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Rezensionen verfasst von
Marco

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Logitech TouchPad schnurlos schwarz
Logitech TouchPad schnurlos schwarz
Wird angeboten von LifeStyle4All
Preis: EUR 14,90

1 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Macht was es soll, 17. Oktober 2011
Die zwei- und dreifinger Gesten funktionieren einwandfrei, die vierfinger Gesten haken manchmal, ist aber auch nicht wirklich wichtig. Schön wäre ein pinch-to-zoom. Beim Tippen auf dem Touchpad hört man die Batterie im Fach ein wenig klackern. Das ist eigentlich nicht weiter schlimm, muss aber auch nicht sein. Ansonsten erscheint das Touchpad aber recht solide.
Die größe ist angenehm, jedoch könnte die Berührungsempfindliche Fläche etwas größer sein. So ist das Touchpad zwar 13cm breit und 10cm hoch (zieht man die Tasten am unteren Ende ab), aber nur 9,5cm bzw. 7cm sind überhaupt berührungsempfindlich.

Das arbeiten geht recht leicht von der Hand und man gewöhnt sich recht schnell dran (vor allem, wenn man ein Multitouchpad z.B. beim Laptop gewohnt ist)


District 9
District 9
DVD ~ Sharlto Copley
Preis: EUR 4,99

5 von 11 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen Leider unschöne Klischees bedient, 1. September 2010
Rezension bezieht sich auf: District 9 (DVD)
Schade, fast hätte mir der Film echt gefallen.
Die Idee ist großartig und der Dokumentarfilm-Stil ist mal was neues. Der Film ist, wie sagt man so schön, eigentlich gut gemacht und vermag es Spannung aufzubauen, den Zuschauer einzubeziehen.
Auch der Ort des Geschehens, Johannesburg, ist gut gewählt - endlich mal nicht New York, Chicago oder ähnliches.
Da hört es aber auch schon auf, denn leider bedient District 9 rassistische Klischees:
Sämtliche Hauptfiguren sind Weiß (obwohl der Film in Johannesburg spielt). Die einzigen Schwarzen sind kannibalistische, äußerst gewalttätige Gangster. Was soll das? Dieser Film, der eine wunderbare Parabell auf die Arpartheit bzw. generell auf den Umgang mit unliebsamen Gruppen sein könnte vermittelt ein beinahe mittelalterliches Bild und die meisten Zuschauer bemerken es wahrscheinlich gar nicht erst.
Wirklich Schade...


Omega Minor: Roman
Omega Minor: Roman
von Paul Verhaeghen
  Gebundene Ausgabe

14 von 15 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Seltsam, anders, gut, 1. Juni 2007
Rezension bezieht sich auf: Omega Minor: Roman (Gebundene Ausgabe)
Ein alter Mann erzählt einem jungen Psychologen eine Geschichte, seine Geschichte, seine Lebensgeschichte. Wie er, Jude, die Zeit des Nationalsozialismusses übrlebt hat. Was er durchgemacht hat, was er erleiden musste.

Ein alter Physiker und Nobelpreisträger, der während des Nationalsozialismusses in die USA flüchtete liebt eine junge italienische Physikerin die auf der Suche nach dunkle Materie und der Zukunft des Universums ist.

Ein alter Mann rekrutiert eine Gruppe grobschlächtiger, einfältiger Neonazis.

Und all das in Berlin, kurz nach der Wende. Natürlich hängt alles irgendwie zusammen

Aber um was geht es eigentlich? Es geht um Liebe. In all ihren Formen und Ausformungen. Es geht um Verrat. Um Glauben. Um Kompromisslosigkeit. Um Erkenntnisse. Um den Sinn, der sich hinter all unserem Tun und Schaffen Verbirgt. Wenn es diesen Sinn dennn überhaupt gibt.

Aber um was geht es wirklich?

Paul Andermanns, Psychologe bekommt eine Stelle als Postdoc in Potsdam. Dort verliebt er sich in Donatella. Die hält sich aber bedeckt und spielt scheinbar ein bisschen mit ihm. Im Krankenhaus lernt er Josef de Heer kennen. Der erzählt ihm von seinem Leben als jüdischer Junge im Berlin der 30er Jahre. Nach der Entlassung aus dem Krankenhaus erklärt Paul sich bereit sich de Heers Lebensgeschichte anzuhören und aufzuschreiben.

Goldfarb ist ein rennomierter Wissenschaftler. Wir erfahren auszugsweise auch seine Lebensgeschichte. Wie seine Mutter, Jüdin und Kommunistin vor den Nazis in die USA flieht. Was ihn dazu bewegt Physik zu studieren, und was ihn nach New Mexico verschlägt.

Die Rahmenhandlung ist das, was Paul in Potsdam widerfährt. Das ist allerdings der kleinste Teil. Der Großteil des Buches besteht aber aus der Geschichte de Heers und der Goldfarbs. Die anfangs noch sehr weit auseinanderliegenden Erzählfäden verflechten sich erst spät. Erst nach fast 150 Seiten hat man langsam eine Idee, um was es gehen könnte. Nach 400 Seiten ist die Idee schon ausgereifter, aber noch nicht befriedigend. Nach etwa 700 Seiten hat sich die Idee zu einer Ahnung entwickelt. Man glaubt zu wissen was auf den letzten 250 Seiten geschehen könnte. Etwa 100 Seiten später hat sich alles geändert. Die vorher so schöne Ahnung, die ja fast schon Gewissheit war pulverisiert sich plötzlich. Allerdings steigt Phönixartig schon eine neue Idee auf, eine neue Ahnung. Die Erzählfäden sind aufs dichteste miteinander verschlungen. Schließlich, nach 955 Seiten ist das Buch am Ende angelangt. Jetzt versteht man wirklich. Jetzt kann man auch sagen um was es wirklich in dem Buch gegangen ist.

Das Ende des Buches ist total überraschend, es schlägt ein wie eine Bombe, scheint übertrieben, unlogisch. Aber es passt. Das Ende muss (wenn man das Buch in seiner Gesamtheit betrachtet) so kommen.

Der Schreibstil ist anfangs etwas gewöhnungsbedürftig. Teilweise schreibt Verhaeghen erst was passiert, dann wie es dazu kam, um dann wieder darauf zurückzukommen was passiert. Ein Kapitel enthält mindestens 2 Storys (meißt eine in der Gegenwart, eine in der Vergangenheit). Der Wechsel zwischen den beiden Geschichten macht sich nur dadurch deutlich, dass die Absätze mit einem Stern * getrennt sind. Und, aber auch nicht immer, im Wechsel des Erzählstils, bzw. der Erzählperspektive. Das kann mitunter durchaus verwirren. Dieses Buch will aufmerksam gelesen werden. Nichts für zwischendurch. Hier ist Konzentration gefragt. Aber auch Allgemeinwissen. Um manche Hintergründe muss man Kenntnis haben um zu verstehen, um was es geht.

Die Geschichte ist in vier Teile eingeteilt. Tamas, Rajas, Sattva (den drei Gunas der indischen Philosophie) und Om.

Das Buch besitzt ein Inhaltsverzeichnis. In diesem sind jeweils kurze Inhaltsangaben der einzelnen Kapitel. Natürlich sollte man sich diese nicht vorher durchlesen, auch wenn sie nicht allzuviel verraten. Da ein Kapitel aber mitunter auch um die 100 Seiten umfasst, erfährt man schnell zuviel über den weiteren Verlauf. Nachdem man das Buch oder das entsprechende Kapitel gelesen hat, kann es aber durchaus hilfreich sein nochmal in ein paar Sätzen den wesentlichen Inhalt zu erfahren.

In der Geschichte gibt es immer wieder erotische Szenen. Verhaehgen beschreibt diese sehr Detailgetreu (beinahe etwas pornografisch), oft etwas Ironisch. Er selbst hat in einem Interview gesagt: "Aber wie viele Europäer habe ich das doppelbödige Bedürfnis, eine Ideengeschichte zu schreiben, die sich mit einer großen Portion Ironie und Erotik »verkleiden« lässt".

Verhaeghen sagt zur Thematik des Buches unter anderem: "Die Hauptfrage für mich war: »Wie vereinbaren Menschen das Persönliche mit dem Historischen? Welche Art von Entscheidungen treffen sie bzw. treffen sie überhaupt Entscheidungen? Was ist historische Kurzsichtigkeit? Wie bekämpft man den wachsenden Zynismus um sich herum und in sich selbst bzw. tut man es überhaupt?«"

Wenn ich das Buch in zwei Wörtern zusammenfasse, dann lauten diese: Liebe und Menschsein. Das klingt sehr hochgestochen, darauf kommt man aber erst dann, wenn das Buch gelesen ist.

Es ist keineswegs ein Liebesroman. Es geht eher um Authenzität. Ich denke dieses Buch schafft es zu erschüttern und aufzuhorchen.


Dracula (Puffin Classics)
Dracula (Puffin Classics)
von Bram Stoker
  Taschenbuch

4 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Der Urvater der modernen Vampirmythen, 23. Februar 2007
Rezension bezieht sich auf: Dracula (Puffin Classics) (Taschenbuch)
Worum es geht hat man zumindest teilweise schonmal irgendwo aufgeschnappt, und deshalb beinhaltet der Plot keine allzugroßen Überraschungen. Muss er auch nicht.

Jonathan Harker reist nach Transylvanien um einem gewissen Graf Dracula ein Haus in London zu verkaufen. Auf seinem Weg dorthin reagieren alle seltsam, wenn er das Gespräch auf sein Reiseziel bringt. Schlussendlich erhält er sogar ein kleines Kruzifix, was er allerdings nur aus Höflichkeit trägt.

Im Schloss des Grafen angekommen fällt ihm auf das der alte Graf (der übrigens einen Bart trägt) scheinbar keine Angestellten hat, tagsüber irgendwie ständig was erledigen muss, und nie mit ihm isst. Außerdem ist ihm untersagt ein bestimmtes Zimmer zu betreten und er wird nach ein paar Tagen gezwungen noch ein, zwei Monate länger zu bleiben. Beim Rasieren ist er leicht verwirrt, als der Graf plötzlich hinter ihm steht, wo er ihn doch eigentlich im Spiegel hätte sehen müssen. Außerdem reagiert der Graf irgendwie seltsam lüsternd als Jonathan sich vor Schreck dabei schneidet und schreckt dabei umso heftiger vor dessen Kruzifix zurück, das noch immer um seinen Hals baumelt.

Nach einigen weiteren Erlebnissen, die ihn mehr und mehr denken lassen, er bilde sich alles nur ein (u.a. drei unheimliche Bräute die ihn fast gebissen hätten und der Graf, der wie eine Echse die Schlossmauer hoch und runter krabbelt), kehrt sich die Geschichte vorerst von ihm ab und beleuchtet andere Ereignisse in London und Umgebung:

Eine gute Freundin von Jonathans Frau Mina: Lucy, befällt eine seltsame Krankheit, die mit starkem, mysteriösem Blutverlust einhergeht. Vom behandelnem Arzt wird bald der Holländer Abraham van Hellsing konsultiert, da dieser ein Spezialist auf so ziemlich allen Gebieten ist und man sich von ihm Hilfe und Aufklärung erhofft.

Van Helsing hat scheinbar sehr schnell eine Theorie, scheint sich dieser aber nicht sicher und erzählt auch bis zu Lucys Pfählung niemandem davon...

Ich will nicht allzuviel verraten. Natürlich geht das Buch noch weiter, denn immerhin hat der gute (A)Bra(ha)m über 500 Seiten gefüllt.

Der Roman ist in Form von Tagebucheinträgen, Briefen und Zeitungsausschnitten geschrieben. Erlich gesagt hat mich diese Erzählform ein bisschen davon abgehalten Dracula zu lesen, doch im Nachhinein muss ich sagen, dass gerade diese Form eine sehr spezielle Stimmung schafft. Gerade weil man nie mehr weiß als die Protagonisten und van Helsing erst gegen Ende der Geschichte anfängt Berichte zu schreiben.

Ein paar Dinge waren mir (wider Erwarten) neu. Zum einen, dass Dracula einen Schnäuzer hat (is nur ne Kleinigkeit, ich weiß, doch bisher war er, mein ich, immer glattrasiert) und zum anderen, dass er sich auch Tagsüber bewegen kann und ihm Sonnenlicht nicht viel ausmacht, außer dass seine Macht geringer ist (er kann sich z.B. nicht in eine Fledermaus oder einen Wolf verwandeln).

Das Buch ist wirklich gut. Und es ist interessant zu sehen, wie das Original war, und was 100 Jahre Grusel und Horror daraus gemacht haben.

Ein schöner Vergleich:

Der Stocker Dracula ist nicht viel mehr als ein Tier (wenn auch intelligent) auf der Suche nach Macht, Eroberung, Verbreitung der eigenen Art.

Moderne Vampire sind fast schon wieder Menschen mit einem fast bemitleidenswertem Schicksal (vergl. Interview mit einem Vampir oder die Verfilmung von F. F. Coppola) und können sogar lieben.

Was mich ein wenig stört, ist van Hellsing. Irgendwie scheint der Kerl hyperintelligent, ist jedermanns Freund und ein übertriebener Gentleman, der eigentlich ständig sagt, wie toll Frauen doch sind und wie gut er doch mit allen (zum Team gehörenen) befreundet ist. Fast ein wenig schleimig. Ich glaube er spricht fast niemanden an ohne zu sagen "My very dear/beloved friend" oder so in der Art.

Das Ende, der Showdown ist mit den letzten 2 Seiten auch ein wenig kurz geraten.

Aber letzlich ging es Stocker wohl mehr um Werte wie Freundschaft und Aufopferungsbereitschaft.

Actionfans werden weniger Spaß haben, denn Dracula taucht nur selten persönlich auf und selbst dann für heutige Aspekte eher unspektakulär.

Dracula im englischen Original zu lesen, ist einfach als ich erwartet hatte. Inzwischen hat das Buch zwar schon über 100 Jahre auf dem Buckel, aber wer keine Probleme bei moderner englischer Literatur hat, der versteht auch Dracula problemlos.


Der Historiker: Roman
Der Historiker: Roman
von Elizabeth Kostova
  Taschenbuch
Preis: EUR 14,95

1 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Dracula für Bücherjäger, 23. Februar 2007
Rezension bezieht sich auf: Der Historiker: Roman (Taschenbuch)
Eine Verfolgungsjagt quer durch Europa in den 1930ern 1950ern und 1970ern. Zu finden gilt es Vlad Tepes, den Pfähler, Dracula.

Der Vater der Ich-Erzählerin (Paul) findet/erhält ein seltsames Buch als er gerade dabei ist seine Dissertation (er ist Historiker) zu schreiben. Das Buch scheint sehr alt und ist bis auf einen gedruckten Drachen in der Mitte komplett leer. Der Drache füllt die Seite komplett aus und unter ihm steht "Dracula".

Das veranlasst ihn dazu mehr über Dracula herauszufinden. Viel gibt es in der Bibliothek seiner Uni nicht zu dem Thema und so entscheidet er sich seinen Doktorvater zu befragen. Wie sich herausstellt besitzt dieser ebenso ein Buch...

Durch Umstände, die ich aus Spoliertechnischen Gründen nicht näher erläutern will, macht sich Paul auf eine Reise durch Osteuropa. Auf Grund der Wirrungen des Kalten Krieges stellt sich das nicht immer als einfach heraus. Auf seiner Reise findet er immer mehr Informationen zu Dracula, der scheinbar nicht Tod ist...Doch die Zeit drängt, er muss den Fürsten oder zumindest dessen Grab finden...

Etwa 20 Jahre später erzählt er diese Geschichte seiner Tochter, die begierig ist zu erfahren was damals passierte. Paul ist inzwischen Diplomat und alleinerziehnder Vater und lebt in Amsterdam. Die Mutter seiner Tochter ist seit über 10 Jahren tot. Da seine Tochter (die Ich-Erzählerin) darauf besteht auf seinen diplomatischen Reisen dabeizusein, verbindet Paul das reisen und erzählen seiner Geschichte miteinander.

Es vergehen etwa zwei, drei Jahre (Paul hat die Geschichte noch lange nicht beendet, da er es nur schafft sie stückweise auf ihren Reisen erzählen), bis wieder etwas passiert, das nun seine Tochter dazu veranlasst sich ebenfalls auf sie Reise zu machen...

Es ist schwierig eine Inhaltsangabe dieses Buches zu geben ohne allzuviel zu verraten. Das ist der Grund, aus dem ich sehr, sehr oberflächlich geblieben bin. Das Buch ist auf eine seltsame und subtile Art spannend, würde ich mehr verraten, als ich getan habe, würde ich diese Spannung zerstören.

Wie schon gesagt, gibt es eine Ich-Erzählerin. Diese hat allerdings wenig zu sagen, denn ganz ähnlich wie Bram Stockers Dracula, wird die Geschichte hauptsächlich durch Erzählungen und Briefe vorangetrieben, auch wenn einige diese Briefe letztlich so stark zusammenhängen, dass sie fast schon nicht mehr als solche zu erkennen sind.

Im großen und ganzen soll das Buch zeigen wie wichtig die Vergangenheit (für uns in der Gegenwart) ist.

Es ist kein Dracula-Jagd-Buch, das vor blutrünstigkeit nur so trieft. Es ist eine intelligente Jagd, die sich hauptsächlich auf Bücher und alte Dokumente stützt. Viele Charaktere bezeichnen sich selbst als Bibliophil.

Das Ende ist leider etwas unspäktakulär und passt nicht so ganz zum Rest der langen Suche. Passt aber zum Original von Stocker (auf den sich im Buch ab und zu bezogen wird), das Ende war auch eher fad und plötzlich.

Fazit:

Ein wirklich schönes Buch mit etwas über 800 Seiten, die schnell gelesen sind. Meinen Respekt verdient die Autorin, da sie angeblich zehn Jahre an diesem Buch gearbeitet hat.

...interessanterweise, ist nirgens ein Hinweis, dass das Buch fiction ist, und das Vorwort will auch nahelegen, dass es die Lebensgeschichte der Autorin ist...;-)


A Clockwork Orange (Penguin Modern Classics)
A Clockwork Orange (Penguin Modern Classics)
von Anthony Burgess
  Taschenbuch
Preis: EUR 7,70

5 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Auch heute noch lesenswert, 23. Februar 2007
Nachdem ich mich gewagt hatte diesen "Klassiker" zu kaufen und angefangen hatte zu lesen. Habe ich mir etwa zwei Kapitel weiter dann doch (wenn auch murrend) eine kleine Liste mit Übersetzungen von Nadsat ins Englische ausgedruckt und nochmal von vorne angefangen. Spätestens im 3. Teil habe ich sie dann aber nie wieder benutzt.

Vieles lässt sich aus dem Zusammenhang erkennen, und soviel Wörter, dass man jedes nicht mindestens schon ein paar Mal gelesen hätte, sind es dann doch nicht, außerdem werden ein paar gleich im Text übersetzt.

Es ist nicht so, das man das Buch ohne Übersetzungsliste nicht verstehen würde, es macht die ganze Sache aber ungleich anstrengender. Im großen und ganzen hatte ich verstanden, um was es in den ersten beiden Kapiteln ging, was fehlten waren die Details.

Ich bin definitiv zu Jung, um den Film oder den Hype in den 70ern mitgekriegt zu haben, das war vor meiner Zeit. Somit war das Thema Clockwork Orange relativ neu und jungfreulich für mich.

Deshalb will ich kurz noch mal auf den Inhalt eingehen:

Alex und seine Droogs (Nadsat für Freunde) sind alle im besten Alter (etwa 15) für rebellierende, pubertäre Jugendliche. Während sie tagsüber eher unauffällig sind (eben ganz normal), tragen sie nachts ihre "dunkle Seite" zur Schau:

Zuerst gibt’s 'ne Milch mit verschiedensten chemischen Drogen, dann geht’s auf die Straße und dort werden wahllos Leute verprügelt, vergewaltigt, ausgeraubt und was sonst noch in das Schema passt. Just for fun erschleichen sie sich z.B. Zutritt zu fremden Häusern, schlagen den Hausherren halb Tod und lassen ihn dabei zusehen, wie sie nach einander seine Frau vergewaltigen. Ultra-Violence nennt Alex das und hat auf jedenfall seinen Spaß dabei.

Alex ist der Ich-Erzähler und erzählt seinen werten Zuhörern, was er so erlebt hat, wie er von der Polizei geschnappt wird, und wie er nach ein paar Jahren Knast die erste offizielle Testperson der Ludovico-Technik ist: Gehirnwäsche durch Konditionierung um aus ihm einen gesetzestreuen Bürger zu machen, der Gewalt in jeder erdenklichen Art und Weise nicht ertragen kann.

Ich will nochmal kurz auf die Jugendsprache, Nadsat, eingehen.

Sie hat zur Folge, dass die beschriebene Jugendkultur authentischer wirkt, aber auch, dass man gezwungen ist wesentlich aufmerksamer zu lesen, außerdem verharmlost sie die Gewalt(beschreibungen) drastisch. Man weiß zwar was das entsprechende Wort bedeuten soll, hat aber noch lange nicht die gleichen Assoziationen:

"Tolchock the starry veck in his keeshkas till the krovvy comes out."

klingt lange nicht so brutal wie:

"Hit the old man in his guts till the blood comes out."

Selbst wenn man weiß, was der Satz bedeuten soll.

Burgess sieht diese Verharmlosung aber sicherlich als essentielles Stilmittel an.


Kein Titel verfügbar

1 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
1.0 von 5 Sternen Unerwartet schlechter als die Buchvorlage, 23. Februar 2007
Ich weiß ehrlich nicht mehr was ich mir von dem Film erwartet hatte...ich glaube ich hatte gehofft, dass er besser ist als das Buch. Wie naiv. Wie kann ein Film besser sein als ein schlechtes Buch? Wo Filme doch für gewöhnlich immer schlechter sind als Bücher...

Ich finde das Buch - vereinfacht ausgedrückt - sehr schlecht (im Gegensatz zu den anderen Hannibal Teilen) und den Film noch schlechter. Höchstwahrscheinlich liegt das an der Story bzw. der Art, wie sie umgesetzt wurde (wie schon im Buch), denn die schauspielerische Leistung des Hannibal-Darstellers (dessen Name mir entfallen ist) ist durchaus gut und glaubhaft.

Im Großen und Ganzen ist der Film aber schon nahe am Buch.

Zwar wurde einiges:

Komplett weggelassen:

z.B.

- Hannibals Privatlehrer (der glaube ich sehr wichtig ist)

- Sein Onkel

- Die Dienerin von Lady Murasaki

stark verändert:

z.B.

- Der Tod seiner Eltern

- Die (im Film) Flucht aus dem Waisenhaus

oder stark gekürzt:

z.B.

- Seine komplette Kindheit bis zum Tod seiner Schwester (die schon im Buch eher kurz ist)

- Die Beziehung zu Lady Murasaki

aber letztlich bleibt es eigentlich stimmig.

Ich hatte mir ja erhofft, dass der Film die Stimmung der Geschichte besser rüber bringt als das Buch, aber wie gesagt, habe ich wohl zu viel erwartet.

Also:

Wem das Buch gefällt, dem wird evtl. auch der Film gefallen.

Wem das Buch nicht gefällt, dem wird der Film noch weniger gefallen.

Wer das Buch nicht kennt, hat nichts verpasst, und brauch sich den Film ebenfalls nicht antun.


Hannibal Rising
Hannibal Rising
von Thomas Harris
  Gebundene Ausgabe
Preis: EUR 19,95

1.0 von 5 Sternen Zu viel erwartet, 29. Dezember 2006
Rezension bezieht sich auf: Hannibal Rising (Gebundene Ausgabe)
Hannibal Rising. Das hoffentlich letzte Buch aus der Hannibal-Reihe von Thomas Harris ist ein Prequel der vorigen Bücher und will Hannibals Kindheit und Jugend erzählen, und zeigen wie er zu dem wurde was er ist.

Ich hatte hohe Erwartungen an dieses Buch, die sich leider überhaupt nicht bewahrheitet haben.

Seit dem bis dahin letzten Buch der Reihe: "Hannibal", war klar, dass Hannibals Familie im 2. WK umkam, und seine Schwester (und beinahe er) Kannibalen zum Opfer fiel, die versuchten den harten Winter zu überstehen. Somit war der Ausgang des ersten Teils des Buches so zu erwarten, und eigentlich war auch von vornerein klar, dass genau der verlust seiner Schwester Hannibal zu einer Bestie machte.

Schade nur, dass diese eigentlich sehr wichtige Vorgeschichte in Hannibal Rising nur sehr wenig Platz findet, und auf noch nichtmal 100 Seiten abgehakt wird.

Action. Spannung. Aber keine Hintergründe.

Hanniball rast im Eiltempo durch das Buch und mordet so schnell es eben geht. Keine Zeit um ein paar mehr Hintergründe zu erläutern oder Hannibal besser zu charakterisieren.

Die Figuren sind alle eher lieblos gezeichnet. Ich kann mich z.B. nicht mehr an ihr Aussehen erinnern. Bleibt die Frage ob Harris das Aussehen der Figuren überhaupt beschrieben hat...

Die Story ist ja da, nur geht es schlag auf schlag. Wie mit einem Vorschlaghammer werden die Ereignisse in die Geschichte geschmettert so das kaum Zeit zum verschnaufen bleibt. Weder für die Protagonisten noch für den Leser. Und wo ich gerade bei Werkzeugmetaphern bin: Wie mit einer Schraubzwinge werden diese Ereignisse dann möglichst komprimiert um sie in das viel zu kurze Buch zu einzupassen.

Bei dem was alles vorfällt, hätte Harris über das doppelte an Seiten schreiben können ohne zu langweilen.

Und was ist mit Hannibals Psyche? Was geht überhaupt in ihm vor?

Harris geht nie wirklich darauf ein. Es gibt höchstens Andeutungen. Aber eigentlich bleibt dem Leser verschlossen, warum Hannibal denn nun wirklich Menschen tötet und isst. Wie gesagt, es gibt Andeutungen wie Liebe und Rache. Aber ich weiß nicht ob das reicht um ihn als den intelligenten, kaltblütigen Mörder darzustellen, der er sein soll. Das alles, der wirkliche Hintergrund Hannibals Taten bleibt im Dunkeln.

Natürlich ist die Geschichte Spannend, und langweilt nicht. Aber irgendwie hat man so das Gefühl, dass da noch was kommen müsste, dass da eigentlich viel mehr ist.

Spannung ist eben nicht alles.

Das gesamte Buch kommt daher, als wenn Harris das Geld ausgegangen wäre und er sich noch mal eben schnell Hannibals Vorgeschichte ausgedacht hätte, um sie gleich doppelt - als Buch und als Film - zu vermarkten. Das Buch scheint lieblos und oberflächlich und ist mit seinen etwa 350 Seiten definitiv zu kurz (was hätte er nicht noch alles besser, detailreicher gestalten und erläutern/erklären können).

Irgendwie habe ich Angst, dass es nicht das letzte Buch über Hannibal ist. Aber ich hoffe es. Es sei den, Harris dreht sich um 180° und schafft es die Action in etwas mehr Story zu verpacken und das ganze mit Hintergrund zu ummanteln.


Usadsb
Usadsb
Wird angeboten von mario-mariani
Preis: EUR 39,90

5 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Rock auf dänisch, 20. November 2005
Rezension bezieht sich auf: Usadsb (Audio CD)
Man sollte ja eigentlich keine Vergleiche anstellen, aber als ich zum ersten mal A Wannabe Darth Vader hörte, fiel mir irgendwie Franz Ferdinand ein.
Das komplette Album hat allerdings etwas weniger mit den Engländern zu tun und hat seinen ganz eigenen Stil.
Ich habe eigentlich immer ein bisschen Angst vor Keyboard und ähnlichen Instrumenten in Rocksongs, doch Nephew haben das Keyboard wunderbar eingefügt. Es passt einfach. Und es überlagert auch nicht alles andere, so wie der ein oder andere behaupten mag.
Movie Klip, Milk & Wine, Worst / Best Case Scenario, Blå & Black und A Wannabe Darth Vader sind meine Lieblinge.
Der Gesang:
Ja, dänisch. Mit ein wenig englisch. Man versteht nicht allzuviel, das mitsingen bereitet Schwierigkeiten, aber: So what! Mit 10 Jahren habe ich auch kaum ein Wort englisch verstanden und wievielen älteren Menschen geht es ähnlich? Aber die Musik gefällt ja trotzdem, da ist der Text fast nebensächlich (und wenn man sich mal Übersetzungen von z. B. A Wannabe Darth Vader ansieht ist der Text wohl nicht sooo wichtig).
Also: Ein gelungenes Album, mit abwechslungsreichem Sound. Mal rockig mal weniger. Es macht Spaß zu hören.


Die zwölf Geschorenen: Roman
Die zwölf Geschorenen: Roman
von Douglas Lindsay
  Taschenbuch

4 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen Wo ist all der Witz?, 9. Oktober 2005
Rezension bezieht sich auf: Die zwölf Geschorenen: Roman (Taschenbuch)
Für mich ist dieses Buch eines der schlechtesten aus der Barney Thomson Reihe. Der fünfte Band passte ja schon nicht allzu gut in das Schema der vorhergegangenen Bände 1-4, aber das sechste, bleibt sogar hinter dem fünften zurück. Nachdem ich auf Verbesserung gehofft hatte, wurde ich leider enttäuscht und hoffe, dass dieses das letzte Band der Reihe war. Es sei denn Lindsay gelingt es wirklich zu seinem alten Humor zurückzufinden.
Leider fehlt sämtliche Komik, sämtlicher Witz und Sarkasmus der Vorgänger. Nur wenig bleibt von Lindsays ursprünglichem rabenschawarzen Humors.
Barney ist in der Midlife Crisis und siniert ständig über sein Leben und der schlechtigkeit darin. Er ist müde geworden und wünscht sich nichts sehnlicher als einen kleinen Friseursalon auf einer kleinen Insel. Seine Vergangenheit holt ihn leider nur geringfügig ein.
Das Buch hat zwar eine gewisse Spannung und es gibt die ein oder andere amüsante Stelle, alles in allem wird es den vorhergegangen Geschichten aber nicht gerecht. In keinster Weise.
Und so komisch es auch klingen mag, aber es gibt nur einen einzigen Toten, und der stirbt auch noch durch einen (zumindest etwas lustigen) Unfall am Anfang des Buches.
Ich will nicht sagen: Schade um das Geld, aber schade um Barney Thomson.
2 Sterne, weil ich es nicht über Herz bringe, dem Buch nur einen zu geben...


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