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Beiträge von Tino
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Rezensionen verfasst von Tino
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1 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen
Mehr als nur Notnahrung, 28. März 2013
Dosenbrot - klingt komisch, hat aber gegenüber dem handgeschmiedeten Brot vom Bäcker wesentliche Vorteile: 1. trocken gelagert ist es quasi endlos haltbar 2. es ist stapelbar 3. auch nach Jahren schmeckt es frisch und saftig Damit sind die Grundvoraussetzungen für lange Lagerung gegeben. Somit kann ein wichtiges Grundnahrungsmittel leicht und platzsparend für Krisenzeiten bevorratet werden. Wie schnell eine Krise über uns hereinbrechen kann, ohne dass wir sie zwingend selbst verschuldet hätten, sollte uns allen nach einem Blick in aktuelle Berichterstattung deutlich geworden sein. Leere Geldautomaten oder leere Regale können ganz andere Ursachen haben, als ein drohender Asteroideneinschlag oder ein Jahrtausend-Wirbelsturm und den daraus resultierenden Hamsterkäufen. Manchmal reichen schon einige nicht nachvollziehbare Experimente der Politik, des Wirtschafts- oder Bankensektors, um komplette Länder stillstehen zu lassen. Zumindest eine Zeit lang ist dann derjenige gut versorgt, der rechtzeitig einen Vorrat der wichtigsten Nahrungs- und Verbrauchsmittel anlegen konnte. Übrigens ist dies keine neue Strategie: für unsere Eltern und Großeltern, die Verknappungen und Krisen aktiv erlebten, war es in der Regel normal, sich mit dem Nötigen zu bevorraten. Viele der älteren Mitmenschen haben das auch heute noch verinnerlicht, die jüngere rundumversorgte und jederzeit mobile Generation lebt eher den just-in-time-Gedanken: "ich hole mir etwas erst dann, wenn ich es tatsächlich brauche, es ist ja auch alles jederzeit verfügbar!" - eine gefährliche Denkweise, warnt doch schon das Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe in seiner Broschüre: "Für alle Fälle sollte jeder Haushalt einen Vorrat an Lebensmitteln und Getränken für ein bis zwei Wochen anlegen. Bei der Auswahl sollte darauf geachtet werden, dass die Esswaren auch ohne Kühlung länger gelagert und (z.B. bei einem Stromausfall) auch kalt gegessen werden können." Mestemacher echt westfälisches Vollkornbrot, 500g: Die Dose lässt sich ohne Dosenöffner öffnen, was natürlich für Outdoor-Aktivitäten optimal ist. In der Dose befinden sich 15 Scheiben Roggen-Vollkornbrot. Es ist saftig-feucht, riecht sehr gut und muss sich geschmacklich überhaupt nicht hinter "frischem" Brot vom Bäcker verstecken. Die lange Haltbarkeit wird nicht durch Konservierungsstoffe erreicht, das erledigt die Konserve ganz ohne Chemie! Die Inhaltsstoffe (entnommen dem Dosenaufdruck): 1. Roggenvollkornschrot 2. Wasser 3. Salz 4. Hefe Nährwerte (entnommen dem Dosenaufdruck) pro 100g: Brennwert: 759kJ/180kcal Eiweiß: 5,2g Kohlenhydrate: 32,2g davon Zucker: 3,2g Fett: 1,2g davon ungesättigte Fettsäuren: 0,2g Ballaststoffe: 9,6g Natrium: 0,45g Eine Brotscheibe wiegt ca. 32g 1 BE entspricht ca. 37g Fazit: Mestemacher bietet hier ein leicht und lange zu lagerndes Dosenbrot an, was geschmacklich so überzeugt, dass man es nicht nur in Krisen essen möchte! Mindesthaltbarkeit: Aus lebensmittelrechtlichen Gründen (Pflichtangabe eines Mindesthaltbarkeitsdatums) wird seit einigen Jahren die Höchstdauer von 2 Jahren nicht mehr überschritten, auch wenn der Inhalt von Konserven deutlich länger genießbar bleibt. Lassen Sie sich also von den 2 Jahren Mindesthaltbarkeit nicht verunsichern. Neulich ist mal wieder ein Karton mit "Einsatzverpflegung" aus dem zweiten Weltkrieg aufgetaucht - mehr als 50 Jahre altes "Kommissbrot" konnte ohne Beanstandung der Lebensmittelueberwachung Osterholz-Scharmbeck verzehrt werden!
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4 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen
Mehr als eine Alternative, 26. März 2013
Es scheint heutzutage immer schwieriger zu werden, ein Telefon zu finden, mit dem man telefonieren kann. Kleine verchromte Designschmuckstücke, die einem beim Telefonieren unbeabsichtigt in den Gehörgang fallen oder die so klein sind, dass sie versehentlich eingeatmet werden können gibt es inzwischen reichlich. Noch dazu werden etliche Geräte mit Gimmicks ausgestattet, deren Nutzwert im Durchschnittshaushalt zumindest stark angezweifelt werden darf. Ob es nun unbedingt nötig ist, dass das Telefon die komplette heimische MP3-Sammlung als Klingelton verwenden kann, während des Telefonats noch ein Video im Display abgespielt wird oder die Bilder des letzten Urlaubs dargestellt werden, muss jeder für sich selbst entscheiden. Natürlich würde ich mich über solche Eigenschaften nicht beschweren, wenn sie die Geräte nicht in preisliche Dimensionen treiben würden, dass man nicht mehr weiß, ob man ein Telefon oder einen Teilchenbeschleuniger kauft. Ich hätte natürlich auch nichts dagegen, wenn ich mich morgens mit meinem Telefon rasieren könnte, es mir gleichzeitig einen haarfreien Kaffee brüht, ein Ei kocht und mir eine dampfende Toastscheibe in den Mund schiebt. Natürlich mit Nutella. ABER: Dramatisch ist, dass mit dieser zunehmenden technischen Überfrachtung der Geräte der eigentliche Sinn etwas aus den Ingenieursaugen verlorenzugehen scheint: sich über eine nicht unerhebliche Entfernung störungsfrei, ganz ohne Rauchzeichen oder Flaggensignale zu verständigen! Das klappt mit dem Panasonic besser, als mit jedem mir bekannten DECT-Telefon von Siemens, Philips oder Swissvoice. War Siemens mit seinen Gigaset-Modellen für mich jahrelang beruflich wie privat das Nonplusultra, so muss ich nun zumindest im privaten Bereich einen Kurswechsel vornehmen. Auch wenn mir mein letztes Siemens-Modell SL78H weiterhin erhalten bleibt (zum Entsorgen ist es zu schade), ist es eher das Telefon, welches im unmittelbaren Abstrahlbereich der Basisstation aufgestellt ist. Neben abblätternder Beschichtung und inzwischen schlecht reagierender Tasten ist es vor allem die fehlende Reichweite, die das ehemalige Top-Modell als Haus-Keller-Garten-(überall)-Mobilteil disqualifiziert. Denn - und jetzt kommt es - kabellose Mobilteile haben heute eins nicht mehr: ein Kabel! Nur wie sagte schon der leitende Ingenieur des U-Boots U96: "Ist ein toller Plan - nur klappen muss er." Und er hatte Recht: wo kein Kabel, sollte die Funkverbindung auch funktionieren, sonst nützt die Mobilität wenig. Denn die scheinbar gewonnene Freiheit kann schnell im Dauerfluchen enden, wenn der Empfang auf einmal zusammenbricht, Gespräche knarzen oder man nur noch Gesprächsfetzen mitbekommt. Sicherlich ist das für heiteres Sätzeraten eine willkommene Unterstützung, entspricht aber nicht meinen Vorstellungen vom komfortablen Telefonieren. Das definiert sich bei mir tatsächlich nur durch folgende Punkte: - einfache Installation (auch von Laien durchführbar, im besten Falle ist keine Konfiguration durchzuführen) - klare Menüstruktur (keine versteckt-verzweigten Unter-Unter-Unter-Unter-Unter-Unter-Menüs mit kryptischen Bezeichnern) - Bedienung wird durch klare Druckpunkte der Tasten unterstützt - Die Daumengröße darf der eines ausgewachsenen Mitteleuropäers entsprechen, trotzdem drückt man nicht 5 Tasten gleichzeitig - die Reaktion des Geräts auf einen Tastendruck sollte unmittelbar erfolgen, nicht mit Kaffeekochen überbrückt werden müssen - die Sprach-/Hörqualität sollte gut verständlich und hallfrei sein - die Mobilteile sollten auch ohne DECT-Repeater im gesamten Haus inklusive Keller störungsfrei empfangen und senden - die Darstellung der Empfangs-Balken sollte replizierbar und nicht scheinbar willkürlich ausfallen - das Telefonbuch sollte ausreichend Platz für Einträge haben - eine Wahlwiederholung sollte nicht nur für das letzte Gespräch möglich sein - es sollte angezeigt werden, wer anruft (sofern die Rufnummer übermittelt wird) - der Anrufbeantworter sollte Sprache verständlich, gut hörbar und in ausreichender Länge wiedergeben - beleuchtete Tasten sind zwar kein Muss, aber hilfreich in der Nacht Und nun die gute Nachricht zum Schluss: das Panasonic erfüllt alle oben genannten Wünsche und lässt dabei die Konkurrenz trotz deren hippen Styles teilweise richtig alt aussehen. Fazit: Klare Empfehlung für Telefon-Puristen, die aber gesteigerten Wert auf Empfangsreichweite und Sprachqualität legen. Ebenfalls empfehlenswert für alle, die sich schon haareraufend im Gigaset-Menü verfranst und nicht wieder herausgefunden haben. Oder häufig wildfremde Menschen angerufen haben, weil einfach die Finger zu dick für die Tasten waren - oder die Tasten einfach zu klein für die Quadratzentimeterzahl der benutzten Wählfingerkuppe. Auch für diejenigen interessant, wie gerne ein erwachsenes Telefon in der Hand halten oder unter das Kinn klemmen, statt es zwischen Daumen und Zeigefinger zu balancieren und gleichzeitig darauf zu achten, es nicht zu zerdrücken. Letztlich auch für die kleine Schar preisbewusster Käuferinnen und Käufer empfehlenswert, die lieber einfach einstöpseln und lostelefonieren, als sich stundenlang durch eine Konfiguration zu quälen. Noch ein Wort zu den Klingeltönen: wenn ich Musik hören will, drehe ich meine Anlage auf. Ich lasse mich deswegen nicht anrufen. Auch wenn die jüngere Handygeneration gerne den neuesten Klingelton und damit die Unerträglichkeit von Handylautsprechern demonstriert, höre ich meine Musik lieber über Yamaha, Canton und KEF. Nun noch die Negativpunkte zum Panasonic: - ich habe es leider viel zu spät für mich entdeckt
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24 von 34 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen
War es wirklich so?, 24. März 2013
Immer und immer wieder hat der Film in der Presse und in Foren die Frage aufgeworfen: war es im zweiten Weltkrieg tatsächlich so? Das ist für mich schon ein Gewinn sondergleichen! Es wird gefragt, es wird berichtet, es wird diskutiert. Wie viele Filme können ein derartig nachhaltiges und breites Echo quer durch fast alle Altersschichten (12-100+) vorweisen? Leider - und das passiert immer wieder - wird aus dargestellten Szenen eines Films eine Allgemeingültigkeit abgeleitet, eine generelle historische Tendenz vermutet oder pauschal bewertet. Als Ergebnis steht häufig die Generalverurteilung von Nationen, Bevölkerungsschichten, Truppenteilen. Dass wir uns mit dieser undifferenzierten Sichtweise wieder sehr stark alten Fehlern annähern, die genau zur thematisierten Katastrophe geführt haben, löst bei mir tatsächlich Gänsehaut aus. Ich muss daher auch mal das öffentlich-rechtliche Fernsehen loben, die der Ausstrahlung Dokumentationen folgen ließen. Auch wenn diese nur als Einstieg in die gesamte Thematik betrachtet werden können, halte ich es für eine große Chance, den Film als Aufhänger für eine umfassende historische Betrachtung heranzuziehen. Der Gewinn dieses Films ist also, dass Interesse für gottseidank Vergangenes geweckt wird (vielleicht auch gerade bei der jungen Bevölkerung). Aus Interesse wächst Motivation für den Austausch. Der Austausch ermöglicht es, Vermutungen gegen Wissen zu tauschen. Zu differenzieren, nicht zu pauschalisieren. Wissen kann verhindern, erneut blind in Katastrophen zu laufen. Dieser Film ist absolut empfehlenswert und endlich ein deutliches Lebenszeichen der deutschen Filmproduktion. Seit "Das Boot" der beste Film in dieser Sparte. Wünsche: der betrachtete Zeitraum, die historischen Ereignisse und nicht zuletzt die Entwicklung der Charaktere hätten weitere Folgen durchaus verkraftet, ja ich hätte mir sogar durchaus mehr Länge gewünscht. Es war sicher eine schwierige Aufgabe, das Material auf die gesamte Spielzeit sinnvoll zu kürzen, ohne dass inhaltlich zu große Brüche entstanden. Ich möchte vermuten, dass hier eine große Serie hätte entstehen können, die sogar in Deutschland ihr Publikum gefunden hätte. Produktion und Format hat internationale Klasse und wird einige Beachtung erfahren. Inhalt: ich möchte Lesern die Spannung nicht rauben und daher keine Nacherzählung vornehmen. Es ist allerdings selten, dass ein Film derart viele verschiedene Emotionen auslösen kann. Liebe, Freundschaft, Hoffnung, Schmerz, Trauer, Verrat, Hoffnungslosigkeit und Ohnmacht werden hier derart plastisch transportiert, dass es mir kaum möglich scheint, sich der Handlung vorzeitig zu entziehen. Man hofft mit, man fühlt mit, man ist gleichfalls schockiert, man ist dabei. Mittendrin. Selten fühlt man sich derart eingebunden in die Handlung und ist nicht nur außenstehender Beobachter. Ich bin gespannt, ob diesem Film eine Chance als medialer Einstieg in die Thematik "2. Weltkrieg" an Schulen eingeräumt wird. Es wäre (in Abhängigkeit des Alters der Zielgruppe) mutig, der Film hätte es absolut verdient! Dringende Bitte: Die Altersfreigabe des Films wurde auf "12" festgelegt. Da teils sehr drastische Szenen gezeigt werden, möchte ich Sie eindringlich bitten, sich den Film zunächst ohne Ihre Kinder anzusehen - entscheiden Sie danach, ob Sie ihnen den Film tatsächlich zumuten können. Im Zweifelsfall warten Sie lieber!
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12 von 13 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen
Mehr als eine Alternative, 20. März 2013
Es scheint heutzutage immer schwieriger zu werden, ein Telefon zu finden, mit dem man telefonieren kann. Kleine verchromte Designschmuckstücke, die einem beim Telefonieren unbeabsichtigt in den Gehörgang fallen oder die so klein sind, dass sie versehentlich eingeatmet werden können gibt es inzwischen reichlich. Noch dazu werden etliche Geräte mit Gimmicks ausgestattet, deren Nutzwert im Durchschnittshaushalt zumindest stark angezweifelt werden darf. Ob es nun unbedingt nötig ist, dass das Telefon die komplette heimische MP3-Sammlung als Klingelton verwenden kann, während des Telefonats noch ein Video im Display abgespielt wird oder die Bilder des letzten Urlaubs dargestellt werden, muss jeder für sich selbst entscheiden. Natürlich würde ich mich über solche Eigenschaften nicht beschweren, wenn sie die Geräte nicht in preisliche Dimensionen treiben würden, dass man nicht mehr weiß, ob man ein Telefon oder einen Teilchenbeschleuniger kauft. Ich hätte natürlich auch nichts dagegen, wenn ich mich morgens mit meinem Telefon rasieren könnte, es mir gleichzeitig einen haarfreien Kaffee brüht, ein Ei kocht und mir eine dampfende Toastscheibe in den Mund schiebt. Natürlich mit Nutella. ABER: Dramatisch ist, dass mit dieser zunehmenden technischen Überfrachtung der Geräte der eigentliche Sinn etwas aus den Ingenieursaugen verlorenzugehen scheint: sich über eine nicht unerhebliche Entfernung störungsfrei, ganz ohne Rauchzeichen oder Flaggensignale zu verständigen! Das klappt mit dem Panasonic besser, als mit jedem mir bekannten DECT-Telefon von Siemens, Philips oder Swissvoice. War Siemens mit seinen Gigaset-Modellen für mich jahrelang beruflich wie privat das Nonplusultra, so muss ich nun zumindest im privaten Bereich einen Kurswechsel vornehmen. Auch wenn mir mein letztes Siemens-Modell SL78H weiterhin erhalten bleibt (zum Entsorgen ist es zu schade), ist es eher das Telefon, welches im unmittelbaren Abstrahlbereich der Basisstation aufgestellt ist. Neben abblätternder Beschichtung und inzwischen schlecht reagierender Tasten ist es vor allem die fehlende Reichweite, die das ehemalige Top-Modell als Haus-Keller-Garten-(überall)-Mobilteil disqualifiziert. Denn - und jetzt kommt es - kabellose Mobilteile haben heute eins nicht mehr: ein Kabel! Nur wie sagte schon der leitende Ingenieur des U-Boots U96: "Ist ein toller Plan - nur klappen muss er." Und er hatte Recht: wo kein Kabel, sollte die Funkverbindung auch funktionieren, sonst nützt die Mobilität wenig. Denn die scheinbar gewonnene Freiheit kann schnell im Dauerfluchen enden, wenn der Empfang auf einmal zusammenbricht, Gespräche knarzen oder man nur noch Gesprächsfetzen mitbekommt. Sicherlich ist das für heiteres Sätzeraten eine willkommene Unterstützung, entspricht aber nicht meinen Vorstellungen vom komfortablen Telefonieren. Das definiert sich bei mir tatsächlich nur durch folgende Punkte: - einfache Installation (auch von Laien durchführbar, im besten Falle ist keine Konfiguration durchzuführen) - klare Menüstruktur (keine versteckt-verzweigten Unter-Unter-Unter-Unter-Unter-Unter-Menüs mit kryptischen Bezeichnern) - Bedienung wird durch klare Druckpunkte der Tasten unterstützt - Die Daumengröße darf der eines ausgewachsenen Mitteleuropäers entsprechen, trotzdem drückt man nicht 5 Tasten gleichzeitig - die Reaktion des Geräts auf einen Tastendruck sollte unmittelbar erfolgen, nicht mit Kaffeekochen überbrückt werden müssen - die Sprach-/Hörqualität sollte gut verständlich und hallfrei sein - die Mobilteile sollten auch ohne DECT-Repeater im gesamten Haus inklusive Keller störungsfrei empfangen und senden - die Darstellung der Empfangs-Balken sollte replizierbar und nicht scheinbar willkürlich ausfallen - das Telefonbuch sollte ausreichend Platz für Einträge haben - eine Wahlwiederholung sollte nicht nur für das letzte Gespräch möglich sein - es sollte angezeigt werden, wer anruft (sofern die Rufnummer übermittelt wird) - der Anrufbeantworter sollte Sprache verständlich, gut hörbar und in ausreichender Länge wiedergeben - beleuchtete Tasten sind zwar kein Muss, aber hilfreich in der Nacht Und nun die gute Nachricht zum Schluss: das Panasonic erfüllt alle oben genannten Wünsche und lässt dabei die Konkurrenz trotz deren hippen Styles teilweise richtig alt aussehen. Fazit: Klare Empfehlung für Telefon-Puristen, die aber gesteigerten Wert auf Empfangsreichweite und Sprachqualität legen. Ebenfalls empfehlenswert für alle, die sich schon haareraufend im Gigaset-Menü verfranst und nicht wieder herausgefunden haben. Oder häufig wildfremde Menschen angerufen haben, weil einfach die Finger zu dick für die Tasten waren - oder die Tasten einfach zu klein für die Quadratzentimeterzahl der benutzten Wählfingerkuppe. Auch für diejenigen interessant, wie gerne ein erwachsenes Telefon in der Hand halten oder unter das Kinn klemmen, statt es zwischen Daumen und Zeigefinger zu balancieren und gleichzeitig darauf zu achten, es nicht zu zerdrücken. Letztlich auch für die kleine Schar preisbewusster Käuferinnen und Käufer empfehlenswert, die lieber einfach einstöpseln und lostelefonieren, als sich stundenlang durch eine Konfiguration zu quälen. Noch ein Wort zu den Klingeltönen: wenn ich Musik hören will, drehe ich meine Anlage auf. Ich lasse mich deswegen nicht anrufen. Auch wenn die jüngere Handygeneration gerne den neuesten Klingelton und damit die Unerträglichkeit von Handylautsprechern demonstriert, höre ich meine Musik lieber über Yamaha, Canton und KEF. Nun noch die Negativpunkte zum Panasonic: - ich habe es leider viel zu spät für mich entdeckt
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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen
Danke Etihad Airways, 20. März 2013
Es ist doch erstaunlich! Nun hat mir die Werbung zum zweiten Mal ein ungeahntes Vergnügen bereitet: da dudelt der Fernseher so im Hintergrund vor sich hin - angewidert von den Werbespots wendet man sich wie üblich anderen Dingen zu - bis das normale Programm wieder fortgesetzt wird. Doch was ist das? Völlig unerwartet erklingt ein Song zu einem Etihad Airways Spot, der mich nach wenigen Sekunden auf dem Weg zum Computer hastig umkehren lässt! Das Arrangement klingt fantastisch, die Stimme ist bekannt, aber zum Kuckuck: wer ist der Interpret und wie heißt der Song? Naja, auch wenn Etihad es offensichtlich nicht für nötig hielt, den Künstler einzublenden, ist nach kurzer Recherche klar: *dramatische Pause für den Überraschungseffekt* Tataaa: es handelt sich um den hier beschriebenen Song des großartigen Bobby Darin! Der Song entstammt ursprünglich der Feder von Leslie Bricusse, der ihn für das Filmmusical Doctor Dolittle von 1967 komponierte. Arrangiert wurde der Song für Bobby Darin von Roger Kellaway, der auch gleichzeitig als Dirigent des Orchesters in Erscheinung trat. Da der Song (aufgenommen am 25.07.1967) auf der LP "Bobby Darin Sings Doctor Dolittle" im August 1967 erschien, hat man sich glücklicherweise und mit hervorragendem Ergebnis dazu entschlossen, eine remasterte Verion herauszubringen, die sich nun auf dem Album "Great Swings (Remastered)" wiederfindet. Der Sound ist perfekt und nach wie vor bin ich erstaunt, was klanglich aus 50 Jahre altem Vinyl herauszuholen ist! Schon mit den ersten Takten des Songs wurde mir sofort und unmissverständlich klar, dass da ein übles Loch in meiner Musiksammlung klafft, was sofort gefüllt werden will. Falls sich jemand fragen sollte, was denn die zweite angenehme Überraschung der Werbung für mich war: Renault machte seinerzeit Werbung für einige Sondermodelle mit Bose Soundsystem. Eine mir bis dato völlig unbekannte Jazzsängerin namens Melody Gardot hat mich damals mit ihrem Song "Your heart is as black as night" schier von der Couch gesungen. Allerdings im positiven Sinne! Da stilistisch beide Songs sehr ähnlich sind, wurde ich nun unwillkürlich an mein damaliges Aha-Erlebnis erinnert, so dass nur zu sagen bleibt: Manchmal, aber nur manchmal, hat Werbung definitiv etwas zu bieten, was man sonst womöglich nicht entdeckt hätte!
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3 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen
Verletzungsfreier Aufbau in 15 Minuten, 18. März 2013
Modo24 bietet dieses Regal in verschiedenen Versionen an. Dabei kann zwischen folgenden Abmessungen gewählt werden: Breite in cm: 90 100 120 Tiefe in cm: 35 45 50 60 Höhe in cm: 180 200 220 Anzahl Böden: 4 (nur bei 180cm Höhe) 5 (bei allen Höhen) 6 (nur bei 200 und 220cm Höhe) Vorteile: - kein Werkzeug für Zusammenbau nötig - jeder, der einmal im Leben erfolgreich zwei Legosteine zusammengesteckt hat, kann auch dieses Regal aufbauen, es ist nicht wesentlich komplizierter - der Zusammenbau kann bei minimalem Platzangebot erfolgen, selbst in einem Raum, der nur 2cm breiter ist, als das Regal selbst - Tragkraft von 300Kg pro Boden durch jeweils zwei Unterzüge - alle Metallnasen, -ösen und Stanzungen sind sauber verarbeitet - alle Böden sind perfekt zugeschnitten, die HDF-Platten sind nicht gewölbt und liegen eben auf den Auflagen der Traversen - alle Böden sind in die Traversen versenkt und bilden eine Ebene, so dass bei der Befüllung des Regals keine Kanten stören - alle Metallteile sind gerade, nicht verzogen oder in sich verdreht - der Stand ist auf ebenem Untergrund souverän, auch ohne Wandbefestigung (ab einem bestimmten Höhen-/Tiefenverhältnis ist eine zusätzliche Wandmontage aber empfohlen bzw. vorgeschrieben (gewerblich; BG-Regeln "Regale mit einem Höhen- / Tiefenverhältnis ≥ 5 : 1 sind gegen Kippen zu sichern")) - pulverbeschichtet - Regalbodenhöhen frei wählbar Nachteile: - extreme Geruchsbelästigung über 5-7 Tage trotz guter Lüftung (die Beschichtung muss gerade trocken gewesen sein) - die Unterzüge werden nur in die Traversen eingedreht und sind nicht ausreichend gesichert gefühlte Nachteile: - das Metall ist sehr dünn, die Schenkel der Steherwinkel (vertikale Streben) lassen sich mit zwei Fingern problemlos zueinander biegen - die volle Höhe wird erst durch das Zusammenstecken zweier Steher erreicht --- Das Regal ist im Gegensatz zu vielen seiner Art in Nullkommanix aufgebaut, steht sicher und trägt viel. Als Freund grundsolider Materialen wie Eisen und Stahl ist es für mich allerdings schon etwas erstaunlich, dass so dünnes Metall/Blech solche Lasten trägt. Etwas verärgert war ich über die Tatsache, dass die Steher erst zusammengesteckt werden müssen, um überhaupt die volle Höhe zu erreichen. Eine solche Steckverbindung bei tragenden Elementen stellt für mich zumindest eine theoretische Schwach-, ja vielleicht sogar Sollbruchstelle dar, zumal dies in der Produktbeschreibung nicht erwähnt wird. Vier der acht Steher haben Kronenzacken, die in die entsprechenden Ösen der vier übrigen Steher eingreifen. Solange die Bodenunterzüge an ihrem Platz sind, stellen sie tatsächlich eine zusätzliche Stabilisierung dar, die die Tragkraft weiter erhöht. Die Form mag stabilisierend wirken, allerdings ist die Verankerung der Unterzüge mangelhaft. Einfache stabile Traversen, die ebenfalls per Haken und Öse in die langen Traversen eingehängt würden, wären an dieser Stelle eine drastische Verbesserung. Die Geruchsbelästigung war bei meinem Modell zwar extrem, aber dafür langanhaltend. Ich vermute hier eine sehr frühzeitige Auslieferung gerade erst fertigbeschichteter und frisch getrockneter Teile. Eine längere Lagerung der beschichteten Regalteile bei guter Belüftung sollte vor Auslieferung an Kunden dringend in Betracht gezogen werden. Ich hoffe, Sie haben bei Ihrer Bestellung mehr Glück als ich und erwischen ein Regal, dem mehr Zeit zum Ausdünsten gegönnt wurde. Alle Traversen rasten auch sauber und sicher in die Steher ein, es rutscht nichts ungewollt wieder heraus, man wünscht sich auch nicht eine zusätzliche Hand, geschweige denn einen ganzen Helfer. Dadurch, dass keine Verschraubungen gemacht werden müssen, lässt sich das Regal bereits an einer Wand aufbauen. Auch im aufgebauten Zustand gibt es keine Verletzungsgefahr, da alle Teile (von den Bodenunterzügen mal abgesehen) abgerundet sind und keine scharfen Kanten aufweisen. Der Blutspendeausweis wird also weder beim Aufbau noch beim späteren Befüllen des Regals benötigt. --- Aufbautips: Idealerweise setzen Sie erst die Steher (8 Metallwinkel) zusammen und stecken die Plastikkappen als Fuss darunter. Danach setzen Sie bei einem Steherpaar die kurzen Traversen auf der Höhe ein, auf der später die Böden liegen sollen. Beim zweiten Steherpaar verfahren Sie wie oben. Nun können Sie schon ein Steherpaar aufrichten und eine lange Traverse im mittleren/unteren Bereich einhängen. Richten Sie nun das zweite Steherpaar auf und hängen die eingehängte Traverse ebenfalls beim zweiten Steherpaar auf gleicher Höhe ein. Das Regal sollte nun (ohne es festhalten zu müssen) von alleine stehenbleiben. Hängen Sie nun alle weiteren Traversen ein. Wer will nimmt noch einen Gummihammer und schlägt von oben auf die Enden der Traversen, ohne sie dabei einzudrücken. Alternativ kann dazu auch ein normaler Hammer und ein Holzbrettchen genommen werden. Wirklich nötig ist das aber nicht, da sich die Bauteile tatsächlich ohne Kraftaufwand perfekt ineinander fügen lassen. Drehen Sie die Unterzüge in die langen Traversen. Legen Sie die Regalböden ein, so dass sie bündig mit der oberen Kante der Traversen sind (Böden sind versenkt). Rücken Sie das Regal an seinen endgültigen Bestimmungsort, aber Achtung: greifen Sie dabei nicht unter die Traversen, diese könnten sich so wieder lösen! Überprüfen Sie den Stand, nehmen Sie falls nötig eine Befestigung des Regals an der Wand vor. Fertig. Benötigte Zeit: ca. 15 Minuten. Kaltgetränk. Regal einräumen. Zufrieden sein. --- Fazit: Dieses Regalsystem ist zwar nicht günstiger als andere, aber preislich durchaus auf Augenhöhe. Bedenkt man aber die obligatorischen Schnittverletzungen und verlorenen Nerven im Kilobereich, die man bei anderen Regalen gleich mitkauft, ist dieses Regal seinen direkten Konkurrenten weit überlegen. Die Tragkraft ist absolut überzeugend und den mir bekannten anderen Modellen der gleichen Preisklasse überlegen. Die gefühlten Nachteile haben sich als unbegründet erwiesen, lediglich die Geruchsbelästigung und die Art der Unterzüge führen zu einem Stern Abzug. Dennoch ist das Regal für mich voll empfehlenswert, ich würde es anderen Modellen bei weiterem Bedarf jederzeit vorziehen. PS: aufgrund von Nachfragen: ja, das Regal kann bereits an der Wand zusammengebaut werden, da die Traversen von innen und nicht von außen eingehängt werden. Das bedeutet: man muss nicht HINTER oder NEBEN das Regal, um von dort Traversen einzusetzen. Man kann also alles zusammenstecken, in dem man VOR dem Regal steht. Ist besonders erwähnenswert, wenn nur sehr wenig Platz für die Montage zur Verfügung steht. Ein kleiner Tip zum Schluss: Spanplatten haben - sofern nicht für Feuchträume ausgelegt - den entscheidenden Nachteil, Flüssigkeiten aufzusaugen, aufzuquellen und dadurch bröselig zu werden. Im Allgemeinen hat sich bewährt, diese Platten mit Klar- oder Bootslack zu versiegeln. Auch Regalböden können davon sehr profitieren, vor allem, da hier damit zu rechnen ist, dass mal Flüssigkeiten austreten können. Das ist zwar ein zusätzlicher Arbeitsschritt, der die Langlebigkeit Ihres neuen Regals wesentlich verlängern kann.
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2 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen
"Lass andere die Arbeit machen, es reicht, wenn Du kassierst.", 16. März 2013
Ich möchte hier meinen eigenen bösen Spruch anbringen: "Lass andere die Arbeit machen, es reicht, wenn Du kassierst." Es ist immer wieder erstaunlich, was wir bereit sind, für die Werke anderer zu bezahlen. Da werden phantastische Welten durch Menschen wie Du und Ich erschaffen, die einen über Wochen, manchmal Jahre fesseln. Einige wenige Autoren schaffen es, ganze Generationen von Lesern Ihr Leben lang in den Bann ihrer Geschichten zu ziehen. Man kann eintauchen, abtauchen, mit Charakteren verschmelzen, alles um sich herum vergessen, wenn man den Protagonisten an die exotischsten Orte der Welten folgt, oder in Abgründe von Seelen blicken kann. Es ist mitreißend, aufwühlend, herzerwärmend, polarisierend, anregend. Es ist toll, wenn der Autor den Leser in die Geschichte entführen kann, in dem Hier und Jetzt zu entreißen vermag. Alles nur durch seine eigene Vorstellungsgabe, durch die Kraft und Magie seiner Worte, durch interessante Schauplätze und Handlungen. Erdacht in seinem Kopf. Gerne bin ich bereit, für diese Kunst zu bezahlen. Was liegt hier nun vor? 366 Sprüche. Ob sie böse sind, oder nicht, mag jeder für sich selbst beurteilen. Viele sind bekannt, einige weniger. In manchen mag man sich wiederfinden, in anderen gar nicht. Fast alle regen zum Nachdenken an. Manche lassen uns lächeln, andere wiederum mit offenem Mund dastehen. Überraschend ist häufig, von wem das Zitat stammt, erscheint selbiges dann gleich noch mal in einem ganz anderen Licht. Mein größtes Problem mit dieser Zitatensammlung ist folgendes: die Eigenleistung des Autors beschränkt sich auf zweieinhalb Seiten Text am Ende des Buchs plus eine einseitige Kategorisierung von Zitaten zu Anlässen, damit man immer einen unpassenden Spruch auf den Lippen hat. Von einem "Buch" verspreche ich mir aber mehr als einen Umschlag, 128 Seiten und davon 3 vom Autor selbst. Hier wird eine Zitatensammlung in Buchform verkauft. Nicht mehr. Sie wollen selbst ein Buch veröffentlichen? Es gibt zig Adressen im Netz, an denen tausende Zitate bekannter und weniger bekannter Persönlichkeiten gelistet sind. Wählen Sie sich eine Schublade aus: - Liebe - Eifersucht - Hass - Tod - Sarkasmus - Optimismus - Diät - Humor - Finanzen - Männlein und Weiblein Danach durchforsten Sie die Zitatensammlung auf Treffer für Ihre Schublade. Schreiben sie alle zusammen. Das geht per copy und paste sogar richtig schnell. Tippen Sie als Eigenleistung noch die eine oder andere Seite, dann ab mit dem Werk zu Lektor und zum Verlag und schon steht der Lizenz zum Gelddrucken nichts mehr im Wege. Fazit: 3 Sterne als Zitatensammlung 1 Stern als Buch (3+1):2=2 Sterne gesamt
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen
Voll ins Schwarze, 15. März 2013
Auch wenn diese Armbrust ebenfalls im Camouflage-Print oder mit braunem Holzschaft zu bekommen ist, habe ich mich für das schwarze Modell entschieden. Irritierend ist die Beschreibung hinsichtlich des Korpusses, heißt es doch "besteht aus einem robusten, schwarzen Kunststoff-Körper". Hersteller bzw. Verkäufer tun sich damit sicher keinen Gefallen, denn wer würde die auftretenden Kräfte schon gerne einem Stück Plastik anvertrauen? Diese Beschreibung stimmt schlicht und ergreifend nicht! Also, keine Sorge: alle Teile, die Belastung aushalten müssen, sind aus extrem verwindungssteifem, dicken Stahl. Lediglich Griffstück und Schaft sind aus bruchfestem Kunststoff, um das Gewicht auf moderate 2,6Kg zu drücken. Aber bevor wir mittendrin anfangen, starten wir lieber mal beim Lieferumfang: Geliefert wird: - Korpus (Weaverschiene bereits montiert) - Wurfarm - Spannsehne - Sehne - Schutzkappen für Sehne/Wurfarm - Sehnenwachs - Plastikplättchen für Wurfarmmontage - Metallplättchen für Wurfarmmontage - Fußbügel ("Metallfußschlaufe") - Red Dot-Visier - Kimme - Korn - Schutzbrille - 4 Alubolzen - Köcher und Montageplatte - Schrauben - Inbusschlüssel - Tragegurt - Anleitung Klingt viel, ist viel, verteilt sich im sehr aufgeräumten Karton aber ganz ordentlich. Nun sollten sich 20 Minuten Zeit für den Zusammenbau genommen werden, der entweder nach der nicht sonderlich hilfreichen Anleitung erfolgen kann, oder auch ohne. Ich gebe hier aber gleich noch den einen oder anderen Hinweis. Vorab: Die Jaguar ist ein alter Bekannter und wurde inzwischen mehrfach modifiziert. Die letzte entscheidende Veränderung erfolgte vor wenigen Jahren. Bis dahin war es durch einen Klappmechanismus möglich, den Wurfarm mit aufgespannter Sehne in den Korpus zu klemmen. Das geht mit diesem Modell nun nicht mehr. Der Korpuskopf ist massiv, aus meiner Sicht auf jeden Fall eine Steigerung von Sicherheit und Stabilität. Leider ist man nun dazu gezwungen, die Sehne zu entfernen, wenn der Wurfarm entnommen oder getauscht werden soll. Vor allem beim Transport war es damals praktisch, einfach "mal eben" den Wurfarm auszuklinken und Korpus und Wurfarm in einer einfachen länglichen Tasche zu verstauen. Nun wird entweder eine entsprechend breite Tasche benötigt, oder erzwungenermaßen etwas mehr Zeit für die Montage. Frage: muss bei längerem Nicht-Gebrauch die Sehne entfernt werden? Antwort: Klares Jein! Diese Frage wird sehr kontrovers und mit Heißblut diskutiert. Die heutigen Materialien können die geringe Dauerspannung sehr gut ab. Natürlich schadet es zunächst einmal nicht, die Sehne zu entfernen, aber: das Aufziehen der Sehne zieht einen Spann-Leerschuss nach sich. Ob dieser dauerhaft so vorteilhaft ist, möchte ich persönlich bezweifeln. Frage: warum darf man nicht leer schießen? Antwort: weil so der Wurfarm überbelastet wird und nicht selten vollständig zerbröselt. Wer eine Schutzbrille trägt und nicht weiß, wohin mit seinem ganzen Geld, kann die herumfliegenden Glasfiebersplitter getrost ignorieren und die Neuanschaffung eines Ersatzwurfarms einplanen. Ist bei gespannter Sehne kein Bolzen/Pfeil eingelegt, wird die Energie durch den Schuss auch nicht in die Beschleunigung des Projektils umgewandelt, sondern wirkt direkt auf den Wurfarm. Dies als kurze Erklärung dazu. Frage: falls doch mal der Wurfarm zerbröselt, was dann? Antwort: das finde ich besonders vorteilhaft bei dieser Armbrust: durch die große Verbreitung gibt es etliche Bezugsquellen für Wurfarme, Sehnen und Schutzkappen. Sollte etwas anderes kaputtgegangen sein, würde ich nach dem Panzer Ausschau halten, der die Armbrust überrollt haben muss. Und Panzer in unmittelbarer Nähe sind meistens nicht zu überhören. Also Ohren auf! Frage: kann ich aus 30 Metern eine Ananas vom Baum schießen? Antwort: Definitiv NEIN! Eine Ananas wächst nicht auf Bäumen! Frage: was nutzt sich mit der Zeit ab? Antwort: wahrscheinlich der Lack unterhalb der Sehne, da hier extreme Reibung bei Schüssen auftritt. Desweiteren ist damit zu rechnen, dass der Wurfarm nach 10.000 Schuss Leistung verliert. Bis 10.000 Schuss soll die volle Kraft aber erhalten bleiben. Wie stark danach der Leistungsverlust tatsächlich ist, konnte ich noch nirgends durch Messwerte gestützt in Erfahrung bringen. Die Sehne sollte spätestens nach einem Jahr gewechselt werden. Frage: warum wachsen? Antwort: entweder aus ästhetischen Gründen an manchen Körperstellen, oder um die Sehne zu schützen und die Reibung auf dem Korpus zu minimieren. Kommt eben drauf an, worüber man gerade spricht. Montage-Hinweise: Der Wurfarm hat in der Regel mittig zwei senkrechte Striche. Diese dienen der Mittenzentrierung. Absolut überlebenswichtig für den Wurfarm sind die grauen Plastikplättchen, damit der Arm nicht direkt mit dem Metall des Korpus in Kontakt kommt oder durch die Feststellschraube beschädigt werden kann. Es gibt zwei unterschiedliche Plastikplättchen: eins ist etwas dicker als das andere. In das schlankere kann schon das Metallplättchen eingelegt werden. Das dickere Plastikplättchen wird nun in die Armbrust eingesetzt und zwar in Richtung Schaft. Dabei ist darauf zu achten, dass die zwei Schenkel außen am Korpus fest anliegen (durch das spätere Festziehen ist dafür später automatisch gesorgt). Die Nase, die nun zum Korpuskopf zeigt gehört nach oben, also später ÜBER den Wurfarm. Dies bewirkt eine gewisse Neigung des Wurfarms nach vorn-unten. Nun sollte der Wurfarm eingesetzt werden. Perfektionisten achten darauf, dass der Schriftzug auf dem Wurfarm nicht auf dem Kopf steht, das sieht irgendwie dämlich aus, technisch wäre es aber tatsächlich egal. Eine dritte Hand wäre jetzt hilfreich, aber es geht auch so: der Wurfarm wird von der Seite in die Armbrust geschoben, ohne dabei das hintere Plastikplättchen wegzudrücken. Von vorne wird kontrolliert, ob die Striche links und rechts so eben sichtbar sind. Dann kommt die Plastik-/Metallplättcheneinheit ins Spiel. Sie wird nun ebenfalls von der Seite eingeschoben und zwar so, dass das Plastik auf dem Wurfarm liegt und das Metallplättchen zum Kopf zeigt, wo die Schraube eingedreht wird. Die liegt im Optimalfall in Greifweite und wird nun festgezogen. Bitte dabei die Ausrichtung des Wurfarms nicht vernachlässigen, die Zentrierung ist für eine Treffgenauigkeit unabdingbar! Noch was: nach fest kommt ab! Also: festziehen ok, Schraube oder Gewinde überdrehen ist keine gute Idee! Jetzt bleiben noch vier Schrauben, zwei für's Korn und zwei für den Spannbügel. Eine Erklärung dazu spare ich mir, weil überflüssig. Jetzt wirds nochmal spannend: das Aufsetzen der Sehne steht an. ACHTUNG: ich bin nicht Ihr Schutzengel! Für körperliche oder materielle Schäden übernehme ich keine Haftung! Auch dann nicht, wenn es ganz dolle weh tun sollte! Nein, auch meine Versicherung wird nicht haften! Wer damit einverstanden ist, kann gerne weiterlesen. Erster Schritt: Schutzkappen auf die Enden des Wurfarms aufstecken. Zweitens: Spannsehne über die Kappen stülpen. Drittens: Spannsehne Richtung Abzug ziehen, bis sie einrastet. Viertens: Sehne auf die Schutzkappen aufsetzen. Fünftens: Finger weg von Wurfarm und Sehnen, akute Verletzungsgefahr!!! Sechstens: Armbrust nach unten richten, Sicherung entriegeln, Leerschuss durchführen. Siebstens: Spannsehne entfernen. Hinweis: ich habe die Sehne durch die Ösen der Spannsehne geführt, das hat bei mir am Besten funktioniert. Hier ist etwas (aber bitte vorsichtiges) Experimentieren angesagt. So, nachdem nun das Red Dot-Visier aufgesetzt wurde, ist das gute Stück einsatzbereit. Beherzigen Sie bei einem Einsatz aber SÄMTLICHE Sicherheitsbestimmungen und Vorschriften. Verstöße können nicht nur teuer werden, sondern Leib und Leben gefährden und den direkten Weg in eine Zelle bedeuten. Dass dort nicht genügend Raum für Schießübungen sein dürfte, ist wohl selbstredend. Eine Schlussfrage: Sind fünf Sterne wirklich gerechtfertigt? Antwort: Die Armbrust und die Zubehörteile sind für den gängigen Kurs spitze. Da gibt es gar nichts zu meckern. Einziger Nachteil aus meiner Sicht: würde auf das Red Dot-Visier, die Schutzbrille, den Tragegurt, den Köcher und die Bolzen verzichtet, könnte der Preis unter hundert Euronen liegen. Das eingesparte Geld könnte dann z.B. in ein gutes Zielfernrohr (für diejenigen, die eine Vergrößerung bevorzugen) investiert werden. Hätte der Käufer also die Wahl der Ausstattung, wären auch 6 Sterne gerechtfertigt. Fazit: Als leistungsstarker Einstieg in den Armbrustsport nicht zu toppen. Als Zweitarmbrust eigentlich zu schade. Die Durchschlagskraft wird auch von wesentlich teureren Modellen oft nicht übertroffen. Präzise, wenn richtig eingeschossen und justiert. Experten haben sogar schon das eine oder andere Turnier mit der Jaguar bestritten. Kaufen! PS: Meine Bilder zeigen die Armbrust mit montiertem Walther-Zielfernrohr. Dadurch bitte nicht irritieren lassen, zum Lieferumfang gehört stattdessen das Red Dot-Visier.
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen
Aufbau in 15 Minuten, 15. März 2013
Modo24 bietet dieses Regal in verschiedenen Versionen an. Dabei kann zwischen folgenden Abmessungen gewählt werden: Breite in cm: 90 100 120 Tiefe in cm: 35 45 50 60 Höhe in cm: 180 200 220 Anzahl Böden: 4 (nur bei 180cm Höhe) 5 (bei allen Höhen) 6 (nur bei 200 und 220cm Höhe) Vorteile: - kein Werkzeug für Zusammenbau nötig - jeder, der einmal im Leben erfolgreich zwei Legosteine zusammengesteckt hat, kann auch dieses Regal aufbauen, es ist nicht wesentlich komplizierter - der Zusammenbau kann bei minimalem Platzangebot erfolgen, selbst in einem Raum, der nur 2cm breiter ist, als das Regal selbst - Tragkraft von 300Kg pro Boden durch jeweils zwei Unterzüge - alle Metallnasen, -ösen und Stanzungen sind sauber verarbeitet - alle Böden sind perfekt zugeschnitten, die HDF-Platten sind nicht gewölbt und liegen eben auf den Auflagen der Traversen - alle Böden sind in die Traversen versenkt und bilden eine Ebene, so dass bei der Befüllung des Regals keine Kanten stören - alle Metallteile sind gerade, nicht verzogen oder in sich verdreht - der Stand ist auf ebenem Untergrund souverän, auch ohne Wandbefestigung (ab einem bestimmten Höhen-/Tiefenverhältnis ist eine zusätzliche Wandmontage aber empfohlen bzw. vorgeschrieben (gewerblich; BG-Regeln "Regale mit einem Höhen- / Tiefenverhältnis ≥ 5 : 1 sind gegen Kippen zu sichern")) - pulverbeschichtet - Regalbodenhöhen frei wählbar Nachteile: - extreme Geruchsbelästigung über 5-7 Tage trotz guter Lüftung (die Beschichtung muss gerade trocken gewesen sein) - die Unterzüge werden nur in die Traversen eingedreht und sind nicht ausreichend gesichert gefühlte Nachteile: - das Metall ist sehr dünn, die Schenkel der Steherwinkel (vertikale Streben) lassen sich mit zwei Fingern problemlos zueinander biegen - die volle Höhe wird erst durch das Zusammenstecken zweier Steher erreicht --- Das Regal ist im Gegensatz zu vielen seiner Art in Nullkommanix aufgebaut, steht sicher und trägt viel. Als Freund grundsolider Materialen wie Eisen und Stahl ist es für mich allerdings schon etwas erstaunlich, dass so dünnes Metall/Blech solche Lasten trägt. Etwas verärgert war ich über die Tatsache, dass die Steher erst zusammengesteckt werden müssen, um überhaupt die volle Höhe zu erreichen. Eine solche Steckverbindung bei tragenden Elementen stellt für mich zumindest eine theoretische Schwach-, ja vielleicht sogar Sollbruchstelle dar, zumal dies in der Produktbeschreibung nicht erwähnt wird. Vier der acht Steher haben Kronenzacken, die in die entsprechenden Ösen der vier übrigen Steher eingreifen. Solange die Bodenunterzüge an ihrem Platz sind, stellen sie tatsächlich eine zusätzliche Stabilisierung dar, die die Tragkraft weiter erhöht. Die Form mag stabilisierend wirken, allerdings ist die Verankerung der Unterzüge mangelhaft. Einfache stabile Traversen, die ebenfalls per Haken und Öse in die langen Traversen eingehängt würden, wären an dieser Stelle eine drastische Verbesserung. Die Geruchsbelästigung war bei meinem Modell zwar extrem, aber dafür langanhaltend. Ich vermute hier eine sehr frühzeitige Auslieferung gerade erst fertigbeschichteter und frisch getrockneter Teile. Eine längere Lagerung der beschichteten Regalteile bei guter Belüftung sollte vor Auslieferung an Kunden dringend in Betracht gezogen werden. Ich hoffe, Sie haben bei Ihrer Bestellung mehr Glück als ich und erwischen ein Regal, dem mehr Zeit zum Ausdünsten gegönnt wurde. Alle Traversen rasten auch sauber und sicher in die Steher ein, es rutscht nichts ungewollt wieder heraus, man wünscht sich auch nicht eine zusätzliche Hand, geschweige denn einen ganzen Helfer. Dadurch, dass keine Verschraubungen gemacht werden müssen, lässt sich das Regal bereits an einer Wand aufbauen. Auch im aufgebauten Zustand gibt es keine Verletzungsgefahr, da alle Teile (von den Bodenunterzügen mal abgesehen) abgerundet sind und keine scharfen Kanten aufweisen. Der Blutspendeausweis wird also weder beim Aufbau noch beim späteren Befüllen des Regals benötigt. --- Aufbautips: Idealerweise setzen Sie erst die Steher (8 Metallwinkel) zusammen und stecken die Plastikkappen als Fuss darunter. Danach setzen Sie bei einem Steherpaar die kurzen Traversen auf der Höhe ein, auf der später die Böden liegen sollen. Beim zweiten Steherpaar verfahren Sie wie oben. Nun können Sie schon ein Steherpaar aufrichten und eine lange Traverse im mittleren/unteren Bereich einhängen. Richten Sie nun das zweite Steherpaar auf und hängen die eingehängte Traverse ebenfalls beim zweiten Steherpaar auf gleicher Höhe ein. Das Regal sollte nun (ohne es festhalten zu müssen) von alleine stehenbleiben. Hängen Sie nun alle weiteren Traversen ein. Wer will nimmt noch einen Gummihammer und schlägt von oben auf die Enden der Traversen, ohne sie dabei einzudrücken. Alternativ kann dazu auch ein normaler Hammer und ein Holzbrettchen genommen werden. Wirklich nötig ist das aber nicht, da sich die Bauteile tatsächlich ohne Kraftaufwand perfekt ineinander fügen lassen. Drehen Sie die Unterzüge in die langen Traversen. Legen Sie die Regalböden ein, so dass sie bündig mit der oberen Kante der Traversen sind (Böden sind versenkt). Rücken Sie das Regal an seinen endgültigen Bestimmungsort, aber Achtung: greifen Sie dabei nicht unter die Traversen, diese könnten sich so wieder lösen! Überprüfen Sie den Stand, nehmen Sie falls nötig eine Befestigung des Regals an der Wand vor. Fertig. Benötigte Zeit: ca. 15 Minuten. Kaltgetränk. Regal einräumen. Zufrieden sein. --- Fazit: Dieses Regalsystem ist zwar nicht günstiger als andere, aber preislich durchaus auf Augenhöhe. Bedenkt man aber die obligatorischen Schnittverletzungen und verlorenen Nerven im Kilobereich, die man bei anderen Regalen gleich mitkauft, ist dieses Regal seinen direkten Konkurrenten weit überlegen. Die Tragkraft ist absolut überzeugend und den mir bekannten anderen Modellen der gleichen Preisklasse überlegen. Die gefühlten Nachteile haben sich als unbegründet erwiesen, lediglich die Geruchsbelästigung und die Art der Unterzüge führen zu einem Stern Abzug. Dennoch ist das Regal für mich voll empfehlenswert, ich würde es anderen Modellen bei weiterem Bedarf jederzeit vorziehen. PS: aufgrund von Nachfragen: ja, das Regal kann bereits an der Wand zusammengebaut werden, da die Traversen von innen und nicht von außen eingehängt werden. Das bedeutet: man muss nicht HINTER oder NEBEN das Regal, um von dort Traversen einzusetzen. Man kann also alles zusammenstecken, in dem man VOR dem Regal steht. Ist besonders erwähnenswert, wenn nur sehr wenig Platz für die Montage zur Verfügung steht. Ein kleiner Tip zum Schluss: Spanplatten haben - sofern nicht für Feuchträume ausgelegt - den entscheidenden Nachteil, Flüssigkeiten aufzusaugen, aufzuquellen und dadurch bröselig zu werden. Im Allgemeinen hat sich bewährt, diese Platten mit Klar- oder Bootslack zu versiegeln. Auch Regalböden können davon sehr profitieren, vor allem, da hier damit zu rechnen ist, dass mal Flüssigkeiten austreten können. Das ist zwar ein zusätzlicher Arbeitsschritt, der die Langlebigkeit Ihres neuen Regals wesentlich verlängern kann.
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3 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
1.0 von 5 Sternen
wenn sie "brennt" kann das wörtlich genommen werden, 13. März 2013
Leider habe ich beim Lesen der 1-Stern-Rezensionen mal wieder gedacht "Na, mich wird es schon nicht treffen..." Doch es bestätigte sich genau das, was auch schon Nicole beschrieb: nach wenigen Betriebsminuten mit mehr als mäßiger Schwazlichausbeute, knackte es, es qualmte und stank stark verschmort. Also ganz schnell den Netzstecker gezogen (hätte ich auch gemacht, selbst wenn das Ding über einen Schalter verfügen würde). Kurze Sichtkontrolle, als sich der Qualm verzog: die Röhre war intakt, Rauch und Gestank kamen direkt aus dem "Minimalgehäuse". Über zig Jahre hatte ich mit Leuchtstoffröhren zu tun und habe es auch heute noch, wenn auch in geringerem Ausmaß als früher. Im Laufe der Zeit haben auch manche Starter und Röhren das Zeitige gesegnet, aber ein derartiges Abrauchen im wahrsten Sinne des Wortes ist mir in all den Jahren nicht untergekommen. Ich kann nicht beurteilen, ob das Schmoren unter Strom aufgehört hätte, weitergegangen, oder ob daraus ein Brand entstanden wäre. Ausschließen möchte ich letzteres jedenfalls nicht. Besonders besorgniserregend daran ist für mich die Tatsache, dass die Lampe in einem Jugendzimmer angebracht werden sollte. Dass da nach Benutzung gerne mal vergessen wird, einen Stecker zu ziehen, sollte ein weitverbreitetes Phänomen sein. Sollte diese Lampe, die sicher nicht der professionellen Bühnenbeleuchtung zuzuordnen ist, aber tatsächlich in Clubs oder Tanztempeln installiert sein, kann man nur hoffen, dass sie so angebracht sind, dass eine schnelle Notabschaltung erfolgen kann und keine leicht entflammbaren Materialien in unmittelbarer Nähe angebracht sind. Aufgrund des sehr geringen Schwarzlichtanteils möchte ich aber mal einen geringen Betrag wetten, dass kein gewerblicher Betreiber auf diese Lampe zurückgreifen wird. Von einer Ersatzlieferung habe ich abgesehen, da mir das Risiko einfach zu groß ist, für ein mangelhaft zusammengeklemptnertes Produkt den Dachstuhl oder das Leben zu riskieren. Positiv: - sie kam schnell an (wobei die Liefergeschwindigkeit keine Eigenschaft des Produkts ist, aber sonst stände hier tatsächlich nichts) Negativ: - sie war noch schneller defekt - solange sie funktioniert, ist der Schwarzlichtanteil sehr gering - wenn sie "brennt" kann das wörtlich genommen werden und eventuell fatale Folgen haben
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