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66 von 71 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
4.0 von 5 Sternen
Der Weg gut zu sterben., 4. Dezember 2002
Der glückliche Tod ist eine faszinierende Geschichte in der einmal mehr der brilliante Existenzialist Camus durch seine Sprache und seine Gedanken zu begeistern vermag. Macht Geld glücklich? Nein aber es ist Bedingung für das Glück. Macht ein gesunder Körper glücklich? Nein aber er ist Bedingung für das Glück. Macht Reisen Glücklich? Macht Müßiggang glücklich? Machen Frauen glücklich? Nur wenige Menschen sind in der lage glücklich zu sein, denn nur wenige Menschen besitzen alle Voraussetzungen für Glück. Die Hauptfigur dieses Romanes probiert mit vielen Methoden glücklich zu werden und letztlich, so erschien es mir, fand er das Glück nur im Tod. Lassen sie sich von diesem pessimistischen Absatz nicht abschrecken. Es geht in diesem genialen Buch nicht nur um das sterben, viel mehr, geht es um das Leben, das man führt, um sich die Möglichkeit eines glücklichen Todes zu eröffnen. Camus Stil ist fesselnd und erstklassig wie bei allen Werken die ich bisher gelesen habe und wie all die anderen, kann ich auch bei diesem Buch nur zum Schluß kommen, daß es eigentlich jeder gelesen haben sollte, der sich seine Zeit nicht mit Schundromanen stehlen will, denn schließlich ist unsere Zeit begrenzt und wir sollten darauf achten, daß wir sie gut Nutzen. Dieses Buch trägt mit Sicherheit dazu bei, glücklich zu leben und vielleicht sogar glücklich zu sterben. Viel Vergnügen beim lesen, Gustav
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84 von 94 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Der einzige Sinn des Menschen..., 15. März 2001
...ist es, glücklich zu sein. Das Werk " Der glückliche Tod" von Albert Camus ist für mich das bewegenste Buch dieses wunderbaren Vertreters des Existentialismus. Die Erzählung des zu Beginn recht gleichgültig wirkenden Arbeiters Mersault(er erinnert ein wenig an den Fremden), der durch herzhaftes Handeln an viel Geld gelangt und sein vorheriges Leben konsequent aufgibt, um zu reisen und sich dabei selbst ganz neu zu erfahren, ist eine Lektüre, die den Leser/die Leserin nachhaltig zu verändern vermag. Denn man geht mit Mersaut, läßt sein gewohntes Leben hinter sich, kommt bei den guten Freundinnen auf der anderen Seite des Mittelmeeres an, und genießt das Leben, ohne irgendwelche schweren Gedanken. Und als Mersault die unheilbare Krankheit feststellt, da lebt er auch diese mit absoluter Intensität, will keinen Augenblick seines Lebens verpassen.Er versprüht schwimmend im Meer beim Mondlicht Wassertropfen, "gleichsam die Saat für die Ernte des Glücks". Der Eindruck ist der:froh, fasziniert - ja begeistert zu sein, daß man ist, auf dieser Erde, auf diesem Planeten wandelt, einfach lebt, existiert - ganz unabhängig von der Frage, ob es einen Gott gibt(was ich glaube) oder nicht. Dem Leben , wie es ist, ins Auge schaut, unverfälscht, ehrlich - dann kann man glücklich leben...und sterben. Sehr empfehlenswert!
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16 von 18 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
kann der Tod glücklich sein ....., 13. Mai 2005
.... fragt man sich beim Betrachten des Titels. Und was mag Camus uns antworten? Der Tod ist eben nicht glücklich, wenn man das Leben zuvor nicht als glücklich erlebt. Camus beschreibt in wunderbarer und getragener Sprache über die Dinge des Lebens, deren Wichtigkeit und über die individuelle Freiheit und Unabhängigkeit, die von Hoffnung genährt wird. Er setzt auf dieses Leben, weil es da ist und ein Leben nach den Tod nicht notwendig existiert. Die Langsamkeit, die Detailierung der Erzählung zwingt ebenso zur Ruhe. Warum so langsam? "Zum Leben braucht man Zeit." Zum Glück im Leben sind zwei Dinge nötig, vorab eine Wahl getroffen zu haben und in dieser Wahl einen klarblickenden Willen. "... der Wille zum Glück ...." (S.77) Wenn also das Leben in der Eigengestaltung so glücklich macht, muss dieses Glück bei richtger Anwendung bis in den Tod reichen. Dann ist selbst er [der Tod] glücklich. Diese Geschichte wird erzählt über Patrice Mersault. Dieser tötet im ersten Teil (Der natürliche Tod) Zagreus und nimmt sich sein Geld. Hier steht der Materialismus des Glücks im Vordergrund, zur Sicherung der Existenz. Teil 2 "Der bewußte Tod" schildert die schönen, eher nicht materiellen Dinge zum Glück. Zeit, Freiheit, Unabhängigkeit sind gewünscht. Am besten läßt sich Glück in guter materieller Vorausetzung mit immaterieller Veredlung erleben. Diese Buch erlangte posthum Ruhm. Es lohnt sich zu lesen.
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