Profil für andreas > Rezensionen

Persönliches Profil

Beiträge von andreas
Top-Rezensenten Rang: 8.553
Hilfreiche Bewertungen: 39

Richtlinien: Erfahren Sie mehr über die Regeln für "Meine Seite@Amazon.de".

Rezensionen verfasst von
andreas

Anzeigen:  
Seite: 1 | 2 | 3 | 4 | 5 | 6 | 7 | 8
pixel
Wolverine / Deadpool Heft 15 MARVEL NOW! (Panini Deutschland 2014)
Wolverine / Deadpool Heft 15 MARVEL NOW! (Panini Deutschland 2014)

5.0 von 5 Sternen Wolverine / Deadpool Heft 15 MARVEL NOW! (Panini Deutschland 2014), 20. September 2014
Wolverine # 15
Wolverine # 15
Mit dieser Ausgabe geht es in der neuen Story „Abtrünnig“ in die zweite Runde. Logan hat bekanntermaßen seinen Selbstheilungsfaktor verloren und fristet sein Dasein als Normalsterblicher.

Durch seine Vergangenheit als Wilder, Soldat, Held und Mentor hat er sich eine Reihe von Feinden gemacht, die alle von seinem Verlust erfahren haben und ihn umbringen möchten. Es ist aber nicht das erste Mal, das Wolverine seine Kräfte verliert, denn bereits in dem X-Crossover „Finstere Seele“ aus Marvel Exklusiv 10 (1998) schalteten seine Regenerationskräfte ab. Magneto hatte seinen Körper das Adamantium entzogen.

Wolverine hat sich seit dem verändert. Er beschaffte sich ein gepanzertes Kostüm, kehrte der Jean-Grey-Schule den Rücken zu und schloss sich The Offer an, einem Geschäftsmann mit zweifelhafter Moral. In dessen Diensten ist er nun Mitglied in einem neuen Team und seine Kameraden schimpfen sich nicht mehr Iron Man oder Captain America, sondern Pinch, Fuel und Lost Boy. Ein Mann namens Monoton infiltrierte Offers Gruppe und wollte Logan retten. Der ehemalige X-Man zeigte weder Dank noch Verständnis, sondern tötete ihn.

Nach diesem eiskalten Mord ist klar, dass sich Wolverine charakterlich total verändert hat und anscheinend nur noch für Geld arbeitet. Ob im Marvel Universum ein neuer Schurke geboren wird oder ob Logan noch einmal die Kurve bekommt, wird in diesem Comic nicht mehr geklärt werden. Stattdessen gibt es ein Crossover mit dem neuen Spider-Man (Dr. Otto Octavius hat sich in Peter Parkers Körper transferiert). In der Unterwelt kämpfen beide gegen eine Gruppe. Es wird auf den Kobaldkönig Bezug genommen, der unbemerkt ein Imperium aufgebaut hat und einen Großangriff plant. Das Interessante an der Story ist aber ein Gespräch zwischen dem Netzspinner und Wolverine, in dem die Probleme beider Superhelden zur Aussprache kommen. Spider-Man hat sich schließlich auch charakterlich verändert.

Das zweite Comic befasst sich wieder mit Deadpool. Die Story greift nicht den aktuellen Handlungsstrang auf, sondern serviert dem Leser eine vollkommene durchgeknallte Urlaubsepisode. Der Ort des Geschehens ist zunächst Wakanda, doch dort hält sich der Söldner nicht lange auf und seine Reise verschlägt ihn bis ins Reich von Odin, dem Vater von Thor.

Der Humor wird wie immer groß geschrieben und es sind viele Anspielungen zu finden. Am besten hat mir die Letzte gefallen, denn da wurde Deadpool in die 90er Jahre versetzt und dieses Zeitalter gilt nicht gerade als goldene Epoche von Marvel. Köstlich!

Der Zeichenstil passt sich der überdrehten Art an und ist auf den ersten Blick sicherlich gewöhnungsbedürftig. Dieser Umstand fällt beim Lesen aber nicht lange ins Gewicht.

Fazit: Wolverine kann mit einem tiefgründigen Crossover überzeugen und Deadpool erlebt einen farbenfrohen und verrückten Urlaub.

Bewertung: ★★★★★★

Informationen

Erscheint am: 09.09.2014
Seiten: 52
Format: Heft
Original-Storys: Wolverine 2, Deadpool 20
Autor: Brian Posehn, Gerry Duggan, Paul Cornell, Ben Acker, Ben Blacker
Zeichner: Declan Shalvey, Alan Davis, Scott Koblish, Ryan Stegman, Evan Shaner


Deadpool: Night of the living Deadpool
Deadpool: Night of the living Deadpool
von Cullen Bunn
  Broschiert
Preis: EUR 12,99

5.0 von 5 Sternen Deadpool: Night of the living Deadpool, 20. September 2014
Night of the Living Deadpool

Night of the Living Deadpool

Die Walker sind los und das sind sie schon eine ganze Weile! Spätestens seit dem der Filmemacher George A. Romero im Jahre 1968 mit seinem Film „Night of the Living Dead“ den Grundstein für die Untoten gelegt hat, ist eine regelrechte Zombieepidemie ausgebrochen. Zahlreiche Klassiker folgten in den letzten Jahrzehnten dem Beispiel von Romero. Eine Wiederbelebung des Genres erfolgte durch den Comic-Autor Robert Kirkman mit seiner unfassbar erfolgreichen Serie „The Walking Dead“. Die TV-Serien Adaption ist die logische Konsequenz aus der Fangemeinde. In den letzten drei Jahren sind zudem viele Merchandiseprodukte in die Läden gekommen, wie zum Beispiel Figuren, T-Shirts, Bücher und Videospiele, die für einen großen finanziellen Gewinn sorgen. Wie lange dieser Hype noch anhält, kann keiner vorhersagen, aber solange die Einschaltquoten weiterhin so hoch sind und der Rubel rollt, ist kein Ende in Sicht.

Kirkman ist ein gefragter Mann, gerade im Hause von Marvel, und so war er auch an dem neuen„Marvel Zombie Universum“ aktiv beteiligt. In diesem Monat erscheint im Übrigen der dritte Band aus dieser Extrawelt. Sehr empfehlenswert und lustig, da die bekannten Superhelden sich gegenseitig auffressen.

Nun folgt eine Parodie auf die Zombiemania und wer eignet sich dazu in einer postapokalyptischen Welt ordentlich auf den Putz zu hauen? Na klar, Deadpool! Der kanadische Söldner nimmt nicht nur die Untoten auf die Schippe, sondern viele bekannte Adaptionen. Einen großen Anteil am Comic hat Zeichner Ramon Rosanas, der es im gleichen schwarz/weiß Stil abbildet, wie wir ihn aus „The Walking Dead“ kennen. Die Sprechblasen und die Figur Deadpool sind dann als Kontrast in den typischen Farben zu sehen. Der Farbstil wird lediglich unterbrochen, als Deadpool für eine kurze Zeit selbst zum Zombie wird.

Die Anspielungen auf „The Walking Dead“ sind manchmal subtil im Hintergrund, aber auch ganz offensichtlich, als sich Deadpool zum Beispiel nach einem Lager umschaut und auf ein Gefängnis sieht, was sehr starke Ähnlichkeiten mit dem aus der Serie von Kirkman hat. Ein obligatorischer Spruch vom Söldner in der Einstellung fehlt natürlich nicht... Auf Marvel Storys wird ebenfalls Bezug genommen, wie zum Beispiel auf den Civil War, als die Protagonisten auf einem Friedhof standen.

Am besten gefallen haben mir, wie immer, die deftigen Sprüche von Deadpool und sein hartes Vorgehen gegenüber seinen Gegnern. Die nicht wie üblich irgendwelche Schurken sind, sondern lebendiges totes Fleisch - Zombies. Natürlich denkt man die ganze Zeit an „The Walking Dead“, denn der Handlungsverlauf ähnelt bewusst stark dem der Serie. Der verrückte Söldner ist zunächst in der Stadt, dann sucht er einen Unterschlupf und zwischendurch stößt er auf andere Überlebende. Gerade diese zwischenmenschliehen Beziehungen zeichnen den Plot aus und lassen die lustigen Sprüche von Deadpool erst zu.

Zu der Hauptstory wird überraschenderweise, die sich im Übrigen aus vier US-Comics zusammensetzt, noch eine Beilage serviert. Das Heft „Super Boys!“ passt jedoch nicht in diese Ausgabe hinein. Ich hätte mir lieber etwas aus dem Zombie-Horror-Bereich gewünscht. Der komplett andere Zeichenstil, welcher zwar nicht knallbunt daher kommt, sondern eine dunkle Farbgebung hat, hinterlässt einen faden Beigeschmack auf die Darstellungen von Rosanas.

Fazit: „Night of the Living Deadpool“ ist eine richtig gute Parodie auf den aktuellen Zombiehype. Der Leser wird wie gewohnt vom kanadischen Söldner mit tollen Sprüchen verwöhnt.

Bewertung: ★★★★★★

Informationen

Erscheint am: 23.09.2014
Seiten: 116
Format: Softcover
Original-Storys: Night of the Living Deadpool 1-5
Autor: Cullen Bunn
Zeichner: Ramon Rosanas


Spider-Man Heft 15 MARVEL NOW! (Panini Deutschland 2014)
Spider-Man Heft 15 MARVEL NOW! (Panini Deutschland 2014)

5.0 von 5 Sternen Spider-Man Heft 15 MARVEL NOW! (Panini Deutschland 2014), 19. September 2014
Spider-Man # 15

MARVEL KNIGHTS: HULK

Die Geschichte des Netzspinners greift nun aktiv in das Marvel Crossover „Infinity“ mit ein, zumindest in dessen Nachwehen. Die Story spielt im hier und jetzt, nicht wie die vorherigen Ausgaben, die sich chronologisch gesehen vor den Ereignissen im Megaevent zugetragen haben. Endlich werden die Fans sagen, denn in „Infinity“ hat Peter Parker nur in „Mighty Avengers #1“ einen Auftritt.

Während der Invasion durch Thano’s Truppen gab es einen verheerenden Kampf zwischen Black Bolt und dem verrückten Titanen, denn der Verteidiger zündete die Terrigen-Bombe. Dadurch wurde der Terrigen-Nebel freigesetzt, dem die Inhumans ihre Fähigkeiten verdanken. Der Nebel zog über die Erde und verwandelte alle Menschen die ein Inhuman-Gen besitzen. Die Hauptstadt der Inhumans, Attilan, stürzte zudem bei den Kämpfen in den Hudson River.

Das Comic startet mit den Aufräumarbeiten in New York, bei denen sich Spider-Man beteiligt. Das ist wichtig für seinen Ruf, da es in der letzten Ausgabe zu Anfeindungen gekommen ist. Diese Ereignisse kommen hoffentlich noch einmal zur Aussprache. Natürlich war das noch nicht alles, denn der Held bekommt natürlich sein Abenteuer serviert, das auf die emotionale Schiene setzt. Action findet in diesem Heft nicht statt, was aber nicht weiter ins Gewicht fällt. Nach einem „Universum-Krieg“ können auch ruhigere Töne angestimmt werden. Der Nachguss von „Infinity" wird nicht nur in dieser Reihe behandelt, sondern in den Anderen auch. An dieser Stelle möchte ich auf unsere Review von „Wolverine # 15“ hinweisen.

Inhaltlich gibt es zur neuen Ausgabe nichts mehr zu sagen. Darum komme ich gleich zu den Zeichnungen. Die Abbildungen fand ich sehr gelungen, sie laden zum hingucken ein und zeigen eindrucksvoll die Ausmaße der Zerstörung in New York, durch eine dunkle Farbgebungen und einen rauen Stil.

Als Beilage serviert Panini dem Leser ein älteres Heft aus dem Jahr 2012. Zu diesem Zeitpunkt ist noch keine Rede davon, dass Dr. Octopus den Körper von Peter Parker übernommen hat und der beste Spider-Man aller Zeiten werden möchte. Das Cover dieser Extraausgabe ziert die Gesamtausgabe und das vollkommen zu recht.

Der Leser wird inhaltlich überrascht werden, denn es wird eine ganz neue Welt aufgezeigt, die vollkommen ohne Spider-Man ausgekommen ist. Seine Familie und Freunde, insbesondere Mary Jane und Onkel Ben, haben eine erfolgreiche Karriere gestartet oder weilen noch unter uns. Die Frage kommt natürlich auf, ob New York besser ohne den Netzspinner auskommt.

Fazit: „Spider-Man # 15“ schlägt in der Hauptstory ruhigere Töne nach dem großen Beben im Universum an, baut zudem auf Emotionalität und zeigt eine Charakterveränderung beim neuen Peter Parker. Bleibt abzuwarten, ob diese anhält oder nach den Aufräumarbeiten wieder abbricht.

Bewertung: ★★★★★★

Informationen

Erscheint am: 09.09.2014
Seiten: 76
Format: Heft
Original-Storys: Inhumanity: Superior Spider-Man 1, Amazing Spider-Man Annual 39
Autor: Christos Gage, Brian Reed
Zeichner: Lee Garbett


Infinity Gauntlet
Infinity Gauntlet
von Jim Starlin
  Taschenbuch
Preis: EUR 18,67

5.0 von 5 Sternen Infinity Gauntlet, 17. September 2014
Rezension bezieht sich auf: Infinity Gauntlet (Taschenbuch)
The Infinity Gauntlet
INFINITY GAUNTLET SOFTCOVER
Thanos und die Infinity-Steine sind in der aktuellen Kino Adaption des Comics „Guardians of the Galaxy“ zentrales Thema und daher ist es um so schöner, dass Panini noch einmal ins Archiv gegangen ist und eine alte Story aus der Versenkung hervorgeholt hat.

Kein geringerer als Autor Jim Starlin, Schöpfer von Thanos, hat im Jahre 1991 die Marvel Comicwelt in Atem gehalten. Seine Geburt feierte der verrückte Titan im Übrigen im Jahr 1973. Damit aber noch lange nicht genug vom galaktischen Oberbösewicht, denn Starlin ist zurück und bereitet im Marvel Now Universum einen neuen Graphic-Novel vor. Die Infinity Steine tauchten hingen in jüngster Vergangenheit bei den Illuminati auf, die diese gegen ein kollidierendes Universum einsetzten. Die unglaubliche Macht die von ihnen ausgeht, ist jedem Kinobesucher bewußt.

Vor den Ereignissen von „The Infinity Gauntlet“ hat Thanos alle Steine in seinen Besitz bringen können und hat nun die Macht über: Zeit, Raum, Gedanken, Seele, Realität und Macht. Die Herrin des Todes lies den Titanen im Übrigen wieder von den Toten auferstehen, um einen teuflischen Plan zu verwirklichen, denn es besteht ein kosmisches Ungleichgewicht zwischen den Verstorbenen und den Lebenden im Universum. Dieses gilt es zu bereinigen und Thanos soll die Hälfte aller Kreaturen umbringen. Dieses Verhältnis steht jedoch unter keinem guten Stern, da Thanos zu mächtig geworden ist. In die Story mit einverwoben sind seine bekannten Töchter Nebula und Gomora. Im Comic wird Nebula allerdings als die Enkeltochter vorgestellt, zumindest nach ihrer Aussage. Das sind natürlich nicht die einzigen Abweichungen zu den heutigen Comics. Den Rächerturm gibt es zum Beispiel nicht, dafür ein Hauptquartier, das nicht ganz so pompös ausfällt. Diese Kleinigkeiten fallen aber nicht negativ ins Gewicht, sondern lockern die Handlung auf, da solche Vergleiche recht amüsant sind. Der Leser kann die zeitliche Ambivalenz von über 20 Jahren gut einschätzen.

Das Verschwinden von Menschen und Aliens löst nicht nur Angst und Schrecken aus, sondern veranlasst zum Beispiel die Kree’s von einem feindlichen Angriff auszugehen. Es brechen Konflikte an allen Enden der Galaxie aus. Auf der Erde selbst toben Naturkatastrophen und bekannterRächer sind wie vom Erdboden verschluckt. Die eigentliche Gefahr geht jedoch von Thanos weit draußen im Weltall aus und ist nur mit vereinten Kräften aufzuhalten. Die Rächer sammeln sich und versuchen durch Entschlossenheit und einen ausgeklügelten Plan das Universum zu retten. Klingt nach 08/15? Alles schon einmal gelesen? Der Plot serviert aber noch einen interessanten Twist, der vollkommen unerwartet daher kommt und dadurch wird der Konflikt noch einmal angeheizt. Die Frage, was mit den Verschwundenen passiert ist und ob sie wieder kommen, hält den Leser ebenfalls auf trapp. Die Storyline ist abgerundet betrachtet eine spannende Angelegenheit, in der die Superhelden in vielen Kampfszenen ihre Schlagkraft unter Beweis stellen müssen.

Eine Priese Humor darf in keinem Marvel Heft fehlen und so gibt es die eine oder andere Situation, die zum Schmunzeln einlädt. Machmal sind es nur die Kleinigkeiten, wie zum Beispiel ein „ALF“ im Fernsehen, die ausreichen, um für ein bisschen Heiterkeit zu sorgen.

An den Zeichenstil müssen sich Leser des Marvel Now Universums gewöhnen, die nicht so viele Berührungen mit den Abbildungen der 90er Jahre haben. Eine gesunde Priese an Realismus und Detailgenauigkeit, die wir von heutigen Comics kennen, wird nicht geboten. Dennoch wird durch den Retrolook ein nostalgisches Gefühl erzeugt, das dem Leser pure Freude bereitet. In dieser Hinsicht fand ich nur merkwürdig, dass die grüne Abrissbirne, der gute HULK, im verwandelten Zustand normal mit seinen Freunden kommunizierte. Aber wie gesagt, die „neuen Comicfans“ haben sicherlich ein großes Interesse an den „Old School“ Geschichten um einen allumfassenden Einblick in die komplexe Welt von Marvel zu bekommen. Für alte Hasen, die die Geschichte noch nicht in Papierform zu Hause haben, wird nichts Neues serviert, aber ein Klassiker, der in die Sammlung gehört.

Fazit: „The Infinity Gauntlet“ hat mich mit einer guten und fiesen Story überzeugt und durch einen überraschenden Twist konnte ich das Comic nicht aus der Hand legen. Der Nostalgiefaktor rundet das Gesamtwerk ab.

Bewertung: ★★★★★★

Informationen

Erscheint am: 16.09.2014
Seiten: 260
Format: Softcover
Original-Storys: Infinity Gauntlet 1-6
Autor: Jim Starlin
Zeichner: George Pérez, Ron Lim


Infinity #6 - Extradicke Finalausgabe! *Das grosse Marvel- Event 2014 ENDET hier!!!* (2014, Panini) ***MARVEL NOW***
Infinity #6 - Extradicke Finalausgabe! *Das grosse Marvel- Event 2014 ENDET hier!!!* (2014, Panini) ***MARVEL NOW***
von xxyx---xyxx
  Comic

5.0 von 5 Sternen Infinity #6, 17. September 2014
Infinity # 6
INFINITY 6 (VON 6)
Das diesjährige Megaevent aus dem Hause Marvel nähert sich nicht nur dem Ende, sondern ist mit dieser sechsten Ausgabe beendet. Bevor ein Fazit gezogen werden kann, geht es noch einmal gegen den „Endgegner“ Thanos.

Die Schlacht gegen die übermächtigen Builder ist bereits geschlagen und das Universum kann dank einer List von Captain America und Thor aufatmen. Nur die Erde ist noch nicht aus dem Schneider, denn der Titan Thanos steht kurz vor dem Ziel seiner Invasion: Der Ermordung seines Sohnes. Egal was die verbliebenen Rächer auf dem blauen Planeten unternahmen, sie konnten die Truppen nicht aufhalten. Selbst der Einsatz der Jung-Helden von der Future Foundation und der Jean-Grey-Schule brachte keinen militärischen Erfolg. Das Thanos nicht gerade zimperlich mit seinen Kindern umgeht, weiß jeder Comicfan und seit dem Blockbuster „Guardians of the Galaxy“ auch die Kinobesucher.

Die letzte Ausgabe von „Infinity“ ist ein schnelles Vergnügen, da der finale Kampf in seiner Intensität zwar ziemlich heftig, aber nur von kurzer Dauer ist. Der Leser kann sich auf gewaltige Schlachten und Kämpfe einstellen, die mit reichlich Explosionen daher kommen. Es knallt an allen Enden und Ecken, wie es sich für ein derartiges ausschweifendes Megaevent gehört. Im Anschluss bekommt der Leser noch einen Epilog serviert, der die Zeit nach dem großen Krieg zeigt.

Einen weiteren Epilog gibt es in der mitgelieferten Ausgabe der „New Avengers“. Besser bekannt als die „Illuminati“. Dieser geheimen Truppe gehören Black Bolt, Iron Man, Namor, Reed Richards, Black Panther, Dr. Strange und Beast an. Als Gruppe treffen die Helden im Verborgenen die härtesten Entscheidungen. Ihre Begegnung mit Black Swan, die aus einer sterbenden Welt kam und sich seit dem in Gewahrsam der Illuminati befindet, veränderte die Sichtweise auf das Geschehen im Multiverse. Das Fachwissen, das sie mitbringt, wenn Welten durch bevorstehende Kollisionen zu Konkurrenten werden, ist für die Helden elementar wichtig. In dieser Ausgabe gerät Shuri, nichts ahnend von dem Geheimbund, mit ihrem Bruder T’Challa aneinander. Hintergrund ist die Auseinandersetzung zwischen Atlantis und Wakanda.

Das Schöne an diesem Epilog ist, dass er zugleich ein Prolog für die künftigen Ereignisse ist, da Black Swan auf den letzten Seiten noch einmal eine verheerende Ankündigung macht. An dieser Stelle verrate ich natürlich nichts. Nur eines: Wer das „Infinity“ Crossover schon gewaltig fand, der wird von der Zukunft begeistert sein…

Wer sich fragt, was mit den Ereignissen rund um der Terrigen-Bombe passiert, dem sei gesagt, dass dieses Thema von Marvel nicht totgeschwiegen wird und in den nächsten Heften einen deutlichen Einfluss haben wird. Die laufenden Heftserien „Spider-Man #15“, „Avengers #15“, Avengers - Die Rächer #12 & #13, „Iron Man/Hulk #15, „Uncanny X-Men #3“, „Mighty Avengers #2“ werden sich unter anderem damit befassen. Es bleibt abzuwarten, wie die jeweiligen Comicreihen den Sprung bewältigen, da zum Beispiel „Iron Man/HULK“ chronologisch vor dem Crossover spielt.

Zum Abschluss sei noch einmal die Dicke des Heftes von insgesamt 84 Seiten hervorgehoben.

Fazit: „Infinity # 6“ bietet einen guten Abschluss vom diesjährigen Megaevent, ohne allerdings eine große Überraschung zu servieren. Der Cliffhanger folgt in der Epilogausgabe der „New Avengers“. Wer jetzt ganz heiß auf Crossover ist, dem sei gesagt, dass das Nächste aus dem Hause Marvel in den Startlöchern steht.

Bewertung: ★★★★★★

Informationen

Erscheint am: 09.09.2014
Seiten: 84
Format: Heft
Original-Storys: Infinity 6, New Avengers 12
Autor: Jonathan Hickman
Zeichner: Jim Cheung, Dustin Weaver, Mike Deodato Jr.


DISNEY MARVEL WOLVERINE DEADPOOL Comic # 14 (Sep 2014): Der Beginn einer neuen Ära!
DISNEY MARVEL WOLVERINE DEADPOOL Comic # 14 (Sep 2014): Der Beginn einer neuen Ära!
von Panini
  Comic

5.0 von 5 Sternen DISNEY MARVEL WOLVERINE DEADPOOL Comic # 14, 22. August 2014
Wolverine / Deadpool # 14

WOLVERINE/DEADPOOL 14

Dieses Comicheft erwarte ich jeden Monat mit großer Vorfreude, denn mein persönlicher Lieblingsheld Deadpool bekommt in der kanadischen Doppelausgabe seinen Auftritt. Anfangen möchte ich jedoch mit der eigentlichen Hauptstory „Wolverine“.

Logan wurde seiner Selbstheilungskräfte beraubt und auf einmal ist er sterblich und verwundbar, wie jeder normale Mensch. Von Feinden umgeben, die lange Zeit auf diese Gelegenheit gewartet haben, musste Logan lernen sich zu verteidigen. Inmitten dieser Findungsphase kam es zum großen Kampf gegen Sabretooth, dem langjährigen Erzfeind. Dieser fügte Wolverine eine empfindliche Niederlage zu. Geschlagen und schwer gezeichnet kehrte der verunsicherte X-Man und Leiter der Jean-Grey-Schule mit seiner Begleiterin Kitty Pryde an seine Schule zurück. Als sich Storm nach seinem Befinden erkundigte, gab er nur eine Antwort: „Wolverine ist tot“.

Nicht nur die Handlung steht vor einem Neuanfang, auch Autor Paul Cornell hat eigens für die Heftserie den Bösewicht Offer und sein Team ins Leben gerufen. Damit aber nicht genug, denn die Charaktere Fuel, Lost Boy, Marcy, Pinch und Reflex, feiern ebenfalls ihren Einstand. Bei einigen Namen, insbesondere bei Lost Boy und Reflex musste ich die Stirn runzeln, da diese nicht gerade von kreativer Schaffenskraft zeugen. Dieser Umstand soll die tolle Handlung aber nicht schmälern. Bevor ich darauf näher eingehe, möchte ich noch die letzte Neuigkeit loswerden, denn es gab einen Zeichnerwechsel. Ryan Stegman („The Superior Spider-Man) löst Alan Davis ab. Der Plot hat mich, wie bereits geschrieben, gut unterhalten, obwohl der Sprung den Ausgaben ziemlich groß war. Dem Leser wird im Laufe der Geschichte eine Rückblende aufgezeigt, die aber die Geschehnisse noch nicht erklärt. In den nächsten Heften werden mit Sicherheit mehr Informationen in Form von Rückblenden gezeigt. Die Auflösung treibt die Neugierde an und entfacht einen ordentlichen Spannungsbogen. Der eigentliche Höhepunkt wartet, wie soll es anders sein, auf der letzten Seite. Ich verrate natürlich nichts, aber versprechen kann ich einen richtigen Schocker. Dabei trifft der Untertitel „Abtrünnig“ den Inhalt der Handlung wie die Faust aufs Auge und verrät die Richtung, die die vierteilige Miniserie einschlagen wird.

Deadpool

Da ist er wieder, der Söldner mit der großen Klappe und der roten Kappe auf dem Kopf. In der letzten Ausgabe gab es die Vorgeschichte, in der Deadpool in den 70er Jahren mit Hilfe von Luke Cage und Iron Fist den größten Luden den die Welt je gesehen hat, White Man, besiegt hatte. Nun ist er zurück und will Rache. Das Problem ist, keiner kann sich an diesen Schurken erinnern. Schließlich sind 40 Jahre vergangen….

In diesem Heft ist weniger Humor enthalten, als wir von Deadpool gewöhnt sind. White Man ist auf einem Rachefeldzug und keiner kann sich an ihn erinnern. Dieser Grundwitz mutiert erfolgreich zu einem Running Gag. Als Cliffhanger wird dem Leser eine Nebenstory aus einem vorherigen Teil präsentiert, in dem Deadpool Organe geklaut wurden. Diese Angelegenheit entpuppt sich folgenschwerer als geahnt. Weiterhin ist noch zu erwähnen, dass die SHILED Agentin Emily Preston noch immer im Körper von Deadpool steckt.

Fazit: Die Story „Wolverine“ zeigt einen veränderten sterblichen Helden, der für einen krassen Schockmoment sorgt. Sein kanadischer Kollege Deadpool bringt eine solide Story mit, die in den 70er Jahren ihren Ursprung hatte.

Bewertung: ★★★★★★


Marvel Now!- Paperback Softcover - Avengers #2: Gefährliche Macht (2014, Panini)
Marvel Now!- Paperback Softcover - Avengers #2: Gefährliche Macht (2014, Panini)
von Jonathan Hickman
  Comic

5.0 von 5 Sternen Marvel Now!- Paperback Softcover - Avengers #2: Gefährliche Mach, 21. August 2014
Avengers Paperback # 2: Gefährliche Macht

Avengers Paperback # 2: Gefährliche Macht

Die zweite Sammelausgabe der Rächer erscheint unter der Federführung von keinem geringeren als Jonathan Hickman, jener Autor, der zur Zeit das Crossover „Infinity“ leitet und mit den „Avengers“ die Einleitung beginnt.

Für alle die den Prolog verpasst haben, eine gute Möglichkeit um noch einmal die Anfänge dieser galaktischen Schlacht zu ergründen. In „Gefährliche Macht“ wird zwar noch kein aktueller Bezug auf das Marvel Megaevent genommen, doch einige Figuren, wie Ex Nihlo, treten in Erscheinung und haben später in „Infinity“ ihren großen Auftritt.

Im Paperback „Avengers # 1 - Die Welt der Rächer“ entschieden sich Captain America und Iron Man, die im Marvel Universum mittlerweile den Ton angeben, dass die Avengers eine neue Qualitätsstufe erreichen sollen und dringend quantitativ expandieren müssen. Weitere Superhelden wurden daraufhin rekrutiert. Unter diesen sind zum Beispiel Captain Marvel, Manifold oder Spider-Man. Gerade die Entwicklung beim Netzspinner hat durch die Geschichte „Der Tod von Peter Parker“ enorm an Brisanz hinzu gewonnen. Die Nebengeschichte von Spider-Man wird allerdings in der gleichnamigen Serie ausgefochten. Zurück zu der Story der Avengers. In dieser Ausgabe haben Ex Nihilo, Abyss und Aleph den Mars mit neuem Leben angereichert und versucht die Erde zu „verbessern“. Die neu zusammengestellte Rächertruppe konnte diesen Angriff unterbinden und das Trio davon überzeugen, sich nur auf den Mars zu beschränken. Die Avengers kehrten aber nicht ohne Kriegsbeute auf die Erde zurück und brachten Ex Nihilos jüngste Schöpfung, den neuen Adam, mit. Die erfolgreiche Schlacht im Weltraum war aber nur der Anfang und die Bedrohung nimmt in „Avengers #2 Gefährliche Macht“ zu, denn die gegnerischen Kräfte könnten die vereinten Fähigkeiten der Helden übersteigen.

Was ich am besten an dieser Ausgabe fand, waren die Zeichnungen von Mike Deodato Jr. (Spider-Man) und Dustin Weaver (Infinity). Sie haben absolut meinen Geschmack getroffen, da sie nicht nur detailreich sind, sondern sehr realistisch daher kommen. Die Figuren zum Ende der Handlung sind dafür das beste Beispiel, da jegliche übertriebene Darstellung von Menschen vermieden wurde und so ein sehr attraktives Bild von Männern und Frauen entstanden ist. Bitte mehr davon! Der Plot steht den Abbildungen in nichts nach, denn zwei bedeutende und wichtige Aspekte werden von Hickman geliefert: Viel Spannung und gute Wendungen. Das hin und her Springen an verschiedene Orte erschafft neue Handlungsstränge. Kleine Untergeschichten, wie das Verhältnis zwischen SHIELD und den Avengers, werten die Handlung weiter auf.

Das Paperback beinhaltet die US-Hefte sieben bis elf, welche in Deutschland in den Doppelausgaben vier bis sechs erschienen sind. Aufgepasst an alle Heftsammler, denn in der sechsten deutschen Ausgabe ist das zwölfte US-Heft enthalten.

Fazit: „Avengers Paperback # 2: Gefährliche Macht“ ist eine tolle Sammelausgabe, die sich besonders durch realistische Abbildungen hervortun kann.

Bewertung: ★★★★★★

Informationen

Erscheint am: 19.08.2014
Seiten: 140
Format: Softcover
Original-Storys: Avengers 7-11
Autor: Jonathan Hickman
Zeichner: Dustin Weaver, Mike Deodato Jr.


Guardians of the Galaxy: Die offizielle Vorgeschichte zum Film
Guardians of the Galaxy: Die offizielle Vorgeschichte zum Film

1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Guardians of the Galaxy: Die offizielle Vorgeschichte zum Film, 21. August 2014
Guardians of the Galaxy - Die offizielle Vorgeschichte zum Film

Guardians of the Galaxy - Die offizielle Vorgeschichte zum Film

In Kürze erscheint der Kinofilm über die Guardians und da ist es nur konsequent, dass die Comicadaption eine Vorgeschichte auf gedrucktem Papier bekommt. Eigentlich war es um die Space-Avengers ziemlich ruhig bestellt, nachdem Autor Arnold Drake und Zeichner Gene Colan die ersten Figuren im Jahr 1969 ins Leben gerufen haben. Erst in den 90er Jahren gab es eine eigene Heftserie, die trotz guter Kritiken wegen Desinteresse eingestellt worden ist. Im Jahre 2008 erlebte die Weltraumtruppe unter Anleitung der britischen Autoren Dan Abnett und Andy Langging ihre Wiedergeburt. Beide sind im übrigen auch an dem aktuellen Kinofilm beteiligt, was ausdrücklicher Wunsch von Regisseur und Drehbuchautor James Gunn war. In der Comicwelt werden die Guardians genauso wie „Iron Man“ gepusht und daher ist es auch kein Wunder, dass ab 2013 eine eigene Heftserie erschienen ist und die Truppe an zwei aktuellen Crossovern beteiligt ist. Auf der einen Seite an dem Marvel Megaevent „Infinity“, in dem sie jedoch ziemlich spät eingreifen aber eine wichtige Rolle einnehmen, und in „Die neuen X-Men #14“ arbeiten sie mit den Mutanten zusammen. Gerade letzteres Teamwork kommt nicht unerwartet, da Brian Michael Bendis für beide Reihen der Autor ist.

Für alle, die noch nicht vertraut sind mit den einzelnen Rollen, hier noch einmal eine Auflistung der Hauptcharaktere:

Gamora (Zoe Saldana): Adoptivtochter von Thanos. Tödlichste Frau der Galaxie. Letzte ihrer Spezies. Kybernetisch gesteigerte Kräfte und Konstitution. Selbstheilungsfaktor.

Rocket Raccoon & Groot (Bradley Cooper/ Vin Diesel): Es gibt nicht viel, das einen treffsicheren Waschbären und intelligentes Baumwesen aufhalten könnte.

Star-Lord (Chris Pratt): Peter Jason Quill. Sohn des Königs von Spartas und einer Erdbewohnerin. Meisterstratege. Superkräfte dank Spezialanzug und Implantaten. Elementar-Pistole.

Drax (Dave Batista): Einst versetzte der mächtige Chronos den Geist von Arthur Douglas in einen besonders starken Körper. So wurde Arthur zu Drax dem Zerstörer.

In „Guardians of the Galaxy - Die offizielle Vorgeschichte zum Film“ geht es um ein frühes Söldner-Abenteuer von Rocket und Groot, das vor der Findung des Teams zwischen Sciencefiction und Superhelden-Action spielt, sowie die mit Gamora verknüpfte Backstory der bösen Nebula. Nebula wurde genauso wie Gamora von Thanos zu einer Killerin ausgebildet. Die Story zeigt insgesamt zwei Zeitstränge. Einmal die Gegenwart, in der die Auftragsmörderinnen eine Mission haben und die Andere schildert den Wettstreit in der Ausbildung, als beide noch Kinder waren. Rocket und Groot sind in ihrer Geschichte dicke Kumpels und erledigen Auftragsarbeiten gegen Bezahlung. Ihre Mission verschlägt sie in die Weltraumstation HUB, in der es zwei Bereiche gibt. Ganz oben haben nur die Superreichen Zutritt und in dem unteren Bereich gibt es einen gesetzlosen Marktplatz, auf dem Kriminelle ihr Unwesen treiben. Ihr Vorhaben bringt sich, wie erwartet, in Schwierigkeiten.

In beiden Geschichten werden die Charaktereigenschaften der Figuren beleuchtet, was sehr schön ist, da sich der Leser und der spätere Kinobesucher ein genaues Abbild von seinen Helden machen kann und deren Handlungsweise nachvollziehen kann. Diesen Ansatzpunkt finde ich nicht nur gut gewählt, er funktioniert auch in der Umsetzung. Besonders die Figur Nebula wurde in den letzten Comics nicht vorgestellt und so können auch Leser des Marvel Now Universums beruhigt ins Kino gehen und ihren Wissensvorsprung mit einem breiten Grinsen im Vorstellungssaal feiern. Humor, welcher in der Comicwelt und in den Filmadaptionen zu genüge vorkommen, blitzt ab und zu auf, besonders der Waschbär Rocket Raccoon konnte sich dabei in Szene setzten, so wie wir es von ihm gewohnt sind. Natürlich ist Groot mit seinem obligatorischen Satz „Ich bin Groot“ immer für einen Schmunzler gut und dieser Running Gag funktioniert bestens.

Fazit: „Guardians of the Galaxy - Die offizielle Vorgeschichte zum Film“ ist ein sehr gelungener Prolog zum ersten Kinofilm, welcher die Charakter von Gamora, Rocket, Groot und Nebula dem Leser näher bringt und insbesondere den Konflikt zwischen den beiden Frauen aufzeigt. Fans von Action kommen auf ihre Kosten, da es reichlich Kämpfe zu bestaunen gibt.

Bewertung: ★★★★★★

Informationen

Erscheint am:12.08.2014
Seiten: 52
Format: Heft
Original-Storys: Guardians of the Galaxy Prelude 1-2
Autor: Dan Abnett, Andy Lanning
Zeichner: Klebs Demoura Jr.


Guardians of the Galaxy: Bd. 3: Kampf um die Erde
Guardians of the Galaxy: Bd. 3: Kampf um die Erde
von Brian Michael Bendis
  Broschiert
Preis: EUR 12,99

2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Guardians of the Galaxy: Bd. 3: Kampf um die Erde, 21. August 2014
Guardians of the Galaxy # 3

Guardians of the Galaxy

In jüngster Vergangenheit ist es um die Guardians wieder so richtig laut geworden. Kein Wunder, denn der Kinofilm läuft am 28.08.2014 in den deutschen Kinos an. In der Comicwelt erscheint nicht nur der dritte Band der tollkühnen Heldentruppe, sondern eine Extraausgabe, die der Prolog zum Film ist. Natürlich dürfen die Guardians im aktuellen Marvel Crossover „Infinity“ nicht fehlen und so wird es höchste Zeit, dass eine Vernetzung geknüpft wird. Leider erst zu solch einem späten Zeitpunkt. Bei nur einem Crossover bleibt es aber nicht, denn die Wege kreuzen sich mit denen der „Neuen X-Men“ (dt. Ausgabe #14). Marvel legt sich also mächtig ins Zeug, um seine neue Helden in den Vordergrund zu drängen.

Die Blockbuster Ikonen setzen sich aus Star-Lord, Gamora, Dran, Rocket Raccoon und Groot zusammen. Zuletzt retteten die Space-Avengers die Erde vor einer außerirdischen Intrige und trafen zudem auf die mächtige Kriegern Angela. An dieser Stelle sei noch einmal ausdrücklich gesagt, dass dies kein Vergleich zur aktuellen Bundeskanzlerin ist. Angela gelangte durch einen Riss im Raum-Zeit-Gefüge ins Marvel-Universum, dass durch viele Zeitreisen arg zerrissen ist. Um herauszufinden was genau los ist, traf sich Star-Lord sogar mit dem verrückten Titanen und kosmischen Zerstörer Thanos. Während die Guardians vorerst den Rächer Iron Man und Angela verabschiedeten, droht aktuell eine ganz neue Gefahr. Da die Avengers zu Beginn des Crossover-Events Infinity in den Weltraum aufbrachen, startete Thanos eine Invasion des blauen Planeten, über dem die SWORD-Weltraumstation Peak schwebt und den Orbit bewacht. Thanos Truppen haben diese besetzt und die Invasion auf die Erde gestartet (aktuelle Geschehnisse in „Infinity“). Die Waffen dieser Raumstation sind zudem auf die Heimat von Star-Lord gerichtet.

In erster Linie sind mir die verschiedenen Zeichenstile aufgefallen, da insgesamt drei Handlungsstränge in diesem Band enthalten sind. Den größten Teil bekommt das Crossover „Infinity“ ab. Gerade dieser Abschnitt gefiel mir optisch überhaupt nicht. Die Abbildungen waren grob umzeichnet und nicht gerade farbenfroh. Dieser Umstand drückte auf das Lesevergnügen, gerade weil man von den bisherigen „Guardians of the Galaxy“ Heften besseres gewohnt war. Das grundsätzlich ein Kontrast zu der Hauptserie gesetzt wird, halte ich nicht für bedenklich, doch hier hätte ich mir einen anderen Stil gewünscht. Im zweiten Abschnitt, als die Handlung weit ab vom Marvel Megaevent startet, bekommt der Leser den gewohnten optischen Ausdruck zu sehen, den ich für sehr gelungen halte und der viel angenehmer beim Betrachten ist. Auf unserem YouTube Kanal könnt ihr euch selbst ein Bild machen. Die letzte Story setzt sich ebenfalls nicht nur von der Gestaltung ab, sondern ist die erste US-Ausgabe der „Guardians of the Galaxy - Tomorrow’s Avengers“, welche bereits im September 2013 in die amerikanischen Läden gekommen ist und in diesem Fall die Geschichten von Gamora und Rocket Raccoon erzählt. In der ersten Ausgabe wird im übrigen Groot vorgestellt.

Die Handlung ist in allen drei Teilen mit Action vollgepumt. Es gibt reichlich auf die Mütze und somit auch eine Menge Kampfszenen. Kein Wunder, denn Thanos Armee setzt seine Invasion ungehindert fort. Humor blitzt aber auch in Kriegszeiten das eine oder andere Mal auf und natürlich kann sich Rocket Raccon in dieser Hinsicht hervortun. Ein Running Gag ist natürlich Groots Daueraussage „Ich bin Groot“. Ich zumindest muss immer schmunzeln, wenn er den Mund aufmacht und diese obligatorische Dauerschleife von sich gibt.

Insgesamt betrachtet empfand ich die vielen Handlungs- und Zeichensprünge als zu viel und störend. Das Comic war aufgrund der vielen Action zwar schnell zu lesen, dennoch benötigt der Leser für die Einsortierung der verschiedenen Ebenen Zeit. Die Vorfreude auf das Ende des diesjährigen Crossovers „Infinity“ konnte durch das Eingreifen der Guardians hingegen erhöht werden, da die Gesamthandlung durch den Eintritt der Space-Avengers um eine Attraktion reicher geworden ist.

Fazit: „Guardians of the Galaxy # 3“ ist von der Story her sehr wertvoll für das Marvel Megaevent und sollte daher auf jeden Fall gelesen werden. Leser, die ausschließlich die Space-Avengers verfolgen, werden erschlagen von den Sprüngen.

Bewertung: ★★★★★★

Informationen

Erscheint am:12.08.2014
Seiten: 100
Format: Softcover
Original-Storys: Guardians of the Galaxy 8-10, Guardians of the Galaxy: Tomorrow's Avengers 1 (III+IV)
Autor: Brian M. Bendis
Zeichner: Francesco Francavilla, Kevin Maguire


Sons of Anarchy (Comic zur TV-Serie): Bd. 1
Sons of Anarchy (Comic zur TV-Serie): Bd. 1
von Christopher Golden
  Broschiert
Preis: EUR 16,99

1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Sons of Anarchy (Comic zur TV-Serie): Bd. 1: Das Gesetz der Strasse, 20. August 2014
Sons of Anarchy - Das Gesetz der Strasse # 1

Review: SONS OF ANARCHY 1

Nachdem in den USA die sechste und letzte Staffel veröffentlicht worden ist, erscheint nun in Deutschland das erste Comic zur Erfolgsserie.

Die große Frage die sich nun stellt, ist die chronologische Zuordnung der Ausgabe. Die deutschen Fans müssen aufpassen, denn die Ereignisse setzen zur Zeit der fünften Staffel ein. Spoiler sind daher logischerweise enthalten. Wer also nicht wissen möchte, was in der vierten Staffel passiert, muss sich noch bis zum 19. September 2014 gedulden, denn an diesem Tag startet der Verkauf der vierten Runde der Sons. Die Review von mir wird ebenfalls einige Spoiler enthalten.

In „Sons of Anarchy“ (SOA) geht es um eine knallharte Bikergang, die sich im Drogen- und Waffengeschäft behauptet sowie interne und externe Probleme zu bewältigen hat. Diese tauchen allesamt in einer großen Anzahl auf, so dass der Zuschauer kaum eine Atempause bekommt. Dies hat einen unglaublichen Spannungsbogen zur Folge, der mit reichlich unerwarteten Wendungen untermauert wird. Die Handlung spielt in dem fiktiven Städtchen Charming, in dem der Motorradclub gegründet wurde. SOA lebt von realistischen Vorbildern wie den „Hells Angels“ oder den „Bandidos“ und gerade diese Authentizität fasziniert den Zuschauer. Für die Mitglieder ist der Club eine Familie und sie stellen ihre Brüder über allem und sind sogar bereit ihr Leben zu lassen. In diesem ersten Band wird eine neue Geschichte erzählt, die nebenher zu den TV-Ausstrahlungen läuft. Die Haupthandlung des Comics zeigt die Flucht von Kendra, die Tochter des verstorbenen Member Kozik, die nach der Arbeit als Pornodarstellerin zufällig einen Kindesmissbrauch gesehen hat. Unterschlupf findet sie bei den Brüdern ihres verstobenen Vaters und insbesondere Tig hat es sich zur Aufgabe gemacht, sie zu beschützen. Die Widersacher schicken Auftragskiller um die junge Frau zu töten und es kommt zum Showdown zwischen ihnen und den Sons. Diese Auseinandersetzung hat Folgen für die Geschäfte des Motorradclubs und so muss Jax auch hierfür eine Lösung finden.

Dieses Comic hat mich genauso, wie die Serie, in seinen Bann gezogen. Als Anhänger der Sons konnte ich mich natürlich sehr schnell in die Gepflogenheiten des Clubs hineinversetzen, da mir der Hintergrund geläufig ist. Der erste Band steht in Sachen Härte, Gewalt und Spannung der TV- Ausstrahlung in nichts nach, lediglich die Wendungen waren nicht so unerwartet wie erhofft, da sie vorauszusehen waren. Das Bewundernswerte daran ist, dass dennoch ein großartiger Spannungsbogen aufgekommen ist und die Flucht von Kendra zu einer mit Action versehenden Flucht mutiert, so dass der Leser das Heft in einem Rutsch zügig durchliest. Wie gewohnt haben die einzelnen Figuren Tiefgang, in dem sie eigen Probleme lösen müssen. Es ist schon ziemlich beeindruckend, wie viel Inhalt dem Leser in einem Comic serviert wird. Die Fans bekommen außerdem noch einige interessante Hintergrundstorys zu den Charakteren geliefert, die nicht in der Serie vorkommen. Diese Rückblenden sind besondere Highlights für die „Sons of Anarchy Gemeinde“.

Autor des Bandes ist kein geringerer als Christopher Golden, der auch die Verantwortung bei den Comicadaptionen „Buffy“, „Star Trek“ und „Battlestar Galactica“ trägt. Als Zeichner darf sich Damian Couceiro („Full Moon“, „Nola“) hervortun, der die bekannten Schauspieler so darstellt, das die Fans ihre Lieblinge erkennen können. Diese Abbildungen haben mir alle samt gefallen, nur Jax, den man zweifelsohne erkennt, kommt nicht ganz so gut zur Geltung, da er auf mich zu alt wirkt. Als Extra und besonderen Leckerbissen werden neben den einzelnen Coverabbildung auch Fahndungsfotos der realen Schauspieler gezeigt.

Fazit: „Sons of Anarchy - Das Gesetz der Strasse # 1“ ist nicht nur ein absolutes Highlight für Fans der Serie, sondern ein hervorragendes Comic, was mit einer guten Portion Action und einem guten Spannungsbogen daher kommt. Ein Pflichtkauf!

Bewertung: ★★★★★★

Informationen

Erscheint am:19.08.2014
Seiten: 148
Format: Softcover
Original-Storys: Sons of Anarchy 1-6
Autor: Christopher Golden
Zeichner: Damian Couceiro


Seite: 1 | 2 | 3 | 4 | 5 | 6 | 7 | 8