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lost pages "Jan" (Marsberg)

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Everflame - Feuerprobe: Band 1
Everflame - Feuerprobe: Band 1
von Josephine Angelini
  Gebundene Ausgabe
Preis: EUR 19,99

1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen Trifft nicht meinen Geschmack - 2,5 Sterne!, 17. September 2014
Inhalt:
Die siebzehnjährige Lily ist eine Pechmarie, wie sie im Buche steht. Peinlichkeiten stehen an der Tagesordnung und daneben quälen sie noch allerhand Allergien, die ihr Leben bestimmen. Aber jetzt, nach so langer Zeit, will sie mal so sein wie alle anderen Teenager und eine angesagte Party besuchen. Der Abend entwickelt sich aber zu einer Katastrophe und Lily muss feststellen, dass man manche Wünsche lieber unausgesprochen lässt. Kurz darauf befindet sich das Mädchen in einem ihr fremden Salem, das aus einer ganz anderen Zeit stammt. Hier herrschen starke Frauen mit besonderen Fähigkeiten. Die Stärkste heißt Lillian und ist Lily wie aus dem Gesicht geschnitten ...

Meinung:
Als großer Fan der "Göttlich"-Trilogie musste ich die neue Reihe der Autorin einfach ausprobieren. Der Inhalt klang vielversprechend und so freute ich mich unheimlich auf Frau Angelinis neue Geschichte. Ich wurde aber schnell auf den Boden der Tatsachen zurückgeholt.

Denn schon der Start in "Everflame" war alles andere als gut. Lilys Leben war nämlich vieles, nur nicht mitreißend. Ich muss zugeben, dass mir ihre "schusselige" Art nicht unsympathisch war. Ich mag diese Eigenschaft bei weiblichen Protagonisten sehr gerne - trotzdem wollte sich einfach keine Nähe aufbauen. Der Aufbau dieser "Vorgeschichte" war, gelinde gesagt, sehr langweilig und ich brauchte ungewöhnlich lange, um in der Handlung voranzukommen. Die umfangreichen Kapitel waren dabei nicht gerade hilfreich. Erst, als sich die Handlung ins andere Salem verlagert, mochte ich die Geschichte viel mehr.

Denn zu Beginn der Reise lernt Lily Rowan kennen. Auch wenn das Kennenlernen wieder diese typische "Ich-kann-dich-nicht-leiden"- Phase durchläuft, so mochte ich die Zwei auf Anhieb zusammen. Denn die Autorin versieht die "Beziehung" der beiden mit vielen lustigen Momenten, die mir unglaublich gut gefallen haben. Die Zankereien zwischen Lily und Rowan sind amüsant und machen einfach nur Spaß. Zudem mochte ich den gefährlichen, düsteren Wald als Setting total gerne. Auch wenn mir noch total unklar war, wohin Lilys Reise führt, so war ich mittlerweile doch positiv gestimmt, dass das Buch die Kurve gekriegt hat. Aber wieder falsch gedacht!

Sobald sich die Handlung in der Stadt abspielt, konnte ich dem Schauplatz nur noch wenig abgewinnen. Ich mag die Zeit, in der die Geschichte spielt allgemein einfach überhaupt nicht. Zudem ist die Hexerei/Zauberei als Thematik auch einfach gar nicht meins und nur wenige Geschichten konnten mich bisher überzeugen. Die Idee mit den Wunschsteinen und die Entwicklung und Verknüpfungen, die im Verlauf deutlich werden, mochte ich wiederum gerne. Mir hat aber insgesamt einfach ein roter Faden gefehlt. Mir war überhaupt nicht klar, warum Lily in das andere Salem geholt wurde und was ihre Aufgabe ist? Natürlich kann die Autorin in den Fortsetzungen mehr erklären, trotzdem hätte ich mir schon die eine oder andere Andeutung gewünscht. Allgemein hält die Autorin es mit ihrem Weltentwurf eher ungenau. Antagonistin Lillian ist zwar schön böse, aber ihre Absichten waren mir zu einfach gestrickt.

Auch wenn Josephine Angelini die Geschichte nicht aus der Ich-Perspektive erzählt, mochte ich die Erzählweise. Ihr Stil lässt sich wunderbar, leicht und schnell lesen. Nichtsdestotrotz habe ich ungewöhnlich lange für das Buch gebraucht, weil die Geschichte einfach stellenweise wenig mitreißend bzw. für mich interessant war. Meine Meinung hört sich sehr negativ an - obwohl das Buch kein totaler Reinfall war -, weil ich einfach sehr enttäuscht bin und viel mehr auf die neue Reihe gesetzt habe. Das Buch hatte seine spannenden Momente und das Ende mochte ich gerne, auch wenn der Cliffhanger wieder zugeschlagen hat. Ob ich aber weiterlesen möchte? Wahrscheinlich nicht. Vielleicht doch. Ich bin echt unentschlossen.

Fazit:
Leider muss ich gestehen, dass mir der Start in die "Everflame"-Trilogie nicht gut geglückt ist. Der Auftakt hatte seine Hochs und viel häufiger seine Tiefs, die aber oft auch durch meinen persönlichen Geschmack entstanden sind. So mochte ich zum Beispiel die Zeit und das Setting nicht unbedingt. Davon mal abgesehen fand ich Lily und Rowan in Kombination ziemlich angenehm, aber auch stereotypisch. Die Handlung wechselt zwischen rasanten Momenten und langweiligen Abschnitten, sodass mir "Feuerprobe" eher negativ in Erinnerung bleiben wird. Allenfalls ein mittelmäßiges Leseabenteuer, das viel zu häufig nicht meinen Geschmack getroffen hat. Leider.


Emily lives loudly
Emily lives loudly
Preis: EUR 3,99

4.0 von 5 Sternen cool, witzig, spaßig, 12. September 2014
Rezension bezieht sich auf: Emily lives loudly (Kindle Edition)
Inhalt:
Emily möchte sich gerne mit einem Film an der Kunsthochschule bewerben. Doch ihr erster Entwurf wird gleich abgelehnt. Aber Emily gibt so schnell nicht auf und lässt sich etwas Verrücktes einfallen. Ihr neuer Film soll die Klischees der Liebe ein wenig aufs Korn nehmen und sie will darin die Hauptrolle übernehmen. Thema: Verliebe dich in den besten Freund deines Bruders. Das klingt alles nicht so schwer, aber Emily muss bald feststellen, dass nicht immer alles so läuft, wie sie es sich vorgestellt hat und ehe sie sich versieht, versinkt alles in Trouble ...

Meinung:
"Emily lives loudly" fällt so überhaupt gar nicht in mein Beuteschema. Kein Bisschen und doch habe ich mich überreden lassen, der Geschichte eine Chance zu geben. Contemporary ist nicht mein Genre (es sei denn, die Geschichte ist traurig) und das wird auch wahrscheinlich weiterhin so bleiben, dennoch konnte mich das Buch überraschen und zwar positiv.

Die Geschichte lässt sich wunderbar einfach lesen. Der Stil der Autorin hat mir gleich super gefallen. Frau Voosen schreibt schnörkellos und mit ganz viel Witz und Humor, was ganz einfach der allergrößte Pluspunkt der Geschichte ist. Ehrlich, es gab Szenen, bei denen hätte ich mich wegschmeißen können vor Lachen, weil der Humor total meinen Geschmack trifft. Das Buch wird aus der Perspektive von Emily erzählt, die durch Blogeinträge direkt an den Leser berichtet. So ist die Nähe zur Protagonistin immer gegeben und mir viel es nicht schwer, sie auf Anhieb zu mögen.

Emily ist aber auch zum Schießen! Absolut verrückt, sarkastisch, verpeilt und hat immer einen super Spruch auf den Lippen. Brick, ihr auserwähltes Opfer war leider das komplette Gegenteil und ich fand ihn absolut langweilig. Die Stellen mit ihm hätte ich am liebsten direkt übersprungen. Aber es gibt ja noch Austin. Austin ist der typische Bad Boy und das bedeutet eigentlich, dass ich ihn automatisch hassen müsste. Aber dem war nicht so. Zuerst hatte ich ihn nur für eine Randfigur gehalten, der einen kurzen Auftritt bekommt. Ich fand ihn einfach genial und habe die Chemie zwischen ihm und Emily direkt gespürt. Ich war so glücklich, als er dann doch mehr und mehr Raum bekommen hat, weil die beiden so dermaßen super zusammenpassen. Auf den ersten Blick sie die zwei wie Pech und Schwefel, aber man merkt schnell, in welche Richtung man gezogen wird und wie die Geschichte in der Beziehung vermutlich enden wird. Das hat mich aber weniger gestört.

Ich hatte das Gefühl, dass das eigentliche Thema, der Film, des Öfteren aus den Augen verloren wurde. War jetzt für mich nicht so schlecht, weil dadurch Brick nicht ganz so in den Mittelpunkt gerückt ist, aber ich glaube das hätte Austin auch gar nicht zugelassen. Jedenfalls ist Geschichte an sich sehr locker und fluffig und macht die meiste Zeit Spaß. Emily und Austin sind gut ausgearbeitete Charaktere, die Nebenfiguren wirken alle ziemlich blass. Ein bisschen Schade, da besonders die besten Freundinnen von Emily Potenzial haben.

Zum Ende hin bekommt die Geschichte noch eine Prise Ernsthaftigkeit durch eine Entwicklung, die mir so an sich ganz gut gefallen hat, wenn auch die Zusammenhänge schon sehr "zufällig" erscheinen. Alles in allem habe ich "Emily lives loudly" aber gerne gelesen. Für Fans des Genres sicher noch heißer geliebt, als von mir, aber letztendlich bin ich wirklich positiv überrascht worden.

Fazit:
Wer Contemporary mag, der wird "Emily lives loudly" wahrscheinlich mögen. Ich, ein absolut unerfahrener Leser in diesem Genre, konnte positiv überrascht werden. Besonders der Humor ist erstklassig und trifft genau meinen Geschmack. Ebenso die Protagonistin Emily und ihr Gegenspieler Austin haben mir sehr gefallen. Hier und da gab es Augenblicke, die mich nicht so mitreißen konnten und ein, zwei andere Schwachpunkte habe ich zu verbuchen. Über den Daumen gepeilt aber ein empfehlenswertes Buch, bei dem vor allem der Spaß im Vordergrund steht.


Salt & Storm. Für ewige Zeiten
Salt & Storm. Für ewige Zeiten
von Kendall Kulper
  Gebundene Ausgabe
Preis: EUR 16,99

2.0 von 5 Sternen Für mich eine Enttäuschung!, 4. September 2014
Inhalt:
Avery ist die Letzte in der Linie der Roe-Frauen, die mit der Gabe der Hexerei das Leben der Bewohner auf der Insel stark beeinflussen. Seit je her kommen die Seefahrer, um um Zauber zu bitten, die sie bei der Arbeit auf dem Meer schützen. Der Preis den die Frauen dafür bezahlen ist jedoch hoch und Averys Mutter bricht die Tradition, zerrt Avery aus ihrem gewohnten Leben, um sie vor dem gleichen Schicksal zu bewahren. Schweren Herzens muss das junge Mädchen ihre geliebte Großmutter verlassen. Doch die Zeit wird kommen, in der sie sich entscheiden muss. Nicht weniger als ihr eigenes Leben steht auf dem Spiel ...

Meinung:
Ein großartig geschriebenes Buch, voller Magie, stiller Romantik. Ein malerischer Schauplatz, mit historischem Flair und einem Hauch Fantasy. Das ist mir alles durch den Kopf geschossen, als ich mich etwas genauer mit "Salt & Storm" beschäftigte. Daneben haben wir das fantastische Cover, das nicht nur einfach wunderbar aussieht, sondern die anfängliche Stimmung des Romans auch perfekt einfängt. Ich würde auch gerne weiter so schwärmen und es bricht mir fast das Herz, denn Kulpers Buch klang so mystisch, so magisch, aber leider muss ich sagen, dass mir "Salt & Storm" nur wenig gefallen hat.

Dabei hat mich der Start in die Geschichte noch hoffnungsvoll gestimmt. Die Autorin bleibt nicht lange hinter dem Berg und führt den Leser mit Averys Hilfe direkt in das aktuelle Geschehen ein. So wird die jetzige Situation, dass Avery eben nicht mehr bei ihrer Großmutter lebt und gezwungen wurde, das "Handwerk" der Zauberei aufzugeben, im Einklang mit der Wichtigkeit der Roe-Frauen für die Insel toll erklärt. Ich war gespannt darauf zu erfahren, wie die Geschichte für Avery weitergeht.

Aber ich habe dann schnell gemerkt, dass mir schon die Erzählweise der Autorin auf Dauer einfach zu ausschweifend ist. Ich bin ein Fan von Vergleichen, Andeutungen, malerischen Beschreibungen und gerade hier, die Verbindung zu dem Meer, hat die Autorin natürlich genutzt. Das bietet sich auch perfekt an. Für meinen Geschmack wurde aber einfach zu viel gebraucht. Dazu verbleibt die Geschichte sehr oft in Erzählungen aus der Vergangenheit, wenn Avery mal wieder eine ihrer Geschichten über die Großmutter zum Besten gibt. Schön und gut in Maßen, aber manchmal hatte ich das Gefühl, die Handlung kommt dadurch kaum vorwärts, weil Avery einfach zu viel grübelt und in Gedanken abschweift. Dann kann es auch ganz schnell passieren, dass ich abschweife und mit meinen Gedanken plötzlich ganz woanders bin - das ist leider häufiger vorgekommen. Kein gutes Zeichen und zumal ein Indiz für aufkommende Langeweile. Das ist auch mein größter Kritikpunkt. Für mich passiert die meiste Zeit einfach wenig Aufregendes. Erst zum Ende hin nimmt die Handlung ein wenig an Fahrt auf - für meinen Geschmack zu spät. Lieber häppchenweise verteilt auf die gesamte Handlung, als kurz vor Schluss.

Die Romanze zwischen Avery und Tale kommt glücklicherweise völlig unaufdringlich daher, auch wenn dieser Part eine wichtige und große Rolle spielt. Aber die Autorin versteht sich darauf, das Spiel zwischen den beiden harmonisch darzustellen. Nichtsdestotrotz konnten mich diese Passagen nicht packen oder berühren. Tale war für mich bloß irgendein Junge und ich konnte keine Chemie zwischen ihm und Avery spüren. Bei Avery bin ich mir übrigens auch noch nicht sicher, wie ich zu ihr stehe. Einerseits hat sie mein Mitgefühl, weil sie schon früh aus ihrem gewohnten Umfeld herausgerissen wurde und sie die Hexerei, was für sie ein Lebenselixier zu sein scheint, aufgeben musste. Andererseits konnte ich aber auch schwer nachvollziehen, warum sie das überhaupt alles machen will. Für mich klingt das Dasein als Hexe nämlich überhaupt nicht spaßig und die Konsequenzen sind alles andere als toll. Das Thema Hexerei in der Handlung ist allgegenwärtig, jedoch wird praktisch so gut wie überhaupt nichts gezeigt, was ich sehr schade finde.

Das "Salt & Storm" ein Einzelband ist, kann ich nur positiv aufnehmen. Aber nicht aus dem Grund, weil es mir nicht gefallen hat. Alles in allem schließt die Geschichte nämlich rund ab. Ich hatte wahrscheinlich einfach nur ganz falsche Erwartungen. Für jemanden, der ruhige Geschichten mag, in denen nicht unbedingt viel Aufregendes passieren muss, der kann mit Kendall Kulpers Roman schon glücklich werden, zumal das malerische Setting ein großer Pluspunkt ist.

Fazit:
"Salt & Storm" und ich sind leider keine guten Freunde geworden. Ein klarer Fall von falschen Erwartungen. Nach dem geglückten Start in die Geschichte habe ich schnell gemerkt, dass dieses Buch einfach zu ruhig ist. Zu oft hatte ich das Gefühl die Handlung bewegt sich nicht vorwärts, zu oft bin ich selbst mit meinen Gedanken abgeschweift. Wirklich schade, weil das Setting und die Idee so viel Potenzial haben. Wenn man allerdings weiß, worauf man sich einlässt, dann kann "Salt & Storm" bestimmt für Liebhaber solcher Geschichten auch überzeugen. Für mich war es leider nichts.


Das Labyrinth ist ohne Gnade
Das Labyrinth ist ohne Gnade
von Rainer Wekwerth
  Gebundene Ausgabe
Preis: EUR 16,99

0 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Ein "Gefällt mir" - Finale!, 4. September 2014
Inhalt:
Von den ehemals sieben Jugendlichen sind nur noch drei übrig. Völlig geschwächt haben sie es in die neue Welt geschafft und stehen sich nun weiteren Hürden gegenüber. Auch die neue Welt unterscheidet sich wieder völlig von den anderen und birgt Gefahren, die den eigenen Verstand zweifeln lassen und den Überlebenswillen erneut unter Beweis stellen. Doch das Ziel ist in greifbarer Nähe und wird für einen von ihnen die Rettung sein. Doch wer wird am Ende übrig bleiben? Wer wird durch das letzte Tor in eine sichere Zukunft treten?

Meinung:
Ohne Anlaufschwierigkeiten bin ich gleich in der Geschichte versunken und bin erst wieder aufgetaucht, als ich die letzte Seite in der Hand und das letzte Wort verschlungen hatte. Ein Wort, das ich gleich mit der kompletten Trilogie in Verbindung bringe: Lesesog! Auch der finale Band macht da keine Ausnahme. "Das Labyrinth ist ohne Gnade" kann, wie seine beiden Vorgänger, absolut mitreißen!

Rainer Wekwerth kann aber auch schreiben, das brauche ich hier auch nicht ausdiskutieren. Das merkt man sofort, wenn man seine Bücher liest. Sein Stil passt sich perfekt dem Jugendbereich an. Direkt, einfach, ohne dabei zu sehr "abzudriften" und das Ganze womöglich unglaubhaft, zu jugendlich erscheint. Nein, der Autor hat einen schönen "Weg" gefunden. Dadurch versinkt man schnell in der Handlung und kommt zügig voran.

Der Geschichtsstrang wird gekonnt weitergeführt und dem Leser wird erneut eine absolut mitreißende Welt präsentiert. Neue Hindernisse stellen sich den Überlebenden in den Weg und der Zusammenhalt der kleinen Gruppe ist wichtiger denn je! Einen Punkt, den ich übrigens sehr genossen habe. Es wird sich untereinander immer geholfen, die Ellenbogen werden eingefahren und der Konkurrenzdruck, der zu Beginn der Trilogie aufgekommen ist, ist komplett verschwunden. Die Protagonisten kennen sich jetzt auch schon lange und die Reise hat sie zu Verbündeten gemacht. Eine Entwicklung der Charaktere war stetig zu beobachten und vor allem die Weiterentwicklung meines "Lieblings" war schön mit anzusehen. Ich versuche hier jetzt mal keine Namen zu nennen, für alle, die diese Reihe vielleicht noch unvoreingenommen lesen wollen, aber mein besagter Liebling hatte zu Beginn keinen guten Start und trotz der gezeigten "Schwächen" hatte ich irgendwie schon im Gefühl, dass die Reise nicht schnell vorbei sein wird. Umso überraschter und erfreuter war ich natürlich, dass der Hintergrund meines Favoriten immer wichtiger und bedeutender wurde, aber mehr verrate ich an dieser Stelle auch nicht.

In punkto Spannung spielt die Reihe in der obersten Liga! Gerade deshalb lässt die Handlung einen so starken Sog entstehen. Auch im letzten Band ist diese stetig zu spüren, auch wenn ich mir für das Finale etwas mehr "Showdown" gewünscht hätte, der vielleicht mehr gekracht hätte. So war das "Ende" des Labyrinths für meinen Geschmack viel zu seicht. Mit dem Ausgang der Geschichte war ich dann allerdings wirklich sehr zufrieden. Ein Ende, in das man viel hineinlegen kann. Hoffnung zum Beispiel. Jetzt bin ich aber erst einmal ein wenig wehmütig, weil ich zu dieser Reihe einen ganz besonderen Bezug habe. Einen Ehrenplatz im Regal hat sich diese Trilogie aber ganz bestimmt gesichert!

Fazit:
Mit dem Abschluss der Trilogie kann ich wirklich nur zufrieden sein. "Das Labyrinth ist ohne Gnade" knüpft direkt an seinen Vorgänger an und Rainer Wekwerth überzeugt ein weiteres Mal mit einer spannenden, toll ausgeklügelten Welt! Ebenso die Entwicklung der übrig gebliebenen Charaktere lässt nicht zu wünschen übrig, vor allem, wenn man miterlebt, dass der eigene Liebling mehr Raum bekommt. Der Ausgang des Buches hat mir persönlich sehr gefallen, einfach, weil ich solche Enden sehr mag. Der Showdown hätte mir aber mit mehr "BOOM" besser gefallen. Insgesamt ein würdiger Abschluss, einer fantastischen Trilogie.


Niemand liebt November
Niemand liebt November
von Antonia Michaelis
  Gebundene Ausgabe
Preis: EUR 17,99

1 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Typisch Michaelis - sehr lesenswert!, 4. September 2014
Rezension bezieht sich auf: Niemand liebt November (Gebundene Ausgabe)
Inhalt:
Die siebzehnjährige November ist auf der Suche. Ihre ständige Begleiterin ist eine Katze, die ihr nur selten von der Seite weicht. Mehr hat November nicht im Leben, noch nicht! Denn das junge Mädchen ist sich sicher, dass sie ihre Eltern finden wird, die ganz plötzlich, als sei gerade mal sechs Jahre alt war, verschwunden sind. Doch einer Spur zu folgen ist nicht ganz einfach und wo wäre sie jetzt, hätte sie der Kneipenwirt Katja, der selbst seine Geheimnisse hütet, nicht unter seine Fittiche genommen? Dann tauchen auch noch mysteriöse Drohungen auf, die ihr immer mehr Angst einjagen und der Junge im Zelt, der ihr so vertraut ist, verschwindet genauso schnell, wie er auftaucht.

Meinung:
Antonia Michaelis Bücher sind keine leichte Kost. Niemals. Zumindest die Jugendbücher, die ich bisher von ihr gelesen habe. Obwohl die Bezeichnung Jugendbuch in meinen Augen gar nicht so passend ist. Dafür ist ihr Stil zu ungewöhnlich, nicht ganz einfach, kompliziert und die Themen, die Frau Michaelis anspricht, oftmals harte Realität, werde ungeschönt dargestellt und brauchen schon gar kein Happy End.

Auch "Niemand liebt November" ist wieder eins dieser Bücher. Die Wucht der Worte und die Intensität der Geschichte treffen ab der ersten Seite und das punktgenau. Dabei bin ich immer wieder erstaunt, wie hart und unverfälscht die Autorin ihre Geschichte erzählt und trotzdem diesen poetischen Anstrich niemals verliert. Das Düstere in Licht getaucht und gerade das fasziniert mich jedes Mal aufs Neue an ihren Werken. Ein Buch der Autorin zu lesen ist aber kein Zuckerschlecken! Man muss sich Zeit nehmen und Konzentration im Gepäck haben. Kein Schmöker für zwischendurch.

Viele Augenblicke und Momente erscheinen anfangs surreal, kompliziert und unglaublich. Die Autorin spielt gekonnt mit Andeutungen, wirft dem Leser nur kleine Schnipsel hin und lässt der Fantasie viel Raum, sodass man die Realität schon mal schnell aus den Augen verlieren kann. So muss man vieles als Leser erst einmal hinnehmen, bis es im Verlauf der Handlung dann Klick macht. Spekulationen und Interpretationen müssen auf eigene Faust gemacht werden und es ist immer wieder erschreckend, wie hart das Leben eines Menschen sein kann. November, die eigentlich Amber heißt, hat schon früh gelernt, was es heißt, alleine zu sein. November ist aber kein Charakter, der durch diesen Zustand geschwächt wurde. Im Gegenteil - das Mädchen wirkt abgestumpft, im ersten Moment ziemlich kühl und optimistisch, dass ihre Suche irgendwann erfolgreich sein wird. Nichtsdestotrotz spürt der Leser eine gewisse traurige Aura, die Amber umgibt. Mir hat es nicht nur einmal die Sprache verschlagen, als man erfährt, was das Mädchen erlebt und macht, weil es sich nach irgendetwas sehnt.

Genauso wichtig, wie die Katze, die November seit Ewigkeiten begleitet, wird der Kneipenwirt Katja. Die Autorin spielt die Beziehung der beiden gekonnt geheimnisvoll auf und für mich war es gleichauf interessant zu erfahren, was Katja zu erzählen hat. Geheimnisvoller erscheint nur noch der Junge in dem gelben Zelt, den November gelegentlich für kurze Momente erblickt. Mysteriös, aber gleichzeitig absolut neugierig machend! Antonia Michaelis ist eine Meisterin darin, fabelhafte Charaktere interessant zu zeichnen.

Ob November schlussendlich ihre Eltern findet, verrate ich natürlich nicht. Ihr Weg wird aber für den Leser niemals langweilig. Manchmal schon sehr spannend, dazu immer düster, oftmals schockierend und sehr emotional. Es gibt ein, zwei Momente, die ich für etwas zu übertrieben halte, aber das hat meinen Gesamteindruck fast gar nicht gestört. "Niemand liebt November" ist eins dieser Bücher, das ich zu einhundert Prozent empfehlen kann, wenn man eben dieses ganz spezielle Paket mag.

Fazit:
Antonia Michaelis ist meine Anlaufstelle Nummer 1, wenn ich mal auf etwas ganz anderes Lust habe. Ihr Stil ist sehr speziell und wird bestimmt nicht jedermanns Geschmack treffen. Wer sich aber in ihren Worten verliert, wie es jedes Mal aufs Neue bei mir passiert, der wird mit einer Geschichte belohnt, die düster wie der November selbst ist. Eine Geschichte, die die geballte Härte des Lebens zeigt, die zugleich traurig ist und die Verletzbarkeit eines Menschen veranschaulicht. "Niemand liebt November" zeigt die Suche eines einsamen Mädchens nach mehr als nur Leere. Die Suche nach Geborgenheit, nach Glück, die Suche nach Liebe, nach einem schönen Leben. Die Suche nach Beständigkeit und letztendlich die Suche nach Hoffnung.


Das Mädchen, das Geschichten fängt: Roman
Das Mädchen, das Geschichten fängt: Roman
von Victoria Schwab
  Broschiert
Preis: EUR 13,99

4.0 von 5 Sternen Geniale Idee!, 12. August 2014
Inhalt:
Mackenzie ist ein besonderes Mädchen. Ihr Großvater hat sie zur Wächterin ausgebildet und nun ist sie in der Lage zwischen der normalen Welt und dem Archiv hin- und herzureisen. Im Archiv werden die Lebensgeschichten (Chroniken) der Toten aufbewahrt und hin und wieder gelingt es einer Geschichte, zu entkommen. Dann kommt Mackenzie ins Spiel, denn eine entflohene Hülle zu fangen ist nicht ganz einfach und bestimmt nicht ungefährlich - aber die Wächter werden genau für diese Aufgaben trainiert. Als Mackenzie mit ihrer Familie umzieht, sind in ihrem neuen Revier ungewöhnlich viele Ausbrüche zu verzeichnen. Schon bald glaubt die junge Wächterin nicht mehr an einen Zufall ...

Meinung:
Als ich das erste Mal die Beschreibung dieses Buches gelesen habe, war ich Feuer und Flamme. Die Idee klang so faszinierend und anders und ich brauchte nicht lange überlegen, ob ich Victoria Schwabs Buch lesen möchte. Die Idee ist auch wirklich der größte Pluspunkt der Geschichte und insgesamt hat mir das Buch ziemlich gut gefallen.

Ich habe mich gleich in die Erzählperspektive verliebt. Einmal wird die Handlung, typisch Jugendbuch, aus der Sicht von Mackenzie in Gegenwartsform erzählt - daran ist auch wirklich nichts Besonderes - auch wenn mich der Stil der Autorin überzeugt hat. Dennoch hebt sich der Schreibstil nicht unbedingt aus der breiten Masse ab, aber man kommt als Leser sehr gut zurecht und die Seiten fliegen zügig durch die Hände. Was mich aber wirklich sehr überzeugen konnte, waren die Erzählungen, die Mackenzie direkt an den (verstorbenen) Großvater gerichtet hat. Darin spricht sie ihren Opa direkt an, als würde gerade erst alles augenblicklich passieren. Mir hat das großartig gefallen, weil das alles so persönlich gewirkt hat, fast schon emotional und dadurch wurde eine tolle Möglichkeit geschaffen, Informationen über den Job als Wächter und dem Archiv an die Leser zu geben, weil nur Mackenzie und ihr Großvater darüber Bescheid wissen.

Neben dieser tollen Perspektive hat mich besonders das Setting überzeugt, obwohl ich sagen muss, dass sich der Kontrast zwischen realer Welt und den mystischen Gängen des Archivs etwas unpassend für mich angefühlt hat. Ich hätte es wahrscheinlich harmonischer gefunden, wenn die Geschichte in einer anderen Zeit gespielt hätte, die zum Erscheinungsbild des Archivs gepasst hätte. Das habe ich mir nämlich ziemlich imposant, altertümlich und rustikal vorgestellt. So in etwa, wie eine verstaubte Bibliothek, mit Charme in jeder Ecke. Jedenfalls ist die Idee mit den Lebensgeschichten der verstorbenen Menschen fantastisch und die Autorin hat sich dazu eine interessante Geschichte ausgedacht. "Das Mädchen, das Geschichten fängt" ist jetzt nicht unbedingt ein Buch, das besonders durch Spannung überzeugt. Trotzdem weiß die Geschichte zu fesseln - ich mochte vor allem die düstere Atmosphäre.

Protagonistin Mackenzie überzeugte mich sofort. Sie ist, durch ihren Job als Wächterin, eine echte Einzelgängerin und musste schnell lernen, ihre "Berufung" vor anderen zu verbergen. Das ist nicht immer einfach, weil es in der realen Welt niemanden gibt, mit dem sie sich austauschen kann ... bis dann plötzlich ein Junge auftaucht. Ich glaube, mehr brauche ich dazu nicht sagen, außer, dass mir der Part ganz gut gefallen hat. Auch das Ende lässt mich zufrieden zurück und auch wenn kein mieser Cliffhanger zum Weiterlesen zwingt, so möchte ich doch sehr gerne die Fortsetzung verschlingen.

Fazit:
"Das Mädchen, das Geschichten fängt" überzeugt vor allem durch Idee und Atmosphäre, die fantastisch in Kombination auftreten. Mackenzies Reisen ins Archiv sind faszinierend und die Idee mit den Chroniken wunderbar erfrischend. Auch wenn die Handlung nicht unbedingt durch Spannung überzeugt, so fesselt doch das Gesamtbild des Romans.


Die Vernichteten
Die Vernichteten
von Ursula Poznanski
  Gebundene Ausgabe
Preis: EUR 18,95

1 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Diese Reihe ist ein MUSS. MUSS. MUSS. MUSS!!!!!!, 26. Juli 2014
Rezension bezieht sich auf: Die Vernichteten (Gebundene Ausgabe)
Inhalt:
Ria weiß nun, was es mit dem Virus auf sich hat. So schnell wie nur möglich muss sie zurück zu den Sphären, denn in ihnen befindet sich eine tickende Zeitbombe. Aber der Weg dorthin wird nicht einfach, überall wird sie gesucht. Zusammen mit Sandor und Tycho gelingt es ihr, die Strecke Stück für Stück zu bewältigen. In der Hoffnung, endlich den verschollenen Quirin zu finden, der ein Mittel zur Rettung der Sphärenbewohner besitzen soll, findet sie jedoch unverhofft etwas ganz anderes.

Meinung:
„Die Vernichteten“ ist wahrscheinlich das von mir meist erwartete Buch im ganzen Jahr. Kein Wunder, bei den beiden genialen Vorlagen. „Die Verratenen“ das Highlight im Jahr 2012 und ein Jahr später hat das die Fortsetzung „Die Verschworenen“ mühelos ebenso geschafft. Meine Erwartungen waren automatisch sehr hoch, was eben an den gesetzten Maßstäben nicht sehr verwunderlich ist. Angst vor Enttäuschung hatte ich komischerweise nur sehr wenig. Bei Frau Poznanski hat sich schon eine vertraute Zuverlässigkeit in puncto „fantastische“ Geschichten breit gemacht und das stellt Sie auch mit dem Finale der spannenden dystopischen Trilogie rund um Ria erneut unter Beweis! Bombastisch sag ich euch. BOMBASTISCH!

Jetzt, wo ich auch den letzten Band beendet habe, erkennt man ein Muster in der Trilogie. Der Aufbau ähnelt sich. Die Autorin beginnt ihre Geschichte nicht sofort mit einem großen Knall, sondern führt den Leser ruhig, aber trotzdem nicht uninteressant in die Handlung ein. Dabei verweben sich neue Informationen mit informellem Input aus der Vergangenheit. Dadurch wird der Einstieg vereinfacht - die Geschichte ist ja schon sehr komplex und verdichtet sich zunehmend. Mit der Zeit kann sich der Spannungsbogen immer weiter aufbauen und zum Ende hin ist es beinahe nicht auszuhalten, so adrenalinlastig ist die Handlung.

Auch wenn ich mich wiederhole, ich kann es einfach nicht oft genug sagen, der Stil der Autorin ist eine Liga für sich. Schon nach den ersten Sätzen fühle ich mich wohl, dabei ist der Schreibstil leicht zu lesen, aber eben nicht einfach nur "einfach". Man erkennt sofort das Geschick der Autorin, mit Worten zu spielen und daraus fantastische Sätze entstehen zu lassen. Als Transmitter für diverse Gefühle, wie Hass, Leid, Spannung, Liebe, Zuversicht, Angst und Versagen ist dieser Stil einfach beispiellos! Auch wenn in der Handlung ruhigere Töne klingen, so spürt man durch den einmaligen Stil doch immer eine leicht unterschwellige Spannung. Man weiß einfach, dass etwas passieren wird und das lässt einen förmlich an den Seiten kleben. Großartig!

Darüber hinaus hat die Autorin mit Eleria, kurz Ria, einen fantastischen Charakter erschaffen, der sich kontinuierlich weiter entwickelt hat. Durch ihre besonderen Fähigkeiten ist sie von Anfang an interessant gezeichnet und es macht einfach wahnsinnig viel Spaß, ihren Werdegang mitzuverfolgen. Sie ist wahnsinnig klug, ohne dabei arrogant zu wirken. Sie ist hilfsbereit, denkt logisch, verliert aber nie ihre Menschlichkeit und das, obwohl sie überhaupt keinen einfach Weg gehen musste. Ich könnte stundenlang von ihr schwärmen und erzählen, so viel Eindruck hat sie bei mir hinterlassen. Im letzten Band habe ich mich sogar an Sandor gewöhnt, der Ria mit seiner Stärke den Rücken stärkt. Dabei wirkt die Beziehung der beiden nicht zu aufdringlich und zeigt genau die richtige Menge, um die Geschichte perfekt abzurunden. Die Nebencharaktere sind ebenfalls toll gezeichnet. Allen voran konnte mich Tycho mit seiner Art wieder besonders überzeugen, aber auch Aureljo spielt seine Rolle gut!

Für mich ist die Auflösung des großen Ganzen perfekt gelungen. Erneut gibt es viele Wendungen, die ich nicht habe kommen sehen, und kann der Autorin Vorhersehbarkeit wirklich nicht vorwerfen. Ich bin zwar sehr traurig, weil nun alles vorbei ist, aber auch sehr glücklich, weil das Finale perfekt gelungen ist. Diese Trilogie bekommt einen Ehrenplatz in meinem Regal und wird ganz sicher noch ein weiteres Mal verschlungen!

Fazit:
Perfekt trifft es wohl am ehesten! "Die Vernichteten" kann mühelos mit seinen gigantischen Vorgängern mithalten. Schicksalhafte Wendungen, viel Spannung, eine großartige Protagonistin und ein gelungenes Finale lassen mich den letzten Band der Trilogie mit einem lachenden und einem weinenden Auge schließen. Die Reihe gehört einfach in jedes Regal. Lesen, lieben und dann nochmal lesen!


Tiefdunkle Nacht (Darian & Victoria #3)
Tiefdunkle Nacht (Darian & Victoria #3)
Preis: EUR 3,49

4.0 von 5 Sternen Toller Abschluss, der einen zufrieden zurücklässt., 20. Juli 2014
Inhalt:
Die Erinnerungen an Darian sind fort. An Victorias Seite steht Alex, ihr Lebensgefährte. Charmant, gutaussehend und Vic ist ganz verliebt, bis die Fassade anfängt zu bröckeln und die junge Hexe das wahre Wesen ihres Freundes erkennt. Zudem geschehen schreckliche Dinge im Kreise der Kinder des Mondes - immer mehr Mitglieder verschwinden spurlos und werden tot aufgefunden. Kann es Victoria gelingen, hinter Alex Geheimnis zu steigen und die mysteriösen Vorfälle aufzuklären?

Meinung:
Jetzt heißt es Abschied nehmen! Die Reihe um Darian und Victoria begleitet mich schon fast meine gesamte Zeit als Blogger und etwas wehmütig habe ich mich an den dritten Teil und Abschluss der Reihe gesetzt. Nichtsdestoweniger war ich natürlich gespannt, wie die Autorin das Finale ausklingen lässt.

Probleme mit dem Einstieg in die Geschichte hatte ich wirklich nicht. Viel zu präsent waren noch die Begebenheiten aus Band 2. Ich war zu gespannt, wollte unbedingt erfahren, was nun aus Victoria und Darian wird und ob beide die große Hürde, die Stefanie Hasse ihnen in den Weg gelegt hat, überwinden können und konnte daher auch nicht länger mit dem Finale warten. Im Endeffekt habe ich genau das bekommen, was ich erwartet habe - einen Trilogie-Abschluss, der mich vollends zufrieden zurückgelassen hat und einen kleinen Überraschungsmoment, ausgelöst durch den genialen Epilog!

Hab ich eigentlich schon gesagt, dass ich den Stil der Autorin liebe? Falls nicht, dann erfahrt ihr es eben jetzt. Für mich schwer zu beschreiben. Ein Mix aus kurzen Sätzen, die eben strikt die Geschichte erzählen, dazu kommen dann aber auch häufig Passagen, die einfach wunderbar klingen und schon leicht poetisch angehaucht wirken. Ich mag es, wenn schöne Worte so in Verbindung gebracht werden, dass sie etwas in einem auslösen!

"Eine einsame Träne bahnt sich ihren Weg über meine Wange. Ich schmecke Salz und Blut. Liebe und Schmerz. Dann ist alles schwarz" Pos.830
"Durch Darians Augen konnte ich mich selbst sehen. Meine innersten Gefühle, meine eigene Verletzlichkeit. Darian war mein Seelenspiegel, das Gegenstück, das mich zu einem besseren Menschen machte." Pos.1522

Protagonistin Victoria hat mir wieder gefallen. Ich mochte die Art, wie sie die Welt sieht. Ich mochte auch ihr "unschuldiges" Wesen ganz am Anfang des Buches, wo die Welt für sie noch im Reinen ist, obwohl es für den Leser ganz anders ist. Ich mochte das langsame Erkennen, als immer mehr Licht in ihre Dunkelheit dringt. Die Angst, als ihr vieles bewusst wird, aber vor allem mochte ich ihre Art, oft einen kühlen Kopf zu bewahren. Auch in Darians Gedanken bekommt der Leser Einblicke, was mir sehr gefallen hat - ich mag den Burschen einfach. Zusätzlich wird die Geschichte auch noch aus Tabeas Sicht erzählt, was mir ebenfalls gefallen hat und ihr Geschichtsstrang bringt frischen Wind mit. Elric und Sina hätten meiner Meinung nach viel mehr Platz gebraucht. Besonders Sinas Rolle empfand ich als zu gekürzt. Vielleicht hätten ein oder zwei Kapitel aus ihrer Sicht da schon gut getan.

Unterschwellige Spannung ist in der Handlung immer anwesend. Als Leser weiß man einfach, wie es um Vic und Alex steht und es ist wahnsinnig aufregend, die ungewisse Reise mitzuverfolgen. Zudem fragt man sich dauernd, wie es denn jetzt mit Darian weitergeht. Kann ich euch da beruhigen? Das verrate ich natürlich nicht, aber zum Ende hin wird es nervenaufreibend! Allgemein ist die Handlung fantastisch aufgebaut, und wenn man nun das große Ganze vor Augen hat, kann ich eigentlich nur meinen Hut ziehen. Die Idee mit den Kindern des Mondes hat mir ja schon von Anfang an gefallen und daraus hat die Autorin eine ganz tolle Geschichte gezaubert!

Fazit:
Wer eine tolle Trilogie über Hexen und anderen mystischen Wesen lesen möchte, dem kann ich ganz klar die Reihe von Stefanie Hasse ans Herz legen. Auch der finale Band überzeugt. Toller Stil, wunderbare Protagonistin, ebenso tolle Nebenfiguren, spannende Handlung und ein passendes Ende lassen mich mehr als zufrieden zurück! Jetzt heißt es Abschied nehmen, auch wenn mich der Epilog etwas hoffnungsvoll stimmt, das man sich vielleicht doch noch wiedersehen könnte.


Silber - Das zweite Buch der Träume: Roman
Silber - Das zweite Buch der Träume: Roman
von Kerstin Gier
  Gebundene Ausgabe
Preis: EUR 19,99

2 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Nette Unterhaltung, aber schwächer als Band 1!, 11. Juli 2014
Inhalt:
Hätte Liv ihren Henry nicht, dann wäre sie wahrscheinlich schon total verrückt geworden. Unstimmigkeiten in der Patchwork-Familie können da schon mal katastrophale Ausmaße annehmen. Besonders die fiese Großmutter macht einen das Leben nicht leicht. Aber Liv hat Henry und Henry macht sie glücklich, bis er sich ganz plötzlich verändert! Was ist mit ihm passiert und wieso fängt ihre kleine Schwester auf einmal mit dem Schlafwandeln an? Die Antworten können doch nur in der Traumwelt liegen, oder?

Meinung:
Mit "Silber - Das zweite Buch der Träume" ist eine Fortsetzung erschienen, auf die ich ganz besonders gespannt war. "Das erste Buch der Träume" war auch mein allererstes Buch von Kerstin Gier und sie konnte mich mit ihrem tollen Stil, der witzigen Protagonistin und der lockeren, fluffigen Geschichte überzeugen. Ich war gespannt, welche Abenteuer Liv im zweiten Band erwartet und wie die Autorin die Idee mit der Traumwelt und den Traumtüren weiterführt. Letztendlich muss ich aber gestehen, dass ich etwas enttäuscht von der Fortsetzung bin. Aber fangen wir mit den positiven Dingen an.

Ich liebe Kerstin Giers Stil! Ich mag die lockere Schreibweise, die perfekt zur Geschichte passt. Ich kann keine großen Vergleiche ziehen, weil ich eben noch keine anderen Werke von ihr kenne, aber hier wurden Handlung und Stil sehr gut kombiniert und passen zusammen. Zudem sprüht die Geschichte nur so von witzigen Momenten, was ganz besonders der Protagonistin zuzuschreiben ist.

Liv ist noch genauso verpeilt, wie ich sie in Band 1 kennengelernt habe. Mit viel Witz, Sarkasmus und Charme konnte sie mich für sich gewinnen. Erneut wird die Geschichte nur aus ihrer Sicht erzählt (außer die kurzen Einwürfe von Secrecy, die wieder sehr amüsant waren) und ihre inneren Dialoge sind teilweise echt genial. Auch das Zusammenspiel mit ihrer Schwester Mia hat wieder perfekt gepasst. Die beiden sind ein unschlagbares Team und ihr gemeinsames Auftreten ist immer für einen Lacher zu haben. Ich hab es als sehr angenehm empfunden, dass die Autorin aus Henry und Liv kein all zu großes Teenager-Liebesspektakel gemacht hat. Dieser Part nimmt sich zwar seinen Anteil, aber ich fand nicht, dass dieser Aspekt der Mittelpunkt der Geschichte war. Aber was war dann das Hauptthema? Tja, hier beginne ich mal mit den Dingen, die mir weniger gefallen haben.

Die Handlung war für mich größtenteils einfach zu sehr zusammengewürfelt. Ich hatte von Anfang an nicht das Gefühl, in eine bestimmte Richtung gezogen zu werden. Wo führt die Autorin Liv hin? Was ist das große Hindernis? Die Hürde, die überwunden werden muss? Viel zu lange bleibt die Geschichte unbewegt. Im letzten Drittel hat sich dann endlich ein roter Faden bemerkbar gemacht. Jedoch waren für mich die aufkommenden Geschehnisse alles andere als super fesselnd. Die Geschichte soll wahrscheinlich auch überhaupt keine sein, die besonders durch Spannung überzeugt. Dafür läuft die Atmosphäre im Buch auch zu sehr auf der "witzigen" Schiene - wogegen ich auch überhaupt nichts habe, aber nur? Hin und wieder etwas mehr Ernsthaftigkeit hätte ein bisschen frischen Wind in das Klima gebracht, sonst kann es durchaus passieren, dass die charmante Liv die Nerven doch überstrapaziert. Dann hatte ich meine Probleme mit Henry. Je mehr ich ihn kennenlerne, desto weniger mag ich ihn und ich finde für Liv würde ein ganz anderer Kandidat besser passen.

Auch wenn mich Band 2 nicht mehr so überzeugen konnte, so macht Frau Gier doch neugierig auf den nächsten Band. Schon allein, weil ich wissen möchte, wer sich hinter Secrecy verbirgt, werde ich Liv treu bleiben und ein weiteres Mal ins Land der Träume reisen, aber vielleicht nicht mehr ganz so dringend!

Fazit:
"Silber - Das zweite Buch der Träume" kann mit seinem Vorgänger leider nicht mithalten. Frau Gier kann mich zwar wieder mit ihrem tollen Stil, der charmant, witzigen Atmosphäre und einer charmanten Protagonistin überzeugen - letztendlich hat sich die Handlung aber kaum vorwärts bewegt. Nur sehr spät findet man einen roten Faden und wirklich spannend wird es aber nie. Für Fans des ersten Bandes bietet die Fortsetzung aber durchaus ein paar Stunden nette Unterhaltung, wer aber schon mit Band 1 nicht ganz warm wurde, dem würde ich von der Fortsetzung eher abraten.


Steelheart
Steelheart
von Brandon Sanderson
  Gebundene Ausgabe
Preis: EUR 17,99

4.0 von 5 Sternen Spannend, fesselnd - ich will mehr! 4,5 Sterne!, 30. Juni 2014
Rezension bezieht sich auf: Steelheart (Gebundene Ausgabe)
Inhalt:
Als Calamaty auftaucht, verändert sich das Leben auf der Erde dramatisch. Die kosmische Erscheinung verwandelt einige Menschen in sogenannte Epics - Menschen mit besonderen Fähigkeiten. Doch die Superkräfte werden nicht für gute Zwecke eingesetzt. Die stärksten Epics machen die Menschen zu Untertanen und reagieren mit eiserner Faust. Als David 8 ist muss er mit ansehen, wie sein Vater durch einen besonders gefährlichen Epic getötet wird. 10 Jahre später ist sein Rachegefühl noch nicht verschwunden und er hat sich geschworen Steelheart, den Mörder seinen Vaters, zu töten. Doch wie vernichtet man jemanden, der unverwundbar ist?

Meinung:
Ich bin so froh, dass ich mich doch dazu entschieden habe "Steelheart" eine Chance zu geben. Eigentlich hatte ich dieses Buch überhaupt nicht auf dem Radar. Für mich klang die Geschichte zu sehr nach Marvel-Film und das brauche ich neben dem Kino nicht noch in Buchform. Als Film würde sich die Geschichte wahrscheinlich sehr gut machen, aber ob der mit dem Roman mithalten kann? Ich war nämlich ziemlich begeistert von "Steelheart" und da würde es eine Umsetzung auf der großen Leinwand schwer haben mitzuhalten.

Schon nach dem überaus gelungenen Prolog wusste ich, dass der Autor es einfach drauf hat. Brandon Sanderson kann unglaublich fesselnd schreiben und das fast durchgehend. Beinahe jedes Kapitel hat etwas mitreißendes, sodass ein Pausieren des Buches fast unmöglich wird. Sein packender Stil macht einen das Aufsagen der Geschichte ganz einfach und viel zu schnell ist man am Ende der letzten Seite angelangt.

Die Idee mit den unterschiedlichen Epics ist einfach, aber auch genial. Mich hat besonders die große Palette an Fähigkeiten fasziniert. Jede Superkraft gibt es nur einmal, aber einige ähneln sich auch. Der Autor hat daraus fast eine ganz eigene Wissenschaft kreiert. Da wird man gleich in die Kindheit katapultiert, in der man sich nichts sehnlicher gewünscht hat, als fliegen zu können oder sich unsichtbar zu machen oder super stark zu sein. Allein schon der Punkt, dass alle "Superhelden" als Bösewichte dargestellt werden, ist toll und so anders. Das ruft die Rächer auf den Platz. Die Rächer sind eine Gruppe von Menschen, die es sich zur Aufgabe gemacht haben, die Epics auszulöschen. Das wiederum ist nicht ganz einfach, aber jeder Epic hat irgendeinen Schwachpunkt. David schließt sich einer Gruppe an und überredet diese, Steelheart ins Visier zu nehmen.

David ist ein großartiger Protagonist. Witzig, auf eine schusselige Art und Weise, mutig und seine Metaphern sind jedes Mal ein Highlight schlecht hin! Mir stand jedes Mal ein Schmunzeln im Gesicht. Ein Mädchen in der Gruppe hat es ihm besonders angetan und die "Beziehung" der beiden ist ebenfalls herrlich und komisch. Neben David bleiben aber andere Personen eher oberflächlich gehalten, aber das stört nicht unbedingt.

Die spannende Handlung ist es, die das Buch so zu einem Pageturner machen. Der rote Faden in der Geschichte verliert sich nie in Nebensträngen und der Leser hat das Ziel immer ganz deutlich vor Augen. So fiebert man automatisch dem großen Showdown entgegen, der auch wirklich hält was er verspricht. Dabei bleibt die Handlung oft sehr überraschend, auch wenn man sich einen Teil der Auflösung schon denken kann. Nichtsdestoweniger jagt einem das Ende das Adrenalin nur so durch den Körper und mit rasendem Herzklopfen wünscht man sich am Ende angelangt nur noch eines - die Fortsetzung!

Fazit:
"Steelheart" von Brandon Sanderson konnte mich letztendlich mehr als nur überraschen. Das Buch steckt nur so voller Action und die Handlung bleibt dauerhaft mitreißend und spannend! David ist ein herrlicher Charakter, der besonders durch seine genialen Metaphern Eindruck hinterlässt. Überhaupt fällt es mir schwer, etwas negatives in diesem Roman zu finden. Die Idee mit den Epics ist genial und toll ausgearbeitet und wer einen Roman für ein paar spannende Stunden sucht, der ist mit "Steelheart" sehr gut bedient!


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