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Sari "Smoked Butterfly" (Berlin)

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Anna Strong 1: Verführung der Nacht
Anna Strong 1: Verführung der Nacht
von Jeanne C. Stein
  Taschenbuch

24 von 25 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Säuselfreie Vampirthrillergeschichte mit rachsüchtiger Protagonistin, 19. Mai 2009
Anna Strong ist vom Beruf Kopfgeldjägerin und geht mit ihrem Geschäftspartner David regelmäßig auf die Jagd nach Kautionsflüchtigen. Während einer routinemäßigen Fahndung vor einer Bar werden die beiden jedoch von ihrem Gesuchten überwältigt und landen schließlich im Krankenhaus. Dort teilt man der kurzzeitig komatös gewesenen Anna mit, dass sie Opfer einer Vergewaltigung geworden ist und beinah an den Folgen einer Halsverletzung gestorben wäre. Zunächst kann sie sich an nichts erinnern, aber bald wird klar, dass sie nicht mehr die ist, die sie mal war...

Überleitung: Nein, Anna ist kein seelisches Wrack, dass aufgrund des Missbrauchs ewig psychologisch betreut werden muss. Nein! Sie ist jetzt ein VAMPIR!!!! Und eigentlich sollte jeder, der mit dieser Tatsache konfrontiert wird und der halbwegs klar im Kopf ist, eigentlich in gewisser Weise darauf reagieren. Panisch! Wütend! Ungläubig! Aber die liebe Anna zuckt mit den Schultern, fertig!

Gleich vorneweg möchte ich sagen, dass das Buch insgesamt betrachtet noch durchaus in Ordnung war und man ruhig zugreifen kann. Das nun Folgende ist eine kleine Warnung, was man allerdings in Kauf nehmen muss:
"Verführung der Nacht" hat nämlich einen völlig irreführenden Titel, der eigentlich auf eine typische Liebes-Vampir-Geschichte schließen lässt. Dem ist definitiv nicht so! Vielmehr liegt mit diesem Buch wirklich ein Vampirthriller mit leichten Krimielementen vor. Das Ganze wird dann mit einigen kleinen Liebesszenen angereichert, die jedoch nur kurz angerissen werden und nicht unbedingt vor Detailliertheit strotzen. Was man durchaus als positiv werten kann, denn in einigen Werken dieses Genres ertrinkt man ja manchmal förmlich in einer seitenlangen Flut über den Liebesakt. Leider kommen aber auch andere Aspekte im Buch zu kurz. So findet sich, wie oben schon angeschnitten, die Protagonistin viel zu schnell mit der Tatsache ab, dass sie nun ein Blutsauger ist und kein Spiegelbild mehr hat. Auch so Kleinigkeiten wie den Missbrauch und demzufolge mögliche Geschlechtskrankheiten bereiten Anna keine Sorgen, denn sie war ja eh bewusstlos. Als sie dann noch am selben Tag auf Anraten ihres Arztes nach Hause gehen darf (wohlgemerkt grün und blau geschlagen und kaum bewegungsfähig), fand ich das schon ein wenig suspekt. Aber Doktor Avery klärt sie ja über ihren neuen Zustand auf und schon ist die Sache geritzt. Leider hat es sich die Autorin an vielen Stellen zu einfach gemacht.
Eine immer logische Geschichte ohne Nachlässigkeiten darf man hier nicht erwarten.
Was mich am meisten stört, ist allerdings der Erzählstil. Ich finde es ja immer schön, wenn sich ein Schriftsteller von der Masse abheben will, aber dann doch bitte inhaltlich! Die Ich-Form ist ja noch völlig in Ordnung- aber im Präsens? Dadurch entstehen lauter schöne Sätze, die mit "Ich mache... Ich tue... Ich will..." anfangen und nicht besonders abwechslungsreich sind und sich auch nicht schön lesen lassen. Zumal die Protagonistin im Vorwort rückblickend von ihren Ereignissen erzählt; deswegen verstehe ich auch nicht die Wahl der Gegenwart. Sei es drum.
Als dritten Punkt möchte ich noch auf den Plot eingehen. Jeanne C. Stein hatte sicherlich irgendwo ein Ziel vor Augen gehabt. Dennoch hatte ich eher das Gefühl, dass sich die Handlung spontan entwickelt hat und die Autorin anfangs selbst noch nicht so richtig wusste, wie es nun weitergeht. Dadurch kam für mich die eine oder andere Länge (inklusive einiger sinnfreier Dialoge) zustande. Aber bevor es schlecht wird, krieg die Geschichte immer noch gerade so die Kurve. Oder die Autorin?

Im Endeffekt habe ich mich trotzdem gut unterhalten gefühlt. Teilweise war das Buch nämlich wirklich spannend und manchmal sogar ein wenig komisch. Anna ist nämlich sehr sarkastisch und tut dies auch regelmäßig kund. Ich fand sie als Person durchaus sympathisch. Sie handelt zwar oft unentschlossen und ändert ihre Meinung auf einer Seite auch gern dreimal, aber irgendwo macht sie das menschlich und lässt sie nicht so erhaben wirken. Zudem hat sie arg mit latenten Aggressionen und Rachegedanken zu kämpfen. Denn obwohl sie das Vampirsein anfangs nichts so sehr wundert, merkt sie doch schnell, wie sie mit ihrem neuen Dasein überall aneckt und welche Probleme die Unsterblichkeit zu Folge hat.
Ich habe ewig mit mir gerungen, wie viel Sterne ich gebe, aber da ich mittlerweile die Fortsetzung gelesen habe, die wirklich um Längen besser ist, habe ich mich für drei Sterne entschieden. Wer also mit dem Buch nicht zufrieden war, sollte ruhig noch zu "Lockruf des Blutes" greifen. Der Auftakt der Anna-Strong-Reihe ist definitiv nicht groß anspruchsvoll oder regt weiter zum Nachdenken an, es ist auch keine Liebesschnulze, sondern halt nur kurzweilige Unterhaltungsliteratur für Nebenher. Wer sich daran nicht stört, der darf ruhig zugreifen :)


Eine Vampirin auf Abwegen
Eine Vampirin auf Abwegen
von Lynsay Sands
  Taschenbuch
Preis: EUR 9,95

4 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Neues von den Argeneaus, 12. Mai 2009
Rezension bezieht sich auf: Eine Vampirin auf Abwegen (Taschenbuch)
Wenn Lissianna eines nicht sehen kann, dann ist es Blut. Blöd nur, dass sie ein Vampir und darauf angewiesen ist. Um sie von dieser Phobie zu heilen, schenkt ihre Mutter ihr zum 202. Geburtstag den Psychologen Dr. Gregory Hewitt - ans Bett gefesselt. Schon als sich die beiden zum ersten Mal sehen, knistert es ordentlich und innerhalb kürzester Zeit funkt es so dolle, dass Greg sogar über die Tatsache hinweg sehen kann, dass seine Liebste Blut trinkt. Alles könnte so schön sein, wäre da nicht Lissiannas Verwandtschaft, die nicht zulassen kann, dass Greg deren Geheimnis kennt...

Natürlich braucht auch das Pärchen wieder eine gewisse Zeit, bis es sich wirklich gefunden hat und akzeptieren kann, dass sie beide zusammengehören. Marguerite fungiert an dieser Stelle wie in den beiden anderen Büchern wieder als Kupplerin und wie üblich fehlt auch ein ordentlicher Schuss Humor und Albernheit nicht. Alles, wie man es von der Autorin Lynsay Sands kennt und erwartet.
Was ich überhaupt nicht verstehe, ist, warum die Reihenfolge der Serie nicht eingehalten wurde. Als Leser ist es etwas irritierend, wenn man den beiden Vorgängern einen schon verwandelten Greg entnehmen kann, der zudem mittlerweile mit Lissianna verheiratet ist. Dass die Bücher immer nach dem gleichen Schema verlaufen, weiß man zwar vorher, aber irgendwie ist es doch witzlos, wenn man den ganzen Plot inklusive Ausgang schon aus den Vorgängern (oder waren es nicht die Nachfolger?) kennt. Ich hätte es ja noch verstehen können, wenn man jedes Buch der Reihe separat betrachtet.
Wenn ich alle drei Bücher vergleiche, die bisher in deutscher Sprache erschienen sind, ist dies für mich das schwächste, obwohl man wirklich von marginalen Kleinigkeiten sprechen muss. Das wohl größte Problem war die Umstellung, denn normalerweise sind die Vampire (in der Liebesgeschichte) immer männlich. Und sie ist halt menschlich. So verhält es sich übrigens meistens, was mir jedoch in "Eine Vampirin auf Abwegen" erst richtig bewusst geworden ist. Nichts desto trotz hat sich Lissianna als Frau gut geschlagen!
Was ich wieder ein wenig albern fand, war das Verhalten der Vampire. Man müsste doch eigentlich denken, dass sich jemand, der 200, 300 oder 500 Jahre alt ist, reifer verhält als jemand, der erst 16 Jahre ist. Ich habe kaum Unterschied ausgemacht, aber das gehört wahrscheinlich zum Humor des Buches.
Gut gefallen haben mir wiederum die beiden Vampirjäger; bei dem einen hatte ich ja schon so eine Vermutung, aber der andere hat mich echt überrascht. Ansonsten ist das Liebespaar auch ständig auf der Flucht vor der eigenen Verwandtschaft und bei der Nahrungsbeschaffung kommt es immer wieder zu lustigen Situationen, zumal Lissi die erste ist, die sich bei Zeiten auch al fresco aus der Vene ernähren muss.

Drittes Buch und zum dritten mal drei Sterne! Für meinen sonst eher düsteren Geschmack bietet mir die kanadische Bestseller-Autorin eine humorvolle Abwechslung. "Eine Vampirin auf Abwegen" (warum braucht Vampir eigentlich einen weiblichen Gegenpart?) ist wie immer ein solides Buch, dass zwar seine Längen hat, aber für Zwischendurch sehr unterhaltsam sein kann.
Kommentar Kommentare (2) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Jan 7, 2010 9:25 PM CET


Unsterblich wie die Nacht: Roman
Unsterblich wie die Nacht: Roman
von Mina Hepsen
  Taschenbuch
Preis: EUR 8,95

3 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Liebesschnulze sucht herbivore Vampire für Happy End, 12. Mai 2009
Ahhhh, ein neuer erfrischender Vampirroman mit dem richtigen Schuss, der nicht zu einer 20-teiligen Reihe aufgeblasen wird. Ein Buch, das in sich abschließt und zu keinem Nachfolger nötigt bzw. den Leser in die Situation bringt, auf die Willkür des Verlages angewiesen zu sein und zu warten, bis diese sich mal erbarmen, den nächsten Teil auf den Markt zu schmeißen. Das ging mir alles durch den Kopf, als ich die erste Seite aufschlug. 350 Seiten weiter bin ich immer noch froh, dass es wirklich nur ein Einzelroman ist. Denn doll ist das Gebotene nicht! Meine Theorie ist, dass die Autorin unbedingt eine Liebesgeschichte schreiben wollte. Um die ganze Sache interessanter zu machen, wurde der bestehende Vampirhype genutzt, um den Roman aufzupeppen. Das hat dann in soweit geklappt, als das eine liebe Freundin das Werk in einer Buchhandlung sah, meinen Faible für Blutsauger kannte und mir gekauft und geschenkt hat und ich es schließlich gelesen habe.

Die Vampire wollten mir überhaupt nicht gefallen. Keine Probleme mit dem Sonnenlicht, irgendwie keine so richtig einleuchtende Begründung zu dieser Halbunsterblichkeit und dann Tierblut. Bääääh! Noch ungesunder geht's ja nur noch aus dem Beutel... Und dann diese völlig albernen Rituale, wenn jemand initiiert oder beerdigt wird. Viele der genannten Punkte machen nämlich die Anziehung dieser, ich nenne sie mal Subkultur, aus.
Es bleibt also die Liebesgeschichte. Die war schon etwas besser. Zwar folgt sie den üblichen Mustern: "Sie sehen sich. Sie verliebt sich, kann es sich aber nicht eingestehen. Er verliebt sich, kann es sich ebenfalls nicht eingestehen. Beide reden sich ein, dass es nicht funktionieren kann. Aber voneinander lassen können sie auch nicht! Ach ja, beide sind wunder-wunderschön." Dass ich nach dem Klapptext schon wusste, wie die Geschichte ausgehen würde und auch Recht hatte, wollte ich nur mal erwähnt haben. Als Warnung für alle, die es spannend mögen. Der Schreibestil und die Übersetzung hingegen waren ganz ordentlich und leicht von der Hand zu lesen.
Ich stehe eher auf Literatur, die im Hier und Jetzt spielt; für mich war "Unsterblich wie die Nacht" zumindest in soweit eine Abwechslung. Massiv gestört hat mich allerdings dieses blöde Rezitieren. Jedes Kapitel war geflutet von albernen Buchzitaten der Protagonisten. Wenn man damit die Einfältigkeit von Angelica verdecken wollte, so hat das nur mäßig funktioniert.

Abschließend kann ich sagen: Wer dieses Buch kauft, hat eine typische Liebesgeschichte zu erwarten, die am Ende zu recht gebogen wird, damit sie auch aufgeht. Es tauchen zwar Vampire auf, diese hätten im Endeffekt aber auch Ghule, Werwölfe oder Schlangenbeschwörer sein können. Darüber hinaus bietet der Plot allerdings auch nicht viel. Es gibt zwar eine Bedrohung, diese ist jedoch die meiste Zeit über abwesend. Die Lücken werden mit Bällen, Diskussionen über die Vampirgemeinschaft und Allerlei Nebensächlichkeiten gefüllt und enden schließlich in einem vorhersehbaren Finale mit Happy End.
Man kann auf jeden Fall zugreifen, verpasst aber auch nichts, wenn man es lässt.


Todesfluch: Black Dagger 10 - Roman
Todesfluch: Black Dagger 10 - Roman
von J. R. Ward
  Taschenbuch
Preis: EUR 7,95

28 von 28 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Vishous und Jane, die Zweite, 3. Mai 2009
Da hat sich der Verlag aber wirklich viel Zeit gelassen. Zwischen dem neunten und zehnten Teil lagen mal eben drei Monate und bei der Vielzahl an Büchern, die ich so lese, habe ich schon ein wenig gebraucht, bis ich wieder in die Geschichte reingekommen bin. Das trübt den Lesegenuss ungemein, aber meine Lieblingsbruderschaft hat mich dann doch recht schnell wieder völlig in ihren Bann geschlagen.
Noch immer im Mittelpunkt der Geschehnisse: Vishous und sein Fräulein Doktor. Oder doch nicht? Ich finde, zum ersten Mal ist die Liebesgeschichte wirklich arg in den Hintergrund gerutscht. Früher dominierten ja die Liebeleien und Bettszenen erheblich, in "Todesfluch" hingegen nehmen Personen wie Phury, Cormia und John mindestens den selbem Stellenwert ein. Ob das jetzt gut oder schlecht ist? Schwer zu sagen. Zumindest für den letzten Bruder in der Runde, Phury, war die Kürzung gut. Aber alles der Reihe nach...

Sextechnisch gesehen gehen Vishous und Jane ja gleich zu Anfang in die Vollen und ich dachte mir schon, dass V auch hinsichtlich einer möglichen Beziehung mit seiner Ärztin keine Abstriche in den Vorlieben machen muss. Schnell holt die beiden jedoch die Realität wieder ein und nach einigem Hin und her scheint die endgültige Trennung der beiden unausweichlich. Das ein gebundener Vampir aber ohne seine Shellan nicht kann, dürfte jedem BDB-Begeisterten sofort klar sein... leider muss ich sagen, dass mir V ein bisschen zu schnell zu weich geworden ist. Es ist fast schon ein wenig absurd, wenn ein 2 Meter Hüne von einem Mann, dessen Vorlieben in den letzten 300 Jahren harte SM-Spielchen mit Knebeln und Fesseln waren, plötzlich butterweich wird und seiner Liebsten alles von den Augen abschmachtet. Ansonsten war die Liebesgeschichte wie immer sehr schön :)
Zwei weitere Charaktere werden auch genauer unter die Lupe genommen: Phury und Cormia. Während er seiner neuen Rolle gerecht werden muss, muss sie erfahren, wie anders die Welt jenseits der Sphäre ist, in der sie bisher gelebt hat. Dabei darf man sich Cormia wie die einstige Marissa hoch zehn vorstellen. Null Ahnung von Männern bzw. im Umgang mit technischen Entwicklungen total planlos. Es bleibt abzuwarten, wie es mit den beiden Unerfahrenen weitergeht, aber ohne zu viel zu verraten, ist ja abzusehen, dass es da noch ordentlich knistern wird.
Und auch über John erfährt man als Leser viel Neues! Seine lang herbeigesehnte Transition läuft endlich von statten! Vielleicht bin ich ja die Einzige, aber in meiner Fantasie bleibt John wahrscheinlich für immer der 14-jährige Halbwüchsige- Transition hin oder her. Mag vielleicht an seinem Verhalten liegen, das teilweise wirklich noch sehr kindlich ist. Da kann die Autorin noch so oft von seiner Größe, Breite, Länge, etc. erzählen...
Dann noch eine Bemerkung zu den Lessern. Was ist denn da los? Die sind ja faktisch so gut wie gar nicht mehr vorhanden. Wo bitte ist da noch die Bedrohung? Mal ganz abgesehen von dem einen Lesser, der dann noch das "Glück" hatte, diesen Volltreffer zu erlangen und damit ein völlig kitschiges und dermaßen unglaubwürdiges Ende einleitet, scheinen Omega und co. wirklich im Urlaub zu sein. Finde ich persönlich echt Schade.

Für mich war das Ende schließlich auch der Grund für die Punktevergabe. Eigentlich wollte ich erst drei Sterne geben, weil ich den Abschluss und die Auflösung der Plots einfach nur lächerlich fand. Die einen nennen es Gleichgewicht, ich denke da eher an Willkür. Insgesamt war es dann aber doch zu gut für nur ein Okay, deswegen vergebe ich vier Sterne. Spannung Pur wie immer und ich warte sehnsüchtig auf den nächsten Teil, denn die Autorin hat andeutungsweise mindestens noch zehn neue Handlungsstränge erworfen und ich platze fast vor Neugier darüber, wie es weitergeht. Fans der Serie werden wieder voll auf ihre Kosten kommen!
Kommentar Kommentare (3) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Mar 27, 2011 6:38 PM MEST


Ein Vampir zum Vernaschen
Ein Vampir zum Vernaschen
von Lynsay Sands
  Taschenbuch
Preis: EUR 9,95

1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Handlungsarme, aber witzige Geschichte, 14. April 2009
Rezension bezieht sich auf: Ein Vampir zum Vernaschen (Taschenbuch)
"Ein Vampir zum Vernaschen" von Lynsay Sands ist nun mein zweites Buch, welches ich von der kanadischen Bestseller-Autorin gelesen habe und wahrscheinlich auch nicht mein letztes. Zwar wird die Argeneau-Reihe für mich nie zu den herausragenden Exemplaren dieses Genres gehören, aber wirklich schlecht ist sie auch nicht.

Im Mittelpunkte der Geschichte steht dieses Mal Lucern Argeneau, der Bruder von Etienne aus dem Band davor und leidenschaftlicher Verfasser von Liebesromanen, dessen Protagonisten übrigens die eigene Sippe ist. Seine Werke sind sogar so erfolgreich, dass sein Verlag möchte, dass er noch zusätzlich die Werbetrommel rührt, um den Verkauf zu steigern. Der jedoch sehr zurückgezogen lebende und etwas mürrische Lucern hält nicht viel davon und wehrt alle Versuche, sein Einsiedlerleben zu unterbrechen, ab. Bis seine Lektorin Kate C. Leever vor der Tür steht und alles probiert, um ihn zu einer Lesereise zu bewegen...

Und schon hat man einen Aufhänger und der Rest entwickelt sich von selbst. Im Großen und Ganzen passiert dann eigentlich auch nicht mehr viel. Ein bisschen Alltag hier, ein wenige Liebe und Erotik da und eigentlich glaubt der jeweils andere immer, dass mit seinen Gefühlen gespielt wird. Das Alles wird dann noch mit reichlich Humor gemischt und fertig ist der Kuchen.
Mir hat das Buch ein bisschen besser gefallen als der Vorgänger. Die ersten 100 Seiten sind zwar etwas schleppend und wirken sehr aufgesetzt und konstruiert, aber dann entwickelt die Geschichte ein ganz angenehmes Tempo und läuft bis zum Ende so weiter. Wirklich gelangweilt habe ich mich nie, aber mir hat allerdings die nötige Spannung gefehlt. So eine Art Höhepunkt - nicht nur den von Ms. Leever- hätte dem Verlauf nicht geschadet. Zwischendurch ist zwar so ein wahnsinniger Irrer aufgetaucht, der dann aber allerdings auch genauso schnell und namenlos wieder verschwindet. Hier mal ein paar Seiten, da mal ein Kapitel und irgendwann war es durchgelesen. Leider keine schlaflosen Nächte und dicke Augenringe.
Dabei konnte ich mich dieses Mal sogar mit dem Beutelblut anfreunden. Gar nicht leiden kann ich allerdings Marguerite. Diese Verkupplungsdinger und dieses herrische "Du-machst-was-ich-sage" finde ich ein bisschen sehr übertrieben. Irgendwie stört mich auch ein bisschen der Gedanke, dass ein über 600 Jahre altes Wesen sich von seiner Mutter einreden lässt, wie sein Liebesleben auszusehen hat. Aber schon seit Black Dagger und Midnight Breed finde ich es nicht weiter überraschend, dass Vampire mit dem Ende ihrer körperlichen Entwicklung auch geistig auf diesem Niveau verharren. Alter hin oder her...

Summa Summarum bekommt "Ein Vampir zum Vernaschen" 3 Sterne mit einem dicken Plus. Der Humor rettet viel, was an Spannung und Handlung fehlt. Manchmal kam ich aus dem Grinsen nicht heraus und ein paar Mal habe ich sogar herzlich gelacht. Gute gefallen haben mir auch die Erotikszenen, die waren zwar detailliert, aber nicht vulgär, sondern ansprechend verfasst.
Als Strandlektüre oder für Zwischendurch eignet sich das Buch wirklich gut; wer jedoch etwas Handfestes und Solides will, sollte lieber zu einem anderen Autor greifen.


Blutrote Küsse: Roman - Cat & Bones 1 -
Blutrote Küsse: Roman - Cat & Bones 1 -
von Jeaniene Frost
  Taschenbuch
Preis: EUR 7,95

26 von 29 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Dieses Buch legt die Messlatte neu, 9. April 2009
"Blutrote Küsse" von Jeaniene Frost ist mitunter nämlich das Beste, was ich in der letzten Zeit gelesen habe. Zudem ist es auch ein ganz heißer Anwärter auf die Spitze meiner Top3-Liste der tollsten Vampirromane 2009. Ich mag jetzt wahrscheinlich wie ein wahnsinnig gewordener Teenager klingen, aber bei einem so umwerfenden und spannenden Werk werde ich gerne auch mal zum Groupie!

Und dabei wäre diese Perle beinah noch länger unentdeckt geblieben. Das Buch lag nämlich schon seit Anfang Januar oben auf dem Schrank und nur den vielen positiven Rezensionen hier ist es zu verdanken, dass ich spontan mit dem Lesen anfing. Eine schlaflose Nacht und einen halben Tag später war ich durch. Und war bzw. bin restlos begeistert!
Cat und Bones sind wundervolle Charaktere, sympathisch und ich habe beide von der ersten Seite an geliebt. Sie, die Halbvampirin, die im Auftrag ihrer Mutter Blutsauger jagt, weil diese durch eine Vergewaltigung von einem Vampir mit Cat schwanger wurde und er, der Vampirmeister, dem alle Frauen erliegen, der total stark ist und natürlich alle wichtigen und für dieses Gerne kennzeichnenden Attribute mitbringt sind einfach wundervoll. Seufz... Und die Kombination der beiden ist natürlich traumhaft. Das Ganze wird dann in eine gut konzipierte, super spannende und abwechslungsreiche Geschichte verpackt, die mit dem nötigen Witz und Humor und einem ordentlichen Schuss Erotik vollendet wird und für Fans von "Paranormal Romance" einen Lesespaß erster Klasse bietet.

Über die ganzen Lobeshymnen hinweg möchte ich dennoch auch etwas kritisch sein; ja, die Sprache ist manchmal wirklich etwas flach und ja, manchmal ist alles ein bisschen zu sexlastig. Ich glaube auch, dass die Autorin ein großer Fan der Serie "Buffy- Im Bann der Dämonen" war, denn beim Lesen hatte ich irgendwie ständig Bilder der Vampirslayerin und ihrem wassenstoffperoxidblonden Spike vor Augen. Ich fand die beiden als Pärchen schon immer gut und selbst wenn Ähnlichkeiten Zufall sind, werden die Bilder wohl ewig bleiben.
Im Prinzip alles aber eher belanglos, da der Rest ansonsten stimmig war. Was mir dann schließlich doch einen kleinen Dämpfer verpasst hat, waren einige Szenen kurz vor Ende. Man hatte fast den Eindruck, Cat mutiert zwischendurch zu einer verrückten Psychopathin. Das Töten im Buch ist ja ständig präsent und wird meist sehr brutal und kaltblütig ausgelebt. Der Kampf am Ende gleicht aber wirklich einem Massaker: Blut spritzt und Gliedmaßen fliegen durch die Gegend und man fragt sich, was denn da los ist. Diese kurzzeitige Metamorphose stellt fast schon einen Bruch der Figur Cat selbst dar.
Ich sage das alles nicht, um irgendetwas zu verraten, sondern als Warnung, dass in diesem Buch mit der Thematik Töten nicht zimperlich umgegangen wird und die Autorin nicht mit Details spart. Ob Mrs. Frost damit übers Ziel hinaus geschossen ist, muss jeder selbst entscheiden.

Ich gebe "Blutrot Küsse" trotzdem!!! insgesamt 5 Sterne, weil ich wirklich gut unterhalten wurde, weil ich viel lachen konnte, Spaß hatte und mich riesig auf den zweiten Teil im August freue. Wer mit den von mir genannten Kritikpunkten leben und mit der Thematik gut kann, wird meines Erachtens mindestens genauso viel Freude an diesem Band haben wie ich :)...


Tochter der Finsternis
Tochter der Finsternis
von Melissa de la Cruz
  Taschenbuch

3 von 7 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen Zwar nicht unterirdisch schlecht, aber weit entfernt von gut, 2. April 2009
Rezension bezieht sich auf: Tochter der Finsternis (Taschenbuch)
Unter normalen Umständen hätte dieses Buch meines Erachtens nicht übersetzt werden dürfen. Da der Vampir jedoch gerade seine Blütezeit hat und die Läden nur so voll geschwemmt werden mit Literatur aus dem Blutsaugerbereich, bleibt es leider nicht aus, dass in dem Zuge auch jede Menge Unbrauchbares veröffentlich wird. So auch "The Immortals - Tochter der Finsternis" von Melissa de la Cruz.

Die Zielgruppe ist auf jeden Fall grob im Jugendbereich einzuordnen. Ich kann jedoch nicht sagen, ob man mit 12 Jahren schon Spaß an dem Werk haben kann oder ob man älter sein sollte. Ich habe mich die ganzen 300 Seiten hinweg irgendwie zu alt gefühlt...
Ganz konkret: Die Autorin hat kein Talent! Ich habe selten so ein Gestammel gelesen, ein pure Aneinanderreihung von Hauptsätzen und Szenebegriffen. Das Ganze wird dann man einer Oberflächlichkeit und Monotonie abgearbeitet, bei ich mich echt gefragt habe, ob die Autorin beim Schreiben überhaupt Spaß hatte. So etwas möchte ich nicht mal als junger Mensch lesen müssen. Schreibtechnisch kam zumindest keine Spannung auf! Inhaltlich vielleicht? Jein! Positiv erwähnen möchte ich die Tatsache, dass die Autorin sich ihre eigene Entstehungstheorie geschaffen hat. Da gibt es auf der einen Seite die Blue Bloods - die Vampire - die im Teenageralter ihre Wandlung durchmachen. Natürlich haben alle Blaublüter perfekte Körper, sind wunderschön, stark und ständig durstig. Dann gibt es noch die Red Bloods - die Menschen- wie gehabt, die als sogenannte Vertraute des Vampirs dessen Nahrung darstellen und ansonsten keinen Zweck erfüllen. Zudem leben die meisten Vampire in Manhattan und sind stinkreich. Selbst die ärmsten unter ihnen haben im Schnitt mehr Geld als jeder Durchschnittsmensch im ganzen Leben zu Verfügung hat. Wer jetzt denkt, dass die dann wenigstens so bescheiden sind, damit nicht in aller Öffentlichkeit herumzuprahlen, hat sich allerdings getäuscht. Alle schwelgen sie in Luxus, die älteren sind alle erfolgreich in Managerpositionen oder als Politiker aktiv und deren Kinder gehen auf private Eliteschulen und bringen zudem die "schwerverdiente" Kohle mit Shoppingtouren und Partys durch.
Wer jetzt also denkt, die Protagonisten sind genauso oberflächlich wie der Schreibstil seiner Verfasserin, hat so was von Recht! Aber nicht alle sind so: Skyler zum Beispiel scheint ein liebes und nettes Mädchen zu sein, das gerne in Secondhandläden einkauft, wert auf richtige Freundschaften legt und damit so ziemlich als Außenseiterin dasteht. Denn Mitschülerinnen wie Mimi, die Queen der Highschool, machen ihr das Leben schwer (Mimi ist übrigens 16 Jahre, wunderschön, trägt nur Designerfummel und verbringt ihre Abende am liebsten versoffen in Schickimickiläden). Dann gibt es noch Jack, der Schulschwarm und Mimis Zwillingsbruder, der ein Auge auf Skyler geworfen hat und situationsbedingt mal mehr, mal weniger Interesse an ihr zeigt. Die Drei sind so die wichtigsten Personen; natürlich gibt es noch ein paar andere Marionetten... äh, Mitschüler, über die man etwas erfährt. Schlimmeres Schwarz-Weiß-Zeichnen gibt es eigentlich nicht, aber jede Geschichte braucht seinen Aufhänger und gelegentlich brechen die Personen dann mal aus ihren Mustern aus.

Was ich gut fand:
Die Geschichte wird aus der Sicht von verschiedenen Personen erzählt und bietet damit eine gewisse Abwechslung. Zudem fand ich die Entstehungsgeschichte mal ungewohnt anders. Die Sache mit Gott, dem Teufel, Verbannung und Pipapo war zwar ein bisschen sehr weit hergeholt, aber immerhin mal erfrischend neu. Gelungen fand ich auch die Idee mit den Wiedergeburten und die gelegentlich Tagebucheinträge, die Verwirrung stiften sollte. Ach ja, beim Cover hat man sich sehr viel Mühe gegeben.

Was ich schlecht fand:
So ziemlich alles andere. Die Umsetzung der Idee, die fehlende Tiefe, die Ausführung und Charakterisierung der Personen und ihr Verhalten. Warum muss man als Schriftstellerin seine Charaktere so dermaßen überzeichnen? Lieber ein wenig tiefer stapeln, nach oben kann man immer ausbauen. Wünschenswert wäre auch, wenn das alles ein wenig authentischer herüberkäme. Wenn mir jemand sagen würde, ich sei ein Vampir... dann ist man doch erst einmal baff und glaubt das nicht sofort und sagt Ja und Amen. Außerdem passiert eigentlich so viel, dass das Buch doppelt so dick hätte sein müssen, um alles glaubhaft darzulegen. Platztechnisch wäre das in der deutschen Auflage gut umsetzbar gewesen, denn die Schrift ist viel zu groß, zu viele leere und halbvolle Seiten, die man hätte besser nutzen können.

"The Immortals - Tochter der Finsternis" ist wie Fast Food. Fade, unbefriedigend und wenn man Glück hat, gibt es hinterher keine Magenschmerzen. Aber, trotzdem isst man es doch wieder. Ich kann trotz meiner harten Bewertung nicht ausschließen, dass ich den zweiten Band nicht lese, weil man ja doch wissen will, wo das Ganze schließlich hinführt. "The Immortals" ist nämlich als Dreiteiler angelegt und der nächste Band folgt jetzt im Mai. Ich überrasche mich mal selbst.
Die zwei Sterne sind mein Bilanz aus den genannten Punkten. Vielleicht sind meine Ansprüche und Erwartungen zu hoch, aber ich habe schon Jugendbücher mit der gleichen Thematik gelesen, die mich schlicht umgeworfen haben und besser verfasst waren.
Kommentar Kommentare (15) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Dec 15, 2013 11:23 PM CET


Blut und Chrysanthemen
Blut und Chrysanthemen
von Nancy Baker
  Taschenbuch

2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Zwar durchgehalten, aber doch nicht belohnt worden..., 19. März 2009
Rezension bezieht sich auf: Blut und Chrysanthemen (Taschenbuch)
Irgendwo hat es sich ja abgezeichnet, dass "Blut und Chrysanthemen" gegenüber seinem Vorgänger abfällt- abfallen muss. Schon der Klapptext hat mich nicht sonderlich aus den Latschen gerissen und der kleine Prognostiker in mir hat wieder mal Recht gehabt. Das Buch ist auf gar keinen Fall schlecht. Es ist sogar ziemlich gut- zumindest schriftstellerisch betrachtet. Schon in "Blutgesang" sprang mir das Talent von Nancy Baker sofort ins Auge. Jeder Satz ist wohl durchdacht und hat seine Daseinsberechtigung, aber...

... die anderen Aspekte einer soliden und spannenden Lektüre sind leider nicht auf dem gleichen Niveau vorhanden, sondern eher im Mittelfeld einzuordnen.
Das Buch geht recht unspektakulär los: Ardeth und Rossokow sind mittlerweile in das beschauliche kleine Kaff Banff umgezogen und verbringen ihre Zeit auf unterschiedliche Art und Weise. Sie hat das Klettern für sich entdeckt, er schaut gerne in die Sterne. Zwischendurch wird dann noch am einen oder anderen Tierhals dekantiert und perfekt ist das Einsiedlerleben. Aber wie das unter Vampiren mal schnell passieren kann, kommt die Sucht nach einer menschlichen Vene zurück und ehe man sich versieht, eskaliert ein kleiner Zwist in einer handfesten Krise. Plötzlich gehen beide getrennte Wege und ich als Leser habe mir schon genüsslich die Hände gerieben und dachte, nach hundert Seiten geht es nun so richtig los... stattdessen macht die Geschichte in dem Tempo weiter und zieht das konsequent bis zum Ende durch. Es passiert faktisch (so gut wie) gar nichts! Der Grund, warum ich nicht das Handtuch geschmissen habe, war dann die eine oder andere gute Szene. Ein bisschen Prickeln hier, ein wenig Spannung da, im Großen und Ganzen aber eher unbefriedigend.
Bei mir kommt noch erschwerend hinzu, dass ich mich überhaupt nicht für die japanische Kultur, Poesie und Historie interessiere und Einflüsse aus dieser Richtung eher mein Desinteresse wecken. Die Passagen aus Sadamori Fujiwaras Tagebuch waren mehr Qual als Spaß und ich war froh, zwischendurch mit Ardeth oder Dimitri Luftholen zu können. Diese ganzen Riten und Bräuche und dann noch die 1000jährige Geschichte waren nicht meins und sind schließlich auch der Grund für meine nur mittelmäßige Benotung. So blutrünstig und rachsüchtig der erste Teil war, so hoffnungslos und eintönig war "Blut und Chrysanthemen" für mich.
Ein wenig seltsam fand ich auch Ardeths etwas kindisches Verhalten, besonders am Ende hatte ich eher den Eindruck eines aufsässigen und bockigen Teenagers.

Natürlich bleibt die Frage, ob man den ersten Band gelesen haben sollte? Ja, denn viele Dinge aus dem Vorgänger werden nur kurz in ein paar Sätzen zusammengefasst und nicht weiter erklärt. Auch treten Personen wie Sara und Mickey erneut in Aktion, wobei vor allem Ardeths Schwester für mich den absoluten Gipfel an Frechheit darstellt. Zudem ist "Blutgesang" schlicht und ergreifend besser, ausgewogener, packender und nicht zuletzt, lesenswerter.

Eine Rezensentin hat es ganz richtig resümiert: Mehr als Vampiralltag kriegt man hier nicht geboten. Wem das genügt und wer zudem unheimliches Interesse an allem hat, was irgendwie mit Japan und Vampiren und beidem zusammen zu tun hat, findet in diesem Werk seine Bibel.


Das Herz des Dämons
Das Herz des Dämons
von Lynn Raven
  Gebundene Ausgabe
Preis: EUR 14,95

47 von 53 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Was kann ich sagen? Wow! Super! Einfach begeistert!, 13. März 2009
Rezension bezieht sich auf: Das Herz des Dämons (Gebundene Ausgabe)
Gerade eben bin ich mit Lynn Ravens "Das Herz des Dämons" fertig geworden, nicht einmal 24 Stunden nachdem ich erfahren hatte, dass der Erscheinungstermin vorverlegt wurde, und kann nur sagen: Wow- einfach schöööööön! Die Fortsetzung meiner beiden Lieblinge Dawn und Julien ist nicht ansatzweise so, wie ich es erwartet habe, sondern mindestens tausend Mal besser. Aber genug der Huldigungen, nun mal sachlich und der Reihenfolge nach.

Zum Inhalt:
Die Geschichte setzt in etwa da an, wo die vorherige aufgehört hat. Die noch sterbliche Princessa Strigoja Dawn und ihr Lamia-Leibwächter und Vourdranj Julien versuchen nach den schrecklichen Ereignissen aus "Der Kuss des Dämons" wieder ein halbwegs vernünftiges Leben - als Paar- im ehemaligen Haus ihrer Eltern zu führen. Doch das gestaltet sich als sehr schwierig: Während Julien aufgrund seiner Flucht aus Dubai ganz oben auf der Abschussliste steht und verzweifelt auf der Suche nach seinem Zwillingsbruder Adrien ist, muss Dawn sich mit potentiellen Heiratskandidaten für ihre zukünftig arrangierte Ehe herumschlagen, die von den Fürsten vorgeschlagen werden. Als dann noch Juliens ehemaliger Todfeind auf den Plan tritt, spitzt sich die Situation in der Halloween-Nacht erheblich zu...

Das Buch ist super spannend geschrieben und ich habe seit langer Zeit mal wieder eine Lektüre so richtig verschlungen- praktisch über Nacht. Die Autorin hat wirklich Talent; der Schreibstil ist sehr gut und flüssig zu lesen, was mir schon im Vorgänger gefallen hat. Großes Lob!
Ich hatte mir in meiner Rezension zum ersten Band ja ein wenig mehr Romantik gewünscht und meine Bitte scheint erhört worden zu sein, denn die Geschichte sprüht nur so davon. Meine Lieblingskategorie: Säusel, schmacht und seufz. Trotzdem ist es mehr als nur eine weitere belanglose Liebessülze. Mir als Leser werde darüber hinaus jeder Menge Intrigen, Machtkämpfen und Action geboten. Und das Geheimnis über die Entstehung der Lamia (und Vampire) wird gelüftet. Schön fand ich auch, dass die Spannung noch zusätzlich durch das Umswitchen gesteigert wurde. Auf der einen Seite werden die Ereignisse von Dawn berichtet, während gleichzeitig (ich möchte nicht verraten, wer oder was) eine andere Person seine Geschehnisse schildert.

Fazit
Lynn Raven dürfte mit "Der Kuss des Dämons" endgültig bewiesen haben, dass sie es nicht nötig hat, bei irgendwelchen anderen Vampirbuch-Autoren abzuschreiben. Auch gefällt mir Julien mit seiner arroganten, störrischen und wilden Seite viel besser als unser allseits beliebter Wischiwaschi-Weichspülvampir Eddy. Und Dawn ist nicht so eine Zicke wie gewisse andere Mädels ihrer Art und Gattung (nur mal so am Rande, weil ja doch wieder Vergleiche kommen werden...)
Ich bin auf jeden Fall wahnsinnig gespannt, wie es weitergeht, denn ganz ehrlich: Es wird zwar viel Licht ins Dunkel gebracht, aber gerade die letzten Kapitel haben wieder 1000 neue Fragen aufgeworfen. Das Einzige, was mich an dieser Stelle traurig stimmt, ist die Tatsache, dass ich wahrscheinlich wieder ewig warten muss, bis der nächste Band erscheint.

Während andere Autoren für gewöhnlich schlechtere Nachfolger zustande bringen, macht dieser hier einen Sprung auf die oberste Stufe der 5-Sterne-Skala. Schlicht und ergreifend TOP!
Kommentar Kommentare (14) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Mar 29, 2011 5:16 PM MEST


Blutgesang
Blutgesang
von Nancy Baker
  Taschenbuch

4.0 von 5 Sternen Gutes Vampirrelikt aus den 90ern, 10. März 2009
Rezension bezieht sich auf: Blutgesang (Taschenbuch)
Eins steht nach "Blutgesang" für mich fest: Man muss ein Buch nicht gelesen haben, um den Klapptext schreiben zu dürfen. Anders kann ich mir die verunglückte Inhaltsangabe nämlich sonst nicht erklären. "Ein fesselnder Roman voller Rachegelüste und Erotik" - das wird mir als Leser versprochen! Okay, Rache trifft den Nagel auf den Kopf, aber mit Erotik ist dieses Werk doch sehr rar gespickt. Klar geht es auch ohne, aber warum eine Sache zu etwas aufblasen, was sie nicht? Der restliche Text entspricht dann in etwa dem Auftakt der Geschichte, obwohl ich echt dachte, dass Ardeth Alexander länger in ihrem Verlies schmoren muss. Aber alles der Reihe nach...

Erst einmal: Mir hat das Buch wirklich gut gefallen! Klar gibt es bessere Lektüren dieses Genre und Nancy Baker hat den Vampir im vorliegenden Werk nicht neu erfunden. Aber das muss ja auch nicht sein. Stattdessen ist es ihr als Autorin gelungen, eine im Großen und Ganzen doch recht durchschnittliche Geschichte so spannend und flüssig zu verfassen, dass man auch über die einen oder anderen Längen hinwegliest, weil sie stilistisch trotzdem hervorragend verpackt sind.
Der Anfang sowie der komplette Abschnitt der Gefangenschaft waren wirklich genial, zu mal mir Ardeth wie auch Rossokow sofort sympathisch waren. Jede Annäherung wurde praktisch von mir mitgefiebert. Mit dem Ausbruch und der Trennung sackt das Alles leider etwas in sich zusammen. Man erfährt mal hier mal da, was er oder sie gerade macht, wie sie sich durchs Leben schlagen, was die Feinde so planen und unternehmen, etc. Mir dümpelte das dann stellenweise zu sehr vor sich hin und ich fragte mich, wo das Ganze noch hinführt, aber irgendwann fängt sich das Buch wieder und die verschiedenen Stricke verbinden sich zu einem gemeinsamen Ende, das dann wieder recht ordentlich war.
Erwähnt werden sollten noch die Tagebucheinträge, die jedes neue Kapitel erschließen, am Ende aber irgendwie die Zugehörigkeit vermissen lassen.

Was kann ich noch sagen? Ehrlich, ich hatte mir für den von mir bezahlten Preis mehr erhofft. Einen richtigen Knaller! "Blutgesang" ist wie gesagt ein wirklich solides, gutes Buch, das seine 4 Sterne verdient (das nicht zuletzt aufgrund der guten schriftstellerischen Fähigkeiten von Frau Baker). Der deutsche Verlag ist leider etwas lasch mit der Rechtschreibung umgegangen, so gibt es beispielsweise scheinbar kein richtigen Unterschied zwischen "seit" und "seid", aber das auch nur am Rande.
Wer auf Vampire steht, die ihre latenten Aggressionen gern mal blutrüstig ausleben, die eigene Moral gern mal ad absurdum führen und dennoch keinen "orgiastischen Rausch" zwischen den beiden Protagonisten erwartet, ist mit diesem Buch sehr gut bedient.


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