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Die hilfreichsten Kundenrezensionen
1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Ein Klassiker,
Von Bücherwurm629 (Saarland) - Alle meine Rezensionen ansehen
Rezension bezieht sich auf: Es geschah am hellichten Tag / Edition Deutscher Film (DVD)
Zwei grandiose Schauspieler, Heinz Rühmann als Kommisar und Gerd Fröbe als psychisch gestörter Mädchenmörder.Obwohl in diesem Film keine Gewaltszenen zu sehen sind und erst recht keine Leichen, lässt einem alleine das auftreten von Gerd Fröbe schon das Blut in den Adern gefrieren. Heinz Rühmann als Polizist, mit ungewöhnlichen Ermittlungsmethoden, versucht ein Mädchen vor dem sicheren Tod zu bewahren. Jegliche Gewaltszene bleibt der Phantasie des Zuschauers überlassen, es ist bis auf eine Stelle im Film noch nicht einmal Blut zu sehen, vielleicht macht grade das den Film so gruselig. Genialer Krimi nach dem gleichnamigen Buch von Friedrich Dürrenmatt. Bild und Ton stammen noch aus schwarz - weiß - Zeiten, sind dafür aber erstaunlich gut. Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen
5.0 von 5 Sternen
Klassiker des dt. Films,
Rezension bezieht sich auf: Es geschah am hellichten Tag / Edition Deutscher Film (DVD)
Es handelt sich hier meiner Ansicht nach um einen der großen deutschen Filme und dies sicher vor allem aufgrund der hochkarätigen Besetzung. Der geniale Gerd Fröbe als Kindermörder lässt einen den Schrecken in die Glieder fahren, während Heinz Rühmann als trockener und beinahe verzweifelt wirkender Kommissar, der kaltblütig ein kleines Kind als Köder einsetzt um den Mörder zu stellen.Ich habe mir den Film gerade wieder angesehen und muss sagen: Ohne Action, Ohne Farbe aber mit einer großartigen Spannungskurve. Ein Klassiker Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen
2 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
4.0 von 5 Sternen
Jeder Mensch ist ersetzbar,
Von
Rezension bezieht sich auf: Es geschah am hellichten Tag / Edition Deutscher Film (DVD)
Auch wenn Oberleutnant Matthäi (Heinz Rühmann) von der Zürcher Kantonspolizei auf seiner Abschiedsgala letztlich wohl aus artiger Bescheidenheit mit dem Hinweis auf die Austauschbarkeit eines Menschen durch einen anderen die allgemeinen ihn betreffenden Lobeshymnen pariert und diesen Hinweis noch durch die Erwähnung der Gesetze und Statuten moderner Systeme ergänzt, die jedem Funktionsträger genau vor Augen halten, was in seiner Position wie zu tun sei, so daß eigentlich jeder andere die gleiche Funktion ausfüllen könnte, so erscheint doch angesichts der Tatsache, daß Matthäi kurz zuvor die Eltern der ermordeten Gritli Moser in all ihrer Verzweiflung und ihrem Schmerz mitansehen mußte, ein solcher Hinweis nachgerade unmenschlich und fühllos. Und so könnte man denn auch fragen, ob die Hartnäckigkeit, mit der Matthäi auf eine Aufklärung des Mordfalles hinarbeitet, nachdem dieser von allen anderen schon als gelöst ad acta gelegt worden ist, sich wirklich aus der subjektiv bindenden Kraft des Versprechens speist, das er den Eltern gegeben hat, oder ob hier nicht vielmehr ein unmenschlicher Pflichtbegriff den Ermittler vorantreibt - unmenschlicher noch als der von Kant geprägte, denn immerhin bedient sich Matthäi hier einer Mutter und ihres Kindes als Werkzeuge, um den Täter aus der Reserve zu locken.Friedrich Dürrenmatt, der unter anderem mit Hans Jacoby das Drehbuch zu Ladislao Vajdas Filmklassiker "Es geschah am hellichten Tag" (1958) als Auftragsarbeit schrieb, war mit dem am Ende entstandenen Film nicht wirklich zufrieden. Zum einen fand er Rühmann in der Rolle des Ermittlers zu blaß, zum anderen lehnte er das Ende als zu brechstangenpaßgenau ab und gab dem Stoff in seinem anschließend verfaßten Roman "Das Versprechen" ein anderes, tragischeres Ende. Dieser Roman wurde unter anderem von Sean Penn im Jahre 2001 unter dem Titel "The Pledge" mit Jack Nicholson in der Hauptrolle verfilmt, und diese Umsetzung des Stoffes hat mir, ehrlich gesagt, um einiges besser gefallen als der Klassiker von Vajda, weil bei Penn der Ermittler einfach die interessantere Figur und auch die Tragik der Geschichte noch bewegender ist. Dennoch gehört auch "Es geschah am hellichten Tag" trotz der unverkennbaren Schwäche seines Endes zu den Filmen, die man gesehen haben muß, und ich sage dies nicht nur, weil Gert Fröbe als unheimlicher Psychopath, hinter dessen Mantel ein hölzerner Kasper mit unheimlicher Fistelstimme sein unheilvolles Spiel treibt, mir wohl für den Rest meines Lebens alptraumhafte Schauer über den Rücken jagen wird - ich habe diesen Film seinerzeit dank der großzügigen Handhabung meiner Großeltern einige Jährchen zu früh gesehen und werde ihn deshalb wohl nie ganz unbefangen schauen können. Nein, auch die Szenen, in denen der verängstigte Hausierer Jacquier (Michel Simon) von den unbarmherzigen, ihrer Sache zu sicheren Polizeibeamten (u.a. Siegfried Lowitz) in die Mangel genommen und schließlich zu einem falschen Verzweiflungsgeständnis getrieben wird, gehören zu den eindringlichsten Aufnahmen des deutschen Filmes. Vajdas Inszenierung ist unaufgeregt und bodenständig wie die Landschaft, in der sich die Handlung zuträgt, samt ihren Bewohnern und schafft es dabei doch, vor allen Dingen durch die von kahlen Bäumen dominierten Anfangsszenen, aber auch sparsam eingesetzte close-ups - etwa auf die sich windenden Hände, mit denen der von seiner tyrannischen Frau gescholtene Mörder Schrott eingeführt wird -, eine unheilvolle, bedrückende Atmosphäre heraufzubeschwören. Über Gert Fröbes großartige Darstellung des krankhaften Mörders muß wohl kein weiteres Wort verloren werden, denn immerhin hat sie wohl nicht unbeträchtlich dazu beigetragen, ihm den Weg ins internationale Kino zu ebnen. Aber auch Heinz Rühmann ist in seiner Rolle nicht so schlecht, wie es Dürrenmatts Kritik vermuten ließe - und ich sage dies als jemand, der beileibe kein Rühmann-Fan ist. Sein Matthäi verkörpert einen Polizisten, dessen einzige Leidenschaft der Durchsetzung von Gesetz und Recht gilt - man beachte nur das Geschick und den Mut, mit denen sich Matthäi dem selbstgerechten Lynchmob im Gasthaus gegenüberstellt, der Jacquier schon an Ort und Stelle den Garaus machen will -, und der so sehr an der Erledigung dessen, was er als seine Arbeit versteht, interessiert ist, daß ihm menschliche Erwägung erst in zweiter Linie interessieren. Überspitzt könnte man formulieren, daß Matthäi nicht für die Menschen arbeitet, sondern für die von ihm angeführten Gesetze und Statuten, die den einzelnen Menschen als Funktionsträger eben so ersetzbar machen. Paradoxerweise scheint er dabei aber doch schwieriger zu ersetzen zu sein als seine Kollegen, die eben weniger Beharrlichkeit und Scharfsinn an den Tag legen. Und dieser von Rühmann eben eher als farb- und leidenschaftslos, distanziert und unnahbar verkörperte Matthäi paßt ausgezeichnet in die von Vajda verfilmte Geschichte. Die vom Label Arthaus herausgebrachte DVD verfügt über Untertitel für Hörgeschädigte, gibt aber leider keine Extrainformationen zum Film - außer einem kurzen Text von Mathias Schreiber auf der Innenseite des Covers. Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen
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