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Rezensionen verfasst von
Ralf St. (Neuss)

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Motorola Moto G Smartphone (11,4 cm (4,5 Zoll) HD-Display, 5 Megapixel Kamera, 1,2 GHz Quad-Core-Prozessor, 16 GB interner Speicher, Android 4.3 OS) schwarz
Motorola Moto G Smartphone (11,4 cm (4,5 Zoll) HD-Display, 5 Megapixel Kamera, 1,2 GHz Quad-Core-Prozessor, 16 GB interner Speicher, Android 4.3 OS) schwarz
Wird angeboten von iHeadphone
Preis: EUR 190,00

3.0 von 5 Sternen SIM-Karte wird nach update auf android 4.4.2 (enthält Bugfix-Update 176.44.1.en.DE) nicht mehr erkannt - kein Einzelproblem !!!, 9. März 2014
Eines möchte ich meiner Rezension voranstellen:

natürlich ist das Motorola Moto G in der Preisklasse bis 200 € unangefochtener Spitzenreiter was die Performance und die Ausstattung anbelangt.

Hier muss sich der Platzhirsch SAMSUNG den ehemaligen Amerikanern mit seinen preislich vergleichbaren Modellen geschlagen geben. Die überwiegend positiven Rezensionen (inzwischen über 700) sah ich unmittelbar nach Auspacken und Inbetriebnahmen des Gerätes zunächst bestätigt. Das Motorola Moto G ist ein formschönes Smartphone mit einem gestochen scharfen Display, einer angenehmen Haptik und einem relativ schnellen und ruckelfreien Prozessor.

So weit so gut.

Ich habe allerdings ein nicht unwesentliches Problem mit dem Smartphone. Da ich das Gerät erst vor wenigen Tagen gekauft habe, ist es mit der neuesten Android-Version 4.4.2. ausgestattet. Wie meine Recherchen ergeben haben, beinhaltet das Android-Update auch den Bug-Fix 176.44.1.en.DE. Und eben dieser Bug-Fix bereitet erhebliche Probleme bei der Erkennung der SIM-Karte. Dieses Problem tritt also immer dann auf, wenn man das Gerät vollständig ausschaltet und später wieder einschaltet und folglich die Pin-Nummer der SIM-Card eingeben muss.

In einschlägigen Foren berichten auch andere Nutzer des Motorola Moto G von Problemen bei der SIM-Card-Erkennung [...]). Es wurde unter anderem empfohlen, die SIM-Karte bei laufendem Betrieb zu entnehmen und wieder einzusetzen.

Das habe ich gerade eben mehrfach praktiziert. Erst nach viermaligem Entnehmen der SIM-Card habe ich das Motorola wieder mühsam aktivieren können.

Motorola hat sich somit mit dem neuen Bug-Fix wahrlich keinen Gefallen getan. Im strengen Sinne ist das Gerät eigentlich mangelhaft, denn es gehört zum bestimmungsgemäßen Gebrauch, dass das Gerät jederzeit in der Lage sein muss, die Pin-Nummer nach deren Eingabe zu erkennen. Ich überlege ernsthaft, das Gerät zu reklamieren, denn dieser Fehler ist wirklich sehr misslich.

Lediglich die Tatsache, dass das Motorola in seiner Preisklasse unangefochtener Spitzenreiter ist, hält mich bislang zurück, das Gerät wieder zurück zu geben. Motorola sollte sich in Bezug auf diesen Fehler schleunigst etwas einfallen lassen.
Da Motorola unlängst an die chinesische Lenovo-Gruppe veräußert worden ist und nicht mehr zum Google-Konzern gehört, hege ich nicht allzuviel Hoffnungen, dass es in Kürze bereits ein neues Update geben wird, das den von mir geschilderten Mangel zu beheben in der Lage sein wird.

Schade, so langt es leider nur zu drei Sternen trotz HD-Displays und Quad-Core Prozessors.
Kommentar Kommentar (1) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Mar 10, 2014 11:33 AM CET


Paul McCartney: Das Porträt
Paul McCartney: Das Porträt
von Howard Sounes
  Gebundene Ausgabe

3 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Viel Licht - aber auch ein Hauch von Schatten, 25. Januar 2011
Howard Sounes ist zunächst einmal ein großes Lob auszusprechen. Bislang hat sich noch kein Autor der Mühe unterzogen, den Lebensweg McCartneys in derart epischer Breite auf nahezu 850 Seiten darzustellen.

Sounes skizziert dabei nicht nur die frühen Jahre in Liverpool, die harten Lehrjahre in Hamburg und die sich daran anschließende Weltkarriere der Beatles, sondern umreißt ebenfalls den Werdegang der Wings und die zahlreichen Stationen von McCartneys Solokarriere, bis hin zur in aller Öffentlichkeit ausgetragenen Scheidungsschlammschlacht mit Heather Mills.

Der Autor punktet immer wieder - teilweise unter Angabe der Quellen - mit zahlreichen Details und Anekdoten, die ich in dieser Form bislang noch nicht kannte, obwohl ich bereits eine Vielzahl von Beatles-, und auch McCartney-Biografien gelesen habe. Sounes erzählt beispielsweise ausführlich, wie es zur Entstehung von McCartneys "Superhit des Jahrhunderts" (Yesterday) gekommen ist, berichtet aber auch von zahlreichen Affären, die McCartney immer wieder neben seiner langjährigen Beziehung zur Schauspielerin Jane Asher zu führen pflegte und lässt auch das leidige Thema Drogen- und Marihuanakonsum nicht aus, der McCartney 1980 in eine karge japanische Gefängniszelle führen sollte.

Der Autor läuft Gefahr, die fragwürdigen Pfade eines Albert Goldman (John Lennon - Ein Leben) zu beschreiten, wenn er Francie Schwartz - eine von McCartneys zahlreichen Affären - zitieren lässt, McCartney habe Jane Asher seinerzeit "misshandelt" und "ein paar Mal geschlagen" und auch beim Sex zwischen Francie Schwartz und McCartney sei es "hart zur Sache gegangen" (S.304). Kein Autor hat es zuvor gewagt, derart offen und despektierlich an der Popikone McCartney zu rütteln. Ein handgreiflicher McCartney? Das ist starker Tobak!

Gefühle des Unmuts hinterlassen im Übrigen kleine Recherchefehler, über die der Autor gelegentlich stolpert. So ist etwa nachzulesen, dass McCartney im Jahre 2004 in den Ritterstand erhoben worden sei (S. 193). Jeder halbwegs Interessierte weiß natürlich nur allzu genau, dass dies bereits im Jahre 1997 geschehen ist. Ähnlich wie Bob Spitz, dem Autor der in englischer Sprache veröffentlichten und fast 1000 Seiten umfassenden Beatles-Biografie, unterlaufen auch Sounes hier und da kleine inhaltliche Fehler, die der in der Regel bestens informierten Leserschaft sofort ins Auge fallen.

Alles in allem hat Howard Sounes jedoch eine vergleichsweise gut recherchierte und akribische Arbeit vorgelegt, gleichwohl mit den von mir benannten Einschränkungen. Howard Sounes hat mit seiner Biografie zumindest bei mir einige Wissenslücken schließen können. Er hat sich bemüht, sämtliche Facetten des nur auf den ersten Blick so charmanten, aufgeschlossenen und netten ex-Beatles zu beleuchten und sich dabei nicht gescheut, immer wieder gewisse Aspekte des britischen Heiligtums "Sir Paul McCartney" mit kritischen Betrachtungen in Frage zu stellen. Hierfür gebührt ihm Respekt.


Let It Roll-the Songs of George Harrison
Let It Roll-the Songs of George Harrison
Preis: EUR 19,71

4 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Eine würdige und längst überfällige Hommage an George Harrison, 17. Juni 2009
George Harrison - der angeblich "stille Beatle", der für Paul McCartney nach eigener Aussage stets so etwas wie ein "kleiner Bruder" gewesen ist. Natürlich werden diese Attribute dem vielschichtigen George in keiner Weise gerecht.
Er war es schließlich, der die Beatles mit indischer Musik und Religion sowie transzendentaler Meditation in Berührung brachte, was letztendlich zur gemeinsamen Reise nach Rishikesh und mittelbar zum Weißen Album führte.

Er war es auch, der nach der Trennung der Fab Four das geniale Triple-Album "All Things must pass" veröffentlichte und das "Concert for Bangla Desh" organisierte. Und aus seiner Feder stammen mit "Something", "While my Guitar gently weeps" und "Here comes the Sun" drei unvergängliche Meilensteine der Rockmusik.

Da war es längst überfällig, diesem sympathischen und tiefsinnigen Musiker mit der jüngst erschienenen Kompilation ein würdiges und bleibendes Denkmal zu setzen. Natürlich lässt sich darüber streiten, ob nicht noch dieser oder jener Song die Zusammenstellung hätte sinnvoll ergänzen können - für meinen Geschmack "World of Stone" und "The Answer`s at the End" von der CD "Extra Texture" - aber das ist natürlich reine Geschmackssache.

Gleichwohl ist die Zusammensetzung der Songs meines Erachtens absolut gelungen, auch wenn Track 1 und 18 nicht aus der Feder von George stammen, anyway. Ein großes Lob gebührt natürlich Giles Martin, dem Sohn des großartigen George Martin, der für das Remastering verantwortlich zeichnet und seine Genialität bereits im Rahmen der Beatles-CD "Love" hat unter Beweis stellen können. Der Apfel fällt eben nicht weit vom Stamm!

Bereits beim Anhören des "Openers" der CD - "I`ve got my Mind set on you" - lässt sich, im Vergleich zur nicht re-masterten Original-Version, ein deutlicher Klang- und Dynamikgewinn feststellen. "Krachende" Drums und ein sehr ausdifferenziertes Klangbild sorgen für ein Maximum an Hörspaß. Und auch im Folgenden lässt sich beim Durchhören der verschiedenen Songs oftmals ein im Vergleich zum "Original" akzentuierterer Harmoniegesang, ein deutlicheres Gitarrenriff oder ein differenzierter wahrnehmbares E-Piano vernehmen, wobei Giles Martin offensichtlich darauf geachtet hat, den analogen Klangcharakter der Aufnahmen aus den 70ern und 80ern nicht allzusehr zu verändern. Die CD bietet, was das Remastering anbelangt, womöglich einen kleinen Vorgeschmack auf die für September 2009 geplante Veröffentlichung des gesamten digital neu abgemischten Beatles-Katalogs.

Alles in allem eine ausnehmend gut abgemischte, mit 13 interessanten Fotos und 19 teils unvergesslichen Songs bestückte Digi-Pack-CD, die immerhin eine satte Spielzeit von über 77 Minuten bietet (77:35, um genau zu sein). Schade nur, dass die Lyrics nicht abgedruckt sind, aber hier sei das Buch "I Me Mine" von George Harrison empfohlen, das alle Texte und die jeweilige Entstehungsgeschichte der bis zum Jahre 1980 erschienenen Songs beinhaltet.
Kommentar Kommentar (1) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Jun 17, 2009 11:58 AM MEST


Live At Montreux 1981
Live At Montreux 1981
DVD ~ Mike Oldfield
Preis: EUR 6,97

15 von 15 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Erstklassige virtuose Musik !!, 31. Mai 2006
Rezension bezieht sich auf: Live At Montreux 1981 (DVD)
Mike Oldfield hat im Rahmen seiner 1981er-Tour gezeigt, dass es nicht unbedingt -wie seinerzeit 1979 im Zuge seiner Europatour- eines 50-köpfigen Orchesters bedarf, um seine damals noch hervorragende Musik auf der Bühne umzusetzen.

Mit der Besetzung Mike Frye (dr, perc.), Morris Pert (dr., perc.), Rick Fenn (git, bass), Tim Cross (keyboards) sowie Maggie Reilly (vocals) gelingt es dem Multiinstrumentalisten Oldfield im Rahmen eines relativ kleinen, ja fast schon intimen Konzerts in Montreux die Zuhörer in seinen Bann zu ziehen.

Natürlich durfte zur damaligen Zeit Tubular Bells Part I des legendären gleichnamigen Albums im Konzertprogramm nicht fehlen, wobei ich am Schluss den Einsatz eben jener "Röhrenglocken" vermisst habe. Dieser Part wurde von Maggie Reilly mit ihrer sauberen und notensicheren Stimme übernommen.

Das einzige Manko der Konzert-DVD liegt meines Erachtens in der heutigen Ansprüchen nicht mehr genügenden Bildqualität. Das Bild erscheint mir an einigen Stellen etwas unscharf, man sollte jedoch an die Aufnahmetechnik zu Beginn der 80er Jahre nicht heutige Maßstäbe anlegen.

Das Gesamtresümee fällt positiv aus. Die Musiker zeigen im Rahmen des 105 Minuten umfassenden Konzerts, dass sie wahre Meister ihres Fachs sind, dies gilt natürlich insbesondere für Mike Oldfield, der nahezu spielerisch und mit einer überaus interessanten Fingertechnik der rechten Hand die Saiten zupft. Ein derartig handwerkliches Können sowie eine derartige musikalische Vielseitigkeit ist in der modernen Rock - und Popmusik leider selten geworden.

Vorbei sind die Zeiten von Yes, Genesis oder Pink Floyd. Der breite Massengeschmack, wenn es denn einen solchen überhaupt gibt, verlangt offensichtlich eher nach tanzbaren Pop-Liedchen ohne permanente Taktwechsel und langgezogene Solopassagen.

Leider hat sich Oldfield selbst irgendwann dem Diktat des Marktes gebeugt und ist von seinen epischen Konzeptalben abgerückt. Auf dieser DVD ist er hingegen auf dem Zenit seiner Kreativität und Spielfreudigkeit zu bewundern.


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