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Rezensionen verfasst von
"dtmachaczek"

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Alice Cooper - Good to See You Again
Alice Cooper - Good to See You Again
DVD ~ Alice Cooper
Wird angeboten von la-era
Preis: EUR 10,99

5 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Der erste wahre Punk, 3. März 2006
Rezension bezieht sich auf: Alice Cooper - Good to See You Again (DVD)
Na endlich! Es wurde Zeit, dass dieser längst verschollen geglaubte Konzert-Film auf DVD erscheint. Die Aufnahmen von der "Billion-Dollar-Babies"-Tour 1973 sind eine wahre Rarität und zeigen Alice Cooper in scheinbarer Höchstform. Sicher, verglichen mit Coopers späteren High-Tech-Shows ("Welcome To My Nightmare", 1975) und den pyromanischen Konzert-Orgien von KISS, wirkt dieses Rock-Zeitzeugnis eher minimalistisch, und doch macht es auf faszinierende Weise deutlich, weshalb Eltern ihren Kindern verboten, Alice-Cooper-Konzerte zu besuchen. Der Meister der selbstironischen Inszenierung kommt derart dirty & crazy daher, dass es ein wahrer Augen- und Ohrenschmaus ist und die "wilden" Jungs der Stones wie wohlduftende Bebe-Models erscheinen lässt. Die in den Konzertfilm eingeflochtene "Rahmenhandlung" (wenn man es so bezeichnen will), spiegelt den Spaßfaktor der Alice-Cooper-Band wieder, den Cooper in Interviews immer wieder hervorgehoben hat ("Wir waren nur ganz normale amerikanische Jungs, die ein wenig Spaß haben wollten"). Wer auf die "Rahmenhandlung" verzichten will, hat unter der Menue-Auswahl die Option das "Concert only" anzusehen. Rundherum eine sehr gelungene DVD, nicht nur für Cooper-Fans, sondern für alle, die den alten 70er Jahren hin und wieder nachtrauern. Cooper war halt der erste wahre Punk.
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An die Hölle verraten: 'Dispatches'
An die Hölle verraten: 'Dispatches'
von Michael Herr
  Gebundene Ausgabe

10 von 11 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Rock and Roll und filterloses Grauen, 29. Dezember 2005
All denjenigen, die sich für den wirklichen Irrsinn des Vietnamkrieges interessieren, ist dieses Buch von Michael Herr nur zu empfehlen. Es spiegelt den Wahnsinn, die drogengeschwängerte Sinnlosigkeit, die Absurdität des täglichen Sterbens in einem fremden, feindlichen Land mit beeindruckender Klarheit, filterlos und oftmals in unerträglich krasser Weise wieder. Der Krieg als Maschinerie vor dem Hintergrund einer bombastischen Logistik, rasend, destruktiv, voll verachtender oberflächlicher Unmenschlichkeit. Michael Herr, als Kriegsberichterstatter an vorderster Front, erzählt seine Geschichte schnörkellos, zügellos, unnachgiebig und temporeich. Wie ein dreckiger Rock-Song, der einem Schauer über den Rücken laufen lässt und zugleich auf den Magen schlägt. Coppolas traumatisches Meisterwerk "Apocalypse Now" basiert auf diesem Buch.
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The Doors Riders on the Storm: Mein Leben mit Jim Morrison und den Doors
The Doors Riders on the Storm: Mein Leben mit Jim Morrison und den Doors
von John Densmore
  Broschiert
Preis: EUR 19,90

24 von 24 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Die Nicht-Hymne, ehrlich und lesenswert, 27. Dezember 2005
Endlich ein glaubwürdiges Buch über die DOORS und deren zur Selbstzerstörung neigenden Sänger Jim Morrison, das nicht vor Glorifizierung und übertriebenem Pathos trieft, sondern die alkohol- und drogenexzessiven Abgründe, die Schattenseiten des Welterfolges beschreibt. Geschrieben von einem offensichtlich sensiblen John Densmore, dem Mann im Hintergrund an den Trommeln, der am öffentlichen Druck und den unkontrollierbaren Eskapaden des Sängers im Vordergrund fast zerbrochen wäre. Dieses Buch scheint Densmores persönlicher Befreiuungsschlag zu sein, um die Last des DOORS-Erbes von den Schultern zu werfen. Es ist eine gelungene, feinfühlige, authentische, doch niemals unrealistisch anmutende Demaskierung des Mythos Jim Morrison, die notwendig war, um Morrison vom Götterolymp herunter zu holen und ihn wieder zu dem macht, was er war: Ein grenzenloser Extremist und charismatischer Entertainer, der dem öffentlichen Druck, der Verantwortung des Lebens und der eigenen Seelenqual nur im exzessiven Dauerrausch begegnen konnte und zum egoistischen Alkohol- und Drogenwrack mutierte. Densmore war dem selbstzerstörerischen Tempo Morrisons nicht gewachsen. Densmore schreibt, was er denkt - von Wut und Liebe, Haß und Bewunderung, Schmerz und Scham, Freude und Trauer, der Angst, im wahnsinnigen Strudel der öffentlichen Bestie und des elektrischen Schamanen unterzugehen. Genau das ist es, was dieses Buch ausmacht, wodurch es sich von den vielen anderen DOORS-Morrison-Hymnen unterscheidet. Es ist ehrlich und deshalb so lesenswert.


Alice Cooper. Live On Tour / Studio / Backstage
Alice Cooper. Live On Tour / Studio / Backstage
von Wolfgang (Bubi) Heilemann
  Gebundene Ausgabe

10 von 10 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Hellauf begeistert, 25. Dezember 2005
Ich kann mich noch gut an die Aufregung erinnern, als 1973 meine erste Alice-Cooper-LP "Billion Dollar Babies" unter dem Tannenbaum lag, war ich diesem Meister der ironischen Selbstinszenierung, diesem schmuddeligen Entertainer doch mit all meiner kindlichen Bewunderung verfallen. Doch auch wenn ich älter geworden und nachgereift bin, so hat mich die Faszination für Alice Cooper niemals richtig verlassen. Und nun, 32 Jahre später, lag dieses Hochglanzbuch von Bubi Heilemann unter dem Tannenbaum, und ich verspürte die gleiche Aufregung wie damals. Immer auf der Suche nach Bildern und unbekannten Fakten zum Thema Alice Cooper, bin ich hellauf begeistert von diesem schönen Buch. Zwar hätte ich mir ein bisschen mehr Text und Informationen des Insiders Heilemann gewünscht, doch die Fotos sind grandios und zeigen Cooper so, wie ich ihn immer gesehen habe. Ich bin schlichtweg im Cooper-Fieber... wieder einmal.


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