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Rezensionen verfasst von
Manuel Haas (Gars a. Inn, Germany)

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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
1.0 von 5 Sternen Service???, 24. Oktober 2012
Mit dem Service bei Klarmobil habe ich sehr enttäuschend Erfahrungen gemacht, mehrere Anrufe bei verscheidenen Stellen, die sich für nicht zuständig erklären und an andere Stellen verweisen, die dann ebenfalls nicht zuständig sind - zum Teil im Widerspruch zu Aussagen auf der Homepage. Mein Vertrauen hat Klarmobil verspielt!!


Kein Titel verfügbar

5.0 von 5 Sternen gut und stark, 18. Oktober 2010
Wer seinen Tee gerne stark und mit Milch trinkt, für den ist Schraders Indian Broken genau richtig. Er ist ein kräftiger, dunkler Tee, dessen Würze robust und trotzdem differenziert ist. Er ist weniger malzig, als ich es von englischen Tees gewohnt bin, dafür aber von einer nussigen Herbheit, die andere Tees als fade erscheinen lässt. Selbst extrem hartes Wasser kann diesem Tee nichts anhaben.


Letzte Chance für gute Schulen
Letzte Chance für gute Schulen
von Ludger Wössmann
  Gebundene Ausgabe

4 von 8 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Horizonterweiterung, 13. Januar 2008
Ludger Wößmanns Buch sollte wirklich jeder lesen, der sich an bildungspolitischen Diskussionen beteiligt. Natürlich ist es eine begrenzte Perspektive, wenn nur die internationalen Leistungstests herangezogen werden, um die Wirksamkeit von Maßnahmen im Bildungswesen zu beurteilen. Aber es ist eine Perspektive, die viele in Deutschland bitter nötig haben, denn allzu oft fehlt der Blick über die Landesgrenzen, wenn Reformen rundweg abgelehnt oder gefordert werden.
Besonders faszinierend erscheinen mir dabei Wößmanns Forderungen nach einer späteren Aufteilung der Schüler und nach mehr privaten Schulen. Hierzulande wird ja gleich als leistungsfeindlicher Ideologe kritisiert, wer das mehrgliedrige deutsche Schulwesen reformieren will. Der internationale Vergleich zeigt, wie unsinnig das ist: In Ländern wie Kanada oder Finnland sind ja nicht nur die schlechten Schüler viel besser als bei uns, sondern auch die guten!
Ebenso interessant ist Wößmanns Feststellung, dass Schüler aus den Ländern am besten abschneiden, in denen es viele private Schulen gibt - allerdings nur dann, wenn diese privaten Schulen komplett staatlich finanziert werden. Wößmann erwähnt allerdings nicht, dass es ausgerechnet im PISA-Siegerland Finnland kaum Privatschulen gibt. Auch sind die Leistungen privater Schulen bei PISA 2006 nicht besser als die von staatlichen, wenn der Effekt des sozioökonomischen Hintergrunds der Schüler berücksichtigt wird.
Größere Selbständigkeit der einzelnen Schulen, eine andere zentrale Forderung Wößmanns, gibt es aber auch innerhalb des staatlichen Schulwesens in Finnland. Dies beweist, dass auch an staatlichen Schulen Spielräume bestehen.
Ideologisch ist Wößmanns Buch höchstens insofern, als es ausschließlich auf Leistung fixiert ist - noch dazu auf Leistungen, die in Tests messbar und vergleichbar sind. Das ist eine notwendige Perspektive, aber sie sollte nicht die einzige sein, wenn es darum geht, wie die Schule Kindern begegnet. Aber das verlangt Wößmann ja auch nicht.


Neue Leben: Roman
Neue Leben: Roman
von Ingo Schulze
  Gebundene Ausgabe
Preis: EUR 24,00

7 von 9 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Wer Literatur liebt, wird es lieben, 22. März 2007
Rezension bezieht sich auf: Neue Leben: Roman (Gebundene Ausgabe)
Angesichts mancher Kritiken hier frage ich mich, warum diese Leute überhaupt lesen. Damit das Buch möglichst schnell vorbei ist?

"Neue Leben" ist ein Roman für Leute, die Literatur lieben - mindestens von der Romantik bis zur DDR-Literatur. Ein Künstlerroman über einen verhinderten Autor - der junge Enrico träumt ja davon, ein semi-regimekritischer DDR-Autor zu werden. Großartig die Passagen, in denen Enrico sich seine Karriere ausmalt, die natürlich in der Übersiedlung in den Westen gipfelt. Aber ohne DDR kann er natürlich kein DDR-Oppositioneller werden. Auch für ihn bricht deshalb 1989 die Welt zusammen. Da hat die prompt auftauchende Mephisto-Figur natürlich leichtes Spiel...

Dieses Buch ist etwas zum Genießen!


Truman Capote - Werke: Sommerdiebe: Bd 1
Truman Capote - Werke: Sommerdiebe: Bd 1
von Truman Capote
  Gebundene Ausgabe
Preis: EUR 16,90

6 von 8 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Wunderbarer Beginn, 25. April 2006
Das Eingangskapitel allein ist schon den Kauf dieses Buches wert. Wie sich die 17-jährige Grady aus einer schwerreichen New Yorker Familie da von ihrer überkanididelten Mutter und ihrem schweigsamen Vater verabschiedet, das ist witzig und leicht und vermittelt vor allem die Spannung des Jungseins vor einem Sommer allein in der großen Stadt: "eine freudige Erregung angesichts dieses Sommers, der sich vor ihr erstreckte wie eine endlose weiße Leinwand, auf die sie selbst die ersten groben Pinselstriche auftragen konnte, ganz und gar frei."

Leider ist die gute Grady dann gar nicht so frei, denn sie kettet sich an den kleinbürgerlichen Macho Clyde Manzer. Und an der Darstellung dieser eher deprimierenden Beziehung begeistern höchstens noch einzelne Szenen oder Figuren. Vollends unbefriedigend ist der offensichtlich nur skizzenhaft ausgeführte Schluss. Schade. Da wäre mehr drin gewesen. Aber wegen dem ersten Kapitel gibt es trotzdem drei Sterne.
Kommentar Kommentar (1) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Apr 4, 2011 6:37 PM MEST


Koreanische Erzählungen
Koreanische Erzählungen
von Sylvia Bräsel
  Taschenbuch

6 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Respekt, 5. Dezember 2005
Rezension bezieht sich auf: Koreanische Erzählungen (Taschenbuch)
Für die meisten Deutschen ist Korea nur eine von vielen aufstrebenden Industrienationen in Ostasien. Durch diesen Erzählungsband kann man eine Ahnung davon bekommen, welche Geschichten mit diesem Aufstieg Koreas verbunden sind.
Mit einer eindrücklichen Reise an die Grenze zwischen Nord- und Südkorea beginnt die Sammlung. Lee Hochol zeigt zwar drastisch die Missverständnisse und die Sprachlosigkeit zwischen den Menschen, die von ihren Systemen geprägt sind; aber die Tatsache, dass ein solches Gespräch überhaupt stattfinden kann und dass der Südkoreaner darin die Stimme der Freiheit ist, gibt der Begegnung fast so etwas wie einen Hoffnungsschimmer. Solcher Optimismus ist selten in den "Koreanischen Erzählungen". Die Erzähler drücken den Respekt vor den Menschen in ihrem Land dadurch aus, dass sie ihre Verzweiflung und Hoffnungslosigkeit nicht wegerklären oder hinter idyllischen Bildern von koreanischen Bergtälern verbergen.
Die Schrecken der koreanischen Geschichte lässt Kim Wonil in seiner sehr spröden Familiengeschichte aufscheinen.
Meine Lieblingserzählung ist "Heimkehr" von Su Jung In: Drei junge Leute Anfang zwanzig machen sich auf der Fahrt in ihr Heimatdorf etwas vor, tun erfolgreich und erwachsen, obwohl sie es nicht sind. Das ist besonders anrührend, weil am Schluss klar wird, dass einer der drei noch viel weiter von diesen Träumen entfernt ist als die anderen beiden.
Eindrucksvoll zeigen Hwang Sok-yong, Kang Sok Kyong und Han Kang auf, welche Auswirkung die Industrialisierung im Turbo-Tempo auf die Menschen hatte, die sich plötzlich in öde Schuhschachtel-Appartements gezwängt fanden, zwischen Ausfallstraßen, die kaum noch Luft zum Atmen lassen.
In zwei der Erzählungen gibt es Bezüge zu Deutschland, und in beiden geht von Deutschen so etwas wie Hoffnung aus. Für eine junge Frau in Kim Young-has Erzählung wird Deutschland das ganz persönliche Land der Freiheit. Und "Die Stimme des Gewissens" ist eine Hommage an den deutschen Journalisten Jürgen Hinzpeter, der entscheidend dazu beitrug, dass die Welt von Massakern der koreanischen Regierung an Regimegegnern in den achtziger Jahren erfahren hat. Am Schluss heißt es dort: "Rettet nicht das feste Wissen, nicht allein und vergessen zu sein, vor dem sicheren Tod?" Das scheint mir ein sehr passendes Schlusswort für diesen Erzählungsband zu sein, dessen Autoren und Autorinnen mit viel Respekt und Einfühlungsvermögen dafür sorgen, dass die Schicksale ihrer Mitmenschen nicht vergessen sind.


Der Eisvogel: Roman
Der Eisvogel: Roman
von Uwe Tellkamp
  Gebundene Ausgabe

16 von 19 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Anschwellender Bocksgesang, 1. August 2005
Rezension bezieht sich auf: Der Eisvogel: Roman (Gebundene Ausgabe)
Tellkamps Buch ist ein großartiger Roman, der mich beeindruckt hat wie schon lange kein Buch eines lebenden Autors. Sprachlich wagt Tellkamp mehr als sonst ganze Jahrgänge von Jungautoren zusammen, da ist wohl zu erwarten, dass es zu Missverständnissen kommt: Wo die Metaphorik ins allzu Gesuchte abgleitet, sollte man dafür den Erzähler verantwortlich machen und nicht den Autor; und dann passt das Geschmäcklerische der Sprache hervorragend zu einem Protagonisten, der sich viel auf seinen erlesenen Geschmack einbildet.
Dieser Protagonist Wiggo Ritter ringt mit der Sprache; in immer neuen Wortkaskaden versucht er, der Wahrheit nahezukommen; verschiedene Erinnerungsebenen verschränken sich dabei und kommentieren sich gegenseitig, dazu kommen die ganz anderen Stimmen der Bekannten Ritters. Zunächst mag diese Konstruktion anstrengend wirken, doch immer mehr entsteht ein Sog, dem man sich nicht entziehen kann.
Wer die Handlung abstrus findet, hat wohl vergessen, dass Peter Handke Deutschland schon lange einen Bürgerkrieg wünscht und dass Botho Strauss die bundesrepublikanische Sattheit herzlich verachtet. Uwe Tellkamp hat es gewagt, diese intellektuelle Attitüde wörtlich zu nehmen, und sich ausgemalt, wie ein Bürgerkrieg à la Handke aussehen könnte. Ein Buch also, das schon lange notwendig war.


Barbar Rosa
Barbar Rosa
von Georg Klein
  Taschenbuch

2 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Gewagt, nicht abgründig, 1. August 2005
Rezension bezieht sich auf: Barbar Rosa (Taschenbuch)
Die drei Sterne muss es schon dafür geben, dass hier ein Gegenwartsautor nicht nur seine Jugenderinnerungen oder die Biographie seiner Eltern verarbeitet, und dafür, dass er nicht ausschließlich Hauptsätze verwendet. Georg Klein geht das Wagnis ein, eine abgedrehte, skurrile und dazu auch noch ekelerregende Geschichte zu erzählen. Noch dazu werden die Erwartungen der Leser an einen Krimi enttäuscht: Hier wird die Detektivgeschichte umgewendet: Der Ermittler sucht nicht die Spuren, die ihn zur Lösung des Falls führen, sondern ihm werden Hinweise aufgedrängt, mit denen er zwar nichts anfangen kann, die ihn aber troztdem zur Lösung des Falls schubsen.
Trotz seines bunten Gefieders hat micht der Roman am Ende doch etwas unbefriedigt gelassen. Es stimmt, dass die Sprache eindrucksvoll ist; aber das Geschehen und die Landschaft beruhen auf nur wenigen Einfällen, die dann variiert werden. Die "Hauptstadt" fault vor sich hin und wird von kaputten Typen bevölkert, die einer hausgemachten Billigdroge und ausgefallenen sexuellen Vergnügungen nachjagen. Durch diese Szenerie taumelt der Protagonist in kurzen Kapiteln ohne Spannungsbogen. Dabei bleibt er aber eine Leerstelle. Er leidet nicht einmal unter den Qualen, die ihm sein Körper bereitet. Nichts stößt ihm wirklich zu. In all ihrem pittoresken Verfall ist die Hauptstadt eine Welt ohne Gefahren. Verletzungen und Krankheiten werden mit trickflimartiger Spurlosikgeit überstanden. Ob man seinen Job verliert oder erfoglreich ausführt, sit völlig bedeutungslos.
Auf dem Umschalg des Buchs wird Georg Klein als "abgründiger Spieler" bezeichnet, doch die Abgründe in diesem Buch sind keine wirklichen Abgründe. Und in diesem Spiel gibt es keinen Einsatz. Ein verräterisches Detail in Barbar Rosa: Während die gesamte Stadt in morbidem Verfall begriffen ist, kann von einem "peinlich gepfelgten Areal des Krankenhauskomlexes" die Rede sein. Und in solche gepflegten Krankenhäuser werden die verkommenen Gestalten sofort und fraglos eingeliefert, sobald ihnen etwas zustößt. Eine Welt ohne funktionierenden Sozialstaat scheint für diesen "abgründigen Spieler" nicht vorstellbar...
Kommentar Kommentar (1) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: May 19, 2010 12:15 PM MEST


Schreiben oder Leben (suhrkamp taschenbuch)
Schreiben oder Leben (suhrkamp taschenbuch)
von Jorge Semprún
  Taschenbuch

20 von 21 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Hymne an das Leben, 23. Februar 2004
Schon der Umschlag könnte den potentiellen Leser abschrecken: Die düstere Fotografie eines Lagerzauns. Wer sich aber auf eine Reise in die Finsternis gefasst macht, wird überrascht, denn Semprun beschreibt nicht nur die Begegnung mit dem absolut Bösen, sondern auch die Brüderlichkeit, die sich dem Bösen entgegenstellt. So ist sein Buch eine Hymne an das Leben und an die Menschlichkeit im Angesicht des Todes.
Sempruns Buch beginnt mit der Befreiung des Konzentrationslagers Buchenwald. Die Erinnerung an die Befreiung wird ihm zum Anlass, sich auch an das zu erinnern, was vorangegangen ist: Die Zeit im Lager ebenso wie der Kampf in der französischen Resistance, die ihr vorangegangen ist. Das Todeserlebnis des Lagers bleibt, auch wenn Semprun nach der Befreiung zu neuem Leben erwacht und begeistert seine Liebe zur Literatur, zum Jazz und zu den Frauen besingt.
Zunächst muss sich Semprun zwischen Schreiben und Leben entscheiden; er erträgt es nicht, sich als Autor in die Todeszone zurückzubegeben. Aber das Buch erklärt auch, warum das fünfzehn Jahre später anders war, warum Semprun seine Tätigkeit als kommunistischer Aktivist aufgeben konnte und sich seiner Erinnerung stellte.
Ein bewegendes Werk in einer Sprache von lyrischer Genauigkeit.


Nicht kalt genug. Roman
Nicht kalt genug. Roman
von Bernhard Setzwein
  Gebundene Ausgabe
Preis: EUR 15,90

6 von 7 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Uneingeschränktes Lesevergnügen, 18. Januar 2004
Rezension bezieht sich auf: Nicht kalt genug. Roman (Gebundene Ausgabe)
Wie ist es möglich, dass ich noch nie von dem großartigen Autor Bernhard Setzwein gehört hatte, bevor ich auf deisen kleinen Roman gestoßen bin?
Selten habe ich als Leser Leichtigkeit des Erzählens und Tiefe des Gehalts so gelungen verbunden gefunden. Stoff des Romans sind Friedrich Nietzsches Sommeraufenthalte in Sils-Maria; Setzwein stellt sie in impressionistischen Skizzen dar, die voller Witz und Eleganz sind. Fast nebenbei entsteht dabei angesichts der Dürftigkeit der äußeren Existenz des "Professors" ein subtiler Kommentar zum Werk Nietzsches.
Auf 150 Seiten ist Bernhard Setzwein ein vollkommener kleiner Roman gelungen!


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