Profil für Sim > Rezensionen

Persönliches Profil

Beiträge von Sim
Top-Rezensenten Rang: 62.636
Hilfreiche Bewertungen: 329

Richtlinien: Erfahren Sie mehr über die Regeln für "Meine Seite@Amazon.de".

Rezensionen verfasst von
Sim "irrsim" (Berlin)

Anzeigen:  
Seite: 1 | 2 | 3 | 4 | 5 | 6 | 7 | 8 | 9 | 10 | 11
pixel
Icon
Icon
Preis: EUR 14,92

1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen Völlig sinnlose Veröffentlichung, 2. Dezember 2012
Rezension bezieht sich auf: Icon (Audio CD)
Eins vorweg: Alle 11 Titel von Nirvana auf dieser CD sind großartig.

Es ist nur völlig unverständlich, warum diese Compilation veröffentlicht wurde, denn alle 11 Titel plus 4 ebenso geniale weitere Songs finden sich in identischer Version auf dem Best of "Nirvana" von 2002 (schwarzes Cover).

Eine abgespeckte Version dieses Best ofs mag ja Sinn ergeben, wenn sie wenigstens weitaus billiger wäre -- aber nichtmal das ist der Fall! Mit der "Icon" bezahlt man mehr Geld für weniger Songs. WTF?!

Also lieber gleich "Nirvana" kaufen.


Hormoaning
Hormoaning

3.0 von 5 Sternen Nur für Sammler interessant, 2. Dezember 2012
Rezension bezieht sich auf: Hormoaning (Audio CD)
Die EP "Hormoaning", die nur in Japan und Australien zur Pazifik-Tour Nirvanas limitiert veröffentlicht wurde, ist nur für Sammler interessant, da alle Songs auf anderen Veröffentlichungen zumeist billiger zu bekommen sind:

"Even in His Youth" und "Aneurysm" finden sich in derselben Version auf der "Smells Like Teen Spirit"-Single als B-Seiten (diese Single ist gebraucht wohl schon für wenige Cent zu bekommen). Auf dem Box-Set "With the Lights Out" finden sich ebenfalls beide Songs, jedoch handelt es sich dort bei "Even in His Youth" um eine alternative Version. Eine alternative Version von "Aneurysm" ist auf der "Incesticide" zu finden.

Die drei punkigen Coverversionen "Son of a Gun", "Molly's Lips" und "Turnaround" sind auf der "Incesticide" identisch erhältlich.

Lediglich der Leckerbissen "D-7" ist sonst nur auf dem "With the Lights Out" Box-Set zu finden. Eine Live-Version gibt es jedoch preiswert auf dem 2009 veröffentlichten Live-Album "Live at Reading" zu hören.

Wenn es einem nur um die Songs geht und nicht um den Sammlerwert, dann fährt man also besser, wenn man sich für ein paar wenige Euro die "Incesticide" und die "SLTS"-Single kauft -- dann hat man bis auf "D-7" alle Songs von der "Hormoaning" preiswerter zusammenbekommen.

Obwohl ungleich teurer ist aber auch das Box-Set "With the Lights Out" durchaus empfehlenswert und hat außer "D-7" noch weitaus mehr zu bieten als einen einzigen fehlenden Song. Eingefleischte Fans sind also mit diesem Box-Set besser beraten (die "Incesticide" werden sie ja ohnehin schon im Regal stehen haben).


Und Endlich Unendlich
Und Endlich Unendlich
Preis: EUR 6,99

4.0 von 5 Sternen Zweitbestes Selig-Album, 5. September 2012
Rezension bezieht sich auf: Und Endlich Unendlich (Audio CD)
Selig gehört zu den wenigen Bands, bei denen ich deutsche Texte ertrage. Für alle, die die Band noch nicht kennen, würde ich sie so beschreiben: Ein Drittel Rio Reiser, ein Drittel 90er-Grunge und ein Drittel moderner Deutschpop.

1996 bin ich zum Album "Hier" gekommen, das ich nach wie vor sehr liebe und mit dem ich viele nostalgische Gefühle verbinde. Aber schon damals mochte ich die anderen beiden Alben weniger: Der Erstling "Selig" war mir viel zu seicht-poppig und ich habe ihn bald verschenkt. Und bei "Blender" ging mir das Experimentieren mit den elektronischen Effekten zu weit.

Insofern bin ich eher ein "Hier"-, als ein "Selig"-Fan. Die improvisierten, psychedelischen Texte und den satten Grunge-Sound, der zeitweise etwas in Düstere neigt, finde ich auf "Hier" einfach großartig.

Als ich nun das Comeback-Album "Und Endlich Unendlich" gehört habe, hat mich zunächst einmal eine Nostalgiewelle überrollt: Ja, das hört sich wirklich nach Selig an. Aber beim zweiten Anhören stelle ich fest, dass es mich nicht mitreißt, wie früher die "Hier". Wenigstens wurde auf Elektro-Experimente diesmal verzichtet, aber leider orientiert sich das neue Album mindestens so sehr am Erstling, wie an "Hier" -- die Texte sind viel konkreter, sind mir oft einen Tick zu gefühlsduselig und auch die düsteren Anklänge muss man leider vermissen.

Trotzdem ist "Und Endlich Unendlich" ein gutes Album mit schönen Melodien und sattem Klang. Es hebt sich vom üblichen Deutschpop dadurch angenehm ab, dass es eine leicht härtere Gangart hat. Insbesondere der eher schnellere Song "Die alte Zeit zurück" hat es mir angetan. Auf das schmalzige "Ich bin so gefährdet" hätte ich hingegen verzichten können. Insgesamt gefällt mir das neue Album aber schon jetzt besser als das erste 90er-Album "Selig" und das dritte "Blender".

Wer anders als ich keine Probleme mit dem ersten Album von 1994 hat, wird das neue Album sicher lieben.

Nun warte ich gespannt auf den Nachfolger "Von Ewigkeit zu Ewigkeit" und hoffe sehr, dass es dort wieder etwas mehr in Richtung der "Hier" gehen wird.


Star Trek, Angriff auf Dekkanar
Star Trek, Angriff auf Dekkanar
von Peter Morwood
  Broschiert

2.0 von 5 Sternen Außergewöhnlich schlecht geschriebener, spannungsarmer Roman, 5. August 2012
Rezension bezieht sich auf: Star Trek, Angriff auf Dekkanar (Broschiert)
Zur Handlung muss ich nicht viel schreiben, die geht bereits aus dem Klappentext und den anderen Rezensionen hervor.

Deswegen nur so viel: Selten ist mir ein derart schlecht geschriebener, spannungsarmer und ärgerlicher Star Trek-Roman untergekommen (und ich habe um die 70 bis 80 gelesen). Der Schreibstil schwankt zwischen belanglosem Gelaber und prätentiösem Umhergewerfe mit Abkürzungen, die Charaktere werden nicht gut getroffen und weisen keinerlei Tiefe auf und auch die Beschreibung der Klingonen entspricht nicht den Serien. Die Haupthandlung ist langweilig und belanglos, es kommt keine Spannung auf. Dazu wird sie ständig von belanglosen Details unterbrochen.

Zwei Sterne nur deswegen, weil die Handlung wenigstens eine gewisse "innere Logik" hat und der TNG-Roman "Gespensterschiff" noch schlechter ist. Ähnlich schlecht ist z.B. "Das Klingon-Gambit" -- gibt es denn gar keine guten Klingonen-Romane?


Johann Sebastian Bach: Gesamtwerk (157 CDs + 2 DVDs + 1 DVD-ROM)
Johann Sebastian Bach: Gesamtwerk (157 CDs + 2 DVDs + 1 DVD-ROM)
Wird angeboten von book-service
Preis: EUR 95,00

4.0 von 5 Sternen Sehr gutes Preis-Leistungs-Verhältnis, 7. Dezember 2011
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Schon lange wollte ich mich mal ausgiebiger mit dem Werk Johann Sebastian Bachs beschäftigen. Bisher kannte ich nur einige eher populäre Stücke. Also habe ich diese Box erworben und bin rundum zufrieden.

Eins voran: Ich bin kein Experte für klassische Musik und kann deswegen nicht mit geschultem Ohr die Qualität der Einspielungen beurteilen. In anderen Bewertungen wurde schon festgestellt, dass man bei dem Preis zwar keine Jahrhundertaufnahmen erwarten kann, aber die Qualität der Einspielungen durchgehend gut sein soll. Nachdem ich etwa 30 der 157 CDs gehört habe, darunter die bekannten Stücke des Weihnachtsoratoriums, die Goldberg-Variationen, die Brandenburgischen Konzerte und das Wohltemperierte Clavier, kann ich feststellen, dass sie mir subjektiv sehr gut gefallen und mir nichts negativ aufgefallen ist. Die technische Tonqualität ist durchgehend sehr gut.

Es wird durchgehend Wert gelegt auf historische Aufführungspraxis: In sehr vielen Fällen wird neben Künstler, Aufnahmeort und -jahr auch der Typ des Instruments genannt, die offebar Nachbildungen historischer Instrumente sind. So werden die Stücke für Tasteninstrumente mit Cembalo gespielt und nicht mit einem modernen Piano bzw. Flügel. Mir persönlich gefällt das sehr gut.

Meine Erwartungen werden also voll erfüllt: Mit dieser vergleichsweise äußerst preiswerten Gesamtausgabe kann ich mich in Bachs Werk vertiefen und es besser kennenlernen. Sehr hilfreich sind dabei auf der mitgelieferten DVD als PDF-Dateien Beschreibungen und Kommentare zu sämtlichen Werken, die als gute Einführung dienen (dies allerdings nur auf Englisch), die Texte der Kantaten (natürlich auf Deutsch) und -- für mich nicht so bedeutend, aber für Kundige sicher ein Schatz -- Notenwerke sämtlicher Stücke, eingescannt von einer Ausgabe von Beginn des 19. Jahrhunderts. Mehr kann man für diesen günstigen Preis kaum erwarten.

Einen kleinen Punkt Abzug gibt es lediglich für die Verpackung der Box: Die CDs sind eng aneinanderpresst in kleinen Papphüllen in die Box gestopft. Sie herauszunehmen und wieder zurückzustellen ist schwierig, da der Druck recht groß ist. Zwar sind die Hüllen farblich nach Genre geordnet (Orchester- und Kammermusik, Klavierwerke, Kantaten, etc.), aber jeweils finden sich immer noch gute zwei Dutzend CDs in jedem Genre, so dass mühseliges Abzählen angesagt ist, wenn man eine CD aus der Mitte sucht. Alternativ muss man gleich einen guten Stapel herausnehmen, was ziemlich umständlich ist.

Dass das besser geht, hat z.B. die "Enzyklopädie des Jazz" von Allegria bewiesen: Dort sind jeweils 100 CDs nicht nebeneinander, sondern in drei Reihen hintereinander angeordnet, so dass man sehr komfortabel "blättern" kann. Zwar sind dort die Boxen auch größer, aber dennoch finde ich das vorteilhafter.

Abgesehen davon ist die Aufmachung gelungen. Die Papphüllen der CDs sind gut beschriftet und schlicht gehalten, auf der Innenseite des Deckels ist eine Auflistung des Inhalts der CDs, jedoch sind etliche Werke nur nach Verzeichnisnummer bezeichnet. Eine Liste parallel zur Hand zu haben ist also vonnöten, wenn man z.B. eine bestimmte Kantate sucht. Die Box wirkt auch äußerlich nicht aufdringlich im Regal.

Absolute Empfehlung -- besser kann ein Preis-Leistungsverhältnis kaum aussehen!


Die Weisheitslehren des Buddha: Dhammapada
Die Weisheitslehren des Buddha: Dhammapada
von Gautama Buddha
  Gebundene Ausgabe
Preis: EUR 8,00

4 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
1.0 von 5 Sternen Grauenvolle Überstzung -- Sind sie nicht putzig, diese Buddhisten?, 9. August 2011
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Diese Übersetzung des Dhammapada von R. Otto Franke ist eine reine Katastrophe. Die erhabene Weisheit des Buddhismus wird hier sehr frei übersetzt, nach dem Motto: "Reim dich, oder ich fress dich." Dass das Original sich durch eine erhabene Sprache auszeichnet, lässt sich nicht mehr im Ansatz erahnen, nachdem es in abgedroschene Knittelverse gepresst wurde, die eher unfreiwillig komisch wirken und das ganze in unerträglichem Maße banalisieren.

Jedenfalls wird diese Übersetzung mit Sicherheit keine Achtung vor der Weisheit des Buddhismus auslösen. Eher einen spontanen Ausruf wie: "Sind sie nicht putzig, diese Buddhisten!" Buddhismus im deutschen Gartenzwergformat.


Star Trek - Destiny 3: Verlorene Seelen
Star Trek - Destiny 3: Verlorene Seelen
von David Mack
  Broschiert
Preis: EUR 12,80

7 von 8 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen In jeder Hinsicht großartiger Abschluss der Trilogie, 8. Januar 2011
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
"Verlorene Seelen" ist der dritte und somit abschließende Teil, der der "Destiny"-Trilogie die Krone aufsetzt und mit einem Knalleffekt endet: (Achtung Spoiler!) Nicht nur werden die Borg ein für alle Mal als Gefahr beseitigt, sondern auch das gesamte Star Trek-Universum wird empfindlich verändert. Nachdem mit dem neuen Star Trek-Film von J. J. Abrams (2009) die bekannte Zeitlinie wohl abgeschafft und kaum in weiteren Filmen oder Serien auftauchen werden, hat sich offensichtlich der Pocket Books-Verlag dafür verantwortlich gesehen, diese Aufgabe anzunehmen.

Wie bereits die beiden Vorgängerromane ist "Verlorene Seelen" ein Crossover zwischen den "The Next Generation"- und "Titan"-Reihen, hinzu kommen mit Ezri Dax und ihrem Kommando über das Schiff Aventine, sowie Erika Hernandez und ihrer Crew, auch Figuren aus den Serien "Deep Space Nine" und "Enterprise" zum Einsatz. Seven of Nine aus "Voyager" und Föderationspräsidentin Nan Bacco aus "Die Gesetzte der Föderation" geben kurze Gastauftritte.

Die Trilogie ist episch angelegt, erstreckt sich auf mehrere verschiedene Zeitlinien und über ganze Jahrhunderte, und wir erfahren nicht nur, wie die Borg einst entstanden sind, sondern auch, wie ihre bisherige Existenz ein schlüssiges und Star Trek-konformes Ende findet (sie werden nicht vernichtet, sondern -- SPOILER! -- wieder allesamt in ihren individuellen Zustand zurückversetzt. Dies geschieht jedoch erst, nachdem sie viele bekannte Föderations- und Klingonenwelten verheert, einige gänzlich zerstört und hunderte Millionen Föderationsbürger umgebracht haben, darunter auch einige dem Star Trek-Fan gut bekannte Figuren.

An Action wird dabei nicht gespart und selten hat ein Star Trek-Roman eine derart nervenzerreißende Spannung aufgebaut, jedoch beschränkt sich der Roman nicht darauf, sondern gibt auch genug Futter für den SF-Fan, der von fremdartigen Lebensformen fasziniert ist, denn die Caeliar, deren Geschichte auf schlüssige Weise mit der der Borg verbunden ist, treten erneut in den Vordergrund. Auch an Charakterisierung wird nicht gespart: So gibt Picard, dessen Traumata durch seine Erfahrungen mit den Borg ihn heimsuchen, zunächst eine schlechte Figur, aber seine seelische Befreiung durch die Beseitigung der Borg wird so plastisch dargestellt, dass sie beinahe greifbar wird.

Anders als die beiden Vorgängerromane krankt "Verlorene Seelen" dabei nicht mehr an kleineren Schönheitsfehlern, sondern ist auf jeder Seite gleichermaßen schlüssig, spannend und faszinierend. David Mack verbindet die verschiedenen Zeitlinien, die zuvor aufgeworfen wurden, handwerklich brilliant, an keiner Stelle wirkt irgendetwas gezwungen oder unstimmig. Jede einzelne Seite ist voll und ganz gelungen.

In diesem Fall also ganz klar fünf Punkte für einen in jeder Hinsicht großartigen Abschluss der Trilogie. Uneingeschränkte Empfehlung!


Star Trek - Destiny 2: Gewöhnliche Sterbliche
Star Trek - Destiny 2: Gewöhnliche Sterbliche
von David Mack
  Broschiert
Preis: EUR 12,80

1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Gelungene Fortsetzung mit kleinen Schönheitsfehlern, 6. Januar 2011
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
"Gewöhnliche Sterbliche" setzt den ersten Teil der "Destiny"-Trilogie fort: Die größte Borg-Invasion, die die Föderation je erleben durfte, hat begonnen. Hunderte Borg-Kuben bewegen sich auf die zentralen Föderations- und Klingonenwelten zu. Die Besatzungen der Enterprise und Titan, sowie der Aventine unter dem Kommando von Ezri Dax, versuchen gemeinsam, einen Ausweg zu finden. Dazu kommen noch die aus der Prequel-Serie "Enterprise" bekannte Erika Hernandez und mehrere ihrer Besatzungsmitglieder vor, was die Trilogie zu einem episch angelegten Crossover macht, das zu mehreren verschiedenen Zeitebenen spielt. Kleine Gastauftritte haben dazu am Rande noch einige bekannte Figuren aus "Star Trek: Voyager", Präsidentin Nan Bacco aus dem Roman "Die Gesetze der Föderation" und Garak aus DS9, der inzwischen cardassianischer Botschafter bei der Föderation geworden ist.

Wie bereits im ersten Teil ist die größte Stärke von "Gewöhnliche Sterbliche" die phantasievolle und kreative Schilderung der fortgeschrittenen Spezies der Caeliar, die in bester Science-Fiction-Tradition fremdartig, aber in sich schlüssig dargestellt werden. Die Borg sind zwar etwas gegenwärtiger als noch im ersten Band, doch auch in diesem Fall wird auf ein Aufkochen des ewigselben Assimilierens und Remodulierens weitgehend verzichtet: Die Borg sind nicht Mittelpunkt der Handlung, sondern sind das "McGuffin", stellen ihren Rahmen dar und treiben sie an.

Dazu kommt ein sehr Schreibstil, der geschickt Spannung aufbaut und die verschiedenen Zeitebenen miteinander verknüpft und zu nicht wenigen Spekulationen über die Auflösung Anlass gibt -- David Mack versteht wirklich sein Handwerk.

Gerne hätte ich fünf Sterne vergeben, wenn da nicht zwei kleine Schönheitsfehler wären: Erstens die grauenvolle Darstellung von Deanna Troi. Sie verhält sich in dem Roman, wie sich im ersten Teil bereits anbahnte, so hysterisch, irrational und neurotisch, dass es selbst durch den ihr angedichteten Konflikt nicht zu erklären und entschuldigen ist. Zweitens gibt es in den letzten paar Kapiteln von "Gewöhnliche Sterbliche" ein völlig unnötiges Intermezzo, das uns ein Wiedersehen mit den Hirogen bringt (die Jäger aus "Voyager" und dem vierten DS9-Relaunch-Roman). Wohl nur als Lückenfüller gedacht ist diese Nebenhandlung unglaublich schlecht, die Dialoge sprengen jede Peinlichkeitsgrenze und die Frage, warum das sein musste, bleibt unbeantwortet, da dieses Intermezzo in keiner Weise zum Rest der Handlung beiträgt.

Von diesen kleinen Schönheitsfehlern ist "Gewöhnliche Sterbliche" aber ein außergewöhnlich guter Roman, nimmt im Vergleich zum ersten Teil noch etwas an Fahrt auf und macht Vorfreude auf den dritten und letzten Teil der Reihe.
Kommentar Kommentare (3) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Jan 10, 2011 7:37 PM CET


Star Trek - Destiny 1: Götter der Nacht
Star Trek - Destiny 1: Götter der Nacht
von David Mack
  Broschiert
Preis: EUR 12,80

2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Guter erster Teil der Crossover-Trilogie, 6. Januar 2011
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
"Götter der Nacht" ist der erste Band der "Destiny"-Trilogie, die ein Crossover zwischen den "Next Generation"- und "Titan"-Reihen darstellt und zudem mit Captain Ezri Dax' Schiff "Aventine" und Captain Erika Hernandez auch Figuren aus den Serien "Deep Space Nine" und "Enterprise" einbindet (der Roman spielt auf mehreren verschiedenen Zeitebenen, die im zweiten und dritten Teil schließlich zusammengefasst werden). Es geht um nicht weniger als die größte Borg-Invasion, die das Star Trek-Universum je gesehen hat und damit um nicht weniger als das Schicksal der gesamten Föderation.

Der Roman schließt an den fünften Band der TNG-Relaunch-Reihe "Mehr als die Summe" und den vierten der Titan-Reihe "Schwert des Damokles" an. Die bisherige deutsche Veröffentlichung des DS9-Relaunches hinkt noch weit hinterher, so dass deutsche Leser sich nur selbst ausmalen können, warum Ezri Dax auf einmal ein eigenes Kommando hat. Die fehlenden DS9-Romane sind für das Verständnis der "Destiny"-Trilogie jedoch nicht unbedingt notwendig, da in kurzen Zusammenfassungen alles Notwendige erklärt wird.

Der Start der Trilogie ist rundum vielversprechend: Die Bedrohung durch die Borg ist zwar allgegenwärtig, jedoch halten sie sich im Hintergrund und auf direkte Konfrontation mit den Borg, die wir inzwischen schon bis zum Erbrechen sehen und lesen konnten, wird erfreulicherweise bis auf wenige Ausnahmen, die dafür umso dramatischer sind, verzichtet. Stattdessen bekommen wir eine sehr interessante und anschauliche Einführung einer neuen Spezies, der hochentwickelten Caeliar. Diese werden so plastisch und phantasievoll dargestellt, dass sie schnell zu einer der interessantesten Spezies werden, denen wir im Star Trek-Universum bisher begegnet sind -- eine der klaren Stärken der Trilogie.

Ein kleiner Negativpunkt an "Götter der Nacht" ist lediglich der etwas langsame Spannungsaufbau, was für den ersten Teil einer Trilogie wohl aber eher unvermeidlich sein dürfte. Auch die große Fülle neuer Figuren ist zuweilen ein wenig verwirrend: Zwar liegt der Schwerpunkt auf den bekannten Crewmitgliedern der Enterprise und Titan, jedoch werden zahlreiche Nebenfiguren aus den Besatzungen von Dax' und Hernandez' Schiffen eingeführt. Für meinen Geschmack war das zuviel des Guten. Zwar gibt es am Ende des Buches eine kurze Übersicht über Figuren, Rang und Position der vier Schiffsbesatzungen, aber viele weitere Nebenfiguren bleiben unberücksichtigt.

Unterm Strich ist "Götter der Nacht" aber ein sehr gelungener Roman, der Appetit auf den nächsten Teil der Trilogie macht.


Star Trek - Deep Space Nine 8.05: Mission Gamma 1: Zwielicht
Star Trek - Deep Space Nine 8.05: Mission Gamma 1: Zwielicht
von David R. George
  Broschiert
Preis: EUR 14,00

7 von 8 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Besser kann ein Star Trek-Roman kaum sein, 6. Januar 2011
Es fällt sofort auf, dass "Mission Gamma: Zwielicht", der fünfte Band im DS9-Relaunch, ein sehr umfangreicher Star Trek-Roman ist: Die fast 600 Seiten sind eng bedruckt. Somit hat er etwa die zwei- bis dreifache Länge des durchschnittlichen Star Trek-Romans, der es für gewöhnlich nur auf 300 Seiten bei größerer Schrift schafft.

Tatsächlich ist der Schreibstil dann auch sehr minutiös: Sehr ausführlich werden Umgebungen, die Gedanken der Figuren und Situationen beschrieben, weit detaillierter als man es von anderen Star Trek-Romanen gewohnt ist. Dennoch habe ich dies zu keiner Zeit als langatmig oder überflüssig empfunden. Im Gegenteil ist der Roman mitreißend. Die Charakterisierungen der Figuren sind durchweg gelungen und geben ihnen eine selten erreichte Tiefe.

Die Stärke des Romans liegt in der Fortführung und Charakterentwicklung der in den vier vorangehenden DS9-Relaunch-Romanen aufgeworfenen Handlungsstränge und eingeführten Figuren: Mit einem sehr guten Blick für Details und Stimmigkeit führt der Autor die Handlung um Kiras Exkommunikation fort, Kasidys Schwangerschaft und ihr Leben auf Bajor, Taran'atars Erforschung der humanoiden Lebensweise, die sich anbahnende Romanze zwischen Ro und Quark, ch'Thanes Streit mit seiner Mutter und seinen Bondmates, Ezris Wechsel vom Counselor auf die Kommandoebene, Bajors Antrag auf Aufnahme in die Föderation - ganz besonders aber das gestörte Verhältnis zwischen Vaughn und seiner Tochter Prynn. Die Haupthandlung (der Aufbruch der Defiant unter dem Kommando von Vaughn zur Erforschung des Gamma-Quadranten) dient nur als Aufhänger für diese vielfältigen Charakterszenen und ist eher nebensächlich.

Deswegen eine Warnung: Wer die ersten vier Bände des Relaunches nicht, bzw. die DS9-Fernsehserie nur oberflächlich kennt, wird an "Zwielicht" wohl kein Gefallen finden, denn "Zwielicht" bezieht seine Spannung aus den bekannten Figuren, nicht aus Action oder einer faszinierenden Idee in der Haupthandlung. Auch für Einsteiger in das Star Trek-Universum ist der Roman denkbar ungeeignet, da in sehr vielfältiger Weise auf frühere Ereignisse Bezug genommen wird. Er richtet sich konsequent an treue Fans der Serie, die auch bereits die ersten 4 Relaunch-Romane gelesen und gut im Gedächtnis haben. Auch Lesemuffel im Allgemeinen werden vermutlich von den fast 600 eng bedruckten Seiten abgeschreckt sein.

Fans der Reihe, die auch die notwendige Geduld haben, sich auf einen längeren Roman einzulassen, werden aber sicher voll und ganz auf ihre Kosten kommen: Wie bereits erwähnt ist die Charakterzeichnung äußerst gelungen und von einer Tiefe, die selten erreicht wird. Trotz des ausholenden Stils bezieht der Roman eine große Spannung aus seinen Charakteren. Die Haupthandlung ist zwar nicht zentral, dennoch aber durchaus gelungen. Der Autor erschafft dadurch eine sehr dichte Atmosphäre. Vor allem aber macht der Roman Appetit auf mehr - zwar wird die Haupthandlung abgeschlossen, aber viele Fragen bleiben offen.

Ein rundum gelungener, mitreißender Roman, der den Relaunch großartig weiterführt. Absolut empfehlenswert!
Kommentar


Seite: 1 | 2 | 3 | 4 | 5 | 6 | 7 | 8 | 9 | 10 | 11