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Was geschah am 17. Juni? Vorgeschichte, Verlauf, Hintergründe
 
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Was geschah am 17. Juni? Vorgeschichte, Verlauf, Hintergründe [Taschenbuch]

Hans Bentzien
2.0 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (3 Kundenrezensionen)

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Produktinformation

  • Taschenbuch: 213 Seiten
  • Verlag: Edition Ost; Auflage: 1 (2003)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3360010426
  • ISBN-13: 978-3360010421
  • Größe und/oder Gewicht: 20,8 x 12,6 x 2 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 2.0 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (3 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 1.005.284 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

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Hans Bentzien
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Produktbeschreibungen

Aus der Amazon.de-Redaktion

Rund um den in der Bundesrepublik bis 1990 als "Tag der deutschen Einheit" gefeierten 17. Juni kam es 1953 in der DDR zu massiven Protestaktionen, die ohne das Eingreifen der sowjetischen Roten Armee das frühzeitige Ende des "Arbeiter- und Bauernstaates" bedeutet hätten. Von allen Publikationen, die pünktlich zum 50. Jahrestag dieses Volksaufstandes in die Auslagen des Buchhandels gelangen, ist Was geschah am 17. Juni? vielleicht die interessanteste.

Der Autor ist zweifelsfrei zu den bestinformierten Zeitzeugen zu zählen, die sich bislang schriftlich der Ereignisse rund um dieses Datum ernsthaft angenommen haben. Denn Hans Bentzien war seit 1946 SED-Mitglied und in den 60er-Jahren DDR-Kulturminister, bis er 1966 wegen "ernsthafter Fehler im Amt" entlassen wurde. Danach war er für verschiedene Verlage tätig, bevor er letzter Intendant des DDR-Staatsfernsehens wurde. Er kennt also das Innerste des DDR- und SED-Systems aus eigener Anschauung.

Außerdem verfügt Bentzien, der nirgends Zweifel darüber aufkommen lässt, auf welcher Seite er damals stand, über einen analytischen und historisch geschulten Verstand. Davon sowie von seiner Begabung als Autor konnte man sich zuletzt bei der Lektüre von Das ungleiche Königspaar. Der schiefe Fritz und die allerschönste Prinzessin überzeugen. In der nun vorliegenden, man darf durchaus sagen: Untersuchung zum 17. Juni kommt es ihm "nicht nur auf die Beschreibung der Vorgänge an", über die es genügend Material gebe, "sondern auf die Beantwortung der Frage, welche unterschiedlichen Strömungen in diesen Tag X mündeten".

Wie weit die von Bentzien angebotenen Antworten im einzelnen auch tatsächlich tragen mögen: Was geschah am 17. Juni bietet wie bereits zu anderen DDR-Themen eine Reihe zeitgeschichtlicher Bücher des Verlages edition ost auch und gerade für westdeutsche Leser ausgesprochen interessante Einsichten. Und dies nicht nur über den 17. Juni 1953! --Andreas Vierecke

Über den Autor

Hans Bentzien, Politiker, Publizist und Buchautor, geboren 1927 in Greifswald. Nach dem Kriegsabitur zur Wehrmacht eingezogen, arbeitete er nach seiner Rückkehr aus britischer Gefangenschaft als Lehrer, studierte dann in Jena und Moskau und wurde 1961 Kulturminister. Wegen "Sabotage der Parteibeschlüsse" 1966 abgelöst, arbeitete er als Verlagsleiter und ab 1975 beim staatlichen Komitee für Fernsehen, wo er 1979 erneut abgesetzt wurde. 1989/90 letzter Intendant des DDR-Fernsehens. Er hat zahlreiche Bücher besonders zur preußischen und NS-Geschichte sowie Biografien veröffentlicht. Hans Bentzien lebt in Reichenwalde bei Berlin.

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Kundenrezensionen

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Die hilfreichsten Kundenrezensionen
1 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
17. Juni einmal anders 25. April 2003
Von jbrht
Format:Taschenbuch
Zum 50. Jahrestag (2003) wird der 17. Juni 1953 hier von einem Zeitzeugen einmal anders als in der gewohnten Schwarz-Weiss-und -sonst-nichts-Sicht der jeweiligen politischen Lager dargestellt. Neben eigenen Eindrücken und damaligen sowie späteren Erkenntnissen des Verfassers kommen in längeren Zitaten auch andere, heute z. T. fast Vergessene zu Wort. Der Verfasser entwickelt letztlich eine von den üblichen Erklärungen abweichende Sicht auf die Abläufe und speziell auf die Hintergründe der Ereignisse, über die nachzudenken sich lohnt.
War diese Rezension für Sie hilfreich?
6 von 14 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Verfälschung 17. Mai 2003
Von Ein Kunde
Format:Taschenbuch
Das Buch steht in einer Reihe mit jenen Büchern, die nach dem Untergang von Diktaturen bemüht sind, die Diktatur schön zu reden. Der Verfasser, seit Anfang der 1950er Jahre als SED-Funktionär in der DDR tätig, wärmt viele der alten Legenden über den Volksaufstand in der DDR 1953 auf und unterscheidet sich dadurch erheblich von den vielen anderen Büchern, die 2003 über den demokratischen Volksaufstand erschienen sind. Er fügt den alten Legenden sogar noch eine neue hinzu und behauptet, der Aufstand sei von den Berija-Leuten (sowjet. Geheimdienst) ausgelöst worden. Dies läßt tief in das Geschichtsverständnis von Bentzien blicken: Kein Geheimdienst dieser Welt könnte einen Aufstand in mehreren hunderten Orten zeitgleich mit immer wieder den gleichen Forderungen auslösen. Warum der Autor seine Quellen nicht offen legt bleibt sein Geheimnis. Hier wird an neuen Geschichtslegenden gestrickt, die aber offenbar - die Verkaufszahlen zeigen es - noch immer ein dankbares Publikum finden. Es gibt genug andere Bücher - mit sehr unterschiedlichen Bewertungen und Ansätzen -, die es lohnen, sich mit diesem wichtigen Thema auseinanderzusetzen.
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3 von 9 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Von Ein Kunde
Format:Taschenbuch
Es gibt leider immer noch ein paar Ewiggestrige, die es bis heute nicht verkraften können, was am 17. Juni passiert ist und sich in in die immer gleichen (und nach 50 Jahren auch nicht mehr neuen) Verschwörungstheorien flüchten, nach denen der Volksaufstand ein Produkt westlicher Geheimdienste, Propaganda usw. ist.
Nun ja, zumindest in den ehemaligen Funktionärskreisen im ehemaligen Ost-Berlin wird dieses Buch sicher reißenden Absatz finden und auf bestätigendes Kopfnicken treffen. Alle anderen sollten sich lieber nach seriöseren Informationsquellen umsehen.
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