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Rezensionen verfasst von
Sari "Smoked Butterfly" (Berlin)

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Ewige Liebe: Black Dagger 3
Ewige Liebe: Black Dagger 3
von J. R. Ward
  Taschenbuch
Preis: EUR 7,95

3 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen "Einen Narren daran gefressen", 27. November 2008
Rezension bezieht sich auf: Ewige Liebe: Black Dagger 3 (Taschenbuch)
Man muss es ja mal zugeben: Die Ansprüche, die J. R. Wards Bücher an den Leser stellen, sind nicht besonders groß. Ganz treffend ist schon, wenn ich in negativen Rezensionen immer lese, dass sich die einzelnen Geschichten irgendwann völlig in Liebesszenen verrennen. Und trotzdem lesen ich und viele andere Fans die Bücher mit großer Begeisterung...

"Ewige Liebe", in Deutschland der dritte Teil der Reihe, hat mir auch wieder gezeigt, warum. Liebenswerte, nette und ungewöhnliche Charaktere. So auch hier Rhage und Mary. Er ist der gutaussehende Kerl, den sie alle nur Hollywood nennen, dem die Frauen reihenweise erliegen, der aber auch ein dunkles Geheimnis in sich trägt und das manchmal unvorgesehen und explosionsartig aus ihm hervorbricht. Sie hingegen ist das Mauerblümchen, das sich für alle und jeden aufopfert, während der Krebs zuvor schon fast einmal ihr Leben beendet hat und nun wieder auszubrechen droht. Eigentlich sehr klischeeträchtige Konstellation: Sie sterblich und arm, er der Schönling, starke und unsterbliche. Aber beide haben mit ihren eigenen Problemen zu kämpfen und das hat mir auch besser gefallen als bei Wrath und Beth. Zwar zeichnet sich auch hier schnell ab, wo das Ganze später einmal hinführt, aber beide fallen nicht sofort ohne Grund übereinander her. Stattdessen entwickelt sich die Beziehung langsam.
Aber auch nebenher gibt es genug Action. Die Gegner formieren sich neu, jedoch läuft auch hier nicht alles wie geschmiert. Die Bedrohung wächst zwar, allerdings kommt es zwischen einigen Lesser zu Machtkämpfer untereinander und die Zusammentreffen mit der Bruderschaft führen immer wieder zu Verprüglungsaktionen. Nebenbei tauchen neue Personen auf, die für den weiteren Verlauf der Serie noch relevant sein werden, wie beispielsweise Bella oder John. Ferner finden zudem andere Mitglieder der Black Daggers ebenfalls Erwähnung und verschwinden nicht völlig im Hindergrund, so die Protagonisten aus den beiden vorherigen Bänden. Ich war anfangs nämlich ein wenig überrascht, dass nun nicht mehr Beth und Wrath im Mittelpunkt standen; das neue Pärchen jedoch war mir sogar noch einen Tick sympathischer. Das lässt sich übrigens auf das gesamte Buch übertragen. Besser als 5 Sterne geht aber nicht.

Ich habe "Ewige Liebe" wahnsinnig genossen. Es ist spannend und unterhaltsam, natürlich reichlich erotisch und es war abends ein elendiger Kampf, den ich oft verloren habe, das Buch wegzulegen, um nicht am nächsten Morgen mit dicken Augenringen aufstehen zu müssen.
Das Einzige, was ich bisher wirklich bemängeln kann, ist die Tatsache, dass die Lesedauer bei den Black Dagger Bänden zu kurz ist und das man lange auf dem Trockenen sitzt, wenn die Wartezeit bis zum nächsten Teil mal wieder so ewig erscheint...
Die Autorin konnte sich nochmals steigern; für Freunde dieses Genres wirklich lesenswert!


Menschenkind: Black Dagger 7
Menschenkind: Black Dagger 7
von J. R. Ward
  Taschenbuch
Preis: EUR 7,95

5 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Butch + Marissa = Top!, 27. November 2008
Rezension bezieht sich auf: Menschenkind: Black Dagger 7 (Taschenbuch)
Da hat sich die Autorin die Messlatte mit der vorherigen Geschichte wirklich extrem hochgelegt und eigentlich hätte ich erwartet, dass das nächste Buch dagegen nicht ankommen kann, aber ich habe mich getäuscht. "Menschenkind" macht genau auf dem Niveau weiter, wo der Band mit Zsadist und Bella zuvor aufgehört hat.
Dieses Mal dreht sich die Geschichte um den Bullen, wie ihn ja alle nennen, Butch und die realitätsferne Marissa. Schon ganz am Anfang der Black Dagger Reihe war ja abzusehen, dass das mit den beiden noch etwas Ernsteres werden wird. Durch einige Missverständnisse allerdings stagnierte die Beziehung eine gewisse Zeit, bis sich nach der Entführung Butchs durch die Lesser alles wieder aufklärte.

Die beiden Hauptakteure sind interessante Charaktere. Er ist der ewig ausgebrannte Kerl, der physisch und psychisch schon so einiges erlebt hat und nun ein Schattendasein zwischen all diesen Supervampiren führt, sie ist vorgeschädigt durch die damalige Beziehung mit Wrath, lässt sich einreden, sie wäre beschädigte Ware und ist in ihrem ganzen Verhalten das ewige Naivchen geblieben, dass immer unter dem Schutz ihres Bruders gestanden hat. Und nun wird er entführt und sie kurzerhand vor die Tür gesetzt und damit nimmt das ganze Geschehen seinen Lauf.
Was J. R. Ward in ihren Büchern immer allzu schnell unterläuft, ist, dass alle ihre Protagonisten mit der Zeit zu schemenhaft denken und handeln. Sprich, alle Vampirmänner verhalten sich gleich und auch die Frauen werden variable untereinander austauschbar. Marissa und Butch sind bisher davon verschont geblieben und es ist zu hoffen, dass die Individualität bestehen bleibt.
Positiv hervorheben möchte ich zudem noch die Entwicklung der Bösen- der Schurken. Endlich tritt auch mal Omega auf den Plan. Bisher war der ja immer der böse Schatten hinter der Tür, der sich aber nie gezeigt hat und ich habe mich gefragt, wo und wie sie der Oberbefehlshaben die Zeit vertreibt. Davon bitte mehr!

Weiter bleibt mir auch nichts zu sagen. Der deutsche Teil sieben bekommt die volle Punktzahl. Die Protagonisten waren super, es gab einen dramatischen Plot rund um die Entführung von Butch, der Liebesgeschichte wurde ebenfalls viel Platz eingeräumt sich zu entfalten und auch die Nebenhandlung mit Vishous, John, Rehvenge oder aus Sicht der Gegner hat mich für ein paar Stunden wieder wunderbar unterhalten. Jeder Fan weiß, was sie/er zu tun hat!!!
Unerfüllt bleibt lediglich der Wunsch, dass man zwischen den getrennten Büchern nicht immer so lange warten muss. Wenn es nämlich gerade an der spannendsten Stelle aufhört und anschließend ein Monat vergehen muss, bis es weitergeht... dann ist das als großer Fan der Serie beinah die gefühlte Ewigkeit! :)


Tagebuch eines Vampirs, Band 1: Im Zwielicht (TAGEBUCH EINES VAMPIRS (Vampire Diaries), Band 1)
Tagebuch eines Vampirs, Band 1: Im Zwielicht (TAGEBUCH EINES VAMPIRS (Vampire Diaries), Band 1)
von Lisa J. Smith
  Taschenbuch
Preis: EUR 7,95

60 von 76 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen "Schrecklich" trifft es stellenweise echt gut, 25. November 2008
Viele Nostalgiker und Hardcore-Vampirfans werden mich jetzt bestimmt in der Luft zerreißen, aber ich muss es sagen: "Im Zwielicht", der erste Teil aus den Tagebüchern eines Vampirs von Lisa J. Smith ist wirklich überhaupt nicht schön geschrieben- und das zu lesen ist noch schlimmer.
Eigentlich war ich ja glücklich, dass die Bücher neu aufgelegt wurden, weil die Auflage davor aus dem Cora-Verlag wie eine Rarität behandelt wurde und dementsprechend eine Menge Geld dafür gezahlt werden musste. Und nun sehe ich die im Laden und kaufe spontan mal eben alle...

Aber nun zum Buch selbst und den Gründen für meine schlechte Bewertung.
Erstens, die Autorin kann nicht schreiben. Das ganze Werk ist eine einzige Aneinanderreihung von Hauptsätzen a la "Sie fühlt das. Er tut dies. Sie macht jenes. Er war weg!" Selbst, wenn ich 14 Jahre alt wäre und damit voll der Zielgruppe des Buches entsprechen würde, fände ich das eine Zumutung. Da kommt überhaupt nichts herüber, es liest sich fast wie die Einkaufsliste. Ich erwarte ja keine verschachtelten, über eine halbe Seite gehenden Sätze, aber ein paar Ansprüche sollte jedes Buch haben. Nicht jeder ist zum Schriftstellern geboren!
Zweitens, die Protagonisten sind entweder unheimlich stereotypisch oder schlicht und einfach unsympathisch. Bestes Beispiel dafür ist Elena, die sich selbst als Queen ihrer Highschool betrachtet und ihre Männer in regelmäßigen Abständen auswechselt. Sie scharrt ihre Freunde wie Sklaven um sich, behandelt diese dann auch entsprechend und wenn nicht alles läuft wie sie es will, dann herrscht eine Weltuntergangsstimmung. Als dann Stefano auftaucht, wird der bestehende Freund mal eben abserviert und die neue Lebensaufgabe besteht darin, diesen unter allen Umständen für sich klarzumachen; ob der nun will oder nicht, ist irrelevant. Ihre Freunde und Schulkameraden währenddessen hüpfen und tanzen wie Marionetten um sie herum und sind dabei einfach nur austauschbar.
Drittens, die Glaubwürdigkeit! Gefühle gibt es reichlich in diesem Buch, so will es uns die Autorin zumindest weismachen. Das meiste davon ist leider so unauthentisch und konstruiert, dass einem schlecht werden kann. Von der einen auf die andere Seite liegen sich Stefano und Elena plötzlich in den Armen und küssen sich, obwohl vorher nichts in der Richtung passiert ist. Es ist auch sofort von der ewigen und unsterblichen Liebe die Rede und ich kam mir stellenweise wie in einer schlechten Seifenoper vor. Bei mir als Leser kamen trotz der vielen scheinbaren Gefühle keine Emotionen an. Was die beiden überhaupt bewegt hat, sich aneinanderzuketten...? Bei ihr wirkt es wie der nächste Eroberungsfeldzug, bei ihm wie ein Catarina-Ersatz.
Letzter Punkt. Die Grundidee ist wirklich nicht schlecht und wenn der Plot ansatzweise dem Text auf der Rückseite entsprochen hätte- hey, es hätte, mit ein wenig Talent versteht sich, wirklich richtig gut werden können. Ich bin davon ausgegangen, dass es eine richtige Schlammschlacht um Elena geben wird, aber dieser Damon taucht insgesamt recht spärlich auf und wenn, dann ist auch nicht viel los. Vielleicht bezieht sich die Rückseite auch auf die komplette Reihe?!

Das Beste an diesem Buch war, das es sich relativ schnell durchlesen lässt. Wie man das Dargebotene dann findet, ist wahrscheinlich je nach Anspruch und Erwartung unterschiedlich. Mir hat es überhaupt nicht gefallen und mit Grauen blicke ich auf die anderen drei Bände, die hier herumliegen. Vor 10 Jahren hätte ich "Im Zwielicht" vielleicht viel mehr abgewinnen können, aber damals war der Markt auch noch nicht so überflutet von Geschichten mit der Konstellation "Sie sterblich, er Vampir". Und leider gibt es da im Vergleich Bücher oder Serien, die die Thematik besser verpacken. Zwei Sterne, mehr gibt es nicht. Vielleicht wird ja der zweite Band besser...
Kommentar Kommentare (23) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Jul 25, 2010 8:44 PM MEST


Morgenrot: Roman
Morgenrot: Roman
von Tanja Heitmann
  Gebundene Ausgabe

129 von 145 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Ungewöhnliche Liebe fernab vom Mainstream, 13. November 2008
Rezension bezieht sich auf: Morgenrot: Roman (Gebundene Ausgabe)
Zur allererst muss ich mal etwas loswerden: Ich bin froh, das Buch gekauft und gelesen zu haben, trotz der schlechten Bewertungen, die mir hier und anderswo widerfahren sind. Ich hätte sonst womöglich eine wirklich tolle und spannende Geschichte verpasst. Denn genau das ist "Morgenrot" für mich. Eine untypische Liebesgeschichte, keine stereotypischen Protagonisten, eine ungewöhnliche Handlung, ein skurriler Schreibstil der Autorin und eine Handlung, die mich auch über 480 Seiten hinweg unterhalten konnte...

Das Cover ist wirklich toll gemacht, aber wie der Klapptext führt dies leider zu einigen Missverständnissen und Fehlkäufen beim Leser. Denn es handelt sich nicht um die Vampirgeschichte, die man eigentlich erwartet. Adam ist kein Vampir, sondern ein unsterblicher Mensch, der sich sein Inneres mit einem Dämon teilen muss und deswegen einige Privilegien geniest, hingegen aber auch, was sein Seelenheil betrifft, Abstriche machen muss. Er trinkt Blut, ist unsterblich und wunderschön. Eigentlich kennzeichnend für einen Vampir; trotzdem ist er keiner. Und da kann man jetzt auch der Autorin keinen Vorwurf machen, wenn der Verlag etwas anderes suggerieren will, mit einem Spruch a la "Kann man einen Vampir lieben?" Denn was Adam und einen Vampir unterscheiden, wird schnell klar, wenn man die ersten 100 Seiten liest. Es geht hier nicht um Bluttrinken, sondern dem ständigen Wünschen des Dämons nachzukommen. Im Fall von Adam und Lea geht es darum, dass sein Dämon auch gern in ihren Körper ansässig werden will. Und ein Großteil des Buches setzt sich mit diesem ständigen Konflikt auseinander. Erschwerend kommt hinzu, dass Lea sich Hals über Kopf in ihn verliebt.
Ganz ehrlich, ich kann verstehen, wenn einem das Buch nicht gefällt. Es gibt wirklich viele Rezensenten hier, die mit der Erwartung daran gehen, in "Morgenrot" eine zweite Twilight-Reihe zu finden. Und dabei werden viele natürlich enttäuscht. Denn es ist doch was ganz anderes. Eine Liebesgeschichte ist es zwar, aber stellenweise keine schöne. Während sie rumschmachtet, schaltet er auf gleichgültig und unnahbar, kann aber doch irgendwie nicht von ihr lassen und hängt ständig bei ihr rum, was sie natürlich verletzt, weil es stellenweise sehr einseitig herüberkommt. Manchmal bricht es dann aber doch aus ihm heraus und plötzlich wird es wieder richtig prickelnd, um sich im nächsten Absatz wieder eiskalt zu präsentieren. Und bis dann mal wirklich was passiert (und ich rede hier nicht von Intimitäten), vergehen mal locker 300 Seiten, die schon die einen oder anderen Längen aufzeigen. Im Mittelteil dümpelt das ganze dann auch vor sich hin und man fragt sich als Leser dann schon mal, wo das ganze noch hinführt. Irgendwann hat Heitmann aber wieder die Kurve bekommen und das Ende fand ich wieder sehr gelungen. Spannend und wenn einem das der Klapptext nicht schon verraten hätte, eine Fortsetzung versprechend.
Positiv anzumerken ist für mich noch der Schreibstil. Viele fanden den ja etwas bizarr und ausschmückend, aber gerade dieser ausfallende Stil mit den vielen umschreibenden Adjektiven und dem wenigen Sprechanteil sollte dem Leser alles veranschaulichen, Leas Gedanken- und Gefühlswelt. Mich hat es angesprochen. Mitunter war es nämlich nicht nur einleuchtender, sondern auch erheiternd.

Obwohl gerade der ausführliche Schreibstil Licht ins Dunkel gebracht hat, sind doch viele, ganz alltäglich Dinge im Dunkeln geblieben. Wie alt ist die Protagonistin? Wo lebt sie und wo war sie im Ausland? Hatte sie schon mal einen Freund? So etwas fragt man sich zwangsläufig doch, oder bin ich da die einzige? Für das nächste Buch wünsche ich mir auch etwas mehr Auskünfte bezüglich der Dämonensache, denn da blieb ja vieles obskur.

Zusammenfassend gebe ich dem Buch 4 Sterne. Das soll aber von mir keine Garantie sein, dass "Morgenrot" auch jedem gefallen wird. Wie gesagt, ich kann auch Leute verstehen, die es sterbenslangweilig fanden. Für mich ist dieses Werk für die breite Masse ungeeignet, da zu speziell. Und Vergleiche mit irgendwelchen anderen Besteller-Vampir-Reihen finde ich auch doof, aber da ist der Verlag selbst Schuld, wenn die damit anfangen. Alle, die sich nicht abgeschreckt fühlen, können es ja mal mit Tanja Heitmanns Debüt versuchen :)
Kommentar Kommentare (10) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Jan 6, 2014 4:37 PM CET


Vampirherz: Black Dagger 8
Vampirherz: Black Dagger 8
von J. R. Ward
  Taschenbuch
Preis: EUR 7,95

8 von 11 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Erstmalig nicht mehr ganz so toll, 7. November 2008
Rezension bezieht sich auf: Vampirherz: Black Dagger 8 (Taschenbuch)
Ich habe wie die meisten hier alle Teile von J.R. Wards Black-Dagger-Reihe verschlungen und deswegen war ich um so glücklicher, als ich den neusten Streich endlich in der Hand hielt und dann noch früher, als erwartet! Endlich ging es weiter mit Butch und Marissa. Die erste Geschichte zwischen einem Normalo und einer Vampirdame. Und nun das...

Meine Wertung ist deutlich unter dem allgemeinen Durchschnitt der Bewertungen hier einzuordnen- also unter fünf Sternen. "Vampirherz" ist keinesfalls ein schlechtes Buch. Aber so überragend gut wie die anderen Teile war es nicht. Was mir hier erheblich missfällt, ist die Entwicklung von Butch. Der Bulle war bisher der einzige unter den Black Daggers, der noch den Hauch von was Normalen hatte. Er war ein Mensch und bis auf er selbst und sein Minderwertigkeitskomplex konnte jeder gut damit leben. Und plötzlich stellt sich raus, dass Butch doch irgendwie einen Vampir in sich trägt und kurze Zeit später auch zu solch einem mutiert. Da hat es sich die Autorin meines Erachtens viel zu einfach gemacht. Warum muss jegliche Individualität einem 2-Meter Muskelberg mit dem Kreuz eines Kleiderschrankes weichen? Und wie eine andere Rezensentin schon ganz richtig angemerkt hat: Alles, was vorher schon riesig war, wird noch riesiger... und Frau findet es natürlich ganz toll!?! Ich war wirklich enttäuscht. Man hat hier versucht, es allen recht zu machen. Der Buhmann und Scherzkeks O'Neal darf nun auch mit den großen Männern mitkämpfen und außerdem ist er ja noch der "Zerstörer". Und das Butch dann auch noch von Wrath abstammt, hat dann irgendwie noch zu dem ganzen Elend dazu gepasst und mich nicht weiter überrascht.

Aber es gibt natürlich auch positive Entwicklungen. Marissa und Butch finden endlich zueinander und auch die Erotik wird weitergestrickt. Zwar wird mir Marissa viel zu schnell viel zu routiniert, aber ich habe die ganz "speziellen" Szenen trotzdem gerne gelesen.
Neben der Hauptgeschichte erfährt der Leser aber auch neues über Vishous, Rehvenge und John. Besonders Letzter entwickelt sich ja stetig fort und ich bin schon riesig gespannt auf seine Transition. Zukünftig wäre vielleicht eine etwas geordnete und ernstzunehmende Gegenwehr wünschenswert, denn mal ehrlich, bei dem Haufen von Lessern wundert es mich stellenweise wirklich, wie die überhaupt so lange bestehen können.

Schlussendlich, ist das Buch für jeden J.R.Ward Fan natürlich wieder ein Pflichtkauf, aber man muss ja trotzdem nicht alles so hinnehmen als Konsument, deswegen gibt es von mir dieses Mal nur drei Sterne. Viele Rezensenten werden das sicherlich ganz anders sehen, aber Geschmäcker sich verschieden. Die Entwicklung einiger Personen gefällt mir wie gesagt gar nicht, insbesondere Butch, aber auch Marissa. Ansonsten bleibt alles beim Alten. Ich freue mich trotzdem auf den nächsten Teil und hoffe inständig, dass Ward auf dem Teppich bleibt und dort weitermacht, wo es mit Zsadist aufhörte.


Vittorio
Vittorio
von Anne Rice
  Gebundene Ausgabe

2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen Von der unguten Vorahnung bestätigt, 6. November 2008
Rezension bezieht sich auf: Vittorio (Gebundene Ausgabe)
Seit nun mehr einigen Jahren stand "Vittorio" in meinem Bücherschrank herum und ich konnte mich nie so richtig dazu durchringen, das Buch zu lesen. Ich habe es versuchsweise ein paar Mal angefangen, nach kurzer Zeit aber zu Gunsten eines anderen Schmökers immer wieder weggelegt. Nach 5 Jahren in meinem Besitz und drei ernüchternden Wochen habe ich das Buch nun in seinem vollen Umfang verinnerlicht und durchgelesen.

Ganz ehrlich: Ich habe selten ein so langweiliges und eintöniges Buch gelesen wie dieses, und noch dazu handelt es sich hierbei um ein Werk aus der Feder von Anne Rice. Die Anne Rice, die "Interview mit einem Vampir" kreierte, nein- erschaffen- hat. Und nun das? Wenn man sich die Entwicklung der Chronik allerdings mal betrachtet (und dazu zähle ich jetzt einfach mal alle Vampirbände), dann wird schnell klar, dass die Autorin mit zunehmender Anzahl ihrer Blutsaugerreihe kontinuierlich abbaut. Und "Vittorio" stellt für mich den bisherigen Tiefpunkt dar.
Grob geht es darum, dass der junge Landadelige Vittorio seine ganze Familie durch den Überfall eines Vampircovens verliert und nun auf Blutrache sinnt. Er verliebt sich nebenbei in das Vampirmädchen Ursula und kriegt während seiner Vendetta zudem himmlische Unterstützung. So viel zum Inhaltlichen.
Die größte Enttäuschung für mich in diesem Buch ist eigentlich die Liebesgeschichte zwischen Vittorio und Ursula. Die soll ja so toll sein und sogar von Parallelen zu Romeo und Julia ist die Rede. Lächerlich, wenn man mich fragt. Die Liebe der beiden wird nur oberflächlich beschrieben, wirkt sehr gestellt und dadurch unauthentisch. Ganz allgemein ist die Liebe, die Vittorio so ausschüttet, eh nicht viel Wert. Er liebt ja eigentlich alles und jeden. Diesen Maler und diesen und das und jedes. Besonders nervend fand ich dieses Geschwätz über Fra' Filippo. Ich konnte damit nichts anfangen. Zwar bin ich viel nebensächliches Beiwerk von Anne Rice gewohnt, aber bisher hat es mich nicht gestört, sondern ich habe es immer als nette Dreingabe empfunden, mit dem sie ihre Geschichten ausschmückte. In dem Band wird der Leser seitenweise mit historischen Facetten und Anekdoten überschüttet und nicht selten bin ich über der einen oder anderen Passage eingenickt.

Und was soll ich zu den Engeln sagen? Das Anne Rice sich mehr und mehr in religiöse und klerikale Aspekte verrennt, ist spätestens seit "Memnoch" ersichtlich und zu diesem Zeitpunkt schon über das erträglich Maß hinausgeschossen. Und auch in diesem Band wird der Leser nicht mit gottesfürchtigen und christlichen Werten verschont. Mir hat das besser gefallen, als Gott und Teufel noch Wesen waren, über die die lieben Vampire nur Mutmaßungen treffen konnten. Mittlerweile haben dergleichen Einzug genommen. Warum ich für so ein vergleichsweise dünnes Buch schließlich drei Wochen gebraucht habe, dürfte nun hinlänglich klar sein...

Ich bin froh, dass Buch durchgelesen zu haben und jetzt wieder offen für neue Vampirromane zu sein. Der Versuch der Autorin, neben den etablierten Vampiren Lestat, Louise und Konsorten eine unabhängige und neue Autobiographie zu entwickeln, dürfte als gescheitert betrachtet werden. Aber das ist auch nur meine Meinung. Vielleicht würde mir das Buch besser gefallen, wenn ich nicht wüsste, was die Autorin schon für Meisterwerke zu Papier gebracht hat. Dieses Sinnieren über Gott und die Welt, richtig oder falsch und diese Doppelmoral ist nicht meins. Anne Rice Fans werden um dieses Buch nicht drum herum kommen. Man verpasst aber auch nichts, wenn man es sein lässt.
Zwei Sterne dafür, weil es halt immer noch Anne Rice ist und ich ein Buch von ihr kenne, was noch schlimmer ist.


Der Kuss des Dämons
Der Kuss des Dämons
von Lynn Raven
  Gebundene Ausgabe
Preis: EUR 14,95

94 von 103 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Mal wieder ein Buch zum Abschmachten..., 23. Oktober 2008
Rezension bezieht sich auf: Der Kuss des Dämons (Gebundene Ausgabe)
"Der Kuss des Dämons" ist mal wieder eines dieser Bücher, wo mich Bekannte und Freunde immer fragen, ob ich nicht schon zu alt "für so etwas" bin. Eine schöne, typische Teenager-Liebesgeschichte mit viel Säusel und Schmacht, wo "er" gutaussehend, stark und unglaublich schön und zudem noch Bluttrinker ist und "sie" schwach und hilfsbedürftig, aber eigentlich seine große Liebe darstellt. Hin und wieder braucht das mein Gemüt und dann tauche ich für ein paar Stunden in eine Welt ein, die es so höchstens noch im Fernsehen gibt. Und dann ist es mir auch egal, ob ich das Verfallsdatum für die Zielgruppe schon überschritten habe.

Das Buch ist wirklich toll geschrieben und ich freue mich immer, wenn auch aus Deutschland (oder Österreich?) mal ein Vampirroman erscheint, der nicht nur für die Tonne geeignet ist. Leider ist das immer ein bisschen schade, wenn im Klapptext schon die Hälfte verraten wird, obwohl man mit dem Titel noch alles schön verschleiern wollte. Tja, Leser müssen erst einmal angeködert werden.
Aber zurück zum Buch. Mir hat die Geschichte wirklich sehr gut gefallen. Die beiden Protagonisten stellen interessante Persönlichkeiten dar und sind nicht 08/15 typisch gezeichnet. Im Prinzip erfüllen beide bestimmte Klischees, wie oben schon genannt, aber auch darüber hinaus haben beide Eigenarten, die sie schon wieder besonders machen. So ist Dawn ein Mädchen, das täglich einen Kampf um Unabhängigkeit und Selbstständigkeit bestreitet; sie kommt aus keinem wohlbehüteten Elternhaus und ist auch darüber hinaus alles andere als perfekt. Aber auch Julian ist nicht unbedingt der Vorzeigetraumfabrikvampir, sondern weist gewisse Attitüden eines richtigen Mistkerls auf; Arroganz und Emotionen um den Gefrierpunkt sind nicht selten an der Tagesordnung. Und das macht eine gute Story oftmals aus. Aber auch der Plot des Buches fängt vielversprechend an und zieht sich kontinuierlich und spannend durch Lynn Ravens Debut. Einiges wirkt zwar ein wenig holprig und konstruiert, aber das sind Sachen, die man der Autorin verzeihen kann, weil in sich trotzdem alles stimmig ist.
Wirklich gefehlt hat mir allerdings ein wenig die Romantik; man küsst sich zwar, aber irgendwie wollte der Funke nicht so richtig überspringen. Okay, es ist die erste große Liebe und ich habe da auch keine großen Sprünge erwartet, aber ein bisschen hätte man noch daran feilen können, damit auch beim Leser richtig Schmetterlinge im Bauch aufkommen.

Zum Schluss möchte ich auch noch einmal meinen Senf bezüglich der ganzen Vergleiche zu Stephenie Meyer dazugeben. Ja, Parallelen hat das Buch irgendwo sicherlich und lässt sich auch nicht abstreiten, aber die Rede von Plagiat und Kopie finde ich ein bisschen überzogen. Auch ich habe die Twilight-Reihe gelesen und war völlig begeistert davon; aber auch dieses Buch ist auf seine Weise gut. Das Ganze ist auch immer eine Sache von Nachfrage und Angebot. Scheinbar konnte Meyer die Konstellation von sterblichen Mädchen und Traumvampir nicht gänzlich abdecken und deswegen wundert es mich doch ein wenig, dass viele ehemalige Twilight-Leser sich so darüber echauffieren. Auf dem Buchrücken ist doch schon abzusehen, was man serviert bekommt...?!? Nicht erst Stephenie Meyer hat den Vampir für sich entdeckt. Zudem wird ab einem gewissen Punkt die Geschichte auch völlig selbstständig in eine ganz andere Richtung gelenkt und spätestens ab dem nächsten Band, der ja für Februar 2009 versprochen wurde, sollte es ganz anders weitergehen. Ich kenne da ganz andere Buchreihen, die sich viel eher als Plagiate schimpfen lassen sollten...

Wer Lust hat, was über Vampire, die erste Liebe, ein bisschen Romantik und das Leben von Teenagern zu lesen, der ist mit diesem Buch gut bedient. Wenn der nächste Teil auf dem Niveau weitermacht und noch ein guter Schuss mehr Romantik dazu kommt, dann wird auch dieses Buch seine fünf Sterne bekommen. "Der Kuss es Vampirs" bekommt 4 und das Prädikat "lesenswert".
Kommentar Kommentare (3) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Apr 4, 2012 12:47 PM MEST


Krieg der Vampire: Thriller
Krieg der Vampire: Thriller
von David Wellington
  Taschenbuch

2 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Positiv überrascht, 23. Oktober 2008
Rezension bezieht sich auf: Krieg der Vampire: Thriller (Taschenbuch)
Vernichtend war meine Kritik zu dem Vorgänger "Der letzte Vampir" und so hatte ich eigentlich längst mit David Wellington und seinen Machenschaften abgeschlossen, als ich in der Buchhandlung meines Vertrauens doch tatsächlich diese Fortsetzung entdeckte. Nach einigem Hin und her hatte schließlich der Vampirfan in mir gewonnen und ich kaufte "Krieg der Vampire", eigentlich mit dem Gefühl wegen meiner Wiederholungstat auf schlimmste bestraft zu werden. Und dann ist es im Grunde noch schöner, wenn man schließlich positiv überrascht wird...

Und genau das trifft beim vorliegenden Buch zu. Die Vampire sind nach wie vor blutrünstige, äußerlich abstoßende und wilde Bestien, die ihr Blut förmlich aus dem Körper ihrer Opfer herausreißen und die Überreste nicht selten dabei ausschlachten. Ich stehe ja normalerweise eher auf den klassischen, romantischen Vampir, der sein Blut noch genüsslich aus der Halsschlagader süffelt, konnte mich aber dieses Mal doch recht schnell mit dieser unliebsamen Nahrungsaufnahme anfreunden. Aber dazu später mehr.
Im Mittelpunkt der Geschichte steht wieder einmal die lesbische Polizistin Laura Craxton, die nach dem Fiasko vor einem Jahr mehr oder weniger versucht, wieder ein ruhiges Leben mit ihrer neuen Freundin zu führen. Doch wie es das Schicksal will, klingelt eines Tages ihr ehemaliger Mentor Arkeley an und innerhalb kürzester Zeit ist die junge Frau wieder voll involviert. Bei einer Ausgrabung in Gettysburg sind nämlich Studenten auf ein Lager mit 99 Särgen gestoßen, die Vampirüberreste beinhalteten. Zudem befindet sich dort noch ein weiterer Sarg, der allerdings zerstört und leer ist und damit nimmt die ganze Geschichte ihren Lauf...

In "Krieg der Vampire" laufen zwei Handlungen parallel ab. Zu einem begleitet der Leser Laura Craxton bei ihren Untersuchungen, zum anderen wird man circa 150 Jahre zurück in die Zeiten des Bürgerkriegs geschickt und erfährt aus der Feder von verschiedenen Männer, was sich damals so abspielte, mit besonderem Augenmerk natürlich auf die lieben Blutsauger. Im Vordergrund stehen dabei die Erzählungen eines gewissen Alva Griest und seinen Begegnungen mit einem Vampir während eines Späherauftrags. Kapitelweise wird dann zwischen dem aktuellen und dem damaligen Geschehen gewechselt und nach und nach wird immer deutlicher, was die beiden Abschnitte miteinander zu tun haben.
Aufgrund der kurzen Kapitel und der einfachen und flüssigen Schreibweise des Autors ließ sich das Buch in relativ kurzer Zeit durchlesen.
Arkeley, der bei seinem letzten Kampf sehr schlecht wegkam, tritt im zweiten Teil deutlich in den Hintergrund, was dem Plot auch erheblich gut getan hat, denn mal ehrlich, sein Charakter ist an Antipathie kaum noch zu unterbieten und so haben mir die wenigen Szenen mit ihm wirklich gereicht. Craxton wirkte zwar ohne ihren Lehrer manches Mal ein bisschen hilflos und Sprüche wie "was würde Arkeley jetzt tun?" sprechen nicht unbedingt für sie, aber all das macht sie doch irgendwie authentisch und liebenswert.
Auch die Vampire, besonders der eine Vampir, gefielen mir in diesem Band sehr gut, trotz der schon genannten Eigenarten.

Wie schon in einer anderen Rezension erwähnt ist das Buch sehr actionlastig, brutal und in einigen Gemetzel muss wirklich hektorliterweise Blut geflossen sein. Es wird nicht mir Details gespart und man kann wirklich von einem Krieg sprechen; eine Tatsache, die dieses Mal auch mit dem Klapptext übereinstimmt und mir als Leser eigentlich schon im Vorgänger versprochen wurde.

Zwar ist mir persönlich schnell klar gewesen, um wen es sich bei dem Hauptvampir handelt und was er höchstwahrscheinlich plant, aber das hat dem ganzen nicht geschadet. Die Geschichte ist trotzdem schön spannend und schaurig geschrieben und wartet mit dem ein oder anderen Überraschungsmomenten auf. Ein besonderes Highlight bietet das Ende, mit dem eigentlich niemand so wirklich gerechnet haben dürfte und das auf jeden Fall Potential für eine Fortsetzung hat, die im Original schon erschienen ist und hoffentlich auch hierzulande bald übersetzt wird. Ich freue mich drauf.
Für alle Vampirfans, die es auch mal ein bisschen blutrünstiger mögen und für jene, die den ersten Teil schon toll fanden oder noch zögern, ja, denen sei dieses Buch empfohlen.


Gebieterin der Dunkelheit
Gebieterin der Dunkelheit
von Lara Adrian
  Taschenbuch
Preis: EUR 9,95

9 von 12 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Juhu, es geht endlich weiter!, 1. Oktober 2008
Rezension bezieht sich auf: Gebieterin der Dunkelheit (Taschenbuch)
So war meine Reaktion als Amazon mir endlich den neusten Streich und damit Band 4 von Lara Adrians "Midnight Breed"-Serie zugeschickt hat. Die bisherigen Bücher fielen immer in die Kategorie am Stück verschlungen". Auch dieses Mal wurde ich nicht enttäuscht und hatte es nach knapp zwei Tagen durch.

Das Buch behandelt die Geschichte von Rio und Dylan. Beide sind vom Leben gezeichnet und haben bis dato mit so einigen Problemen zu kämpfen gehabt. Rio leidet nach wie vor an dem psychischen und physischen Verrat seiner damaligen Stammesgefährtin Eva und Dylan hat eine schwierige Kindheit hinter sich und droht nun, ihre einzige Bezugsperson, die Mutter, an den Krebs zu verlieren. Ein "Zufall" will es dann, dass die Journalistin Dylan während eines Besuchs in Tschechien in einer Hölle auf den völlig desolaten und gebrochenen Rio trifft. Ein paar Fotos und ein Artikel darüber sorgen schließlich dafür, dass das ganze seinen Lauf nimmt.
Soviel zum Inhalt. Das Buch ist wie immer gut geschrieben und lässt sich prima in einem Schwung lesen. Die Autorin schafft es dabei überwiegend, einen kontinuierlichen Spannungsbogen zu erzeugen und den Leser bei der Strippe zu halten. Die Dialoge sind interessant und auch die Liebesbeziehung kommt wieder überzeugend herüber; schlussendlich nimmt die Erotik wieder seinen gewohnten Platz ein und Adrian scheut nicht dafür zurück, auch mal richtig derbe zu werden und ins Detail zu gehen. Manchmal sogar so genau, dass nicht einmal der Fantasie etwas überlassen werden kann, aber ich fand es immer sehr ansprechend. Langeweile dürfte eigentlich nicht aufkommen!

Es gibt natürlich auch wieder ein paar nicht so schöne Dinge. Mit der Zeit haben sich in der Serie so ein paar Grundstrukturen festgesetzt, die man wirklich leicht umgehen könnte. Unterm Strich ist es nämlich immer so, dass einer der Vampirkrieger überrascht auf eine Stammesgefährtin trifft, sich mehr oder weniger sofort verliebt oder von ihr angezogen fühlt, sie vor all dem Bösen dieser Welt beschützen will und dabei immer der Konflikt entsteht, dass er ihren Ansprüchen nicht gerecht werden kann, man schließlich aber doch zueinander findet. Die Gefahr dabei ist, stereotypische Vorzeigetraumvampire zu zeichnen. Bisher hat mich das noch nicht gestört, ob ich das nach dem zehnten Buch (sind ja noch einige geplant, laut Autorin) noch gutheiße, ist fraglich. Macht man aus der Stammesgefährtin mal einen Normalo, hat man gleich eine ganz neue Story!?!
Was auch ein bisschen schade ist, ist der farblose Kontrahent in diesem Buch. Er taucht die meiste Zeit nur namentlich auf und verschwindet nach einem kurzen Showdown wieder. Die Action ist hier wirklich auf ein Minimum zurückgeschraubt worden und man ließ der Liebesgeschichte viel Raum zur Entfaltung.
Als letztes muss ich noch ein bisschen am Ende rummäkeln. In der Vergangenheit waren die der Autorin nicht immer gelungen, kamen viel zu plötzlich und wurden dann kurz gehalten. Es erweckt dabei den Eindruck, als hätte Frau Adrian des Öfteren an der Deathline des Manuskriptes zu knabbern. Sie sagt ja selbst auf ihrer Homepage, wie ihr der Verlag im Nacken sitzt, aber das ganze auf Kosten eines guten Abschlusses? Hmmm...

Was bleibt ist ein solides Buch, das für ein paar Stunden in eine andere Welt einlädt. Spannung ist da, eine gute Liebesgeschichte mit dem richtigen Prickeln auch. Wie erwartet wieder gut und deswegen natürlich Pflichtkauf für Fans der Serie. Merzt man die Fehler aus und arbeitet noch mehr an den Feinheiten, kann die Reihe noch um viele schöne Fortsetzungen erweitert werden.


Die Vampirjägerin
Die Vampirjägerin
von Amelia Atwater-Rhodes
  Taschenbuch

5 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Konnte mich wieder nicht ganz überzeugen, 1. Oktober 2008
Rezension bezieht sich auf: Die Vampirjägerin (Taschenbuch)
Tja, mittlerweile ist mir die Amelia Atwater-Rhodes richtig vertraut, habe ich doch vor Kurzem erst die anderen beiden deutschen Bücher von ihr gelesen. Leider hat sich mit der "Vampirjägerin" bestätigt, dass die Autorin es immer noch nicht geschafft hat, aus diesem großen Topf des Mittelmaßes des hier vorliegendem Genre der Blutsauger hervor zu preschen. Es mangelt ja nicht an Talent; gut schreiben kann sie für ihr Alter und es liest sich alles sehr flüssig. Auch sind die Ideen hinter diesem Werk nicht verkehrt, aber...

Das Buch hat leider keinerlei Tiefen und eigene Dinge werden teilweise nur sehr oberflächlich behandelt. So fand ich die erste Hälfte wirklich interessant und spannend zu lesen. Aber plötzlich sackt alles ab. Gute Grundideen laufen einfach aus und werden nicht weiter verfolgt, alles wirkt mehr und mehr holprig und inszeniert und gelegentlich dachte ich: Hat die Autorin keine Lust mehr? Oder sind ihr die Ideen ausgegangen?
Nach dem Angriff auf Jeshickah und der Flucht aus Midnight ist vieles total uninspiriert und vorhersehbar. Alles plätschert so vor sich hin, hier mal eine Priese Kampf, dort mal die Peitsche schwingen, zwischendurch immer wieder alles mit der Vergangenheit nachwürzen und fertig ist die Suppe. Geschmeckt hat es dann nicht.
Die Autorin entwickelt mit Turquoise, nicht nur ein schlimmer Name und Zungenbrecher, und Jaguar so eine Art Romanze, die nach einem völlig unerwarteten Kuss sofort wieder abflacht und nicht wieder aufgenommen wird. Er beschützt sie zwar vor der bösen Jeshickah (wieder so ein Name), aber danach passiert eigentlich nichts mehr.
Auch der Auftragsmord an der ehemaligen Midnightgründerin verliert sich mit der Zeit völlig. Da wurde in einer anderen Rezension schon ganz richtig angemerkt, dass es völlig unlogisch ist, dass Jeshickah jahrhundertelang durch die Welt tanzt ohne, dass es wen stört und plötzlich wollen die die alle tot sehen?
Die Vampire insgesamt werden überwiegend als böse und gewalttätig dargestellt, aber bis auf ein bisschen schubsen und drohen passiert ja eigentlich nicht viel. Für ihr Alter verhalten die meisten sich sogar sehr kindisch.

Ich denke, es gibt auf der Welt viele mittelmäßige Bücher, die mit etwas mehr Reifezeit wirklich besser geworden wären. "Die Vampirjägerin" fällt eindeutig in diese Kategorie. Wenn die Charaktere etwas besser ausgearbeitet worden wären, der Story ein wenig mehr Entwicklung und Tiefe gehabt hätte und die guten Sachen nicht einfach so unter den Tisch gefallen wären, beispielsweise hätte die Liebesgeschichte etwas mehr Farbe bekommen, dann... na ja, hätte, wenn und aber. Es gibt drei Sterne. Aufgrund des guten Preis-Leistungsverhältnisses und mit keinen zu großen literarischen Ansprüchen und Erwartungen ist das ganze hier auch lesbar.


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