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Die hilfreichsten Kundenrezensionen
47 von 48 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
wunderbar und spannend,
Von Walter Knopf (reichshof, nordrhein-westfalen Deutschland) - Alle meine Rezensionen ansehen (REAL NAME)
Rezension bezieht sich auf: Da geht ein Mensch: Autobiographischer Roman (Gebundene Ausgabe)
Der Titel sagt es schon: "Da geht ein Mensch" ist die zutiefst warmherzige und vielfarbige, mit nur wenig Fiktion angereicherte Autobiographie des Schauspielers Alexander Granach, der in den ersten Dekaden des 20. Jahrhunderts bekannt war und 1945 starb, als er gerade im Begriff war, in Hollywood zum Star zu werden. Sein "autobiographischer Roman" zeichnet sich vor allem durch die einfühlsame Schilderung des ostjüdischen Milieus, geprägt von Kinderreichtum, Armut und Minderheitenbewußtsein, aus. Selbst aus einer Kleinbauernfamilie stammend, spielen Erdverbundenheit, Familie und eine den Alltag durchziehende Religiosität eine große Rolle. Auch dieser vorsichtige Einblick in die jiddische Kultur macht das Buch so lesenswert. Insgesamt eine Parabel auf das Leben, mit viel Weisheit, aber auch immenser Energie und Lebensfreude. Die Schilderung seiner Fronterfahrungen im ersten Weltkrieg zeigen, daß hier der Blick nicht nur auf das bewegte Leben Alexander Granachs, sondern auch auf eine stürmische Zeit gerichtet wird. Daß Lion Feuchtwanger und Peter Härtling das Buch auf dem Klappentext empfehlen, spricht ja eigentlich schon für sich. Sehr, sehr spannend, absolut empfehlenswert.
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18 von 19 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Eine große deutsche Autobiographie,
Von Carl-heinrich Bock "Literatur- und Kinofan" (Bad Nenndorf) - Alle meine Rezensionen ansehen (TOP 500 REZENSENT) (HALL OF FAME REZENSENT) (REAL NAME)
Rezension bezieht sich auf: Da geht ein Mensch: Autobiographischer Roman (Gebundene Ausgabe)
In seinen Memoiren, die eigentlich die Chronik einer ganzen Epoche sind, schreibt der 1890 in Werbowitz/Galizien geborene Alexander Granach seinen Lebensweg vom Bäckergesellen in Berlin, über die Schauspielkarriere, die Flucht im Jahre 1933 aus Deutschland in die Schweiz und die Emigration im Jahre 1938 in die USA.Dieser „besondere Mensch" schreibt von seiner Familie, in der er mit acht Geschwistern aufgewachsen ist. Er erzählt in heiterer Bekümmertheit von den Menschen, denen er begegnet ist, in der alten wie in der neuen Welt, und er vermittelt einen bleibenden Eindruck von der grenzenlosen Armut in seiner kleinen Heimatstadt, aber er zeigt auch, wie Liebe, Schmerz, Tod und jüdische Tradition die Menschen miteinander verbunden hat. Er schreibt von seinem patriarchalischem Vater und seiner bienenfleißigen, selbstsicheren Mutter. Mit seinem erzählerischen Talent zeigt er auf, wie atemberaubend er Menschliches in sich aufnehmen kann und wie er informativ und kritisch, ernsthaft und oft auch ironisch, detailgetreu wiedergeben kann. Es ist ein außergewöhnliches Buch, voller Menschlichkeit, Weisheit, Traurigkeit, Klugheit und Humor. Ein grandioser, autobiographischer Roman, von einem der bedeutendsten expressionistischen Schauspieler. Die Gemeinschaft, die ihn im Leben begleitet, macht ihn zu einem „Menschen" mit jüdischen Wurzeln, denn das ist das größte Kompliment, was man einem Menschen im Jüdischen machen kann. Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen
12 von 13 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Etwas Besonderes,
Von
Rezension bezieht sich auf: Da geht ein Mensch: Autobiographischer Roman (Taschenbuch)
Die Erinnerungen des Schauspielers Alexander Granach sind etwas Besonderes. Er war ja kein Berufsschriftsteller, und er starb, bevor das Buch veröffentlicht wurde, so daß er es nicht mehr vorher bearbeiten konnte - und gerade deshalb haben diese Memoiren so einen unverbrauchten, direkten Charme; man kommt sich vor, als würde einem der Autor gegenübersitzen und einem etwas erzählen. Was er erzählt und wie er es erzählt, das ist zugleich sehr realistisch und sehr poetisch. Granach verklärt die Welt nicht, in der er aufgewachsen ist: seine Familie, das osteuropäische Judentum, Galizien, die k.u.k. Monarchie, das alte Europa, und bringt einem gerade so nahe, was das Besondere daran war. Er schwärmt nicht und er klagt nicht - oder kaum - und ist deshalb so überzeugend. Das Wort "Mensch" im Titel ist bei ihm Programm: mit Menschen verschiedener Völker und Religionen kommt Granach in seinem Leben zusammen, und er bemüht sich, hinter dem Trennenden immer die Menschen als Menschen zu sehen und ihnen als Mensch zu begegnen - aber eben als einer, der - weil er ein Mensch ist - geprägt ist durch das, was er mitbringt, durch seine Herkunft, durch seine Religion.Die Erinnerungen Granachs gehen bis zum Ende des 1. Weltkriegs. Seine darauffolgende Karriere in Deutschland und im Exil wird in dieser Ausgabe durch einige Fotografien angedeutet; eine gute Idee, die das Buch ergänzt, ohne es aufzublähen. Leider hat man den Text in die neue Rechtschreibung gezwungen, was das Lesen nicht gerade erleichtert. Trotzdem ist es sehr schön, daß das Buch jetzt in dieser preiswerten und schön gestalteten Ausgabe erhältlich ist, und es sind ihm viele Leser zu wünschen. Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen
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