Fashion Sale Hier klicken Fußball Fan-Artikel calendarGirl Prime Photos Sony Learn More Bauknecht Kühl-Gefrier-Kombination A+++ Hier klicken Fire Shop Kindle PrimeMusic Lego Summer Sale 16
Profil für Tramp69 > Rezensionen

Persönliches Profil

Beiträge von Tramp69
Top-Rezensenten Rang: 2.317
Hilfreiche Bewertungen: 1688

Richtlinien: Erfahren Sie mehr über die Regeln für "Meine Seite@Amazon.de".

Rezensionen verfasst von
Tramp69 (The Promised Land)

Anzeigen:  
Seite: 1 | 2 | 3 | 4 | 5 | 6 | 7 | 8 | 9 | 10 | 11-20
pixel
Stranger in Town (Remastered)
Stranger in Town (Remastered)
Preis: EUR 7,99

5 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen DAS Meisterwerk des Rockers aus Detroit, 26. Mai 2011
Rezension bezieht sich auf: Stranger in Town (Remastered) (Audio CD)
Bob Seger gehört sicherlich zu den wichtigsten und besten Rockern, die uns Amerika beschert hat. In Europa nicht annähernd so erfolgreich und bekannt wie in den Staaten, konnte er aber mit diesem Album auch in Europa erste Fans gewinnen. "Stranger in Town" ist sicher sein bestes Album und meines Wissens auch kommerziell erfolgreichstes. Hier reiht sich ein Rock-Klassiker an den nächsten, gesungen von einer der besten Rock-Reibeisenstimmen.

Es beginnt mit dem famosen "Hollywood Nights". Das rockt so richtig los und sollte man nicht beim Autofahren hören, will man nicht einen Strafzettel wegen zu schnellen Fahrens riskieren. Es folgt der Midtempo-Rocker "Still The Same", vielleicht mein ewiger Lieblingssong von Bob Seger. Dann kommt das nicht aus der Feder von Seger stammende, jedem (spätestens seit Alf) bekannte "Old Time Rock'n Roll" - Klassikrock vom Allerfeinsten (man höre mal auf den Text). "Till It Shines" ist dann wieder im Midtempo-Bereich anzusiedeln - wunderbar. "Feel Like A Number" ist ein typischer 70er Jahre Rocker, wie sie Bob Seger nur so aus dem Ärmel zu schütteln schien. Auf Ain't Got No Money (ebenfalls eine Fremdkomposition) hätte man m. E. verzichten können, der Song passt aber dennoch gut ins Gesamtkonzept des Albums an. Dann kommt die Megaballade "We've Got Tonite": Ja, liebe DSDS-versauten Kids, lasst Euch gesagt sein: Das hier ist das Original, nicht dieser Schnulzenmist von Ronan Keating/Jeanette Biedermann. Es schließt sich noch das mit zahlreichen Tempowechseln gespickte "Brave Strangers" an (grandios), bevor mit einer weiteren Megaballade "Famous Final Scene" der Vorhang fällt. Welch ein fantastisches Album!

Das zuvor erschienene Album "Night Moves" war ja schon großartig und das 1980er Album "Against The Wind" hatte auch einige hervorragende Stücke, aber auf "Stranger in Town" stimmte einfach alles. Was würde ich dafür geben, ihn Ende der 70er/Anfang der 80er live gesehen zu haben. Hatte leider nie die Möglichkeit dazu, weil ich ihn erst zu "Like A Rock"-Zeiten, also 1986, entdeckt habe.

Zu empfehlen sei an dieser Stelle auch das hervorragende Live-Album "Nine Tonight" von der "Against The Wind-Tour", das mir persönlich sogar noch besser gefällt als Live Bullet.
Kommentar Kommentar (1) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: May 29, 2011 10:56 AM MEST


The River
The River
Preis: EUR 12,68

5 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Eine Achterbahn der Gefühle, 25. Mai 2011
Rezension bezieht sich auf: The River (Audio CD)
The River: Das Album, das Bruce Springsteen auch in Europa bekannt gemacht und erstmals auch in deutsche Konzerthallen gebracht hat. Mit Hungry Heart, das Springsteen eigentlich für The Ramones geschrieben hat, hatte Springsteen auch seinen ersten Top-Hit in Europa.

Doch dieses fantastische Doppelalbum beinhaltet viel mehr. Kaum ein Boss-Album ist vielseitiger als The River. Da gibt es die Mainstream-Rocker wie The Ties That Bind, Crush on You ("A real masterpiece" Zitat BS), Out in the Street, Two Hearts, Jackson Cage, Cadillac Ranch, das später mit Darlington County auf Born in the USA eine Art Fortsetzung erhielt. Daneben gibt es ruhige Balladen wie der wunderbare Titel-Track mit dieser Wahnsinns-Mundharmonika, das traurig-schöne Independance Day, in dem das angespannte Verhältnis zu seinem Dad thematisiert wird, oder der aus den Sessions zum Darkness-Album stammende Über-Schmachtfetzen Drive All Night mit der für so manchen Fan gewöhnungsbedürftigen, für mich super romantischen Textzeile "I Drive all night, just to buy you some shoes". Weiter enthalten sind echte Party-Kracher wie Ramrod oder Sherry Darling (letzteres ebenfalls aus den Darkness-Sessions) oder Midtempo-Songs wie das traumhaft schöne The Price you pay, ein Song den Bruce Jahre lang nicht live spielte (warum auch immer). Textlich gibt es anspruchsvolle Songs wie der Titel-Track, Point Blank, das wunderbar morbide, melancholische Stolen Car (das auch gut auf das Akustik-Werk Nebraska gepasst hätte) oder das countryteske Wreck on the Highway.

Für Songs wie Crush on You, You can look oder I'm Rocker wird er aufgrund der banalen Texte auch schon mal gescholten, auch für Balladen wie I Wanna Marry You und Fade Away (seinerzeit übrigens nach Hungry Heart die zweite Single). Aber muss denn immer jeder Textk, jeder Song eine Message haben?

Insgesamt handelt es sich bei The River um eine Achterbahn der Gefühle, was besonders deutlich wurde bei dem Konzert im November 2009, als BS das gesamte Doppelalbum einmalig in der exakten Reihenfolge im Madison Square Garden in New York komplett aufführte. Ich hatte das Glück und durfte dabei sein. Live entfalten diese Songs, egal ob die Party-Kracher oder eben die gefühlvollen Songs erst ihre gesamte Wirkung. Da schäme ich mich auch nicht, zuzugeben, dass mir bei Independance Day oder insbesondere bei Drive All Night die eine oder andere Träne in den Augen stand und die Gänsehaut Ausmaße angenommen hat, die ich nicht für möglich gehalten hätte. Wer das nicht nachvollziehen kann, sollte sich auf YouTube mal das Video zu Drive All Night ansehen, spätestens beim zweiten Sax-Solo vom Big Man ist es um Euch geschehen, wetten?;-)

Damit wäre ich auch bei dem einzigen Kritikpunkt: Die Produktion, der Sound dieses Meisterwerks ist auch hier wieder äußerst bescheiden (wie schon bei Darkness), ein Remastering dringend notwendig oder noch besser: Veröffentlicht das Live-Konzert vom MSG, das es übrigens als Bootleg in hervorragender Klangqualität gibt, denn live ist Springsteen immer nochmal zigmal besser.

Einmal mehr: Danke Bruce für dieses Album!
Kommentar Kommentare (3) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: May 27, 2011 5:16 PM MEST


Big Daddy (Bonus Tracks) (Rmst) (Rpkg)
Big Daddy (Bonus Tracks) (Rmst) (Rpkg)
Preis: EUR 12,99

7 von 8 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Hervorragend produziertes Country-Rock-Album, 10. Mai 2011
Nach dem grandiosen "The Lonesome Jubilee", mit dem sich JM deutlich von seinem "Konkurrenten" Springsteen abgrenzen konnte, war man seinerzeit gespannt, wie sich das Nachfolgewerk anhören würde. Es kam ein weniger kommerzielles, aber dennoch sehr gutes Album dabei heraus. Einzig das selbstironische "Pop Singer" hat selbst hierzulande etwas Radio-Airplay bekommmen. Allerdings ist der genannte Song m. E. der einzig etwas schwächere Song auf dem ganzen Album und fällt etwas aus dem eher ruhigeren Rahmen. Höhepunkte sind für mich das countryteske sozialkritische "Jackie Brown", das wunderbar nostalgische "Theo and Weird Henry", "Void In My Heart" und "Mansions in Heaven". Textlich interessant ist auch das sarkastische "Country Gentleman", das an den seinerzeitigen US-Präsident Reagan gerichtet war und "JM`s Question", das sich bereits damals mit Themen wie dem Ozonloch befasste.

Herauszustellen ist einmal mehr die hervorragende Produktion (diesmal von John Mellencamp selbst). Ich kenne kaum ein Album, auf dem die Drums (von Kenny Aronoff) "echter" und "erdiger" klingen als auf Big Daddy. Auch sonst werden nur "echte" Instrumente benutzt, nicht einmal ein Keyboard ist auszumachen. So klingt das alles (auch ohne Rick Rubin oder T-Bone Burnett) sehr erdig und ehrlich.

Insgesamt ein Klassiker aus den 80ern, das die großen Hits und Mitgröhlnummern wie noch auf Scarecrow zwar vermissen lässt, aber dennoch von Anfang bis Ende ein Hörgenuss aller erster Sahne darstellt.


Live at the Main Point 1975
Live at the Main Point 1975
Preis: EUR 19,42

69 von 72 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Legendäres Konzert von 1975 - aber nur für echte Fans!, 28. April 2011
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Live at the Main Point 1975 (Audio CD)
Es handelt sich hier um eine semioffizielle Bootleg-Aufnahme, die auch nicht von Sony stammt. Das Bootleg dieser Doppel-CD existiert in ähnlicher Qualität bereits seit Jahren. Wie auch immer Leftfield Media es geschafft hat, dieses zu vermarkten, entzieht sich meiner Kenntnis. Das Konzert wurde seinerzeit im Radio übertragen, so wie viele andere Konzerte von Springsteen auch, die dann später als durchaus gute Bootlegs zu haben waren. Daher das Wichtigste vorab: Die Sound-Qualität ist auf Disc 1 gut, auf Disc 2 akzeptabel. Vor allem bei dem über 18 Minuten langem NYC Serenade lässt sie dann doch sehr zu wünschen übrig. Im Vergleich zur Aufnahme des Hammersmith Konzerts (ebenfalls aus 1975) ist die Sound-Qualität hier aber schon deutlich schlechter.

Zum Konzert selbst: Die Aufnahme stammt vom Februar 1975, also lange bevor Bruce Springsteen der Boss war und auch noch bevor das Mega-Album "Born to Run" herauskam. Folglich wird der 08/15-Fan, der sich vor allem mit dem Springsteen aus Born in the USA identifiziert, wenig Freude haben. Hier die Setlist:

1. Intro
2. Incident on 57th Street (außergewöhnliche Interpretation mit Violine)
3. Mountain of Love (Cover)
4. Born to Run (fast so wie man es kennt)
5. The E Street Shuffle (sehr schön mit netter Geschichte von Springsteen)
6. Wings for Wheels (eine Frühversion von Thunder Road, mit etwas geändertem Text und Mary heißt hier noch Angelina;-)
7. I Want You (Bob Dylan-Cover, aber durch die Interpretation von BS ein völlig neuer Song)
8. Spirit in the Night
9. She's the One
10. Growin Up
11. Saint in the City
12. Jungleland (ohne das bekannte Sax-Solo, dafür mit Violinen-Solo)

1. Kittys back
2. NYC Serenade
3. Rosalita
4. 4th of July (Sandy)
5. A Love so Fine/Shout (frühere Version von So Young and in Love)
6. For You
7. Back in the USA

Die Stücke sind häufig an die 10 Minuten lang oder auch länger. Springsteen hat damals auch noch viel erzählt, das ganze Konzert ist teilweise sehr jazzig und ruhig.

Insgesamt ist die Doppel-CD rund 150 Minuten lang, nicht 109 wie auf dem gewöhnungsbedürftigen Cover steht. Solch ein Produkt zu bewerten ist nicht ganz einfach. Da es sich aber um ein Zeugnis der Musikgeschichte handelt, sollte es in keiner Sammlung eines Springsteen-Fans fehlen. Für die, die bereits das Bootleg haben, lohnt es sich aber nicht. Das beigelegte Booklet mit Sleevenotes von Andrew Muir ist ganz informativ. Wegen der nur befriedigenden Sound-Qualität gebe ich vier Sterne. Auch als Anreiz für das Management von Bruce Springsteen, endlich die zahlreichen Bootlegs offiziell zu veröffentlichen, wie Bob Dylan das mit seiner Bootleg-Series gemacht hat.
Kommentar Kommentare (8) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Aug 10, 2013 4:00 PM MEST


Live Live
Live Live
Wird angeboten von all-my-music-rheingau
Preis: EUR 18,99

3 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Top Live-Album einer hierzulande fast unbekannten Southern-Roots-Country-Rock-Band, 15. April 2011
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Live Live (Audio CD)
Sister Hazel - benannt nach einer gleichnamigen Nonne - ist eine fünfköpfige Band aus Gainesville, Florida (der gleichen Stadt, aus der auch ein gewisser Tom Petty stammt), die seit Mitte der 90er Jahre in gleicher Besetzung Alben der Extraklasse herausbringen. Der Musikstil ist nicht ganz einfach zu beschreiben und passt in keine Schublade. Stilistisch machen Sister Hazel am ehesten so etwas wie Southern Country-Roots-Rock mit viel, viel Melodie, teilweise auch Modern Pop und einem Schuss Southern Blues, Folk und manchmal sogar etwas Roots-Funk (gibt es das überhaupt?). Also ziemlich vielseitig, die Jungs.

1997 habe ich die Band bei einem USA-Trip durch ihren zumindest dortigen Megahit 'All for you' von ihrem zweiten Album 'Somewhere more familiar' kennen und lieben gelernt. Die CD lief damals bei mir rauf und runter, bevor sie irgendwie in der Versenkung verschwunden ist und erst kürzlich durch den Shuffle-Play meines iPods wieder auftauchte. Sofort war ich wieder begeistert von dieser so eigenartigen, an Dave Matthew erinnernde Stimme von Ken Block und dieser fantastischen Musik mit diesem Südstaatengroove. Die meist mit akustischer Gitarre (Ken Block), einer elektrischen Lead-Gitarre von Ryan Newell und Andrew Copelands elektrischer Rythmus-Gitarre begleiteten Songs gehen sofort ins Ohr und lassen einen automatisch mitwippen. Ich habe mir daraufhin sofort alle bis dato erschienenen Alben von SH zugelegt (insgesamt 8 plus zwei Live-Alben) und bin sprachlos: Ein Album ist besser als das andere, es gibt wirklich keinen Ausfall und von welcher Band kann man das schon behaupten? Auch die Texte sind allesamt durchdacht und großartig. Wenn ich die Alben doch in eine Reihenfolge bringen müsste, wären Chasing Daylight und Fortress wahrscheinlich ganz oben. Das könnte sich aber morgen schon wieder ändern;-)

Jetzt zu diesem Live-Album: Es handelt sich um eine Live-Aufnahme vom Herbst 2003 und umfasst die bis damals ersten vier Alben von SH mit dem Schwerpunkt auf dem 2002er-Album 'Chasing Daylight'. Live-Aufnahmen sind ja immer so eine Sache: Es gibt gute und welche, die hört man sich nie an. Dieses hier zählt unzweifelhaft zur ersteren Kategorie. SH sind ganz offensichtlich eine typische Live-Band (die leider außerhalb der USA so gut wie nirgendwo sonst auftreten), denn die Live-Performance der einzelnen insgesamt 20 Songs lässt einen quasi live dabei sein. Toller, voller Sound, Ken Block ist sehr gut bei Stimme und die Musiker wissen ihre Instrumente zu bedienen. Natürlich sind die Hits 'All For You' (hier mit längerem Intro über 6 Minuten lang!) und 'Happy' (auch 8:30 min.) enthalten, ebenso wie die eventuell aus Soundtracks bekannten Songs 'Your Winter' oder 'Change your Mind'.

Um sich selbst ein Bild von dieser grandiosen, sehr sympathischen Band aus Florida zu machen, sollte man sich mal auf YouTube die leider in Deutschland nicht erhältliche DVD dieser Doppel-Live-CD anschauen (Anspieltipps: 'All For you', 'Come Around', 'Everybody', 'Happy'). Es lohnt sich. Jeder, der auf amerikanischen Alternative-Rock steht, dem Lifehouse und Vertical Horizon oder die späten Matchbox 20 zu poppig sind, wer Country- und Roots-Einflüsse liebt und nicht verdammt und auch etwas übrig hat für diesen Südstaaten-Groove, wie es Lynyrd Skynyrd oder die Allman-Brothers und später auch die Spin Doctors vorgemacht haben, der sollte hier mal reinhören. Übrigens auch hier wieder der Tipp: Bestellt das Album über Amazon Market-Place, ist viel billiger, dauert nur mit der Lieferung etwas länger.

Tut Euch einen Gefallen, hört Euch diese Band mal an!


No Chocolate Cake
No Chocolate Cake
Preis: EUR 19,57

4 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Gin Blossoms: Da geht die Sonne auf!, 6. April 2011
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: No Chocolate Cake (Audio CD)
Alle 4 oder 5 Jahre bringen die Gin Blossoms ein neues Album heraus. Und dann ist es wie immer: Die vertraute, angenehme Stimme und schon nach wenigen Takten überkommt einem dieses Gute-Laune-Gefühl. Man will nur noch raus in die Sonne und dieser Musik lauschen, am besten natürlich im Auto beim Rauschen über einen Highway in den USA.;-)

Aber auch mit diesem Album wird es wie immer sein: In Deutschland bekommt es kaum einer mit. Irgendwie muss ich das leider bei so vielen Rezensionen schreiben: Goo Goo Dolls, Collective Soul, Better Than Ezra, Third Eye Blind, Sister Hazel, The Connels, um nur einige zu nennen. Alles Bands, die hervorragenden amerikanischen Gitarrenrock machen, in den USA viel, viel bekannter sind und es verdient hätten, auch hier in Europa ein größeres Publikum zu erreichen. Nach Deutschland kommen diese Bands leider so gut wie nie - Schade!

Die Gin Blossoms sind auch solch eine Band aus Tempe, Arizona, die seit meinem Studium in Gießen ein zuverlässiger Begleiter waren. Leider sind bis heute nur vier Alben und ein mittelerfolgreicher Hit 'Hey Jealousy' dabei herausgesprungen, doch ich wurde nie enttäuscht. Das ist alles nicht besonders innovativ, sondern einfach nur guter ins Ohr gehender Gitarren-College-Rock, manche zählen es auch zum Alternative-Rock, dafür ist es mir aber fast zu 'mainstream', was nicht abwertend gemeint ist. Diesmal haben sie sich noch Danny Wilde als Songwriter dazu geholt. Das ist der Songwriter der Rembrandts (I'll be there for you, Titelsong aus der besten TV-Sitcom aller Zeiten: Friends). Die Songs hören sich aber eigentlich wie immer an.

Mit 'If You'll Be Mine' ist auch wieder eine sehr schöne Ballade enthalten. Ansonsten geht es aber flockig-rockig zur Sache. 11 Songs mit einer Gesamtspieldauer von etwas über 43 Minuten. 'Miss Disarray' ist so etwas wie eine Hitsingle - zumindest in den USA (die übrigens am Anfang wie ein Keith Urban-Song beginnt). 'Don't Change for me' klingt wie ein Song von Jimmy Eat World, nur viel besser. Etwas flach finde ich auch vom Text her lediglich die beiden Songs 'Im Ready' und 'Dead or Alive on the 405'. Letzteres erinnert mich auch vom Text her an die Beach Boys (mit der 405 ist der Interstate gemeint, der durch den Süden von Los Angeles verläuft).

Ich kann die CD nur wärmstens empfehlen. Voraussetzung: Man steht auf amerikanischen College-Rock. Kleiner Tipp: Die CD wird hier für sehr viel Geld als Import angeboten. Über den Market Place ist sie sehr viel günstiger zu erstatten. Es lohnt sich, die dadurch etwas längere Wartezeit in Kauf zu nehmen.


Something for the Rest of Us
Something for the Rest of Us
Preis: EUR 14,49

1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Gutes "erwachsenes" Dolls-Album, 6. April 2011
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Something for the Rest of Us (Audio CD)
Nach dem eher enttäuschenden und doch sehr glatten Pop-Album "Let Love In" ist SFTROU wieder ein richtig gutes Goo Goo Dolls-Album geworden mit wunderbaren Melodien und einer kraftvollen, gitarrenlastigen Produktion. Es geht zwar auch hier längst nicht mehr so rockig zur Sache wie auf den - vor allem frühen - Alben der 90er. Aber auch die Jungs um den genialen Songwriter John Rzeznik - der nicht umsonst kürzlich in die Songwriter's Hall of Fame aufgenommen wurde - werden eben auch nicht jünger. So klingt das Album denn auch sehr 'erwachsen'. Man kann nicht erwarten, dass Mit-40er die gleiche ungestüme Musik machen wie mit 20. Sie sollen sich m.E. weiterentwickeln, ohne dabei ihre Grundelemente zu verlassen. Und das ist den Dolls mit diesem Album sehr gut gelungen. Songs wie Sweetest Lie (Ähnlichkeit mit Beautiful Day von U2), One Night, Home oder Still your Song gehen sofort in den Gehörgang, bleiben da aber nicht so lange, dass es einem auf die Nerven geht. Der für mich beste Song ist hier Notbroken, der sehr verhalten beginnt, bevor die Gitarren einsetzen für ein grandioses Finale. Viele der Songs sind im Midtempobereich anzusiedeln und können auch als Balladen oder Hymnen bezeichnet werden. Es gibt keinen Aussetzer, das Album kann sehr gut durchgehört werden.

Leider sind die GGD hier in Deutschland viel zu unbekannt und m. W. seit Ewigkeiten hier nicht mehr live aufgetreten, was den Bekanntheitsgrad sicher erhöhen würde. So muss man das 'Feld' des Stadionrocks Bands wie Bon Jovi und Green Day überlassen. Im Falle von Bon Jovi muss man dabei aber mindestens ein 'leider' davor setzen. Green Day, die etwa zur gleichen Zeit bekannt wurden wie GGD, hatten damals etwas mehr Glück oder ein besseres Management. Aber allen, denen Green Day zusagt, sollten auch mal bei den GGD reinhören, dabei aber vielleicht eher mit den Alben 'Super Car Wash', 'A Boy Named Goo' oder 'Dizzy Up the Girl' beginnen, sie lieben lernen und dann zu dem etwas reiferen Werk 'Something for the Rest of us' greifen.


Friction,Baby
Friction,Baby
Wird angeboten von Fulfillment Express
Preis: EUR 26,45

2 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Gitarrenlastiger US-Rock!, 25. März 2011
Rezension bezieht sich auf: Friction,Baby (Audio CD)
Eines meiner Lieblingsalben aus den 90ern aus dem Bereich US-Gitarren-Rock. Mit King of New Orleans hatten BTE sogar einen kleinen Hit, zumindest in den Alternative-Charts. Schöner, melodiöser Gitarrenrock, den die Jungs aus Louisiana da gemacht haben. Friction Baby schätze ich auch deutlich besser ein als das ebenfalls nicht schlechte Vorgängeralbum Deluxe. Die Songs hier sind wie aus einem Guss, sehr rockig und eingängig (Rewind, Long Lost) und werden getragen von der sehr angenehmen Stimme von Kevin Griffin. Bei WWOZ wird es ein wenig sanfter, fast ein bisschen countrytesk - für mich einer der Höhepunkte des Albums. Der Knaller ist aber Speeding Up To Slow: Der Song fängt langsam an, bevor die Gitarren einsetzen und zu einem grandiosen instrumentalen Finale führen.

Leider haben BTE nach diesem Album stark nachgelassen, sodass man fast von einer Eintagsfliege sprechen könnte. Aber dieses Album wird für immer und ewig eins meiner Lieblingsalben aus der Mitte der 90er bleiben - zusammen mit den vom Stil her ähnlichen Scheiben von Buffalo Tom, des ersten Albums von Third Eye Blind und dem Erstlingswerk von (oh ha, hagelt es jetzt Kritik?) Matchbox 20, die allesamt etwa zur gleichen Zeit (1996/1997) rauskamen. Gitarrenrock, der zu mainstreamig war, um als Alternative-Rock durchzugehen, und zu alternativ um als reiner Maintream zu gelten. Eine aus meiner Sicht hervorragende Mischung, die ich auch heute immer wieder gerne höre.


Folkways-Vision Shared
Folkways-Vision Shared
Preis: EUR 16,73

2 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Schönes Tribut-Album an die Großhelden des amerikanischen Folk, 25. März 2011
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Folkways-Vision Shared (Audio CD)
Nachdem ich 1988 die Platte gekauft habe - vor allem wegen John Mellencamp, von dem ich damals einfach alles haben musste - habe ich jetzt dieses wunderbare Tribut-Album wiederentdeckt und mir die CD zugelegt. Es befinden sich je 7 Songs von Leadbelly, dem Folksänger der Schwarzen aus dem tiefen Süden der USA, und Woody Guthrie, dem Protest-Folk-Sänger überhaupt darauf. Gesamtdauer der CD etwa 46 Minuten.

Die Interpretationen der einzelnen Songs sind allesamt hervorragend, was man von Tribut-Alben ja nicht immer behaupten kann. Besonders gelungen ist Do Re Mi - wie bereits erwähnt - von John Mellencamp, in der Instrumentierung und Besetzung wie auf The Lonesome Jubilee, dem besten Album von John Cougar Mellencamp, wie er sich damals noch nannte. Aber auch die beiden Songs von Bruce Springsteen, insbesondere das sehr ruhige und gefühlvolle "I ain't got no home", und Jesus Christ von U2 sind sehr gelungen. Ferner gibt es "Pretty Boy Floyd" von Bob Dylan (sehr schön), East Texas Red von Arlo Guthrie (auch sehr gut). Nicht fehlen darf natürlich Woody Guthries bekanntester Song "This Land is your Land", hier von Pete Seeger interpretiert.

Die CD enthält ein sehr schönes Booklet mit interessanten Informationen über Leadbelly und Guthrie und einem Ausschnitt aus einem Radio-Interview mit Bob Dylan.

Zum fünften Stern reicht es nicht ganz, da Little Richard m. E. nicht ganz passt auf diesem Album und die meisten Songs von Leadbelly im Vergleich zu Guthries Songs nicht ganz so nach meinem Geschmack sind.

Jeder, der Interesse an amerikanischer Folk-Musik hat und dem der grandiose Soundtrack von "O Brother where art thou" gefällt, den ich an dieser Stelle unbedingt auch empfehlen möchte, sollte hier zugreifen.
Kommentar Kommentare (2) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Apr 4, 2011 4:26 PM MEST


Bob Dylan at Budokan
Bob Dylan at Budokan
Preis: EUR 8,97

6 von 10 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Klassiker - Gutes Live-Album vom Meister, 20. März 2011
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Bob Dylan at Budokan (Audio CD)
Bob Dylan live ist ja grundsätzlich so eine Sache! Aus seinen Konzerten geht man ja schon mal Kopf schüttelnd raus und ist enttäuscht, weil entweder Songs gespielt werden, die kaum einer kennt, die Songs so präsentiert werden, dass man sie nicht wiedererkennt, der Meister selbst eher schlecht drauf ist, sich gar regelrecht auf der Bühne versteckt und wenig Lust hat, oder im schlimmsten Fall kommen alle Dinge zusammen.

Bei diesem Live-Mitschnitt von 1978 ist dies definitiv nicht der Fall. Für den Puristen mögen die Live-Darbietungen zu süß und verkitscht sein mit Backgroundchören, Flöten und allerlei mehr. Mir gefällt diese Darbietung sehr gut, denn endlich singt Dylan seine superben Songs mal so, wie man es sonst nur von den zahlreichen, seine Songs covernden Künstlern kennt und liebt.

Auch die Songauswahl ist diesmal sehr gelungen. Die Setlist besteht aus den bekannteren Songs, was auch daran liegen mag, dass es in Japan aufgenommen wurde und das Publikum dort nicht ganz so fachkundig gewesen sein dürfte wie in den USA/Canada oder auch in Europa - zumindest damals. Die Songs, die etwas verfremdet wurden, wie z. B. I Want You, klingen immer noch sehr gut und man erkennt sie zumindest noch. Auch scheint Dylan selbst ganz gut bei Laune zu sein und spricht sogar das eine oder andere Wort zum Publikum, was heutzutage auf seiner Never-Ending-Tour wirklich eine absolute Ausnahme ist.

Im Booklet werden sämtliche Texte abgedruckt, auch wenn sie nicht immer 100%ig mit dem gesungenen Text übereinstimmen. Insgesamt ein sehr gelungenes Live-Album, das auch als Greatest Hits oder Best Of durchgehen könnte. Ich würde dieses Doppelalbum heutzutage jedem Live-Konzert von Bob Dylan vorziehen - eigentlich traurig, oder?
Kommentar Kommentare (4) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Nov 7, 2011 11:01 PM CET


Seite: 1 | 2 | 3 | 4 | 5 | 6 | 7 | 8 | 9 | 10 | 11-20