Es ist nicht mehr ganz ein Jahr, bis das Dritte Reich seinen Abschluss finden wird und die Stimmung im Land ist unwahrscheinlich. Mit etlichen Verwandten und Bekannten im Felde, anderen im KZ oder im Gefängnis und nicht wenigen unter der Erde sind die Deutschen immer noch geteilt in NS-Befürworter und anscheinend machtlose Gegner. Deserteure und "Volksschädlinge" werden en masse hingerichtet und man kommt mit dem Töten kaum noch nach - während die Polizei kaum Personal, Ressourcen oder Zeit hat um "normale" Verbrechen aufzuklären. Polizisten wie Hermann Kappe sehen sich immer mehr selbst auf der Abschussliste.
Da ist der Mord an einer Parteigenossin und anscheinend hauptberuflichen Denunziantin für die Beamten vom Alex nicht unbedingt überaus dringend. Liegt doch der Verdacht nah, dass Angehörige eines ihrer Opfer zu den Schuldigen gehört. Als dann aber eine weitere Tote mit ähnlichen Verletzungen auftaucht, sucht die Mordkommission intensiver nach dem getarnten Mörder, während andere um sie herum ganz offen und unbehelligt unterwegs sind und ihnen sogar Befehle erteilen.
Bedrückend in seiner Glaubwürdigkeit in der Darstellung der inneren und äußeren Atmosphäre der Menschen in der damaligen Zeit.