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Rezensionen verfasst von
Joehänsen

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Im Tunnel: Metro 2033-Universum-Roman
Im Tunnel: Metro 2033-Universum-Roman
von Sergej Antonow
  Broschiert
Preis: EUR 14,99

6 von 8 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen Metro 2033 wird zum "Science-Fiction Verschnitt", 22. März 2013
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Als Fan der Serie war für mich dieses Buch eine Pflichtlektüre, also gleich vorbestellt und sogar zwei Tage vor Veröffentlichung bekommen - hierbei großes Lob an Amazon.

Den Inhalt des Buches kann ich leider nicht ganz so loben. Am Originalroman Metro 2033 von Dmitry Glukhovsky hat mir besonders gefallen, dass man sich solch ein Szenario auch wirklich vorstellen konnte. Also das Artjoms Reise in gewisser Weise einen Realismus hatte. Die folgenden Romane aus der Metro Universum Reihe konnten da alle nicht so ganz mithalten. Immer wieder kamen einige Abschnitte vor wo sich der Leser fragt was das nun eigentlich soll, denn eigentlich ist dies ja kein Fantasy Roman. Wobei dies bisher in keiner Weise so schlimm war wie in diesem Buch.

Am Anfang ist die Erzählweise ja noch ganz ok: die üblichen Stationen mit den unterschiedlichen Stationen und das Waisenkind welches der Hauptcharakter spielt (hatten wir das nicht schon mal?!). Aber dann fängt es schlagartig an. Die Kommunisten wollten einen Supermenschen klonen, immun gegen Strahlung und der perfekte Soldat - ja klar. Die Anarchisten spielen hier nun die gute Rolle und wollen das verhindern, immerhin geht es ja um das Gleichgewicht in der Metro. Also wird eine Gruppe von Soldaten entsendet um dies zu klären. ... Ab hier sollten die Leute aufhören zu lesen, welche nicht zu viel von der Geschichte erfahren wollen. Aber keine Angst, ich möchte nur ein paar Einzelheiten erwähnen und nicht das Ende verraten.

#########Spoilergefahr#########
Im Laufe der Geschichte wird der Trupp von den Kommunisten gefangen genommen und als Versuchskanninchen verwendet. Der Hauptprotagonist erfährt durch die Genmodifizierung jedoch einen Vorteil - so eine Überraschung. Er kann fliehen und dann beginnt eine kurze Reise durch alle möglichen Stationen. Immer wieder kommen dann auch Träume vor, die aber für mich einfach nur störend wirkten, weil sie den Erzählungsfluss unterbrechen und nichts zur Geschichte beitrugen. Vor allem für die Leute die mit Unterbrechungen lesen (U-Bahn/Zug) ist das einfach nur nervend weil man immer wieder mal zurückblättern muss. Die Reise selber ist wie die Hauptstory voll von "übernatürlichen" Elementen. Zum Beispiel ist da einmal der hypnotisierende Mutant der à la Jedi Geistestrick die Leute aus dem Weg räumt und des weiteren eine "höhere Person" so hypnotisiert, dass diese bis kurz vor dem Ende dem Hauptcharakter hilfreich zur Seite steht. Selbst als diese Personen endlich verschwunden sind kommt dann noch ein Diplomatenpass ins Spiel mit dem die Reise durch die restlichen Stationen auch zum Kindergeburtstag wird. Gut ich gebe zu, die ein oder andere spannende Szene ist dabei, aber diese wirken meist auch nur aufgesetzt und enden dann auch in einer Art und Weise als hätte sich der Autor verzettelt und einfach irgendeinen Ausweg genommen. Für den Endkampf steht zum Beispiel eine große Lagerhalle voll mit Waffen und Ausrüstung zur Verfügung, natürlich kennt diese nur eine Person, ist ja nur 2 Ecken von einem Haupttunnel entfernt. Die Oberfläche kommt am Schluss für einige Seiten vor, eine der wenigen Abschnitte die eigentlich echt spannend sind. Doch dann kommt eine Dampflokomotive ... -.-
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Alles in allem tue ich mir schwer diesen Teil der Reihe weiterzuempfehlen. Wie bereits gesagt, es sind einfach zu viele Elemente dabei die man sich nur schwer vorstellen kann/will. Manchmal ist es auch gut wenn man nicht ganz so dick aufträgt und Metro 2033 als ENDZEIT ROMAN sieht und nicht als den üblichen Fantasy/Sci-Fiction Kram. Doch genau das wird hier verfehlt - unrealistisches Szenario, übermächtige Leute/Mutanten und Auswege aus brenzligen Situationen die einen nur Kopfschütteln lassen. Ich kann nur hoffen das der nächste Teil (Die Wurzeln des Himmels) wieder einen Schritt Richtung Glukhovsky macht - nicht das dann Cäsar mitsamt seinem Pferd zum Leben erweckt wird und Raketen verschießt ...


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