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Rezensionen verfasst von
Spider "SpiderWeb" (Tief im Odenwald)

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What We Did On Our Holidays
What We Did On Our Holidays
Preis: EUR 10,99

1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Auf diesem Album muß "Gott" mitgespielt haben !!!, 5. Januar 2014
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: What We Did On Our Holidays (Audio CD)
Nach dem Debut von "Fairport Convention", das musikalisch mehr dem amerikanischen Folk zugewandt war, erscheint im Januar 1969 ihr zweites Album "What We Did On Our Holidays". Die Aufnahmen fanden zwischen Juni und Oktober 1968 statt.
Nachdem die Sängerin "Judy Dyble" die Band verlassen hatte suchte man nach einem Ersatz. Schließlich stieß man dann auf "Sandy Denny" die bei der Suche mit ihrer glasklaren Stimme hervorstach. "Simon Nicol" (Guitars) erklärte dies einmal mit den Worten...Sandy stach wie ein sauberes Glas in einem Becken voller schmutzigem Geschirr hervor.
"What We Did On Our Holidays" entspricht musikalisch mehr dem britischen Folk/ Folk Rock. Neben traditonellen und meisterhaft umgesetzten Folk Klassikern wie "She Moves Through the Fair" und "Nottamun Town" sind neben den überwiegenden eigenen Kompositionen auch eine Coverversion von "Bob Dylan" ("I'll Keep It With Mine") und "Joni Mitchell" ("Eastern Rain") enthalten, deren "FC" ihren eigenen Stempel aufdrücken.
Mit den eigenen Kompositionen "Fotheringay" , "Meet On The Ledge" oder auch "Book Song" sind auf diesem Album mit die besten Songs von "Fairport Convention" vorzufinden.
Die geniale und düstere Hymne "The Lord Is In This Place...How Dreadful Is This Place" (aufgenommen in der St. Peter's Church, Westbourne Grove, West London, und neben der leichten Instrumentierung von "Sandy Denny" nur noch mit einem emotionalen mmhhh...mmmmhhhh...mmhhh begleitet) strahlt eine ungeheuere und nicht beschreibliche Atmosphäre aus. Zugrunde liegt diesem Stück das Spirituelle "Dark Was the Night, Cold Was the Ground" , einem Gospel-Blues von "Blind Willie Johnson" aus dem Jahre 1927.

Auf "What We Did On Our Holidays" lässt sich im Grunde kein Song hervorheben. Die Songs dieses Albums sind ein Gesamtkunstwerk mit einer extrem gut harmonierenden Band. Hier wurden ein dutzend Songs mit derart harmonischen und wunderschönen Melodiebögen zelebriert das einem auch nach 44 Jahren noch die Spucke wegbleibt und davor niederknien möchte. Das Album zu hören entspricht nicht dem normalen hören, oder den heutigen Hörgewohnheiten, sondern entspricht eher dem was ich eine "Heilige Messe" nennen würde. Hier hat der Liebe Gott wohl ein Instrument mitgespielt. ;-)
Prädikat: Besonders Wertvoll


Rising for the Moon (Remastered)
Rising for the Moon (Remastered)
Preis: EUR 10,99

3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Das letzte Album mit "Sandy Denny", 29. Dezember 2013
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Rising for the Moon (Remastered) (Audio CD)
Nach den Alben "What We Did In Our Holidays", "Unhalfbricking" und "Liege And Lief" die heute zu den Meisterwerken des Folk - Rock/ Pop Genre zählen, erschien im Sommer 1975 das Album "Rising For The Moon".
"Sandy Denny" die einen großen Teil der "Vocals" schon auf den 3 genannten Alben bestritten hatte, kehrte für "Rising For The Moon" zu "Fairport Convention" zurück. Nicht nur, dass Sie wieder den größten Teil der "Vocals" übernahm, so hatte Sie auch noch 5 der insgesamt 11 Kompositionen für dieses Album in der Tasche. An 2 weiteren Kompositionen war Sie maßgeblich mit beteiligt.
Waren einzelne Songs der ersten Alben mit "Sandy Denny" in gewissen Momenten auch mal etwas sperrig, so ist "Rising For The Moon" frei von Sperrigkeit und größeren Experimenten. Der damals trotzdem etwas neuere Sound von "Fairport Convention" war eine sehr gute Mischung aus Folk - Pop - Rock und Country Elementen, wobei eine Richtung nie zu stark dominiert, und man erhoffte sich damit den endgültigen Internationalen Durchbruch. Leider gelang dies nicht, und so bleibt "Rising For The Moon" bis heute mit all seiner Schönheit für viele unentdeckt. Müsste ich jemand den Begriff "Schönheit" definieren würde ich schlicht und einfach dieses Album überreichen.
"Dawn" ist das absolute Highlight dieses Albums. Eine Fusion zwischen Folk und Rock, emotional anschwillend, gesanglich tief bewegend von "Sandy Denny" interpretiert. Eine Magie die den Zuhörer nicht mehr kalt lässt (da blieben mir nur noch die Taschentücher). Ihre herausragende ätherische, klare Stimme verzaubert und macht Sie unvergesslich. Allein "Dawn" wäre mir dieses Album wert !!!
Mit dem Titeltrack "Rising For The Moon" , "Stranger To Himself" , "What Is True" oder auch "One More Chance" findet man noch weitere Juwelen auf diesem Album die von "Sandy Denny" meisterhaft und emotional vorgetragen werden.
"Restless" ist ein weiteres Meisterstück, und sicherlich eine der besten Leistungen von "Trevor Lucas" an den Vocals überhaupt. "Let It Go" und "Iron Lion" sind musikalisch etwas leichter und beschwingter, wobei "Let It Go" die meisten Folk - Elemente enthält und auch die schwächste Nummer des Albums ist.

"Rising For The Moon" ist ein in sich sehr geschlossenes und harmonisches Album und braucht sich vor "Liege And Lief" oder "Unhalfbricking" nicht verstecken. Es reiht sich (wenn musikalisch auch etwas anders) nahtlos an diese Meisterwerke an. Eine gelungene Fusion zwischen Folk - Rock - Pop und Country, empfehlenswert für Liebhaber dieser Richtung, oder generell auch für Musikliebhaber die den Vorteil haben einen breit gefächerten Musikgeschmack ihr eigen nennen zu können.

Leider sollte dies das letzte "Fairport Convention" Album mit "Sandy Denny" sein, die sich danach wieder ihrer Solokarriere widmete. Im April 1978 zog Sie sich durch einen schweren Treppensturz derart erhebliche Verletzungen zu, dass Sie 4 Wochen später daran verstarb. (Laut Fachkreisen) Im britischen Folkrock, und bis heute unerreicht, Ihre von Klarheit geprägte Stimme und die Art der bewegenden Interpretationen.


Try Anything Once
Try Anything Once
Wird angeboten von EliteDigital DE
Preis: EUR 28,95

1 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
1.0 von 5 Sternen Wein zu Wasser !!!, 26. Dezember 2013
Rezension bezieht sich auf: Try Anything Once (Audio CD)
Jesus machte einst Wasser zu Wein, Alan Parsons macht Wein zu Wasser. Kommen wir aber erst mal zum positiven dieses Albums. Ich besitze die
24 Karat Gold CD dieses Albums in 20 - Bit Mapping. Daher ist dieses Album klanglich natürlich gelungen und man kann damit durchaus seine Anlage auf Herz und Nieren überprüfen. Das Artwork des Albums ist sehr anmutend, und das Booklet ist mit teils sehr skurrilen Bildern zu den einzelnen Songs sehr schön gestaltet und strahlt daher auch einen gewissen Zauber aus. Die Erwartungen sind durch den ersten Eindruck entsprechend hoch, zumal auch das letzte nur mittelmäßige "Project" Album "Gaudi" doch schon gut 6 Jahre zurück lag. "Eric Woolfson" und "Alan Parsons" hatten sich aber nach langjähriger gemeinsamer Arbeit getrennt, so dass dieses Album unter dem Namen "Alan Parsons" veröffentlicht wurde. Das "Project" gab es also nicht mehr. Dennoch ist "Try Anything Once" mehr ein "Projekt - Album" verschiedener Gast - Musiker die auch schon auf den Alben des "APP" mitgewirkt hatten (Stuart Elliot ; Ian Bairnson ; David Pack ; Andrew Powell). Sogar das Songwriting stammt überwiegend aus fremder Hand als von "Alan Parsons".
Der Einstieg/ Intro mit "The Three Of Me" beginnt ansprechend und fällt sofort mit der ersten Textzeile ist totale nichts ab, erhebt sich dann aber noch mal kurz. "Turn It Up" ist dann ein recht gelungener Track und lässt hoffen das sich das Album gut weiter entwickelt. "Wine From The Water" lässt mich dann ein wenig mit den Füssen wippen, ist aber recht banal und kein Track den man öfters hören will. "Breakaway" das erste Instrumental des Albums (Songwriting ; Parsons) und eigentlich eine Spezialität von "Alan Parsons" erinnert an die Grütze der letzten "APP" Alben.
Dann endlich ein Lichtblick ; "Mr Time", gute 8 Minuten lang, weiß durch eine gewisse sich steigernde Spannung zu überzeugen, und ist auch von einer gewissen "Jacqui Copeland" gut gesungen. "Jigue", ein weiteres Instrumental hat etwas Altertümliches wird am Ende durch den Einsatz des Saxophon aber vergeigt. Die nächste Null - Nummer ist "I'm Talking To You" , und darauf folgt ein langweiliges "Siren Song". Bei "Dreamscape" erhebt sich in meiner Phantasie absolut keine Traumlandschaft. Das Orchestrale "Re - Jigue" erinnert auch mehr an die schlechteren "APP" Nummern (hier konnte auch ein Andrew Powell nichts mehr retten). Mit dem Ausklang des Albums "Oh Life" ist dann aber nochmal ein erwähnswerter guter Track enthalten mit schönem Piano und auch mit viel Emotion von "David Pack" gesungen.
Alles in allem ist "Try Anything Once" kein Album das man haben muss. Waren die letzten Alben von "APP" nur Mittelmass, so knüpft der Meister an den Reglern hier nur an die Mittelmäßigkeit vergangener Tage (80er Jahre) an. "Alan Parsons" der einst aus Kompositionen das machte was Weinliebhaber einen vorzüglichen Wein nennen würden, schafft es hier nicht mal einen billigen Fusel zu zaubern. Das Album ist inzwischen 20 Jahre alt (erschienen 1993) und wenn es doch mal den Weg in den CD - Player fand, hat es stets nur ein Augenrollen bei mir verursacht. Nein Danke, Mr Parsons !!! Dieses Album war der Beweis das die Zeit von Ihnen vorbei war. Da half auch ein Exzellentes "Mr. Time" nichts. Nur für ganz harte "Alan Parsons" Fans !!!


Tales of Mystery & Imagination - Edgar Allan Poe
Tales of Mystery & Imagination - Edgar Allan Poe
Wird angeboten von Lowe Records
Preis: EUR 18,30

2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Gänsehaut garantiert !!!, 22. Dezember 2013
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Im Juni 1976 erschien das Album "Tales Of Mystery And Imagination". Die Idee ein Konzeptalbum von düsteren Werken des Schriftstellers "Edgar Allan Poe" zu vertonen entstand bereits 1974, und die Aufnahmen wurden zwischen Juni 1975 und Januar 1976 getätigt. Hinter dem Namen "The Alan Parsons Project" verbergen sich "Eric Woolfson" und "Alan Parsons". Damit das Album entstehen konnte waren eine Menge hochkarätiger Gastmusiker und Sänger (John Miles, Arthur Brown) erforderlich. Nicht zuletzt noch ein hochkarätiger Arrangeuer (Andrew Powell) für die Orchester und Chor- Parts, die den Stücken das Notwendige i-tüpfelchen aufsetzt, so dass sich auch der Zuhörer der Spannungsgeladenen, düsteren, ängstlichen, melancholischen, schattigen Atmosphäre (die E.A.Poes Werke ausmachen) nicht mehr entziehen kann.
Der glanzvolle Opener in das Album "A Dream Within A Dream" entführt anfangs mit Sphärischen Klängen in einen Traum innerhalb eines Traumes, während im zweiten Stück der Rabe "The Raven" erscheint um mitzuteilen das die Seele die in seinem Schatten liegt "nimmermehr" aufsteigen wird. Musikalisch grandios umgesetzt, sich steigernd in einem endlosen "Nevermore".
"The Tell - Tale Heart" ist ein Rock - Meisterstück, getragen von der Stimme von "Arthur Brown" der Angst und Hass gekonnt stimmlich zelebriert. Ebenso ein Bravourstück "The Cask Of Amontillado". Der immerwieder einsetzende dynamische Orchesterpart unterstreicht die Dramatik der Geschichte. "Montrésor" der den verhassten "Fortunato" in eine Falle lockt und lebendig einmauert. Der Köder ist ein "Fass Amontillado".
Der absolute Höhepunkt des Albums ist jedoch "The Fall Of The House Of Usher". Ein 15 minütiges Stück das in verschiedene einzelne Parts ("Prelude" , "Arrival" , "Intermezzo" , "Pavane" , "The Fall") aufgeteilt ist.
Die Geschichte ist auch hier musikalisch eindrucksvoll umgesetzt (von den Ereignissen im Hause Usher, bis zum Fall). "To One In Paradise" lässt das Album ausklingen.
Das Album habe ich in meiner Jugend (ca. 1982) das erste mal gehört. Die Gänsehaut und Faszination vom ersten hören bis heute ist ungebrochen. Stets lässt mich dieses Album nach dem ausklingen noch eine ganze Weile schweigend in meinem Sessel zurück. Ich beschäftigte mich auch mit den Werken von "Edgar Allan Poe" um tiefer in das Album eindringen zu können. Meine Empfehlung ist daher auch, sich zumindest mit den hier vertonten Werken von "Edgar Allan Poe" ein wenig zu befassen.
"The Alan Parsons Project" ist mit Ihrem Debütalbum ein Meisterwerk gelungen und zählt heute mit zu den besten Konzeptalben der Musikgeschichte im Prog.-Art Rock.
Nach erscheinen diese Albums wurde es für "Eric Woolfson" und "Alan Parsons" recht schwer dieses hohe Niveau zu halten, bzw. wiederholen zu können. Gelingen sollte Ihnen das auch "nicht" mehr. Die nachfolgenden Alben "I Robot" oder "Pyramid" wiesen zwar nochmal ähnlich hohe Kompositionen und Umsetzungen auf, erreichten aber nicht den hohen Anspruchsgehalt dieses Werkes.

Zu den verschiedenen Ausgaben: 2 CD - Deluxe Edition
Die Deluxe - Ausgabe kann ich jedem empfehlen der Interesse an dem Album hat und nicht zu tief in die Tasche greifen möchte, da nur diese Ausgabe die "Original Abmischung" des Albums enthält. Ansonsten war die Original Abmischung nur als Gold - CD der MFSL erhältlich.
Des weiteren ist die Remix - Version von 1987 enthalten (Erst - VÖ des Albums auf CD 1987). Bei der Remix - Version wurde am Anfang von "A Dream Within A Dream" und "The Fall Of The House Of Usher" noch die gesprochenen Einleitungen von "Orson Welles" angefügt, die 1976 nur verwendet wurden um das Album zu promoten. Unter ein paar Stücken wurden zusätzlich Instrumente gemischt (am auffälligsten Gitarre). Auch Gesangsparts wurden leicht verändert. So endet "The Tell - Tale Heart" z.B. mit einem gellenden Schrei von Arthur Brown. Alles in allem kein schlechter Remix, jedoch bevorzuge ich nach wie vor die "Original Abmischung".
Zusätzlich gibt/ gab es die Deluxe - Ausgabe noch als SHM-CD aus Japan die ich bevorzuge aufgrund der Aufmachung (erschien im klappbaren Pappcover). Klanglich sind sowohl die EU und Japan Deluxe - Ausgaben auf gleichem Niveau, wobei es mir etwas an der Dynamik mangelt. Alle Ausgaben enthalten reichhaltiges Bonusmaterial und auch die Originalen Fotos und Illustrationen sind im Booklet enthalten.
MFSL Gold - CD:
Wer etwas mehr Geld ausgeben möchte, dem empfehle ich nach der MFSL - Gold CD zu suchen. Allein diese hat ein ausgewogenes Klangbild. Dynamik und Hochton stehen in gutem Verhältnis. Die MFSL hat insbesondere doch den besseren "Wumms" den das Wohnzimmer erzittern lässt. ;-)
Vinyl - Ausgaben:
Wer einen guten Plattenspieler sein eigen nennen kann empfehle ich Ausschau nach einer gut erhaltenen Originalen VÖ von 1976 zu halten. Diese ist bei 20th Century Records im Gatefold Cover mit eingefügtem Booklet erschienen. Fotos und Illustrationen kommen hier besonders schön zur Geltung, ganz zu schweigen vom Ton und der Atmosphäre. Empfehlenswert auch die MFSL - Vinyl Ausgabe.

Ich bin kein Fan von "The Alan Parsons Project", aber ich bin durchaus Fan dieses Albums ! Und dieses Album gehört in jede gut sortierte Sammlung und in jeden Musikunterricht in der Schule !!!


Catfish Rising-Remaster
Catfish Rising-Remaster
Preis: EUR 10,99

2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Besinnung auf alte Rezepte, 8. Dezember 2013
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Catfish Rising-Remaster (Audio CD)
Catfish Rising ist das 18. Studioalbum von Jethro Tull das im September 1991 veröffentlicht wurde. Mit Besinnung auf alte Qualitäten enthält das Album weitgehend sehr gute, Akustisch von Blues und Folk angehauchte Tracks und einige gute Rock Stücke aus der guten traditonellen Tull'schen Küche.
Das Album ist auch weitgehend frei von überladenem Keyboard und Synthie - Sound. Findet man das doch mal vor, dann ist es gekonnt und dezent eingesetzt. Ian Anderson spielt und experimentiert auf diesem Album mehr mit seiner Stimme, was den Songs aber auch eine besondere Note verleiht (am deutlichsten vieleicht bei "Thinking Round Corners").
Absolute Highlights des Albums sind "Roll Yer Own" , das Exzellente " Rocks On The Road" , "Still Loving You Tonight" , "Like A Tall Thin Girl" , "Sleeping With The Dogs" oder auch das sehr frisch und voller Spielfreude erklingende "Gold-Tipped Boots, Black Jacket And Tie" (mein Lieblingssong des Albums).
Rock Songs wie "Occasional Demons" , "Sparrow On The Schoolyard Wall" und "White Innocence" enthalten die notwendige Quintessenz der Tull'schen Rezeptur und runden das Album zu einem Highlight ab.
"Catfish Rising" ist für mich mit erheblichem Abstand und ohne Zweifel das bessere Album der 90er Veröffentlichungen, und auch gesamt gesehen gehört es bei mir zu den Top - Ten - TULL - Alben.
Im Grunde enthält es alle Qualitäten wie man es von TULL aus vergangenen Jahren her kannte ohne angestaubt und altbacken zu wirken (auch heute 2013 noch).
Das Rezept stimmt zwar nicht bei allen Songs ("This Is Not Love" , "Doctor To My Disease"), verdirbt den Brei aber nicht. "Night In The Wilderness" ist als Bonus ein weiteres Highlight und fügt sich musikalisch nahtlos an das eigentlich reguläre Album an. Dem Album würde ich gern die 5 Sterne verpassen, aber der Sound (Aufnahme: steril ; platt ; muffig ???) hat mir noch nie zugesagt, daran ändert auch das Remaster nichts (aber das ist vieleicht auch Sache wie es das eigene Sinnesorgan gerne hätte).
Für alle TULL - Neulinge und Interessierten ein empfehlenswertes Werk !!! 4 Sterne


Roots to Branches-Remaster
Roots to Branches-Remaster
Preis: EUR 10,99

1 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Nervendes Werk, 5. Dezember 2013
Rezension bezieht sich auf: Roots to Branches-Remaster (Audio CD)
Das Jethro Tull 1995 endgültig zu einer "One Man Band Combo" verkommen waren beweist dieses Album. Bassist "Dave Pegg" ,seit ca.1980 bei Jethro Tull, ist hier nur noch bei 3 Songs tätig. Er verlässt das sinkende Schiff. Für Songwriting und Produktion zeichnet sich mal wieder ausschließlich "Ian Anderson" verantwortlich. Alle anderen stehen in seinem Schatten und dürfen brav an der Gitarre zupfen, aufs Schlagzeug einhämmern oder auf dem Keyboard rumklimpern. Die Kompositionen auf dem Album sind zwar fast alle auch wieder hervorragend, wäre da nicht die teils fürchterliche musikalische Umsetzung.
Das ständige scheppern der Becken an den Drums (in bald jedem Song), geht einem wirklich irgendwann gehörig auf die Nerven. Genauso der schmierige Keyboardsound im Hintergrund. Die künstlich inszenierten Streicher auf dem Klimperkasten sind furchtbar. Und "Martin Barre" spielt schon seit Jahren immer die gleichen wässrigen Gitarren - Riffs, in immer gleichem Sound. Zu hören ist auch, dass die Stimme von "Ian Anderson" damals doch schon erheblich angeschlagen war (auf der Tour wurde das noch deutlicher).
Den Einstieg mit "Roots To Branches" find ich noch ganz gelungen, zumindest das Intro. Mit "Rare And Precious Chain" ist für mich auch schon der beste Track auf dem Album ereicht. Danach sind nur noch erwähneswert "Valley" , "Dangerous Veils" und " Beside Myself". Den Rest kann man auslassen da die Tracks musikalisch für mich zu schlecht umgesetzt sind und ganz einfach nur nerven. Mit Abstrichen noch hörbar "At Last Forever".
Ich bin seit meinem 12 Lebensjahr Jethro Tull - Fan, aber nach 1982 ging es immer mehr bergab bei den Studioalben. "Ian Anderson" konnte ich bis heute auch noch nicht verstehen, wie er 1979/ 1980 das alte Line - Up abserviert hatte, denn danach war nur noch "The Broadsword And The Beast" ein richtiger Knaller.
Alles in allem ist "Roots To Branches" kein großer Wurf gewesen. Ich vergebe trotzdem 3 Sterne für die paar wenigen hörbaren Tracks und den Mut mit neuen Klängen zu experimentieren.
Danach sollte 1999 auch nur noch "Dot Com" mit ausschließlich neuem Material erscheinen. Und das ist auch gut so, dass dann nichts mehr kam. Denn besser war das auch nicht.
Kommentar Kommentare (2) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Apr 20, 2014 3:06 AM MEST


The Complete Studio Albums 1978-1991 (Limited Edition) [Vinyl LP]
The Complete Studio Albums 1978-1991 (Limited Edition) [Vinyl LP]
Preis: EUR 118,15

6 von 7 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Audiophil ist anders, aber trotzdem gut, 5. Dezember 2013
Zu den Werken von Dire Straits muss man kein Wort mehr verlieren. Alben wie "Brothers In Arms" oder "Love Over Gold" sind Klassiker und gehören in jedes Regal eines Musikliebhabers.
Zu der hier veröffentlichten Box muss ich anmerken: Audiophil, in jeglicher Hinsicht, ist anders. Ich habe aber auch keine makellose, audiophile Box zu dem Preis erwartet. Und ich erwarte auch nicht, dass Vinyl ohne ein paar störende Grundelemente daherkommt. Ein rauschen oder auch mal ein Klick war schon in den 70er oder 80er bei Platten allgegenwärtig. Wer Vinyl Platten sammelt und glaubt keine störenden Nebengeräusche vorzufinden lebt im Irrglauben und sollte sich doch auf das Medium Audio - CD beschränken.
Die Box in der die Platten aufbewahrt werden ist recht stabil und gut gefertigt, aber ein edles daherkommen hat sie nicht. Wer sie ständig aus dem Regal zieht wird auch hier irgendwann Schürfstellen an den Kanten vorfinden. Das Artwork der Cover ist in einem matten Druck und weisen eine durchschnittliche Qualität auf. "Brothers In Arms" und "On Every Street" ,die als Doppelalbum enthalten sind haben kein Gatefold Cover, jedoch aber ungeschnittene Tracks in der von den CDs bekannten Länge (für mich einer der Kaufgründe). Ich persönlich finde die Cover nicht so schön wie man es von den Original - Alben kennt, waren diese damals ein Hochglanzdruck. Auch Farbabeichungen zu den Originalen fallen auf (ganz besonders bei "Love Over Gold"). Das gleiche gilt für die Labels. Schlecht ist es aber nicht.
Die Inner - Sleeves sind recht eng gehalten, was eine entnahme der Platten erheblich erschwert, will man doch nicht gleich Kratzer auf den Platten haben. Ich habe eine gute halbe Stunde gebraucht um die Platten alle behutsam zu entnehmen und in MFSL - Innersleeves umzubetten. Große graviernde Verunreinigungen konnte ich nicht feststellen. Ein bischen Staub, oder auch mal ein Papierschnipzel war vorhanden ist aber fast nicht Wert dies zu erwähnen. Die Platten finden so oder so erst den Weg aufs Laufwerk wenn sie gereinigt sind.
Die Qualität der Pressung ist keinesfalls schlecht. Es gibt aber bessere Qualität bei Platten und neueren VÖ. Schlechter als die teils doch recht dünnen Originale finde ich sie aber nicht. Auch klanglich bin ich zufrieden mit der Umsetzung, gefällt mir "Love Over Gold" z. B. doch besser als auf CD.
Alles in allem kann man zufrieden sein mit der Box, wenn man keine audiophile Qualität erwartet. Sicherlich geht es besser, kostet dann aber auch mehr. Zumindest sollte Universal bei solchen VÖ darauf achten das Qualität an oberster Stelle stehen sollte. Der potenzielle Käufer in Sachen Vinyl ist nun mal oft der High - End Hörer. Und die sind äußerst penibel !!!
Ich tendiere zwischen 3 und 4 Sternen, wegen der sehr guten Musik werte ich aber auf 4 Sterne auf.
Kommentar Kommentare (4) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Dec 6, 2013 12:14 AM CET


Midnight Memories (German Deluxe Edition)
Midnight Memories (German Deluxe Edition)
Preis: EUR 16,98

9 von 28 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
1.0 von 5 Sternen Daran muss man sich nicht erinnern, 3. Dezember 2013
Heute auf meiner Playlist stand das neue Album von "One Direction" , "Midnight Memories". Erinnern möchte ich mich lieber nicht mehr an den Durchlauf des Albums, weil darauf auch nichts enthalten ist an das man sich erinnern könnte, geschweige denn wollte.
Man nehme 5 Boys mit netten Stimmen aus einer Casting - Show, werfe die in einen Topf, rühre kräftig durch und heraus kommt eine neue Boygroup mit Namen "One Direction". Die volle breite des männlichen Types ist auch gleich mit abgedeckt. Vom Smarten über den schmierigen, bis zum herb männlichen auftreten ist alles vertreten, damit auch Hysterisch, begeisterndes Geschrei von den (meist) weiblichen Fans bei Konzerten garnatiert ist. Geschäftstüchtige beauftragen dann eine Horde überbezahlter Produzenten und Songschreiber die 5 Noten durch den Computer jagen und 18 Songs kreieren. Dazu noch ein paar schnulzige Texte, und lässt sie von den 5 jungen Männern einsingen. Fertig ist das Massenprodukt !
Nach ca. einer halben Stunde fragte ich mich wann denn der erste Song mal vorbei ist ?! Hatten "One Direction" etwa ein neues musikalisch, monumentales Werk geschaffen ? Aber nein, der Blick auf das Display des CD - Players verriet: Track 8. :o
Innerhalb von 30 Minuten hören konnte ich keinen größeren musikalischen Wechsel mit meinen Ohren wahrnehmen. Mal etwas langsamer, dann mal wieder schneller. Bei "You And I" wollte ich mir dann schon Taschentücher holen. Nicht etwa um tränen ab zu wischen, sondern um die Gehörgänge zu verschließen.
So setzte sich das Werk fort bis schließlich der letzte Ton verklang. 18 Tracks ohne musikalischen und gesanglichen Wiedererkennugswert. Ein Produkt mit Verfallsdatum, maßgeschneidert für die (meist) weibliche jüngere Generation oder für frustierte Mädels Ü30.
Stimme mögen die Jungs zwar haben, finde es aber Schade das man solchen Leuten nicht mehr Möglichkeiten bietet ihr Instrument (Stimme) einzusetzen. Ich vergebe 2 Sterne, da mich zumindest der Song "Happily" dazu motiviert hat das Katzenklo zu reinigen. Ohne Anspruch !!!

Nachtrag !!!
Nicht nur das dieses Album katastrophales Musikmaterial enthält, dieses Album leidet auch noch unter dem mittlerweile bekannten "Loudness War" auf deutsch, "Lautheitswahnsinnskrieg". Eine gute Dynamik ist auf dem Album nicht vorhanden und stellt lediglich eine laute Klangwand da. Laute und leise Passagen wurden auf gleiche Lautstärke angehoben. Längeres Musik hören mit solch einem inakzeptablen Mastering führt schnell zu einem anstrengenden und ermüdenden empfinden. Ausserdem gefährden diese Art des Masterings das Hörvermögen. Dieses Album ist höchstens für das Küchen/ CD Radio geeignet, aber keineswegs für hochwertige Musikanlagen. Weitere Informationen zum "LOUDNESS WAR" finden Interessierte schnell nach ausreichender Nachforschung im Internet. Das Logfile und der durchschnittliche DR - Wert (Dynamic Range) dieses Albums (DR 5) ist angefügt. Ein angemessener DR - Wert dieses Musikgenre sollte zwischen 10 - 15 liegen. Ich werte das Album daher noch einen weiteren Stern ab. 0 Sterne geht ja leider nicht !!!

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DR Peak RMS Filename
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DR4 -0.01 dB -6.78 dB 01 Best Song Ever.wav
DR4 -0.01 dB -7.97 dB 02 Story of My Life.wav
DR5 -0.16 dB -7.06 dB 03 Diana.wav
DR4 -0.01 dB -5.24 dB 04 Midnight Memories.wav
DR4 -0.01 dB -9.17 dB 05 You & I.wav
DR5 -0.01 dB -7.85 dB 06 Don't Forget Where You Belong.wav
DR5 -0.01 dB -7.76 dB 07 Strong.wav
DR5 -0.01 dB -7.53 dB 08 Happily.wav
DR5 -0.01 dB -7.40 dB 09 Right Now.wav
DR5 -0.01 dB -6.71 dB 10 Little Black Dress.wav
DR4 -0.01 dB -6.76 dB 11 Through the Dark.wav
DR4 -0.01 dB -7.32 dB 12 Something Great.wav
DR4 -0.10 dB -6.76 dB 13 Little White Lies.wav
DR6 -0.01 dB -7.75 dB 14 Better Than Words.wav
DR5 -0.01 dB -6.73 dB 15 Why Don't We Go There.wav
DR5 -0.01 dB -7.18 dB 16 Does He Know-.wav
DR6 -0.01 dB -8.01 dB 17 Alive.wav
DR5 -0.01 dB -7.12 dB 18 Half a Heart.wav
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Number of files: 18
Official DR value: DR5

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Kommentar Kommentare (10) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Dec 25, 2013 12:54 PM CET


Olympia
Olympia
Wird angeboten von toppreis321
Preis: EUR 3,58

5.0 von 5 Sternen Schamloses Machwerk, 28. November 2013
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Olympia (Audio CD)
Hatte mich seit dem miesen "As Times Goes By" und anderen nur mittelmäßigen Veröffentlichungen doch etwas von den Werken Bryan Ferrys distanziert. Jedoch konnte ich bei dem momentanen Preis von knapp 4 Euro nicht wiederstehen das 2010 erschienene Album "Olympia" zu kaufen, obwohl mich die Hörproben nicht sonderlich beeindruckt hatten. Auch nachdem ich das Album in Händen hielt und der erste Durchgang statt gefunden hatte war ich noch nicht sonderlich angetan. Erschrocken über die doch gealterte und mittlerweile etwas brüchig, spröde Stimme von Bryan Ferry, die mehr gehaucht ist, und bei den Songs doch eher eingehüllt im klanglichen geschehen erscheint. Songsequenzen hatten sich in meinem Kopf festgesetzt, dass ich einen weiteren Durchlauf startet. Und da kam auch schon das erste mal das Aha - Erlebnis. Anfänglich geglaubte Disharmonie enpuptt sich plötzlich als Exzellente aufeinander abgestimmte Harmonie in der die mittlerweile spröde Stimme von Bryan Ferry dezent, elegant eingebettet ist. "You Can Dance" ließ mich nicht mehr los und auch "Alphaville" überzeugte mich. Weitere Glanzstücke sind "Me Oh My" genauso "No Face, No Name, No Number" , "Reason Or Rhyme" und das Wunderbare "Tender Is The Night". Das Glanzstück ist für mich "Shameless", absolut schamlos, entwaffnend, ein Bravourstück. "BF Bass" ist das schwächste Stück des Albums.
"Olympia" wird sich dem Hörer sicher nicht beim ersten hören erschließen, das braucht 3-4 Durchgänge aber auch danach wird es noch einiges zu entdecken geben auf dem Album. Ein cool, elegantes Werk von Bryan Ferry und nach "Boys And Girls" eines seiner besten. 5 Sterne !!!


Back in Black (Special Edition Digipack)
Back in Black (Special Edition Digipack)
Preis: EUR 5,99

5.0 von 5 Sternen Bestes Album von AC/DC, 28. November 2013
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Nachdem Bon Scott 1980 verstorben war, stand ACDC kurz vor der Auflösung. Mit Brian Johnson hatten sie dann aber einen mehr als würdigen Nachfolger als Sänger gefunden. Bald darauf wurde ihr bestes Album "Back In Black" veröffentlicht. Auf die Songs braucht man hier nicht weiter eingehen. Ein Klassiker in der Geschichte der Rock Musik. Darf in keinem gut sortierten Regal fehlen.


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