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Rezensionen verfasst von
C. Tischmeyer (Mülheim)
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Bury the Chains: The British Struggle to Abolish Slavery
Bury the Chains: The British Struggle to Abolish Slavery
von Adam Hochschild
  Taschenbuch

4.0 von 5 Sternen Great research, moderate readability, 12. Oktober 2011
Originally I bought this book to learn more about the slave revolt on Haiti, but this is only one of many stories the book tells. Still, I had no reason to be disappointed. I found an extraordinarily good researched book that only struggles with one task: readability.

This struggle is only partially successful. I can only imagine how hard it must have been for Hochschild to press the results of extensive research onto a few hundred pages. But I think a few anecdotes less would have been a great gain for this book. For every one of these anecdotes is told in quite a 'side-consuming matter' and is becoming rather a side-story; scientifically correctly depicted with dates, persons, correlations etc. This neglection of the footnote often makes the whole story hard to read.

Which brings me back to the very positive side of this book: Although the author describes events of several decades, taking place in different corners of the world, he really presents the reader a complete story. Narrated in a chronological order and structured through main theses, Hochschild manages to walk safely in the minefield of Great Britain & the slave trade.

Thus apart from the one criticism described above, I recommend this book to any critical person with an interest in history.


Risen - [PC]
Risen - [PC]

3 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Schönes Spiel, trotzdem häufig frustrierend, 18. November 2010
= Spaßfaktor:2.0 von 5 Sternen 
Rezension bezieht sich auf: Risen - [PC] (Computerspiel)
Ich bin einmal so frei die 257. Rezension zu schreiben. Bei den vielen 'Ist-Risen-eher-wie-Gothic-1-oder-2?'-Rezensionen wird meiner Meinung nach am Spiel vorbeidiskutiert.

Also, Risen ist ein atmosphärisches Rollenspiel, dass durch Story- und Charakterentwicklung motiviert. Die Quests sind nicht immer primitives Wegpunkte ablaufen und die Spielwelt ist insgesamt sehr schön gestaltet. Sehr gut gefallen hat mir auch, dass Tränke, Waffen und selbst Ringe und Amulette vom Spieler hergestellt werden können, i.d.R. sogar ohne viel Zeitaufwand.

All dies wird aber durch zwei Negativ-Punkte stark relativiert. Erstens ist das Kampfsystem zwar ambitioniert, aber häufig sehr frustrierend in der Anwendung. Ambitioniert, weil es mit wenigen Befehlen viele verschiedene Aktionen anbietet. Frustrierend, weil die verschiedenen Aktionen i.d.R. egal sind, da die Hauptgegner dem etwas verspielteren Anwender fast immer zu stark sind.
Und damit direkt zum zweiten Minuspunkt: Das Story-Design lässt, schon relativ am Anfang des Spiels, starke Gegner auftauchen. Sobald diese schlagbar sind, tauchen Bessere auf. Das geht bis fast ans Ende des Spiels so. Ist man dann stärker, als alles was da 'kreucht und fleucht', kommt der Endgegner daher, der mit den erlernten Skills nichts mehr zu tun hat; da wird das RPG plötzlich zum Jump& Run.

So geht die schöne Atmosphäre beim häufigen Neu-Laden in kniffligen Situationen schnell drauf und Frust ist angesagt. Umgehen ließe sich mein Problem wohl dadurch, dass man auf alle Nebenfähigkeiten verzichtet und nur in Kampfskills investiert. Aber dadurch beraubt sich das Spiel eindeutig seiner eigenen Stärken und verkommt zu stumpfsinnigen Monster töten.


We Feed the World - Essen global - Große Kinomomente
We Feed the World - Essen global - Große Kinomomente
DVD ~ Erwin Wagenhofer
Wird angeboten von mecodu
Preis: EUR 8,97

9 von 16 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen Einseitige Argumentation, kaum visuell unterstützt., 19. Oktober 2010
Von einem Dokumentarfilm erwarte ich eine stimmige Verknüpfung von Bildern und Informationen, die zusammen eine Meinung, These o.ä. transportieren sollen. Diesem Anspruch wird dieser Film insgesamt nicht gerecht. Er ist eine Gegenargumentation zur industrialisierten Landwirtschaft, das Bild stand eindeutig im Hintergrund (Perspektive ist dabei Österreich vor der EU-Osterweiterung).

Zwar gab es keinen Sprecher, doch wurden immer wieder 'Kontextinformationen' eingeblendet - dies waren keine reinen Sachinformationen, darüber hinaus ohne Quellenangaben.

Die Argumente an sich waren eher schwach und kurzsichtig. Das Argument 'industrielle Landwirtschaftsprodukte schmecken nicht so toll' nimmt zentrale Stellung ein, aber 'Ernährung der Massen ist wohl unmöglich ohne industrialisierte Landwirtschaft' stellt eher eine Randinformation dar. Wirtschaftsunternehmen mehrmals "Profitmaximalisierung" vorzuwerfen ist wirklichkeitsfremd und steht im Verdacht, die Konsumenten aus der Verantwortung zu entlassen. Demgegenüber war die Verbindung von Futtermittelerzeugung in Südamerika und Energiepflanzen-Produktion in Europa ein interessanter Teilaspekt.

Gut gelungen ist v.a. die filmische Darstellung des kompletten 'Produktionsprozesses' von Schlachthühnern, vom Ei bis in die Verpackung. Nur in diesem Teil ist der Dokumentarfilm, meinen eingangs erläuterten Erwartungen gerecht geworden.
Kommentar Kommentar (1) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Dec 3, 2010 12:18 AM CET


Battlestar Galactica - The Complete Series [DVD]
Battlestar Galactica - The Complete Series [DVD]
Wird angeboten von BestOnlineShop
Preis: EUR 43,96

2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen BSG: Bewertung der Serie ohne Spoiler, 19. August 2010
Diese Rezension ist der Versuch die Stärken und Schwächen von Battlestar Galactia jenen Menschen zu erläutern, die die Show nicht kennen (Wenn ich wenig konkret bleibe, dann v.a. um Spoiler zu vermeiden).

Dabei ist zunächst zu beachten, dass ich sie nur im englischen Originalton gesehen habe; in anderen Rezensionen habe ich beispielsweise gelesen, dass Bill Adama als uncharismatisch bezeichnet wurde - zumindest mit englischer Sprachausgabe ist das Gegenteil der Fall. Die Rolle hat selbst mich (Überzeugter Demokrat und Kritiker jeglicher hierarchischer Entscheidungsfindung) immer wieder zum Freund einer Militärdiktatur gemacht ;).

Auch andere Rollen sind stark gespielt (Herausragendes Beispiel Gaius Baltar), trotz dem die Schauspieler, nach allem was ich gehört habe, vorher keine großen Rollen gespielt haben. Natürlich merkt man manchen Nebenrollen auch die fehlende Klasse an, in der Summe kann dies aber nicht die Atmosphäre von BSG zerstören.
Und genau von dieser Atmosphäre lebt die ganze Show. Der Stress von zwanzig existenzbedrohenden Problemen und der Zermürbung durch den überlegenen Gegner kann direkt mitempfunden werden; die Handlungen der Rollen sind nachvollziehbar, wenn auch die Drehbuchschreiber dem Zuschauer immer wieder wichtige Entwicklungen vorenthalten bis die Zusammenhänge eindeutig sind, Voraussagen über den Fortgang der Story quasi unmöglich.

Und die Story ist in erster Linie ... lang.
Es gibt viele unvorhergesehene Wendungen, die die gesamte Grundkonstellation verändern und ich mochte nicht jede davon. Dabei gibt es aber immer viele Nebenplots, leider i.d.R. auf Seifenoper-Niveau. In der ersten Staffel muss ich den Drehbuchschreibern dazu noch billige 'Spanungsmache' vorwerfen: Die Menschheit steht am Rande der Auslöschung, den Feind immer auf den Fersen sind tausend existentielle Alltagsprobleme zu bewältigen und es wird doch tatsächlich erst am Ende einer Folge an der Weiterführung der Haupthandlung gearbeitet, damit der Spannungsbogen hoch gehalten wird. Die ersten zwei Folgen setzen geschätzte 25 Handlungsstränge in Gang und erst in der letzten Folge lösen sich fast alle auf, werden aber durch mindestens genauso viele in Vorbereitung auf Staffel Zwei ersetzt. Angesichts des packenden Szenarios ist für mich der Griff in die ganz alte Kiste der Dramaturgie völlig unverständlich. Dieses Grundmuster bleibt leider auch in den nächsten Staffeln erhalten, wenn auch weniger ausgeprägt.

Damit zusammen hängt ein Punkt, der mir besonders am Herzen liegt: Die Rolle des Übernatürlichen oder Göttlichen oder wie auch immer man das nennen mag. VIELES in der Handlung scheint zunächst nicht rational erklärbar, doch später werden Zusammenhänge deutlich, die so mache Fügung oder machen krassen Zufall als geplant darstellen. Doch die Auflösung der Handlung am Ende der Serie ist so nicht mehr zu erklären. Das ist mehr als schade, da ich hier die Flucht ins Übernatürliche als billigen Ausweg der Drehbuchschreiber ansehe, anstelle etwas mehr Gehirnschmalz in die Story-Entwicklung zu stecken (zumal eine rationale Erklärung in Ansätzen vorgegeben wurde). Somit erscheint mir die letzte Staffel, v.a. das Finale, als schwächster Teil von BSG; die Show hat mich folglich etwas unbefriedigt zurückgelassen.

In der Summe aber eine gute Show, die trotz gelegentlicher schauspielerischer und dramaturgischer Schwächen eine tiefe Atmosphäre aufrechterhalten kann. Ach so: Sehr gut fand ich auch die Idee des Films Razor, der die Story mal von etwas anderer Seite beleuchtet und somit mehr Tiefe bringt. Hier sehe ich mal kein billiges Ausschlachten eines funktionierenden Szenarios aus niederen Profitmotiven, sondern eine sinnvolle Ergänzung der Hauptstory.


The Chumscrubber - Glück in kleinen Dosen
The Chumscrubber - Glück in kleinen Dosen
DVD ~ Jamie Bell

6 von 7 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Unkonventionell, Sehenswert., 9. Oktober 2009
Das ist mal ein Film der etwas anderen Art, dabei gibt es hier keine unkonventionelle Erzählweise oder spektakulär neue Regieideen. Entscheidend sind hier Set und Setting.

Erst mal sind die Schauspielerleistungen genial, jede Rolle ist hier authentisch - und das will schon was heißen, wo doch alle bekloppt sind.
Und dann die Szenerie: In einer abgeschlossenen Vorstadtrealität begehen Stereotype Realitätsflucht in Form von Drogenkonsum um sich die sinnentleerte Existenz zu versüßen. Das gegenseitige Desinteresse reicht soweit, dass Eltern vom Kidnapping ihres Sohnes ein komplettes Wochenende nichts merken und der Selbstmord eines Nachbarn mit allgemeiner Gleichgültigkeit aufgenommen wird. Gefangen in sozialen Konventionen arbeiten isolierte Individuen in ihren kleinen Welten an ihren Psychosen. Dieser Film zeigt die Sinnlehre der Wohlstandsverwahrlosten, wie ich das in noch keinen anderen vorher gesehen habe. - Hier sind sogar Bullys Weicheier ;)

Der Regisseur verknüpft das Ganze zu einem runden, absolut sehenswerten Film. Für Freunde etwas unkonventioneller Filme.


Beasts of No Nation: A Novel
Beasts of No Nation: A Novel
von Uzodinma Iweala
  Gebundene Ausgabe
Preis: EUR 12,49

2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen A mediocre book on an interesting topic., 8. September 2009
So far I have only read very positive reviews on this book, but I have to contradict.

I came across it because it was highly recommended by a lecturer of mine in conflict research, saying something like: "If you want to know about child soldiers, it's all in this book".
This is only partially true. The author mentions implicitly quite some facts that political scientists know about the 'average child soldier' (far away from giving a complete depiction). But much more than getting a clearer view on this topic, the actual accomplishment of the book is that the reader is able to look inside the main character, torn between his basic childhood moral and the pressure of his new lifestyle. Unfortunately this is not the main aspect; it is centered on the description of the everyday life of a child soldier.

It sure is shocking to read about the horrors of war in a very simple language, but on the whole I didn't like the style of the novel. The first-person narrator is talking like a European caricature of an 'African jungle kid', and he has a strange set of knowledge, I couldn't explain with his age or cultural background (unfortunately I cannot recall an example, but I was wondering from time to time about the things he knows and doesn`t know about the world). To me these flaws undermined the authenticity of the whole story. While reading, I always had the impression to share the thoughts of a western intellectual, instead of experiencing a story that actually could have happened.

I know I'm contradicting the world elite of book critics, but to me this was just a mediocre book on an interesting topic.
Kommentar Kommentar (1) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Nov 1, 2011 2:03 PM CET


Kein Pardon
Kein Pardon
DVD ~ Hape Kerkeling
Preis: EUR 10,49

3 von 59 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen Kein guter Film, 8. September 2009
Rezension bezieht sich auf: Kein Pardon (DVD)
Naja, bei deutschen Filmen sind die Erwartungen ja ohnehin eher niedrig, aber auch mit einem solchen Standart gemessen ist das hier kein guter Film. Habe den Film nach einigen Jahren mal wieder gucken wollen, da ich ihn damals sehr gemocht habe. Also DVD günstig gekauft, nicht viel erwartet und trotzdem eher entäuscht worden. Durch lustige Nebenrollen kommt man zwar immer wieder ins schmunzeln, jedoch feht den beiden Hauptcharakteren eindeutig der Tiefgang, die Story ist platt etc.. Kurz gesagt: Kann man schon gucken, sollte man aber eigentlich kein Geld für ausgeben. Oder auch: Dieser Film darf in jeder DVD-Sammlung fehlen ;)


Das politische System der Bundesrepublik Deutschland. Lehrbuch
Das politische System der Bundesrepublik Deutschland. Lehrbuch
von Wolfgang Rudzio
  Taschenbuch

5 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Kompakte Information., 13. April 2009
Als deutscher Student der Politikwissenschaft kommt man nicht ohne Literatur zum politischen System Deutschlands aus. Dieses Buch sei jedem empfohlen, der es kurz und auf den Punkt gebracht mag (Deswegen toll für Zitate/ Belege bei Hausarbeiten). Wer es gerne etwas ausführlicher hätte wird wohl mit dem gleichnamigen Buch von Manfred G. Schmidt glücklicher, inhaltlich sind beide so vollständig, dass man für die 'Standard-Veranstaltungen' keine weitere Literatur benötigt.


In Putins Russland
In Putins Russland
von Anna Politkovskaja
  Taschenbuch

2 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Gute und valide Information, motiviert durch Empörung., 13. April 2009
Rezension bezieht sich auf: In Putins Russland (Taschenbuch)
Wer sich fragt was der Unterschied zwischen einem Leben in unserem (trotz aller berechtigten Kritik) demokratischen Staat und dem im russischen ist, dem sei dieses Buch ans Herz gelegt. Mir hat es anschaulich geschildert, wie in Ländern ohne etablierte Beteiligung seitens der Masse der Bevölkerung, die Skrupellosesten die Macht im Staat zur persönlichen Bereicherung an sich reißen können.

Natürlich entspringt Politkowskajas Motivation dieses Buch zu schreiben aus dem persönlichen Hass gegen diese Zustände. Nie verschleiert sie dieses, ihre Argumentation bleibt jedoch sachlich, wie man dies von einer guten Journalistin erwartet. Die Darstellung der objektiven Fakten und subjektive Schlussfolgerungen seitens der Autorin sind unterscheidbar.
Auch konnte ich keine Glorifizierung von Jelzin erkennen; nachvollziehbar finde ich jedoch, dass dieser Präsident, im Vergleich zu Putin in einem besseren Lichte erscheint. Als Präsident dieses 'Neuen Russlands', das von Netzwerken alter Parteifunktionäre und neuer Krimineller geführt wird, spielt Putin schon eine sehr zweifelhafte Rolle. Eindeutige Beweise für eine direkte Verstrickung in illegale Aktivitäten existieren selbstverständlich nicht, jedoch die hier aufgezeigte Masse beweisbarer Verbindungen zwischen tatsächlich Kriminellen und Putin spricht eine deutliche Sprache.

Alles in allem ein lesenswertes, hoch informatives Buch. Allein die Fülle an Namen, Querverbindungen und Details, die uns die indirekte Verbindung zwischen dem "System Putin" und der korrupten Justiz, menschenverachtenden Offizieren und politisch ambitionierten Kriminellen aufzeigt ist stellenweise schwer zu überblicken und erfordert Ruhe und Zeit beim Lesen (Nichts für Fahrten im überfüllten ÖPNV bei Feierabend).


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