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Der globale Countdown, Gerechtigkeit oder Selbstzerstörung - Die Zukunft der Globalisierung [Gebundene Ausgabe]

Harald Schumann , Christiane Grefe
4.4 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (10 Kundenrezensionen)

Erhältlich bei diesen Anbietern.



Kurzbeschreibung

21. April 2008
Nach dem Bestseller Die Globalisierungsfalle nun Der globale Countdown. 1996 schlug das Buch Die Globalisierungsfalle ein wie eine Bombe und verkaufte sich mehr als 600.000 Mal – seitdem diskutiert man über »Globalisierung«. Der globale Countdown beschreibt nun, wie die Globalisierung gezähmt werden kann, welche enorme Kraft dabei die neuen sozialen Bewegungen entfalten und wer die Akteure sind, die sich dem Projekt Weltgesellschaft entgegenstellen. Die Globalisierung hat eine neue Dimension erreicht. Völker und Staaten sind in einer gegenseitigen Abhängigkeit miteinander verbunden, wie es sie noch nie gab. Doch das neue Weltsystem ist bedrohlich instabil: Die Finanzmärkte stehen vor dem Kollaps und bedrohen die Weltwirtschaft mit einer globalen Krise. Der wachsende Energiebedarf provoziert Konflikte um den Zugang zu Öl- und Gasreserven. Der Klimawandel bedroht Millionen mit Hunger, Naturkatastrophen und Vertreibung. Weil die Regierungen bei der Regulierung der globalisierten Ökonomie versagt haben, ist zugleich ein unberechenbarer politischer Brandherd entstanden: Die Menschheit teilt sich zusehends in wenige Gewinner und viele Verlierer. In den Wohlstandsstaaten verarmen die Mittelschichten, während die Eliten ihre Einkommen vervielfachen und der Besteuerung entziehen. In den Schwellenländern des Südens findet nur eine Minderheit Anschluss an die globale Verbraucherklasse, Milliarden bleiben von den Früchten der Globalisierung ausgeschlossen. Religiöse Heilslehren und Nationalismus sind auf dem Vormarsch. Und immer mehr Menschen rufen nach wirtschaftlicher Abschottung gegen die neuen Konkurrenten aus Asien und Lateinamerika. So droht erneut, wie schon zu Beginn des 20. Jahrhunderts, ein gewalttätiger Abbruch der Globalisierung durch Handels- und Ressourcenkriege. Die Durchsetzung von mehr Gerechtigkeit wird zur Überlebensfrage für den globalisierten Kapitalismus. Nur wenn Einkommen, Steuern und die Lasten des unvermeidlichen Umbaus der Energieversorgung fair verteilt werden, lassen sich die politischen und wirtschaftlichen Risiken beherrschen. Die globale Vernetzung zwingt den Lenkern in Politik und Wirtschaft eine planetare Perspektive auf. Eine Weltgesellschaft ist im Entstehen, und weltweite Kooperation wird politischer Alltag. Aber reicht die Zeit, um die Weichen richtig zu stellen? Der globale Countdown läuft.

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Produktinformation

  • Gebundene Ausgabe: 464 Seiten
  • Verlag: Kiepenheuer & Witsch; Auflage: 1. Auflage, (21. April 2008)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3462039792
  • ISBN-13: 978-3462039795
  • Größe und/oder Gewicht: 22 x 14,6 x 4 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 4.4 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (10 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 347.173 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

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Produktbeschreibungen

Über den Autor und weitere Mitwirkende

Harald Schumann, Jahrgang 1957, Studium Sozialwissenschaften und Landschaftsplanung, Abschluss als Dipl.-Ingenieur. Journalistische Stationen bei »tageszeitung«, »Spiegel« und »Morgen«, 1992-2004 Redakteur im Berliner Büro des »Spiegel« und Ressortleiter Politik bei »Spiegel Online«, seit Oktober 2004 Redakteur für besondere Aufgaben beim »Tagesspiegel«. Bücher: »Futtermittel und Welthunger« (1986), »Die Globalisierungsfalle« (1996, gemeinsam mit Hans-Peter Martin), »attac. Was wollen die Globalisierungskritiker?« (2002, gemeinsam mit Christiane Grefe und Mathias Greffrath). Christiane Grefe, Jahrgang 1957, Journalistenschule in München, Politik-Studium, Redakteurin bei Zeit, Süddeutsche Zeitung, Magazin, Wochenpost und GEO-Wissen. Seit 1999 Redakteurin und Reporterin im Berliner Büro der Zeit. Bücher: Ende der Spielzeit. Wie wir unsere Kinder verplanen, 1995, Kleine Philosophie der Passionen: Reisen, 1998, Klimawechsel. Von der fossilen zur solaren Kultur, 2001, zusammen mit Hermann Scheer und Carl Amery.

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Die hilfreichsten Kundenrezensionen
40 von 50 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Kein Krimi ist fesselnder 17. Mai 2008
Format:Gebundene Ausgabe
Alles wissen, nichts verstehen - gegen die Geißel des Informationszeitalters ist eigentlich kein Kraut gewachsen. Es sei denn, man greift zu diesem Buch. Christiane Grefe und Harald Schumann gelingt mit „Der globale Countdown“ eine geradezu seismografisch genaue Darstellung und Verknüpfung aller Bruchstellen und Probleme unseres Planeten am Scheideweg. Wohin geht die Reise oder anders: sind die Weltvölker schon bereit zur konzertierten Rettungsaktion oder obsiegt die nationale Ignoranz. Kein Krimi liest sich spannender. Deshalb fünf Sterne für umfassende Recherche, brillante Analyse, intelligente thematische Verknüpfung, das tiefe Verständnis der vielschichtigen Problem- und Interessenlagen sowie deren blitzgescheite, stilsichere, kühle und zugleich elegante Darstellung. Ende offen natürlich, aber: viel verstanden und bereit zum umdenken. Nicht schlecht für eine Lektüre.
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16 von 21 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Auf dem Weg zum grünen Kapitalismus 27. Juni 2008
Format:Gebundene Ausgabe
Es verdichten sich die Krisenerscheinungen neoliberaler Globalisierung, auf unterschiedlichsten Ebenen: Die Finanzkrisen treffen nicht länger nur die sog. Schwellen- und Entwicklungsländer, sondern das Zentrum des Kapitalismus, die USA. Global entsteht ein neues Prekariat, die sog. Mittelschichten dünnen aus und auch die Mächtigen merken, dass die verschärfte Ungleichheiten negative Konsequenzen mit sich bringt, von der 'Politikverdrossenheit' bis zu den Revolten der 'Unterschicht'. Und auch die Klimakrise führt zu erheblicher Kapitalvernichtung, sofern nicht noch das Ruder herum gerissen wird. So oder so ist der Kampf um die ressourcen bereits entbrannt, Kriege werden folgen. Doch entwickeln die Autoren kein ausschließlich düsteres Krisenszenario. Selbstverständlich beleuchten sie auch den wachsenden Widerstand von unten. Interessanter aber noch ist, wie sie den Ansätzen für Umdenken innerhalb der 'herrschenden Klasse' nachspüren und damit Möglichkeiten für neue Bündnisse aufzeigen. Das Ziel ist ein demokratischer, weniger ungleicher, ergrünter Kapitalismus - nicht mehr, aber eben auch nicht weniger!
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24 von 32 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Format:Gebundene Ausgabe|Verifizierter Kauf
Der Name des Buches konnte nicht treffender gefunden werden. Tagtäglich verfolgt man gespannt die Nachrichten, liest Wirtschaftszeitungen, diskutiert im Freundeskreis und glaubt dabei Bescheid zu wissen, "wie der Hase läuft" und ist im Grunde genauso unwissend und vor allem geblendet, wie niemals zuvor. Und dann dieses Buch. Bislang gab es kaum Veröffentlichungen zum Thema Globalisierung, die sich derart unpolitisch an Fakten, Zahlen und Untersuchungen entlang hangeln und dabei alle auch nur annähernd wichtigen Themengebiete abhandeln.

Einerseits erfährt der Leser, wie ohnmächtig und vor allem blind wir "Wirtschftsmächte" dem Aufstreben der ehemals wirtschaftlich unbedeutenden Länder gegenüberstehen und uns dabei mit Kampfparolen, Polemiken und Ressentiment dagegen wehren und doch nur unsere eigene Unkenntnis damit preisgeben. Anderseits werden geschichtliche Parallelen aufgedeckt, verfehlte Pläne in Klima- und Geldpolitik aufgezeigt und die Gefahr in der Wissenslücke sowie kognitiven Dissonanz und individuellen Machtgier unserer Politiker und Wirtschaftsbosse, die unser Wohl in den Händen halten, als ein sehr großes Problem der nicht aufzuhaltenden Globaliserungsströmung analysiert. Im Zentrum dieser Untersuchungen stehen neben staatlich individuellen Betrachtungen, internationale Organisationen wie die UN und der IWF. Mit hohen Zielen gegründet und entsprechenden Funktionen ausgestattet sind sie damals an den Start gegangen und haben mit Hilfe von staatlich und wirtschaftlich gelenktem Lobbyismus, Protektionismus und interventionistischer Politik eigentlich nur bewiesen, wie sie lediglich zur Marionette wurden und heute in Quintessenz ihr ganzes Versagen täglich zur Schau stellen.
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15 von 20 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Format:Gebundene Ausgabe|Verifizierter Kauf
Harald Schumann und Christiane Grefe haben ein spannend geschriebenes und hervorragend recherchiertes Werk vorgelegt, welches die vielen Parallellen zwischen dem ersten Zeitalter der Globalisierung von 1870 - 1914 (zumindest in der Neuzeit) und heute pointiert herausarbeitet. Auch damals befanden sich ganze Kontinente im Umbruch. Auch damals gab es viele Gewinner und viele Verlierer der Globalisierung.

Wenn sich die Gewichte im Weltsystem verschieben und die Dynamik zu groß wird, sind Konflikte wahrscheinlich. Schumann und Grefe weisen auf diese Gefahr hin. Die Autoren damit einer These, die von Professoren wie Charles Kindleberger und Robert Gilpin entwickelt worden ist, dringend notwendige Aktualität und setzen die Globalisierungsdebatte in die richtige historische Perspektive.

Das erste Zeitalter der Globalisierung endete bekanntlich in der Katastrophe. Hoffen wir, dass die Verantwortlichen es heute nicht so weit kommen lassen. Sicher ist das nicht.

Ein Muss für jeden politisch-ökonomisch interessierten Menschen.
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3 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Von Mark Letter TOP 1000 REZENSENT
Format:Gebundene Ausgabe
Die Themen Wirtschaft, Finanzen und Klimawandel sowie Umweltprobleme werden hier ganz wunderbar miteinander verwoben. Dabei wird von den Autoren einerseits die Komplexität der Themen aufgezeigt und gleichzeitig auf eine sehr gelungene Weise aufgelöst, indem Kompliziertes gut nachvollziehbar und sehr gut verständlich aufbereitet wird. Im Vergleich mit der ersten Globalisierungswelle zu Zeiten des ersten Industrialisierungsschubs - in der Zeit zwischen 1870 bis zum Beginn des Ersten Weltkriegs - gelingt hier eine spannende und sehr detailreiche Bestandsaufnahme der gegenwärtigen Lage. Bei der Menge des Stoffs und der Vielfalt der angeschnittenen Themen wundert es nicht, dass, wie oft kritisiert, manchmal nicht in ausschöpfender Detailliertheit argumentiert wird. Das wäre aber auch gar nicht möglich (und einer stringenten Argumentation innerhalb des vielschichtigen Themas auch gar nicht dienlich) - und geht es nicht gerade auch darum, in einer Zeit unendlicher Informationsfülle zu jedem Thema die Fakten zu filtern?

Warum nur wurden auch die lautesten Warnungen kritischer Stimmen selbst kurz vor dem Ausbruch des Debakels im Finanzsystem und innerhalb der Klimawandel-Diskussion überhört oder an den Rand gedrückt? Welche Interessengruppen hatten und haben warum ihre Gründe, die Wahrheiten hinter der Maske des Wirtschaftssystems und der Umweltpolitik zu verschleiern und echte Veränderungen zu verhindern? Hier gibt es ungeschönte aber sachlich argumentierte Antworten auf gut recherchierter Grundlage.
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Die Globalisierungsfalle --> Der globale Countdown 1 27.04.2008
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