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Rezensionen verfasst von
Dingens "dingens" (Dingens)

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Kommandounternehmen: Verdeckter Zugriff - Special Forces im Einsatz
Kommandounternehmen: Verdeckter Zugriff - Special Forces im Einsatz
von Kaj-Gunnar Sievert
  Gebundene Ausgabe
Preis: EUR 9,95

5.0 von 5 Sternen Fünf Sterne bei einem Fehlkauf, das mach mal einer nach, 24. Juni 2015
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Eigentlich hatte ich eher eine Lehrbuch zu Strategie und Taktik erwartet. (Es war spät, als ich das Buch bestellte.) Daher war ich zunächst verwundert über den Inhalt des Buches. Nachdem ich mich etwas eingelesen hatte, fand ich die Berichterstattung - obgleich vollkommen neutral - spannend und fesselnd. Ich habe das Buch verschlungen.
Man kann definitiv aus dem Buch lernen - an den Negativbeispielen lernt man vor allem, wie man es NICHT macht. Und dass man Konfliktlösungen meiden sollte, in welchen ägyptische Spezialkommandos involviert sind. (Stichwort: "Wir schießen auf alles, was aus dem Flugzeug gerannt kommt ... huch, das waren ja alles Geiseln ... ob die vor dem Feuer weggerannt sind, die unsere eigene Bombe im Frachtraum verursacht hat?")
Absolut lesenswert.


Street Gangs - Show No Mercy (Uncut) [Blu-ray]
Street Gangs - Show No Mercy (Uncut) [Blu-ray]
DVD ~ Mike Möller

5.0 von 5 Sternen Wie ein Porno ..., 24. Juni 2015
... Story gleich null, ABER: die wirklich wichtigen Dinge im Leben sind gut inszeniert.
M. a. W.: Man sollte wirklich die Fernbedienung bereit haben zum Spulen.
Ewig (drei Anläufe) habe ich gebraucht, um mich über die erste halbe Stunde zu quälen. Der Protagonist - Name egal, gespiel von Mike Möller - trägt da auch noch eine furchtbare Perücke und die Kampfszenen sind unter aller Sau. (Tipp: Am besten die erste halbe Stunde nie gucken, nie, nie, NIE!)
Und dann geht der Film richtig los:
In den üblichen Trainingsszenen sieht man, wie sich der Protagonist schindet - und dann weiß man auch, wo der Hammer hängt. Die Kampfszenen im folgenden gut inszeniert, es macht Sapß, sie anzuschauen; die Techniken sind wow. Kicks, Punches, Schlagkombinationen und Sutemis satt.
Selbst die dilettantische Schlagsynchronisation, die C-Movie-Ausrüstung und folglich eher suboptimal geschnittene Kampfszenen können dieses Vergnügen nicht schmälern.
Fazit: Mike Möller ist eine Kampfsau. Allein schon um der Trainingsszenen willen sehenswert. Und die Kämpfe in der zweiten Hälfte des Films sind wirklich, wirklich nett.


Ianua Nova - Neubearbeitung (INN 1). Lehrgang für Latein als 1. oder 2. Fremdsprache: Ianua Nova, Tl.1, Lehrbuch, m. Beiheft (Exempla)
Ianua Nova - Neubearbeitung (INN 1). Lehrgang für Latein als 1. oder 2. Fremdsprache: Ianua Nova, Tl.1, Lehrbuch, m. Beiheft (Exempla)
von Horst Holtermann
  Gebundene Ausgabe

5.0 von 5 Sternen Supi, wie damals, 29. Juli 2014
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Mit diesem Buch habe ich damals Latein gelernt. Zur Auffrischung habe ich es einfach mal wieder durchgelesen. Der Aufbau ist gut und man wird Schritt für Schritt an Latein herangeführt. Natürlich ist es etwas altbacken, aber das ist in diesem Falle eher von Vorteil.


FitDeck Trainingsplaner - Navy Seal
FitDeck Trainingsplaner - Navy Seal
Wird angeboten von schäfer sport & fitness
Preis: EUR 14,90

2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
1.0 von 5 Sternen Buh, viel zu wenig Karten!, 29. Juli 2014
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: FitDeck Trainingsplaner - Navy Seal
Das Deck ist eigentlich nett, hat aber nur 26 Karten; der Rest der Box wurde mit einem Platzhalter aus Karton gefüllt. Zusammensetzung:
* 8 Karten sind Klimmzugvarianten
* 6 Karten sind Liegestützvarianten
* 12 Karten bunt gemischt
Die Enttäuschung ist groß. Die Decks, die ich kannte, hatten alle 50 Karten+. Damit hatte ich nicht wirklich gerechtnet. Das Preisleistungsverhältnis stimmt hier meines Erachtens nicht.


Sohn der Dunkelheit: Black Dagger 22 - Roman
Sohn der Dunkelheit: Black Dagger 22 - Roman
von J. R. Ward
  Taschenbuch
Preis: EUR 8,99

2 von 22 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
1.0 von 5 Sternen Für pubertierende schwule Jugendliche vor dem Coming-out, 17. April 2014
Das Buch besticht durch bisweilen etwas wirre Geschichte und (wahrscheinlich schon im Original bestehende) bodenlose sprachliche Mängel. Selten habe ich etwas so lieblos Zusammengeschustertes gelesen.

Handlung: Viel passiert nicht im Buch; das meiste wird durch stümperhafte Dialoge vermittelt, die bisweilen unfreiwillig komisch - oder unfreiwillig unkomisch.
Grundlegend gibt es mehrere Erzählstränge; der Haupterzählstrang beschäftigt sich mit Blay und Qhuinn, zwei männlichen Vampiren, die nach langem Hin und Her zueinander finden. Hier finden sich Stilblüten wie die folgende:

"Qhuinn stützte sich mit den Armen ab und stemmte sich dagegen, während seine Jungfräulichkeit nach allen Regeln der Kunst eingestampft wurde." (S. 248)

Namen: Von der ersten Seite an werden besondere Namen verwendet. Diese sind z. B.: Rhage, Payne, Xcor, Tohr, Throe, Qhuinn, Blaylock, Assaill, Sola, Whrath, Saxton, Rehv und iAm [sic!]. Leider haben die Namen, außer ihrem Klang, der wohl Geheimnisumwitterung heischen soll, keine weitere Bedeutung und stehen daher leer im Raum.

Erzählersprache: Oft gleitet die Sprache ins Fluchen ab. Dies ist ja an sich nicht schlimm, könnte sogar als Stilfigur genutzt werden. Jedoch wird der Text dadurch gestört und einfach inkonsitent. Außerdem sind Vampire offensichtlich sehr einfallslos, was Fluchen betrifft, z. B.:
"Scheiße!" (S. 60)
"Scheiße." (S. 89)
"Oh! Scheiße ..." (S. 131)
"Scheiße ... nein." (S.201)
"Oh! Scheiße." (S. 212)
Oh, beim Durchblättern habe ich doch tatsächlich ein Mal "Mist" gefunden. Will der Autor(in) uns damit etwas Bestimmtes mitteilen? Man weiß es nicht.

Anmerkung: Eigentlich wollte ich einen halben Stern vergeben, dafür, dass diese Reihe es sogar auf 22 Bände (und mehr?) geschafft hat; leider kann man hier nur ganze Sterne vergesen - und das ist zu viel.

Anmerkung2: Normalerweise verschenke ich ausgelesene Bücher an Second-Hand-Vertriebe gemeinnütziger Organisationen. Diese verkaufen die Bücher dann für EUR 0,50 weiter. Doch selbst dieser Preis ist zu hoch, wahrscheinlich werfe ich es gleich in die Papiertonne - dann muss sich auch niemand anderes mehr darüber ärgern.
Kommentar Kommentare (4) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Jul 16, 2014 2:52 PM MEST


The New Dead: Die Zombie-Anthologie
The New Dead: Die Zombie-Anthologie
von Christopher Golden
  Broschiert
Preis: EUR 14,95

0 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Literarischer Hochgenuss - Lies-mich, Brauch-mich, Hab-mich-lieb, 12. April 2012
Die Anthologie "The New Dead" hat mich von der ersten Geschichte an begeistert und überzeugt.

Natürlich erwartet man beim Thema Zombies Blut, Kettensägen, Splatter etc. Wer das sucht, ist hier falsch. Vielmehr gehen die Autoren sehr viel feinfühliger vor.

Es gibt Geschichten z. B. über:

* Zombie, der nicht weiß, dass er/sie Zombie ist
* Zukunftsvisionen, in denen Menschen als gewollt untote Sklaven wiederauferstehen
* Menschen, die alles tun (bzw. geben), um einen geliebten Menschen zu erfreuen
* spielende Kinder (die war besonders herb, *grusel)
* ok, eine TYPISCHE Zombiegeschichte von Überlebenden

Oft wird aus der Perspektive des Untoten erzählt. Der Widerspruch "untoter Mensch" (i. e.: Ist ein Untoter noch ein Mensch? Wie war er zu Lebzeiten? ist er dieser Mensch jetzt nicht mehr?) spielt in vielen Geschichten eine zentrale Rolle. Nein, Splatter ist es nicht, was hier Grusel und Schauder auslöst.

Fazit: Ich bin wirklich erstaunt, was aus der ollen Zombiekamelle alles rauszuholen war. Der Einfallsreichtum der Autoren zu diesem Thema ist über alles zu loben. Von der ersten bis letzten Seite ein Genuss!


Kismet Knight, Vampirpsychologin: Roman (PAN)
Kismet Knight, Vampirpsychologin: Roman (PAN)
von Lynda Hilburn
  Taschenbuch

7 von 15 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
1.0 von 5 Sternen Pubertär? Hirnamputiert? - Dann sind Sie hier richtig!, 26. März 2010
Pubertär: Eine Frau, die sich in einen Obermacker verknallt, der ja sooo "cool" und so "attraktiv" und so "blond" und so "Lederhosen-tragend" ist. Der starke, ehrenhafte Mann (besser: Vampir), der seine Auserwählte gegen böse Buben verteidigt und so "ehrenhaft" ist, einen coolen Gothclub in der Innenstadt besitzt und sooo "cool" ist. Das, Ihr Pubertäris, müsst Ihr unbedingt lesen!!

Hirnamputiert: Schon allein das Klischee der Psychologin, die sich selbst immer beobachtet, ihre eigenen Fehler zur Sprache bringt, aber dabei immer sooooo toll rüberkommt - abgesehen davon dass die Protagonistin männergeil mit zweifelhaftem Geschmack ist (hautenge Lederhosen, der behaarte "Weg zum Glück", uääääÄÄÄH). Wenn man kein Hirn besitzt, tut es wahrscheinlich nicht so weh, es zu lesen.

Versöhnlicher Lesetipp (für alle, denen das Buch trotzdem gefallen hat): Christine Feehan und ihre Machwerke.

An Lektor und Übersetzer: Sie haben mein Beileid, dass man Sie mit so was belästigt!
Kommentar Kommentar (1) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Jul 9, 2014 2:02 AM MEST


Das Haus Harkonnen: Der Wüstenplanet - Die frühen Chroniken 2
Das Haus Harkonnen: Der Wüstenplanet - Die frühen Chroniken 2
von Brian Herbert
  Taschenbuch

6 von 7 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Haus Harkonnen - lesenswert!, 19. April 2006
Dune - Haus Atreides

0. Allgemeines

Die drei Dune-Bücher “Haus Atreides”, “Haus Harkonnen” und “Haus

Corrino” stellen eine Art Vorspiel zu dem großen Zyklus von Frank

Herbert dar. Sie wurden von Frank Herberts Sohn Brian Herbert

sowie von Kevin Anderson geschrieben. Die grundlegende Idee der

Bücher ist, die Vorgeschichte der bekannten Figuren aus dem

Dune-Zyklus darzustellen und dabei gleichzeitig neue

Informationen für den Leser zugängig zu machen. Allgemein lässt

sich sagen, dass die drei Bände zu den Häusern Atreides,

Harkonnen und Corrino so sehr aus einem Guss sind, dass sie

schwerlich in einer Kritik getrennt zu betrachten sind. Hier

werden daher alle drei Bücher in einem Text besprochen.

1. Figuren

Die in diesem Vorspiel auftretenden Figuren sind alte (eher:

junge) Bekannte aus dem Dune-Zyklus. Mit sehr viel Feingefühl

wird die Vorgeschichte jeder Person und die Verwicklungen und

Verflechtungen zwischen den einzelnen Figuren vorgestellt. Brian

Herbert und Kevin Anderson vervollständigen somit das komplexe

Bild, welches Frank Herbert von der feudalen Zukunftsgesellschaft

nach Buthlers Djihad gezeichnet.

Man erfährt zum Beispiel, weshalb Letho seinen Sohn Paul als

Thronerben einsetzt, obwohl jener nur der uneheliche Bastard mit

einer Konkubine ist. Denn ja, auch Herzöge können jung und

töricht sein. Die Herkunft Gurney Halleks, Duncan Idahos und des

Suk-Mediziners werden geklärt. Der Leser wohnt der

Thronbesteigung von Shaddam bei und erfährt einiges über

Intrigen an einem modernen Hofe. Nichtzuletzt wird auch erklärt,

warum Baron Harkonnen ... doch hier sei nicht zu viel verraten.

Die Auswahl der Figuren ist sehr gelungen. Die

Charakterisierungen der Personen sowie die Veränderungen wird

konstant und zur Freude des Lesers durchgehalten. Es gibt

annähernd keine unmotivierten Handlungen, die einen die Stirn

runzeln lassen.

(Einzige Schmälerung des Lesevergnügens ergibt sich dann, wenn

man die sieben Frank-Herbert-Bände bereits gelesen hat, da man

dann weiß, welche der Figuren den dritten Band des Vorspiels

nicht lebend verlassen werden. Daher ist Dune-Neulingen zu

empfehlen, tatsächlich bei dem ersten Band des Vorspiels zu

beginnen und nicht beim Dune-Zyklus von Frank Herbert.)

2. Die Dune-Welt

Grundsätzlich lässt sich sagen, dass man mit dem Vorspiel zum

Dune-Zyklus viele fremde Planeten erkundet und kennenlernt, die

man bei Frank Herbert nur vom Hören-Sagen kannte. Giedi Prim,

Arrakis, Ix, Kaitain und Caladan werden vorgestellt, die

Inhaber und Besucher hinreichend charakterisiert. Hier wurden

unangenehme weiße Flecken auf meiner Raumlandkarte gefüllt.

Darüber hinaus ranken sich viele Mysterien um technische

Apparate in Dune, was deren Herkunft, Funktion und Aussehen

betrifft. Brian Herbert und Kevin Anderson lüften einige dieser

Geheimnisse. So erfährt man einige mysteriöse technische Details

über den Bau und die Navigation von Highlinern, die

Wirkungsweise des Gewürzes und ähnlicher Substanzen - und man

erfährt, was es mit den geheimnisvollen Axotl-Tanks auf sich hat

(was ich persönlich ein wenig schade finde, weil Frank Herbert

die Lösung dieses Rätsels ja nur angedeutet hatte).

3. Erzählerisches: Tiefen und Untiefen

Ja, es gibt auch Plattheiten, doch tun diese der Lesefreude

keinen Abbruch. Grundsätzlich lässt sich sagen: Die Bösen sind

bös, die Guten sind gut! Dies gilt insbesondere für die beiden

Gegner Atreides und Harkonnen. Erstere (das gesamte Haus mit

allem Tross) stehen grundsätzlich Ehre und Ehrhaftigkeit,

während letztere einzig niederträchtig und gemein sind. Beide

Seiten verfallen bisweilen in Extreme, so dass die Geschichte

an manchen Stellen unglaubwürdig wirkt. Allein Letho Atreides

wird der Großmut abgenommen, weil er der Machtpräsentation und

der Hervorhebung der Opposition von Herzog und Imperator dient.

Gibt es aber einen seriösen Grund, weshalb ein baronöser

Thronfolger sich in ungeheure Unkosten stürzen und

Nachforschungen ergehen sollte, um ein kleines Würstchen wie

einen Minenarbeiter zu quälen?

Dem plakativen und einfachen Gut-Böse-Prinzip entziehen sich

aber auch viele Figuren und Strömungen (Liet Kynes, Bene

Tleilax, Bene Gesserit, Raumgilde), die sich getrieben von

Eigennutz zwischen diesen Extremen bewegen. Diese Figuren und

Gruppierungen tragen zu einer erheblichen Auflockerung des

starren Schwarz-Weiß-Schemas bei und sorgen für viel Wirbel

und Ungewissheit des Handlungsstranges.

Humor existiert in gut dosierten Mengen. Hier hat das

Autorenpaar gute Arbeit geleistet. Nicht übertrieben, einfach

nur gut (Ich sage nur: Baron Harkonnen, Klein-Feud-Rautha und

ein vollkommen überforderter Mentat im Raubtierhaus.)

Etwas platt erscheint das Ende der Trilogie, an welchem ein

wahrer Friede-Freude-Eierkuchen gebacken wird. Dies mag zwar

für den Leser entspannend sein, doch sooooo viel Sonnenschein

tut in den Augen weh. Das Konfliktpotential um Arrakis wird

jedoch angedeutet.

4. Das Vorspiel zum Dune-Zyklus?

Die Bücher als Glieder zum Dune-Zyklus: Ich hatte erwartet,

etliche Fehler ausfindig zu machen, bei denen sich der alte

Dune-Zyklus mit dem neuen Vorspiel überwirft, doch ich hatte

mich in dieser Hinsicht getäuscht! Zumindest mir ist nichts

aufgefallen, worin sich die Geschichte verheddert hätte.

Ich habe es sehr genossen, die einzelnen Figuren, Schauplätze

und Vorkommnisse, die aus Frank Herberts Dune-Zyklus zum Teil

nur namentlich bekannt waren, nun näher kennenzulernen. Viele

Fragen werden beantwortet, die in den bisherigen Büchern

aufgeworfen worden waren. Als Dune-Fan kann ich daher

feststellen, dass ich es nicht bereut habe, die Bücher gelesen

zu haben; ich habe es genossen!

4. Gesamturteil

Die erzählte Geschichte weist viele Erzählstränge mit vielen

Figuren auf. Ich fand es äußerst angenehm zu lesen. Die drei

Dune-Bücher, die das Vorspiel zum großen Zyklus von Frank

Herbert darstellen, sind wunderbar gelungen und des Lesens wert:

Kauf-mich, Lies-mich, Hab-mich-lieb!


Das Haus Corrino: Der Wüstenplanet - Die frühen Chroniken 3
Das Haus Corrino: Der Wüstenplanet - Die frühen Chroniken 3
von Brian Herbert
  Taschenbuch

8 von 10 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Haus Corrino - lesenswert!, 19. April 2006
Dune - Haus Atreides

0. Allgemeines

Die drei Dune-Bücher “Haus Atreides”, “Haus Harkonnen” und “Haus

Corrino” stellen eine Art Vorspiel zu dem großen Zyklus von Frank

Herbert dar. Sie wurden von Frank Herberts Sohn Brian Herbert

sowie von Kevin Anderson geschrieben. Die grundlegende Idee der

Bücher ist, die Vorgeschichte der bekannten Figuren aus dem

Dune-Zyklus darzustellen und dabei gleichzeitig neue

Informationen für den Leser zugängig zu machen. Allgemein lässt

sich sagen, dass die drei Bände zu den Häusern Atreides,

Harkonnen und Corrino so sehr aus einem Guss sind, dass sie

schwerlich in einer Kritik getrennt zu betrachten sind. Hier

werden daher alle drei Bücher in einem Text besprochen.

1. Figuren

Die in diesem Vorspiel auftretenden Figuren sind alte (eher:

junge) Bekannte aus dem Dune-Zyklus. Mit sehr viel Feingefühl

wird die Vorgeschichte jeder Person und die Verwicklungen und

Verflechtungen zwischen den einzelnen Figuren vorgestellt. Brian

Herbert und Kevin Anderson vervollständigen somit das komplexe

Bild, welches Frank Herbert von der feudalen Zukunftsgesellschaft

nach Buthlers Djihad gezeichnet.

Man erfährt zum Beispiel, weshalb Letho seinen Sohn Paul als

Thronerben einsetzt, obwohl jener nur der uneheliche Bastard mit

einer Konkubine ist. Denn ja, auch Herzöge können jung und

töricht sein. Die Herkunft Gurney Halleks, Duncan Idahos und des

Suk-Mediziners werden geklärt. Der Leser wohnt der

Thronbesteigung von Shaddam bei und erfährt einiges über

Intrigen an einem modernen Hofe. Nichtzuletzt wird auch erklärt,

warum Baron Harkonnen ... doch hier sei nicht zu viel verraten.

Die Auswahl der Figuren ist sehr gelungen. Die

Charakterisierungen der Personen sowie die Veränderungen wird

konstant und zur Freude des Lesers durchgehalten. Es gibt

annähernd keine unmotivierten Handlungen, die einen die Stirn

runzeln lassen.

(Einzige Schmälerung des Lesevergnügens ergibt sich dann, wenn

man die sieben Frank-Herbert-Bände bereits gelesen hat, da man

dann weiß, welche der Figuren den dritten Band des Vorspiels

nicht lebend verlassen werden. Daher ist Dune-Neulingen zu

empfehlen, tatsächlich bei dem ersten Band des Vorspiels zu

beginnen und nicht beim Dune-Zyklus von Frank Herbert.)

2. Die Dune-Welt

Grundsätzlich lässt sich sagen, dass man mit dem Vorspiel zum

Dune-Zyklus viele fremde Planeten erkundet und kennenlernt, die

man bei Frank Herbert nur vom Hören-Sagen kannte. Giedi Prim,

Arrakis, Ix, Kaitain und Caladan werden vorgestellt, die

Inhaber und Besucher hinreichend charakterisiert. Hier wurden

unangenehme weiße Flecken auf meiner Raumlandkarte gefüllt.

Darüber hinaus ranken sich viele Mysterien um technische

Apparate in Dune, was deren Herkunft, Funktion und Aussehen

betrifft. Brian Herbert und Kevin Anderson lüften einige dieser

Geheimnisse. So erfährt man einige mysteriöse technische Details

über den Bau und die Navigation von Highlinern, die

Wirkungsweise des Gewürzes und ähnlicher Substanzen - und man

erfährt, was es mit den geheimnisvollen Axotl-Tanks auf sich hat

(was ich persönlich ein wenig schade finde, weil Frank Herbert

die Lösung dieses Rätsels ja nur angedeutet hatte).

3. Erzählerisches: Tiefen und Untiefen

Ja, es gibt auch Plattheiten, doch tun diese der Lesefreude

keinen Abbruch. Grundsätzlich lässt sich sagen: Die Bösen sind

bös, die Guten sind gut! Dies gilt insbesondere für die beiden

Gegner Atreides und Harkonnen. Erstere (das gesamte Haus mit

allem Tross) stehen grundsätzlich Ehre und Ehrhaftigkeit,

während letztere einzig niederträchtig und gemein sind. Beide

Seiten verfallen bisweilen in Extreme, so dass die Geschichte

an manchen Stellen unglaubwürdig wirkt. Allein Letho Atreides

wird der Großmut abgenommen, weil er der Machtpräsentation und

der Hervorhebung der Opposition von Herzog und Imperator dient.

Gibt es aber einen seriösen Grund, weshalb ein baronöser

Thronfolger sich in ungeheure Unkosten stürzen und

Nachforschungen ergehen sollte, um ein kleines Würstchen wie

einen Minenarbeiter zu quälen?

Dem plakativen und einfachen Gut-Böse-Prinzip entziehen sich

aber auch viele Figuren und Strömungen (Liet Kynes, Bene

Tleilax, Bene Gesserit, Raumgilde), die sich getrieben von

Eigennutz zwischen diesen Extremen bewegen. Diese Figuren und

Gruppierungen tragen zu einer erheblichen Auflockerung des

starren Schwarz-Weiß-Schemas bei und sorgen für viel Wirbel

und Ungewissheit des Handlungsstranges.

Humor existiert in gut dosierten Mengen. Hier hat das

Autorenpaar gute Arbeit geleistet. Nicht übertrieben, einfach

nur gut (Ich sage nur: Baron Harkonnen, Klein-Feud-Rautha und

ein vollkommen überforderter Mentat im Raubtierhaus.)

Etwas platt erscheint das Ende der Trilogie, an welchem ein

wahrer Friede-Freude-Eierkuchen gebacken wird. Dies mag zwar

für den Leser entspannend sein, doch sooooo viel Sonnenschein

tut in den Augen weh. Das Konfliktpotential um Arrakis wird

jedoch angedeutet.

4. Das Vorspiel zum Dune-Zyklus?

Die Bücher als Glieder zum Dune-Zyklus: Ich hatte erwartet,

etliche Fehler ausfindig zu machen, bei denen sich der alte

Dune-Zyklus mit dem neuen Vorspiel überwirft, doch ich hatte

mich in dieser Hinsicht getäuscht! Zumindest mir ist nichts

aufgefallen, worin sich die Geschichte verheddert hätte.

Ich habe es sehr genossen, die einzelnen Figuren, Schauplätze

und Vorkommnisse, die aus Frank Herberts Dune-Zyklus zum Teil

nur namentlich bekannt waren, nun näher kennenzulernen. Viele

Fragen werden beantwortet, die in den bisherigen Büchern

aufgeworfen worden waren. Als Dune-Fan kann ich daher

feststellen, dass ich es nicht bereut habe, die Bücher gelesen

zu haben; ich habe es genossen!

4. Gesamturteil

Die erzählte Geschichte weist viele Erzählstränge mit vielen

Figuren auf. Ich fand es äußerst angenehm zu lesen. Die drei

Dune-Bücher, die das Vorspiel zum großen Zyklus von Frank

Herbert darstellen, sind wunderbar gelungen und des Lesens wert:

Kauf-mich, Lies-mich, Hab-mich-lieb!


Das Haus Atreides: Der Wüstenplanet - Die frühen Chroniken 1
Das Haus Atreides: Der Wüstenplanet - Die frühen Chroniken 1
von Brian Herbert
  Taschenbuch

29 von 30 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Haus Atreides - lesenswert!, 19. April 2006
Dune - Haus Atreides

0. Allgemeines

Die drei Dune-Bücher “Haus Atreides”, “Haus Harkonnen” und

“Haus Corrino” stellen eine Art Vorspiel zu dem großen Zyklus

von Frank Herbert dar. Sie wurden von Frank Herberts Sohn

Brian Herbert sowie von Kevin Anderson geschrieben. Die

grundlegende Idee der Bücher ist, die Vorgeschichte der

bekannten Figuren aus dem Dune-Zyklus darzustellen und

dabei gleichzeitig neue Informationen für den Leser

zugängig zu machen. Allgemein lässt sich sagen, dass die

drei Bände zu den Häusern Atreides, Harkonnen und Corrino

so sehr aus einem Guss sind, dass sie schwerlich in einer

Kritik getrennt zu betrachten sind. Hier werden daher

alle drei Bücher in einem Text besprochen.

1. Figuren

Die in diesem Vorspiel auftretenden Figuren sind alte

(eher: junge) Bekannte aus dem Dune-Zyklus. Mit sehr viel

Feingefühl wird die Vorgeschichte jeder Person und die

Verwicklungen und Verflechtungen zwischen den einzelnen

Figuren vorgestellt. Brian Herbert und Kevin Anderson

vervollständigen somit das komplexe Bild, welches Frank

Herbert von der feudalen Zukunftsgesellschaft nach Buthlers

Djihad gezeichnet.

Man erfährt zum Beispiel, weshalb Letho seinen Sohn Paul

als Thronerben einsetzt, obwohl jener nur der uneheliche

Bastard mit einer Konkubine ist. Denn ja, auch Herzöge

können jung und töricht sein. Die Herkunft Gurney Halleks,

Duncan Idahos und des Suk-Mediziners werden geklärt. Der

Leser wohnt der Thronbesteigung von Shaddam bei und erfährt

einiges über Intrigen an einem modernen Hofe. Nichtzuletzt

wird auch erklärt, warum Baron Harkonnen ... doch hier sei

nicht zu viel verraten.

Die Auswahl der Figuren ist sehr gelungen. Die

Charakterisierungen der Personen sowie die Veränderungen wird

konstant und zur Freude des Lesers durchgehalten. Es gibt

annähernd keine unmotivierten Handlungen, die einen die Stirn

runzeln lassen.

(Einzige Schmälerung des Lesevergnügens ergibt sich dann, wenn

man die sieben Frank-Herbert-Bände bereits gelesen hat, da man

dann weiß, welche der Figuren den dritten Band des Vorspiels

nicht lebend verlassen werden. Daher ist Dune-Neulingen zu

empfehlen, tatsächlich bei dem ersten Band des Vorspiels zu

beginnen und nicht beim Dune-Zyklus von Frank Herbert.)

2. Die Dune-Welt

Grundsätzlich lässt sich sagen, dass man mit dem Vorspiel zum

Dune-Zyklus viele fremde Planeten erkundet und kennenlernt, die

man bei Frank Herbert nur vom Hören-Sagen kannte. Giedi Prim,

Arrakis, Ix, Kaitain und Caladan werden vorgestellt, die Inhaber

und Besucher hinreichend charakterisiert. Hier wurden unangenehme

weiße Flecken auf meiner Raumlandkarte gefüllt.

Darüber hinaus ranken sich viele Mysterien um technische Apparate

in Dune, was deren Herkunft, Funktion und Aussehen betrifft.

Brian Herbert und Kevin Anderson lüften einige dieser

Geheimnisse. So erfährt man einige mysteriöse technische Details

über den Bau und die Navigation von Highlinern, die Wirkungsweise

des Gewürzes und ähnlicher Substanzen - und man erfährt, was es

mit den geheimnisvollen Axotl-Tanks auf sich hat (was ich

persönlich ein wenig schade finde, weil Frank Herbert die Lösung

dieses Rätsels ja nur angedeutet hatte).

3. Erzählerisches: Tiefen und Untiefen

Ja, es gibt auch Plattheiten, doch tun diese der Lesefreude

keinen Abbruch. Grundsätzlich lässt sich sagen: Die Bösen sind

bös, die Guten sind gut! Dies gilt insbesondere für die beiden

Gegner Atreides und Harkonnen. Erstere (das gesamte Haus mit

allem Tross) stehen grundsätzlich Ehre und Ehrhaftigkeit,

während letztere einzig niederträchtig und gemein sind. Beide

Seiten verfallen bisweilen in Extreme, so dass die Geschichte an

manchen Stellen unglaubwürdig wirkt. Allein Letho Atreides wird

der Großmut abgenommen, weil er der Machtpräsentation und der

Hervorhebung der Opposition von Herzog und Imperator dient.

Gibt es aber einen seriösen Grund, weshalb ein baronöser

Thronfolger sich in ungeheure Unkosten stürzen und

Nachforschungen ergehen sollte, um ein kleines Würstchen wie

einen Minenarbeiter zu quälen?

Dem plakativen und einfachen Gut-Böse-Prinzip entziehen sich

aber auch viele Figuren und Strömungen (Liet Kynes, Bene

Tleilax, Bene Gesserit, Raumgilde), die sich getrieben von

Eigennutz zwischen diesen Extremen bewegen. Diese Figuren und

Gruppierungen tragen zu einer erheblichen Auflockerung des

starren Schwarz-Weiß-Schemas bei und sorgen für viel Wirbel und

Ungewissheit des Handlungsstranges.

Humor existiert in gut dosierten Mengen. Hier hat das Autorenpaar

gute Arbeit geleistet. Nicht übertrieben, einfach nur gut (Ich

sage nur: Baron Harkonnen, Klein-Feud-Rautha und ein vollkommen

überforderter Mentat im Raubtierhaus.)

Etwas platt erscheint das Ende der Trilogie, an welchem ein

wahrer Friede-Freude-Eierkuchen gebacken wird. Dies mag zwar

für den Leser entspannend sein, doch sooooo viel Sonnenschein

tut in den Augen weh. Das Konfliktpotential um Arrakis wird

jedoch angedeutet.

4. Das Vorspiel zum Dune-Zyklus?

Die Bücher als Glieder zum Dune-Zyklus: Ich hatte erwartet,

etliche Fehler ausfindig zu machen, bei denen sich der alte

Dune-Zyklus mit dem neuen Vorspiel überwirft, doch ich hatte

mich in dieser Hinsicht getäuscht! Zumindest mir ist nichts

aufgefallen, worin sich die Geschichte verheddert hätte.

Ich habe es sehr genossen, die einzelnen Figuren, Schauplätze

und Vorkommnisse, die aus Frank Herberts Dune-Zyklus zum Teil

nur namentlich bekannt waren, nun näher kennenzulernen. Viele

Fragen werden beantwortet, die in den bisherigen Büchern

aufgeworfen worden waren. Als Dune-Fan kann ich daher

feststellen, dass ich es nicht bereut habe, die Bücher

gelesen zu haben; ich habe es genossen!

4. Gesamturteil

Die erzählte Geschichte weist viele Erzählstränge mit vielen

Figuren auf. Ich fand es äußerst angenehm zu lesen. Die drei

Dune-Bücher, die das Vorspiel zum großen Zyklus von Frank

Herbert darstellen, sind wunderbar gelungen und des Lesens

wert: Kauf-mich, Lies-mich, Hab-mich-lieb!


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