Die hilfreichsten Kundenrezensionen
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7 von 10 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
4.0 von 5 Sternen
Italo Calvino, ganz so wie ich ihn schätze., 1. September 2001
Von Ein Kunde
Der Krieg läßt keinen verschont, das war schon immer so. Auch Medardo di Terralba mußte in den Türkenkriegen Federn lassen. Geteilt von Kopf bis Fuß kehrt er in die Heimat, jedoch zum Leidwesen Aller ist offensichtlich die gute Hälfte auf dem Felde der Ehre geblieben. Der böse Medardo verliebt sich in die schöne Schäferin Pamela, die allerdings von seinem bösen Wesen nicht begeistert ist. Doch da taucht ein Doppelgänger Medardos auf, der zudem höflich und gutartig erscheint. Ein Duell ist nicht vermeidbar...Italo Calvino ist mit „Der geteilt Visconte" ein amüsanter Roman gelungen, der zusammen mit den Romanen „Der Baron auf den Bäumen" und „Der Ritter, den es nicht gab" die Trilogie: „Unsere Vorfahren" bildet. Eine Reigen von Wolkenschieber, Utopisten und Schwärmer, köstlich inszeniert vom großen Illusionist Italo Calvino.
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4 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
3.0 von 5 Sternen
Surrealistisches Märchen für Erwachsene, 8. August 2005
Der Visconte Medardo de Terralba wird in den Türkenkriegen von einer Kanonenkugel gespalten. Zwei Hälften kehren nach Hause zurück: eine bösartige, mordlustige Hälfte, die Angst und Schrecken unter der Bevölkerung verbreitet, und eine gute, hilfsbereite. Die beiden Hälften des Visconte wissen jedoch nichts voneinander. Erst als sich beide in dasselbe Mädchen verlieben werden sie einander gewahr. Es kommt zum Duell, in dem beide Hälften verwundet werden - ein Glücksfall für Doktor Trelawny, ein englischer Arzt, der von seiner Profession eigentlich angewidert ist, den aber der Gedanke, die zwei Hälften des Visconte wieder zusammenzufügen denn doch reizt...„Der geteilte Visconte" ist eine märchenhafte Erzählung über die sprichwörtlichen „zwei Seelen" in eines Menschen Brust. Nicht besonders „calvinoesk" verschlüsselt, aber dennoch ein lohnendes Beispiel seiner surrealistischen Erzählkunst. Erzählt wird die Geschichte des geteilten Adeligen aus dem Blickwinkel eines Kindes, seines Neffen, wodurch auch noch die unglaublichsten Ereignisse realistisch erscheinen, denn es wird nicht reflektiert, sondern phantasiereich schillernd beschrieben. Durchwoben ist das Ganze mit einem leichten, augenzwinkernden Humor, der die (wenigen) Momenten, da das Märchen ins Pädagogische abzudriften droht, geschickt abwendet. Als „leichter" Einstieg in Calvinos Welt bzw. als "Calvino-Geschmackstest" zu empfehlen - denn die Werke von Italo Calvino sind auf jeden Fall Geschmackssache.
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3 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
4.0 von 5 Sternen
Das Gute und das Böse, 2. März 2005
Der geteilte Visconte ist ein Buch, das unmerklich zum Philosophischen wird.Gut und Böse. Der große Gegensatz. Aber es wird klar, daß man gut und böse nicht so einfach trennen kann. Die Welt ist eben nicht nur schwarz und weiß. Es gibt viel mehr. Und auch der Spruch "Wer gutes säht, wird gutes ernten" wird sehr deutlich widerlegt. Das Buch kann ich nur empfehlen. Die Geschichte ist spannend. Die Idee beide Gegensätze darzustellen ist gelungen. Das Buch liest sich manchmal wie eine Horrorgeschichte, und manchmal wie ein Märchen. Ein gutes Buch.
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