"Die größte Gemeinheit aller Drogen ist wohl, daß sich das erste gelungene Mal nie mehr wiederholen läßt und man sich anschließend eigentlich nur noch auf der Suche nach diesem verlorenen Glück befindet", erklärt Wecker. Dieser Satz ist exemplarisch für die Aufrichtigkeit und Natürlichkeit, mit der sich K.W. in seinem Buch präsentiert. Immer mit philosophischen und spirituellen Aspekten verbunden, sind seine Gedankengänge durchaus interessant und sein Abrutsch in den jahrelangen Konsum von Kokain "nachvollziehbar". Er ist eine faszinierende Persönlichkeit, dessen hedonistische Suche nach unbegrenzter Freiheit und der für ihn reinen Wahrheit zuletzt fast an den physischen und psychischen Folgen des "Base" gescheitert wäre. Auch jemand, der die herrschende Moral als äußerst fragwürdig und vergänglich betrachtet. Die Lektüre dieses Buches bietet einen unverfälschten Einblick in die Gedankenwelt des Künstlers, der durch miserable Boulevard-Berichterstattung bisher leider zu einseitig behandelt wurde.