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Rezensionen verfasst von
Gabriele Steininger (Dresden)

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Bergwasser: Kriminalroman
Bergwasser: Kriminalroman
von Sabina Altermatt
  Taschenbuch
Preis: EUR 8,99

1 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Frauen haben im Berg nichts verloren ..., 21. April 2014
Rezension bezieht sich auf: Bergwasser: Kriminalroman (Taschenbuch)
Seit Jahrhunderten heißt es, dass Frauen im Tunnelbau Unglück bringen. Außer sie heißen Barbara. Die war jedoch schon vorher da und steht gewöhnlich in einer Nische; wie es Heiligenfiguren eben so tun...

Unsere Protagonistin heißt Julia Jansen, ist weder eine Maschine (denn die haben auch weibliche Vornamen), noch eine Heilige. Sie repariert Maschinen, sogar wenn sie im Berg stehen und den Dienst verweigern. Das gefällt allerdings nicht jedem. Schließlich ist der alte Aberglaube noch nicht ausgerottet. Da hilft die ganze Emanzipation nichts. Die behindert eher das Privatleben. Nämlich das von Julia und Jan. Er will Kinder und sie liebt ihren Beruf. Statt mit Jan in Urlaub zu fahren, reist sie in die Schweiz, um die Tunnelbohrmaschine Martha wieder zum Laufen zu bringen.

Es ist eine aufregende Reise. Eine Reise, bei der es nicht nur einen Toten zu beklagen gibt. Doch warum? Holt sich der Berg seine Opfer? Oder sind es Menschen, die etwas zu verbergen haben?

Die Autorin Sabina Andermatt hat einen Kriminalroman geschrieben, der in den Schweizer Bergen spielt und wegen des ungewöhnlichen Hintergrunds interessant und rasant zu lesen ist. Hier erfährt der Leser so ganz nebenbei von den Schwierigkeiten, die eine Röhre unter dem Berg mit sich bringt. Er lernt lauschige Geheimplätze kennen und Frauen, die zwar nicht im Berg arbeiten, die für den Tunnelbau aber dennoch unverzichtbar sind und natürlich Gefühle haben...

Dies war mein erster Kriminalroman von Sabina Altermatt, ich kann mir aber gut vorstellen, dass es nicht der letzte war!


Kind 44
Kind 44
von Tom Rob Smith
  Taschenbuch
Preis: EUR 9,95

2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Packend, 21. April 2014
Rezension bezieht sich auf: Kind 44 (Taschenbuch)
Nachdem ich Rezensionen zu diesem Thriller gelesen hatte, wollte ich das Buch unbedingt selbst in die Finger bekommen. Und nun muss ich sagen: Ich habe den Kauf nicht bereut!

Anfangs war ich von der Lektüre noch verwirrt, konnte mir keinen Reim auf die Geschichte machen. Doch je weiter ich in vordrang, desto stärker war ich gefesselt.

Da werden Morde an Kindern zu Unfällen degradiert, trauernde Eltern denunziert. Staatsbedienstete, die zur Vernunft kommen, werden verfolgt und eingesperrt. Spione werden eingesetzt, um festzustellen, auf welcher Seite Menschen stehen. Alles „menschliche“ wird zu verhindern gesucht. Rache wird dazu verwendet, in der Hierarchie aufzusteigen. Wir lernen die russische Staatsstruktur der Sechziger Jahre des vergangenen Jahrhunderts von ihrer grausamsten Seite kennen!

Verhaltensweisen der unterschiedlichen Protagonisten verursachten mir Gänsehaut. So viel Grausamkeit kann ich einfach nicht nachvollziehen. Wie Menschen voneinander abhängig sind und diese Abhängigkeit leben, ist einfach unvorstellbar. Auch der Druck, der in Russland ausgeübt wurde, nur damit der eine oder andere „Recht behält“, macht ausgesprochen betroffen.

Auf der anderen Seite frage ich mich, wie es heute in diesem Land aussieht. Wer die Nachrichten verfolgt, sieht wieder den Druck, der auf die Bevölkerung ausgeübt wird...


Du fehlst mir, du fehlst mir!
Du fehlst mir, du fehlst mir!
von Peter Pohl
  Taschenbuch
Preis: EUR 8,95

5.0 von 5 Sternen „Wenn du stirbst, kann ich nicht leben“, 15. April 2014
Rezension bezieht sich auf: Du fehlst mir, du fehlst mir! (Taschenbuch)
Zwillingsmädchen in der Pubertät sind für Eltern bestimmt nicht leicht zu ertragen. Sogar dann, wenn sie so unterschiedlich sind wie Tina und Cilla. Doch für die Mädchen ist diese Zeit auch nicht leicht. Das merkt man, wenn man dieses Buch liest.

Obwohl schon von Anfang an klar wird, dass die tiefsinnige Cilla am Geburtstag ihrer Mutter jäh aus dem Leben gerissen wird, können wir Leser erst mal in das Gefühlschaos der 13jährigen Schwestern eintauchen. Das ist wichtig, um Tinas – durch den Verlust ihrer Schwester ausgelöste – Wandlung miterleben zu können. Und nicht nur sie verändert sich durch die tiefe Trauer grundlegend, auch die Klassenkameraden bemerken, dass es im Leben wichtigere Dinge gibt als Neid und Missgunst.

Wer dieses Buch liest, sollte sich auf jeden Fall Taschentücher bereit legen. Peter Pohl gelingt es hervorragend, Kinna Gieths (alias Tina) Einsamkeit zu spiegeln. Anstatt sich ihrer Trauer hinzugeben, versucht sie die Eltern zu trösten und hat gleichzeitig den Verlust des Bruders zu verkraften, der die Gefühle im Elternhaus nicht mehr aushält und auszieht. Dazu kommt, dass bei jedem Blick in den Spiegel die Schwester herausschaut.

Der Autor hat die ergreifende Thematik in eine wunderbare Sprache gebettet. Da tragen die Beileid aussprechenden Menschen „Gewichte in den Wangen“ und „Der Sprache fehlen die Worte, die einem zutiefst betrübten Menschen helfen können.“ (Seite 74)

Es macht Mut, wenn man liest, wie Tina nach Monaten allmählich wieder aufersteht, wie sich ihre Interessen ändern und sie im wahrsten Sinne des Wortes reift: sie wird aufmerksamer für Dinge, die sie früher kaum tendiert haben. Ihr extremer Leistungsabfall in der Schule gehört auch dazu: „Wer im tiefsten Inneren heimgesucht worden ist, schafft es nicht, in einem Schulzimmer stillzusitzen und Phrasen wiederzukäuen, schafft es nicht, den Schmalspurmonologen vorne an der Tafel zu folgen, schafft es nicht, den Blick auf einen Zettel voller gleichgültiger Fragen zu heften und schafft es natürlich auch nicht, diese Fragen zu beantworten.“

Ein Jahr nachdem der schreckliche Unfall Cilla aus dem Leben gerissen hat, endet dieses Buch. Es lässt mich als Leser tief betroffen zurück. Ich wünsche jedem Jugendlichen, nicht nur dem, der einen lieben Menschen verloren hat, dass er dieses Buch in die Hände bekommt. Es zeigt so deutlich, was Trauer ist und wie sie sich im Laufe der Zeit verändert. Es zeigt die Ängste der Zurückgebliebenen und der Umwelt, die das Weiterleben erschweren. Und es macht Mut sich zu öffnen und zu zeigen, wer man ist!


Die verbotene Oase: Mein neues Leben im Harem der Frauen
Die verbotene Oase: Mein neues Leben im Harem der Frauen
von Choga Regina Egbeme
  Taschenbuch

5.0 von 5 Sternen Aidskranke Frauen zwischen Glaubensfanatikern, 11. April 2014
Seit langem schon interessiert mich, wie Frauen im Harem lebten. Was für uns Europäer so unvorstellbar ist, scheint in anderen Kulturen kaum Ängste auszulösen. Mit dem Ausschnitt aus der Biografie von Choga Regina Egbeme versuchte ich mich der fremden Welt zu nähern.

Choga wurde 1976 in Lagos/Westafrika im Harem geboren – von einer deutschen Mutter. Bei ihrer Geburt kam es zu Komplikationen, weshalb sie gehbehindert ist. Gegen ihren Willen wurde sie als 16-jährige mit einem fast 30 Jahre älteren Mann verheiratet, der sie vergewaltigte und mit Aids infizierte. Mit Hilfe ihrer Mutter und den Patentanten konnte sie aus ihrer Ehe fliehen. Nach der Geburt ihres Sohnes Joshua absolvierte Choga eine dreijährige Ausbildung zur traditionellen Heilerin. Dieses im Regenwald erworbene Wissen half und hilft ihr, den Feind im eigenen Körper im Schach zu halten.

Das Buch erzählt aus den Jahren 2001/2002. Damals war die gläubige Christin mit anderen, ebenfalls an Aids erkrankten Frauen und Kindern auf die von ihrer Mutter geerbte Farm zurückgekehrt. Sie erzählt von der Arbeit, die nötig war, das dem Verfall preisgegebene Haus wieder bewohnbar zu machen. Anfangs erhielt die Gemeinschaft von einem Nachbarn, einem Muslimen, noch Hilfe, weil es Choga gelungen war, dessen Frau zu heilen. Auch schickte er seine lernbegierige Tochter in die Schule auf der Farm...

Doch im Lande machten sich Unruhen breit: Christen und Muslime begannen sich zu bekämpfen. Es kam zum Eklat und all das mühsam aufgebaute drohte vernichtet zu werden.

Wer diese Biografie liest, erfährt viel über einen fremden Lebensstil in Armut. Es ist unvorstellbar, mit wie wenig die aidskranken Frauen ein scheinbar zufriedenes Leben führten. Choga kümmerte sich mit ihrem Heilerwissen rührend um jeden einzelnen. Dabei hatte sie keine Medikamente, wie wir sie kennen, sondern bereitete Tees aus der Natur. Sie hielt sich an althergebrachte Rituale, die ihr Kraft verliehen und in unserer Welt als wirkungslos abgetan würden. Trotz der Angriffe durch die Muslime, hielt sie die Nächstenliebe unabhängig von der Glaubensgemeinschaft hoch. Sie ist eine wirklich bewundernswerte junge Frau, die durch ihre „große Schwester“ aus Deutschland viel Unterstützung erfuhr.

Mich hat das Buch tief beeindruckt. Nachdem ich im ersten Drittel noch Schwierigkeiten hatte, mich in dieser fremden Welt zurecht zu finden, fiel es mir zum Schluss schwer, das Buch aus der Hand zu legen. Bisher war mir trotz der Nachrichten nicht bewusst, was der Glaubenskrieg der Radikalen in Afrika anrichtet.

Sehr gut gefiel mir das folgende Zitat aus dem Dankeswort der Autorin: „ Niemand kann die Welt allein retten. Es reicht, wenn wir nach der Hand unseres Nächsten greifen. Was für eine wunderbare Welt wäre das!“


Der weiße Stern: Roman (Knaur TB)
Der weiße Stern: Roman (Knaur TB)
von Iny Lorentz
  Taschenbuch
Preis: EUR 9,99

6 von 8 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Der weiße Stern, 8. April 2014
Sterne sind oft Verbindungspunkte für Menschen, die sich lieben, sich aber wegen großer Entfernungen nicht sehen können. So auch für Walther und Gisela, die nach ihrer Auswanderung ins ferne Amerika erneut durch einen Krieg auseinander gerissen werden.

Ein Jahr nach „Das goldene Ufer“ hat das Autorenehepaar Iny und Elmar Lorentz den zweiten Band der großen Auswanderersaga herausgebracht. So können wir Leser haarklein miterleben, wie es den Familien erging, die sich in der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts in Amerika ein ruhigeres Leben in Freiheit erhofften. Sie trafen nicht nur auf Land, das mit viel Mühe urbar gemacht werden musste, sondern mussten sich auch gegen Indianer und andere Feinde verteidigen.

In diesem Roman ist „Tejas“, das spätere Texas, noch ein Spielball zwischen Mexiko und den Vereinigten Staaten. Dadurch ist Walther und Gisela, die der Leser bereits im ersten Band begleiten konnte, die gewünschte Ruhe zum Leben nicht vergönnt. Weil sie schon als Kinder mit dem Krieg (damals noch in Europa) vertraut wurden, wissen sie sich zwar zu helfen, doch leichter ist das Leben deshalb noch lange nicht.

Es fordert auch ohne Krieg seinen Tribut: Giselas erste Schwangerschaft und Geburt kosten sie sehr viel Kraft. Dazu kommt, dass sie ihr schwächliches Kind nicht stillen kann. Zum Glück hat sich Walther mit den in der Nähe lebenden Indianern gut gestellt und tauscht bei ihnen Nizhoni ein, eine Amme, die sich zur besten Freundin von Gisela entwickelt. Sie kennt das Leben in der Prärie und weiß sich in vielen Situationen zu helfen. Nur die anderen Siedlerfrauen verachten Nizhoni als dumm und ungebildet. Eine Einstellung, die die notwendig gewordene Flucht erschwert.

Zur selben Zeit kämpfen Mexikaner und Texaner gegeneinander. Abwechselnd begleiten wir Leser einmal die Männer und dann wieder die Frauen.

Das Buch ist in gewohnter Manier leicht lesbar. Die Charaktere der Figuren sind gut ausgearbeitet. Nur - wer wie ich - nicht gerne Kriegsgeschichten liest, wird sich mit ein paar Längen herumplagen müssen. Da merkt man deutlich Elmar Lorentz' Interesse am Wilden Westen.


Kein Titel verfügbar

1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Ganz nach meinem Geschmack, 7. April 2014
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Dieses Gerät erfüllt meine Ansprüche. Es gibt meinen kurzen Haaren die erwünschte Fülle. Mit wenigen Handgriffen wird aus einem Strubbelkopf wieder eine Frisur. Die Umstellung von warm und kalt ist so angeordnet, dass ein Daumendruck genügt. Ich bin zufrieden.


Schlussakkord: Die letzten Monate mit Katja (HERDER spektrum)
Schlussakkord: Die letzten Monate mit Katja (HERDER spektrum)
von Henriette Kaiser
  Taschenbuch
Preis: EUR 9,99

2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Die ungeheuerliche Reise einer Sterbebegleiterin, 31. März 2014
Vine Kundenrezension eines kostenfreien Produkts (Was ist das?)
Dies ist ein schonungsloses Buch über ein Thema, mit dem niemand gern zu tun hat. Es ist aber auch ein Buch über Freundschaft und Begleitung durch die schwersten Wochen am Ende des Lebens.

34 Jahre alt ist Katja, als Krebs diagnostiziert wird. So jung, dass Verleugnung der Krankheit als die einzige Möglichkeit erscheint. Doch der Krebs ist stärker. Nach drei Jahren mal mehr, mal weniger intensivem Kampf verliert Katja ihr Leben.

Kurz zuvor bat sie ihre Freundin Henriette noch, einen Film über ihre Auseinandersetzung mit dem zu Ende gehenden Leben zu drehen. Zum einen wollte sie ihre bettlägerigen Tage durch „Arbeit“ strukturieren, zum anderen meinte sie: „Das Sterben muss bekannter werden. Wir wissen doch alle nicht, was da passiert. Vielleicht kann mein Sterben anderen Leuten helfen.“(Seite 7)

Wenn ich das Buch richtig verstanden habe, ist dieser Film nie fertig geworden. Henriettes Emotionen sind zu groß; die Begleitung der Freundin eine Strapaze. Aber auch eine Bereicherung: „Obwohl ich endlos traurig bin, gehört diese Erfahrung mit Katja in den letzten drei Monaten sicher zu den intensivsten in meinem Leben … So erschütternd es war, dieses unendliche Schwächerwerden, diese Krämpfe und Schmerzen mitzuerleben, es gab Momente, Stimmungen, die ich nicht missen möchte“ (Seite 191)

Auf 270 Seiten können wir Leser alle Höhen und Tiefen, Hoffnungen und Enttäuschungen, Freude und Trauer miterleben. Wir stolpern über bürokratische Hürden, über Probleme mit Abstand und Nähe und können erstaunt feststellen, wie wenig notwendig ist, um „Normalität“ herzustellen. Schmerzhaft ist die Beschreibung des Loslassens, das dem Sterbenden den Abschied erleichtern soll. Auch die Hilflosigkeit der Begleiter wird zum Thema gemacht.

Manchmal hätte ich das Buch am liebsten auf die Seite gelegt, so sehr hat es mich aufgewühlt und beschäftigt. Da ich es aber als Rezensionsexemplar in die Hand gelegt bekam, blieb mir nichts anderes übrig, als es von der ersten bis zur letzten Seite zu lesen und mich meinen eigenen Gefühlen zu diesem Thema zu stellen. Erleichterung brachten da nur hier und da ein paar Tränen.

Zum Glück hat sich seit dem ersten Erscheinen dieses Buches 2006 die Hospizbewegung ausgebreitet. In dieser Neuauflage wird deutlich, welche Hilfen es für schwerkranke Menschen und ihre sie betreuenden Angehörigen gibt. Wir lernen Palliativstationen kennen und mit welcher Liebe die hier aufgenommenen Menschen versorgt werden. Auch die Trauerzeit nach dem Tod macht die 1961 geborene Autorin, die 2006 einen Ehrenpreis von der BAG Hospiz erhielt, zum Thema.


Nachts, wenn der Tiger kommt: Roman
Nachts, wenn der Tiger kommt: Roman
von Fiona McFarlane
  Gebundene Ausgabe
Preis: EUR 19,99

5 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Eine absolut verwirrende Geschichte, 25. März 2014
Dies ist ein ganz besonderes Buch, das auf spannende Art die Gefahren des Alterns beleuchtet. Der Sog, den es auf mich ausgeübt hat, nahm mit fortschreitender Lektüre zu.

Ruth und ihr Mann sind an die Küste gezogen, um dort ihren Lebensabend zu verbringen. Leider starb Harry schon nach kurzer Zeit und Ruth blieb allein in dem abseits stehenden Haus. Eines Nachts hört sie einen Tiger im Wohnzimmer. Obwohl sie sich bewusst ist, dass das nicht sein kann, ruft sie ihren Sohn Jeffrey an. Der wohnt weit weg und reagiert genervt.

Wenige Tage später kommt Frida zu Ruth und stellt sich als eine vom Staat geschickte Pflegerin vor. Ruth, anfangs irritiert, genießt es schon bald, umsorgt zu werden. Jeffrey scheint erleichtert, dass seine Mutter nun nicht mehr den ganzen Tag allein ist. Seinem Vorschlag folgend lädt sich Ruth sogar Besuch ein, doch nicht die geschwätzige Freundin, sondern ihre erste Liebe. Im nun folgenden Techtelmechtel beweist die Autorin große Feinfühligkeit. Es gelingt ihr, sich glaubhaft in die Personen einzufühlen. Nachdem Richard wieder abgereist ist, verändert sich Ruths Welt zusehends. Während sie immer verwirrter wird, übernimmt Frida noch stärker die Rolle der Führerin.

Noch nie habe ich ein Buch gelesen, das so deutlich in die Verwirrtheit eines Menschen hineinschaut. Ich muss gestehen, dass ich von der Thematik und wie sie aufbereitet ist, total begeistert bin! Das Buch nahm mich von der ersten Seite an gefangen. Ruths Sinnestäuschungen sind so nachvollziehbar beschrieben, dass man auch als Leser an manchen Stellen nicht auseinander halten kann, was Realität und was Halluzination ist. Die Beschreibungen der Umgebung, in der Ruth zu Hause ist, ist ebenso gelungen, wie die Rituale, mit denen sie ihren Tag strukturiert, und ihre Versuche, sich gegen jede Bevormundung zu verteidigen.

Dieses eigentlich traurige Thema ist gut nachvollziehbar dargestellt worden. Und das Ganze ohne jegliche Wertung. Die Wertung entsteht erst im Kopf des Lesers … Da ich schon viele Bücher über Demenz gelesen habe und mich während der Betreuung in Demente hineinversetzen musste, um sie zu verstehen, kann ich sagen: auf eine so hervorragende Innenbeschreibung dieser Krankheit in einem Roman bin ich bisher noch nicht gestoßen!

Gleichzeitig ist dieses Buch spannend geschrieben und erzählt eine Geschichte, die einem Krimi nahe kommt.


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Wird angeboten von ZEICHEN-CENTER EBELING
Preis: EUR 35,00

5.0 von 5 Sternen Bastelerleichterung, 22. März 2014
Vine Kundenrezension eines kostenfreien Produkts (Was ist das?)
Die Platte kam gut verpackt bei mir an. Nachdem ich die Amazonverpackung entfernt hatte, fand ich die Platte in einem eigenen Karton, der sich hervorragend zum Aufheben eignet. Denn ich muss die Platte nicht mit mir herumschleppen, weil ich sie zu Hause zum Zeichnen und Basteln verwende.

Endlich habe ich das ideale Werkzeug für mein Hobby gefunden! Damit kann man präzise arbeiten und anschließen passt alles so wie erhofft zusammen. Wie oft habe ich mich früher geärgert, wenn beim Schneiden von Papier alles verrutscht! Nun kann ich das Bastelpapier einklemmen und winkelgenau zuschneiden.

Ich bin begeistert!


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3.0 von 5 Sternen Bin zufrieden, 22. März 2014
Vine Kundenrezension eines kostenfreien Produkts (Was ist das?)
Ob die Biegung des Bürstchens jetzt wirklich was bringt? Überzeugt bin ich nicht davon. Aber ich komme gut klar damit und freue mich, das die Wimpern nicht so zusammenkleben, wie bei anderen Produkten.


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