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Rezensionen verfasst von
Andrew Lewsey
(REAL NAME)   

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Hounds of Love
Hounds of Love

82 von 84 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Unübertroffen, 27. November 2006
Rezension bezieht sich auf: Hounds of Love (Audio CD)
Ich bin Engländer und diese Frau ist der Grund, warum ich auf mein Land stolz bin.

Keine Note, kein Wort, kein Ton und kein Song sind in diesem Album deplatziert. Es ist ein Werk atemberaubenden Könnens, aufregender Originalität und gewaltiger Sololeistung. Niemand soll Kate Bush mit irgendeiner anderen Sängerin oder Songschreiberin vergleichen und dieses Album ist der Beweis.

In der guten alten Zeit, als Alben nur in Vinyl verfügbar waren und zwei Seiten hatten, hätte die erste Seite aus den ersten fünf Songs bestanden. Vier von den fünf waren Charthits in Großbritannien und die ganze Seite versprüht eine festliche Laune.

,Running up that Hill' ist ein eindringlicher, stimmungsvoller Song und stellt die Frage: wie wäre es, wenn wir mit einem anderen Menschen tauschen würden um seinen Schmerz mitzuerleben? Sein Rhythmus ist dringend und von fast kriegerischen Trommeln angetrieben.

,Hounds of Love' ist wunderbar festlich und erzählt darüber, wie hilflos die Liebe uns macht. Sein ebenso dringender Rhythmus untermauert des Thema des Songs.

,The Big Sky' ist Kate in ausgeflippter Hochform, den Himmel betrachtend und die Wolken ankichernd, die wie Irland aussehen, was durch den volksmusikartigen Refrain im Hintergrund subtil wiederspiegelt wird. Das Video ist auch Klasse.

,Mother Stands for Comfort' ist einer der seltsamsten Songs, die sie bisher geschrieben hatte, aber seltsam auf gute Weise. Sein lockerer Rythmus ergänzt die fast kinderreimmäßige Art des Textes. Es gibt keine ,Melodie' im traditionellen Sinne des Wortes aber dies bedeutet nicht, dass der Song unmelodisch ist. Sie verwendet Trommeln, das Klavier, die Bassgitarre und sogar zerbrechendes Glas sehr wirkungsvoll.

,Cloudbusting'. Dieser Song ist oft als getragen bezeichnet worden und zwar mit Recht. Er ist eine glühende Lobrede für einen verloreren Vater. Er basiert auf die Geschichte eines Jungen, dessen Vater von den Behörden weggebracht wurde, weil er eine Maschine gebaut hatte, die den ganzen, mit Wolken beladenen Himmel zum Regnen brachte. Der tuckernde Rhythmus, die schön arrangierten Streichinstrumente und sogar der Dampflok fangen alle den fast bedrohenden Eindruck von Wolken ein, die sich im Himmel sammeln und herumjagen. Das Video, das den ernsthaften Schauspieler Donald Sutherland in der Hauptrolle zeigte, tat das, was Musikvideos tun sollen. Es erzählte die Story in dem Song und fügte dabei eine zusätzliche, visuelle Dimension hinzu.

Der Prozess, wobei das Album vom Erhabenen ins Außerirdische übergeht, geschieht im Zyklus der sieben Songs namens ,The Ninth Wave', dessen Titel seinen Ursprung im Gedicht ,The Coming of Arthur' hat, zu einem Zeitpunkt wo das Meer Uthers Nachfolger an Merlins Füßen gebärt.

,And Dream of Sheep' ist der ertse Song im Zyklus und verfolgt den Abstieg in Ohnmacht seiner ertrinkenden Protagonistin, die versucht, wach zu bleiben, während das Meer sie allmählich in seine opiumhaltige Schwärze herunterzieht. Eine schläfrige Stimmung ist durch einen sparsamen Gebrauch des Klaviers und ihrer Stimme meisterhaft erschafft.

Im zweiten Song wenden sich die Dinge zum Unheimlichen. ,Under Ice' stellt uns das auf interessante Weise schizophrene Bild einer Frau vor, die auf dem Eis Schlittschuh läuft, bevor es ihr dämmert, dass sie auch unter dem Eis eingeschlossen im Wasser weht. Mit dem Ablauf des Songs wird diese Erkenntnis noch verzweifelter und endet in einem hoffnungslosen Schrei.

Der nächste Song ,Waking the Witch' ist der erschreckendste aller seiben. Er beginnt mit einer traumähnlichen Stimmung, während seine halluzinierende Protagonistin durch ein Kaleidoskop fremder Stimmen geweckt wird. Einige sind angenehm und einige nicht, was ihr bevorstehndes Schicksal andeutet. Die letzte Stimme ist lieb und leise und wiegt die Frau in trügerische Sicherheit, kurz bevor der Song in eine albtraumhafte, quasselnde klangliche Landschaft aufflammt, während die Hexe ertränkt wird. Ihre Panik wird durch apokalyptische Kirchglocken und das üble, gierige Brummen des Hexenjägers begleitet (,Du brennst nicht, du blutest nicht - geh runter!'). Das verzweifelte Anflehen der Hexe rettet sie nicht, während sie vor einem Hintergrund finsterer Stammegesänge und Fetzen Latein ins Wasser wiederholt getaucht wird.

In ,Watching You Without Me' kommt sie zu ihrem Liebhaber in Form eines Gespenstes zurück. Er ist ein sehr rührender Song, dessen highe Stimmung und leichte Musikalität dem Thema perfekt entsprechen. Auf geschickter Art und Weise wird seine Sanftheit durch das verzweifelte Anflehen der Hexe vom vorigen Song unterbrochen, um uns an die schreckliche Art ihres Todes zu erinnern. Angeblich singt sie etwas rückwärts aber nach 20 Jahren habe ich keine Ahnung was dies ist.

,Jig of Life' huldigt ihre irischen Wurzeln und feiert die Weisheit einer alten Zigeunerin, vielleicht die Wiedergeburt des ertrinkenden Mädchens oder der Hexe aus der Vergangenheit oder der Zukunft. Er ist irre gutes Volkslied voller Trommeln und Streichinstrumente.

In ,Hello Earth' befindet sie sich im Raumschiff als Astronautin und betrachtet verschlafen eine nasse, stürmige, von Gewittern bedrängte Erde. Mit seinem Nosferatu-Cantus und sanftem Cello wiegt uns der Song absichtlich in den Schlaf, bevor wir für den letzten Song freudig aufwachen.

In ,Morning Fog' wird sie in die Arme seiner Familie wieder geboren. Der Song ist fröhlich und voller Liebe ohne einmal sentimental oder klischeehaft zu werden. Ein sehr befriedigender Abschluss zu einem erstaunlichen Werk.

Schafe, kleine Lichter, Möwen, Schneelandschaften, quasselnde Hexen, Gespenster, weise alte Damen, Astronautinnen, Gewitter und Neugeborenen - sie sind alle da.

OK, so I like my German dictionary -:)
Kommentar Kommentare (6) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: May 18, 2013 2:27 PM MEST


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