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Rezensionen verfasst von
sedgewick (Canada)

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Nacht ist der Tag: Roman
Nacht ist der Tag: Roman
von Peter Stamm
  Taschenbuch
Preis: EUR 9,99

2.0 von 5 Sternen Faszinierendes Thema wird zu langweiliger Leierei, 10. Juli 2015
Rezension bezieht sich auf: Nacht ist der Tag: Roman (Taschenbuch)
Es war die positive Rezension im 'Economist', die mich auf die englische Uebersetzung des Romans aufmerksam machte, aber ich las ihn dann in der Originalsprache.
Zusammen mit einem Lesefreund erhoffte ich mir vom Schriftsteller eine Neubetrachtung des in der 'Verwandlung' von Kafka beschriebenen Themenkreises, jedoch mit dem wichtigen Unterschied, dass die Protagonistin Gillian, im Gegensatz zu Kafka's Gregor Samsa, mit ihrer Metamorphose weiterzuleben hatte.
Leider wendet man Seite um Seite und hofft vergebens zur Erzaehlung oder den Figuren Bezug zu finden, Banalitaet reiht sich an Banalitaet, und so hatte schliesslich keiner von uns beiden das Buch zu Ende gelesen, sondern wir begnuegten uns letztlich, die weiteren Seiten nur noch zu ueberfliegen.
Fuer diesen 'Neubeginn' haette Gillian wirklich nicht ihr Gesicht verlieren muessen, da haette das Verlieren ihrer Stelle als TV-Moderatorin durch Reorganisation oder andere Umstaende sowie die latente Moeglichkeit einer Scheidung von Matthias schon genuegt. Was dann noch uebrig bleibt ist lediglich das Humdrum des Lebens, ohne jegliche Auseinandersetzung mit dessen tieferen Aspekten. Schade!


Die Schöpfungslüge: Warum Darwin Recht hat
Die Schöpfungslüge: Warum Darwin Recht hat
von Richard Dawkins
  Gebundene Ausgabe

5 von 9 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Sollte in den Schulen Pflichtlektuere sein, aber..., 18. Januar 2014
Richard Dawkins in bester Form, nicht nur als ein Wissenschaftler ersten Ranges, sondern als ein grossartiger Lehrer von Wissenschaft - ein wuerdiger ehemaliger Charles Simonyi Professor fuer das oeffentliche Verstaendnis von Wissenschaft an der Universitaet von Oxford.
Er engagiert den nicht in den Wissenschaften geschulten Leser sofort und eindeutig, obschon er gegen die Mitte des Buches manchmal etwas zusehr zum puren 'Wissenschaftler' wird, wobei er riskiert, dass ihm dadurch ein Teil der Leserschaft entgleitet. Eine kleine Beanstandung nur.
Das Buch liest sich wie eine Apologie fuer die Evolutionslehre und scheint hauptsaechlich auf eine nordamerikanische Leserschaft ausgerichtet zu sein. Ist dies der Grund, weshalb es der Autor noetig findet die 'Kreationisten' staendig herunterzumachen? Es wirkt nach einer Weile ermuedend und lenkt von seinem Werk ab durch diese unnoetige Abweichung, eigenen starken atheistischen und deterministischen Vorurteilen freien Lauf zu lassen. Immerhin kalkulierte es Prof. Dawkins' amerikanischer Verleger als markttraechtiger, das Buch dort nicht wie in Deutschland als 'Die Schoepfungsluege' (The Lie of Creation) auf den Markt zu bringen, sondern mehr in Anlehnung an den Zirkus Barnum & Bailey als "The Greatest Show on Earth - Evidence for Evolution". Wenn dem deutschsprachigen Leser in dieser Hinsicht mehr zugemutet werden kann, dann sollten auch die eindimensionalen Abrutscher nicht noetig sein.
Diese sind mitunter der Grund, weshalb ich dem Buch nur 4 Sterne gebe und meinen Rezensionstitel mit einem 'aber' beende.


Der Gotteswahn
Der Gotteswahn
von Richard Dawkins
  Taschenbuch
Preis: EUR 9,95

5 von 16 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen Dawkins' Wahn, 28. Dezember 2012
Rezension bezieht sich auf: Der Gotteswahn (Taschenbuch)
Dawkins argumentiert fuer seinen naturwissenschaftlichen Atheismus im gleichen Rahmen wie dies ein amerikanischer Fernseh-Evangelist tun wuerde: Dawkins verlangt die gleiche unkritische Gefolgschaft, nur heisst es bei ihm den 'alten Gott' durch die neuen Goetter von Naturalismus, Humanismus, Sekularismus und was immer noch kommende "-ismen" zu ersetzen. Leider sind diese alle in der Lage eigene, in der Isolation oft ebenso gefaehrlich Dogmen zu entwicklen, wie dies organisierter Religion vorgeworfen wird.

An mehrfachen Stellen des Buches erscheinen an den Haaren herbeigezogene Vergleiche und Argumente. Was nuetzt beispielsweise die ziemlich lange Diskussion ob Hitler oder Stalin Atheisten gewesen seien? Natuerlich konnte es sich Dawkins nicht nehmen, aus deren Erziehung auf damals normal-buergerlichem religioesem Fundament Schluesse zu ziehen. Also ein freudischer Komplex denn, dem die beiden Diktatoren selbst durch mutmasslichem spaeteren Atheismus nicht entrinnen konnten?

Besser als solche unsubstantierten Anekdoten einzuflechten, waere die Diskussion von Darwinismus, vorallem Sozial-Darwinismus, Lamarckismus, marxistischem wissenschaftlichem Materialismus und Eugenetik und anderen wissenschaftlichen und pseudo-wissenschaftlichen Erkentnissen des 19. and fruehen 20. Jahrhunderts gewesen, und deren Einfluss als Wegbereiter fuer die zwei Ideologien, welche fuer den groessten Massenmord in der Geschichte der Menschheit verantwortlich waren.

Entweder verpasste Dawkins diese Chance, oder er bevorzugte es, von seinem schmalen Pfad nicht abzuweichen. Dabei haette er es durch seine Ansaetze durchaus tun koennen, speziell nach seiner Assertion von der Existenz gewisser, durch Evolution gewonnener, Ueberzeugungen, die ab und zu 'fehlzuenden'. Das haette die Moeglichkeit ergeben, die Bedeutung solcher Ueberzeugung nicht nur in Glaubensbildung aber auch fuer die Erkennung von naturwissenschaftlicher Realitaet zu diskutieren.

Leider verfolgte Dawkins nur ein einziges Ziel mit dem 'Gotteswahn': Saemtliche Religionen auf die Basis von naivem Unsinn zu reduzieren oder als gefaehrliche Illusionen zu praesentieren, die zwanglaeufig zu den schlimmsten Exzessen fuehren muessen. Nirgends ist ueber deren positiven Einfluesse zu lesen, und vorallem im christlichen Europa, auf die Entwicklung von Wissenschaft und Humanismus. Dawkins kaemmt die Welt,um jeden religioesen Fanatiker aus seinem Loch zu holen und als Argument gegen alles Religioese zu gebrauchen. Ja, er meint sogar, dass Respekt fuer hergebrachte Religion es erst moeglich macht, solche Fanatiker hervorzubringen. Wie wenn dies im Falle von Eugenetik - praktiziert und propagiert an nahmhaften amerikanischen Universitaeten in den zwanziger Jahren - und in dessen Kulmination durch die Verbrechen des Nazi-Rassenwahns, nicht auch im saekularen und wissenschaftlichen Rahmen demonstriert werden koennte.

Dawkins ist auf soliderem Grund, wenn er nicht als anti-religioeser Polemiker schreibt, sondern als der Wissenschaftler, der er ist. Das Kapitel ueber die Urkunft von Moralitaet ist interessant, weil er hier nicht einfach eine 'naturalistische' Antwort liefert, sondern Fragen stellt. Dabei stellt er zu Recht fest, dass die Bibel oder die heiligen Texte anderer Religionen nicht als Ursprung unserer Moralitaet herangezogen werden koennen, weil all diese Texte mit Moralitaet unvereinbare Subtexte beinhalten und deshalb ein moralisches Urteil verlangen, dass unabhaengig von den Texten entwickelt werden musste.

Zusammenfassend ist folgendes zu sagen: Der 'Gotteswahn' ist leicht zu lesen und animiert zum Denken ueber die Gottesfrage, hat leider aber eine zu enge Perspektive und ist deshalb nicht befriedigend. Das Buch ist zu sehr eine populaer-wissenschaftliche anti-religioese Polemik, die sich als serioese Kritik an Theismus maskiert. Gerade die richtige Dosis, um zum Bestseller zu werden.
Kommentar Kommentare (12) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Feb 11, 2013 12:57 AM CET


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