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Es gibt keine Ufos über Montana
 
 
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Es gibt keine Ufos über Montana [Broschiert]

Peter Nathschläger
3.2 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (5 Kundenrezensionen)

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Produktinformation

  • Broschiert: 171 Seiten
  • Verlag: Himmelstürmer; Auflage: 1., Aufl. (22. Februar 2006)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3934825508
  • ISBN-13: 978-3934825505
  • Vom Hersteller empfohlenes Alter: Ab 16 Jahren
  • Größe und/oder Gewicht: 20,4 x 14,8 x 1,4 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 3.2 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (5 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 907.681 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

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Peter Nathschläger
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Produktbeschreibungen

COXX Magazin Wien, Dezember 2006

Zur Abrechnung mit kleinbürgerlicher Unmoral, Spießbürgertum und unreflektierter Mediengläubigkeit gerät der zweite Band der Montana Trilogie von Peter Nathschläger. Der vor 19 Jahren mit Schimpf und Schande aus dem kleinen Städtchen Helena gejagte Robert Walden kehrt nach dem Unfalltod seiner Eltern zurück nach Hause. Eigentlich wollte er nur den Nachlass regeln, das Haus verkaufen und dann so schnell wie möglich zurück in den Hexenkessel New York um dort sein Leben als gefeierter Schriftsteller mit weiterführen zu können.

Aber die Vergangenheit holt ihn mit Riesenschritten ein. Jene Kreise, die durch eine Intrige das Leben des damals 18 jährigen zerstört haben existieren noch immer, aber auch seine große Jugendliebe hat den Ort nicht verlassen. Robert bleibt wider Erwarten in Helena und weckt so die Gespenster der Vergangenheit wieder auf…

Das Buch fesselt einen an den Ort, an den man beginnt es zu lesen, sei es nun Couch, Sessel oder Bett. Man lebt und leidet, freut und fürchtet, hasst und liebt mit seinen Figuren. Er versteht es seine Leser zu faszinieren und selbst wenn die bei Nathschläger obligatorischen Gewaltszenen einen auch abstoßen mögen, so stellen sie ein so integralen Bestandteil der Geschichte dar, dass diese unvollständig wirken würde, würden sie fehlen.

Wie auch in manchen anderen seiner Bücher holpert die Geschichte allerdings an manchen Stellen. Obwohl es natürlich Zufälle im Leben gibt, übersteigen sie im Normalfall eine gewisses Maß nicht. Hier allerdings schon. So erinnert ein spezieller Erzählstrang an den Song von Peter Cornelius „Du, entschuldige, i glaub i kenn di“, denn nach 19 Jahren wird von Robert und Walter nahtlos dort weitergemacht, wo die „feine“ Gesellschaft zwei Jahrzehnte zuvor eine Fortsetzung der Romanze, ja eigentlich das Aufblühen der Liebe, unmöglich gemacht hat. Das zwei nun nahezu 40 jährige sich aber benehmen als wären sie wieder 18 und Händchen haltend über einen Schulkorridor schlendern, mag dann aber doch etwas seltsam anmuten. Doch wie sagte schon ein weiser Mann: „Die Liebe macht aus Weisen Narren und Narren weise!“

Im Gegensatz zu anderen Werken des Wiener Autors, herrscht am Ende des Buches Friede, Freude, Eierkuchen, das Gute feiert einen fast vollkommenen Sieg und das Böse wird bestraft. So gleitet das Ende des Romans beinahe schon in den Bereich des Kitsches ab. Aber das stört kaum, man freut sich einfach an dem Glück, dass Robert und Walter nun nach 19 Jahren doch noch gegönnt ist. Fazit: Ein Buch, das einen kaum loslässt. Was hin und wieder an Logik in der Handlung abgeht, wird durch die erzählerische Kraft des Autors, die Faszination seiner Sprache und das meisterhafte Spiel mit Stimmungsbildern mehr als wettgemacht.

Kurzbeschreibung

Text für Vorschau zu: „Dunkle Flüsse“ Peter Nathschläger: „Nachdem David Schneider nach seiner Odyssee quer durch die Vereinigten Staaten von Amerika nach Hause und zu seinen Eltern gefunden hat, (Dunkle Flüsse) dachte ich mir: Bleib noch eine Weile. Hier ist es schön. Hier ist ein guter Platz zum Leben. Da, die Berge, die klaren Seen, die Wälder … und die Kleinstadt Helena. Eine idyllisch gelegene Stadt an den Ausläufern der blauen Berge - eine Stadt, wie geschaffen für Geschichten. Man braucht nur ein wenig spazieren zu gehen, dachte ich mir. Ein bißchen herumgehen und die Augen offenhalten. Und tatsächlich! Da ist eine weitere Geschichte. Eine für die Stadt unrühmliche Geschichte, die im Jahr 1983 zwei verliebte Jugendliche entzweite. Ein Junge wurde von seinen Eltern verstoßen und aus der Stadt getrieben. Eigentlich schon fast ein Drama, wenn nicht doch hin und wieder die Zeit Wunden heilen würde. Denn manchmal genügt es, dass einer, der einst verstoßen wurde, nach Jahren zurückkehrt, um seine Angelegenheiten zu ordnen. Manchmal genügt es, wenn man die richtigen Leute mit Renovierungsarbeiten des Elternhauses beauftragt. Und manchmal genügt es, wenn einige Leute fest davon überzeugt sind, UFOs über Montana gesehen zu haben. Lichter über Helena. Ich war an dem See, den David Schneider seinem Freund Mark Fletcher gezeigt hatte (Mark singt). Ich sah ein paar Halbwüchsigen an einer Busstation vor einem Kiesparkplatz. Ich hatte den Waldrand des Nationalparks im Rücken, die Frühlingssonne war wunderbar, und ich wartete auf den Linienbus, um nach Helena zurück zu kommen. Da sah ich einen Mann Ende Dreißig in einem offenen Wagen vorbeifahren. Braungebrannt, mit einem Ausdruck von Trauer und Wut im Gesicht. Mit ihm sollte die Geschichte beginnen. Wißt Ihr was? Es ist gut, daß ich hier geblieben bin. Denn manchmal geschehen Wunder: Unrecht wird gesühnt, und die Liebe findet ihren Weg. Und am Ende wird alles und jedes gut. Alles wird gut.“

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Die hilfreichsten Kundenrezensionen
5 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Spätes Glück 11. Mai 2006
Format:Broschiert
Die Geschichte ist an sich schnell erzählt: Zwei Halbwüchsige Jungen werden in den achziger Jahren durch eine gehässige Intrige getrennt und finden 19 Jahre später wieder zusammen. Wie sie wieder zusammen finden, wer diese Intrige gesponnen hat und warum, wird in diesem leider zu dünnen Roman erklärt.

Trotz der Druckfehler, die hier schon bemängelt wurden, gebe ich dem Roman ganze fünf Sterne, weil PN für mich zu den herausragenden Erzählern gehört. Jede Figur in seinem Roman lebt und gewinnt pro Seite an Intensität, die nebeneinander her laufenden Handlungen sind perfekt aufeinander abgestimmt und das Timing ist beeindruckend.

Beeindruckend ist für mich bei den Büchern von PN jedesmal, das er zwar über schwule Jugendliche schreibt, nie jedoch in diesen bauchnabelschauseligen Sermon anderer schwuler Autoren rutscht, die das Coming Out zur Chefsache machen und ach so betroffen sind. Nathschlägers Ton ist erfrischend lakonisch, manchmal rüde, oft salopp und doch zärtlich. Mir vermittelt die Sprache das Gefühl, als ginge es dem Autor wirklich nur darum, seine Geschichte zu erzählen und nicht, um ihn als Autor. Wie er schon in diversen Webforen schrieb: Die Story ist der Boss. Und dem hat sich alles unterzuordnen. Klarer kann man es nicht sagen.

Ich weiß nicht, welche Ansprüche andere Leser an Bücher stellen. Ich möchte einfach nur gute Geschichten lesen. Und das hier ist ganz einfach eine gute Geschichte. Anspruch erfüllt, fünf Sterne.
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14 von 18 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Format:Broschiert
Man glaubt es immer nicht, aber es gibt sie wirklich: Word-Dokumente im Buchformat. Das erste, was auffällt, ist die serifenlose Schrift, die nach meinem Empfinden eher das Lesen langer Texte erschwert als eine besondere Gestaltung darstellt. Der Text klafft in Ermangelung eines ordentlichen Ausgleichs auf den Zeilen und mitten im Satz springt einem ein anderer Schriftschnitt entgegen. Der Bindestrich wird an einigen Stellen als Gedankenstrich verwendet, Apostrophe fallen als Kommata auf die Zeile oder werden durch freistehende Accent aigues erstetzt und ausführene Gänsefüßchen werden auch gern mal als einführende Gänsefüßchen genutzt. Eine Katastrophe.

Ebenso finden sich kleine Rechtschreib- und Grammatikfehler im Text. Der Text auf der Rückseite enthält sogar einen inhaltlichen Fehler: "Wiedersehen [der beiden Jungen] nach 30 Jahren". Getrennt wurden die beiden 1985 und das Buch spielt im Jahr 2004. Das sind für mich 19 Jahre. Das Buch macht auf mich sehr stark den Eindruck, dass es keinen Lektor gab.

Den Schreibstil finde ich an sehr vielen Stellen zu vulgär "Sylvia sah aus wie durch den Arsch gezogen". Auch mangelt es mir an Spannung in dem Buch. Ich konnte es jederzeit bei Seite legen ohne ein Verlangen zu haben, es weiter zu lesen.

Der Inhalt wirkt eher flach und zusammen gestückelt und wird durch verschiedene parallel laufende Erzählungen verwischt. Auch finde ich den Kern der Geschichte -- dass man nicht alles glauben sollte, was irgendwer erzählt und mehr Vertrauen zu den Menschen um sich herum haben sollte -- nicht sehr gut ausgearbeitet.

Fazit: Das Beste am Buch ist noch das Bild auf dem Denkel.

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9 von 12 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Zurück zur Romantik 2. März 2006
Von Ein Kunde
Format:Broschiert
Nach den eher brutalen und tragischen Büchern kehrt Nathschläger zur Romantik zurück. Und wie!
In diesem leider viel zu kurzen Buch (Deshalb ein Stern Abzug) presst er die Geschichte zweier Männer, die in ihrer Jugend getrennt wurden und sich nach 19 Jahren wiederfinden.
Als Teenager waren sie verliebt ineinander gewesen, bis eine boshafte Intrige sie auseinander riss. Der eine ging weg und wurde Schriftsteller, der andere blieb in Helena, entwickelte sich aber ganz anders, als es die Urheber der Intrige geplant hatten. Als der Schriftsteller nach 19 Jahren zurückkehrt um die Erbschaftsangelegenheiten nach dem Tod seiner Eltern zu ordnen, läuft in Helena bald alles aus dem Ruder.
Eine leichtfüßige Geschichte, deren Ende man auch den Jungs von Brokeback Mountain wünschen würde. Witzig finde ich die Querverweise zu seinen früheren Büchern. Und erstaunlich, dass der Autor sogar über so etwas wie Sinn für Humor verfügt.
Schlicht - ein Buch, das glücklich macht und das man mit einem Lächeln im Gesicht zuende liest.
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