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Rezensionen verfasst von
very_british (Berlin, Germany)

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Gorillaz
Gorillaz
Wird angeboten von DVD Overstocks
Preis: EUR 7,53

10 von 12 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Gorillaz - Adult Comics, 18. Mai 2001
Rezension bezieht sich auf: Gorillaz (Audio CD)
Eins vorne weg: Für derartige Musik könnte ruhig mal ein neues Wort gefunden werden. Und wenn dieses „gorillaesque" ist, werde ich es mit Freuden noch oft benutzen. Was soll man eigentlich sagen, immerhin kennt sie ja schon jeder. Und wie sie klingen, dürfte nach dem grandiosen „Tomorrow comes today" klar sein. Solltet ihr jedoch zu denen gehören, die am 27. November letzten Jahres eben jene EP nicht freudig erregt vom Import-Plattenhändler ihres Vertrauens entgegennahmen, statt dessen nur den immer noch netten (wenn auch nicht annähernd schönen) „Clint Eastwood" als Fernsehspektakel mitbekamen und sowieso nicht genau wissen, was man von vier subversiven Zeichentrickfigürchen halten soll, hier noch mal zum Mitschreiben: Vielleicht nicht ganz ohne aufs Geld und die Credibility zu schielen (aber hey, machen wir uns mal nichts vor) gründeten Damon Albarn und Mitbewohner Jamie Hewlett eben jene Nicht-Band, und luden gleich noch eine Handvoll Musikvirtuosen ein, die freudig an Songs herumwerkelten, die es jetzt hier zu bestaunen gibt. Da sei einmal „New Genious" erwähnt, mit sympathischen Vinyl-Geräuschen im Hintergrund. Filmatmosphärisch und definitiv das, was jetzt bald Dark Pop/ Zombie HipHop / „Hier bitte Bezeichnung ihrer Wahl einfügen" genannt werden wird. Triola-Klänge und Rapsamples gehen Hand in Hand mit Streichern und Damon Albarns Schlafzimmerstimme. Ein weiterer wunderbarer Song, „Re-Hash", stimmt als erster Song schon mal ein auf die Dinge die da kommen. Ein wenig „The Great Escape"-Blur, ein wenig „Odelay"-Beck, ein Refrain der bereits jetzt in Werbetrailern verwendet wird. Perfekter Einstieg. Insgesamt findet man hier tatsächlich die bereits überall bejubelte und versprochene Vielseitigkeit. Vor allem ist auffällig, dass sich die meisten Songs als nicht annähernd so dark und verdubt rausstellen, wie die bisherigen Kostproben vermuten ließen. Andererseits sind es aber gerade diese sinisteren Songs, bei denen Gorillaz zur Höchstform auflaufen. Oder die anmutig ironisierten wie „Punk". Ein Punkstück mit Handgeklatsche, ja da ist er wieder, der Spaß an der Musik. „They've come to save us, the Space Invaders" hieß es mal bei Blur. Jetzt weiß ich auch, was Damon damit gemeint hat. Da müssen erst ein paar flache Wesen aus der 2.Dimension kommen, um uns zu zeigen, wie leicht man mal eben ein wirklich interessantes Projekt aus dem Ärmel zaubern kann. Habe ich interessant gesagt? Ich meinte: Faszinierend. Allerdings gibt es Kritikpunkte. Sie spielen ihre Instrumente nicht selber. Die Gorillaz. Weil es sie halt nicht gibt. Ein wenig kühl, das Ganze, daher. Unpersönlich. Ein wenig abgehakt. Jeder Song steht für sich alleine. Eine Ansammlung von Experimenten, wenn auch Experimenten mit großartigem Ergebnis. Zusammengehalten nur durch Damons Stimme, und dem Namen. Es kommt einem vor wie ein Sampler mit zeitgenössischer Musik, was schlicht daran liegt, dass soviele verschiedene Leute daran beteiligt waren, sind, sein werden. Einzige Ausbrüche aus diesem Laborklima sind hierbei die Singles, was aber auch daran liegen kann, dass man einfach schon vertrauter mit ihnen ist. Wahrscheinlich liegt dieser erste Eindruck also auch an der Reizüberflutung, die hier erst mal auf den Musikfan einprasselt. Beim zweiten oder dritten Hören ist bereits jeder Song im Ohr festgefressen, und hat sich ein paar Hirnzellen zwecks späterer Ohrwurmattacken reserviert. Habt also Geduld, und stellt die CD so schnell erst mal nicht ins Regal (oder vielleicht besser auf den Altar...). Zweimal täglich mit Random-Mode hören, und die Platte wird vielleicht zur Platte des Jahres. Um nicht zu sagen: Garantiert. Anspieltips (für einen Überblick): Re-Hash, Man Research und M1A1
Freut euch jedenfalls schon mal tierisch auf die (angeblich) neue Single „19/2000". Und habt ein paar gorillaesque Tage!!
Anne (very_british)
PS: Übrigens kann ich diese CD vorallem Blur-Fans uneingschränkt ans Herz legen, die „Blur" und/oder „13" mochten.


Gorillaz
Gorillaz
Wird angeboten von DVD Overstocks
Preis: EUR 7,53

9 von 10 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Adult Comics - Gorillaz, 16. Mai 2001
Rezension bezieht sich auf: Gorillaz (Audio CD)
Eins vorne weg: Für derartige Musik könnte ruhig mal ein neues Wort gefunden werden. Und wenn dieses „gorillaesque" ist, werde ich es mit Freuden noch oft benutzen. Was soll man eigentlich sagen, immerhin kennt sie ja schon jeder. Und wie sie klingen, dürfte nach dem grandiosen „Tomorrow comes today" klar sein. Solltet ihr jedoch zu denen gehören, die am 27. November letzten Jahres eben jene EP nicht freudig erregt von Import-Plattenhändler ihres Vertrauens entgegennahmen, statt dessen nur den immer noch netten (wenn auch nicht annähernd schönen) „Clint Eastwood" als Fernsehspektakel mitbekamen und sowieso nicht genau wissen, was ihr von vier subversiven Zeichentrickfigürchen halten sollt, hier noch mal zum Mitschreiben: Vielleicht nicht ganz ohne aufs Geld und die Credibility zu schielen (aber hey, machen wir uns mal nichts vor) gründeten Damon Albarn und Mitbewohner Jamie Hewlett eben jene Nicht-Band, und luden gleich noch eine Handvoll Musikvirtuosen ein, die freudig an Songs herumwerkelten, die es jetzt hier zu bestaunen gibt. Da sei einmal „New Genious" erwähnt, mit sympathischen Vinyl-Geräuschen im Hintergrund. Filmatmosphärisch und definitiv das, was jetzt bald Dark Pop/ Zombie HipHop / „Hier bitte Bezeichnung ihrer Wahl einfügen" genannt werden wird. Triola-Klänge und Rapsamples gehen Hand in Hand mit Streichern und Damon Albarns Schlafzimmerstimme. Ein weiterer wunderbarer Song, „Re-Hash", stimmt als erster Song schon mal ein auf die Dinge die da kommen. Ein wenig „The Great Escape"-Blur, ein wenig „Odelay"-Beck, ein Refrain der bereits jetzt in Werbetrailern verwendet wird. Perfekter Einstieg. Insgesamt findet man hier tatsächlich die bereits überall gejubelte und versprochene Vielseitigkeit. Vor allem ist auffällig, dass sich die meisten Songs als nicht annähernd so dark und verdubt rausstellen, wie die bisherigen Kostproben vermuten ließen. Andererseits sind es aber gerade diese sinisteren Songs, bei denen Gorillaz zur Höchstform auflaufen. Oder die anmutig ironisierten wie „Punk". Ein Punkstück mit Handgeklatsche, ja da ist er wieder, der Spaß an der Musik. „They've come to save us, the Space Invaders" hieß es mal bei Blur. Jetzt weiß ich auch, was Damon damit gemeint hat. Da müssen erst ein paar flache Wesen aus der 2.Dimension kommen, um uns zu zeigen, wie leicht man mal eben ein wirklich interessantes Projekt aus dem Ärmel zaubern kann. Habe ich interessant gesagt? Ich meinte: Faszinierend. Allerdings gibt es Kritikpunkte. Sie spielen ihre Instrumente nicht selber. Die Gorillaz. Weil es sie halt nicht gibt. Ein wenig kühl, das Ganze, daher. Unpersönlich. Ein wenig abgehakt. Jeder Song steht für sich alleine. Eine Ansammlung von Experimenten, wenn auch Experimenten mit großartigem Ergebnis. Zusammengehalten nur durch Damons Stimme, und dem Namen. Es kommt einem vor wie ein Sampler mit zeitgenössischer Musik, was schlicht daran liegt, dass soviele verschiedene Leute daran beteiligt waren, sind, sein werden. Einzige Ausbrüche aus diesem Laborklima sind hierbei die Singles, was aber auch daran liegen kann, dass man einfach schon vertrauter mit ihnen ist. Wahrscheinlich liegt dieser erste Eindruck also auch an der Reizüberflutung, die hier erst mal auf den Musikfan einprasselt. Beim zweiten oder dritten Hören ist bereits jeder Song im Ohr festgefressen, und hat sich ein paar Hirnzellen zwecks späterer Ohrwurmattacken reserviert. Habt also Geduld, und stellt die CD so schnell erst mal nicht ins Regal (oder vielleicht besser auf den Altar...). Zweimal täglich mit Random-Mode hören, und die Platte wird vielleicht zur Platte des Jahres. Um nicht zu sagen: Garantiert. Anspieltips (für einen Überblick): Re-Hash, Man Research und M1A1
Freut euch jedenfalls schon mal tierisch auf die (angeblich) neue Single „19/2000". Und habt ein paar gorillaesque Tage!!
Anne
PS: Übrigens kann ich diese CD vorallem Blur-Fans uneingschränkt ans Herz legen, die „Blur" und/oder „13" mochten.


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