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Das geheime Leben der Tiere
 
 
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Das geheime Leben der Tiere [Gebundene Ausgabe]

Ernst Meckelburg
3.8 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (4 Kundenrezensionen)

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Produktinformation

  • Gebundene Ausgabe: 288 Seiten
  • Verlag: Langen/Müller (2003)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3784429041
  • ISBN-13: 978-3784429045
  • Größe und/oder Gewicht: 21,8 x 14,4 x 3,6 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 3.8 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (4 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 324.669 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

Produktbeschreibungen

Kurzbeschreibung

Tiere sind keine seelenlosen Bio-Roboter. Vielmehr haben Wissenschaftler experimentell nachgewiesen: - Tiere können durchaus artspezifisch bewusst denken, kombinieren und folgern - Tiere verfügen über eine überzeugende Arbeitsintelligenz und über ein erstaunliches umweltangepasstes Bewusstsein und Gedächtnis - Tiere vollbringen physische Höchstleistungen, besitzen zudem ein raffiniertes Ortungs- und Heimfindevermögen sowie präzise funktionierende Super-Sinne.

Seit Jahrzehnten versuchen Astrophysiker außeririsches Leben aufzuspüren - die wirklichen “Aliens” aber - nämlich unsere tierischen Mitgeschöpfe - leben mitten unter uns, ohne dass wir uns ihrer fantastischen Fähigkeiten so recht bewusst werden. Dieses spannende Sachbuch lehrt uns, die außergewöhnlichen Leistungen der Tiere besser zu verstehen.

Der Autor über sein Buch

Tiere warnen vor Anfällen und Schocks

Es ist bekannt, dass viele Tiere ein Gespür für bevorstehende Katastrophen entwickeln und durch ihr ungewöhnliches Verhalten Menschen in ihrer Umgebung vor Unwetter, Erdbeben und anderen Gefahren warnen. Ganz gezielt setzt man heute auch auf den therapeutischen Effekt, den Tiere auf Menschen ausüben. Tiere werden immer häufiger in Krankenhäusern, Hospizen, Senioren- und Pflegeheimen sowie in der Psychiatrie eingesetzt, um das psychische und körperliche Wohlbefinden von Patienten und älteren Menschen zu verbessern, u.a. um die Triglyzeride- und Cholesterinwerte, den Blutdruck und die Pulsfrequenz zu senken. Weniger bekannt ist, dass Hunde auch Warnfunktionen persönlicher Art ausüben, ihren Besitzern bevorstehende epileptische Anfälle bzw. hypoglykämische Schocks (Unterzuckerung) signalisieren können, so dass die Betroffenen rechtzeitig Gegenmaßnahmen ergreifen können. Dr. Elizabeth Rudy, Tierärztin in Seattle (USA), ist Epileptikerin. Immer, wenn in ihrer Wohnung ein Anfall zu erwarten ist, kommt ihr Golden Retriever Ribbon zu ihr, leckt ihr die Hände, schaut sie unentwegt an und winselt. Wenn der Hund angeleint mit Frauchen unterwegs ist, hält er vor einem Anfall unvermittelt an, lässt er die Ohren nach unten hängen, so dass Frau Rudy Zeit hat, nach einer Sitzgelegenheit Ausschau zu halten. Bellt ihr Golden Retriever-Rüde "Rupert" anders als gewöhnlich, weiß die Engländerin Tony Brown-Griffin sofort, dass es Zeit ist, sich an einen ruhigen Ort zu begeben, um einen epileptischen Anfall vorbeigehen zu lassen. Die Warnung erfolgt meist bis zu 40 Minuten vor der Attacke. Der Hund war von der britischen Organisation Support Dogs als "Krankenhelfer" ausgebildet worden und sollte eigentlich nur bellen, wenn es Frau Brown-Griffin schlecht geht, um die Aufmerksamkeit von Helfern zu erregen. Nach einiger Zeit begann er jedoch, immer früher anzuschlagen, sich lange vor dem Anfall bemerkbar zu machen. Einige Wissenschaftler vermuten, dass Hunde vor einem Anfall kleine Abweichungen im Verhalten von Epileptikern bzw. eine mit Messgeräten nicht registrierbare Veränderung der Hirnströme oder bioelektrische Störungen registrieren. Andere halten es für denkbar, es könnten auch feinste, apparativ nicht feststellbare Nuancen in den Körpergerüchen der Epileptiker sein, die sich vor einem Anfall bemerkbar machen, die aber von höchst sensitiven Hundenasen aufgespürt werden. Geruchsbedingte Faktoren könnten Hunden auch den jähen Abfall des Blutzuckerspiegels eines Diabetikers signalisieren, so dass dieser –- von seinem vierbeinigen Begleiter rechtzeitig alarmiert -– rechtzeitig Kohlehydrate zu sich nehmen kann, um das Abgleiten in ein hypoglykämisches Koma zu vermeiden. Die Tiere könnten einen hypoglykämischen Anfall auch aufgrund der Veränderung der Körpertemperatur ihres Halters registrieren, wenn sie sich in dessen unmittelbarer Nähe aufhalten. Dem Einsatz von Tieren in Prophylaxe und Heilung sind praktisch keine Grenzen gesetzt.

Die wundersamen Heilkräfte vierbeiniger "Medizinmänner"

Der positive Einfluss, den Haustiere auf kranke, genesende, alte und gestrauchelte Menschen ausüben, gilt heute als erwiesen, und tiergestützte Therapien werden in zunehmendem Maße in Kliniken, Hospizen, Reha-Einrichtungen, in Senioren- und Pflegeheimen sowie in Erziehungsanstalten mit Erfolg angewendet. Zu den wichtigsten nachgewiesenen positiven Effekten solcher Therapien zählen u.a. die Senkung des Blutdrucks, Minderung von Depressionen sowie ein stärkeres Reagieren auf die Außenwelt. Auf einer im Sommer 1992 in Montreal (Kanada) abgehaltenen Konferenz teilte Dr. Warwick Anderson vom australischen Baker Medical Research Institute mit, dass Haustierbesitzer im Gegensatz zum Personenkreis ohne Lieblingstier (pet) wesentlich geringere Triglyzeride- und Cholesterinwerte sowie einen niedrigeren systolischen Blutdruck aufweisen. Unter den 5741 untersuchten Personen befanden sich 784 Besitzer eines Haustiers. Menschen mit einem hohen Blutdruck und einer abnorm hohen Pulsfrequenz waren ermuntert worden, mehrmals am Tag ihren Hund oder ihre Katze zu streicheln. Die Berühung mit dem Fell soll beim Patienten eine besänftigende Wirkung, ein Gefühl des Wohlbehagens hervorrufen. Die Lebenserwartung von in der Stadt lebenden älteren Menschen mit einem Haustier liegt nach Meinung des amerikanischen Mediziners Dr. Alan Beck um 10 bis 15% höher als die einer Vergleichsgruppe ohne Tiere. Seine These ist nicht von der Hand zu weisen, denn zahlreiche Untersuchungen zeigten, dass sich das psychische und körperliche Wohlbefinden älterer Menschen durch die Fürsorge um ein Tier signifikant verbessert. Viele verzweifelte, konfliktgebeutelte Menschen suchen einerseits nach emotionaler Wärme und Geborgenheit, wollen andererseits aber auch allein und unabhängig sein. Dieser Widerspruch lässt sich nach Prof. Dr. Reinholt Bergler von die Uni Bonn elegant durch eine Katze lösen. Der Psychologe und sein Team befragten 150 Personen, die sich alle in einer Krisensituation befanden: Arbeitslosigkeit, Trennung vom Partner, Krankheit oder Dauerstress am Arbeitsplatz. Die eine Hälfte der Befragten hatte kein Haustier, die andere lebte mit einer Katze zusammen. Das Ergebnis sprach für sich: 83% der Katzenhalter fühlten sich an der Seite ihres Tieres weniger verlassen und einsam, 75% erlebten die Anhänglichkeit und Treue der Katze als tröstlich und 90% betonten, dass sie im Umgang mit ihrem Tier entspannen und Stress abbauen. Die Wirkung ist erstaunlich: Fast zwei Drittel der Personen, die ohne Katze lebten, nahmen professionelle Hilfe in Anspruch. Von den Katzenhaltern war hingegen kein einziger in Behandlung. Die Beschäftigung mit Tieren ist auch bei lebensbedrohlichen Erkrankungen angezeigt. Die amerikanische Soziologin Erika Friedman hat an Herzinfarktpatienten festgestellt, dass Patienten mit einem Heimtier signifikant bessere Überlebenschancen haben, als solche ohne Hund, Katze, Vogel oder Fisch. Sie will zudem herausgefunden haben, dass Kinder, die mit Haustieren aufwachsen, sich besser in ihr soziales Umfeld einfügen, kooperativer und weniger aggressiv als andere Jungendliche sind. Kürzlich wollen Wissenschaftler der Universität New York im Rahmen einer groß angelegten Studie herausgefunden haben, dass Haustiere bessere "Lebenspartner" als Eheleute oder vergleichbare Lebensgemeinschaften sind. Die Gegenwart eines Hundes oder einer Katze sei -– so die Psychologen –- für viele Menschen beruhigender als die ihres jeweiligen Lebensgefährten. Selbst enge Freunde hätten in kritischen Situationen nicht den gleichen mässigenden, besänftigenden Effekt wie Haustiere. Ähnlich segensreich erweisen sich Haustiere auch beim Abbau von Schulstress.

Biomimetik -- Die Natur als "Konstruktionsvorlage"

Wissenschaftler und Ingenieure nutzen in zunehmendem Maße das Füllhorn der Natur –- u.a. die ideal angepaßten Körperformen, Fortbewegungsarten und viele andere evolutionsspezifischen Fähigkeiten von Tieren –- zum "Nachempfinden" bzw. "Nacherfinden" innovativen technischen Geräts. Längst hat sich für diese ökonomische und vielfach sogar ökologisch sinnvolle Form des "Erfindens" der Terminus Biomimetik herausgebildet. Biomimese bedeutet soviel wie "das Leben nachahmen" oder "Biosysteme" imitieren. Die Biomimetik als neue Wissenschaftsdisziplin versucht z.B. herauszufinden, wie Tiere auf unterschiedliche Situationen reagieren, um die so gewonnenen Erkenntnisse zum kostengünstigen "Nacherfinden" nutzbringender technischer Einrichtungen auszuwerten. Viele Erfindungen, die unser Leben bereichern und unsere Sicherheit erhöhen, verdanken wir zumindest im Ansatz tierischen Lebensformen und Verhaltensweisen, sei es die Ultraschallortung der Fledermäuse und Delphine (Sonarprinzip) oder die gedächtnisgespeicherten "Landkarten" der Bienen (GPS). So sind es gerade die Kleinsten der Kreaturen, die unsere Bewunderung verdienen, weil sie uns, was z.B. Brand- und Erdbebensicherheit, hochempfindliche, über große Entfernungen funktionierende Sensoren und Detektoren, Klimatisierung (vgl. Bienenstöcke), aerodynamische Perfektion im Mikromaßstab usw. anbelangt, eine Fülle nützlicher Anregungen bieten. Durch Analysieren bestimmter tierischer Körperformen und Bewegungsabläufe, durch akribisches Beobachten des Funktionierens einzelner Körpersegmente und Organe wollen Wissenschaftler und Ingenieure herausfinden, welche Einflüsse und Wirkfaktoren den von uns bewunderten vielfältigen Höchst- und Sonderleistungen der Tiere zugrunde liegen, um die so zusammengetragenen Informationen für innovative Erfindungen bzw. Weiterentwicklungen zu nutzen. Aus der Verbindung von Biologie und Technik entsteht eine völlig neue Generation von Robotern, die wie Käfer krabbeln, wie Spinnen einherstelzen (Hindernisse überwinden), sich geschickt wie Fische im Wasser bewegen und wendig wie Fliegen bzw. Bienen umherschwirren können. Ihre zahllosen Einsatzmöglichkeiten sind derzeit nicht einmal ansatzweise vorhersehbar. Unter Einsatz flexibler Fuidaktoren wurde z.B. vom Forschungszentrum Karlsruhe ein neuartiger Inspektions- und Serviceroboter Black Spider (Schwarze Witwe) entwickelt -– eine kompakte pneumatische, achtbeinige Laufmaschine, an deren autonomen Druckluft- und Energieversorgungssystem noch gearbeitet wird. Das Funktionsprinzip der Antriebselemente orientiert sich am biologischen Vorbild einer Spinnenspezies, die zum Strecken der Beine ein Fluidum in ihre Gelenke pumpt. Dafür wurden insgesamt 48 flexible Fluidaktoren in die Beine integriert, die aktives Heben und Senken sowie Vor- und Rückwärtsbewegungen ermöglichen. Und an der Universität von Berkeley (Kalifornien) befaßt man sich bereits mit einem Mini-Flugroboter, der RoboFly. Der nach biomimetischem Prinzip konstruierte fliegende Winzling mit einer Gesamtflügelspannweite von nur 25 Millimeter ist mit einem hoch effizienten Kleinstmotor, einem extrem flinken Kontrollsystem, integrierten visuellen und Trägheitssensoren, piezoelektrischen Stellgliedern und einem flexiblen Thoraxsystem ausgestattet. Als intgegrierte Energiequelle dienen Lithiumbatterien, die von Solarzellen aufgeladen werden.


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6 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
4.0 von 5 Sternen Über die grandiosen Leistungen der Tiere, 3. Januar 2005
Von 
Christian von Montfort (Barcelona, Katalonien) - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 500 REZENSENT)    (HALL OF FAME REZENSENT)    (REAL NAME)   
Rezension bezieht sich auf: Das geheime Leben der Tiere (Gebundene Ausgabe)
Meckelburg zeigt anhand vieler Beispiele die fantastischen Fähigkeiten der Tiere auf. Alle Fähigkeiten, die angeblich den Menschen zum "Herrn" über das Tier machen sollen, wurden inzwischen auch bei Tieren nachgewiesen: logisches Denken und Planen, Gefühle wie Trauer oder Freude, der Gebrauch von Werkzeugen, Sprache oder ein Ich-Bewusstsein. Die Leistungen eines Blindenhundes oder die eines Affen, der mit seinem Halter fließend in der Taubstummen-Sprache spricht, lassen sich durchaus mit denen eines 3-jährigen Kleinkinds vergleichen. Auch zu faszinierenden "Psi-Phänomenen", wenn Tiere Erdbeben, Tsunamis, das Magnetfeld der Erde oder auch epileptische Anfälle von Menschen spüren, bringt Meckelburg gute Erklärungen - wobei er zuletzt mit seinen "morphologischen Feldern" und der Quantenphysik sehr weit geht, aber das muss jeder selbst entscheiden. Manchmal hat vielleicht auch ein Hund einfach mal Glück :-)

Konsequent fordert Meckelburg, dass man angesichts dieser Eigenschaften Tiere nicht als Ressource oder gefühllose Sache ansehen darf, sondern ein sehr viel partnerschaftliches Verhältnis entwickeln muss. Einer Legehenne ist es eben nicht egal, ob sie in einem Käfig leben muss, und selbst ein Huhn kann Tests zufolge Depressionen entwickeln wie ein Mensch. Tierliebhaber wissen darum und die starke grüne Bewegung gerade in Deutschland ist erfreulich, doch laut Meckelburg gibt es immer noch Verhaltensforscher, die die Gefühle von Tieren ignorieren - wer weiß, von welcher Schlachthof-Lobby sie bezahlt werden. Fazit: das Buch ist eine Freude für jeden Tierfreund.

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6 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen Kultverdächtig, 13. Dezember 2004
Von 
Silvia M. "Baghira" - Alle meine Rezensionen ansehen
(VINE®-PRODUKTTESTER)    (TOP 500 REZENSENT)   
Rezension bezieht sich auf: Das geheime Leben der Tiere (Gebundene Ausgabe)
"Das geheime Leben der Tiere" ist ein aufschlussreiches Buch über die unglaublichen Fähigkeiten unserer Mitgeschöpfe. Es wird berichtet von Wissenschaftlern die experimentell nachgewiesen haben, dass Tiere besitzen ein artspezifisches bewusstes Denken. Sie können Kombinieren und Schlussfolgerungen ziehen, sie haben ein erstaunliches umweltangepasstes Bewusstsein und Gedächtnis, vollbringen physische Höchstleistungen und besitzen zudem ein raffiniertes Ortungsvermögen sowie präzise funktionierende Super-Sinnesorgane. Dieses spannende Sachbuch lehrt uns, die außergewöhnlichen Leistungen der tierischen Mitbewohner diese Planeten besser zu verstehen und schätzen zu lernen.
Tiere warnen durch ihr ungewöhnliches Verhalten vor bevorstehende Katastrophen wie Unwetter, Erdbeben und anderen Gefahren. Auch magische Fähigkeiten und heilende Kräfte sind bei Tieren zu beobachten. Dieses lesenswerte Buch gibt einen ausführlichen Einblick in den bislang geheime Teil der Tierwelt.
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen Ein wichtiges Thema, 7. September 2007
Von 
Rezension bezieht sich auf: Das geheime Leben der Tiere (Gebundene Ausgabe)
Es ist leider sehr zu bedauern, daß sich die Tierwelt mit dem Übertier Mensch herumschlagen muß.

Kein Tier ist zu solcher Bösartigkeit fähig wie der Mensch.
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