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Rezensionen verfasst von
lost pages "Jan" (Marsberg)

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Steelheart
Steelheart
von Brandon Sanderson
  Gebundene Ausgabe
Preis: EUR 17,99

4.0 von 5 Sternen Spannend, fesselnd - ich will mehr! 4,5 Sterne!, 30. Juni 2014
Rezension bezieht sich auf: Steelheart (Gebundene Ausgabe)
Inhalt:
Als Calamaty auftaucht, verändert sich das Leben auf der Erde dramatisch. Die kosmische Erscheinung verwandelt einige Menschen in sogenannte Epics - Menschen mit besonderen Fähigkeiten. Doch die Superkräfte werden nicht für gute Zwecke eingesetzt. Die stärksten Epics machen die Menschen zu Untertanen und reagieren mit eiserner Faust. Als David 8 ist muss er mit ansehen, wie sein Vater durch einen besonders gefährlichen Epic getötet wird. 10 Jahre später ist sein Rachegefühl noch nicht verschwunden und er hat sich geschworen Steelheart, den Mörder seinen Vaters, zu töten. Doch wie vernichtet man jemanden, der unverwundbar ist?

Meinung:
Ich bin so froh, dass ich mich doch dazu entschieden habe "Steelheart" eine Chance zu geben. Eigentlich hatte ich dieses Buch überhaupt nicht auf dem Radar. Für mich klang die Geschichte zu sehr nach Marvel-Film und das brauche ich neben dem Kino nicht noch in Buchform. Als Film würde sich die Geschichte wahrscheinlich sehr gut machen, aber ob der mit dem Roman mithalten kann? Ich war nämlich ziemlich begeistert von "Steelheart" und da würde es eine Umsetzung auf der großen Leinwand schwer haben mitzuhalten.

Schon nach dem überaus gelungenen Prolog wusste ich, dass der Autor es einfach drauf hat. Brandon Sanderson kann unglaublich fesselnd schreiben und das fast durchgehend. Beinahe jedes Kapitel hat etwas mitreißendes, sodass ein Pausieren des Buches fast unmöglich wird. Sein packender Stil macht einen das Aufsagen der Geschichte ganz einfach und viel zu schnell ist man am Ende der letzten Seite angelangt.

Die Idee mit den unterschiedlichen Epics ist einfach, aber auch genial. Mich hat besonders die große Palette an Fähigkeiten fasziniert. Jede Superkraft gibt es nur einmal, aber einige ähneln sich auch. Der Autor hat daraus fast eine ganz eigene Wissenschaft kreiert. Da wird man gleich in die Kindheit katapultiert, in der man sich nichts sehnlicher gewünscht hat, als fliegen zu können oder sich unsichtbar zu machen oder super stark zu sein. Allein schon der Punkt, dass alle "Superhelden" als Bösewichte dargestellt werden, ist toll und so anders. Das ruft die Rächer auf den Platz. Die Rächer sind eine Gruppe von Menschen, die es sich zur Aufgabe gemacht haben, die Epics auszulöschen. Das wiederum ist nicht ganz einfach, aber jeder Epic hat irgendeinen Schwachpunkt. David schließt sich einer Gruppe an und überredet diese, Steelheart ins Visier zu nehmen.

David ist ein großartiger Protagonist. Witzig, auf eine schusselige Art und Weise, mutig und seine Metaphern sind jedes Mal ein Highlight schlecht hin! Mir stand jedes Mal ein Schmunzeln im Gesicht. Ein Mädchen in der Gruppe hat es ihm besonders angetan und die "Beziehung" der beiden ist ebenfalls herrlich und komisch. Neben David bleiben aber andere Personen eher oberflächlich gehalten, aber das stört nicht unbedingt.

Die spannende Handlung ist es, die das Buch so zu einem Pageturner machen. Der rote Faden in der Geschichte verliert sich nie in Nebensträngen und der Leser hat das Ziel immer ganz deutlich vor Augen. So fiebert man automatisch dem großen Showdown entgegen, der auch wirklich hält was er verspricht. Dabei bleibt die Handlung oft sehr überraschend, auch wenn man sich einen Teil der Auflösung schon denken kann. Nichtsdestoweniger jagt einem das Ende das Adrenalin nur so durch den Körper und mit rasendem Herzklopfen wünscht man sich am Ende angelangt nur noch eines - die Fortsetzung!

Fazit:
"Steelheart" von Brandon Sanderson konnte mich letztendlich mehr als nur überraschen. Das Buch steckt nur so voller Action und die Handlung bleibt dauerhaft mitreißend und spannend! David ist ein herrlicher Charakter, der besonders durch seine genialen Metaphern Eindruck hinterlässt. Überhaupt fällt es mir schwer, etwas negatives in diesem Roman zu finden. Die Idee mit den Epics ist genial und toll ausgearbeitet und wer einen Roman für ein paar spannende Stunden sucht, der ist mit "Steelheart" sehr gut bedient!


Throne of Glass - Kriegerin im Schatten: Roman
Throne of Glass - Kriegerin im Schatten: Roman
von Sarah Maas
  Gebundene Ausgabe
Preis: EUR 17,95

4 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Erste Hälfte gut, zweite Hälfte sehr genial! 4,5 Sterne!, 31. Mai 2014
Inhalt:
Mittlerweile ist Celaena die unangefochtene Nummer eins. Als tödliche Assassinin soll sie diejenigen zur Strecke bringen, die im Stillen gegen die Herrschaft des Königs vorgehen. Doch anstatt skrupellos zu töten, verschafft sie ihren Opfern Zeit zu fliehen. Durch entstellte Körperteile von Leichen lässt sie die Illusion der kaltblütigen Mörderin im Schloss bestehen. Selbst Chaol, dem Wächter der Leibgarde, verschweigt sie ihr Vorgehen. Noch immer ist sich Celaena unsicher, wie sie gefühlsmäßig zu dem attraktiven Krieger steht. Die junge Kämpferin ahnt noch nicht, dass sich im Schatten etwas Großes, etwas Böses zusammenbraut, dass ihr bisheriges Leben erneut auf den Kopf stellen wird.

Meinung:
Band eins "Die Erwählte" ist mal wieder eines dieser Debüts gewesen, die ganz gut waren, aber eben auch nicht übermäßig "überzeugen" konnten. Dennoch hat man sich die Fortsetzung abgespeichert, weil die Hoffnung besteht, dass im nächsten Band vieles besser gemacht wurde. "Kriegerin im Schatten" war so ein Buch. Kurz vor dem Erscheinen des Romans ist meine Vorfreude bis ins unermessliche gestiegen. Das lag vor allem an den unzähligen positiven Meinungen. Über 4,5 Sterne bei Goodreads und schon einige 5 Sterne Rezensionen in der deutschen Leserschaft. Ich war gespannt, SEHR GESPANNT!

Der Einstieg in die Geschichte war auch ein Klacks und ich war direkt von Celaena begeistert, die auf den ersten Seiten gerade mitten in einer Mission steckt. Endlich das Mädchen, das den Tod bringt - so hab ich es anfänglich zumindest angenommen, bis der Leser dahinter steigt, dass Celaena doch nicht so tödlich ist, wie erhofft. Die kurze Enttäuschung verfliegt aber schnell wieder, weil sich "Kriegerin im Schatten" von Etappe zu Etappe einfach dermaßen genial entwickelt. Dazu teile ich das Buch der Einfachheit halber in zwei Hälften. Die erste Hälfte war gut, ich muss aber gestehen, dass ich mir immer ein wenig mehr erhofft habe. Ein bisschen mehr Kick-Ass Celaena. Ein bisschen mehr Blut. Ein bisschen mehr Klarheit zwischen ihr und Chaol. Das war übrigens ein Punkt, der mich teilweise richtig aufgeregt hat. Ein Blinder mit Krückstock erkennt sofort, dass da die Funken fliegen, aber die Autorin scheint es zu lieben, die Situationen zwischen den beiden dermaßen zu strapazieren. Am liebsten hätte ich beide wie zwei Puppen aneinandergedrückt und dabei "Jetzt küsst euch endlich" gerufen!

Alles in allem war ich mit der Charakterzeichnung sehr zufrieden. Chaol und Celaena passen auf dem zweiten Blick sogar sehr gut zusammen. Chaol ist immer noch der ruhige, grüblerische Krieger und somit so ziemlich das komplette Gegenteil von Celaena, die etwas gereifter wirkt, ihre chaotische Art aber nie ganz verliert. In Band eins hatte ich ja noch die Befürchtung, dass sich das anbandelnde Liebesdreieck noch verdichten wird. Glücklicherweise merkt man davon in der Fortsetzung eher relativ wenig. Prinz Dorian spielt zwar eine Rolle, wird aber gar nicht mehr so direkt als Chaols Nebenbuhler verkauft, was mir sehr gut gefallen hat. Es wird hin und wieder auch mal ziemlich spannend und so war ich mit der ersten Hälfte des Buches zufrieden.

Dann aber wurde ein Punkt überschritten und es passiert etwas Schockierendes in Celaenas Leben, dass die weiteren Etappen im Buch viel dunkler erscheinen lässt. Unsere Heldin verändert sich komplett und ich war einfach nur begeistert! Sie wird zur Kriegerin im Schatten und das hat der Geschichte so gut gestanden! Ich bin durch die finalen Kapitel gerast und am Ende war ich atemlos, aber vollkommen zufrieden!

Der Stil von Sarah J. Maas ist absolut einfach gehalten und so lässt sich auch die Geschichte lesen. Ein Abtauchen in die Handlung fällt in keinster Weise schwer und bei Beschreibungen hält sich die Autorin an ein Minimum. Die Vorstellungskraft des Lesers kann sich also vollkommen entfalten.

Fazit:
Mit "Kriegerin im Schatten" ist es Sarah. J. Maas gelungen, eine fantastische Fortsetzung zu schreiben. Auch wenn die erste Hälfte nicht ganz perfekt ist, so überzeugt mindestens die Zweite auf ganzer Linie. Celaena verändert sich in diesem Band und wird endlich zu der Person, die ich immer gehofft habe in ihr zu sehen! Kampf, Spannung & Blut - das tut Band zwei so gut! Jetzt heißt es nur noch warten, warten, warten, bis es endlich weitergeht!!
Kommentar Kommentar (1) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Jun 3, 2014 1:12 PM MEST


Unsterblich - Tor der Nacht: Band 2 - Roman (Heyne fliegt)
Unsterblich - Tor der Nacht: Band 2 - Roman (Heyne fliegt)
von Julie Kagawa
  Gebundene Ausgabe
Preis: EUR 16,99

5.0 von 5 Sternen Düster, spannend und sehr vampirisch! 4,5 Sterne!, 31. Mai 2014
Inhalt:
Nachdem die Gruppe sicher in Eden angekommen ist, spaltet sich Allie ab, um nach ihrem Erschaffer zu suchen. Womit sie nicht gerechnet hat, ist, dass auch Jackal auf der Suche nach Kanin ist. Auch wenn Jackal großes Unheil unter ihren neu gewonnenen Freunden gebracht hat, schließen sich beide notgedrungen zusammen, um ihren Schöpfer zu finden, denn Kanin ist nicht einfach so verschwunden. Er befindet sich in der Gewalt eines mächtigen und starken Vampirs. Wäre das nicht schon schlimm genug, schleicht sich noch eine andere Bedrohung an. Die rote Schwindsucht ist ausgebrochen und befällt die Menschen, was wiederum ein Problem für alle Vampire wird. Allie muss sich auf den Weg in ihre alte Heimat machen, um Antworten zu finden.

Meinung:
Endlich, endlich, endlich!
So fange ich ganz oft an, wenn ich eine lang erwartete Fortsetzung in den Händen halte und endlich mit dem Lesen beginnen kann. Und das sage ich natürlich auch dann nur, wenn mir das vorherige Buch gefallen hat – und das hat es, und zwar ganz gewaltig. Bücher über Vampire stehen bei mir nicht mehr ganz so hoch im Kurs und ich mache da bisher nur noch bei Frau Kagawa eine Ausnahme, weil mich ihre Geschichte einfach ganz besonders begeistert. Ich LIEBE ihre Bücher und da macht auch ihre dystopische Vampirgeschichte keine Ausnahme. Band 2 steht seinem Vorgänger in nichts nach und mir hat die Fortsetzung beinahe genauso gut gefallen.

Muss ich mich eigentlich noch groß über Julie Kagawas Stil auslassen? Für alle, die es vielleicht noch nicht mitbekommen habe, fasse ich mich mal kurz zusammen. Der Schreibstil ist flüssig und einfach zu lesen. Ich mag bei Frau Kagawa immer gerne den Humor in den Zeilen und der fehlt auch in diesem Buch nicht. Der Einstieg fällt spielend leicht und ehe man sich versieht, steckt man mitten in der Geschichte und ist nach kurzer Zeit auch leider schon am Ende des Buches. Schnell verliert man das Zeitgefühl beim Lesen und kann sich vollkommen in der Handlung verlieren!

Was mir in Band 1 besonders gut gefallen hat, ist Allie, die die Umwandlung vom Menschen zum Vampir durchmacht. Ich fand es spannend und aufregend, sie dabei zu beobachten und hautnah mitzuerleben, wie sie anfänglich damit zu kämpfen hat. Das fehlt natürlich in der Fortsetzung. Allie wirkt schon gereifter, beherrschter und nicht mehr so hilflos in dieser Beziehung. Dadurch wird am Anfang ein wenig die Spannung genommen, weil sie sich eben in ihre Rolle eingefunden hat. Eigentlich gar kein wirklicher Kritikpunkt, aber im Vergleich mit Band 1 eben ein wenig gemächlicher Start in die Geschichte.

Aber schon nach wenigen Kapiteln zieht die Autorin den Spannungsbogen hoch und kann diesen im Verlauf der Geschichte immer wieder übertrumpfen. Überraschungen und neue Erkenntnisse steigern mein Lesevergnügen auf ein hohes Maß. Es gibt ruhigere Passagen, in denen sich der Leser etwas besinnen kann, langweilig wird es dabei aber nie. Dazu tragen natürlich auch die Charaktere bei, die ich schon in „Tor der Dämmerung“ direkt ins Herz geschlossen habe. Allen voran Allie, die wie oben schon beschrieben etwas gereifter wirkt. Ich habe aber auch das Gefühl, das sie ein wenig "weicher" geworden ist. Hoffentlich kein Zustand, der sich noch weiter ausdehnt. Ich möchte die starke, harte Allie einfach nicht verlieren. Zeke hingegen war ja schon von Anfang an eher der passive Part, aber das liegt einfach daran, dass er als Mensch nicht mit den Vampiren mithalten kann. Dennoch mag ich ihn total, weil er eben nicht dieser typische gemeine Draufgänger ist. Jackal ist die Überraschung schlecht hin. Warum? Findet das lieber auf eigene Faust heraus!

Das Ende übertrifft wieder alles und kann eigentlich nur als Granate bezeichnet werden. Gäbe es nicht diesen kleinen Hoffnungsschimmer im Epilog, dann wüsste ich nicht, wie ich das Warten auf Band drei aushalten sollte. Frau Kagawa hat mich mal wieder nicht enttäuscht. Fans der guten Dame werden auch mit diesem Buch sehr zufrieden sein und für alle, die sich vielleicht an einer guten Vampirstory versuchen wollen, bisher aber kein Glück hatten, denen kann ich das Abenteuer rund um Allie bisher nur sehr empfehlen!

Fazit:
Mit "Unsterblich - Tor der Nacht" schafft es Julie Kagawa, dass ich Geschichten über Vampire immer noch nicht ganz abgeschrieben habe. Teil zwei geht fast ebenso spannend weiter. Dabei bleibt die dystopische Welt weiterhin düster, gefährlich und brutal. Mit neuen Erkenntnissen und Überraschungen hält mich die Autorin stets bei Laune und ich kann gar nicht anders, als mich auf den dritten Band zu freuen!


Fire and Flood (Fire & Flood)
Fire and Flood (Fire & Flood)
von Victoria Scott
  Taschenbuch
Preis: EUR 8,03

2.0 von 5 Sternen Leider ziemlich enttäuschend!, 4. Mai 2014
Rezension bezieht sich auf: Fire and Flood (Fire & Flood) (Taschenbuch)
Inhalt:
Die mysteriöse Einladung, die Tella plötzlich in den Händen hält, könnte vielleicht der Schlüssel zur Rettung ihres Bruders sein, der an einer unheilbaren Krankheit leidet. Brimstone Bleed heißt das gefährliche Rennen, für das Tella auserkoren wurde und welches sich durch einen Dschungel und eine Wüste zieht. Als sie sich dazu entschließt teilzunehmen, ahnt sie noch nicht, wie gefährlich der Wettbewerb sein wird. Andere Mitstreiter wollen ebenfalls gewinnen und die begehrte Trophäe - ein Heilmittel auf alles, um jeden Preis gewinnen.

Meinung:
Von "Fire & Flood" habe ich mir viel versprochen, um ehrlich zu sein sogar SEHR viel! Umso größer war die Enttäuschung, als ich die letzte Seite beendet habe. Dieses Buch ist ein Paradebeispiel für "hast du schon 20 Mal gelesen", "ist das jetzt ernsthaft gemeint?" und "das hat aber alles spannender geklungen"!

Der Einstieg war noch das Beste an der ganzen Geschichte. Schnell bekommt man die nötigsten Fakten um die Ohren geworfen und der Leser weiß direkt, woran er ist. Aber schon nach kurzer Zeit ist mir die Protagonistin Tella auf die Nerven gegangen. Auf einmal ist da die Einladung zu dem besagten Rennen und Tella, gutgläubig wie sie ist, nimmt das alles einfach so hin. Hat sie schon einmal von dem Rennen gehört? Nein. Weiß sie, von wem die Einladung ist? Nein. Ohne ihrer Familie Bescheid zu geben, macht sie sich in einer Nacht und Nebelaktion auf und davon, immer Richtung ... Richtung Rennen!

Stilistisch betrachtet kann ich echt nicht viel meckern. "Fire & Flood" lässt sich gut und vor allem zügig lesen, aber das allein macht die Geschichte leider noch nicht gut. Hatte ich anfänglich noch auf eine spannende Handlung gehofft, so war mir ab der Hälfte des Buches klar, dass diese Reise eher einem Spaziergang gleicht, als einem rasanten Rennen.
Part 1, der Dschungel: Was hätte man hier alles zaubern können. Die erste Etappe im Rennen ist aber wirklich nicht die grüne Hölle, wie ich sie mir vorgestellt habe. Bis auf Ameisen und Äffchen passiert wenig Aufregendes. Doch, denn im Dschungel kommen das erste Mal die Pandoras zum Einsatz! Pandoras sind pokemonähnliche Tiere, die besondere Fähigkeiten besitzen. Zu Beginn des Rennens hat jeder Mitspieler ein Ei bekommen, aus dem dann das jeweilige Pandora geschlüpft ist. Tellas Pandora ist ein kleines Fuchswesen, das sie Madox tauft. Allgemein ist die Idee von einem "Beschützer" für jeden Teilnehmer ja gar nicht so schlecht, denn besonders die unterschiedlichen Fähigkeiten machen neugierig. Nur doof, wenn es wenig gibt, wovor man beschützen muss. Denn auch die Mitstreiter untereinander bekriegen sich nicht, dafür ist ein Wettbewerb natürlich nicht gemacht - wo kommen wir denn da hin? Um das Ganze noch ein wenig brisanter zu machen, ist den Teilnehmern ein Zeitlimit von zwei Wochen gesetzt, einen bestimmten Ort im Busch zu finden. Unterwegs sollen Fähnchen eingesammelt werden. Warum, weiß ich bis heute nicht - aber je mehr, desto besser!

Neben Tella, bekommt noch ein kleines Trüppchen von Personen Platz in der Handlung. Unsere Heldin schließt sich kurzerhand mit einigen anderen Mitspielern zusammen, um das Rennen so besser meistern zu können. Leider wirken ausnahmslos alle ziemlich farblos und die Autorin versucht das Augenmerk etwas mehr auf Tella und Guy zu lenken. Guy ist übrigens ein total gutaussehender Typ, der Tella direkt um ihren Verstand bringt. Schnell wird dann schon mal vergessen, warum Tella überhaupt bei dem Wettbewerb mitmacht. Die Autorin hat die "Beziehung" absolut nach dem Schema 0815 aufgebaut und konnte nur wenig Begeisterung in mir wecken. Guy ist aber irgendwie auch nur irgendein Typ. Nur sehr wenig lässt uns die Autorin über ihn in Erfahrung bringen.

Kurz bevor der Dschungel ein Ende findet, wird es doch tatsächlich noch ein kleines bisschen spannend - so einen Moment lang. Von der Wüste verrate ich mal nichts. Dafür will ich das ganze Rennen mal beleuchten. Die Autorin gibt uns zwar ein wenig Informationen zur Entstehung, diese wirken aber schon sehr schwammig. Ich hatte das Gefühl, die Autorin hat sich die Gründe mal eben schnell zusammengesucht und daraus versucht, eine plausible Entstehungsgeschichte zu kreieren. Das komplette Weltbild bleibt ebenfalls auf der Strecke. Wo in der Zeit befinden wir uns? Es gibt einfach zu wenig Informationen und Frau Scott setzt wirklich nur auf die strickte Handlung, die Tella gerade durchlebt. Schade!

Fazit:
"Fire & Flood" hat hohe Erwartungen geweckt, hinterlässt aber nur Enttäuschung. Die spannend klingende Idee ist einfach viel zu lahm umgesetzt worden und erinnert größtenteils an eine seichte Wanderung, als an ein rasantes Rennen. Die Charaktere können nicht überzeugen und die kleine "Liebesgeschichte" versinkt komplett in Belanglosigkeit. Hier findet die Reihe ein schnelles Ende für mich!


Die Bestimmung - Letzte Entscheidung: Band 3
Die Bestimmung - Letzte Entscheidung: Band 3
von Veronica Roth
  Gebundene Ausgabe
Preis: EUR 17,99

4.0 von 5 Sternen Würdiger Abschluss!, 4. Mai 2014
Inhalt:
Die Fraktionen gibt es nicht mehr.
Tris, Christina und Cara sind immer noch in der Gewalt von Evelyn, doch durch Tobias kühlen Kopf gelingt ihnen die Flucht. Aber wohin nun? In der ihnen unbekannten, fremden Welt hinter dem Zaun versuchen Tobias und Tris Antworten zu finden und müssen schnell erkennen, dass das Ausmaß der Intrigen und Lügen weitaus größer ist, als sie je angenommen hätten. Es bleibt gar keine andere Wahl, als bald eine Entscheidung zu treffen, die ihr weiteres Leben bestimmen soll. Aber welche Wahl ist die richtige? Eine letzte Entscheidung - und sie muss getroffen werden!

Meinung:
Als ich die erste Seite dieses Buches aufgeschlagen habe, bin ich mit gemischten Gefühlen in die Geschichte hinabgetaucht. Die Meinungen im Vorfeld waren gemixt, und auch wenn ich keine einzige Rezension gelesen habe, war es schwer den Stimmen zu entkommen, die laut wurden. Ich hab im Vorfeld viel gehört, hab aber jedes Mal versucht alles zu ignorieren, keine Zusammenhänge zu bilden, zu spekulieren. Das hat leider nicht so gut funktioniert.

Vielleicht sollte ich das "Leider" streichen, denn die Gewissheit, dass ETWAS "Unheilvolles" passieren wird, hat mir von Beginn an, eine kleine Grundspannung gegeben. Ich bin durch die Kapitel gehuscht und habe immer nur auf Anzeichen gewartet, gebangt und gehofft, dass wirklich etwas GROSSES passieren wird. So bin ich tatsächlich durch die ersten Kapitel gerast und habe mich gleichzeitig schnell wieder zurechtgefunden. Der Übergang von Band eins nach zwei empfand ich damals schwieriger.

Frau Roth lässt dieses Mal die Handlung aus zwei Perspektiven erzählen. Während in den anderen Bänden Tris die Geschichte erzählt hat, muss sie sich den Platz nun mit Tobias teilen. Meiner Meinung nach hat sich die Autorin damit zu Beginn keinen Gefallen getan. Ich hab es unglaublich schwer gefunden, zwischen den beiden Stimmen zu unterscheiden. Beide klingen viel zu ähnlich und ich musste mich andauernd daran erinnern, wer denn nun grad berichtet.
Darüber hinaus empfand ich aber die Handlung an sich von Anfang an wieder packend und der Leser bekommt Antworten und Aufklärungen, auf die man gewartet hat. Gepaart mit der fühlbaren Spannung, kann ich nur von einem gelungenen Start sprechen.

Ab ca. der Hälfte musste ich dann aber etwas kämpfen. Die Autorin verliert sich ein wenig in Wiederholungen und ich hatte das Gefühl, die Geschichte kommt nicht zügig genug voran. Zumal hatte ich kurz meine Probleme mit Tobias und Tris als Paar. Kleine, bis größere Streitereien lassen die Verliebten gelegentlich wie ein altes Ehepaar wirken, was wirklich überhaupt nicht ins Bild gepasst hat, weil ich die beiden in so einem Zusammenhang nie gesehen habe. Neben diesen kleinen Problemen, konnten mich Tobias und Tris aber wieder überzeugen. Ich finde beide Charaktere sehr gut gezeichnet!

Um noch einmal auf die Stimmen zu kommen, die man einfach nicht ignorieren konnte. Besonders das Ende wurde dabei immer sehr hervorgehoben. Viele waren damit überhaupt nicht einverstanden und fanden es schrecklich, unnötig usw.
Auch wenn es niemand direkt ausgesprochen hat, konnte man sich zusammenreimen, was passieren wird. Ich habe nur auf die Einzelheiten gewartet. Nichtsdestotrotz bin ich einfach nur geflasht, weil mich das Ende so umgehauen hat - positiv! Schon lange konnten mich die letzten 100 Seiten eines Romans nicht mehr so emotional packen, wie es hier der Fall war. Jede Faser meines Körpers war einfach nur angespannt und ich habe jedes einzelne Wort aufgesaugt, bis ich am Ziel einfach nur fertig war. Mit den Nerven am Ende, aber im Grunde total zufrieden mit dem Ausgang. Ehrlich, es hat so gut gepasst und ich bin froh, dass sich die Autorin für diesen Weg entschieden hat.

Fazit:
Alles in allem ist "Die Bestimmung - Letzte Entscheidung" ein gelungener Abschluss der Trilogie rund um Tris und Four. Perfekt nicht, dafür haben mich anfänglich die beiden Sichtweisen gestört, die sich einfach zu ähnlich sind und die kleinen Durststrecken im Mittelteil. Aber der Einstieg hat sonst wunderbar geklappt und vor allem die Zielgerade konnte mich überaus überzeugen!


Vor uns die Nacht
Vor uns die Nacht
von Bettina Belitz
  Gebundene Ausgabe
Preis: EUR 17,95

4.0 von 5 Sternen Stilistisch sehr gut, inhaltlich nicht immer mein Geschmack., 15. April 2014
Rezension bezieht sich auf: Vor uns die Nacht (Gebundene Ausgabe)
Inhalt:
Seit Ronia dem mysteriösen Typen zum ersten Mal begegnet ist, kommt sie nicht mehr von ihm los. Irgendetwas hat er an sich, dass sie magisch anzieht. Doch Jan ist vor allem eines - schwer zu durchschauen. Er gibt sich unnahbar, eitel und alles andere als liebenswürdig. Aber Ronia kann einfach nicht anders und verliebt sich Hals über Kopf in den attraktiven Jungen, der keinen guten Ruf zu haben scheint. Aber ihr ist es egal, was andere sagen. Sie will Jan durchschauen, ihn kennenlernen, mit ihm zusammen sein. Und so beginnt ein heikles Spiel, das Ronias Leben völlig beansprucht ... bis sie daran zusammenzubrechen droht.

Meinung:
Was habe ich mich auf dieses Buch gefreut. Ist es das schöne Cover? Der Titel? Der Klappentext? Was hat mich so neugierig gemacht? Hier hat wirklich alles gepasst und ich war sehr gespannt, ob mich nach "Linna singt" auch der neue Roman von Bettina Belitz überzeugen kann.

Durch "Vor uns die Nacht" habe ich definitiv die Bestätigung bekommen, dass die Autorin wahnsinnig gut schreiben kann. Ich liebe ihren Stil - er trifft genau meinen Geschmack, ohne dabei zu überladen zu wirken. Ich mag ja total gerne eine etwas "poetisch" angehauchte Schreibweise, ich würde aber gar nicht mal behaupten, dass Frau Belitz in etwa so schreibt. Der Stil wirkt eher sehr "normal", aber ohne dabei nur durchschnitt zu sein. Ihre Worte passen immer so verdammt gut und das schafft die Autorin auch ohne großes Brimborium, zu zeigen.

Ich hatte ja gehofft, dass mich in ihrem neuen Werk auch die Personen wieder stark begeistern können. Nicht unbedingt durch Sympathien, aber durch ihr Auftreten. Wirken sie authentisch, glaube ich ihnen ihre Geschichte, besitzen sie genug Tiefe? Ich kann Frau Belitz auch in diesem Punkt nur Beifall klatschen. Sowohl Hauptfiguren als auch Nebenfiguren wirken wahnsinnig echt und lassen so die Geschichte authentisch wirken und können diese tragen.

Gleich zu Beginn begegnen wir einer traurigen Protagonistin. Ronia wurde an Weihnachten von ihrem Freund verlassen und muss nun die Feierlichkeiten in der Kirche über sich ergehen lassen, da ihr Vater Pastor ist und es sich für eine gute Pfarrerstochter nun mal schickt, das brave, gut erzogene Mädchen zu spielen. Am Abend geht sie missmutig in einen zwielichtigen Club, um ein wenig Dampf abzulassen. Dort trifft sieht sie zum ersten Mal Jan, der direkt Eindruck hinterlässt. Jan sieht wahnsinnig gut aus, gibt sich düster und geheimnisvoll und bei mir sind sofort die Alarmglocken losgegangen. Bei dieser Art von Auftreten bin ich direkt abgeschreckt - ich mag diese Art von Typ einfach überhaupt nicht und hatte schon die Befürchtung, ich müsste mich durch eine Geschichte arbeiten, in der sich ein Mädchen in einen kalten Stein verliebt, der sie schlecht behandelt. Irgendwie ist das schon passiert, aber das Buch hat sich dann doch von einer ganz anderen Seite.

Jan hat sich dann doch anders entwickelt, als ich auf den ersten Blick vermutet hatte und ich fand seinen Hintergrund sehr interessant und faszinierend. Probleme hatte ich im Mittelteil eher mit Ronia. Sie hat sich zu sehr in etwas verwandelt, was ich persönlich einfach nicht mag. Dabei verliert sie alles andere, was wichtig ist, aus den Augen. Familie, Freunde, Studium werden zu Nebensächlichkeiten und ihr Blick ist nur noch auf Jan gerichtet. Ich will nicht zu viel verraten, aber mir hat ganz einfach ihre Einstellung überhaupt nicht gefallen. Gott sei Dank ist diese Phase nicht von Dauer und nach diesem Tief im Mittelteil, macht Ronia eine schöne Entwicklung durch und zum Ende hin konnte sie mich wieder total einfangen!

Frau Belitz hat die Beziehung der beiden aber absolut stark in Szene gesetzt und durch die fabelhafte Charakterstärke von Ronia und Jan ist dieses "Spiel" zwischen beiden absolut authentisch. Ich mochte auch die Nebenstränge in der Geschichte. Besonders das etwas zerrüttete Verhältnis der Eltern zu ihrer Tochter hat mir gefallen, ebenso das Verhältnis zwischen Ronia und ihren Freunden. Alles in allem hat mir auch "Vor uns die Nacht" gut gefallen und ich mag einfach die Geschichten, die sich meiner Meinung nach schon mehr an die älteren Leser richten.

Fazit:
Mit "Vor uns die Nacht" ist es Bettina Belitz erneut gelungen, einen starken Roman zu schreiben, in dem besonders die Charaktere authentisch und glaubhaft agieren, auch wenn mir das Verhalten der Protagonistin im Mittelteil nicht gefallen hat. Zum Ende legt Ronia aber eine tolle Entwicklung hin und besonders Jan konnte mich nach anfänglichen Bedenken überzeugen. Ebenso Frau Belitz Stil kann ich erneut in den höchsten Tönen loben.

3,5/5 Sternen!


Die Bestimmung - Divergent [2 DVDs]
Die Bestimmung - Divergent [2 DVDs]
DVD ~ Shailene Woodley
Preis: EUR 16,99

2 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Kommt auf die Liste der guten Buchverfilmungen!, 13. April 2014
Rezension bezieht sich auf: Die Bestimmung - Divergent [2 DVDs] (DVD)
Es stand mal wieder eine Buchverfilmung an, auf die ich mich schon Monate gefreut hatte. Die Bestimmung - Divergent von Veronika Roth wurde verfilmt und das Resultat kann man ab letzter Woche nun auch in den deutschen Kinos bewundern.

Oder eher mit entsetztem Gesicht anschauen?
Es gibt ja die Buchverfilmungen und es gibt DIE Buchverfilmungen.
Damit meine ich natürlich gute und weniger gute Umsetzungen. Am Ende ist das aber eh alles Geschmacksache. Manch einer ignoriert diese Verfilmungen auch gänzlich, ich muss aber zugeben, dass ich ein großer Fan davon bin. Ich finde es immer aufregend zu sehen, wie die Vorlage eines Romans die Leinwand erobert - oder eben auch nicht! :D

So war Divergent also Pflichtprogramm für mich. Meine Erwartungen an solche Filme sind eigentlich immer die Gleichen: Es muss schon deutlich zu spüren sein, dass sich der Regisseur das Buch gut kennt. Das heißt im Klartext, dass sich Handlung und Atmosphäre ähneln müssen. Ich bin nicht der Fanatiker, der jede "wichtige" Szene im Film haben muss und ich kann auch sehr gut mit kleinen Abweichungen leben, solange sie der Handlung nicht im Wege stehen.
Auch die Schauspieler sind ein Punkt, der berücksichtigt werden muss. Hhmm, wenn ich das jetzt so überdenke, dann waren meine Erwartungen also ziemlich hoch! :D
Und erfreulicherweise wurde ich nicht enttäuscht!!! :)

Meiner Meinung nach ist es toll geglückt, den Start der Trilogie auf die große Leinwand zu bringen. Dabei hält sich der Film ziemlich nahe am Buch. Das habe ich besonders daran gemerkt, weil ich im Verlauf des Films immer wieder Aha-Momente hatte. Das Buch liegt nämlich schon eine ganze Weile zurück und es war toll, sich viele Augenblicke noch einmal ins Gedächtnis zu rufen - ich gehöre ja schon zu den Vergesslichen! :D

Was mir besonders gefallen hat, ist das sich der Film wirklich die Zeit nimmt, den Zuschauer in die Handlung der Geschichte einzuführen. Das System, die Fraktionen, wo in der Zeit befinden wir uns eigentlich? Ich kenne zwar die Bücher und bin mit der Handlung vertraut, dennoch glaube ich, dass auch ein Nichtkenner der Handlung gut folgen kann.

Was mir ebenfalls sehr gefallen hat, ist die Stimmung im Film. Die wechselt nämlich permanent. Während der Film eher gemächlich startet und sich Zeit nimmt für Erklärungen, verliert er sich aber nicht in dem ruhigen Tempo. Das Tempo steigt mit Fortlauf der Geschichte stetig, wechselt dann mal wieder mit ruhigeren Momenten, um dann wieder mit Spannung und Adrenalin aufzutrumpfen. Die Mischung macht's und die ist hier ziemlich gut gelungen.

Auch mit den Schauspielern hatte ich keine Probleme. Shailene Woodley ist für mich die perfekte Tris und spielt ihre Rolle wahnsinnig gut. Auch sie übernimmt die Rolle einer starken Heldin, auch wenn man deutlich merkt, dass sie noch in ihre Rolle der Kämpferin hineinwachsen muss. Aber das schafft sie im Verlauf wunderbar. Theo James als Four kann ebenfalls überzeugen und trotz des Altersunterschieds funktionieren beide auf der Leinwand und harmonieren toll zusammen.

Einziger Kritikpunkt wäre für mich die Seite des Gegners. Kate Winslet spielt zwar gut, aber im Gesamtbild habe ich sie noch nicht als das personifizierte Böse gesehen, wie man es schon im Buch merkt. Ich bin mir aber sicher, dass sich das in der Fortsetzung noch ändern wird. Alles in allem kann man den ersten Film als gelungene "Einleitung" in die Reihe betrachten, der definitiv Lust auf mehr macht. Somit kommt Divergent auf die Liste der gelungenen Buchverfilmungen! :)


Ich und die Menschen: Roman
Ich und die Menschen: Roman
von Matt Haig
  Broschiert
Preis: EUR 14,90

4.0 von 5 Sternen Ich und dieses Buch - passt!, 8. April 2014
Rezension bezieht sich auf: Ich und die Menschen: Roman (Broschiert)
Inhalt:
Andrew Martin ist ein schlauer Kopf und genau das wird ihm zum Verhängnis. Die Leidenschaft zur Mathematik lässt ihn eine bahnbrechende Entdeckung machen, aber kurz darauf nimmt ein Wesen von einem fremden Planeten von ihm Besitz. Der neue Andrew hat einen Auftrag - jeden auszulöschen, der von der Entdeckung erfahren hat. Womit das Wesen jedoch nicht gerechnet hat, ist die Eigenart der menschlichen Rasse. Schnell ist Andrew begeistert von den Kreaturen, die so kompliziert und eigenwillig leben, aber doch einen gewissen Reiz auf ihn ausüben ...

Meinung:
Matt Haig ist mir im Autorenmeer kein unbekannter Name. Damals, in meiner "Ich-lese-jedes-Buch-über-Vampire"- Phase, habe ich zu seinem Roman "Die Radleys" gegriffen. In Erinnerung geblieben ist mir vor allem seine humorvolle Ader. Sein neues Buch "Ich und die Menschen" hat mich allein schon vom Titel und Cover gelockt. Nachdem ich mir ein paar kurze Infos zur Geschichte besorgt hatte, war meine Neugierde geweckt.

Und im Nachhinein bin ich wirklich froh, ein weiteres Buch des Autors gelesen zu haben, denn für mich war "Ich und die Menschen" vor allem eines - sehr unterhaltsam. Zudem hat es vom Genre her etwas Abwechslung in mein momentanes Leseschema gebracht - und das ist ab und an ja nicht schlecht.

Die gesamte Geschichte wird aus der Sicht des Außerirdischen erzählt, der auf die Erde geschickt wurde, um einen Auftrag zu erfüllen. Das Mathegenie Andrew hat eine geniale Entdeckung gemacht, die wohl die Zukunft der Erde stark verändern würde - das gefällt den Wesen überhaupt nicht, daher wird Andrew kurzerhand "ausgelöscht" und sein Körper neu besetzt. Der neue Andrew soll undercover ermitteln, wer von dieser Entdeckung vielleicht schon etwas gehört hat und diese Personen dann ebenfalls eliminieren. Dabei ist Unauffälligkeit oberste Priorität! Das erweist sich natürlich als nicht ganz so einfach - wer keine Menschen kennt, der weiß auch nicht, wie man sich als einer verhält und somit sind Schwierigkeiten vorprogrammiert.

Genau diese Schwierigkeiten sind der ganz große Pluspunkt des Romans. So grausam sein Vorhaben auf der Erde auch sein mag, der außerirdische Andrew ist ab der ersten Seite wahnsinnig sympathisch und einnehmend. Von einer misslichen Situation in die nächste und das kontinuierlich. Ich war schwer angetan und habe gebannt verfolgt, wie sich Andrew mit kleinen Schritten langsam in sein Leben als Familienvater einfindet. Dabei mochte ich vor allem, dass der Autor seinen Fokus auf die Familie gelegt hat. Der neue Andrew muss, neben dem allgemeinen Verhalten der Menschen, vor allem auch seine Frau und seinen Sohn neu kennenlernen. Dabei wird die Beziehung der Drei aufgekrempelt und ich mochte den Blick eines Nichtmenschen auf den ganzen Stand der Dinge - auch wenn das alles natürlich völlig unreal ist, aber ich fand es echt schön, wie sich der neue Andrew langsam an die Menschen gewöhnt und sie hinterher richtig ins Herz geschlossen hat. Den eigentlichen Auftrag verliert er dabei etwas aus den Augen, was mich weniger gestört hat, weil man in diesem Punkt nicht wirklich überrascht wurde.

Seine humorvolle Ader kann Matt Haig auch in seinem neuen Buch erneut super unter Beweis stellen. Über unzähliges Schmunzeln und Lächeln bin ich nicht vorbei gekommen und der flüssige Stil erledigt sein Übriges. Eine witzige, lockere und leichte Lektüre für ein paar unterhaltsame Stunden, die auf den ersten Blick harmlos wirkt, auf den Zweiten aber tiefsinnig und herzlich.

Fazit:
Mit "Ich und die Menschen" ist es Matt Haig gelungen, einen humorvollen Roman zu schreiben, der vor allem durch die Sympathien des Protagonisten trumpfen kann. Das die Handlung gelegentlich etwas vorhersehbar ist, stört dabei nur wenig - es macht einfach verdammt viel Spaß einem Außerirdischen dabei zuzuschauen, wie er ein Mensch wird. Dabei legt der Autor viel Wert auf zwischenmenschliche Interaktionen und bringt dadurch eine gewisse Dichte mit in die Geschichte.


Phantasmen
Phantasmen
von Kai Meyer
  Gebundene Ausgabe
Preis: EUR 19,90

2 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Sehr rasant, aber zu wenig Informationen, 1. April 2014
Rezension bezieht sich auf: Phantasmen (Gebundene Ausgabe)
Inhalt:
Rain und Emma sind auf dem Weg zu einem ganz besonderen Ort. Sie durchqueren die Einöde von Europas einziger Wüste, um an den Platz zu gelangen, an dem vor Jahren die Maschine abgestürzt ist, in der ihre Eltern gesessen haben. Sie warten darauf, dass die Geister ihrer Eltern auftauchen. Mittlerweile gibt es Millionen davon auf der Erde und es werden immer mehr. Niemand kann sich erklären, woher sie kommen - sie stehen einfach nur da, an der Stelle, an der ihr einstiges Leben erloschen ist. Als die Geister der verstorbenen Passagiere auftauchen, passiert jedoch etwas Merkwürdiges. Sie beginnen zu lächeln und kurz darauf schnürt Panik Rain und Emma die Luft ab. Gerade noch rechtzeitig können sie sich in einen sicheren Abstand retten. Was hat das alles zu bedeuten? Dann taucht plötzlich ein fremder Typ auf. Tyler drängt die beiden zur Flucht.

Meinung:
"Phantasmen" ist vor allem eins - wahnsinnig rasant. Diese Schnelllebigkeit zeichnet den Roman aus und da spricht in erster Linie auch nichts dagegen. Wenn fast jedes Kapitel mit actionreichen Szenen gefüllt ist, mag Langeweile erst gar nicht aufkommen - ist sie bei mir auch nicht! Trotzdem ist das Buch leider im Gesamtbild einfach nicht ganz rund für mich, denn einige andere wichtige Dinge bleiben für meinen Geschmack etwas auf der Strecke.

Die erste Hälfte hatte ich in einem Rutsch durch. Das liegt zum einen daran, dass ich den Stil von Kai Meyer einfach unglaublich gerne mag. Besonders in diesem Buch hält er sich minimalistisch, was Beschreibungen angeht. Die Handlung nimmt sehr schnell an Fahrt auf und nach wenigen Seiten war ich mitten im Geschehen. Dabei gleicht der Einstieg wie einem Sprung ins kalte Wasser. Die komplette Idee mit den Geistern, die einfach irgendwann urplötzlich aufgetaucht sind, muss vom Leser erst einmal so hingenommen werden. Gründe warum, und wie es dazu gekommen ist, werden nicht genannt. Der Leser ist also so ahnungslos wie die Protagonistin Rain, aus deren Sicht die Geschichte erzählt wird. Anfangs hatte ich auch keine Bedenken - im Verlauf der Handlung werden die Fragen sicherlich gelöst. Doof nur, wenn nicht. Dazu aber später mehr.

Ich hatte die Hälfte des Buches also ziemlich schnell erreicht und musste auf dem Weg feststellen, dass ich mit den Protagonisten leider nicht viel anfangen konnte. Rain bekommt zwar Hintergrund verliehen, nichtsdestotrotz konnte ich wenig Sympathien für sie entwickeln. Im Endeffekt weiß ich auch gar nicht so genau, woran es lag - aber der Funke wollte einfach nicht springen. Rains Schwester ist vom Charakter her schon etwas spezieller und ich mochte sie oberflächlich betrachtet schon etwas mehr - aber auch bei ihr wollte der Funke nicht so recht auftauchen. Der männliche Part in "Phantasmen" wird von Tyler übernommen, der mir immer noch ein Mysterium ist. Viel verrät uns der Autor nicht über sein Leben und am Ende war er immer noch ein Fremder für mich. Alles in allem konnte keiner Eindruck hinterlassen und ich möchte schon fast das Wort farblos in den Mund nehmen.

Da ich, wie einige vielleicht wissen, sehr von den Personen im Buch "abhängig" bin, konnte ich daher hier nicht so wirklich mitfiebern. Ich brauche einfach jemanden, der mich mitreißt und den ich vor allem mag, damit ich die Geschichte nicht so distanziert betrachte. Ich mochte die Action sehr, aber das ist eben nicht alles, wenn man sie nicht vollkommen genießen kann.

Noch ein Punkt, den ich nicht mochte: Kaum Antworten! Die im Verlauf aufkommenden Fragen werden meiner Meinung nach einfach zu ungenau beantwortet. Mir fehlte es schlichtweg an Informationen und am Ende war ich ratlos. Vieles war merkwürdig und wird nur angeschnitten, zudem war das Finale "komisch" und passte irgendwie so gar nicht. Im Großen und Ganzen ist "Phantasmen" für mich leider nur Mittelmaß - sehr schade!

Fazit:
Wer reine Action mag, der wird "Phantasmen" schon toll finden - für mich bleiben aber leider einige andere Dinge auf der Strecke. Mit den Protagonisten konnte ich nur wenig anfangen, somit habe ich die Handlung eher distanziert betrachtet - nichtsdestotrotz hatte ich mit dem rasanten Tempo aber meinen Spaß und konnte bis zu einem gewissen Punkt abschalten und oberflächlich die Geschichte genießen. Zum Ende hin wird mir aber vieles zu undurchsichtig und ich habe sehr unter dem Informationsmangel gelitten. Zu viele Warums und Weshalbs bleiben am Ende übrig.

2,5 Sterne!


Schwarzer Sand
Schwarzer Sand
von Kate Harrison
  Gebundene Ausgabe
Preis: EUR 18,95

0 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Fantastische Fortsetzung!!!, 28. März 2014
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Schwarzer Sand (Gebundene Ausgabe)
Inhalt:
Der Mörder von Megan ist noch nicht gefasst und Alice tappt bei der Tätersuche immer noch im Dunkeln. Der virtuelle Strand von Soul Beach erweißt sich dabei als willkommene Fluchtmöglichkeit aus der grauen Realität. Eines Tages jedoch taucht Tim urplötzlich am Strand auf. Tim, der als Tatverdächtiger im Fall Megan gehandelt wurde. Alice konnte sich nie vorstellen, dass Megans große Liebe der Mörder ist und jetzt ist Tim tot. Alle gehen von Selbstmord aus, doch Alice glaubt daran keine Sekunde. Hat die gleiche Person, die ihre Schwester ermordet hat, auch Tim auf dem Gewissen. Alice begibt sich erneut auf die Suche nach Hinweisen und findet dabei unheimliche Dinge heraus.

Meinung:
Band 1 "Frostiges Paradies" war damals anders als erwartet, dennoch konnte mich Frau Harrison schnell mit ihrer faszinierenden Geschichte überzeugen. Umso gespannter war ich auf die Fortsetzung, hatte allerdings ein wenig meine Zweifel, ob die ganze Aufregung um Megans Tod mehr Aufmerksamkeit bekommt. In "Schwarzer Sand" ist die Aufklärung des Falles zwar ein wichtiger Punkt für Alice, dennoch schwenken erneut Nebenstränge in die Handlung - aber ehrlich, mich hat das weniger gestört, denn ich war absolut begeistert von der Entwicklung der Geschichte!

Direkt zu Beginn konnte mich die fantastische Atmosphäre des Buches gefangen nehmen. Wenige Bücher haben es dieses Jahr geschafft, dass ich von Anfang bis Ende wie gebannt an den Seiten geklebt habe - diese Fortsetzung gehört definitiv dazu!

Das Buch liegt jetzt schon ein paar Tage zurück, aber ich weiß immer noch ganz genau, was mir so gefallen hat - der Weg, den wir mit der Protagonistin gehen. Der virtuelle Strand von Soul Beach ist zwar immer noch ein Thema und Alice versucht jede freie Minute dort zu verbringen, jedoch lässt die Autorin durch die aufkommenden Ereignisse viel mehr Raum für die reale Welt. Das hat mir unglaublich gut gefallen. Nebencharaktere werden näher beleuchtet und Alice wird regelrecht gezwungen auf die Straße zu gehen, um Nachforschungen anzustellen. Dabei bleibt mir Alice von Beginn an außerordentlich sympathisch und ich habe ihr die Rolle als "Ermittlerin" abgenommen, besonders, weil sie dabei ihre emotionale Seite kein bisschen verliert. Sie bedenkt sehr viel, zweifelt, aber auf der anderen Seite handelt sie auch nach bestem Gefühl.

Megan bekommen wir hingegen viel seltener zu Gesicht. Das ist ein klitze kleiner Punkt, der mich etwas gestört hat. Ich mochte die Beziehung der beiden Schwestern untereinander in Band eins sehr gerne und das hat mir hier ein wenig gefehlt - hier gibt es kurze Treffen, mehr aber auch nicht. Dafür weiß ich Megan, seit dem Tim ebenfalls am Strand festsitzt, aber in guten Händen. Das bedeutet ja nicht, dass Alice ihre Schwester vernachlässigt, schließlich begibt sie sich weiter auf die Suche nach dem Mörder - der sich übrigens hin und wieder in kurzen Kapiteln zu Wort meldet und andeutet, dass Alice selbst immer mehr zur Zielscheibe wird - SPANNEND!

Und in Sachen Vorhersehbarkeit kann ich der Autorin nur ein großes Lob ausschütten. Ich habe mit der Protagonistin mitgerätselt , habe Vermutungen aufgestellt, und immer wenn ich davon überzeugt war, ich wüsste wer der Mörder ist, haben sich doch wieder Zweifel gezeigt. Im Endeffekt bin ich in der Beziehung keinen Schritt weiter und das ist das Grandiose - ich kann im nächsten Band weiterhin den Ermittler spielen und alles und jeden verdächtigen!

Neben der Suche nach Megans Mörder hat sich ein schöner Nebenstrang aufgebaut, der zum Ende hin immer größer und bedeutsamer wird. Alice versucht auch den Tod von Javier zu hinterfragen, der ebenfalls noch am Strand festsitzt, und begibt sich dabei auf eine spannende Spurensuche, die sie bis nach Spanien führt. Auch hier hat die Autorin alles gegeben und macht die Handlung durch das Wechseln des Settings sehr abwechslungsreich. Nach Beenden dieser tollen Fortsetzung kann ich es gar nicht erwarten, endlich den Abschluss der Trilogie in meinen Händen zu haben!

Fazit:
Alles in allem konnte mich "Schwarzer Sand" sehr begeistern. Eine starke, aber auch gleichzeitig einfühlsame Protagonistin hat mich von Anfang bis Ende auf eine aufregende Reise genommen und ich habe die knisternde Atmosphäre die gesamte Zeit sehr genossen. Es bleibt weiterhin spannend, denn die Autorin lässt einen zwar miträtseln, bleibt dabei aber trotzdem sehr verhalten und lässt Zweifel nur zu gerne aufkommen. So müssen Fortsetzungen sein - besser als der Vorgänger!


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