Kurzbeschreibung
Seit 27 Jahren ist Wilhelm Hausner Pfarrer der St. Kilian-Gemeinde, ein Pfarrer mit Leib und Seele, als das Undenkbare passiert. Am Ostersonntag, mitten im Festgottesdienst, mitten in der Predigt, mitten im Satz verliert er all seinen Glauben. Das umgekehrte Damaskus-Erlebnis wird zum Schock und zum Skandal. Der Kardinal empfiehlt eine religiöse Runderneuerung in einem Kloster. Als das nicht hilft, bleibt nur noch die Entlassung. Nun aber rotten sich die Leute zusammen. Sie mochten ihren Pfarrer, und – offen gestanden – so recht geglaubt haben sie ja auch nicht alles. Die Kirchenleitung wird nervös. Man will sich keine neuen Küngs, Drewermanns und Gaillots leisten. Also heißt die Parole: taktisch nachgeben, der gottlose Pfarrer darf bleiben, die Leute werden ihn bald selber in die Wüste schicken. Doch diese Rechnung geht nicht auf. Überall mehren sich die Kirchenaustritte, bloß nicht in St. Kilian, ganz im Gegenteil. Krisensitzung der Bistumsleitung – es kommt, wie es kommen muß, und doch auch ziemlich anders ...
Klappentext
Seine Rede stockte, mitten im Fluß der Gedanken, mitten im Satz, den er gerade sprach. Sie brach einfach ab wie ein gerissenes Tonband, und Stille breitete sich aus wie ein Ölfleck auf dem Wasser. Unwillkürlich strich er sich über die Augen, was später fälschlicherweise als körperliches Unbehagen gedeutet wurde, aber für ihn war es eine Geste des Erstaunens über eine Tatsache, die ihrerseits völlig klar und durch keinen Zweifel getrübt vor seinem inneren Auge stand: Pfarrer Hausner hatte seinen Glauben verloren. in diesem Moment, ohne den Hauch einer Vorwarnung...
-- Dieser Text bezieht sich auf eine vergriffene oder nicht verfügbare Ausgabe dieses Titels.