Chen Man-Ch'ing begann Taijiquan Mitte 20 als letzten Ausweg, eine schwere Lungentuberkulose in den Griff zu bekommen, zu erlernen. Ärzte gaben ihm 6 Monate, doch das Lernen und Praktizieren des Taijiquan und Qigong ließen ihn 70 und älter werden! Diese Geschichte mag man glauben oder nicht, die Qualitäten und Fähigkeiten dieses Mannes sind wahr. Cheng Man-Ch'ing war trotz seines Alters und eines ansonsten recht schwachen Körpers in der Lage, seine Schüler beliebig im Dojo hin- und herzuschleudern. Oder besser: immer wieder an ihm vorbeilaufen zu lassen. Taji lehrt, wie das Wasser zu sein. Niemand kann Wasser aufhalten oder "treffen", doch der Macht des Wassers kann man sich nur schwer entziehen, sollte es über einem hereinbrechen. Dieses Buch lehrt nicht eine der Formen des Taijiquan, doch es ist unbezahlbares Hintergrundbuch und Informationsquelle für jeden, der Taiji erlernt. Auch Fortgeschrittene sollten nicht zu hochmütig sein, dieses Buch zu lesen, denn zu Taiji gehört mehr als Bewegungen machen und Partner herumzuschubsen... viel mehr! Man spürt deutlich die Zuneigung des Autors, Wolfe Lowenthal, zu seinem Meister, und im Vorwort, geschrieben von einem weiteren Schüler Chengs, Robert W. Smirth, erkennt man sofort, was zum Erlernen von Taiji noch gehört außer Bewegungen und Partnerübungen. Ich habe es einmal gelesen, und ich bin überzeugt, daß ich es noch mindestens 10 weitere Male lesen werde, und es wird mir jedesmal einen weiteren Schlüssel zum Taiji schenken.