![]() Gutschein erhalten
Tauschen Sie jetzt Der globale Polizeistaat: Terrorangst, Sicherheitswahn und das Ende unserer Freiheiten - Ein SPIEGEL-Buch gegen einen Amazon-Gutschein in Höhe von EUR 0,90 ein - einlösbar für Tausende von Artikeln bei Amazon.de. Entdecken Sie mehr eintauschbare Bücher im Bücher Trade-In Shop. Bitte beachten Sie die Teilnahmebedingungen.
|
Produktinformation
|
Tags, die Kunden mit diesem Produkt verbinden(Was ist das?)Klicken Sie zum Suchen verwandter Artikel, Diskussionen oder Personen auf ein Tag.
|
|
Sagen Sie Ihre Meinung zu diesem Artikel:
|
||||||||||||||||||||||
|
Die hilfreichsten Kundenrezensionen
19 von 23 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Das Ende des Privatlebens ist in Sicht,
Rezension bezieht sich auf: Der globale Polizeistaat: Terrorangst, Sicherheitswahn und das Ende unserer Freiheiten - Ein SPIEGEL-Buch (Gebundene Ausgabe)
Lesen bevor es zu spät ist! Danke für dieses wichtige Buch!"Kein Mensch will die Verfassung verletzen" wird Innenminister Schäuble zitiert. Autor Darnstädt hält dagegen: "Wozu auch? Im permanenten Ausnahmezustand löst sie sich von selber auf" (S. 158). Der Autor, promovierter Jurist und Spiegel-Redakteur, beklagt die (drohende) "Verhunzung des Rechtsstaates" (S. 313): "Völlig ohne eigenes Zutun müsse jeder damit rechnen, zum Objekt staatlicher Inquisition zu werden" (S. 89). Weite Bereiche des Buchs befassen sich auf verständliche Weise mit rechtlichen Fragen. Dies ist vermutlich nur für Juristen ein Leckerbissen, dennoch behandelt das Werk ein lebenswichtiges Thema für alle BürgerInnen: Der radikale Abbau von Bürgerrechten und Privatsphäre. Der Leser erkennt die Löcher in Logik und Argumentationsweise von Hardlinern sowie die Tricks von Big Brother und seinen Freunden. Der Autor ahnt, dass mancher Leser gar nicht an soviel juristischer Feinanalyse interessiert ist und erklärt: "der Leser darf sich mit dem Ergebnis begnügen, wenn er die Tour durch die Rechtslogik für zu anstrengend hält" (S. 181). In der jeweiligen Zusammenschau schreibt der Autor dann Klartext: "Die Würde und die Intimität von Menschen zu durchbrechen, um in sie hineinzuschauen, um herauszufinden, was sie vorhaben, planen, denken. Die Idee, Menschen für gefährlich zu halten, weil es nicht möglich ist, ihnen etwas zu beweisen, ist die Grundidee des totalitären Staates. Es ist der Staat, der Menschen [BürgerInnen, R.M.] als Feinde betrachtet" (S. 130). "Niemand kann zuverlässig sagen, ob sein Telefon abgehört, seine E-mails mitgelesen werden" (S. 137). "Die Online-community kann ihren eigenen Computern nicht mehr vertrauen... Nichts ist sicher vor den digitalen Schnüfflern...Sind die Gedanken noch frei, wenn sie vorsichtshalber vom BKA abgesaugt werden? Der Onlineangriff ist ein Angriff auf die Köpfe" (S. 179-180). Darnstädt spricht vom Sicherheitsstaat und von der "Hilflosigkeit des Staates beim Kampf gegen den Terrorismus": "Weil er nicht mehr weiß, gegen wen er sich wenden soll, nimmt er vorsichtshalber alle in Haft" (S. 149). "Dieser Staat stellt Demokratie und Gewaltenteilung in frage..." (S. 149). Meist untermauert der Autor seine Darlegungen mit zentralen Aussagen bedeutender Rechtsexperten, wie Verfassungsrichter und Staatsrechtsprofessoren, zum Beispiel: "Man kann völlig ohne eigenes Zutun in die Fänge des Staates geraten" (S. 137) und rügt mit den Worten eines ehemaligen Verfassungsrichters "die exorbitante Zunahme heimlicher Ermittlungen in Deutschland" (S. 121). Besonders wichtig und besorgniserregend das Kapitel über "Gefährliche Bürger", über angebliche oder tatsächliche Risikobürger. Hier erkennt man, wie willkürlich, einfach und unüberprüfbar harmlose BürgerInnen zu 'Gefährdern' gemacht werden können! Das Kapitel beginnt mit einem vielsagenden Zitat von Kafka (S. 159 ): "Jemand musste Josef K. verleumdet haben, denn ohne dass er etwas Böses getan hätte, wurde er eines Morgens verhaftet". Nicht nur in Kafkas Roman Der Prozess sind der (staatlichen) Willkür bereits Tür und Tor geöffnet. Nachvollziehbar führt Darnstädt über die Situation in Deutschland aus: "...kein 'Gefährder' erfährt, dass er ein 'Gefährder' ist. Denn alles, was die Polizei gegen solche Personen unternimmt, unternimmt sie im Geheimen. Sammeln, beobachten, verfolgen..." (S. 160). "Wer einmal als 'Gefährder' erkannt ist, bleibt es für immer" (S. 188). Sarkastisch stellt der Autor die Probleme mit Verdacht und Prävention im grenzenlosen Sicherheitsstaat dar (S. 140): "Doch was macht man, wenn der einzige Anhaltspunkt ist, dass es keine Anhaltspunkte gibt?". Die Unschuldsvermutung des Strafrechts wird zur Farce. Der Autor fragt: "Wer also muss damit rechnen, eines Morgens, ohne etwas Böses getan zu haben, als 'Gefährder' geführt zu werden?" (S. 160). Nach der Lektüre dieses Buches bleibt leider nur die Antwort: Jede(r)! An konkreten Beispielen demonstriert Darnstädt, wie sich der Staat gegen Feinde oder Bürger wappnet und dabei Gesetze be- oder missachtet. Manchmal wird nicht klar, ob der Autor den deutschen Rechtsstaat noch am Abgrund stehen sieht oder bereits im rechts- freien Fall. Der erweiterte Sicherheitsbegriff und die anlasslose Prävention: Nahezu alles hängt mit dem erweiterten Sicherheitsbegriff (innere und äussere Sicherheit lassen sich nicht trennen) und der anlasslosen Prävention zusammen. Das "fatale Muster" (S.142) der Prävention wird mit immer neuen Facetten und Beispielen im Buch herausgehoben. Nicht nur für Deutschland, auch für den europäischen Raum, die USA und schliesslich bis zum möglichen "Globalen Polizeistaat" diskutiert. "Mit der Erweiterung der polizeilichen Gefahrenabwehr auf die anlasslose Prävention wurde die Gesetzesbindung ausser Kraft gesetzt" (S. 130). Mit anderen Worten die Betroffenen sind recht- und wehrlos der Willkür ausgesetzt! (siehe z.B. S. 186). Im Vergleich zu rechtlichen Fragen werden die Methoden und Techniken des (Polizei-) Staates, "Das ganze Instrumentarium der Schnüffelei", wie der Autor es nennt (S. 148) weniger ausführlich behandelt. Er beschreibt die "Logik der Total-Überwachung. Und diese Logik muss etwas so Faszinierendes haben, dass sie im 'Raum der Sicherheit' immer weiter um sich greift" (S. 209). Zur modernsten Überwachungstechnik, die auch gegen harmlose BürgerInnen bereits eingesetzt wird, suche/finde im Internet den kostenlosen Artikel: Das Ende des Privatlebens ist in Sicht [ein Link ist hier vermutlich nicht erlaubt]. Darnstädt (S. 137) hält fest: "In Deutschland kann schon heute niemand mehr sicher sein, wer klingelt." Sollte Polizei oder Staatsschutz eines Tages vor Ihrer Tür stehen, um sie abzuholen, weil Sie jemand als Gefährder verleumdet hat, ist es besser, wenn Sie dieses Buch schon gelesen haben, jedenfalls werden Sie sich dann weniger wundern! Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen
6 von 20 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
1.0 von 5 Sternen
Naive verherrlichung von Terroristischer Gewalt,
Von BEF (Zürich) - Alle meine Rezensionen ansehen
Rezension bezieht sich auf: Der globale Polizeistaat: Terrorangst, Sicherheitswahn und das Ende unserer Freiheiten - Ein SPIEGEL-Buch (Gebundene Ausgabe)
Der Autor verharmlost in seiner Naivität Terroristen von der RAF bis zu Al Quaida und ignoriert deren Opfer. Er spricht dem modernen Staat die Möglichkeit ab, sich vor innerer und äusserer Gefahr zu schützen und wünscht sich eher eine kindliche Anarchie herbei, wo keiner keinen unterdrücken möge. Als bekennender Marxist steht er im Widerspruch mit der modernen Ökonomie und Politik-Wissenschaft. Wer aber noch einmal die utopischen Träumereien der 68er zusammengfasst bekommen möchte, bekommt hier ein Stück ewiggestriges Gedankengut aufgewärmt.
Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen
Sagen Sie Ihre Meinung zu diesem Artikel: Eigene Rezension erstellen
|
|
|
|
|