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Beiträge von Gabriele Stein...
Top-Rezensenten Rang: 1.696
Hilfreiche Bewertungen: 1017

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Rezensionen verfasst von
Gabriele Steininger (Dresden)

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Levivo Silikon Kuchen-Backform / Silikon-Kuchenform ∅ 20 cm, Grau
Levivo Silikon Kuchen-Backform / Silikon-Kuchenform ∅ 20 cm, Grau
Preis: EUR 13,90

2.0 von 5 Sternen Für Bisquitboden ungeeignet, 23. April 2016
Vine Kundenrezension eines kostenfreien Produkts (Was ist das?)
Schon lange habe ich mit so einer Silikon-Kuchenbackform geliebäugelt. Nun habe ich endlich eine bestellt und ' natürlich! - sofort ausprobiert. Mein Ziel: ein saftiger Rüblikuchen. Dank des Rezeptes hatte ich für diese 24cm-Form viel zu viel Teig. Mein Glück! Denn das Ergebnis war enttäuschend!

Die Hälfte des Teiges buk ich in der Silikonform. Wie vom Hersteller angegeben, verzichtete ich auf das Einfetten. Die zweite Hälfte des Teiges wanderte in eine althergebrachte (kleine) Springform. Das Ergebnis könnt Ihr auf den angehängten Fotos sehen: der Bisquitboden ließ sich problemlos aus der gefetteten Springform herausholen. Ganz im Gegensatz zur neuen Silikon-Kuchenform. Schon beim Versuch, den gebackenen Boden aus der Form zu lösen, ließen sich Schwierigkeiten erkennen: beim Stürzen aus der Form zerbrach er. Das Ergebnis könnt Ihr gut auf dem Foto erkennen: Krümel über Krümel klebten in der geleerten Form fest. Der Boden schmeckt zwar so gut wie immer, ist aber absolut nicht zum Weiterverarbeiten geeignet.
Kommentar Kommentare (2) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Apr 29, 2016 8:09 PM MEST


Lila Floh in Lavendel: Das Rätsel eines stummen Kindes: Cassiopeiapres Roman/ Edition Bärenklau
Lila Floh in Lavendel: Das Rätsel eines stummen Kindes: Cassiopeiapres Roman/ Edition Bärenklau
Preis: EUR 0,00

2 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen Urlaub auf Violet Beach, 22. April 2016
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
„Lavendelsträucher zitterten vor jener düsteren Leinwand, auf der sich die Farben des Ozeans mit der Drohung des Himmels vereinten. Derweil jagte der Wind wie ein tobender Geist über weite Felder und baute aus mächtigen Wolken quellende Türme. Seine Himmelspaläste bäumten sich weiter auf und wuchsen zu prächtigen Schlössern heran. Dazwischen glichen rasende Wolkenschichten endlosen Schnellstraßen.
Graue Kolosse überholten weiße Giganten, während die Scheinwerfer der Sonne nur selten aufblitzten. Schwingende Bäume untermalten den Aufruhr der Natur mit fortdauerndem Rauschen. Auch das Meer präsentierte seine Kraft, preschte gegen die Klippen und zerriss schäumend an den Scherben aus Stein.“

Trotz dieser plakativen Beschreibungen wagte ich mich vorbehaltlos an dieses Ebook. Mich interessierte, welche Gründe sich die Autorin für die Sprachlosigkeit des kleinen Jiano ausgedacht hat, der mit seinem Onkel auf einem Pferdehof in der Bretagne lebt. Umgeben von Lavendel können sich dort auch Feriengäste wohlfühlen. Doch die gestresste englische Familie, die dieses Ferienziel erkoren hat, ahnt noch nicht, was ihnen alles bevorsteht ...

Inka Mareila schreibt auf ihrer Homepage, dass sie sich früher ausschließlich mit Horror, dunkler Phantastik und morbiden Märchen beschäftigt hat. Ihre neuen Bücher – zu denen auch „Lila Floh in Lavendel“ gehört – sollen nicht mehr schocken und verstören. Ihren Hang zur Fantasie kann sie allerdings nicht verleugnen. Während der Anfang dieses Jugend(?)-Buches (Julia, die Idenfikationsfigur, ist gerade mal 17 Jahre alt) noch einigermaßen realistisch daherkommt, wird das letzte Drittel doch extrem phantastisch.


Jenseits der Todeslinie: Neue klare Hinweise auf die Existenz von Himmel und Hölle
Jenseits der Todeslinie: Neue klare Hinweise auf die Existenz von Himmel und Hölle
von Maurice S Rawlings
  Taschenbuch

5.0 von 5 Sternen Gibt es ein Leben nach dem Tod?, 13. April 2016
Dr.med. Maurice S.Rawlings ist ein amerikanischer Herzspezialist, dem es schon öfter gelungen ist, Menschen dem Tod zu entreißen. Er plädiert in seinem Buch nicht nur dafür, dass jeder Mensch sich mit Wiederbelebungsmaßnahmen vertraut machen sollte, sondern berichtet auch, was ihm Patienten erzählten, die kurzfristig klinisch tot waren. Sicher gibt es mehrere Bücher über Nahtoderlebnisse. Dieses fand ich deshalb interessant, da sich der Autor nicht nur auf christliche Eindrücke spezialisierte. Beginnend mit dem Tibetanischen Totenbuch, nach dem der tote Körper durch einen Strahlenkörper ersetzt wird, der widerstandslos durch Wände gehen kann, beschäftigt er sich mit den Babyloniern, den Persern und mit Glaubenssätzen anderer Kulturen (Hinduismus, Buddhismus, Islam). Dabei stellte er erstaunliche Ähnlichkeiten fest.

Im Gegensatz zu Dr. Kübler-Ross und Dr. Moody erfolgten Dr. Rawlings Interviews fast unmittelbar nach dem Wiederaufwachen. Dabei hörte er, dass nicht alle im Himmel gelandet waren. Auch erschreckende Erlebnisse aus dem Feuermeer der Hölle wurden ihm berichtet. Diejenigen, die eine Lichtgestalt gesehen hatten (nur ein gewisser Prozentsatz konnte sich daran oder an die Hölle erinnern), identifizierten diese als eine aus ihrer Religion.

Was mir an diesem Buch zusagte, war die umfassende Information. Denn der Autor vergaß auch nicht, die fünf Sterbephasen von Dr. Kübler-Ross zu erwähnen und er plädiert für einen würdigen Umgang mit Sterbenden.

Dr. Rawlings beeindruckt nicht durch einen hocherhobenen Zeigefinger und den Hinweis darauf, wie Menschen zu leben haben, sondern mit seiner – in meinen Augen wertungsfreien – Wiedergabe dessen, was ihm seine Patienten erzählten. Trotzdem weist er auch darauf hin, dass sich das Leben von Menschen, die dem Tod schon ins Auge sahen, häufig veränderte.

Denjenigen, die bereit sind, sich mit dem Tod und was danach kommt zu beschäftigen, kann ich das Buch nur empfehlen.


Die offene Wunde des Islam: Antworten auf Hass und Zerstörung
Die offene Wunde des Islam: Antworten auf Hass und Zerstörung
von Vishal Mangalwadi
  Gebundene Ausgabe
Preis: EUR 13,99

3 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Auf der Suche nach Unterschieden, 10. April 2016
Warum greifen Islamisten den Westen an? Warum verbreiten sie Angst unter Menschen, die ihnen nichts getan haben? Seitdem Killerkommandos in Paris 130 Unschuldige das Leben nahmen, fragen wir uns erneut nach den Ursachen des Hasses und der Zwietracht in Ländern, die nichts anderes anstreben als Frieden und Wohlstand für alle.

Vishal Mangalwadi (*1949) gilt laut einer amerikanischen Zeitschrift als der „führende christliche Intellektuelle Indiens“. Innerhalb weniger Wochen hat er sich für dieses Buch mit der unterschiedlichen Geschichte des Christentums und den Ausrichtungen des Islam auseinandergesetzt. Mit dem Blick eines Orientalen, der das Miteinander und das Gegeneinander von Hinduismus und Islam im eigenen Land kennt, sucht er nach soziologischen und politischen , psychologischen und religiösen Ursachen für den Glaubenskrieg. Er geht der Frage nach, warum es so viele muslimische Flüchtlinge gibt und worum es im „Dschihad“ geht.

Dem Autor gelingt es mit diesem Buch, mir die Unterschiede der Religionen und damit die Entwicklung der Länder sehr deutlich vor Augen zu führen. In den ersten Kapiteln erklärt er den Islam und seine fundamentalistische Einstellung. Dazwischen differenziert er anhand von Aristoteles und Galilei den Unterschied von Logik und Beobachtung. Während sich der Islam an der Logik des Kampfes festhält, verlange das Christentum zu beobachten, was Gott tatsächlich vollbracht hat. So scheinen westliche Politiker vom Humanismus geprägt, während „wahre“ Muslime „Ungläubige“ nicht als gleichberechtigt sehen können.

Mit „Demokratische Institutionen bleiben oberflächlich, wenn die Verantwortungsträger nicht gelernt haben, dienend zu führen, und die Bürger nicht in ihrem Denken, ihrem Handeln und in ihren Herzen erneuern“ weist Mangalwadi auf Seite 94 auf die Ursache des Scheiterns des arabischen Frühlings hin. Solange im Islam das Schwert regiert und die westlichen Intellektuellen die philosophischen Grundlagen ihres Glaubens (Menschenwürde, Gleichheit aller Menschen und Menschenrechte) vergessen, wird die Invasion der muslimischen Flüchtlinge weiterhin bedrohlich erscheinen.

Mangalwadi beklagt auf Seite 139: „Die meisten Europäer vertreten nicht mehr die Weltanschauung der Bibel, obwohl sie sich danach sehnen, dass ihre Kultur ihre christlichen Werte behält.“ Mit vielen Auszügen aus der Bibel kommt der Autor sehr lebendig auf das Wesen des heutigen Christentums zu sprechen. So erfährt der Leser, dass die Wahrheit im Christentum frei macht, während sich die Herrscher des Islams gegen die Welt und neue Ideen abschotten. Allerdings weist der Autor auch darauf hin, dass der Glaube im Westen immer schwächer wird und somit seine Kraft verliert, sich zum Wohl der Menschen einzusetzen. Denn nur, wenn es möglich ist, jedem Menschen mit Liebe und Vergebung zu begegnen, könne dauerhafter Frieden einkehren.

Alles in allem ein empfehlenswertes Buch für diejenigen, die den Unterschieden zwischen dem Islam und dem Christentum auf den Grund gehen wollen.


Dem Horizont so nah (Die Danny-Trilogie 1)
Dem Horizont so nah (Die Danny-Trilogie 1)
Preis: EUR 3,49

4 von 7 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Gelungenes Debüt, 28. März 2016
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Wer kennt sie nicht, die Tage, an denen die Gedanken zwischen den Sorgen spazierengehen und es nicht möglich ist, klare Gedanken zu fassen? In so einem Moment fiel mir dieses ebook in die Hände. Und da erfuhr ich unmittelbar, dass das Leben für andere Menschen viel saurere Zitronen bereit hält.

Jessica Koch schreibt über ihre Erfahrungen am Übergang vom Teen zum Twenty. Damals lernte sie einen jungen Mann kennen, der ihr gesamtes Leben umkrempelte. Als Leser erfährt man eine Geschichte, die niemand selbst erleben möchte.

Therapeutisches Schreiben wird so etwas in Fachkreisen genannt. Was dabei herausgekommen ist, reißt mit. Es wirkt wie ein Liebesroman von Jojo Moyes, doch das Wissen darum, dass alles in Wahrheit stattgefunden hat, verstärkt die Erschütterung.

Wenn man erst mal eingetaucht ist in dieses Buch, möchte man es kaum noch aus der Hand legen. Das darin behandelte Thema ist so wichtig!

Fazit: Hochachtung für den Mut der Autorin, ihre Erlebnisse an die Öffentlichkeit zu bringen!


DIE FALLE: Die Reise eines Mannes in die Hölle, in den Himmel und zurück
DIE FALLE: Die Reise eines Mannes in die Hölle, in den Himmel und zurück
von Ivan S. Tuttle
  Taschenbuch

1 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
1.0 von 5 Sternen Die Falle, 27. März 2016
Im allgemeinen versuche ich ohne Erwartungen an ein Buch zu gehen und es einfach auf mich wirken zu lassen. Auch hier habe ich es versucht, doch schon bald inneren Widerstand verspürt.

Schon im Vorwort gesteht der Autor, dass dies sein erstes Buch ist und er als ADHSler eigentlich nicht schreiben kann, weil ihm die Geduld fehlt. Trotzdem hat er es geschafft - mit einigen Wiederholungen -158 Seiten zu füllen. Er erzählt von einer tiefen Beinthrombose, die ihn als jungen Erwachsenen den Nahtod erleben ließ. Während dieses Erlebnisses konnte er einen Blick in die Hölle und einen in den Himmel werfen. Doch davon erzählen durfte er erst viele Jahre später. In dieser Zeit war er nicht nur auf den rechten Weg zurückgekehrt, sondern auch Prediger geworden.

Der Leser dieses Buches setzt sich also mehr oder weniger mit der Predigt eines gefragten Sprechers in den Vereinigten Staaten auseinander. Man „sieht“ ihn während des Lesens über die Bühne schreiten und die Menschen mitreißen. Mir selbst liegt die ruhigere Art der Predigt, trotzdem versuchte ich ihm zu folgen, wenn er seine auf der Bibel beruhenden Thesen vorbrachte.

Was mir aber völlig gegen den Strich ging, war seine Einstellung, dass nur Christen in den Himmel kommen können. Alle anderen Religionszugehörigkeiten landen in der Hölle. Vielleicht liege ich ja falsch, aber ich denke, dass Menschen, die sich mit Liebe für ihre Mitmenschen stark machen und nicht nur aufs eigene Wohlergehen bedacht sind, den Himmel verdient haben.

Ein weiteres Manko dieses Buches sind Voraussagen für die Zukunft, die der Autor während seines Aufenthalts im Himmel erfahren hat, von denen er aber schreibt, nachdem sie schon eingetreten sind. Dazu gehören beispielsweise. „Am Himmel über Russland werden ungewöhnliche Dinge geschehen“ (der Meteorit über Tscheljabinks erschien drei Monate vor der zweiten Auflage, in der dieser Anhang veröffentlicht wurde) und der ebenfalls erwähnte Massenmord in Norwegen war bereits im Juli 2011 ...

Leider kann ich dieses Buch gar nicht weiterempfehlen. Für mich war es ein seltener Flop.


Ich, mein Buch und ... Hemingway
Ich, mein Buch und ... Hemingway
Preis: EUR 2,99

3.0 von 5 Sternen Biografie - mal anders, 22. März 2016
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Wer dieses Buch liest, erfährt einiges aus Hemingways Leben. Episoden aus der Jugend sind ebenso festgehalten, wie Kriegserlebnisse und erste schriftstellerische Erfahrungen. „Ich war immer darauf bedacht, Geschichten auf das Wesentliche zu reduzieren. Alles Unnötige wegzuschneiden … Die Essenz herauszuschälen ...“, erzählt der Pulitzer-Preisträger Tom, dem Ich-Erzähler.

Die Idee für dieses Buch gefiel mir anfangs recht gut: Tom besucht zusammen mit seiner Freundin Hemingways Haus in Key-West. Während sie danach einkaufen geht, zieht er sich mit „Der alte Mann und das Meer“ in die Lieblingsbar des Schriftstellers zurück. Wie ein Geist erscheint ein Mann, der wie Hemingsway aussieht und erzählt dem Autor dieses Ebooks an mehreren Nachmittagen Hemingways Leben, als hätte er es selbst gelebt. So erfährt auch der Leser von den vier verschiedenen Frauen des Literaturnobelpreisträgers und seinen drei Söhnen.

Man merkt, dass sich der Autor dieses Buches intensiv mit dem berühmten US-Amerikaner auseinandergesetzt hat. Etwa 75 Prozent des Buches habe ich – trotz der vielen Rechtschreibfehler – regelrecht verschlungen. Doch beim letzten Viertel erlahmte mein Interesse; der Spannungsbogen flachte stark ab. Das könnte unter anderem auch an den ewig langen Monologen gelegen haben.

Insgesamt kann ich nur zweieinhalb Sterne vergeben, runde aber wegen der vielen Recherche-Arbeit, die in diesem Buch steckt, großzügig auf drei Sterne auf.


Das Mädchen: Roman
Das Mädchen: Roman
von Angelika Klüssendorf
  Taschenbuch
Preis: EUR 8,99

4.0 von 5 Sternen Das Mädchen ohne Namen, 11. März 2016
Rezension bezieht sich auf: Das Mädchen: Roman (Taschenbuch)
Dieses Buch beschriebt wahrlich vieles - aber keine heile Welt. Obwohl das namenlose Mädchen davon träumt. Nicht nur, wenn sie auf ihren kleinen Bruder aufpasst oder versucht, in der Schule ihr bestes zu geben. Dürr und ohne Rundungen fühlt sie sich nicht nur als Außenseiterin, die meiste Zeit ihrer Jugend ist sie auch eine.

Vier Jahre dürfen wir Leser das Mädchen durch ihre Höhen und Tiefen begleiten und in ihre innere Zerrissenheit schauen. Wir lernen die launenhafte Mutter des Mädchens kennen, erfahren vom übermäßigen Bierkonsum des Vaters und bemitleiden den blondgelockten Bruder, den Liebling der Mutter.

Trotz des tristen Umfelds des Mädchens reißt dieser Roman mit. Dass die Autorin ihr Handwerk beherrscht ist unverkennbar. Zwar spielt das Buch zu Zeiten der DDR, doch nicht nur dort gab es verwahrlost aufwachsende Kinder. Die Geschichte könnte sich in ganz Deutschland abgespielt haben - auch wenn man keinem einzigen Menschen eine solche Kindheit wünscht.

Mit „April“ kam Angelika Klüssendorf 2014 auf die Shortlist für den Deutschen Buchpreis. So wurde ich auf sie aufmerksam. Doch bevor ich mich an „April“ machte, wurde mir ans Herz gelegt, erst „Das Mädchen“ zu lesen. Ich habe die Lektüre nicht bereut, auch wenn sie mich sehr oft den Kopf schütteln ließ. Nun bin ich umso neugieriger darauf, wie das Mädchen sein weiteres Leben in den Griff bekommt.


Das Leben Michelangelos - Romain Rolland Ausgewählte Werke in Einzelbänden;Zweite Auflage der Ausgewählten Werke in Einzelbänden 91.-100. Tsd., der deutschen Ausgabe
Das Leben Michelangelos - Romain Rolland Ausgewählte Werke in Einzelbänden;Zweite Auflage der Ausgewählten Werke in Einzelbänden 91.-100. Tsd., der deutschen Ausgabe
von Romain Rolland
  Gebundene Ausgabe

4.0 von 5 Sternen Das Leben Michelangelos, 8. März 2016
„Er war die Beute jener an Raserei grenzenden Genialität, die ihm bis zu seinem Tod nicht mehr erlaubte, zu Atem zu kommen.“ (Seite 31)

Michelangelo war Aristokrat des Geistes und hatte alle Vorurteile des Kaste. Er ging so weit zu sagen: „Die Kunst müsste durch die Adeligen ausgeübt werden und nicht durch Plebejer.“ Er sammelte Aufgaben an und nahm mehr Aufträge an, als er ausführen konnte. Er wollte alles selber tun, alles ganz allein. Er war reich, lebte aber wie ein Armer, an seine Arbeit gebunden. Als Folge davon litt er an vielen Krankheiten und wurde frühzeitig alt: bereits mit 42 Jahren litt er an Altersschwäche und großem Misstrauen allen anderen gegenüber. Das machte ihn einsam. Man bewunderte und fürchtete ihn, liebte ihn aber nicht. Melancholie bestimmte sein Leben.

Geboren wurde er am 6. März 1475 in Caprese. Sein Vater war Bürgermeister dieses östlich von Florenz, am Kamm des Apennin gelegenen Ortes. Seine Mutter starb, als er sechs Jahre alt war. Gestillt wurde der zweite von fünf Brüdern von der Frau eines Steinmetzes. Dieser Nahrung schrieb er später im Scherz seine Bildhauerbegabung zu. In der Schule beschäftigte er sich hauptsächlich mit Zeichnen, was dem Vater und den Brüdern nicht gefiel, weil ihnen der Künstlerberuf verhasst war. Doch er war hartnäckig und trat mit 13 Jahren als Lehrling bei Domenico Ghirlandajo ein – dem größten und gesündesten unter den Florentiner Malern. Nach einem Jahr trennten sie sich, weil der Meister angeblich eifersüchtig auf Michelangelos Erfolg war. Michelangelo wollte nicht mehr malen und begann in der Bildhauerschule des Lorenzo die Medici. Er wohnte im Palast und beschäftigte sich mit den Platonikern. Über Venedig kam er später nach Rom.

1504 trafen Michelangelo und Leonardo da Vinci aufeinander. Die beiden Männer liebten sich nicht gerade. Dabei hätte die ihnen gemeinsame Vereinsamung sie einander nähern können. Leonardo, 30 Jahre älter als Michelangelo, war laut Biograph der einsamere.

Im März 1505 wurde Michelangelo durch den größenwahnsinnigen Papst Julius II. nach Rom berufen, um ein überdimensionales Grabmahl zu bauen. Nachdem Michelangelo in Carrara dafür Marmor besorgt hatte, ließ der Papst den Plan fallen. Michelangelo blieb auf einem Berg Schulden sitzen und sollte nun eine Bronzestatue gießen, die 1511 von Julius' Feinden zu einer Kanone umgeschmolzen wurde. Während Michelangelo unter großen Schwierigkeiten die Wölbung der Sixtinischen Kapelle bemalte, lebten sein Vater und die ganze Familie auf seine Kosten. Der Biograph schreibt sogar, dass er von drei Brüdern regelrecht ausgebeutet wurde.

Trotz der körperlichen Verbiegungen wurde Michelangelo fast 89 Jahre alt. Bis wenige Monate vor seinem Tod schrieb er noch Gedichte, die ihm seit Kindheit an ein dringendes Bedürfnis waren. Rolland hat einige davon in seiner Biographie aufgenommen, obwohl Michelangelo bereits 1518 die größte Zahl seiner Jugendgedichte verbrennen ließ. Dem Biographen gelingt es, dem Leser Michelangelos Charakter und seine persönliche Entwicklung nahe zu bringen. Der Leser erfährt in der bereits 1905 geschriebenen Abhandlung von der Freundschaft zu Thomaso Cavalieri und der 17 Jahre jüngeren Vittoria Colonna.

Der mit 60 Jahren zum Ersten Architekten, Bildhauer und Maler des apostolischen Papstes ernannte Michelangelo widmete seine letzten Lebensjahre dem Dienste Gottes. „Viele glauben – und ich glaube es auch – dass ich von Gott auf diesen Posten gestellt worden bin“, schrieb er als 70jähriger. Angeblich nahm er keinerlei Bezahlung für die heiligen Aufgaben. Dafür weihte er auch niemanden in seine Pläne ein, was ihm zahlreiche Feinde bescherte, die ihn aus Rom drängen wollten.

Nach der Lektüre dieses Buches bin ich voller Informationen und staune, wie gut sich diese über 100 Jahre alte Biographie doch lesen ließ. Sie gleicht mit ihren 43 Seiten Anmerkungen einer wissenschaftlichen Abhandlung. Der Autor, der 1915 als dritter Franzose den Nobelpreis für Literatur erhielt, war laut Wikipedia Schriftsteller, Musikkritiker und Pazifist.


100 Jahre Leben: Welche Werte wirklich zählen
100 Jahre Leben: Welche Werte wirklich zählen
von Kerstin Schweighöfer
  Gebundene Ausgabe
Preis: EUR 20,00

5.0 von 5 Sternen Tausend Jahre Lebensklugheit, 6. März 2016
„Sei freundlich zu deinen Mitmenschen, warte nicht darauf, dass sie freundlich zu dir sind! Ein Lächeln, ein paar nette Worte sind so entwaffnend und nehmen dem größten Griesgram die schlechte Laune aus den Segeln.“ (Seite 71)

Alt werden wollen alle - doch alt sein? Da rutscht so manchem das Herz in die Hose. Kerstin Schweighöfers Buch mit Kurzbiografien von Menschen, die 100 Jahre auf dem Buckel haben, hat mir Mut gespendet. Hier wurden Behinderungen und Einschränkungen, die man mit dem Alter verbindet, weitgehend ausgespart. Im Vordergrund standen Lebensmut und Weisheiten, die sich die Befragten in den vielen Jahren auf dieser Erde erarbeitet haben.

Dazu gehören Sätze wie:

* Liebe muss einem Flügel geben, nicht flügellahm machen

* Trau dich mehr, als du dir zutraust. Dann entdeckst du, dass du immer mehr kannst, als du dir zutraust

* Treue ist wichtig. Doch noch wichtiger sind Respekt und Achtung

* Freiheit heißt nicht, alles tun zu können, was man will. Sondern nicht zu tun, was man nicht will

*Man muss im Leben Erfüllung finden, um zufrieden sein zu können

* Grübeln oder brüten über Fragen, die sich nicht mehr stellen, ist Zeitverschwendung

* Man sollte vom Partner nichts erwarten, wünschen jedoch darf man

Insgesamt hat die Autorin in diesem Buch zehn Menschen ein Denkmal errichtet. Sie stammen aus Deutschland, den Niederlanden und Frankreich. Darunter sind sieben Frauen und drei Männer, alle zwischen 1910 und 1916 geboren. Sie spiegeln ein ganzes Jahrhundert mit all seinen Veränderungen und Entwicklungen.

Mich haben diese Lebensläufe sehr beeindruckt. Vielleicht korrigieren sie sogar ein wenig meinen weiteren Weg? Denn die hier verewigten Menschen haben das Leben mit all seinen Höhen und Tiefen angenommen und aus dem Erlebten ihre Schlüsse gezogen. So kann ich als Leserin versuchen, ein wenig in die Zukunft zu schauen und zumindest versuchen, das Beste daraus zu machen.

In meinen Augen ist das eine überaus empfehlenswerte Literatur für alle, die wissen wollen, wie man sein Leben meistern kann.


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