Das Buch erinnert stark an die "Suche nach dem Regenbogen", zumindest was das Personenrepertoire und seine Ausgestaltung betrifft. Und auch die Handlung zeigt Parallelen. Sicher, die Protagonistin ist diesmal Schriftstellerin und als Frau wegen ihres Familienfeldes viel abhängiger gestaltet, aber die für Riley typischen Grundzüge sind zu erkennen. Ein Schwachpunkt der Handlung ist, wie das Hauptproblem (die Ausschaltung des Kopfes) letztlich zustande kommt. Beim historischen Hintergrund hält sich die Autorin an gängige Vorstellungen, die aber von der neueren Forschung längst (zumindest zum Teil) widerlegt sind. Immerhin, die Zutaten stimmen, werden entsprechend schmackhaft serviert und sind auch ganz bekömmlich. Im Vergleich zu ihren vorherigen Romanen wirkt dieser aber recht rückschrittlich. Es entsteht der Eindruck, dass die Autorin begonnen hat, sich in dem, was sich bei ihren Lesern/innen bewährt hat, festzufahren. Hoffentlich wagt sie es bei ihrem nächsten Buch wieder einen neuen Weg zu beschreiten, auch auf die Gefahr hin, dass es nicht so gut ankommen wird. Bis dahin, kann das vorhandene Buch zumindest das Warten verkürzen.