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Rezensionen verfasst von
Julian Scott "Scottmaster84" (Solingen)
(REAL NAME)   

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TAG Heuer Tag Heuer Carrera Mikrogirder CAR2C10.FC6323
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Wird angeboten von bling!
Preis: EUR 131.200,00

22 von 24 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Wer billig kauft, kauft zweimal, 17. Februar 2015
Als ich letzte Woche nach Hause kam und sah, dass meine Frau mir ein kleines Präsent auf dem Küchentisch hinterlassen hatte, war meine Freunde zunächst sehr groß. Neben einer prallen Schachten Mon Cherie (mit der Piemont Kirsche) lag dort auch eine sehr ansprechende Schatulle der Firma Tag Heuer. Nach dem "Unboxing" hielt ich dann meine Carrera Microglider in der Hand.
Nach einem zunächst sehr positiven ersten Eindruck musste ich meinen Enthusiasmus nun doch ein wenig zügeln. Zum einen: Die Verarbeitung ist zwar als gut zu bezeichnen, aber ich werde das Gefühl nicht los, dass ich eine noch wertigere Uhr am Gelenk haben könnte, wenn meine Partnerin nicht (wie so oft) auch hier wieder einen Igel in der Tasche gehabt, sondern mal ein paar Euro MEHR in die Hand genommen hätte... Danke für Nichts, Schatz!

Zusatz 17.02.2015

Die Tag Heuer Carrera Mikroglider ist NICHT mit der Carrera Bahn "Digital DTM" kompatibel, auch mit der auf unserem Dachboden befindlichen 1994er Michael Schumacher Edition konnte keine Synchronisation erfolgen. Bitte nachbessern.


iGard® Samsung Galaxy S4 S IV Ultra Slim Case 0,3mm Cover Premium Schutzhülle Hülle Schwarz Transparent
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Wird angeboten von iGard GmbH mit AGB und Widerrufsrecht, Preis inkl. MwSt
Preis: EUR 3,90

1.0 von 5 Sternen Passt nicht auf das Handy & wirkt nicht hochwertig, 11. Februar 2015
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Eigentlich kann man an einem Produkt wie dem hier vorliegenden nicht viel falsch machen. Ein schmales, leichtes Stück Plastik in Form gießen / pressen oder stanzen, erkalten lassen... und per Post an einen glücklichen Käufer wie mich versenden. Leider war ich eben KEIN "glücklicher" Käufer mehr, als ich das Produkt ausgepackt hatte und es an meinem Galaxy S4 anbringen wollte, sondern vielmehr ein ausgesprochen "genervter".

Diese Hülle passt selbst nach vielen (mehr oder weniger) geduldigen und am Ende sogar gewaltsamen versuchen nicht ansatzweise um das Galaxy S4. Vielleicht habe ich nur Pech gehabt und ein schwarzes Schaf erwischt, aber die Hülle lässt sich einfach nicht um alle Ecken legen und wenn doch, springt sie sofort wieder ab. Somit entbehrt dieses Produkt für mich einer jeden Existenzberechtigung, ungefähr so wie ein perforiertes Kondom oder ein Hustensaft, der Husten schafft. Fazit: Hülle ist im Müll, das nächste Mal mehr Geld ausgeben.


Alcosafe AL2500 Elite Digitaler Alkoholtester
Alcosafe AL2500 Elite Digitaler Alkoholtester
Preis: EUR 40,37

1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
1.0 von 5 Sternen Ein Gimmick... auf keinen Fall als Orientierungshilfe zur Fahrtüchtigkeit geeignet, 8. September 2014
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Schon seit Jahren fragte ich mich bei zahlreichen Anlässen, wie viel Blutalkohol ich wohl haben möge. Meistens war es auch in diesen berauschten Momenten, dass ich die gloriose Idee hatte, mir einen frei verkäuflichen Alkoholtester zu kaufen. Glücklicherweise kam mir diese Idee dann kürzlich auch eines Nachmittages in völliger Nüchternheit.

Nach kurzem Vergleich sah mir der Alcosafe AL2500 Elite wie eine sehr interessante Wahl aus. Mit ca. 35 € zwar nicht gerade geschenkt, aber wie heißt das alte Sprichwort "Was nix kostet, is' auch nix!"

Also bestellte ich den Artikel, und wie gewohnt lieferte Amazon ihm mir vorbildluch via Prime am Folgetag.
Der Freitag dieser Woche markierte den nächsten, langersehnten Männerabend, bei dem traditionell auch das eine oder andere alkoholische kaltgetränk gereicht wurde. Mein bester Freund und ich hatten nach einigen Stunden nahezu analog getrunken. Wir sind beide nahezu gleich groß, gleichalt und unterscheiden uns in Punkto Gewicht um ca. 5 kg.

Kurzum: Wir testeten beide das Gerät.

Meine Messung: 0,08 Promille
Seine Messung; 1,40 Promille

Verwunderung machte sich breit, und wir machten einen weiteren Versuch unter akribischer Beachtung der richtigen Handhabung.

Meine Messung: 0,23 Promille
Seine Messung: 1,30 Promille

Fazit: Der Alcosafe liefert zu keinem Zeitpunkt einen Alkoholwert, auf den man sich auch nur annähernd verlassen kann.
Wer sich dennoch auf den Alcosafe verlässt, könnte ein böses Erwachen erleben... oder im ungünstigsten Falle leider kein Erwachen mehr erleben.

Leider keine Empfehlung von mir.


Siegerlächeln: Sebastian Vettel - Das Leben eines Formel 1-Idols
Siegerlächeln: Sebastian Vettel - Das Leben eines Formel 1-Idols
von Elmar Brümmer
  Audio CD
Preis: EUR 16,95

2.0 von 5 Sternen Gut gemeint, aber unpersönlich und belanglos, 6. Mai 2014
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Ich stieß auf dieses Hörbuch bei einem meiner zahlreichen ziellosen Einkaufsbummel durch Amazon. Da ich für Zeitdokumente aus dem Bereich Sport, insbesondere Formel 1 immer ein offenes Auge habe, fiel mir dieses Werk in den Produktvorschlägen auf.
Eigentlich bin ich kein Vettel Fan, allerdings versprach ich mir von diesem Hörbuch einen Einblick in das packende Leben und den kometenhaften Aufstieg des Renn-Wunderkindes mit den Pausbacken.
Also... blind und ohne große Recherche bestellte ich die CD.

Die Erste Ernüchterung setzte ein, als mir bewusst wurde, dass ich für 16,95 e lediglich eine 100 min. Doppel-CD erworben hatte. Wie es dem Autor gelingen sollte auf diese gut 1,5 Stunden auf detaillierte und packende Weise das Phänomen Vettel zu schildern, war mir schleierhaft.
Die zweite Ernüchterung folgte beim Entpacken der verschweißten CD. Das Cover und auch die Beklebung der CD muten laienhaft an, wie ein eine liebevoll zu Hause gestaltete Sicherheitskopie. Langsam wurde ich wirklich skeptisch.

All das hätte ich vergessen, wenn ich dann von einem tollen Hörbuch über einen ganz gewiss spektakulären F1 Fahrer und seine Karriere gepackt worden wäre, aber leider wurde auch diese Hoffnung nicht erfüllt.
Keine Frage der Autor drückt sich sehr gewählt aus und Worte durchaus geschmackvoll und geschickt. Es ist jedoch dieses immanente Gefühl, dass dieses Buch jeder wortgewandte Fan auf Grundlage einer ordentlichen Sportbild Sammlung und der Lektüre einiger Interviews hätte schreiben können. Der Autor einer Biografie muss einem meiner Meinung nach das Gefühl vermitteln, dass er den verschiedensten Stadien des Lebens des Protagonisten mit dem gezückten Füller heimlich dabei gesessen hätte.
.. .Ich übertreibe hier bewusst, um meinen Punkt zu veranschaulichen. Diese Biografie hat den Charakter eines sehr ordentlichen und fantastisch ausformulierten Referats. Dem Anspruch an eine Biografie über eine Person, die so viel Stoff bietet wie Vettel wird sie leider kaum gerecht.

Besonderes Kopfschütteln birgt zudem die teilweise schlampige Recherche, wenn der Autor mit vermeintlich ganz persönlichen Einblicken aufwarten will, dann aber Klöpse bringt wie die Aussage, dass Sebastian sehr gerne seine geliebten Beatles hört, wie sie ihren Hit "Good Vibrations" darbieten. Sowas muss nicht sein.

Zum krönenden Abschluss wird dieses Buch von einem leider recht sterilen Specher gelesen, der offenbar keinen großen Bezug zur Materie hat. Dass Sebastian Vettel den Spitznamen "Seb" (Aussprache: Sebb) hat, weiß wohl jeder, der am Sonntag mal kurz auf die RTL Berichterstattung schaltet. Das der Sprecher fortwährend mit vermeintlich vertrauter Stimmfarbe von "Seeb" spricht ist für die allgemeine Charakteristik dieses Buches bezeichnend: Sehr gut gemeint, mit interessanten Ansätzen, aber leider unpersönlich & belanglos. Daher von mir keine Kaufempfehlung.


ALCLEAR 950014 Ultra-Microfaser Autoschwamm Microcar, gegen beschlagene Scheiben, Antibeschlag - Durchblick statt Unfallgefahr, anthrazit-blau
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Wird angeboten von ALCLEAR_Deutschland
Preis: EUR 7,45

1 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen Dieser Schwamm ist eine Farce..., 28. März 2014
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
"Wenn ich schon 7 Euro für einen Auto Schwamm ausgebe, dann habe ich wenigstens etwas wirklich gutes." ... das hatte ich mir gedacht. Mein alter Baumarkt Schwamm machte die Scheiben zwar schnell klar und trocken, hinterließ aber, spätestens am nächsten Morgen unfassbare milchige Schlieren und eine einzige Schmiererei auf der inneren Frontscheibe.
Nun hatte ich diesen Schwamm neu im Auto, und als ich morgens (erst diese Woche) eine extrem beschlagene scheibe vorfand, freute ich mich regelrecht, jetzt meinen Super Schwamm zum Einsatz zu bringen. Lassen Sie es mich so formulieren: Anstatt diesen Schwamm zu benutzen, können sie auch einen alten, ausrangierten Nicki Pullover vewenden. Die Oberfläche ist Fraqnsig und faserig, was auf den ersten Blick wie ein ausgeklügeltes Prinzip mit Wisch und Saugkraft wirken mag. In der Realität jedoch schmiert dieser Schwamm das Wasser und den Beschlag auf der Scheibe einfach hin und her. Die Scheibe bleibt pitschnass und ist danach dermaßen verschmiert, dass die Scheibe beim nächsten Beschlagen aussieht, wie das innenleben eines Milkyway Riegels. FAZIT: massive Geldverschwendung, ein Fehlkauf und definitiv keine Kaufempfehlung.
PS.: Ich werde mit dem Schwamm heute Nachmittag meine Felgen abwaschen und dann kommt er in den Müll.

NACHTRAG 20.08.2014: Es sei lobend erwähnt, dass sich der Hersteller als Reaktion auf meine negative Rezension sehr freundlich bei mir gemeldet hat, mir einige Anwendungstipps gegeben und mir einen Ersatz angeboten hat. VORBILDLICH!
Kommentar Kommentare (2) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Aug 20, 2014 12:01 PM MEST


FIFA 14
FIFA 14
Preis: EUR 25,97

10 von 10 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
1.0 von 5 Sternen "Legacy Edition" - Irreführend, Enttäuschend, ... ein Flop!, 7. Januar 2014
= Spaßfaktor:2.0 von 5 Sternen 
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: FIFA 14 (Videospiel)
Da meine reizende Freundin mir zu Weihnachten den lang gehegten Traum von der eigenen PS Vita erfüllt hat, konnte ich nun endlich das tun, was ich schon immer erträumt habe: Sogar dann weiter Playstation spielen, wenn ich die Playstation im Wohnzimmer ausgeschaltet habe und ins Bett gegangen bin!
Selbstverständlich machte ich mich sofort daran, eine kleine und vielseitige Sammlung an PS Vita Spielen zu ergattern. Mit dabei musste auf jeden Fall ein Fussball Spiel sein, denn ich liebe Fussball, insbesondere die PC & Playstation Saga FIFA, die ich seit 1998 kontinuierlich jedes Jahr gespielt habe.

Auch wenn die Kritiken für Fifa 14 – Legacy Edition überaus bescheiden aussahen, und der Preis von 47,00 € (erst diese Woche von Amazon reduziert) wirklich stattlich war, habe ich mir das Spiel neu bei Amazon bestellt, denn ich wollte den Spielspaß nicht von vorneherein mit veralteten Kadern und den Trikots von 2012 trüben.
Ich wusste wohlgemerkt, dass dies kein vollwertiges Fifa 14 ist, analog zur PS4 Version ist, sondern eine – sozusagen – modernisierte Update Fassung des Vorgängers Fifa 13 für PS Vita, der seinerseits ebenfalls ein Update von „Fifa Football“ ist – dem ersten Fifa für die Vita. Dieses Spiel entsprach zu 99,9% dem PS3 Spiel Fifa 11. Dennoch hatte ich ein tolles und modernes Fussball Spiel erwartet, dass mich zeitgemäß unterhält.

Als ich Fifa 14, Legacy Edition dann auf der Vita mit Feuereifer startete, war die Enttäuschung gigantisch. Man kann das Urteil kompakt fassen: Dieses Spiel ist zu 99% = Fifa 11 (PS3) …. Lediglich mit den aktuellen Kadern und Trikots und mit der Menü Musik von Fifa 14 aus PS3 und PS4.
Das Gameplay, die Grafik, der Sound, die Kommentare, sogar das Menü in allen Details, ja teilweise sogar die Spielerfotos, sind 1:1 aus Fifa 11 übernommen.

Nun ist es nicht so, dass das Ganze nicht trotzdem ein schön anzusehendes Fussball Spiel ist, besonders, zumal man bedenken muss, dass man hier eine kleine, portable Konsole in der Hand hält. Aber letztendlich handelt es sich hier um eine pure Irreführung und vorsätzliche Täuschung von Fifa Spielern, zu denen bei der Vita sicher insbesondere junge Leute und Kinder zählen. Ich will nicht wissen, wie viel Eltern sich gerade zu Weihnachten überwunden haben für die Kinder die stolzen 47 Euro zu bezahlen, nur um eine große Freude zu machen… und dann stellt sich heraus: Bis auf Trikots und Kader, würde man nicht den geringsten Unterschied merken, wenn man „Fifa Football“ von 2012 gekauft hätte, was man bei Amazon übrigens für rund 10 € erstehen kann.

Was mich an der ganzen Sache fast am meisten aufregt, ist der Fakt, dass dieses Spiel auch „Legacy Edition“ vermarktet wird. „Legacy Edition“ suggeriert dem Käufer, dass er hier eine besondere „Edition“, eine spezifische Variante von Fifa 14, also etwas exklusives und besonderes in Händen hält. In Wahrheit ist „Legacy Edition“ nur der Hinweis darauf, dass man hier eine minimal aufbereitete Vorgängerversion erneut verkaufen will.

Neben all dem Ärger empfinde ich die Steuerung des Spiels auf der PS Vita nicht vollkommen ausgereift. Klar – das ist meckern auf hohem Niveau, wenn man bedenkt, wie beeindruckend dieses Spiel dennoch aussieht, dafür, dass es auf einem Gaming System für die Hosentasche läuft (Fifa 11 ist ja nun auch immer noch ein ansehnliches Spiel), aber das Fehlen der R2/L2 Tasten schmerzt doch sehr. So ist es mir trotz versuchen und recherchieren NICHT gelungen, herauszufinden, wie man Spieler schickt, um sie mit einem steilen Pass zu bedienen. Die Angabe im Spiel selbst, L x 2 – also zweimal auf L tippen, sorgt nur dafür, dass der ballführende Spieler abrupt stehen bleibt und dann wieder anläuft… das kommt super, bei einem schnellen Umschaltspiel…

FAZIT: Ich kann verstehen, dass es kein äquivalentes Fifa 14 auf PS4 und Vita geben kann, aber ich akzeptiere nicht, wie EA Sports dieses Spiel vermarktet und so unverschämt viel Geld mit der Lust der Leute auf Fifa 14 macht, denn das hier ist de Facto schlicht FIFA 11 mit Daten-Update.

Ein Spiel mit dem Namen „Fifa Football – 2014 Update Edition“ für 19,99 € würde von mir 5 Sterne bekommen, aber so vergebe ich enttäuscht einen Stern und ärgere und wundere mich über Electronic Arts, die doch so viele klassische Gaming Juwelen hervorgebracht haben… Diesmal leider einen Backstein.


Knack - [PlayStation 4]
Knack - [PlayStation 4]
Wird angeboten von moewi_games
Preis: EUR 29,90

19 von 26 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen Frustrierend, langweilig... aber BUNT ist es!, 9. Dezember 2013
= Spaßfaktor:3.0 von 5 Sternen 
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Knack - [PlayStation 4] (Videospiel)
Stellt euch vor, man erfährt als kleiner Junge, dass man zu Weinachten das coole, funkelnde rote Mountainbike bekommt, dass man sich schon so lange wünscht, nachdem man es über Monate im Schaufenster des Geschäftes angehimmelt hatte.
Ähnlich ist die Vorfreude zu beschreiben, die sich bei mir über die Monate, ja fast Jahre auf die Playstation 4 angestaut hatte. Nachdem die PS3 eine absolute Bereicherung war, und kein Tag vergangen war, an dem ich sie mindestens mal kurz angeschaltet hatte, und wenn es nur war, um eine DVD darauf zu schauen…

Nach schier endloser Zeit war es dann endlich so weit, und da ich am frühestmöglichen Tag vorbestellt hatte, kam die Playstation am Release Date zu mir nach Hause. Mit im Gepäck waren drei Spiele, von denen ich mir erhoffte, dass sie ein tolles Fundament und eine gute erste Garde an PS4 Spielen darstellen würden, die mir langen Spielspaß garantieren. Mit von der Partie: Das episch angepriesene Fantasy Abenteuer KNACK.

Zu den Entwicklern und Schöpfern dieses Games zählen die Macher der legendären Ratchet & Clank Saga, die quasi den „State of The Art“ für alle farbenfrohen Jump & Run Abenteuer des 21. Jahrhunderts darstellen. Das - in Verbindung mit den Sneak Previews aus dem Internet - ließ mich, und sicherlich tausende Andere Gamer darauf hoffen, und daran glauben, dass uns direkt zum Beginn der PS4 Era ein atemberaubendes Abenteuer mit den neuesten Mitteln der Technik und ewig langem Spaß erwarten würde.

Die Idee hinter „Knack“ bringt dafür auch alle Grundzutaten mit. Ein schrulliger Professor hat eine Art Roboter geschaffen, der sich und seinen Körper durch eine Art magnetische (oder magische) Anziehungskraft aus Relikten, einer Art Edelstein Fragmenten selbst zusammensetzt und sich somit auf gigantische Ausmaße vergrößern kann. Dabei ist der Protagonist des Spiels, KNACK, sehr farbenfroh, hat einen lustigen & guten Kern, aber ist dennoch gewillt, den Bösewichten der Fantasie-Welt die Leviten zu lesen.

Diese Rahmenbedingungen, gepaart mit einer kunterbunten Fantasy-Welt, wie wir sie aus Ratchet und dem Reich der Lombaxe kennen, ließ mich und sicherlich viele andere Vorbesteller mit einem sehr guten Gefühl in die erste Spielsession KNACK gehen.
Aber… der Stil, in dem ich diese Einleitung verfasst habe, wird dem findigen Leser bereits suggerieren, dass es eine gewaltige Negativ Wende in dieser Rezension geben muss.

Auf den ersten Metern spielt sich KNACK wirklich vielversprechend. Der bunte Held steuert sich sehr intuitiv und auch wirklich sehr einfach und selbsterklärend. Man hat nichts zu tun, als den wachsenden Mini-Giganten zu navigieren, und den Schurken mit Schlägen und magischen Power-Stößen einzuheizen. Auf der Reise durch die verschiedenen Level kann und muss man dabei auch noch Kristalle sammeln, indem man diese zerschlägt und kann zusätzlich hinter einigen porösen Mauern noch wertvolle Artefakte und Sammelgegenstände finden. Nach und nach wächst KNACK durch immer mehr gefundene Steinchen zu einem imposanten Fantasie-Giganten zusammen, das sieht toll aus, macht Spaß und ist eine eigentlich originelle Idee.

Alarmierender Weise ist damit das komplette Gameplay von KNACK jedoch schon dargelegt. Bis auf minimale Abwandlungen beschränkt sich das Spiel auf eine einzige, nicht enden wollende Fantasy Wanderung, auf der man den immer selben Gegnern – mal kleine blaue Goblins, mal stupide wirbelnde Super Roboter - in Fetzen bzw. Teile prügeln muss. Das Ganze ist ein eine gefällige, aber völlig belanglose Story ohne viel Tiefgang verpackt, bei der die Hauptdarsteller, (Ein aalglatter Super-Schurke, ein lieber aber in die Jahre gekommener Professor, ein Frauenheld und Action-Hero sowie dessen Neffe, ein „cooler“ Teeny) abgesehen vom wirklich flotten KNACK selbst blass bleiben und einen eher „uncoolen“ und spießigen Eindruck hinterlassen. Mit anderen Worten: Das Spiel, seine Story und der Ablauf sind einfach sehr schnell sehr langweilig und ausgesprochen eintönig. Während in Genre verwandten Games wie Ratchet und Clank die Spannung durch immer neue Gegner und vor allem verschiedene Waffen aufrecht erhalten wird, gibt es hier immer und immer nur dasselbe: laufen, laufen, springen, schlagen, springen, schlagen….

Als Audio-affinem Geist stellte ich gelangweilt fest, dass sich der Soundtrack auf sich wiederholende Untermalungs-Songs beschränkt, die eigentlich weniger „Lieder“ als bestenfalls „Begleit-Themen“ sind. Diese sind gänzlich unabhängig von der Dramatik der Handlungen (wenn man davon im Spiel-Modus überhaupt sprechen kann). Leider ist dies sehr monoton und unterstützt die Langeweile noch zusätzlich. Einen abwechslungsreichen Soundtrack, der bei spannenden Momenten des Spiels dynamisch angepasst wird und so Stimmung erzeugt, habe ich schon in vielen Spielen der 90er besser erlebt.

Last but not least muss ich das mit Abstand größte Manko und die damit verbundene Selbst-Vernichtung dieses Spiels erwähnen. Schon immer haben sich Spiele-Schöpfer damit schwer getan, ein sinnvolles Maß beim Setzen der Re-spwan Punkte (Punkte, an denen man, nachdem der Charakter stirbt, wieder neu einsteigt) zu finden. KNACK jedoch setzt hier neue Maßstäbe in Sachen Frustration.
Die Gegner, denen man sich gegenüber sieht, sind schon im „normal“ Modus nicht sehr clever, aber dafür sehr zahlreich. Hinzu kommt: Manchmal übersteht man eine gesalzene Combo Attacke eines Kampfroboters nahezu unbeschadet, nur um kurz darauf von Handkantenschlag eines etwa 40 cm großen Gobblin Bauern in tausend Relikt-Stücke geschlagen zu werden. Das ist zwar unlogisch, aber wäre noch zu verzeihen, wenn einen das Spiel nicht IMMER Kilometer weiter hinten, teilweise Minuten (!) weiter zurück im Level wieder in die Welt setzen würde.
Nicht selten bewältigt man daher eine ohnehin schon langatmige Lauf-Passage, hüpft einen nicht enden wollenden Pfad entlang, und da kommt eine bizarr leuchtende Fantasy-Party-Biene, berührt einen zart mit ihrem Stachel, und trotz zuvor noch voller Energie macht es nur kurz „PLÖPP“... und KNACK segnet das Zeitliche. Wir müssen den ganzen zuvor zurückgelegten Weg mitsamt allen Gegnern nochmal bewältigen.

Manch ein Zeitgenosse wird jetzt bemängeln, dass ich für dieses „Problemchen“ allein eine solch große Abwertung vornehme, aber wenn man es nüchtern betrachtet, ist genau DAS allein schon ein Grund dafür, dass man das Spiel einfach das nächste Mal nicht mehr einlegt, sondern etwas anderes spielt. Und dann liegt dieses Spiel (so schön es auch anzusehen sein mag) entweder in einem staubigen Stapel, oder wird bald bei Ebay wieder abgestoßen, und man kann sich herzlich wenig davon kaufen, dass die Idee so toll und die Grafik so hübsch anzusehen ist…

Als kleiner Trost: Sobald man den zweiten PS4 Controller im Spiel aktiviert, kann ein zweiter Spieler mitspielen, du steuert hierbei eine Art holografischen Bruder von KNACK, der zwar nur eingeschränkt groß und stark ist, aber dafür beliebig oft sterben darf. Auf diese Weise gelingt es immerhin, mit dem kleinen KNACK als Vorhut, die Gegner so in Schach zu halten, dass man nicht mehr ansatzweise so oft von vorne beginnen muss… UND es macht zu zweit schlicht mehr Spaß.

Dennoch: Für das große PS4 Launch Spektakel hatte ich mir wesentlich mehr von diesem exklusiven Titel erhofft. Wäre dies ein gewöhnliches PS3 Spiel gewesen, keiner hätte ihm größere Beachtung geschenkt. So bleibt nur zu sagen: Sehr frustrierend, über lange Strecken langweilig… aber naja – ein cooler Held & schön bunt ;-)
Kommentar Kommentare (5) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Aug 25, 2014 2:44 PM MEST


A Twisted Sanctuary
A Twisted Sanctuary
Preis: EUR 7,99

5.0 von 5 Sternen But We Try It - Again!, 8. Oktober 2013
Rezension bezieht sich auf: A Twisted Sanctuary (MP3-Download)
But we try it hatten mit ihrem Debut Album "Dead Lights" bereit einen echten Knaller serviert. Seitdem sind schon wieder über 2 Jahre vergangen, allerdings haben diese 2 Jahre der Band anscheinend sehr gut getan. Das Song Material auf "A Twisted Sanctuary" ist abermals wirklich überzeugend. Während viele andere Vertreter des Death Metal / Thrash / oder einfach Heavy Metal oft nur mit sehr stumpfen Songs ohne viel Tiefgang rüberkommen, schaffen es But We Try It, einen gewissen Anspruch in die hauptsächlich doch sehr harten und aggressiven Songs einzubringen. Als Highlight darf "Iron Reign" angesehen werden, ein brachialer Song, in dem die Band ihr Potential eindrucksvoll unter Beweis stellt. Angenehm frisch und kernig ist ausnahmsweise hier auch die Produktion der Songs. Der Sound vermatscht nicht sondern kommt klar und definiert aus den Boxen. Auch Freunde des gepflegten Shreds kommen auf ihre Kosten. Gitarist Dominik Ballreich glänzt an vielen Stellen des Albums mit beeindruckenden, technisch anspruchsvollen Shred & Arpeggio Passagen. Sänger Jörn Preidt's Screams gehen durch Mark und Bein.
Musik für ein Candle Light Dinner ist dies sicherlich nicht, aber das sollte jedem Interessierten ohnehin klar sein...


Dream Theater (Deluxe Edition)
Dream Theater (Deluxe Edition)
Preis: EUR 11,49

24 von 30 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen DREAM THEATER - Neuer Atem ins alte Feuer, 20. September 2013
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Dream Theater (Deluxe Edition) (Audio CD)
Dream Theater sind die eine große musikalische Liebe meines Lebens. 1997 lernte ich die Band kennen, als 14-jähriger von Schlagzeug und Gitarre begeisterter Teeny konnte ich nicht fassen, was ich da hörte und auf was für einem Lichtjahre weit entfernten Niveau-Stern Dream Theater strahlten. Besonders John Petrucci (Gitarre) und Mike Portnoy (Drums) entwickelten sich zu meinen musikalischen Idolen und Leitfiguren, was sich über die vielen Jahre immer gehalten hat, auch wenn andere Trends und Einflüsse kamen und gingen.
Mit dem Bruch zwischen Mike Portnoy und der Band Anno 2010 zerbrach für mich, als eigentlich erwachsenen Mann, der über so etwas stehen müsste, eine musikalische und ideelle Welt, ein ganzes musikalisches Lebensgefühl. Natürlich blieb ich weiterhin bei DT am Ball und kaufte mir, genauso wie all die Male vorher, „A Dramatic Turn of events“ am Erscheinungstag und gab dem Album eine Chance.

Bis zuletzt allerdings war das ECHTE Dream Theater für mich an dem Tag gestorben, an dem MP’s Ausstieg publik wurde. Für mich, als sehr loyalen Fan und Nostalgiker, sitzt Mike Mangini schlicht und ergreifend auf dem Stuhl, der nur Mike Portnoy gehört – so kindisch dieses Denken auch sein mag. Dabei ist zu jeder Sekunde klar, dass Mangini ein Virtuose ist, der – wenn man schon einen Ersatz für MP sucht – ein mehr als würdiger Vertreter ist.

Trotzdem waren meine Erwartungen an das Album „Dream Theater“ eher gedämpft. Vorbei die Zeiten von früher, als ich schon Wochen vor dem Release eines neuen DT Albums aufgeregt war und es nicht abwarten konnte. Dann jedoch sah ich beiläufig, dass man sich auf rollingstone.com völlig legal das ganze Album anhören konnte… und das Tat ich… wieder und wieder und wieder.

Dream Theater haben es tatsächlich geschafft, das alte Feuer nochmal anzuheizen. Wie schon einer meiner Vorredner treffend bemerkt hat, wird man auf diesem Album kaum völlig „neues“ finden können, allerdings werden die alten Pfade durchaus ansprechend beschritten. Dream Theater suchen wieder mal den Spagat zwischen Epischen Bombast Songs, technisch verwinkelten Progressive Ausführungen mit den traditionellen komplexen Time Signatures aber auch melodischen und eingängigen Songs, die nur durch die gewohnte technische Finesse gewürzt werden. Dieses Konzept ist gut, und es geht auf diesem Album auch wieder wesentlich besser auf, als auf ADTOE, das mir persönlich wirklich viel zu steril und „clean“ daherkam. Wenn ich mir eine CD mit meinen persönlichen DT Lieblings-Songs zusammenstellen würde, würde es wohl kein Song von ADTOE auf diese Sammlung schaffen… Bei „Dream Theater“ sieht das etwas anders aus.

Besonders hervorheben möchte ich hier insbesondere 3 Songs:

1.) „The Looking Glass“ ist ein stark Rush inspirierter, positiver Uptempo Song mit einem flotten Beat und einer eingängigen Melodie und Struktur. Besonders James Labrie, dem ich im Gegensatz zu vielen Die Hard Fans von Anfang an die Stange halte glänzt hier, glänzt hier, da diese Art frischer Uptempo Rock meiner Meinung nach auf den Leib geschnitten ist. Highlight dieses Songs ist für mich die melodische und positiv „seichte“ Bridge, die dann den perfekten Bogen zurück in das Dynamische Hauptriff findet. Dieser Song hätte auch auf Awake sein können, erinnert mit seiner frischen Art leicht an „Innocence Faded“.

2.) „The Bigger Picture“ ist eine epische Proghymne, beschränkt sich aber nicht auf die Bombast Elemente, sondern nimmt abwechslungsreiche Wege zum Ziel. Der Refrain ist sehr eingängig, während die Strophe Butter-weich daherkommt. Dieser Song erinnert mich an die Era rund um Octavarium und ich denke, dass der Song besonders live sein volles Potential entfalten wird.

3.) „Illumination Theory“ hat bei mir etwas erreicht, was ich schon seit vielen Jahren nicht mehr erlebt habe: Ich musste mir diese eine magische orchestrale Passage ab 08:40 Minuten einfach immer und immer wieder hören. Wie ich mir sagen ließ, ist dieses Stück stark an ein klassisches Werk angelehnt, dass ich zu meiner Überraschung jedoch nicht kenne. Das nimmt dem ganzen jedoch nicht den Reiz. Dieser „Song“ ist das, was wohl jeder klassische DT Fan als die Königsdisziplin der Band ansieht – eine über 20 Minütige musikalische Reise durch mehrere „Kapitel“, die am Ende ein großes, bombastisches musikalisches Epos ergeben, in dem man sich verlieren kann. „A Change of Seasons“ hat es 1995 vorgemacht. Seitdem haben Dream Theater immer wieder zu diesem Mittel gegriffen, und dabei mit Werken wie „Six Degrees of inner Turbulence“ oder „Octavarium“ echte Meilensteine gesetzt. “Illumination Theory“ hat alles, um sich in diese Hall Of Fame einzugliedern.

Natürlich stehen bei einer Band wie Dream Theater die Akteure und deren Handwerk weiter im Vordergrund als bei anderen Bands. Auch wenn diese „Solo-Sucht“ bei mir, gemäß dem natürlich Lauf der Dinge, etwas nachgelassen hat… ein gutes neues Petrucci Solo lässt mir immer noch die Nackhaare zu Berge stehen. Auch hier muss ich allerdings beobachten, dass ich nicht mehr so paralysiert bin, wie ich es damals, Anno 1997 von dem war, was JP sowohl auf den Alben, als auch Live auf der Gitarre geboten hat. Petrucci gehört für mich, auch wenn er immer noch DAS musikalische Idol für mich ist, zu den Gitarristen, denen ihr Drang, immer innovativer und moderner zu werden, nicht gut getan haben. Der rauhe, wilde, spektakuläre und fauchende Petrucci der 90er ist meines Erachtens irgendwie in dem Perpetuo Mobile aus neuen, immer fetteren Gitarren Sounds und Effekten in bisschen in seinem eigenen Soundbrei untergegangen. Ganz abgesehen von der Tatsache, dass ich die einsame Meinung vertrete, dass Petrucci sich mit dem Wechsel zu Music Man keinen Gefallen getan hat. Den John Petrucci, der 1993 „Live in Japan“ und „Live at the Marquee“ gespielt hat, oder der im Video zu “Lie” Anno 1995 mit der schwarzen Ibanez 7-string in einem Offenen Cabrio eines der Soli seines Lebens spielte, höre ich wesentlich lieber als den heutigen.

James Labrie hat sich meiner Meinung nach ebenfalls nicht weiterentwickelt, er macht „sein Ding“ und das ist für mich die einzig echte und passende Stimme von Dream Theater. Seinen Stil, geprägt von teilweise sehr hohem Gesang und starkem Vibrato kann nicht jeder ertragen… ich bin damit groß geworden und finde ihn absolut brillant.

John Myung ist als Bassist nicht ganz so weit im Focus wie die übrigen Akteure, schafft es aber auf diesem Album etwas mehr als vorher, sich ins Spotlight zu bewegen. Seine Bass-Sounds sind knackig und omni-präsent, ohne sich dabei unangebracht in den Vordergrund zu spielen.

Etwas härter ins Gericht gehen muss ich mit Jordan Rudess, der seit 1998 die Keyboards bei Dream Theater beherrscht. In der „Scenes From A Memory“ Era hat mich JR überwältigt. Seine Lead Sound Soli, sein unglaublich perliges und verträumtes Piano Spiel und seine 70s Einflüsse waren und sind für mich der absolute Standard für einen Rock Keyboarder. Dann allerdings, ich würde sagen ab den Octavarium Tagen gegen 2006 hat Rudess eine Wandlung genommen, die mir nicht gefällt. Immer wichtiger wurde es anscheinend, die Töne auf eine ungewöhnliche Weise zu erzeugen. Es wurde und wird für meinen Geschmack mehr der Sound an sich zelebriert, als dass er im Sinne eines musikalisch hochwertigen und ansprechenden Solos eingesetzt wird. Jordans ausufernde Solo Shows, bei denen er mit einem Umhänge Keyboard auf die Front der Bühne läuft und mit verzerrtem Gesicht immer dieselben Töne in schneller Reihenfolge, mit einem eiernden, abgespaceten Sound nudelt sprechen mich gar nicht an. Zum Glück kommt das auf „Dream Theater“ eigentlich nicht vor, aber ich finde es dennoch schade, dass Rudess mit den immer gleichen Solo und auch Hintergrund Sounds um die Ecke kommt. Besonders das Keyboard Solo von „Along for the Ride“ ist so ein Beispiel. JR verwendet hier den Solo Sound von „Beneath the Surface“. Bei diesem Song war der Solo Sound ein A-ha Erlebnis, bei dem man die Augenbrauen hochzog, weil es so neu und charakteristisch klang. Aber den selben Sound und denselben Solo Stil auf dem nächsten Album noch mal zu bringen? Dies bezieht sich auch auf seine Streichersounds. Mit seinem Arrangement in der oben angesprochenen Orchestral Passage in „Illuminationn Theory“ macht Rudess das allerdings wett und hat damit bei mir auf Jahre neuen Kredit.

… Und Mangini? Der wirbelt und drischt souverän auf die Drums und macht seien Sache gut. Das muss selbst der in die Jahre gekommene Fan-Boy, wie ich einer bin, offen zugeben. In reiner technischer Finesse ist Mangini wirklich in der Championsleague des aktuellen Drum Geschäfts… und dennoch so richtig packen und mitreißen kann er mich trotz seiner atemberaubenden Technik nur in wenigen Momenten. Zum einen, da sein Stil für mich zu mechanisch und zu steril ist. Ihm fehlt einfach das dreckige, rauhe Element, dass Mike Portnoy in jeden seiner Drumbeats gelegt hat, dieses nicht in Worte fassbare lebendige und atmende Spiel, bei dem man praktisch vor Augen hat, wie beim Schlag auf das Crash Becken eine leichte Staubschicht davon abfliegt…

Das Fazit zu diesem Album: Wirklich gut! Dream Theater sind seit fast 30 Jahren unterwegs, ich auch. Da ist es irgendwann kein Wunder, dass man nicht zum 12. Mal das Rad neu erfindet, zumal man heutzutage bei einem 2 stündigen Besuch auf Youtube locker 5 neue Bands täglich entdecken kann, die ebenfalls genial sind in dem was sie tun. Dennoch gebe ich nur 4 von 5 Punkten. Mitunter habe ich den Eindruck, dass DT sich und ihr tun schon ein wenig selbst zelebrieren – wie ein Weltklasse Sportler, der nichts mehr zu beweisen hat, und gar nicht mehr versucht, einen neuen Weltrekord aufzustellen, sondern lieber noch eine weitere Ehren-Runde durch das Stadion geht, um sich in der Menge zu baden und einfach die wohlverdienten Lohrbeeren für sein Schaffen zu ernten…

Carpe Diem,
JS
Kommentar Kommentare (4) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Sep 20, 2013 4:16 PM MEST


TV - Unser Original 04378 Bratmaxx Induktions-Pfannen Keramik, 2-teilig inklusiv Spritzschutz
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Preis: EUR 24,95

2.0 von 5 Sternen Was nichts kostet, ist auch nichts - besonders auf dem Herd..., 24. Juli 2013
Im Grunde muss man selber so schlau sein zu wissen, dass man für diesen absoluten Low Budget Preis keine Premium Ware auf hochwertigem Niveau erwarten darf. Dennoch habe ich mich anscheinend dermaßen in der Einschlafphase von der unaufhörlichen TV Werbung für diese und ähnliche Keramik Pfannen manipulieren lassen, dass ich für kleines Geld dieses Set, bestehend aus einer 24 cm und einer 28 cm Bratpfanne bestellt habe. Dazu gab es einen praktischen, auf beide Pfannen passenden Spritzschutz.

Der Hersteller verspricht das Unmögliche: Für einen wirklich günstigen Preis soll es hier zwei doppelt Keramik beschichtete Pfannen geben, die gänzlich unempfindlich, ungemein langlebig und dazu noch perfekt-funktional sein sollen. Insbesondere wird versprochen: Man kann nahezu alles mit wenig oder gar ganz ohne Öl braten, NICHTS haftet an, und die Reinigung der Pfanne ist, egal wie man sie vorher versaut und geschunden hat, ein Kinderspiel, für das man nur ein feuchtes Tuch braucht.

Ich habe berufsbedingt mit hochwertigsten Artikeln aus dem Bereich Küchenutensilien, Cookware etc. zu tun und konnte mir daher schon vorher ausrechnen, dass auch die Hersteller dieses Sets es einfach nicht schaffen KÖNNEN bei einem so niedrigen Preis dennoch ein so vollkommenes Produkt zu bieten. Gerade gute Pfannen und Töpfe sind nahezu zwangsläufig teuer, da insbesondere die verbauten Materialien und die Fertigungstechnik der Pfannenböden großer Expertise und hochwertiger Ressourcen bedürfen. Wie soll Bratmaxx dies angesichts des Preises gewährleisten.

Trotz aller Zweifel und getreu dem Motto „Was kostet die Welt“ tätigte ich also den Kauf der Käufe und erhielt kurz darauf mein Paket inkl. 2 Pfannen + Spritzschutz. Mir fiel direkt auf, dass das Paket verdächtig kompakt war. Als ich es dann öffnete und mir zwei Polybeutel mit losen roten Plastikgriffen, Schrauben und Muttern auf den Schoß fiel, erahnte ich das erste Mal, dass ich nicht das Premium Produkt in Händen hielt, dass im Fernsehen angepriesen wurde…

Zur Kritik in der Praxis hier die elementaren Aspekte zusammengefasst:

• Die Pfannen kommen demontiert nach Hause. Man muss in Eigenarbeit die Griffe anschrauben, was sich als sehr schwierig erweist, da die Einzelteile und deren Übergänge nicht sehr sauber gearbeitet sind. Die Schrauben sind eigentlich viel zu kurz um eine stabile Montage zu gewährleisten. In Konsequenz wirken die Griffe nachher, trotz großer Bemühungen, instabil, wackelig und sichtbar „zusammengeschraubt“.

• Bei den ersten Bratversuchen leisteten beide Pfannen überraschend gute Ergebnisse. Das Bratgut wurde gleichmäßig, schnell und tatsächlich mit wenig Fett gebraten.

• Zur Reinigung braucht man natürlich doch mehr, als ein feuchtes Küchenkrepp. Wo soll denn der Bratsud, die Rückstände von Röststoffen und Fett hin verschwinden? Dennoch ging die Reinigung wirklich viel leichter von der Hand, als mit einer ordinären Teflon Pfanne.

• Schon nach dem dritten Braten mit der kleinen Pfanne hat sich die schneeweiße Keramik Beschichtung bleibend ringförmig eingefärbt und ihren Glanz verloren. Auch ließ sich die Pfanne komischerweise schwerer und nur mit mehr Mühe reinigen als zuvor.

• Wie schon in vielen Kritiken beschrieben, läuft in die Pfanne gegebenes Fett unverzüglich von der Mitte des Pfannenbodens in die Ränder und sammelt sich dort. Wenn man doch mal mehr fett benötigt, sind somit keine gleichmäßigen und effizienten Ergebnisse zu erzielen.

• Der Spritzschutz ist ein schlichter aber sehr praktischer Helfer, da er stabil auf beide Pfannenränder passt, Fettspritzer abblockt, aber trotzdem Dampf und Hitze durch kleine Öffnungen entweichen lässt.

FAZIT: Diese Pfannen sind ein Gimmick, mehr nicht. Völlig unbrauchbar sind sie nicht, aber wie immer im Leben wird man hier daran erinnert: Was nicht kostet ist auch nichts. Und: Wer billig kauft, kauft zweimal. In Sachen Verarbeitung, Qualitätsanmutung und Langlebigkeit sind diese Pfannen absolut minderwertig. Für Profis ist sie absolut unbrauchbar, und auch für den klassischen Gelegenheits-Koch oder die begeistert kochende Hausfrau gibt es keine Argumente, warum man diese Pfannen einer anderen hochwertigeren Pfanne vorziehen sollte.

Ich empfehle die Pfannen also eindeutig nicht und appelliere an den gesunden Menschenverstand der Verbraucher. Wenn die zwielichtigen, immer gleichen Gesichter des Homeshoppings einem versichern, dass man hier für kleines Geld und NUR, wenn man SOFORT anruft ein Premium Produkt für’s Leben erwerben kann, dann sollten doch schon alle Alarm Glocken klingeln…


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