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Rezensionen verfasst von
Krabat

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Warum Männer immer Sex wollen und Frauen von der Liebe träumen
Warum Männer immer Sex wollen und Frauen von der Liebe träumen
von Allan & Barbara Pease
  Gebundene Ausgabe

33 von 37 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Die nackte Wahrheit ?!, 28. Dezember 2009
Hier ist er also, der neue Bestseller der amerikanischen Populärwissenschaftler Allan und Barbara Pease.

Er bringt das endlose Thema Sex und Liebe/Liebe und Sex (?) zwischen den Geschlechtern auf folgenden Nenner:

- Männer wollen Sex und sind, um ihn zu bekommen, bereit, (zeitweise) Liebe und Bindung dafür einzugehen.
- Frauen wollen Liebe und Bindung und sind, um sie zu bekommen, bereit, (zeitweise) Sex dafür einzusetzen.

So furchtbar neu sind diese Erkenntnisse nicht. Zudem laufen die Autoren bei diesem Thema fortwährend Gefahr, in Klischees zu
landen, weil sie hier jeden Mann und jede Frau über einen Kamm scheren müssen. Aber sie umgehen diese Gefahr weitgehend, indem sie sich strikt einer Wertung ("gut"-"schlecht") enthalten und ihre Aussagen laufend durch Statistiken und Untersuchungen aus ALLEN Kulturen belegen. Zwar sind statistische Erhebungen oft mit Vorsicht zu genießen - aber es gibt wohl kaum eine andere Möglichkeit, sich diesem heiklem Thema einigermaßen objektiv anzunähern.
Zudem weisen die Autoren gleich zu Beginn eindringlich darauf hin, dass sie natürlich NICHT für Einzelfälle sprechen, sondern die "Hardware", also sozusagen das biologische "Grundprogramm" jedes Mann und jeder Frau zur Sprache bringen. Das sich aber ... so wie ich es sehe .. erstaunlich oft durchsetzt bzw. durchscheint. ;-)

Ich kann mir vorstellen, dass es gerade für viele Frauen - vor allem für die liebenden(!) - schwer zu akzeptieren ist, dass Männer in punkto Sex so viel einfacher gestrickt sind. Auch Männer brauchen eine gute Portion Humor für dieses Buch, denn allzuoft taucht gerade der Mann als dem Trieb hilflos ausgelieferter Macho auf, manipulierbar, einfältig, um nicht zu sagen dümmlich.

Zum Stil:
Auch wenn man an manchen Stellen dem Buch das "Amerikanische" deutlich anmerkt (bei jeder anbahnenden Schwierigkeit der Ruf nach dem
Psychiater .. ein viel zu langes Kapitel über Betrug, Seitensprünge, ein Spiegelbild vor allem der westlichen Gesellschaft), ist es leicht zu lesen und es gibt viel zu lachen. Denn die vielen, wirklich lustigen Witze und Zitate lockern den Inhalt nicht nur auf, sondern bringen die Kernaussagen des Kapitels auch recht treffend auf den Punkt.

Fazit:
Kurzweilig, pointiert... wenngleich ich an manchen Stellen den Eindruck habe, dass die Aussage zugunsten eines Witzes zu vereinfacht formuliert wird.
Es kann durchaus desillusionierend sein, da die Liebe ausschließlich als Ergebnis biologischer Abläufe definiert wird. Insofern ist die Kernaussage, dass Männer und Frauen bei der Partnerwahl rein hormongesteuert vorgehen, sicherlich nichts für Romantiker, erst recht nicht für Fürsprecher der Ehe oder trauten Zweisamkeit. Falls es aber nach dem Absturz aus dem siebten Himmel, also im Alltag nach der Verliebhtheit doch zu offenen oder geheimen Fragen zur Einstellung zu Sex und Liebe kommt, hält dieses Buch sicherlich die ein oder andere passende Erklärung bzw. Lösungsansatz parat.

Ein kleines Beigeschmäckle noch zum Abschluss:
"Sex sells", das ist klar. Ich finde es trotzdem ein wenig schade, dass der happige Preis von 18 Euro bei diesem Buch in
Taschenbuchaustattung (!) und - bei aller Kurzweil - mit einem überschaubaren Umfang von 320 Seiten dieses Motto doch ziemlich schamlos ausnutzt.
Kommentar Kommentare (2) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Jan 2, 2013 12:08 AM CET


Latte Igel, Band 4: Latte Igel und der Schwarze Schatten
Latte Igel, Band 4: Latte Igel und der Schwarze Schatten
von Sebastian Lybeck
  Gebundene Ausgabe
Preis: EUR 14,95

14 von 14 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Spätes, aber gelungenes Comeback!, 15. November 2009
Ein paar Worte vorweg zum (persönlichen) Hintergrund mit diesem Buch:

Ich traute meinen Augen in der Buchhandlung kaum, als ich dort das Buch eher zufällig ausliegen sah! Ein neues Abenteuer von Latte Igel? Dem gleichen Latte Igel, der schon vor 50 (!) Jahren mit seinen Abenteuern mit dem 'Wasserstein' und seiner 'Reise zu den Lofoten' für eine spannende Lektüre und Jugenderinnerung sorgte?? Und das tatsächlich noch vom gleichen Autor Sebastian Lybeck, der damals 30, heute dementsprechend 80 Jahre alt sein müsste??
Die simple Antwort lautet: Ja.
Da kann ich nur sagen: Wow, was für ein unverhofftes Comeback! Wo hat es so was nach so langer Zeit denn schon gegeben? Schon rein aus nostalgischen Gründen musste ich mir diese gebundene Ausgabe natürlich kaufen.

Zum Inhalt:
Ja, es ist wieder der gleiche Latte Igel wie vor einigen Jahrzehnten. Ein paar augenzwinkernde Anmerkungen über sein Alter gleich zu Beginn, aber gerade deswegen 'ganz der Alte.'Auch seine Freunde früherer Abenteuer (Tjum, Flurr, Elchkönig Kroke) geben sich anfangs die Ehre, wenngleich Latte sein neuestes Abenteur komplett ohne sie bestehen wird.

Der Stil ist wie in seinen bekannten Vorgänger-Abenteuern: Kindgerecht. Kurze Sätze. Keine zu komplexe Psychologie; vielfältige, aber einfach gezeichnete Charaktere (Bubo Bergeule, Seewolf Anarhi, Nachtschwalbe Siris). In manchen Passagen ' z. B. bei den Versuchen der drei Schlitzohren, Latte aus dem Verkehr zu ziehen ' fühlt man sich nicht von ungefähr an das Luchs- und Wolfsvolk aus dem 'Wasserstein'-Abenteuer erinnert.

Leichte Abstriche mache ich aber auch. Ein sehr hohes Tempo beim Wechsel von Schauplätzen und neuen Charakteren, zudem etwas zu viel 'abstruse Magie' mit dem magischen Handschuh (Entführung) .... das passt eigentlich nicht ganz so zu Latte. Das macht die Geschichte auf der anderen Seite aber auch sehr abenteuerlich!
Die Figur des Schwarzen Schattens kommt mir am Ende etwas zu kurz und zudem unglaubwürdig vor; sein (illustriertes) Aussehen als Napoleon wirkt unpassend (zu seinem Namen) und fragwürdig. Auch die Auflösung des Wettkampfs finde ich nicht hundertprozentig gelungen. Aber das sind nur ganz kleine Minuspunkte in einem sonst rundum gelungenen Abenteuer.

Zur Ausstattung des Buchs
Auffällig und schön sind die vielen liebevollen, farbigen Illustrationen auf nahezu jeder Seite. Das macht die gut geschriebene Geschichte im wahrsten Sinne des Wortes noch anschaulicher. So etwas hat den früheren Ausgaben natürlich gefehlt.

Fazit:
Latte Igel wie er leibt und lebt! Fünfzig Jahre sind nahezu spurlos an ihm vorübergegangen; von daher auf jeden Fall auch was für nostalgische Erwachsene. Eine kindgerechte, ruhigere Phantasie, fast ein 'kleiner Bruder' zu Moers fantastischen Zamonien-Romanen. Mein Lieblingsabenteuer von Latte bleibt nach wie vor der 'Wasserstein', aber 'der Schwarze Schatten' ist ein durchaus würdiger Nachfolger.


Aufforderung zum Tanz: Eine Zweiergeschichte
Aufforderung zum Tanz: Eine Zweiergeschichte
von Christine Westermann
  Taschenbuch
Preis: EUR 8,99

3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Harmlose Plauderei, 12. September 2009
Ein überschaubares Büchlein, leicht und locker zu lesen ... das ist der erste Eindruck, den ich von diesem Buch hatte.

Nahezu alle Themen von Liebe über Religion bis zum Älterwerden werden gestreift ... aber eben nur gestreift, nicht ausführlich und erst recht nicht über mehrere Briefe hinweg vertieft. Auf gehts im nächsten Brief zum nächsten Thema (auch wenn der Briefschreiber natürlich die Fragen aus dem vorangegangenen Brief elegant beantwortet.) Schön ist, dass der ganze Briefwechsel im Tonfall, von der Umschmeichelung, vom Konversationsthema wirklich gekonnt als eine persönliche Annäherung inszeniert ist.

Gelegentlich ist mir - bei allem Respekt und aller Freundlichkeit, die Man(n)/Frau dem entfernten Empfänger des Briefes schuldet - auch eine Spur zu viel Lobhudelei für das Gegenüber im Spiel.

Am Ende der Lektüre bleiben mir einige schöne Formulierungen von Jörg Thadeusz, einige nostalgische Erinnerungen von Christine Westermann im Hinterkopf. Mehr nicht. Der Eindruck einer leicht verdaulichen, letztlich belanglosen Plauderei ohne tiefere Erkenntnis für mich persönlich bleibt hartnäckiger bestehen.


The Contract
The Contract
DVD ~ Morgan Freeman
Wird angeboten von musik-markt
Preis: EUR 3,89

36 von 44 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Bestenfalls Durchschnitt, 11. Oktober 2007
Rezension bezieht sich auf: The Contract (DVD)
Hmmm.. da hatte ich mir doch deutlich mehr versprochen. Auf der Verpackung war ja von einem spannenden, "mörderischen Katz-und-Maus-Spiel" die Rede, und die Beschreibung der Handlung erinnerte mich ein wenig an den Klassiker „Mörderischer Vorsprung“ mit Sidney Poitier und Tom Berenger, den ich in guter Erinnerung hatte.

Aber: Diesem Film fehlt es an Tempo, Leidenschaft, überraschenden Einfällen. Auch der Spannungsbogen ist im gesamten Film, freundlich gesagt, überschaubar. Gerade als es in der Blockhütte einmal hochköcheln könnte, ist es auch schon vorbei. Dass sich die Verfolger mehr als einmal eher als Stümper denn als gerissene Profis präsentieren, passt da irgendwie ins Bild. Zudem lässt das Drehbuch viele Klischees (intrigante FBI-Agentin, Vater-Sohn-Beziehung auf dem Prüfstand) zu, die dieser Film, tut mir leid, schlichtweg nicht braucht. Da wäre ein bisschen mehr Action mit Hirn und Thrill durchaus ratsamer gewesen.

Morgan Freeman spielt den Schurken (mit ein wenig Herz) gewohnt routiniert, was den Film wohl vor einer völligen Bedeutungslosigkeit bewahrt. John Cusack hingegen finde ich - im doppelten Sinne des Wortes – blass.

Was bleibt? Schöne Landschaftsaufnahmen, ein paar augenzwinkernde Sprüche („wir vom Lande sind etwas trottelig...“) - ja, ein wenig unterhalten wurde ich dann doch. Aber sicher kein Film, den ich mir so schnell ein zweites Mal ansehen werde.
Kommentar Kommentar (1) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Jun 10, 2014 7:01 PM MEST


Die purpurnen Flüsse. SZ Krimibibliothek Band 35
Die purpurnen Flüsse. SZ Krimibibliothek Band 35
von Jean-Christophe Grangé
  Taschenbuch

4 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Düster - hart bis brutal - atmosphärisch dicht, 25. September 2007
Auf den Spuren eines rachsüchtigen Mörders einerseits, auf denen eines toten oder verschwundenen Kindes andererseits: Der Bestseller von Jean-Christophe Grangé führt uns gleich mehrfach in abgelegene und düstere Orte Frankreichs und nimmt uns in dieser Atmosphäre gefangen.

Die Erzähltechnik ist interessant: Abwechselnd von Kapitel zu Kapitel verfolgen wir zwei Kommissare in ihren scheinbar völlig unabhängigen Fällen. Nach und nach jedoch laufen die Fäden irgendwie zusammen ''- plötzlich taucht ein Name auf, der auch im anderen Fall eine Rolle spielt -'' Indizien häufen sich -'' die Kommissare begegnen sich schließlich persönlich und ermitteln gemeinsam bis zur bitteren Auflösung: Eine intelligente, sehr realistisch geschriebene und jederzeit nachvollziehbare Story.

Was den Roman von vielen anderen Kriminalromanen abhebt: Er verliert sich nicht in der Beschreibung von Land und Leuten, sondern lebt von den intensiven Charakteren seiner beiden Hauptfiguren. Wie sie ermitteln, wie sie ihre Vergangenheit mit in diesen Fall tragen (Neigung zur Gewalt, soziale Herkunft) und damit umgehen und wie sie beide mit einem imponierenden Ehrgeiz und Starrsinn selbst in scheinbar aussichtslosen Sackgassen wieder eine Spur finden ... das ist fesselnd.

Im Vergleich zum Film: Ja, ich weiß, dass jedes Medium seine eigene Berechtigung und Erzählweise hat und an Verfilmungen von Büchern oft von vorneherein fast uneinlösbare Erwartungen gestellt werden. Mir gefielen beide sehr gut, wobei mir die Atmosphäre und die Logik im Buch noch besser gefallen hat und der Film zu oft und wenig plausibel von der Romanvorlage abgewichen ist - scheinbar ohne Not. Aber zumindest ist er mit Jean Reno und Vincent Cassel hervorragend besetzt!


Die Rotkäppchen-Verschwörung
Die Rotkäppchen-Verschwörung
DVD ~ Anne Hathaway
Preis: EUR 11,99

20 von 26 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Schräg, frech, kurzweilig, 18. August 2007
Rezension bezieht sich auf: Die Rotkäppchen-Verschwörung (DVD)
Die Rotkäppchen-Verschwörung ist ein rasanter Spaß: Die Haupt-Figuren des traditionellen Märchens (Großmutter, Rotkäppchen und der 'große, böse' Wolf) werden schon recht bald ihre überkommenen Eigenschaften (alt und bettlägerig ... unschuldig und hilfsbereit ...böse und hinterlistig) los. Und das ist der Startschuss für eine abstruse Geschichte, die ein ganzes Bündel an Filmgenres ... - ...Actionfilme a la Bond (Seilbahn, Schurkenschema) oder a la Indiana Jones (Lorenfahrt), Heimat- und Märchenfilme (Gesangseinlagen), Detektivfilme (Rückblenden) ... - ...gekonnt und mit irrem Tempo auf die Schippe nimmt.

Besonders gelungen finde ich solche "Typen" wie die fluchbeladene, singende Ziege oder das im D-Zug-Tempo schnatternde Eichhörnchen. Solche skurrilen Einfälle ziehen sich durch den ganzen Film. Und die feinen Auflösungen solcher rätselhafter Details wie '"Wie kommt die Oma gefesselt in den Schrank?" -' ' '"Warum stürzt der Holzfäller brüllend in die Hütte?'" - "'Warum faucht der eigentlich freundliche Wolf plötzlich das Rotkäppchen an?"' - sind in den Rückblenden einfach witzig.

Ja, man muss schon einen Sinn für die völlig abgedrehten Typen und die respektlose Story haben. Kann nachvollziehen, dass einige den Film für zu 'abgedriftet' halten. Wer aber dem ständig zunehmenden Tempo an Anspielungen und Gags folgen kann, den werden die wenigen Schwächen (Rotkäppchen-Synchro) auch nicht sonderlich stören. Die oft bemängelte Animations-Qualität ist Geschmacksache. Aber ich finde, sie passt durchaus zum Film, da sie die Figuren nicht einfach nur niedlich und lebensecht darstellt, sondern bewusst 'künstlich' und verquer hinstellt. Man soll sich ja nicht unbedingt mit ihnen identifzieren. Hier gibt's kein Heldenschema.

Schade, dass es nur etwas mehr als 70 Minuten Spielzeit sind... aber die haben mich besser unterhalten als manch andere 120.


Zuckermond
Zuckermond
von Astrid Martini
  Taschenbuch
Preis: EUR 7,95

68 von 71 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Geschmackssache, 15. August 2007
Rezension bezieht sich auf: Zuckermond (Taschenbuch)
Ob man dieses Buch abstoßend oder anregend findet, hängt wirklich entscheidend davon ab, was mann/frau davon haben will/wollte... ;-)

So ausführlich, prickelnd und wirklich anregend auch viele Sexspiele beschrieben werden, so bleiben Charaktere, Ambiente und Handlung insgesamt hölzern und klischeehaft. Selbstverständlich erwarte ich von Erotik-Romanen keinen Literatur-Nobelpreis; aber dass es bei einem ausgesprochenen Bestseller wie 'Zuckermond' auch sprachlich und handlungsmäßig auf solch eindeutigem Groschenroman-Niveau bleiben muss, muss man doch auch nicht unbedingt gut finden, oder? Da waren die Erwartungen zumindest an dieses Buch eindeutig höher.

Wer sich allerdings daran nicht stört, kann an den experimentellen, fantasievollen und durchaus harten Sexszenen - abseits des Alltags-Sex (?) - Geschmack finden. Wobei klar ist, dass nicht alles für jeden Geschmack geeignet ist. Auch der derbe Sprachstil wird viele abschrecken, aber genauso viele nach einem gewissen Gewöhnungseffekt nicht mehr stören, vielleicht sogar anregen.

Übrigens: Ich kann - als männlicher Rezensent ;-) - die hier häufig vorgebrachte Meinung nicht nachvollziehen, warum dieses Buch nur oder überwiegend nur weibliche Fantasien bzw. ein weibliches Publikum ansprechen soll? Die Sexszenen sind von einer sprachlichen Direktheit und einem unausgesprochenen Voyeurismus (beides nicht negativ gemeint!), die durchaus an Porno- oder S/M-Filme erinnern und damit auch ein männliches Publikum nicht ausschließt.

Alles in allem: Heißer und durchaus fantasievoller Sex. An den Rest des Buchs keine Erwartungen stellen. Ein Wort noch zur Ausstattung des Buchs: Für € 7,95 als Taschenbuch okay; für 15,90 € in einer qualitativ minderwertigen Ausgabe eines Erotik-Fachverlags eindeutig überteuert!


Number 23
Number 23
DVD ~ Jim Carrey
Wird angeboten von Multi-Media-Trade GmbH - Alle Preisangaben inkl. MwSt.
Preis: EUR 10,60

35 von 42 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Der Funke springt nicht richtig über, 15. August 2007
Rezension bezieht sich auf: Number 23 (DVD)
Die Beschreibung des Plots und die Besetzung versprachen einen schön düsteren und spannenden Mystery-Thriller. Mein erster Eindruck nach dem Film lässt sich jedoch so zusammenfassen: "'Hmmm, irgendwie bin ich da nicht richtig warm geworden."
Denn nirgendwo springt der Funke richtig über: Die Rechenspiele um die Nummer 23 sind zu konstruiert und beliebig, um wirklich beeindrucken zu können. Wie sagte Virginia Madsen, die Ehefrau im Film: ''Da könnte man genauso gut jede andere Zahl nehmen.' ... Zudem wird nicht klar, warum die 23 so UNHEILVOLL für die Betroffenen sein muss. Sie ist schlimmstenfalls einfach nur (überall) da, aber dass sie die Personen deshalb unweigerlich in den Wahnsinn bzw. Selbstmord treiben muss, ist doch höchst fraglich. Ähnlich unbefriedigend finde ich andere Geschehnisse und Zusammenhänge des Films (Finden des Buchs, der Hund). Und so plätschert der Film ohne richtige Spannungs- oder Stimmungshöhepunkte vor sich hin.

Die Auflösung? Na ja ... ob vorsehbar oder enttäuschend, darf jeder für sich entscheiden. Sie ist sicherlich nicht sensationell neu und kombiniert Elemente, die man schon aus vielen anderen Thrillern kennt. Aber sie ist durchaus logisch und spannend, deshalb für mich letzlich okay.

Was mir an dem Film gefallen hat, war Jim Carrey. Ihm nehme ich den verfolgten und teilweise hysterischen Familienvater sofort ab - wirklich ein "unheimlich guter" Rollenwechsel zum sonstigen Grimassenclown.

Aber das reicht eben nicht aus um zu verhindern, dass sich nach dem Film eine leichte Enttäuschung breit macht. Vor der Zahl 23 habe ich jedenfalls nach diesem Film nicht mehr Angst als vorher. ... ;-)
Kommentar Kommentar (1) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: May 10, 2013 1:11 PM MEST


Nachts im Museum
Nachts im Museum
DVD ~ Ben Stiller
Wird angeboten von Multi-Media-Trade GmbH - Alle Preisangaben inkl. MwSt.
Preis: EUR 5,47

3 von 10 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Passabel, aber sicher kein Highlight, 13. Juli 2007
Rezension bezieht sich auf: Nachts im Museum (DVD)
Hmmm... sicherlich kein Glanzlicht des Abenteuer-/Fantasy-Kinos; für einen unterhaltsamen Abend kann es aber doch reichen, wenn man nicht zu hohe Ansprüche an die Story stellt. Denn eines ist klar: Hier geht es um 90 Minuten Unterhaltung auf passablem, aber auch nicht überdurchschnittlichem Special-Effekt-Niveau. Fur Fans von "Jumanji" und Co. sicherlich das Richtige.

Ein nachts zum Leben erwachendes Naturkundemuseum.... daraus hätte man doch auch etwas mehr machen können als reinen Trickklamauk, der nach einiger Zeit auch zu aufgesetzt wirkt. Nur wenige Szenen verführen wirklich zum Schmunzeln (z. B. Steinzeitmenschen mit Feuerlöscher, Stöckchen apportierender T-Rex); der Rest folgt einer oberflächlichen und kaum filmfüllenden "Handlung".
Zudem folgt der Film auch in seiner "Rahmenhandlung" gängigen Hollywood-Klischees auf seichtestem (Dialog)-Niveau: Vater-Sohn-Beziehung nach gescheiterter Beziehung, pathetische Heldenansprache am Schluss... hätte man nicht wenigstens darauf verzichten können? Zu den Schauspielern: Ben Stiller und Robin Williams geben sich sicherlich Mühe, aber die Rollen in diesem Drehbuch lassen nun mal keine oscarverdächtigen Charaktere zu.

Alles in allem: Einmal mit der Familie angeschaut, ein paar Mal geschmunzelt... das war's dann aber auch.


The Sentinel - Wem kannst du trauen?
The Sentinel - Wem kannst du trauen?
DVD ~ Kiefer Sutherland
Wird angeboten von Multi-Media-Trade GmbH - Alle Preisangaben inkl. MwSt.
Preis: EUR 5,49

11 von 20 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen Langweilig, 27. Januar 2007
Rezension bezieht sich auf: The Sentinel - Wem kannst du trauen? (DVD)
Natürlich schaut man sich diesen Film schon alleine wegen der Stars an. Die eher durchwachsenen Kritiken zu diesem Film nahm auch ich dafür bewusst in Kauf.

Aber: Dem Film merkt man ganz deutlich an, dass er ausschließlich auf Star-Power setzt. Eine gute, vor allem überraschende Story schien hier keinen Platz mehr zu haben. Wenn sich ein namhafter Regisseur dieses ausgelutschten '"Präsident-Secret-Service-FBI-Attentat"'-Themas annimmt, sollte er doch auch mal was Neues einbringen können, ja, eigentlich müssen. Oder er sollte es lassen ...

Die Handlung ist eine einzige Abfolge sattsam bekannter Themen und Klischees, die alle zudem nur hingeworfen, aber keineswegs durchdacht sind, daher künstlich aneinander gereiht wirken. Das beginnt bei den zahlreichen '"Präsident-läuft-mit-seinem-Gefolge-durch-die-Gänge-des-Weißen-Hauses'"-Bilder, geht über "Ein-unschuldiger-Mann-kämpft-gegen-die-Übermacht-um-die-Wahrheit"' bis hin zum völlig blassen Bösewicht. Hinzu kommen die unvermeidlichen tatsächlichen und behaupteten Affären - Maulwurf - Agenten verfolgen Agenten - "Du hast was mit meiner Frau!"-Dialoge ... es wird trotzdem oder gerade deshalb nie so richtig spannend. Zwei bis drei halbwegs gelungene Sequenzen .. viel zu wenig. Wirklich langweilig. Bestenfalls durchschnittliches-US-Cops-Serien-Niveau. Aber kein großes Kino.

Diesen Film werde ich schnell wieder vergessen haben. Schade.


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