 5,00

7 von 8 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Nett ausgefeilte Zafón-Sätze - mehr aber auch nicht, 29. März 2014
Wer wie ich sehnsüchtig auf neues Lesefutter aus der Feder von Herrn Zafón wartet, wird sich wohl auch "Der Fürst des Parnass" als kleines Zwischenschmankerl zulegen. Ob sich das wirklich lohnt (noch dazu für den Preis), sei mal dahin gestellt. Für das kleine Büchlein, das eher an ein großbedrucktes Heft erinnert, braucht man keine halbe Stunde, um es zu lesen - und wenn es das nicht schon vorher beim Lesen tat, so wird sich unweigerlich direkt nach dem Zuklappen des Buches Enttäuschung beim Leser einstellen.
Die Geschichte, die hier rasch erzählt wird, spielt im 16./17. Jahrhundert und legt erste Grundsteine für die später folgenden Geschichten rund um Sempere & Co. Gleichzeitig erzählt und vor allem erklärt "Der Fürst des Parnass" überhaupt nichts. Es gibt dem Leser keine tieferen Hintergrundinformationen, keine Erklärungen, nichts. Einfach einige - wie gewohnt - nett ausgefeilte Sätze von Carlos Ruiz Zafón, die zwar leichte Erinnerungen an seine tollen Romane wach werden lassen, gleichzeitig aber bei Weitem nicht ausreichen, um zufrieden zu stellen. Zumindest ich bin nicht zufrieden.


Super-Marienkäferchen... ist schon auf dem Weg
Super-Marienkäferchen... ist schon auf dem Weg
von Guido van Genechten
  Gebundene Ausgabe
Preis: EUR 14,90

4.0 von 5 Sternen Superstarke 4 Sternchen, 26. März 2014
Das Kinderbilderbuch vom Super-Marienkäferchen ist eine wunderbare bunte und aufregende Geschichte für die Kleinsten ab 3 Jahren, aber auch für die nicht mehr ganz so Kleinen. Ich zumindest habe mich richtig amüsiert beim Blättern. Die farbigen kraftvollen Zeichnungen sind großflächig, nicht überladen und beschränken sich auf die wesentlichen Aspekte der Geschichte - genau das richtige also, um sich nicht ablenken zu lassen. Außerdem fand ich die Zeichnungen überaus gelungen und liebevoll dargestellt. Mein Lieblingstier, das gerettet werden muss, ist zweifelsohne das Kamel, weil es so lustige Haare hat :)
Auch die Geschichte als solche hat mir gefallen, auch wenn sie ... naja, natürlich nicht so sehr glaubhaft ist. Vielleicht bedient sie hier und da ein wenig zu erwachsene Aspekte; so wage ich zu bezweifeln, ob beispielsweise jedes kleine Kind schon den Begriff einer "Saugglocke" kennt - ein Hilfsmittel des Marienkäfers, um den Elefanten zu retten. Aber es ist eine schöne Moral, ein schönes Fazit, das übermittelt wird: auch die Kleinsten und Unscheinbarsten können Großes leisten und zu Helden werden. Und so macht sich das Super-Marienkäferchen auf den Weg, einmal quer über die ganze Welt, und hilft, wo man ihn braucht. Und abends? Da fällt er dann müde ins Bett. Übrigens werden am Ende der Geschichte auch andere, nicht bildhaft dargestellte Situationen angesprochen, bei denen der Marienkäfer tatkräftig einspringen musste. Da bietet es sich an, die Kleinen mal selbst überlegen zu lassen, wie er das getan haben könnte. Regt also auch schön die Fantasie an!
Das Super-Marienkäferchen bekommt von mir frühlingshafte und superstarke 4 Sternchen!


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