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Rezensionen verfasst von
Philipp Pretz

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PES 2011 - Pro Evolution Soccer
PES 2011 - Pro Evolution Soccer
Wird angeboten von 711games
Preis: EUR 29,95

20 von 25 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen In fast allen Belangen schlechter als PES 10, 3. Januar 2011
= Spaßfaktor:3.0 von 5 Sternen 
Ich frage mich, wie die Vorsprechung von Konamis verantwortlichen Entwicklern ausgesehen haben muss, als es um Pro Evolution Soccer 11 ging. Vermutlich hatte man eine Liste mit allen Dingen die gut und schlecht waren im letzten Spiel und stellte dann leider fest: "Oje, wir können an den schlechten Dingen leider gar nichts ändern, weil das viel zu viel Aufwand wäre. Also versuchen wir doch einfach die besseren Dinge zu verändern!".
So oder ähnlich muss es sich zugetragen haben, anders kann ich mir die grandiose Bauchlandung der diesjährigen PES-Serie nicht erklären.

Zunächst einmal das Positive:

+ Das Passsystem ist in der Tat verbessert worden. In den ersten Spielen flucht man zwar über viele Fehlpässe, wenn man es aber erstmal raus hat lassen sich Pässe viel präziser spielen als vorher. Und auch hohe Flanken und tödliche Pässe/Flanken in den Lauf funktionieren deutlich besser als früher, wo Flanken (Flanken von der Grundlinie in den 16er ausgenommen) und hohe tödliche Pässe quasi sinnfrei waren.

+ Die Animationen sind wohl so gut wie noch nie. Ballbehandlung und dergleichen sehen sehr realistisch aus und allgemein macht das Spiel einen sehr "echten" Eindruck. Auch die Ballpyhsik ist gut wie immer, sodass oft Situationen entstehen die im echten Fußball so auch gut passieren könnten.

+/- Im Managermodus kann man nun durch die Funktion "Hohe Marktaktivität" die Transfers endlich etwas leichter machen. War es früher selbst für Topmannschaften oft schwierig Spieler zu verpflichten, geht das jetzt deutlich leichter, wenn man bekannt genug ist und entsprechend Finanzmittel hat. Das hat aber auch den Nachteil, dass manche Spieler quasi halbjährlich den Verein wechseln, was natürlich völlig unrealistisch ist.

Leider überwiegt bei PES 11 jedoch das Negative. Und das sind neben ein, zwei Riesenschnitzern voralldingen die kleinen Dinge über die man den Kopf schüttelt und sich die Haare rauft.

- Die größte Schwäche ist in meinen Augen eigentlich die KI. Alle Nase lang hat man das Gefühl, dass die Entwickler einfach nicht in der Lage waren den Gegner schlauer zu machen und sich daher entschieden haben die eigenen Spieler einfach dümmer zu machen. Spieler laufen ständig an simplen Pässen vorbei, bleiben einfach stehen oder zuckeln komisch herum. Des Weiteren halten sie sich auch nicht an taktische Vorgaben. So bleibt zum Beispiel die Anweisung an meine Außenverteidiger sich am Angriff zu beteiligen völlig effektlos - und wenn sie mal nach vorne kommen, sind sie meistens viel zu spät.
Manchmal bleiben Spieler nach einem Angriff auch einfach stehen und schalten völlig ab. Da ist bei mir gerade ein Angriff am Torwart gescheitert, der spielt den Ball weit nach vorne und meine Abwehr fängt ihn ab. Allerdings kann ich mir meinen Konter jetzt in die Haare schmieren, weil mein komplettes Mittelfeld und Stürmer allesamt im Abseits stehen und auch keine Anstalten machen sich zurück zu bewegen.

- Ebenfalls um den Verstand bringen kann einen das Spielerauswahlsystem. Wer das verbrochen hat sollte fristlos entlassen werden. Ein Beispiel: Ich spiele einen weiten Pass nach vorne und der Ball rollt GENAU auf meinen Stürmer zu. Das Spiel lässt mich diesen Spieler aber nicht auswählen, egal wie sehr ich auf die Spieler-wechseln Taste hämmere. So rollt der Ball an ihm vorbei, während der Spieler nur dumm aus der Wäsche guckt und das Spiel mir vorschreibt einen Spieler zu benutzen, der am anderen Ende des Spielfelds steht. Zufall? Keine 5 Minuten später, rollt der Ball auf einen meiner Verteidiger zu, doch das Spiel lässt mich den Spieler ums verrecken nicht auswählen, ein gegnerischer Stürmer rennt vorbei, schnappt sich den Ball und macht ein Tor, während der Verteidiger daneben steht und Schäfchen zählt.
Solche Dinge passieren so dermaßen oft, dass es wirklich frustrierend ist.

Aber auch kleinere Dinge gehen auf die Nerven und ich kann mir auch nicht erklären, warum Konami sich genötigt fühlte diese überhaupt zu verändern:

- Das Freistoß/Elfmeter System wurde geändert, jedoch gibt einem das Spiel absolut keinen Hinweis in welcher Art und Weise. Konnte ich in PES 10 fast jeden Elfmeter und viele Freistöße verwandeln, fliegen hier Bälle links und rechts am Tor vorbei als hätten meine Spieler noch nie Fußball gespielt. Das Spiel gibt einem auch absolut keine Hilfe an die Hand, sodass man ratlos auf Tasten drückt ohne zu wissen, wie man es eigentlich besser machen kann.

- Das Kamerasystem ist ebenfalls verändert worden, man kann jetzt die Kamera nur noch um die eigene Achse aber nicht mehr nach oben oder unten drehen. Eine Kleinigkeit, sicher, aber warum man das ändern musste, weiß wohl nur Konami.

- Die Schiedsrichter: Passend zum Konzept "Wir wissen nicht wie wir die KI besser machen, also machen wir's dem Spieler einfach anderweitig schwierig" sind die Schiedsrichter dermaßen unfair, dass man glaubt im falschen Film zu sein. Ich bekomme am laufenden Band Freistöße gegen mich gesprochen aber der Gegner macht größtenteils was er will ohne dafür zurückgepfiffen zu werden.

- Zu guter letzt ist das Spiel traditionsgemäß mit der Abseitsregel völlig überfordert. Passives Abseits ist den Schiedsrichtern völlig fremd, sobald ein Pass gespielt wird und irgendein Teammitglied im Abseits spielt wird eben auch Abseits gepfiffen, egal ob der betreffende Spieler mit der Spielsituation was zu tun hat oder nicht.

FAZIT: Es gibt noch viele Kleinigkeiten über die man sich ärgern kann, wie die üblichen Kommentatorenfehler, Aufstellungsungereimtheiten (Warum stellt der FC Bayern lieber den 70 Punkte starken Jugendspieler in den Sturm als den 70-Mio. teuren Neueinkauf der Stärke 92 hat?) usw. aber die oben genannten Punkte sind eigentlich die Punkte, die das Spiel sehr oft frustrierend und enttäuschend machen. Und das sind nun mal zwei Eigenschaften die ein Spiel nicht haben sollte.
Das Spiel macht vieles richtig aber wenn man ein Match nicht verliert, weil die gegnerische Mannschaft besser war, sondern weil die eigene KI einen Schnitzer nach dem anderen zeigte, dann macht das keinen Spaß. Vielleicht patcht Konami oder die Community hier noch nach, vorerst bleibe ich jedoch erstmal bei PES 10, das vielleicht nicht immer realistischer aussieht aber meistens dafür deutlich mehr Spaß macht als sein Nachfolger.

Ich hoffe ich konnte einigen mit dieser Rezension helfen.
Kommentar Kommentare (3) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Jan 26, 2011 3:05 AM CET


Introducing Townes Van Zandt
Introducing Townes Van Zandt
Preis: EUR 13,99

5 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Newcomer gegen Dinosaurier, 30. Dezember 2009
Rezension bezieht sich auf: Introducing Townes Van Zandt (Audio CD)
In der Kategorie "Musiker, die nie den kommerziellen Erfolg hatten, den sie eigentlich verdienen" ist Townes van Zandt wohl unangefochten auf Platz 1. Doch so unbekannt er in der heutigen Charts-Welt auch sein mag, umso mehr hat er allerhand Musiker dieser Welt beeinflusst. Wenn man gleichermaßen Größen wie Bob Dylan, Emmylou Harris, Neil Young und Newcomer wie Conor Oberst oder Kings of Leon nach Musikern die sie beeinflusst haben fragt, fällt früher oder später irgendwann der Name "Townes Van Zandt".
Und so ist es auch nicht weiter verwunderlich, dass über 12 Jahre nach seinem Tod immer wieder "Tribute" Alben mit neuen Interpretationen von Townes van Zandt's Songs erscheinen.

2002 erschien das Album "A Tribute to Townes Van Zandt" mit den großen Namen. Berühmtheiten wie Emmylou Harris, Willie Nelson oder Nancy Griffith steuern hier ihre Versionen von van Zandt Stücken bei. Nun gibt es das neue Album "Introducing Townes Van Zandt via the great Unknown" wobei der Fokus auf dem "Unknown" liegt, da die meisten Künstler dieses Albums tatsächlich sehr unbekannt sind, der bekannteste ist vielleicht noch Duran Duran-Gründungsmitglied, Stephen Duffy.
Und genau das ist auch das Erfolgsrezept dieses Albums. Bei dem in 2002 erschienenem Album hatte man oft den Eindruck, dass es nicht wirklich Neu-Interpretationen der Songs waren, sondern einfach nur die Songs von Townes aber eben mit der Stimme von z.B. Willie Nelson und genau dort liegt das Problem. Denn die einzige Person die einen Townes van Zandt Song so wie Townes van Zandt singen kann, ist Townes van Zandt selbst. Jeder andere kann bei dem Versuch einer bloßen Kopie nur scheitern, sei es Freund Steve Earle oder Country-Legende Willie Nelson.

Fast alle Artisten auf diesem Album haben das erkannt und so ist von den Originalsongs oft nicht mehr viel übrig geblieben, außer dem Text. Jeder Künstler hat es geschafft, die Originale tatsächlich NEU zu interpretieren und nicht zu covern und deshalb funktioniert dieses Album so gut. Trotzdem sind die Songs nicht verfremdet, die Musiker haben den Spagat zwischen ihrer Musik und dem Stil von Townes van Zandt mit Bravour geschafft, auch wenn es sich nicht immer so anhört: Dieses Album steckt voll mit Townes Van Zandt.

Ich kann nur jedem raten, in dieses sehr interessante Album zumindest einmal reinzuhören, schon lange habe ich nicht mehr eine so perfekte Fusion zwischen neuen Talenten und alter Musik gehört.

Anspieltipps:

To Live is To Fly, Lungs, Still Looking for you, Pancho & Lefty
Kommentar Kommentare (3) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Aug 2, 2010 10:41 PM MEST


The Hazards of Love
The Hazards of Love
Preis: EUR 17,99

11 von 13 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Das Konzept geht auf, 31. März 2009
Rezension bezieht sich auf: The Hazards of Love (Audio CD)
Schon in ihrem vorherigen Album - The Crane Wife - versuchten sich die Decemberists an einem Konzeptalbum, ein Album das ein großes Thema behandelt. Das funktionierte die ersten Minuten ganz gut, im Großen und Ganzen kann man bei The Crane Wife aber nicht von einem Konzeptalbum sprechen.
Doch Colin Meloy und seine Mannen gaben nicht auf und bringen diese Tage ihr nunmehr fünftes Album heraus: The Hazards of Love. Zur Idee und Geschichte des Albums verweise ich kurzerhand auf die Produktbeschreibung der CD.

Musikalisch ist das Album deutlich härter als alles was die Band vorher gemacht hat, teilweise sehr gitarrenlastig. Außerdem wurde die Band um zwei Frauenstimmen bereichert, die sozusagen die meisten weiblichen Parts der Songs spielen. "Uh-oh", denken da sicher einige Fans, so auch ich im Vorfeld. Es gibt aber Entwarnung: Trotz der musikalischen Veränderungen ist "The Hazards of Love" ein vollwertiges Decemberists-Album geworden.

Dennoch muss man sich in das Album erst einmal hineinhören. Es gibt zwar, wie immer, ein paar echte Perlen (z.B. mit "Annan Water" oder "The Hazards of Love 4" Stücke im typischen Decemberists-Stil), doch es gibt auch ein paar unscheinbare Songs, mit denen man zuerst hadert, sie dann jedoch ebenfalls ins Herz schließt, vorausgesetzt man beschäftigt sich etwas mit ihnen. So z.B. der "Rake's Song" der musikalisch erst etwas suspekt daherkommt, sich dann jedoch als echter Knaller entpuppt.

Das liegt nicht zuletzt an den, wie immer, grandiosen Texten. Das Thema der "Gefahren der Liebe" zieht sich tatsächlich wie ein roter Faden durch das gesamte Album (nicht nur in den 4 Titelsongs), ohne jedoch jemals langweilig zu werden. Nie hat man das Gefühl, dass Meloy irgendwelche Ideen verwurstet hat und nur mit anderen Worten das Gleiche sagt. Umso erstaunlicher ist es, wie er es immer wieder schafft, auf dieses eine große Thema - The Hazards of Love - zurück zu kommen.
Hier besingt der Liebhaber seine Geliebte, für die er alles aufs Spiel setzt. Dort erzählt der ehemalige Junggeselle und Lebemann die schaurige Geschichte seiner Ehe und seiner 3 Kinder, die er ermordet hat, um wieder frei sein zu können.

Die Texte sind typisch Decemberists und eigentlich allein schon den Kauf wert. Auch musikalisch gibt es wieder Stoff vom Feinsten. Ruhige und fetzige Songs wechseln sich ab, mit nahezu fließenden Übergängen, sodass man das Album eigentlich nur als Ganzes hören kann und sich nicht einzelne Songs raussuchen darf.

Fazit:
"The Hazards of Love" ist eigentlich wie ein guter Wein. Erstmals geöffnet, muss man ihn erst etwas stehen lassen damit sich der Geschmack an der Luft entfaltet, danach möchte man aber gar nicht mehr aufhören zu trinken.
War ich zuerst etwas skeptisch, bin ich nun absolut begeistert von dem Album, da hier einfach alles zusammenpasst. Einzelne Songs, die ich - stünden sie allein - vielleicht nicht so gut fände, funktionieren hier großartig, da das Gesamtwerk einfach stimmig ist und die Songs einfach "passen".
Das Meisterwerk der Decemberists - "Picaresque" - bleibt zwar unerreicht, doch dieses Album sollte sich kein Genießer guter Musik entgehen lassen und Fans der Decemberists schon gar nicht.

Ein winzigen Kritikpunkt gibt es jedoch: Das Booklet ist mit einer Schrift und Farbabstimmung gedruckt worden, die es recht schwierig machen entspannt die Texte mitzulesen und manchmal sind die dort stehenden Texte sogar schlichtweg falsch. Das ist besonders bei einer Band wie den Decemberists, bei denen die Texte so eine wichtige Rolle spielen, sehr schade.


James Bond 007 - Ein Quantum Trost
James Bond 007 - Ein Quantum Trost
DVD ~ Daniel Craig
Wird angeboten von Multi-Media-Trade GmbH - Alle Preisangaben inkl. MwSt.
Preis: EUR 5,49

15 von 24 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen Ein Quantum Trostlos, 21. März 2009
Rezension bezieht sich auf: James Bond 007 - Ein Quantum Trost (DVD)
Was war es nicht für ein Comeback, als Casino Royale erschien. Wie viele andere war ich - vor Erscheinen des Films - der Ansicht, dass Daniel Craig als James Bond eine absolute Fehlbesetzung ist. Dementsprechend überrascht war ich, als ich den Film das erste mal sah und ihn großartig fand. Kein klassischer James Bond Film aber ein absolut fantastischer Actionfilm.

Deshalb war ich natürlich gespannt auf den Nachfolger, Quantum Trost, zumal Casino Royale ja mit einem echten Cliffhanger endete. Umso großer die Entäuschung nach Ende des Films.
Casino Royale war ein bombastischer, großer (140 Min.), straffer Actionfilm mit guter Story. Im Nachfolger ist von all dem nur die Action übrig geblieben.
Man versuchte alle Charaktere die im ersten Film beliebt waren wieder zu bringen, die Fragezeichen, die im ersten Film aufgeworfen sind, aufzuklären und die Story zu einem Abschluss zu bringen. Dabei versagt der Film auf der ganzen Linie.

Der Film versucht mehrere Stories (die Rache-Story Bonds und die seiner "Leidensgenossin" in Form von Olga Kurylenko) ineinander zu verweben und scheitert dabei kläglich. Der '"Oberbösewicht'" hat seinen Titel nicht verdient und könnte wohl nicht mal mehr einem kleinen Kind seinen Lutscher klauen. Dessen muskulöser Bewacher -von dem ich eine Rolle im Stile des '"Beißers'" erwartete - hat insgesamt ca. 5 Minuten Auftritt und findet ein erbärmliches Ende.
Der geheimnisvolle Vertreter der geheimnisvollen Organisation hinter dem Tod von Bonds Freundin aus dem ersten Teil taucht am Anfang kurz auf, verschwindet dann und trägt auch im weiteren Verlauf des Films nicht zur Klärung der Story bei.

Sinnbild des Scheiterns dieses Films ist für mich eine Endszene bei der Bond den Oberbösewicht schnappt und ihn dazu zwingt, ihm alle Geheimnisse der großen unbekannten Organisation zu verraten. Es folgt ein Schnitt in der Szene und man sieht wie Bond den Bösewicht in der Wüste aussetzt und dieser ihn sinngemäß anbrüllt: '"Ich habe Ihnen doch alles verraten was Sie wissen wollten."
Ja das hat er wohl, dem Zuschauer bleiben diese Erklärungen jedoch verwehrt.

So verließ ich das Kino mit einem großen Fragezeichen in meinem Kopf.
Wer einen Film von der Klasse Casino Royales erwartet wird entäuscht werden. Ebenso wie jemand der gerne eine Auflösung der Story aus dem ersten Teil hätte. Wer sinnfreie Action erwartet wird sicherlich nicht entäuscht werden, denn diese bietet der Film zu genüge und dazu noch genauso gut inszeniert wie im ersten Teil. Ansonsten aber ist der Streifen ein echter Reinfall.


Grand Theft Auto IV (Uncut) - [PC]
Grand Theft Auto IV (Uncut) - [PC]
Wird angeboten von games.empire
Preis: EUR 17,99

4 von 7 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Großes Spiel mit großen Problemen, 28. Dezember 2008
= Spaßfaktor:3.0 von 5 Sternen 
Nachdem es nun ungefähr 200 Rezensionen gab, die sich ausschließlich mit den Kopierschutzmaßnahmen des Spiels beschäftigen, dachte ich, ich schreibe mal eine Rezension, die sich auch mit dem Spiel als solches beschäftigt.

Was wurde nicht für ein Hype gemacht um dieses 'Spiel aller Spiele', die Revolution der Spiele. Selbst renommierte Zeitschriften wie die FAZ widmeten dem Spiel, das sonst in Zeitungen doch nur unter dem Thema 'Killerspiele' kursiert, große Artikel.
Doch wird GTA 4 den großen Erwartungen tatsächtlich gerecht? Das ganze Spiel bis ins Detail zu bewerten, würde mehr Platz benötigen als eine einfache Kundenrezension bieten kann, deswegen werde ich hauptsächtlich auf einige Kritikpunkte eingehen, die mich persönlich sehr gestört haben.

Nach der unverschämt langen (und damit meine ich nicht die reine Datenmenge die auf den PC geschaufelt wird aber dazu gibt es ja bereits genug Rezensionen hier) Installation ist das erste was einem auffällt, wenn man das Spiel spielt: Die eigene Spielfigur ist kein blasses Werkzeug mehr, das dazu dient die Missionen zu beenden. Der Held (oder besser Anti-Held) hat einen Namen - Niko Bellic - er hat eine Vergangenheit, er hat Gefühle und er hat eine Meinung.
Vorbei die Tage, wo man seinen Helden im Fitnessstudio aufpumpen konnte, ihm neue Frisuren verpassen konnte usw. Niko Bellic ist einfach Niko Bellic, neue Klamotten und Individualisierung des eigenen Charakters sind nebensächlich.

Und Niko Bellic hat sogar ein Ziel. Er muss jemanden finden und diesen jemand muss er töten, aus Rache für das was er ihm angetan hat, für die Leben die er zerstört hat. Das hört sich alles so ernst an. Ernst? Ja, das ist das richtige Stichwort, denn GTA 4 ist erwachsen, seriös, es ist ernst geworden. Und das bekommt der Spieler zu spüren.
Als man in Vice City den großen Mafiaboss umlegte um sich seine Villa unter den Nagel zu reißen, zuckte man mit keiner Wimper. Das ist nun anders in GTA 4. Ich will nicht zuviel verraten aber logischerweise findet Niko Bellic denjenigen den er jagt irgendwann und nachdem man die ganze Geschichte kennt möchte man ihn eigentlich gar nicht mehr erschießen, weil dieser Verbrecher einem fast leid tun möchte.
Und das muss man auch nicht: In GTA 4 wird man oft vor die Wahl gestellt, ob man einen 'Endgegner' jetzt erschießen möchte oder nicht, jede Wahl wirkt sich mal mehr mal weniger auf das Spielgeschehen aus.

Und hier kommt auch schon mein erster großer Kritikpunkt an GTA 4. Das neue Maß an Ernsthaftigkeit und Realismus mag Geschmackssache sein, dem einen gefällt es mehr, dem anderen weniger. Doch Rockstar war meiner Ansicht nach nicht konsequent was ihre Linie im Spiel angeht. Denn GTA 4 wirkt an vielen Stellen einfach roh und der Realismus bringt vor allem eins: Enorme Komforteinbußen. Jeder kennt die sich drehenden Rüstungen und Waffen die in früheren GTA Teilen überall in der Stadt verteilt waren. Und spätestens ab der Hälfte des Spiels hatte man ein Herz für Heilung und eine Rüstung in seiner Wohnung.
Das war Rockstar anscheinend zu unrealistisch und so muss der Spieler vor JEDER Mission, will er sie denn einigermaßen überstehen, erstmal beim Waffenhändler vorbeituckern und neuen Rüstung und Munition einkaufen. Und das nervt.
Wenigstens geht einem in GTA 4 nie das Geld für diese Utensilien aus, denn Geld ist in GTA 4 absolut überflüssig. Ich habe das Spiel so gut wie durch und habe noch kein einziges mal Geldsorgen gehabt, weil man, außer für Waffen und Rüstung, Geld einfach nicht braucht.
Ich war ein großer Fan der Möglichkeiten aus Vice City, sich Geschäfte zu kaufen und auch die Bonusmissionen dafür waren großartig. Das alles gibt es in GTA 4 nicht mehr.

Das zweite große Komfortproblem ist das Handy. Niko Bellic hat ein Handy, mit dem alles Mögliche angestellt werden kann. Unter anderem auch der Multiplayermodus. Auf das Handy kann man jedoch nur im Spiel zugreifen. Wenn man also eine Runde Multiplayer spielen will, muss man erst das Spiel normal starten, dann seinen Singleplayerspeicherstand laden, dort dann das Handy aufrufen und auf Multiplayer klicken um in die Lobby zu kommen, was natürlich mit weiterem Warten verbunden ist. Sollte die Verbindung fehlschlagen, landet man im Zweifelsfall wieder im Singleplayerspiel und muss wieder alles von vorne machen. Und wieder Warten. Generell wartet man in GTA 4 reichlich. Warten auf das Taxi, weil das Missionsziel wieder am anderen Ende der Stadt ist. Warten wenn der PC laden muss aufgrund kleinster Zwischensequenzen. Warten wenn man eine Mission verbockt hat und der letzt mögliche Speicherstand der Beginn der Mission ist.

Ein weiterer Kritikpunkt ist für mich die Story. Ganz recht, die von allen so hochgelobte Story. Das Spiel stellt einen in regelmäßigen Abständen vor die Wahl einen seiner Auftraggeber zu eliminieren. Im Regelfall muss man die Entscheidung zwischen zwei sich streitenden Auftraggebern treffen. Eigentlich eine interessante Idee, nur: Das Potential dieser Stories wird so gut wie nie ausgeschöpft, sie werden teilweise fast krampfhaft schnell zu Ende geführt. Ein Beispiel: Da kommt der Knastbruder Dwayne nach Jahren wieder aus dem Knast und wendet sich an seinen alten Kumpel 'Playboy X' dem er damals alles beigebracht hat. Der wiederrum wendet sich an dich damit du dem guten Dwayne hilfst wieder ins Leben zu führen. Der jedoch kommt in der Welt die sich verändert hat nicht mehr zurecht und glaubt, dass seine Freunde ihn nicht mehr wertschätzen. Nach ein paar Missionen ruft dich 'Playboy' an und behauptet Dwayne sei durchgeknallt und müsse deshalb umgenietet werden. Wie bitte? Eine Story die man wunderbar hätte vertiefen können, wird mittendrin einfach abgewürgt, der Spieler muss sich nun entscheiden wen der beiden er nun denn umlegt.

GTA 4 hat zwar die, für die Serie typischen, durchgeknallten Charaktere aber so gut wie nie werden diese näher beleuchtet oder bekommen die Zuwendung die sie verdienen, die meißten werden einfach auf halber Strecke irgendwann erschossen (meistens vom Spieler selbst) und Ende ist. Das hat mich persönlich sehr entäuscht.

Da mir langsam der Platz ausgeht (großes Spiel, große Rezension' - logisch, oder?) werde ich die nächsten Kritkpunkte nur noch Stichpunktartig aufführen.

- Oft rufen Freunde auf dem Handy an um die Story weiterzutreiben oder nach Missionen eine Art Feedback zu geben. Blöd nur: Wenn man irgendwie angerempelt wird oder sonst irgendwie zu Fall kommt während man telefoniert bricht das Telefonat einfach ab. Wenn man jetzt zurückruft um das Ganze nochmal zu hören, geht nur der Anrufbeantworter ran.
- Die Perfomance ist tatsächtlich absolut erbärmlich. Die Grafik ist gut, keine Frage, rechtfertigt jedoch in keinstem Maße die Ansprüche, die das Spiel ans System stellt
- Die Gegner-KI reißt nicht wirklich Bäume aus
- Nach wie vor kein freies Speichern

FAZIT:
Was bleibt also übrig vom angeblich größten PC-Spiel aller Zeiten? Groß ist es in der Tat, doch je größer etwas ist, desto mehr Schatten wirft es auch. So hat sich GTA 4 von sich selbst entfremdet. Eine durchgeknallte Stadt wurde durch eine realistische Metropole ersetzt. Grandiose Charaktere treten so schnell ab wie sie aufgetreten sind und bleiben oft leider völlig blass. Der Hauptheld selber hat plötzlich Charakter, Hintergrund und eigene Meinung, was einem ein Stück der Freiheit nimmt, die GTA so berühmt gemacht hat.

Übrig bleibt ein Spiel mit einer tollen Atmosphäre, das trotz all seiner Mängel viel Spaß macht.
ABER: Es ist defintiv nicht das größte PC-Spiel aller Zeiten, es ist ja nicht einmal das beste Spiel aus der GTA Reihe. Gemessen an dem was zum Erscheinungsdatum der anderen GTA-Teile Standard war, würde ich sogar so weit gehen zu sagen GTA 4 ist der schlechteste aller GTA Teile.
Voralldingen in Komfort und Perfomance leistet sich das Spiel große Schnitzer. Hinzu kommt die Frechheit mit dem Windows Live und Rockstar Social Club den man vorher installieren muss und für die man noch Konten einrichten muss. (s. andere Rezensionen zum Spiel)

Wer hofft mit GTA 4 ein Spiel zu erwerben, dass sich nahtlos in die GTA-Serie einreiht, wird entäuscht sein. GTA 4 steht heraus, im Guten wie im Schlechten.
Wer sich mit dem Schwerpunkt auf Realismus anfreunden kann und dazu noch einen sehr guten PC besitzt, sollte sich dieses Erlebnis wohl nicht entgehen lassen. Alle anderen sollten warten, bis der eine oder andere Perfomance Patch erschienen ist und das Spiel zum Budget Preis verfügbar ist.
Aufgrund der von mir genannten Kritikpunkte und auch dem unsäglichen Rockstar Social Club Gedöhns ziehe ich dem Spiel 2 Sterne ab. GTA 4 ist zwar nicht der neue Messias der PC-Spiele jedoch ist es trotzdem ein solides Spiel, welches wenn der erste Ärger erstmal überwunden ist, viel Spaß macht.
Kommentar Kommentare (3) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Mar 31, 2009 11:42 AM MEST


Just Look Them Straight in the Eye and Say...Pogue Mahone
Just Look Them Straight in the Eye and Say...Pogue Mahone

12 von 12 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Eine Hommage an die Fans, 23. Juni 2008
Endlich ist sie da. Die lang ersehnte CD-Box der irischen Band The Pogues. Was haben die Fans nicht drauf gewartet - und gehofft. Gehofft, dass dieses Box-Set nicht wie die meisten Box-Sets pensionierter Musiker sind, nämlich pure Geldmacherei.
Um das Ergebnis meiner Rezension vorweg zu nehmen: Man darf aufatmen. Die Box ist jeden Cent ihres Preises wert. Und nun das Ganze noch im Detail:

Zu erst einmal zur Box: Das Set ist wie ein Buch aufgemacht, wenn man es aufschlägt, hat man auf der ersten "Seite" zwei Discs eingebettet und auf der letzten nochmal zwei. Die dritte ist sozusagen als vorletzte Pappseite eingebunden. In der Mitte befindet sich das non-musikalische Herzstück der Box.
Ein 63-Seitiges Booklet was (leider nicht herausnehmbar) in die Box eingebunden ist. Das Booklet ist in drei Teile aufgegliedert, welche alle durch stimmige Fotos der Pogues-Mitglieder perfekt gemacht werden. Im ersten Teil gibt es ein 11-Seitiges Vorwort (vermutlich von Bandmitglied Philip Chevron, der die Box zusammenstellte) über die Pogues und das Box-set selbst. Danach kommt die Tracklist mit Infos zu den jeweiligen Aufnahmen (Demo, Liveaufnahme usw.).
Am Schluss findet man als besonderes Highlight Kommentare der Bandmitglieder (james fearnley, spider stacy, andrew ranken und darryl hunt) die über Erlebnisse und Erinnerungen, die sie mit den Pogues verbinden, erzählen und einige der schon erwähnten Fotos kommentieren. Dort gibt es teils sehr intime und immer interessante Eindrücke. Am Schluss gibt es als kleines Schmankerl noch das Rezept für den Cocktail "A Rainy Night in Soho".
Das Boxset an sich ist sehr hochwertig aufgemacht, nichts ist billig geklebt, alles ist mit sehr viel Liebe zum Detail verziert, so dass der Gesamteindruck und Atmosphäre (wenn man das bei einem CD-Box-Set überhaupt so sagen kann) stets stimmen.

Und auch bei den Liedern kommen die Fans voll auf ihre Kosten. Insgesamt gibt es 5 CD's (jede mit einer durchschnittlichen Laufzeit von 75 Minuten!) die eine Fülle an bisher unveröffentlichtem Material bieten. Von vielen Boxsets, die dieses "unveröffentlichte Material" bieten, kennt man ja, dass es hauptsächlich Songs von den Alben sind und ein paar unveröffentlichte Lieder darunter gemischt worden sind um auch die harten Fans irgendwie noch zu locken.
Aber nicht so hier! Wenn ich es richtig gesehen habe, gibt es KEIN EINZIGES Lied das vom Album übernommen wurde und der Großteil der Songs wurde vorher noch nie veröffentlicht. Es gibt dazu sehr viele Live-Aufnahmen und auch Demo Recordings. Hier besonders hervor zu heben sind z.B. die drei verschiedenen Demo-Tapes des Songs "Fairytale of New York", die einen guten Eindruck über den Entwicklungsprozess des Songs geben.
Generell gibt es auf dem Box-Set eigentlich nur ganz wenige Songs (kann man an einer Hand abzählen), bei denen ich keinen großen Unterschied zu den Album aufnahmen erkennen kann (Demo-Tapes aus spätem Stadium oder die eine oder andere Liveaufnahme). Man kann also sagen, dass knapp 95% des Materials so noch nie zu hören war (für jemanden der nur die Alben besitzt), seien es jetzt großartige Liveaufnahmen oder Songs die völlig neu sind (zum Beispiel das geniale "NW3").
Als großer Shane MacGowan Fan hätte ich mir noch ein paar mehr Songs von ihm gewünscht, doch auch die anderen Lieder lassen absolut keinen Raum für Kritik (es gibt z.B. einige sehr gute Songs von Kirty MacColl zu hören).
Die Tonqualität der Songs ist bis auf ganz, ganz wenige Ausnahmen absolut Albumfähig und lässt nichts zu Wünschen übrig.

Fazit:
Dieses Boxset ist wahrlich eine Hommage an die Fans. Man merkt ganz deutlich, dass hier ein Bandmitglied mitgearbeitet, der etwas Besonderes schaffen wollte und dass es niemanden gab, der erst ans Geld und dann an die Qualität dachte.
Als Fazit kann es also nur eine klare Kaufempfehlung für jeden Freund der Pogues (oder irischer Musik im Allgemeinen) geben.
Ich hoffe ich konnte mit die meisten Fragen zu dem Pogues Box Set beantworten.


Just Look Them Straight in the Eye
Just Look Them Straight in the Eye
Preis: EUR 46,99

86 von 87 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Eine Hommage an die Fans, 23. Juni 2008
Rezension bezieht sich auf: Just Look Them Straight in the Eye (Audio CD)
Endlich ist sie da. Die lang ersehnte CD-Box der irischen Band The Pogues. Was haben die Fans nicht drauf gewartet - und gehofft. Gehofft, dass dieses Box-Set nicht wie die meisten Box-Sets pensionierter Musiker sind, nämlich pure Geldmacherei.
Um das Ergebnis meiner Rezension vorweg zu nehmen: Man darf aufatmen. Die Box ist jeden Cent ihres Preises wert. Und nun das Ganze noch im Detail:

Zu erst einmal zur Box: Das Set ist wie ein Buch aufgemacht, wenn man es aufschlägt, hat man auf der ersten "Seite" zwei Discs eingebettet und auf der letzten nochmal zwei. Die dritte ist sozusagen als vorletzte Pappseite eingebunden. In der Mitte befindet sich das non-musikalische Herzstück der Box.
Ein 63-Seitiges Booklet was (leider nicht herausnehmbar) in die Box eingebunden ist. Das Booklet ist in drei Teile aufgegliedert, welche alle durch stimmige Fotos der Pogues-Mitglieder perfekt gemacht werden. Im ersten Teil gibt es ein 11-Seitiges Vorwort (vermutlich von Bandmitglied Philip Chevron, der die Box zusammenstellte) über die Pogues und das Box-set selbst. Danach kommt die Tracklist mit Infos zu den jeweiligen Aufnahmen (Demo, Liveaufnahme usw.).
Am Schluss findet man als besonderes Highlight Kommentare der Bandmitglieder (james fearnley, spider stacy, andrew ranken und darryl hunt) die über Erlebnisse und Erinnerungen, die sie mit den Pogues verbinden, erzählen und einige der schon erwähnten Fotos kommentieren. Dort gibt es teils sehr intime und immer interessante Eindrücke. Am Schluss gibt es als kleines Schmankerl noch das Rezept für den Cocktail "A Rainy Night in Soho".
Das Boxset an sich ist sehr hochwertig aufgemacht, nichts ist billig geklebt, alles ist mit sehr viel Liebe zum Detail verziert, so dass der Gesamteindruck und Atmosphäre (wenn man das bei einem CD-Box-Set überhaupt so sagen kann) stets stimmen.

Und auch bei den Liedern kommen die Fans voll auf ihre Kosten. Insgesamt gibt es 5 CD's (jede mit einer durchschnittlichen Laufzeit von 75 Minuten!) die eine Fülle an bisher unveröffentlichtem Material bieten. Von vielen Boxsets, die dieses "unveröffentlichte Material" bieten, kennt man ja, dass es hauptsächlich Songs von den Alben sind und ein paar unveröffentlichte Lieder darunter gemischt worden sind um auch die harten Fans irgendwie noch zu locken.
Aber nicht so hier! Wenn ich es richtig gesehen habe, gibt es KEIN EINZIGES Lied das vom Album übernommen wurde und der Großteil der Songs wurde vorher noch nie veröffentlicht. Es gibt dazu sehr viele Live-Aufnahmen und auch Demo Recordings. Hier besonders hervor zu heben sind z.B. die drei verschiedenen Demo-Tapes des Songs "Fairytale of New York", die einen guten Eindruck über den Entwicklungsprozess des Songs geben.
Generell gibt es auf dem Box-Set eigentlich nur ganz wenige Songs (kann man an einer Hand abzählen), bei denen ich keinen großen Unterschied zu den Album aufnahmen erkennen kann (Demo-Tapes aus spätem Stadium oder die eine oder andere Liveaufnahme). Man kann also sagen, dass knapp 95% des Materials so noch nie zu hören war (für jemanden der nur die Alben besitzt), seien es jetzt großartige Liveaufnahmen oder Songs die völlig neu sind (zum Beispiel das geniale "NW3").
Als großer Shane MacGowan Fan hätte ich mir noch ein paar mehr Songs von ihm gewünscht, doch auch die anderen Lieder lassen absolut keinen Raum für Kritik (es gibt z.B. einige sehr gute Songs von Kirty MacColl zu hören).
Die Tonqualität der Songs ist bis auf ganz, ganz wenige Ausnahmen absolut Albumfähig und lässt nichts zu Wünschen übrig.

Fazit:
Dieses Boxset ist wahrlich eine Hommage an die Fans. Man merkt ganz deutlich, dass hier ein Bandmitglied mitgearbeitet, der etwas Besonderes schaffen wollte und dass es niemanden gab, der erst ans Geld und dann an die Qualität dachte.
Als Fazit kann es also nur eine klare Kaufempfehlung für jeden Freund der Pogues (oder irischer Musik im Allgemeinen) geben.
Ich hoffe ich konnte mit die meisten Fragen zu dem Pogues Box Set beantworten.
Kommentar Kommentare (7) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Jul 21, 2008 6:05 PM MEST


PC - Game Pad Wireless schwarz
PC - Game Pad Wireless schwarz

17 von 24 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
1.0 von 5 Sternen Leider Unbrauchbar, 22. Juni 2008
= Spaßfaktor:1.0 von 5 Sternen 
Rezension bezieht sich auf: PC - Game Pad Wireless schwarz (Zubehör)
Es ist selten, dass ich einen Artikel so schlecht bewerte wie dieses BigBen Game Pad aber leider komme ich in diesem Fall einfach nicht darum herum.

Wie ein Vorredner, kaufte auch ich mir dieses Game Pad aufgrund der guten Bewertung in der GameStar und den guten Bewertungen hier bei Amazon. Doch als das Gerät dann eintraf, wurde ich bitter enttäuscht.

Als erstes wollte ich die Treiber installieren, da fingen die Probleme schon an. Die Treiber funktionieren nämlich anscheinend nicht unter Windows Vista (64 Bit) und das obwohl auf der Verpackung ein Aufkleber prangt der "Windows Vista compatible" liest.

Nun gut, aber es gibt ja noch die Windows Treiber - also versuchte ich es mal mit denen. Vista erkennt das Gerät auch - doch wirklich nutzen tut einem das nicht. Ich habe das Game Pad hauptsächlich aufgrund des Fußballspiels Fifa gekauft und dafür ist das Game Pad leider absolut unbrauchbar.

1. Die hintersten beiden Knöpfe (die von den beiden Zeigefingern bedient werden) sind von BigBen als Achsen belegt worden (also mit der gleichen Funktion wie die Joysticks vorne) und lassen sich NICHT umbelegen! Man müsste also die Funktionen dieser Tasten auf die Tasten 9 und 10 legen, die aber so unpraktisch platziert worden sind, dass man auf diese Tasten im Spiel quasi gänzlich verzichten muss.

2. Nun weiß ich nicht, ob das an den fehlenden Treibern lag, aber der rechte Joystick (in Fifa der Trickstick) wurde von Fifa überhaupt nicht erkannt, konnte also im Spiel nicht benutzt werden!

Das sorgte natürlich für einigen Frust und in solchen Fällen sollte ja der Support weiterhelfen. Doch dort leistet sich Bigben ebenfalls einen ganz dicken Hund. Auf der Produktseite gibt es WEDER aktualisierte Treiber NOCH ein Handbuch zum Herunterladen. Ganz richtig, denn dem Gerät liegt ebenfalls überhaupt kein Handbuch bei! "Nicht nötig", werden sicherlich eine sagen bei einem Game Pad. Aber jemand der bisher nur ein simples Logitech Game Pad Game Pad gehabt hat, hätte gerne eine Erklärung was denn die Tasten "Turbo", "Clear", "Analog" usw. denn überhaupt bedeuten, oder ob man die Batterien herausnehmen muss, damit das Gerät keinen Strom verbraucht.
Des Weiteren gibt es überhaupt kein Forum auf der Website, in dem man sich mit einer Community austauschen könnte über evtl. Probleme. Irgendwie Informationen über das Gerät einzuholen wird so zur Unmöglichkeit.

Es bleibt also nur der Email Support oder die 0190er (knapp 2€ pro Minute) Telefonnummer. Das Gerät habe ich schon längst zurück geschickt aber eine Woche später erhielt ich von BigBen eine Email die ganz lapidar erwähnt, dass die Treiber wohl nicht so richtig funktionieren mit Windows Vista 64 und man ja versuchen solle mit den Standardtreibern vorlieb zu nehmen.

Bei so einem schlechten Produkt und voralldingem so einem schlechten Produktservice, kann ich nur jeden dazu anhalten die Finger von den Geräten der Firma BigBen zu lassen. Denn dort hält man anscheinend weder was von korrekter Produktentwicklung (s. Vista-Treiber-Problem) noch von anständigem Kundenservice.
Kommentar Kommentare (6) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Jan 19, 2010 1:24 PM CET


Apple iPod Kabelfernbedienung mit FM-Tuner, inkl. Kopfhörer
Apple iPod Kabelfernbedienung mit FM-Tuner, inkl. Kopfhörer

24 von 25 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Kleine Info am Rande, 23. Januar 2008
Zu dem Gerät an sich muss man ja eigentlich nicht mehr viel sagen, dazu gibt es ja bereits die eine oder andere (hilfreiche) Rezension.

Eine Sache jedoch, die ich nirgendwo gelesen habe an all diejenigen, die sich auch mit der Lautstärkeregelung für den neuen Ipod Classic rumärgern, so wie ich: Durch benutzen der Remote Control bekommt man mit dem Ipod einen kleinen aber doch (wie ich finde) deutlich hörbaren Lautstärkeboost. Die Lautstärkebegrenzung ist anscheinend an den Kopfhörerausgang gekoppelt, da die Remote ja aber an den Ladeanschluss angeschlossen wird, kann man sie so wohl umgehen.

Eine, wie ich zugeben muss, teure aber wirksame Methode ein bißchen Lautstärke aus dem Ipod rauszukratzen. Für alle die ältere Modelle des Ipod besitzen, sollte das allerdings kein Kaufgrund sein, denn für die älteren Modelle gibt es im Internet genügend Programme um die Begrenzung außer Kraft zu setzen, nur eben für den Ipod Classic noch nicht.

1 Punkt Abzug gebe ich aber trotzdem wegen des unnötigen (und preiserhöhenden) Zusatzes der Apple Headphones. Die Remote Control kauft doch nur derjenige der einen Ipod hat, und wer einen Ipod kauft (außer vielleicht er kauft ihn gebraucht) kriegt doch sowieso die Kopfhörer dazu!! Unsinnige Geldmacherei also.

Ich hoffe ich konnte jemandem mit der Info helfen.

UPDATE:
Ein kleines Update ist nach Erscheinem des iPod Touch fällig geworden. Die Remote-Control funktioniert nämlich NICHT mehr werksmäßig mit dem Touch. Um sie dennoch zu nutzen, muss man seinen iPod (illegalerweise) jailbreaken, dann funktionieren immerhin die Bedienungselemente. Ob das Radio jedoch damit funktioniert, weiß ich leider nicht.
Kommentar Kommentar (1) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Feb 28, 2012 12:07 PM CET


Einfach fotografieren: Von der Motivauswahl bis zum perfekten Bild
Einfach fotografieren: Von der Motivauswahl bis zum perfekten Bild
von John Hedgecoe
  Gebundene Ausgabe

62 von 65 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Irreführend, 20. Oktober 2007
Als ich mir das Buch gekauft habe, hatte ich ganz bestimmte Erwartungen daran. Erwartungen, die zusammenhingen mit dem Titel "Einfach fotografieren".
Ich hatte mir gerade eine Digitale Spiegelreflex gekauft und wollte einen guten Einstieg in die Fotografie haben. Aufgrund der guten Rezensionen bei Amazon habe ich dann dieses Buch gewählt und muss leider sagen: Ich wurde bitter enttäuscht.

Neben dem Titel/Untertitel ("Von der Motivauswahl bis zum perfekten Bild") deutet alles darauf hin, dass dieses Buch wie gemacht ist für Anfänger die sich gerne näher mit der Fotografie beschäftigen möchten.
Die Einführung ist auch noch ganz interessant, es werden wissenswerte Dinge zum Thema Fotografie erklärt (Begriffe wie "ISO" usw.) und Hedgecoe geht auf verschiedene Kameratypen ein.
Dann verkümmert das Buch jedoch mehr und mehr zu einem Bilderbuch. Im Abschnitt "Bessere Bilder sehen" werden sehr viele Motive gezeigt und bei vielen wird auf besondere Details hingewiesen. In den Erklärungen bleibt Hedgecoe jedoch oft nur vage und gibt keine genauen Hinweise. Fortgeschrittene können sicher viel lernen durch das bloße studieren der Bilder, absolute Anfänger, wie ich es damals war, wünschen sich jedoch hier und da genauere Tipps auf was man bei der Motivwahl achten sollte.
Viel gelernt habe ich in dem Kapitel zumindest nicht.

Dann geht es in den Abschnitt "Besser Bilder machen". Der Leser hofft nun die Hinweise die ihm in den vorherigen Kapiteln verwehrt geblieben sind, zu bekommen. Doch auch hier wurde ich herbe enttäuscht. Hedgecoe benutzt fast immer spezielles Equipment, wie Abblendschirme, Nebelmaschinen und ähnliche teure Ausrüstung, die der normale Hobby-Fotograf nicht mal eben aus dem Hut zaubern kann. So wird zum Beispiel das Kapitel Portraits nahezu unbrauchbar für einen Anfänger, da viele Dinge einfach nicht machbar sind für den Otto-Normal-Verbraucher.

Des Weiteren bleibt der Autor auch im weiteren Verlauf des Buches oft nur sehr vage in seinen Angaben und gibt nur selten die wirklich interessanten Details, wie Belichtungszeit und Blendenöffnung preis. Auch die im Buch angepriesene Möglichkeit sich anzusehen wie Hedgecoe die jeweiligen Fotos geschossen hat (Man sieht ein Foto, wie Hedgecoe mit der Kamera dasteht und das jeweilige Bild macht) hat mir nicht wirklich geholfen.

FAZIT:
Alles in allem muss ich sagen, hat mich das Buch bitter enttäuscht. Es ist sicherlich nicht falsch oder schlecht geschrieben - aber es behandelt einfach etwas anderes als der Titel und die Kurzbeschreibung am Einband des Buchs implizieren. Für Anfänger, nicht offensichtliche Dinge werden nicht erklärt und es wird Ausrüstung vorrausgesetzt die normalerweise nur Profi-Fotografen benutzen.

Sollten Sie ein fortgeschrittener Fotograf sein, mit entsprechender Ausrüstung und auf der Suche nach frischen Ideen und Tipps zur Fotografie ist das Buch sicherlich einen Blick wert. Als Anfänger der eigentlich nur gerne "Einfach fotografieren" möchte, sollte man lieber die Finger davon lassen.


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